2025.06.25.0001 A1 Hoffentlich kippt die Vase nicht um (c) Zeichnung von Susanne Haun, VG Bild-Kunst, Bonn 2025

„Existiert die Kunst nur, wenn sie im Blog oder auf Instagram gezeigt wird?“ Frage von Susanne Haun

Existiert meine Kunst nur, wenn ich sie hier blogge oder auf Instagram zeige?

Vor einer guten Woche habe ich mit meinem Künstlerkollegen Jürgen Küster telefoniert. Wir bestreiten gemeinsam das „Projekt ohne Name“.
Zwei Fragen haben Jürgen in Bezug auf mich beschäftigt: Einmal, warum ich 5 Jahre für meine Dissertation benötigte, wo andere das in 2 Jahre schaffen und, dass ich ja offensichtlich in den letzten 5 Jahren auch nicht viel Kunst gemacht habe.

Die erste Frage ist leicht zu beantworten:
Wird eine Dissertation neben der Arbeit geschrieben, dauert sie grundsätzlich länger, denn die Zeit zum recherchieren, forschen und schreiben ist begrenzt. Oft geht die Arbeit vor. Wenn im Rahmen des Studiums geschrieben werden kann, zum Beispiel, wenn ein Stipendium vorliegt, geht es einfach schneller, die Dissertation ist die tägliche Arbeit. Für ein Stipendiun für meine Dissertation bin ich mit meinen 60 Jahren zu alt.

Die zweite Frage ist viel interessanter zu beleuchten:
Existiert meine Kunst nur, wenn ich sie hier blogge oder auf Instagram zeige? Sprich: veröffentliche?
Ich habe gerade im vergangenen Jahr sehr viel an meiner Kunst gearbeitet. So wie die 10 großformatigen Blumenzeichnungen. Zeit habe ich beim Veröffentlichen meiner Kunst gespart. Im Gegensatz zu meiner Gewohnheit jeden Tag – tagebuchartig – aus meinem Atelier zu berichten und jeden kleine Linie zu veröffentlichen, habe ich stattdessen an meiner Diss geschrieben.

Ich glaube, dass ich nicht alles hier im Blog nachträglich veröffentlichen kann. Dass diese Blumenzeichnungen 80 x 60 cm groß sind, ist im Internet kaum darstellbar. Diese Dimension macht jedoch deutlich, dass ich an einer Zeichnung auch länger gearbeitet habe.

Außerdem habe ich an einem großen Projekt gearbeitet, das ich einfach noch nicht zeigen möchte. Ich erhoffe mir, zuerst einen Ausstellungsort zu finden, bevor ich meine Arbeit dazu veröffentliche.

2025.05.20.0001 E1 Glyzinien wachsen von oben (c) Zeichnung von Susanne Haun, VG Bild-Kunst, Bonn 2025

Glyzinien aus unserem Garten – Zeichnung von Susanne Haun

Unsere Glyzinie ist unser ganzer Stolz

Die Glyzinie haben wir schon 1998 vom Vorbesitzer übernommen. Er pflanzte sie Anfang der 90ger Jahre. Seither ist sie sehr gewachsen und seit 5 Jahren züchten wir sie über eine Schnurkonstruktion als Beschattung für die Terasse.

Susanne Haun ist Künstlerin. Florale Zeichnungen gehören zu ihrem Oeuvre. Inspiration und Kreativität findet sie in ihrem Garten.

Glyzinie (c) Foto von Susanne Haun, VG Bild-Kunst, Bonn 2023

Tagebucheintragungen April 2023 – Das Leben der Glyzinien – Zeichnungen von Susanne Haun

Tagebucheintragungen von Susanne Haun – zeichnerische Notizen – Glyzinie – Blauregen

Glyzinie auch Blauregen genannt

Unsere Glyzine dürfte ungefähr Mitte der 80er Jahre gepflanzt worden sein. Sie wuchert wie Efeu blüht jedoch im Frühling wunderschön. Die vorigen Besitzer dieser Wundervollen Pflanze haben sie immer stark beschnitte, vor allem auch deshalb, weil sie schnell in die Dachziegel des Schuppens wächst. Meine ständige Begleitung hatte die Idee, die jungen Zweige in eine Richtung zu lenken und unsere Terrasse mit einem natürlichen Dach zu beschatten. Er hat letztes Jahr damit begonnen und schon jetzt ist die sonst bei heißen Wetter bis zu 40 Grad heiße Terrasse kühler.

Samen in Bohnen

Nach dem Blühen bildet die Glyzinie lange bohnenförmige Samenkapseln. Wir haben schon Gläser voller Saatgut, ich habe einige in Töpfe gepflanzt und andere haben sich in den Gärten der Nachbarn selbst ausgesät. Wenn die Samenkapseln trocken, springen sie auf und verteilen den Samen großzügig. Ich bin mir nicht sicher, ob ich sie abschneiden sollte, damit die Glyzinie ein zweites mal dieses Jahr blüht. Die trockenen Samenkapseln sind wunderschön geformt, so dass ich sie gerne gezeichnet habe.

Blauregen bzw. Glyzinie, 40 x 40 cm, Tusche auf Aquarellkarton, Zeichnung von Susanne Haun (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2022

Glyzinie, Wisteria Blauregen – drei Namen eine Pflanze – Zeichnungen von Susanne Haun

Blauregen bzw. Glyzinie, 40 x 40 cm, Tusche auf Aquarellkarton, Zeichnung von Susanne Haun (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2022

Rom an der Domus Aurea

Ich erfreue mich sehr an dieser Pflanze und in meinem Blog habe ich schon oft von mir gezeichneten Blauregen, den ich überall in Europa gefunden habe, gezeigt.Besonders beeindruckend fand ich die Anpflanzungen von Blauregen in Rom bei den archäologischen Ausgrabungen von Neros Domus Aurea.

Sie sieht wie erfroren aus

Schon die Vorbesitzer haben in unserem Garten am Schuppen eine Glyzinie gepflanzt. Sie steht sehr geschützt, so dass diese robuste Pflanze jedes Jahr wieder blüht.

Es ist unglaublich aber wahr: diese Glyzinie wird im Sommer wieder voller Blüte und Blätter stehen.