Susanne Haun

Musikalische Darbietung am letzten Tag der Ausstellung Querbrüche von Frank Gratkowski und Achim Kaufmann – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Ausstellung, Kunstzentrum Tegel Süd, Musik, Zeichnung by Susanne Haun on 20. Oktober 2017

 

Am letzten Tag unserer Ausstellung Querbrüche stand die Musik im Vordergrund. Frank Gratkowski spielte Saxophon, Klarinette und Querflöte und Achim Kaufmann Synth und Sounds.

 

Die Musiker Frank Gratkowski und Achim Kaufmann (c) Foto von M.Fanke

Die Musiker Frank Gratkowski und Achim Kaufmann (c) Foto von M.Fanke

 

Ich habe mich sehr gefreut, ganz in Ruhe und sehr nahe an den Interpreten zu zeichnen.

 

 

Saxophon - Klarinette - Synth - Sound (c) Zeichnung von Susanne Haun

Saxophon – Klarinette – Synth – Sound (c) Zeichnung von Susanne Haun

 

Frank spielt am 2.11. im A-Trane, Bleibtreustraße 1, 12625 Berlin Black Top mit Pat Thomas – piano, Orphy Robinson – mallets und
Jean Paul Bourelli – guitar. Weitere Termine für Konzerte findet ihr hier.

Achim spielt am 10.11. im Aufsturz-Klub, Oranienburger Str. 67, 10117 Berlin mit Oli Steidle/Sebastian Gille/Robert Landfermann/AK. Weitere Termine für Konzerte findet ihr hier.

Michas Kunst ist die Fotografie, ich finde, die Fotos vom letzten Ausstellungstag sind besonders gelungen als ob er Licht und Raum mit den Akteuren verschmolzen hat.

 

 

Musik zeichnen ist eine Herausforderung.

Für mich hat das Zeichnen während eines Konzerts nichts mit einem Musikerportrait zu tun. Ich strebe keine Ähnlichkeiten oder Referenzen zu Personen an, ich möchte die Töne zeichnen und die Musiker dienen mir als Anlaß dazu. Ich zeichnete bloß eine Viertelstunde, aber schnell wie die Musik.  Mit jedem Blatt werde ich abstrakter, leider war mein Slizzenbuch leer und ich musste ein neues aus der Tasche holen, das störte meinen Fluß. Ich bin ausgesprochen zufrieden, wenn ich die Ergebnisse sehe und ich höre die Musik beim Betrachten klingen.

 

 

Impressionen vom Besuch im George Kolbe Museum – Ausstellung Rodin Hanako – Susanne Haun

Posted in Ausstellungstip, Berlin, Foto, Zeichnung by Susanne Haun on 17. September 2016

 

Fast hätten wir die Ausstellung Auguste Rodin and Madame Hanako verpasst. Noch bis morgen, 18.9.16,  können die Masken und Zeichnungen Rodins von der japanischen Tänzerin Hanako im Georg Kolbe Museum (siehe hier) besichtigt werden. Es lohnt sich!

 

4 Beobachtungen von Susanne Haun im Kolbe Museum (c) Foto von M.Fanke

Beobachtungen von Susanne Haun im Kolbe Museum (c) Foto von M.Fanke

 

Das Kolbe Museum ist mir nicht unbekannt, ich war dort schon öfter zu Besuch. Besonders gerne erinnere ich mich an das Aktmalen mit Conny Niehoff und Maike Josupeit im Garten des Museums (siehe hier, bitte scrollen).

Viele der Skulpturen Kolbes kenne ich schon, sie sind im Hauptraum des Museums zu besichtigen. Erst nach dem Hauptraum sind die Arbeiten Rodins zu sehen. Ich bin fasziniert von der Anzahl der Masken, die Rodin von Hanako fertigte und ich finde es auch interessant, wie unterschiedlich die vier Fotografen Rodins seine Arbeit darstellten. Eine gelungene Gegenüberstellung der Fotos!

Ich bin froh, dass Micha meine Arbeit und meine Arbeiten fotografisch dokumentiert. Er ist ein Pendant, was Belichtung um Komposition angeht und ich finde gerade bei den heutigen Fotos ist das erkenntlich.

 

11 Im Garten des Kolbe Museums (c) Foto von M.Fanke

Im Garten des Kolbe Museums (c) Foto von M.Fanke

 

Ich stellte mir die Aufgabe, Haltung und Gesichtsausdrücke der Skulpturen in weniger als eine Minute zu erfassen und freue mich sehr, dass mir die Aufgabe leicht fällt. Anfang 2000 war ich das erstemal im Kolbe Museum und ich erinnere mich, wie anstrengend und aufwendig es für mich war, die Figuren zu erfassen. Sicher, zum Zeichnen gehört Talent, aber auch der Wille, dieses Talent täglich zu nutzen und Erfahrungen zu sammeln.

 

 

Nicht nur im Garten sondern auch im nur wenige Meter vom Museum entfernten Kolbe Hain stehen Kolbes Skulpturen. Im Kolbe Hain waren wir alleine während das Museum gut besucht war.

 

 

 

 

 

Georg Kolbe Museum

Täglich 10:00 – 18:00 Uhr

Eintritt: 7,− €
Ermäßigung: 5,− €
für Schülerinnen und Schüler, Studierende, Schwerbehinderte und Arbeitslose (nur mit gültigem Berlinpass/Ausweis/ Personalausweis)
Freier Eintritt:
für Kinder und Jugendliche (bis 18 Jahre), ICOM, DMB, Presse, Mitglieder des Freundeskreises, sowie Begleitpersonen von Schwerbehinderten, deren Ausweis das Merkzeichen »B« enthält.

09. Juni 2016 – 18. September 2016

Auguste Rodin und Madame Hanako. Der französische Bildhauer und die Emanzipationsgeschichte der japanischen Tänzerin
Georg Kolbe. Ausgewählte Werke – Zeichnungen und Skulpturen

Adresse
Sensburger Allee 25,  14055 Berlin, Telefon: 030-304 21 44
Anfahrt
Sie können direkt vor dem Museum in der Sensburger Allee parken
Verkehrsverbindung:
S-Bahn: S5 Bus: M49, X49, 218 bis Bahnhof Heerstraße, 5 min Fußweg zum Museum
Das Museum ist für Rollstuhlfahrer zugänglich
Fahrradständer sind direkt vor dem Museum
Im Musemscafé gibt es leckeren Kuchen und Torten!

Entstehung von Tulugaqs Weg zur Erkenntnis – Tusche auf Leinwand von Susanne Haun

Posted in Arktis, Projekt EISIG - EISWELTEN, Zeichnung by Susanne Haun on 30. Juli 2016

 

Vielleicht hat der eine oder andere schon Roswithas Photolaboratorium (siehe hier) besucht?

Schon vor einiger Zeit haben wir beschlossen, zusammen das Ausstellungsprojekt „Eisig – Eiswelten“ anzugehen.

 

Entstehung von Tulugaqs Weg zur Erkenntnis - 70 x 100 cm - Tusche auf Leinwand (c) Susanne Haun

Entstehung von Tulugaqs Weg zur Erkenntnis – 70 x 100 cm – Tusche auf Leinwand (c) Susanne Haun

 

Roswitha hat dazu vorab einen Text zur Ausstellung geschrieben:

„Bei den eisbedeckten Regionen im äußersten Norden und äußersten Süden handelt es sich um die letzten Naturlandschaften dieser Erde, noch weitgehend unberührt, aber doch gefährdet.

Für das Jahr 2017 planen wir eine Ausstellung, in der das Thema Arktis/Antarktis durch verschiedene künstlerische Positionen beleuchtet
werden soll: Zeichnung/Malerei, Fotografie, Skulptur.

Die Berliner Zeichnerin Susanne Haun hat Radierungen und Zeichnungen zum Leben der Inuit gemacht und arbeitet derzeit an weiteren Werken zum Thema. Der Dürener Glaskünstler Wilfried Grob wird ebenso wie der Wülfrather Bildhauer Dirk Fiege Objekte aus Glas bzw. aus Marmor vorstellen, die das Thema Eis auf ihre Weise umsetzen. Die Fotokünstlerin Roswitha Mecke aus Kerpen-Buir zeigt Bilder aus der Gletscherlandschaft Patagoniens.

Zur Vernissage werden zwei kurze, recht unterschiedliche Texte vorgetragen (je 5 – 10 min). Zum einen ein Ausschnitt aus einem Buch von Ansgar Walk, in dem es um die Mythen der Bewohner der Polarregion geht. Im Kontrast dazu wird Martin Haeusler über den realen Gletschertourismus berichten. Last but not least ist geplant, dass Bernd Holz, Musiker und Komponist, „das Eis zum Klingen“ bringen wird.“

Heute zeige ich meine ersten Arbeiten auf einer 70 x 100 cm großen Leinwand zum Thema  Tulugaqs Weg zur Erkenntnis.

Mehr über meine Inspirationsquelle zu Tulugaqs Weg zur Erkenntnis nach Fertigstellung der Leinwand.

 

Cley next the sea – Susanne Haun

Posted in England, Foto, Reiseberichte, Skizzen, Skizzenbuch, Zeichnung by Susanne Haun on 16. Juni 2016

Kennt ihr den Blog (siehe hier) von Hanne Siebers und Klausbernd Vollmar? Schon seit einigen Jahren lese ich gerne die intelligenten Texte aus Literatur und Reise von Klausbernd und erfreue mich an Hannes Fotos.

Real kennengelernt haben wir uns schon vor etwas über zwei Jahren, zuerst in Köln/Bonn und dann auch in Berlin. Im April haben wir die beiden in Cley next the sea besucht.

Wir haben bei Hanne und Klausbernd im country Norfolk in ihrer Annexe gewohnt. Gleich am ersten Tag haben wir einen kleinen Spaziergang zum Meer gemacht und die Atmosphäre des Ortes fotografisch aufgenommen.

 

Gute Technik – Susanne Haun

Posted in Foto, Präsentation, Zeichnung by Susanne Haun on 10. Januar 2015

Als 20jährige war es mir wichtig zu zeichnen, zu zeichnen und zu zeichnen.
Ich habe das Papier genommen, was ich gefunden habe, egal welcher Größe und Qualität.

Nachdem ich für meine erste Ausstellung meine Arbeiten rahmen musste, lernte ich, mich auf bestimmte Formate zu beschränken. Meine Spontanität im Format kommt heute seltener zum Vorschein, aber manchmal geht es immer noch mit mir durch, so wie in meinen Rollen (siehe hier).

 

Reproduktion von Kunst (c) Foto von Susanne Haun

Reproduktion von Kunst (c) Foto von Susanne Haun

 

Beim Ausrahmen der Arbeiten meiner ersten Ausstellung merkte ich, wie das Papier ausgeblichen war, der Passepartoutrand war gut zu sehen. Und so benutze ich seit 20 Jahren Markenpapier, meistens von Hahnemühle, und lichtechte Tuschen.

Was macht Professionalität aus?

Professionell arbeiten bedeutet unter anderem auch professionelles Material zu verwenden.

Profesionell arbeiten bedeutet aber auch, professionell zu präsentieren.
Die Arbeit des Künstlers hört nicht nach dem Zeichnen auf.

In der Kunstwelt werden gute digitale Fotos der Arbeiten immer wichtiger. Vor 10 Jahren begann ich, meine Zeichnungen digital zu fotografieren und hier im Blog ist so mein Werkverzeichnis entstanden. Auch für meine Bücher (siehe hier) benötigte ich gute Fotos.

Ich begann mit einer canon ixus und es ist schon erstaunlich, was so eine kleine Kamera für Fotos macht. Für die Bücher benötigte ich bessere Qualität. So fotografiere ich ab 2011 mit einer Canon Eos 1000D und einem Zoomobjektiv von Canon 18 – 55 mm. Das Zoomobjektiv hat den Nachteil, dass sich an den Rändern Schatten bilden und die Linien fallen. Mit dem Zoom ist wichtig, beim Fotografieren darauf zu achten, eine Brennweite von 50mm zu benutzen. Trotzdem kann ein Zoomobjektiv die Zeichnungen nie so gut abbilden wie eines mit Festbrennweite.

Als ich beim bbk einen Workshop mit dem Thema „Portfolio“ besuchte, war das größte Manko meiner Präsentation die Fotos meiner Arbeiten und darauf kommt es doch schließlich an: gute Abbildungen der Zeichnungen! Jede Jury klappt ein Portfolio mit schlechten Fotos sofort wieder zu und sortiert sie aus.

Reproduktion von Kunst (c) Foto von M.Fanke

Reproduktion von Kunst (c) Foto von M.Fanke

Nun gab es zwei Möglichkeiten, wie ich dem Abhilfe schaffen kann.
1. Einem Fotografen beauftragen, meine Arbeiten zu fotografieren (teure Lösung)
2. Bessere Technik und mehr Zeit für das Fotografieren nehmen (Anfangs teure Lösung aber mit der Zeit rentabel)

Ich entschied mich für die 2. Lösung und informierte mich auf der Saatchi Online Präsenz, wie man selber am besten seine Arbeiten reproduziert (siehe hier).

Reproduktion von Kunst (c) Foto von Susanne Haun

Reproduktion von Kunst (c) Foto von Susanne Haun

So beschloss ich das Jahr mit einem neuen Objektiv für meine Canon 1000D zu beginnen und erstand das EF 50mm f/2.5 Compact-Macro.
Das schönste an dem Objektiv ist, dass die stürzenden Linien und Verzerrungen der Zeichnungen auf den Fotos aufhören.

Leider zieht eines immer auch anderes nach sich: meine eine Studioleuchte, die ich für die Fotos in meinen Büchern anschaffte, reicht nicht aus. Ich benötige gleichmäßiges Licht von beiden Seiten auf die Zeichnungen.

Es wäre ja auch langweilig, wenn alles gleich und sofort klappt!

Die Ballon – Mauer – Fotos von M.Fanke und Susanne Haun

Posted in Architektur, Berlin, Foto, Geschichte by Susanne Haun on 10. November 2014

Dieses Wochenende war die Ballon – Mauer wohl das meist fotografierte Motiv in Berlin.

 

Von der Bösebrücke Ballon - Mauer - 25 Jahre Mauerfall 2014 (c) Foto von Michael Fanke

Von der Bösebrücke Ballon – Mauer – 25 Jahre Mauerfall 2014 (c) Foto von Michael Fanke

 

Auch wir konnten uns dem nicht entziehen. Wir waren Samstag an der Bösebrücke an der Bornholmerstrasse und am Sonntag am Reichstag. Bis zum „freilassen“ der Ballons sind wir jedoch nicht geblieben. Es war uns einfach zu voll.

Ich empfinde die Lichtergrenze als soziale Plastik im Sinne von Beuys.

 

Bad Doberan ganz nahe – Fotografie von Susanne Haun und M.Fanke

Posted in Foto by Susanne Haun on 2. Oktober 2014

Bei meiner Ausstellungseröffnung in Bad Doberan hatten wir noch Zeit, durch die kleine Stadt zu streifen und zu fotografieren.

Da es nicht unser erster Besuch dort war, haben wir uns dieses mal auf das Fotografieren von Details beschränkt.
Ich finde es immer wieder erstaunlich, wie man die unauffälligen Seiten des Lebens ins rechte Licht rücken kann.

Der Fotograf und ich (c) Foto von M.Fanke

Der Fotograf und ich (c) Foto von M.Fanke

Vor dem Münster sprach uns ein Fotograf der Ostseezeitung an, der eine Reportage über die meistfotografierten Motive an der Ostsee schrieb und dafür Fotos benötigte. Das Bad Doberaner Münster ist eines dieser beliebtesten Motive und so wurde ich fotografierender Weise vor dem Münster festgehalten, was wiederum auch von M.Fanke festgehalten wurde. Wer sich genau die Fotos auf meinem Blog anschaut, hat es schon gesehen. Micha fotografiert viel, gerne und gut und so habe ich meine Fotos und Zeichnungen oft mit seinen Fotos ergänzt. Wie das bei den meisten Fotografen so ist, er lässt sich ungerne selber fotografieren und so ist mir nur dieser bewegte Schnappschuß gelungen.

M.Fanke (c) Foto von Susanne Haun

M.Fanke (c) Foto von Susanne Haun

Vom 16. OKT – 16. NOV 2014 ist der 6. EUROPÄISCHER MONAT DER FOTOGRAFIE BERLIN.
„Der Europäische Monat der Fotografie Berlin ist das größte deutsche Fotofestival. Seit 2004 findet es alle zwei Jahre in Berlin statt und präsentiert zahlreiche Ausstellungen und Veranstaltungen zu historischer und zeitgenössischer Fotografie. Veranstalter ist die Kulturprojekte Berlin GmbH in Zusammenarbeit mit Museen, Kulturinstitutionen, Galerien, Botschaften, Projekträumen und Fotoschulen in Berlin und Potsdam.“ ist auf der Homepage des Events (siehe hier) zu lesen.

Spuren von Licht – Zeichnungen mit Licht von Susanne Haun

Posted in Zeichnen mit Licht by Susanne Haun on 24. Dezember 2013

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Zuerst möchte ich allen meinen Leserinnen und Lesern
ein besinnliches Weihnachtsfest wünschen.

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Die thronende Maria - Lichtspuren  (c) Foto von Susanne Haun

Die thronende Maria – Lichtspuren (c) Foto von Susanne Haun

Schon einige Zeit experimentiere ich mit Licht und Fotografie. Ich zeichne mit dem Licht und der Kamera auf Fotos. Mit den Ergebnissen bin ich zufrieden. Auch wenn ich mir die Bewegungen vor dem Foto überlege, ist das Ergebnis in der Anlage der Spuren und Intensität vom Licht eine Überraschung für mich. Mein Ziel ist es, das Licht noch kontrollierter einzusetzen wie ich es jetzt noch praktiziere.

Die ersten Fotos dieser Art habe ich einheitlich mit „Lichtspuren“ betitelt. Bei der Anzahl der Fotos, die ich in dieser Art zeichne, möchte ich nun eindrüglichere, bezeichnende Titelnamen vergeben.

Das erste Fotos von heute ist auch dem Weihnachtstag geschuldet und heisst „Die thronende Maria“

Zeichnen mit Licht – Spuren – Fotos von Susanne Haun

Posted in Foto, Kunstgeschichte, Spuren, Zeichnen mit Licht, Zeichnung by Susanne Haun on 17. Juni 2013

Vor einiger Zeit habe ich mich mit dem Begriff „Spuren“ beschäftigt.

Dieser Begriff steht auch im starken Zusammenhang mit der Fotografie. Am Beginn der Fotografie stehen sehr radikale Gedanken. Der Fotograf Oliver Wendell Holmes wollte gar, dass die Gebäude, die von allen Seiten fotografiert wurden, abgerissen werden. Denn nach der fotografischen Ausbeute blieben seiner Ansicht nach nur noch Ruinen übrig. Er war der Meinung, dass nicht nur eine bildliche sondern auch eine materielle Präzens abgebildet wird.

Lichtspuren (c) Foto von Susanne Haun

Lichtspuren (c) Foto von Susanne Haun

Die Erstellung eines Fotos galt als rätselhaft. Anders als beim Malen erschien das Motiv wie von Geisterhand auf dem Papier.

Wer weiss denn heute im digitalen Zeitalter genau wie ein Foto entsteht? Ich muss gestehen, ich habe auch noch einmal die Geschichte der digitalen Fotografie gegoogelt.

Aber nur, weil die Kameras heute das Bild anders erzeugen, haben sich die Regeln der Fotografie und des künstlerischen Bildaufbaus nicht geändert.

Ich habe Spuren von Licht fotografiert. Dabei habe ich die digitale Spiegelreflexkamera in bestimmten Formen bewegt.

Lichtspuren (c) Foto von Susanne Haun

Lichtspuren (c) Foto von Susanne Haun

Ist das, was auf den Fotos dargestellt wird, objektiv und die Realität?
Zeichne ich in diesem Fall nicht mit Licht statt Tusche und mit der Kamera statt der Feder?

„Fotografien entstehen unter Bedingungen, die sie physisch dazu zwingen, Punkt für Punkt dem Original zu entsprechen.“ Charles S. Peirce

Ist diese Aussage aus den Anfängen der Fotografie nicht falsch? Entsprechen die Lichtspuren dem Original? Sehen wir genau solche Lichtspuren, wenn wir mit den Augen schauen?

For my english speaking reader:
After a while I talked about tracks.
Today I show images drawing with light and a reflex camera.
What are these images? Are they objective and the reality? I draw with light as opposed to ink and a reflex camera as opposed to the feather.


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²Geimer, Peter. Theorien der Fotografie. 2009 Hamburg.

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