Susanne Haun

Zitat am Sonntag – Hermann Hesse

Posted in Zeichnung by Susanne Haun on 29. März 2020

 

Nur im Alleinsein können wir uns selber finden. Alleinsein ist nicht Einsamkeit, sie ist das größte Abenteuer!

Hermann Hesse (1877 – 1962) war ein deutsch-schweizerischer Schriftsteller, Dichter und Maler

 

Ich am 8.4.2011 - Zeichnung von Susanne Haun - 25 x 25 cm - Tusche auf Bütten

Ich am 8.4.2011 – Zeichnung von Susanne Haun – 25 x 25 cm – Tusche auf Bütten

 

Dieses  Zitat habe ich bei Seraps Blog /ɛm/ɛn/piː/  ,MyNewPerspective … seeing the world through different eyes,  gefunden. Danke Serap!

Ich brauche das Alleinsein, um neue Gedanken fassen zu können.

Als ich den Beitrag als Entwurf in meinen Blog aufnahm, war von Kontaktsperren und Covid19 Virus in diesem Ausmaß nicht daran zu denken. Nun bekommt das Zitat eine neue Bedeutung.

Projekt ohne Name – Tante Lenis Damenbart – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Marker, Portraitmalerei, Projekt ohne Namen, Zeichnung by Susanne Haun on 28. März 2020

 

#41:

J: „Tante Lenis Damenbart war stets …“

S: „… wirr, obwohl er in langen Stränen mit Perlen geflochten von ihrem Kinn hing.“

 

Tante Lenis Damenbart, 30,5 x 22,7 cm, Marker auf Katalog, Aneignung, Zeichung von Susanne Haun (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2020

Tante Lenis Damenbart, 30,5 x 22,7 cm, Marker auf Katalog, Aneignung, Zeichung von Susanne Haun (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2020

 

 

Hier kommt für Jürgen (klick) die #42:

Die Sonne schien, der Mond war helle …

 

Ich überlege, ob ich alle meine Arbeiten des Projekts in meinem Galerieraum hänge. Galeriebesucher kommen Covid19 bedingt zur Zeit nicht, aber es wäre ein fantastischer Überblick für mich selber. Spannend ist es schon, die Arbeiten herauszusuchen. Ich werde Dekorationsstecknadeln zum Hängen verwenden.

Hier die Links zu den bisherigen Beiträge zu Jürgen und mein Projekt ohne Name.

#40 (siehe hier)

S: „Der Gevatter lauert überall, selbst neben dem Abbild des …“
J:  … ewigen Loches.“(Denn was sichtbar ist, das ist zeitlich; was aber unsichtbar ist, das ist ewig.“, 2.Korinther 4:18)

#39 (siehe hier)

J: „Junge, komm bald wieder …“
S: „… zum amtlich anerkannten ewigen Künstlertum zurück!“

#38 (siehe hier)

S: „Susanne ißt ihr Müsli am Morgen und denkt …“
J: „…wie schön das Leben sein kann – auch ohne Rosinenpickerei!“

#37 (siehe hier)

J: „Im Spülbecken, da in der rechten Ecke, saß die kleine Maus, geduckt, aber unbeeindruckt und …“
S: „… fraß eine nach der anderen die Zeichnungen auf!“

#36 (siehe hier)

S: „Es wäre an der Zeit, für unsere vielen Projekte, Zeichnungen und Drucke einen Ausstellungsort zu finden ….
J: „… denn wenn es an der Zeit ist, ist es an der Zeit – meinte ja schon der ewige Dürer als er an seinem berühmten Hasenkopf herumkritzelte.“

#35 (siehe hier)

J: „Wenn es nach mir ginge könnte ich im Moment ewig leben, …“
S: „… jedoch macht die Endlichkeit das Leben umso intensiver.“

#34 (siehe hier)

S: „Der Gedanke dieses Projekts liegt im …“
J: „…dunklen Keller.“

#33 (siehe hier)

J:„Sie sagen, ich trage die Schuld dafür, dass …“
S: „… ich mich schuldlos fühle.“

#32 (siehe hier)

S: „Kaffee! Noch mehr Kaffee!!! Kaffee ist das …“
J: „…was meine Zunge benötigt: rechts und links und vorne und hinten und sauer und bitter und süß.“

#31 (siehe hier)

J:  „Dieses Ding frisst kein Brot, aber ….“
S: „… es ist neckisch, es sich anzueignen.“

#30 (siehe hier)

S: „Der Stein ist ein Dada der Gertrude …“
J:  „… und damit ist alles beisammen, was die Welt der rose is a rose is a rose is a rose zusammenhält.“

#29 (siehe hier)

S: „Der Kalender neben meinem iMac zeigt Freitag, nicht den 13., und ich habe Hunger, was mich dazu veranlasst …“
J: „… eine der Druckplatten abzulecken –  nämlich die mit dem Hummermotiv.“

#28 (siehe hier)

J: Wir baten Oma sehr oft, wirklich sehr oft,  ihre zweiten Zähne in den Mund zu nehmen  …
S: … und waren jedesmal überrascht, dass sie ihre eigenen Zähne zeigen konnte. Wem gehörten also die zweiten Zähne?

#27 (siehe hier)

S: Simple und einfach ist nichts auf dieser Welt, weil …
J: …immer irgendwas in der Landschaft herumsteht und stört.

#26 (siehe hier)

J: Mir gefällt, dass …
S: … immer wieder Zeichnen von Linien!

#25 (siehe hier)

S: Natura naturata und natura naturans“ sind zwei ästhetische Begriffe, die …
J: … die mir etwas von der Trias „Gott, Natur und Mensch“ erzählt haben, die aber beim intuitiven Bogenschießen keine Rolle spielen.

#24 (siehe hier)

J: Die Weltenseele ist mir noch nicht begegnet, …
S: … während sie Susanne in dem kleinsten Blatt, selbst im Ion entdeckt.

#23 (siehe hier bei Jürgen und hier bei Susanne)

S: Inhaltsverzeichnisse sind Wissensquellen, die ….
J: …die das Rhizom fressen wird!“

#22 (siehe hier)

J: Und während ich hier in meinem kleinen Atelier sitze…
S: … schaue ich aus meinem Atelierfenster und imaginiere die Erhabenheit der Berge.

#21 (siehe hier)

S: Ein neuer Anfang bedeutet …
J: … Reset, und die alten Einstellungen werden in der Maschine gespeichert

#20 (siehe hier)

J: Der Himmel wartet, doch die Erde verlangt …
S: Liebe, Respekt und Verantwortung.

#19 (siehe hier)

S: „Durst wird nicht immer durch Wasser gelöscht, sondern …“
J: “ … auch mit Erdöl!“

#18 (siehe hier)

J: „Wenn ich mit dem Finger schnipse, …“
S:  „… passiert nichts weiter außer ein Schnipsen.“

#17 (siehe hier)
S: „Eine Linie biegt sich nach links nach rechts, um dann…“
J: „… an den Rändern des Blattes zu verschwinden.“

#16 (siehe hier)

J:  „Mein Engelchen, ich sage Dir …“
S:  „… nichts ist perfekt aber alles ist möglich!“

#15 (siehe hier)
S: „Wörter sind immer …“
J: „… gut oder böse.“

#15.1 (siehe hier)
J: „Worte, die den Raum fülleun und als ewiges Licht bleiben.“

#14 (siehe hier)
J: „Ich konnte zuerst den Weg nicht finden, …“
S: „… aber dann sah ich es: Am Ende des Weges war alles voller Bücher, Papier und Tinte.“

#13 (siehe hier)
S: „Wie Schneeflocken werden die Pappelsamen durch die Luft getragen und …“
J:  „… sind wie Worte, die die Erde lockern werden.“ (aus Enzensberger, Windgriff, 1964)

#12 (siehe hier)
J: „Ich schaue mich im Spiegel an und denke: …“
S: „… Nichts!“

#11 (siehe hier)
S: Die Ferne lockt mit fremden Geruechen, Farben und Tönen …
J:  …, doch mein Herz schlägt nur für dich.

#10 (siehe hier)
J: „Ich war jung und töricht, naiv und unbedarft …“
S: „… und dabei sehr fröhlich und sorglos.“

#9 (siehe hier)
S: Der Mensch blickt zurück in sich selbst und findet in der Zukunft …..
J: … den „loving cup“.

#8 (siehe hier)
J: „Der, der alleine ins Wasser geht, das ist „der Alleineinswassergeher“ und die, die zu mehreren gehen …“
S: „…werden sich selbst vergessen, fröhlich sein und planschen.“

#7 (siehe hier)
S: „Kalte Hände sind ein kritisches….“
J: „… Phänomen, denn wie sagte Christoph Ernst Freiherr von Houwald, so ungefähr: „Nimm noch einmal in Deine kalten Hände des warmen Herzens Signatur. Und ist Dein Herzensspiel noch nicht zu Ende, und kommt ein neuer Akt: so klingle nur.“ ( frei übertragen aus: Christoph Ernst Freiherr von Houwald, die Freistatt, vierte Szene, Leipzig 1820)

#6 (siehe hier)
J: „Wenn sie losgelassen werden und durch die offenen Tore fegen …“
S: „… können nicht die größten Drollerien sie aufhalten.“

#5 (siehe hier)
S: „Das perfekte Ding ist …“
J: „… das momentane Ding“

#4 (siehe hier)
J: „Ich höre die schweren Maschinen in der Ferne und ahne …“
S: „… dass sie an ihrer Last zerbrechen.“

#3 (siehe hier)
S: „Es ist schwer vorstellbar, dass der hoch in den Himmel aufragende Turm …!“
J: „… tatsächlich ein Raumschiff darstellt.“

#2 (siehe hier):
J: „Heute ist heute, morgen wird übermorgen und  …“
S: „… gestern ist nicht gewesen sondern wird Erinnerung.“

#1 Projektauftakt (siehe hier):
S: „In der Nacht verschwimmen die Gegenstände zu schwarzen verwischten Flächen, deshalb ……“.
J:  „… versucht der Abfalleimer ein verzweifeltes Glühen“.

 

Jürgen hat auf Instagramm das Projekt ohne Namen aufgenommen und es begonnen, mit Leben zu füllen. Hier könnt ihr dem Projekt folgen:

https://www.instagram.com/projektohnenamen/

 

Zur Erinnerungsaufrischung der Leserinen und  Leser:

Julian Schnabel eignete sich 1989 ein gefundenes Ölgemälde 51 x 38,5 Inches (1,40 x 1 Meter) an.

Der Künstler bearbeitete es mit Ölfarbe und Marker und eignete sich damit das Kunstwerk an, machte es zu einem Teil seinesŒuvres.

«Appropriation Art» wird diese Art der Zeitgenössischen Kunst genannt.

Schnabel ist kein Kopist, er setzt mit seiner Arbeit bewusst einen Stachel in das Konzept der Autorschaft. Wenn ihr diesem Link folgt (Klick) könnt ihr euch von Andreas Beyer von der Universität Basel als Audiodatei anhören, was unter Aneignung in der Kunst zu verstehen ist.

In diesem Artikel der NY Times (Klick) könnt ihr ein Foto von Schnabels angeeigneten Ölgemälden sehen. Ich vermute, dass die meisten von euch Schnabel bisher eher als Filmregisseur wahrgenommen haben. Vielleicht hat der eine oder andere schon den neusten Film Schnabels über van Gogh gesehen? Wilhem Dafoe spielt den schon so oft dargestellten Künstler, der durch seine Naturdarstellungen und vor allem durch sein abgeschnittenes Ohr einen herausragenden Platz in der Kunstgeschichte einnimmt.

Seit ca. zwei Jahren arbeiten Jürgen und ich am Projekt ohne Namen. Wir werfen uns angefangene Sätze in unseren Blöggen zu, die der andere – natürlich künstlerisch – beantwortet. In diesen Sätzen werden die jeweiligen aktuellen Themen der beiden verarbeitet.

So kommt es, dass ich mit meinen Markerstiften und Acryl mir den Schnabel angeeignet habe. Natürlich nicht sein Original. Bei irgendeinem Flohmarktbesuch kaufte ich mir fasziniert den Katalog JULIAN SCHNABEL – Fox Farm Paintings, December 1, 1989, – Januarx 6, 1990, The Pace Gallery, 32 East 57th Streer, New York 10022.  Der Katalog ist 30,5 x 22,8 cm groß.

Projekt ohne Name – Die Nummer #1 – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Projekt ohne Namen, Zeichnung by Susanne Haun on 24. März 2020

 

Im Projekt ohne Namen (siehe hier) vollenden Jürgen und ich wortreich und zeichnerisch die angefangenen Sätze des anderen.

Weil ich im Moment soviel Spaß an dem Projekt habe, habe ich die Sätze #1 und #2 nochmals interpretiert.

 

#1 Projektauftakt (siehe hier):
S: „In der Nacht verschwimmen die Gegenstände zu schwarzen verwischten Flächen, deshalb ……“.
J:  „… versucht der Abfalleimer ein verzweifeltes Glühen“.

 

Earth, 30,5 x 22,7 cm, Marker auf Katalog, Aneignung, Zeichung von Susanne Haun (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2020

Earth, 30,5 x 22,7 cm, Marker auf Katalog, Aneignung, Zeichung von Susanne Haun (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2020

 

#2 (siehe hier):
J: „Heute ist heute, morgen wird übermorgen und  …“
S: „… gestern ist nicht gewesen sondern wird Erinnerung.“

 

Heute ist Morgen, 30,5 x 22,7 cm, Marker auf Katalog, Aneignung, Zeichung von Susanne Haun (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2020

Heute ist Morgen, 30,5 x 22,7 cm, Marker auf Katalog, Aneignung, Zeichung von Susanne Haun (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2020

 

 

Jürgen hat auf Instagramm das Projekt ohne Namen aufgenommen und es begonnen, mit Leben zu füllen. Hier könnt ihr dem Projekt folgen:

https://www.instagram.com/projektohnenamen/

 

Zur Erinnerungsaufrischung der Leserinen und  Leser:

Julian Schnabel eignete sich 1989 ein gefundenes Ölgemälde 51 x 38,5 Inches (1,40 x 1 Meter) an.

Der Künstler bearbeitete es mit Ölfarbe und Marker und eignete sich damit das Kunstwerk an, machte es zu einem Teil seinesŒuvres.

«Appropriation Art» wird diese Art der Zeitgenössischen Kunst genannt.

Schnabel ist kein Kopist, er setzt mit seiner Arbeit bewusst einen Stachel in das Konzept der Autorschaft. Wenn ihr diesem Link folgt (Klick) könnt ihr euch von Andreas Beyer von der Universität Basel als Audiodatei anhören, was unter Aneignung in der Kunst zu verstehen ist.

In diesem Artikel der NY Times (Klick) könnt ihr ein Foto von Schnabels angeeigneten Ölgemälden sehen. Ich vermute, dass die meisten von euch Schnabel bisher eher als Filmregisseur wahrgenommen haben. Vielleicht hat der eine oder andere schon den neusten Film Schnabels über van Gogh gesehen? Wilhem Dafoe spielt den schon so oft dargestellten Künstler, der durch seine Naturdarstellungen und vor allem durch sein abgeschnittenes Ohr einen herausragenden Platz in der Kunstgeschichte einnimmt.

Seit ca. zwei Jahren arbeiten Jürgen und ich am Projekt ohne Namen. Wir werfen uns angefangene Sätze in unseren Blöggen zu, die der andere – natürlich künstlerisch – beantwortet. In diesen Sätzen werden die jeweiligen aktuellen Themen der beiden verarbeitet.

So kommt es, dass ich mit meinen Markerstiften und Acryl mir den Schnabel angeeignet habe. Natürlich nicht sein Original. Bei irgendeinem Flohmarktbesuch kaufte ich mir fasziniert den Katalog JULIAN SCHNABEL – Fox Farm Paintings, December 1, 1989, – Januarx 6, 1990, The Pace Gallery, 32 East 57th Streer, New York 10022.  Der Katalog ist 30,5 x 22,8 cm groß.

 

 

Zitat am Sonntag – Norbert Lammert

Posted in Zeichnung, Zitat am Sonntag by Susanne Haun on 22. März 2020

 

Die sicherste Methode mit einer Meinungsäußerung nicht zur Kenntnis genommen zu werden,

ist etwas vernünftiges zu sagen.

 

Norbert Lammert, Ex-Bundestagspräsident, in der Süddeutschen über Kommunikation in den sozialen Medien

 

Horatio: Die Gräber leer, verhüllte Tote schrien - Zeichnung von Susanne Haun - 70 x 50 cm

Horatio: Die Gräber leer, verhüllte Tote schrien – Zeichnung von Susanne Haun – 70 x 50 cm

 

Ich fand es sehr schwer, für dieses Zitat eine passende Zeichnung von mir zu finden. Ich entschied mich für Hamlet. Wenn ihr mehr von meinen Hamlet Illustrationen/Zeichnungen sehen möchtet, so könnte ihr dem Link innerhalb meines privaten Blogs folgen.

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Zitiert nach Tagesspiegel, Sonntag, der 8. März 2020, Seite 7

Selbstbildnisstagebuch 8.2. bis 17.3.2020 – Susanne Haun

Posted in Portraitmalerei, Selbstbildnisse, Selbstbildnisstagebuch 2020 by Susanne Haun on 20. März 2020

 

Selbstbildnisstagebuch 08.02.2020 – 17.03.2020, Zeichnung von Susanne Haun (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2020

Selbstbildnisstagebuch 08.02.2020 – 17.03.2020, Zeichnung von Susanne Haun (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2020

 

Anfang des Jahres habe ich mein 3. Selbstbildnisstagebuch begonnen.

Das erste Tagebuch von 2013 könnt ihr unter dem diesem privaten Link (klick) auf meinem Blog finden.

Mein Tagebuch vom letzten Jahr 2019 findet ihr unter diesem privaten Link (klick).

Für das neue Jahr 2020 (siehe hier privater Link) kaufte ich für meine Selbstportraits ein Kalender mit zwei Seiten pro Woche. Leider ist das Papier so dünn, dass die Tinte meines Füllers auf die Rückseite durchschlägt. Ich werde wohl noch einen zweiten Wochenkalender mit besseren Papier beginnen. Nächstes Jahr lasse ich mir einen Kalender mit sehr guten Papier von den BUCHmachern binden, das weiss ich schon!

 

 

 

Zitat am Sonntag – Daniel 7,19 f – Altes Testament

Posted in Zeichnung by Susanne Haun on 15. März 2020

 

 

Corona - ein Tier ganz furchtbar mit 10 Hoernern auf dem Kopf (c) Susanne Haun

Corona – ein Tier ganz furchtbar mit 10 Hoernern auf dem Kopf (c) Susanne Haun

 

Das vierte Tier war ganz anders als alle anderen,
ganz furchtbar, mit eisernen Zähnen und ehernen Klauen,
das um sich fraß und zermalmte und mit seinen Füßen zertrat, was übrig blieb. […]
Und es hatte zehn Hörner auf seinem Haupt.

Daniel 7,19 f

 

Daniel, (hebräisch דָּנִיּאֵל), ist die Hauptfigur des nach ihm benannten Buchs im Tanach. Danach war er ein jüdischer Traumdeuter und Seher im babylonischen Exil, dem JHWH, Israels Gott, das Ende der Judäa beherrschenden Weltreiche und das folgende ewige Reich Gottes offenbarte. (…) Das Buch gehört zur biblischen Apokalyptik und wurde als eines der letzten Bücher in den jüdischen Bibelkanon aufgenommen.“ (Wikipedia)

Am Mittwoch schrieb Achim Spengler auf seinem Blog A READMILL OF MIND (siehe hier) seine Gedanken zum Coronavirus nieder und begann mit einem Zitat aus der Bibel.

Dieses Zitat verwandelte ich schon beim Lesen in meinen Gedanken in ein Bild und ich setzte mich und zeichnete.

Ich kann noch nicht realisieren, wie der Virus unser Leben einschränkt und auf was für dünnen Beinen Selbstverständlichkeiten wie Toilettenpapier ( 😉 ), Reisen, Bildung, Globalität und das gesellschaftliche Leben stehen.

Aufgrund der Aktualität meines Bildes habe ich meine Zeichnung auch sofort bei singulart eingestellt (Klick zu meiner Präsenz bei der Pariser Galerie singulart) Gerne könnt ihr euch die technischen Daten zum Bild dort anschauen.

Fotos, die während der Arbeit an der Zeichnung entstanden:

 

 

For my english speaking readers:

Under the impact of the news of March 12, 2020, Haun sat down at her desk and drew her perspective on the Corona Virus.

The quarantines imposed are just as bad for artists whose profession largely consists of communication as they are for restaurants, theaters and museums. In addition to the virus, Susanne Haun also had a biblical quote in her head that she discovered on the web:

„The fourth animal was very different from all the others, very terrible, with iron teeth and brazen claws, which ate up and crushed itself and with his feet crushed what was left. (…) And it had ten horns on its head. “ Daniel 7.19 f.

 

Projekt ohne Name – zum amtlich anerkannten ewigen Künstlertum zurück – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Marker, Projekt ohne Namen, Zeichnung by Susanne Haun on 13. März 2020

 

#39

J: „Junge, komm bald wieder …“

S: „… zum amtlich anerkannten ewigen Künstlertum zurück!“

 

Amtlich anerkannter Kuenstler, 30,5 x 22,7 cm, Marker auf Katalog, Aneignung, Zeichung von Susanne Haun (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2020Amtlich anerkannter Kuenstler, 30,5 x 22,7 cm, Marker auf Katalog, Aneignung, Zeichung von Susanne Haun (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2020

 

Die Ewigkeit über die Jürgen und ich gerade diskutieren, ist nicht einfach.

Wenn wir nicht dafür arbeiten, können wir dann nicht gleich unsere Arbeit vom Tisch in den Papierkorb schmeißen? Ein wenig wie Gerdas Prinzip der Puzzleteile aus ihren vergangenen Arbeiten aus denen Legebilder (siehe hier) entstehen. Zerschneiden, neu formen und zerstören sind hier die Maxime.

Nimmst du Arbeiten, die du vor 40 Jahren erstellt hast aus deinem Schrank hervor und erfreust dich an Ihnen?

Ich erfreue mich gerade meiner Arbeiten, die ich vor 15 Jahren erstellt habe, nehme sie in mein Werkverzeichnis auf, erinnere mich an die Ausstellungen, in denen die Werke zu sehen waren. Oder ich denke an meine Verkäufe, sehe die Bilder und die Sammler vor mir und denke an den Augenblick der Übergabe, die glänzenden Augen, der Freude, die die Bilder hervorrufen.

Es täte mir in der Seele weh, wenn ich wüsste, meine Arbeiten würden mit mir zerstört.

So resultiert mein neuerlicher Satzanfang genau aus diesen Überlegungen (und bin gespannt, welche wahrscheinlich flapsige Fortsetzung du für diesen Satzanfang findest:

#40

„Der Gevatter lauert überall, selbst neben dem Abbild des …“

 

#38 (siehe hier)

S: „Susanne ißt ihr Müsli am Morgen und denkt …“
J: „…wie schön das Leben sein kann – auch ohne Rosinenpickerei!“

#37 (siehe hier)

J: „Im Spülbecken, da in der rechten Ecke, saß die kleine Maus, geduckt, aber unbeeindruckt und …“
S: „… fraß eine nach der anderen die Zeichnungen auf!“

#36 (siehe hier)

S: „Es wäre an der Zeit, für unsere vielen Projekte, Zeichnungen und Drucke einen Ausstellungsort zu finden ….
J: „… denn wenn es an der Zeit ist, ist es an der Zeit – meinte ja schon der ewige Dürer als er an seinem berühmten Hasenkopf herumkritzelte.“

#35 (siehe hier)

J: „Wenn es nach mir ginge könnte ich im Moment ewig leben, …“
S: „… jedoch macht die Endlichkeit das Leben umso intensiver.“

#34 (siehe hier)

S: „Der Gedanke dieses Projekts liegt im …“
J: „…dunklen Keller.“

#33 (siehe hier)

J:„Sie sagen, ich trage die Schuld dafür, dass …“
S: „… ich mich schuldlos fühle.“

#32 (siehe hier)

S: „Kaffee! Noch mehr Kaffee!!! Kaffee ist das …“
J: „…was meine Zunge benötigt: rechts und links und vorne und hinten und sauer und bitter und süß.“

#31 (siehe hier)

J:  „Dieses Ding frisst kein Brot, aber ….“
S: „… es ist neckisch, es sich anzueignen.“

#30 (siehe hier)

S: „Der Stein ist ein Dada der Gertrude …“
J:  „… und damit ist alles beisammen, was die Welt der rose is a rose is a rose is a rose zusammenhält.“

#29 (siehe hier)

S: „Der Kalender neben meinem iMac zeigt Freitag, nicht den 13., und ich habe Hunger, was mich dazu veranlasst …“
J: „… eine der Druckplatten abzulecken –  nämlich die mit dem Hummermotiv.“

#28 (siehe hier)

J: Wir baten Oma sehr oft, wirklich sehr oft,  ihre zweiten Zähne in den Mund zu nehmen  …
S: … und waren jedesmal überrascht, dass sie ihre eigenen Zähne zeigen konnte. Wem gehörten also die zweiten Zähne?

#27 (siehe hier)

S: Simple und einfach ist nichts auf dieser Welt, weil …
J: …immer irgendwas in der Landschaft herumsteht und stört.

#26 (siehe hier)

J: Mir gefällt, dass …
S: … immer wieder Zeichnen von Linien!

#25 (siehe hier)

S: Natura naturata und natura naturans“ sind zwei ästhetische Begriffe, die …
J: … die mir etwas von der Trias „Gott, Natur und Mensch“ erzählt haben, die aber beim intuitiven Bogenschießen keine Rolle spielen.

#24 (siehe hier)

J: Die Weltenseele ist mir noch nicht begegnet, …
S: … während sie Susanne in dem kleinsten Blatt, selbst im Ion entdeckt.

#23 (siehe hier bei Jürgen und hier bei Susanne)

S: Inhaltsverzeichnisse sind Wissensquellen, die ….
J: …die das Rhizom fressen wird!“

#22 (siehe hier)

J: Und während ich hier in meinem kleinen Atelier sitze…
S: … schaue ich aus meinem Atelierfenster und imaginiere die Erhabenheit der Berge.

#21 (siehe hier)

S: Ein neuer Anfang bedeutet …
J: … Reset, und die alten Einstellungen werden in der Maschine gespeichert

#20 (siehe hier)

J: Der Himmel wartet, doch die Erde verlangt …
S: Liebe, Respekt und Verantwortung.

#19 (siehe hier)

S: „Durst wird nicht immer durch Wasser gelöscht, sondern …“
J: “ … auch mit Erdöl!“

#18 (siehe hier)

J: „Wenn ich mit dem Finger schnipse, …“
S:  „… passiert nichts weiter außer ein Schnipsen.“

#17 (siehe hier)
S: „Eine Linie biegt sich nach links nach rechts, um dann…“
J: „… an den Rändern des Blattes zu verschwinden.“

#16 (siehe hier)

J:  „Mein Engelchen, ich sage Dir …“
S:  „… nichts ist perfekt aber alles ist möglich!“

#15 (siehe hier)
S: „Wörter sind immer …“
J: „… gut oder böse.“

#15.1 (siehe hier)
J: „Worte, die den Raum fülleun und als ewiges Licht bleiben.“

#14 (siehe hier)
J: „Ich konnte zuerst den Weg nicht finden, …“
S: „… aber dann sah ich es: Am Ende des Weges war alles voller Bücher, Papier und Tinte.“

#13 (siehe hier)
S: „Wie Schneeflocken werden die Pappelsamen durch die Luft getragen und …“
J:  „… sind wie Worte, die die Erde lockern werden.“ (aus Enzensberger, Windgriff, 1964)

#12 (siehe hier)
J: „Ich schaue mich im Spiegel an und denke: …“
S: „… Nichts!“

#11 (siehe hier)
S: Die Ferne lockt mit fremden Geruechen, Farben und Tönen …
J:  …, doch mein Herz schlägt nur für dich.

#10 (siehe hier)
J: „Ich war jung und töricht, naiv und unbedarft …“
S: „… und dabei sehr fröhlich und sorglos.“

#9 (siehe hier)
S: Der Mensch blickt zurück in sich selbst und findet in der Zukunft …..
J: … den „loving cup“.

#8 (siehe hier)
J: „Der, der alleine ins Wasser geht, das ist „der Alleineinswassergeher“ und die, die zu mehreren gehen …“
S: „…werden sich selbst vergessen, fröhlich sein und planschen.“

#7 (siehe hier)
S: „Kalte Hände sind ein kritisches….“
J: „… Phänomen, denn wie sagte Christoph Ernst Freiherr von Houwald, so ungefähr: „Nimm noch einmal in Deine kalten Hände des warmen Herzens Signatur. Und ist Dein Herzensspiel noch nicht zu Ende, und kommt ein neuer Akt: so klingle nur.“ ( frei übertragen aus: Christoph Ernst Freiherr von Houwald, die Freistatt, vierte Szene, Leipzig 1820)

#6 (siehe hier)
J: „Wenn sie losgelassen werden und durch die offenen Tore fegen …“
S: „… können nicht die größten Drollerien sie aufhalten.“

#5 (siehe hier)
S: „Das perfekte Ding ist …“
J: „… das momentane Ding“

#4 (siehe hier)
J: „Ich höre die schweren Maschinen in der Ferne und ahne …“
S: „… dass sie an ihrer Last zerbrechen.“

#3 (siehe hier)
S: „Es ist schwer vorstellbar, dass der hoch in den Himmel aufragende Turm …!“
J: „… tatsächlich ein Raumschiff darstellt.“

#2 (siehe hier):
J: „Heute ist heute, morgen wird übermorgen und  …“
S: „… gestern ist nicht gewesen sondern wird Erinnerung.“

#1 Projektauftakt (siehe hier):
S: „In der Nacht verschwimmen die Gegenstände zu schwarzen verwischten Flächen, deshalb ……“.
J:  „… versucht der Abfalleimer ein verzweifeltes Glühen“.

 

Jürgen hat auf Instagramm das Projekt ohne Namen aufgenommen und es begonnen, mit Leben zu füllen. Hier könnt ihr dem Projekt folgen:

https://www.instagram.com/projektohnenamen/

 

Zur Erinnerungsaufrischung der Leserinen und  Leser:

Julian Schnabel eignete sich 1989 ein gefundenes Ölgemälde 51 x 38,5 Inches (1,40 x 1 Meter) an.

Der Künstler bearbeitete es mit Ölfarbe und Marker und eignete sich damit das Kunstwerk an, machte es zu einem Teil seinesŒuvres.

«Appropriation Art» wird diese Art der Zeitgenössischen Kunst genannt.

Schnabel ist kein Kopist, er setzt mit seiner Arbeit bewusst einen Stachel in das Konzept der Autorschaft. Wenn ihr diesem Link folgt (Klick) könnt ihr euch von Andreas Beyer von der Universität Basel als Audiodatei anhören, was unter Aneignung in der Kunst zu verstehen ist.

In diesem Artikel der NY Times (Klick) könnt ihr ein Foto von Schnabels angeeigneten Ölgemälden sehen. Ich vermute, dass die meisten von euch Schnabel bisher eher als Filmregisseur wahrgenommen haben. Vielleicht hat der eine oder andere schon den neusten Film Schnabels über van Gogh gesehen? Wilhem Dafoe spielt den schon so oft dargestellten Künstler, der durch seine Naturdarstellungen und vor allem durch sein abgeschnittenes Ohr einen herausragenden Platz in der Kunstgeschichte einnimmt.

Seit ca. zwei Jahren arbeiten Jürgen und ich am Projekt ohne Namen. Wir werfen uns angefangene Sätze in unseren Blöggen zu, die der andere – natürlich künstlerisch – beantwortet. In diesen Sätzen werden die jeweiligen aktuellen Themen der beiden verarbeitet.

So kommt es, dass ich mit meinen Markerstiften und Acryl mir den Schnabel angeeignet habe. Natürlich nicht sein Original. Bei irgendeinem Flohmarktbesuch kaufte ich mir fasziniert den Katalog JULIAN SCHNABEL – Fox Farm Paintings, December 1, 1989, – Januarx 6, 1990, The Pace Gallery, 32 East 57th Streer, New York 10022.  Der Katalog ist 30,5 x 22,8 cm groß.

Zitat am Sonntag – Eliyah Havemann

Posted in Zeichnung, Zitat am Sonntag by Susanne Haun on 8. März 2020

 

Man muss seine Haltung verteidigen, mit Herzblut für sie einstehen, aber bereit sein, sie zu verwerfen, wenn man erkennt, dass man sich irrt.

Sonst ist sie ideologischer Starrsinn, ganz gleich, aus welcher Richtung er kommt.

Eliyah Havemann, geboren 1975 in Rüdersdorf bei Ost-Berlin, Sohn von Wolf Biermann und Sibylle Havemann

 

 

2005 - Das Herz - Zeichnung von Susanne Haun mit Rotring Radiograph und Buntstift

2005 – Das Herz – Zeichnung von Susanne Haun mit Rotring Radiograph und Buntstift

 

Dieses Zitat hat mich nachdenklich gemacht. Wie geht es euch dabei?

 

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Eliyah Havemann in Brand eins 01/20, Seite 38.

 

Zitat am Sonntag – Eleanor Roosevelt

Posted in Zeichnung, Zitat am Sonntag by Susanne Haun on 1. März 2020

 

Menschenrechte beginnen an den kleinen Plätzen, nahe dem eigenen Heim.
So nahe und so klein, dass diese Plätze auf keiner Landkarte der Welt gefunden werden können.
Und doch sind diese Plätze die Welt des Einzelnen.

Eleanor Roosevelts Antwort auf die Frage „Wo beginnen die Menschenrechte?“. Sie verkündete am 10.12.1948 als Vorsitzende der Menschenrechtskommission der Vereinten Nationen die „Allgemeine Erklärung der Menschenrechte“.

 

Leopoldplatz - 30 x 20 cm - Marker auf Layoutpapier (c) Zeichnung von Susanne Haun

Leopoldplatz Berlin Wedding – 30 x 20 cm – Marker auf Layoutpapier (c) Zeichnung von Susanne Haun

 

Anna Eleanor Roosevelt (1884 – 1962 ) war eine US-amerikanische Menschenrechtsaktivistin und Diplomatin. In den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg war sie eine hochrangige Politikerin in der UNO. Sie gilt neben Hillary Clinton als eine der einflussreichsten Frauen in der US-amerikanischen Politik des 20. Jahrhunderts.

 

 

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Anna Eleanor Roosevelt, Tagesspiegel, Dienstag, den 25.2.2020, S. 6.

Zitat am Sonntag – David Hockney

Posted in Zeichnung, Zitat am Sonntag by Susanne Haun on 23. Februar 2020

 

Ich bevorzuge es, mein Leben in Farbe zu leben.

David Hockney geboren am 9. Juli 1937 ist ein britischer Maler, Grafiker, Bühnenbildner und Fotograf.

 

Emotionen in Farbe im CD Cover Format (c) Zeichnung von Susanne Haun

Emotionen in Farbe im CD Cover Format (c) Zeichnung von Susanne Haun

 

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zitiert nach KUNSTFORUM international, Köln, 1/2020, S.14

 

 

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