Susanne Haun

Inspiriert vom Zeughaus – Zeichnungen von Susanne Haun

Posted in Portraitmalerei, Zeichnung by Susanne Haun on 27. Dezember 2019

 

 

Mitte Dezember waren wir im Zeughaus unter den Linden. In dem Gebäude aus dem 18. Jahrhundert ist das Deutsche Historische Museum untergebracht. Ich wollte die Humboldtausstellung betrachten, fand diese aber nicht ganz so gelungen. Viele Bücher, die in Vitrinen liegen und auf eine bestimmte Seite aufgeschlagen sind, nicht ein einziges Faksimilie dazu und wenig Objekte.

Was ich jedoch bemerkenswert finde, ist die behindertengerechte (barrierefreie) Aufbereitung der Ausstellung (siehe hier). Die Ausstellung soll für alle sein. Auf der Internetpräsenz des Deutschen Historischen Museums kann dazu folgendes gelesen werden:

„Die Brüder Humboldt setzten für ihre Forschungen alle Sinne ein. Daran anknüpfend bietet die Ausstellung eine Vielfalt an Sinneseindrücken: Ausprobieren, wie es sich mit einer Feder schreibt; Hören, wie Originalbriefe klingen oder Riechen, wie Materialien duften. Inklusive Kommunikations-Stationen, die jeweils mindestens zwei Sinne ansprechen, sind neben einem taktilen Bodenleitsystem, Gebärdensprachvideos, Ausstellungstexten in Braille, kontrastreicher Großschrift und Leichter Sprache Teil der inklusiven Ausstellungsgestaltung.“

Die oberen kleinen Tuschezeichnungen sind nach dem Museumsbesuch entstanden. Bei der ersten Zeichnung habe ich mich im Datum geirrt. Kann passieren.

Gerade sitze ich auch vor meinen letzten beiden Skizzenbüchern. Sie sind zerknickt, fettig und mit Wasserflecken übersäht. Die wenigsten Zeichnungen gefallen mir. Ist das Streß?

Mein Sinnbild von Alexander von Humboldt – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Berühmt, Blumen und Pflanzen, Portraitmalerei, Zeichnung by Susanne Haun on 22. Februar 2019

 

Mein Sinnbild von Humboldt, Zeichnung von Susanne Haun, 15 x 20 cm, Tusche auf Bütten (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2019

Mein Sinnbild von Humboldt, Zeichnung von Susanne Haun, 15 x 20 cm, Tusche auf Bütten (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2019

 

An der Uni habe ich ein Seminar Rund um das Thema der Reisen des Alexander von Humboldts besucht.

Es hat mich sehr inspiriert und die folgenden Darstellungen sind daraus entstanden.

 

 

Der Blick zum Schloss Tegel – Zeichnungen von Susanne Haun

Posted in Berlin, Skizzen, Skizzenbuch, Skulptur, Zeichnung by Susanne Haun on 15. November 2012

Der Mensch strebt zuerst in die Ferne, ehe er sieht, wie schön seine Umgebung ist.

Ich war in Afrika, Amerika, Asien und vielen Teilen Europas ehe ich nur 5 km von mir zuhause entfernt das Schloss Tegel besuchte. Das Schloss ist auch unter dem Namen Humboldt Schloss bekannt und die Gebrüder Humboldt haben dort ihre Kindheit verbracht. Ich berichtete schon hier in meinem Beitrag vom 22. September 2012 vom Schloss.

Hier waren die Gebrüder Humboldt zuhause (c) Foto von Susanne Haun

Hier waren die Gebrüder Humboldt zuhause (c) Foto von Susanne Haun

Wilhelm von Humboldt erwähnt es in seinen Brief Archäologen und Philologen Gottlieb Welcker 12. März 1822 mit den Worten:
“Ich bin auf einige Tage allein aufs Land gegangen, liebster Freund, und schreibe Ihnen von hier.”
Heute liegt das Schloss im Norden Berlins und mitnichten auf dem Land. Ich will nicht sagen, dass es im Herzen Berlins liegt, es steht ca. 5 km von der Stadtgrenze entfernt.

Spe, die Hoffnung 15 x 15 cm (c) Zeichnung von Susanne Haun

Spe, die Hoffnung 15 x 15 cm (c) Zeichnung von Susanne Haun

Das Schloss ist noch heute von den Nachfahren der Gebrüder Humboldt bewohnt, es ist nur im Sommer im Rahmen von Führungen zu besichtigen. In teilen des Schlossparks kann der Besucher während der gesamten Jahreszeit wandeln, vorne am Zaun steht eine Spendenbox zur Erhaltung des Gartens, in der ich gerne ein silbernen Taler warf. Ich finde es sehr großzügig von den Bewohnern, dass ich als Gast Teile des Gartens besichtigen darf. Möchtet ihr in eurem Garten jeden Tag fremde Leute zu Besuch haben?

Mit Rücksicht auf die Bewohner gibt es deshalb auch keine große Fotoserie zu meinem Besuch. Ich habe für einen Eindruck von außerhalb des Gartens das Schloss fotografiert und mich mit der dicken Marie ablichten lassen. Ist das nicht ein toller Name? Die dicke Marie ist eine 800 Jahre alte Eiche, die von den Gebrüdern Humboldt nach ihrer Köchin benannt wurde.

Im Wikipedia habe ich folgendes zur Marie gefunden:
Dendrologischen Erfahrungen zufolge ist jedoch keine Eiche in Deutschland älter als 800 Jahre, so dass die Maße des Umfanges und des Durchmessers eher für ein Alter des Baumes zwischen 400 und 500 Jahren sprechen. Eine genauere Bestimmung wäre durch eine Kernbohrung möglich, die jedoch noch nicht erfolgt ist.“

UPDATE vom 28.9.16: Ein freundlicher Leser meines Blogs hat mich darauf aufmerksam gemacht, dass die dicke Marie an der Malche am Tegler See steht (siehe hier).

Die Eiche im Schloßpark Tegel ist die sogenannte Humboldeiche. Herzlichen Dank für den Hinweis. Bei Recherchen habe ich folgendes zu den beiden Bäumen gefunden:

„Die »Humboldteiche« und die »Dicke Marie« sind als Relikte des mittelalterlichen Landschafts- und Waldbildes zu betrachten. Interessant ist die in der Literatur vertretene These, daß diese Bäume als Grenzbäume zwischen den Gemarkungen Tegel und Heiligensee fungiert haben sollen und deshalb bei den mittelalterlichen Waldrodungen verschont wurden. Noch gibt es aber dafür keine schlüssigen Beweise.“ Hainer Weißpflug

Auch für die Humboldteiche schätzt Weißpflug das Alter von ca. 400 – 500 Jahre. Er widerspricht damit der These, dass der Vater der Humboldtbrüder die Eiche gepflanzt hat.

Dieses Zitat habe ich in der Zeitung Berlin im Detail zur Humboldteiche gefunden (siehe hier).

Die alte Marie ist soviel älter als ich (c) Foto von A.Haun

Die alte Marie ist soviel älter als ich (c) Foto von A.Haun

Sehr hat mich die von Schinkel angelegte Familiengrabstätte der Familie von Humboldt beeindruckt. Eine hohe Säule mit einer Kopie der 1818 von dem Bildhauer Bertel Thorvaldsen geschaffenen Statue der Spes (Hoffnung) steht auf der Grabstätte. Spes schaut in Richtung des Schlosses und ich konnte mich nicht beherrschen, sie in mehreren Positionen zu zeichnen. Die Hoffnung der Spes bezieht sich auf gute Ernte und Kinder. Ich zeichnete sie einige male, sie ist schlecht zu erkennen von unterhalb der Säule!

Tegel Schloss (c) Zeichnung von Susanne Haun

Tegel Schloss (c) Zeichnung von Susanne Haun

For my English-speaking readers:
At first human beeing strives into the distance until he sees how beautiful the surroundings.
I was in Africa, America, Asia and many parts of Europe before I visited just 5 km away from my home, the Tegel Castle. The castle is also known under the name of Humboldt Castle and the Humboldt brothers have spent in the Castle their childhood. With regard to the residents, there don’t exist a great photo series from my visit. I have a picture of the garden outside the castle and photographed myself with the thick Marie leave. Is it a great name? The thick Marie is a 800 year old oak tree, which was named by the brothers Humboldt cook.

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Wilhelm von Humboldt, Schriften zur Sprache, Zweitausendeins Verlag, Seite 1018

Eine rosa Azalee und Prometheus – Zeichnungen von Susanne Haun.

Posted in Betrachtungen zur Kunst, Blumen und Pflanzen, Illustration, Prometheus, Zeichnung by Susanne Haun on 22. September 2012

Im Moment bin ich oft in der Oranienburger Straße in Mitte. Von den Stühlen berichtete ich ja schon (siehe hier), aber es gibt nicht nur Cafés mit vielen Stühlenrund  um die Oraninburger Straße,  sondern auch viele interessante Geschäfte.

Ich erstand in einem Buchladen Wilhelm von Humboldts „Schriften zur Sprache“. Eine sehr schwere Lektüre sowohl vom Gewicht (1055 Seiten der Größe A5) als auch vom Inhalt, aber ich fand darin auch einen Brief an den Archäologen und Philologen Gottlieb Welcker  „Über den Prometheus. Über Sprache und Schrift“ mit dem Datum Tegel, 12. März 1822. Ich wohne keine 5 Kilometer von dem Humboldt Schloss, wie es heute heißt, entfernt.

Azalee 17 x 22 cm Tusche auf Bütten (c) Zeichnung von Susanne Haun

Azalee 17 x 22 cm Tusche auf Bütten (c) Zeichnung von Susanne Haun

Humboldt beginnt seinen Brief mit den Worten:
„Ich bin auf einige Tage allein aufs Land gegangen, liebster Freund, und schreibe Ihnen von hier.“

Heute liegt das Schloss im Norden Berlins und mitnichten auf dem Land. Ich will nicht sagen, dass es im Herzen Berlins liegt, es ist ca. 5 km von der Stadtgrenze entfernt.

Humboldt erörtert seine Meinung zu Welkers „Promethee“ . Prometheus ist lt. der grieschichen Mythologie ein Titan, er ist der Schöpfer der Menschheit.

Azalee 17 x 22 cm Tusche auf Bütten (c) Zeichnung von Susanne Haun

Azalee 17 x 22 cm Tusche auf Bütten (c) Zeichnung von Susanne Haun

2005 war in der alten Nationalgalerie Berlin die Ausstellung „Die Götter Griechenlands“, Zeichnungen (Fresken) von Peter Cornelius. Ich erinnerte mich heute daran, als ich Humboldts Brief las. Ich mag von Cornelius die Arbeit „Prometheus der Menschenbilder“ (1867), Athene, die den Menschen den Verstand gibt, hält auf dem Bild einen Schmetterling über den Kopf eines Menschen. Mir gefällt die Vorstellung, dass der Verstand ein Schmetterling ist.

2012 hat Ridley Scott seinen Film „Prometheus – dunkle Zeichen“ geschaffen. Egal wie alt die Menschheit wird, sie wird sich immer mit ihren Prometheus beschäftigen. Ridley Scotts Menschenbildner  (hier der Trailer des Films)  ist aus dem All, hat aber den Körperbau einer grieschichen Statue. Es ist beeindruckend, wie monomental Prometheus in einem 3D Film wirkt.

Wie mein Prometheus aussieht, das weis ich noch nicht, natürlich will ich auch den großen Menschbildner zeichnen. Aber bevor ich mich an diese Arbeit mache, muss ich meine Gedanken gleiten lassen und Ideen entwicklen, verwerfen und wieder aufnehmen. Beim Nachdenken über Prometheus habe ich eine Azalee gezeichnet. Ich denke, das ist eine klassische Übersprungshandlung.

Aber ich finde, das gewohnte Zeichnen und über das ungewohnte Nachdenken, das ist eine gute Art ein neues, völlig unerwartetes Projekt anzugehen. Es ist schwer zu bestimmen, wie wir Menschen nachdenken. Wann kommen uns die Ideen in den Kopf? Natürlich ist es auch wichtig, was wir alles an Inspirationsquellen und Wissen zur Verfügung haben. Wir können heute durch das Internet schnell unsere Gedanken und Ideen austauschen und Wissen ansammeln.

Ich habe mich entschieden, die Quellen (das Wissen), die ich für einen Artikel benutze und die Angaben zu den Zitaten am Ende eines Artikels zu schreiben statt wie bisher mit Artikeldatum im Literaturverzeichnis. Es ist für mich persönlich schon schwer, zwischen den Seiten Artikel/Verzeichnis zu springen und ich möchte es meinen Lesern nicht weiter zumuten.

For my english reader:

I bought the book „Rules for the languages“ from Wilhelm von Humboldt. Humboldts castle is 5 kilometres from my home district away and it is in Berlin town. But Humboldt writes to his friend Welcker, he is going a few days on the country side. At Humboldt lifetime it was realy countryside. The two talk about prometheus, the creator of human being.

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Wilhelm von Humboldt, Schriften zur Sprache, Zweitausendeins Verlag, Seite 1018

Peter Cornelius / Durs Grünbein, Die Götter Griechenlands, 2004 SMB-DuMont, Berlin und Köln, Seite 40

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