Let the sunshine in, Vers. 1, 24 x 37 cm cm, Marker auf Brockhaus, Aneignung, Zeichung von Susanne Haun (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2023

Projekt ohne Namen – Zeiten wie diesen – Zeichnung von Susanne Haun

Kaum zu glauben!

Ja! Das Projekt ohne Namen existiert noch. An meinem Geburtstag letzten Jahres schickte mir Jürgen einen Satzanfang, auf den ich bisher noch nicht geantwortet habe. Man denkt, es ist nicht so schwer, zeitnah zu antworten, jedoch ist meine Projektliste sehr lang und das Projekt ohne Namen fiel hinter meiner Kunst auf großen Leinwänden, Ausstellungen, Dozentinnen Tätigkeit, Fair share und natürlich meiner Dissertation und der Familie immer hinten herunter.
Um so mehr freue ich mich, dass es jetzt wieder los geht.

Jürgen antwortete mit Träumereien im Garten

#81
S:“ ich kann gerade nicht fröhlich sein …“
J: “… aber vielleicht hilft ja ein Blick in den Garten: träume, lebe, liebe!“

Zeitenwende

Ich habe mich entschieden, mit der Zeit auf Jürgens Satz zu antworten. Was kann besser unsere lange Pause beschreiben.

#82
J: „Let the sunshine in …“
S: „…Zeiten wie diesen.“.

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Tagebucheintrag 11.11.22, Muttersein, Version 1, 20 x 15 cm, Tinte und Buntstift auf Silberburg Büttenpapier, Zeichnung von Susanne Haun (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2022

Tagebucheintragungen November 2022 – Mutter Sein

Susanne Haun Tagebucheintrag
Zeichnerische Notizen vom Tag

Tagebucheintrag 11.11.22, Muttersein, Version 2, 20 x 15 cm, Tinte und Buntstift auf Silberburg Büttenpapier, Zeichnung von Susanne Haun (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2022

Das ewige Thema

Regelmäßig beschäftige ich mich mit dem Thema: Mutter Sein, auch, wenn mein Sohn und die Patchwork-Kinder um die 30 Jahre alt sind. Ich höre nie auf, Mutter zu sein, es ist ein ewiges Thema und ich bin froh, dass ich nicht aufhöre. Wie wahr ist der Spruch „Kleine Kinder, kleine Sorgen, große Kinder, große Sorgen“.

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Entstehung Rose, 24 x 37 cm cm, Marker auf Brockhaus, Aneignung, Zeichung von Susanne Haun (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2022

Projekt ohne Namen – Wo immer du auch hingehst – Zeichnung von Susanne Haun

(c) Projekt ohne Namen mit Jürgen Küster, Buchalov und Susanne Haun

Jürgen antwortet mit Wucherungen

#79
S: „Mal unterm Digitalen gesehen:“
J: “da wuchert so einiges”

Das ist war, lieber Jürgen. Diese Wucherungen, die von der Pandemie befeuert wurden, sind interessant anzusehen. 24 Stunden reichen nicht, um die Podcasts, Videos und Ausstellungen zu hören und sehen, die täglich neu auf den Markt drängen.

Wie Jürgen habe ich mir dieses mal ebenfalls Notizen zur Fortsetzung des Satzes gemacht.

Wo immer Du auch hingehst: …

…hängt Kunst an der Wand.
…schneit es.
…liegen Rosen auf dem Weg.
…umweht dich der Geruch von Farbe.
…solls rote Rosen regnen.
…ist die Erde verbrannt.
…wird es steinig sein.
…wird 1 + 1 zusammengezählt.
…wird es Krieg geben.
…wird gewartet.
…wirst du am Wegesrand Inspirationen finden.
Die roten Rosen

Ich habe mich für die roten Rosen entschieden, in der Hoffnung, dass

#80
J: „Wo immer du hingehst, …“
S: „… wird es rote Rosen regnen.“.

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Ausschnitt Ur-Mutter, Frau , Mädchen, Ton, 15 x 15 cm (c) Skulptur von Susanne Haun

Ur-Mutter, Frau, Mädchen – Skulptur von Susanne Haun

Susanne Haun: Der Drang nach Dreidimensionalität

Irgendwann scheint jede und jeder einmal das Gefühl zu haben, dreidimensional arbeiten zu wollen. Bei mir war der Drang in letzter Zeit extrem hoch und ich habe mich zum Workshop Editionen in Porzellan mit Maria Volokhova angemeldet.

Wer das Wort Editionen liest, dem wird klar sein, dass man natürlich eine Skulptur mitbringen muss, umd diese in Porzellan herstellen zu können.

Also habe ich mir von meiner ständigen Begleitung 10 kg Ton mitbringen lassen und die letzten zwei Wochen mit dem Ton gearbeitet. Eine sehr befriediegende Arbeit und nun bin ich mit dem Entergebnis zufrieden und bin gespannt, wie meine Ur-Mutter, Frau, Mädchen in Porzellan aussehen wird.
In Solidarität mit den Ukrainischen Frauen und Kindern, die an den europäischen Bahnhöfen stranden

Der Krieg mit seinen Schrecken macht mir Angst und die Frauen, die mit Ihren Kindern an den europäischen Bahnhöfen stranden machen mich unendlich traurig. Alles zurückzulassen, was einen ausmacht und ins Ungewisse die Kinder in Sicherheit bringen, der Gedanke treibt mir immer wieder die Tränen in die Augen.

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Hahn und Henne, Gemälde von Susanne Haun, Acryl und Tusche auf Leinwand (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2022

Die neue Männlichkeit: Vater und Kind – Gemälde von Susanne Haun

Susanne Haun in der Pariser Galerie Singulart

Vater und Kind, die neue Männlichkeit, 2022, von Susanne Haun, Acryl auf Leinwand,100x70cm

Das Männerbild in Deutschland hat sich in den letzten 50 Jahren geändert. Männer können gleichgeschlechtliche Ehen führen. Männer wünschen sich unabhängige, selbstständige Partnerinnen bzw. Partner. Paare teilen Aufgaben und Verantwortung, die ein gemeinsamer Haushalt und Kinder mit sich bringen. Hausmänner werden akzeptiert und sind häufiger zu finden. Es gibt von der sozialen Konnotation immer seltener typisch männlich und typisch weiblich. Haun wählte deshalb für das hier gezeigte Kunstwerk rosa und violetten Farbtöne aus. Der dargestellte Vater drückt sein Kind an sich, er präsentiert das Kind und seine familiären Fähigkeiten der Welt. Vater und Kind zeigen Bewegung und Emanzipation vom klassischen Männerbild. Hauns modernes Männerbild sieht diesen emanzipierten Mann, der im Umgang mit Kindern genauso versiert ist wie im Haushalt. Männer können öffentlich Sensibilität und Fürsorge ausstrahlen und gemeinsam Kinder groß ziehen.

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Ausschnitt Tri Tra Trullala, 24 x 37 cm cm, Marker auf Brockhaus, Aneignung, Zeichung von Susanne Haun (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2022

Projekt ohne Namen – Tri Tra Trulala – Zeichnung von Susanne Haun

(c) Projekt ohne Namen mit Jürgen Küster, Buchalov und Susanne Haun

Jürgen antwortet mit Stillstand

#77
S: „Eine Runde drehen ist wie …“
J: “… im Kreis gehen, Stillstand?”

Jürgen fragte sich, was für mich eine Runde drehen bedeutet.

Grundsätzlich ist für mich eine Runde drehen ein Synoniem für Spaziergang. Meine Eltern nannten den Spaziergang schon so. Eine Runde drehen ist für mich durch und durch positiv.

Ich kann in Bewegung sehr gut denken.
Beim Laufen lasse ich den Tag und meine Gedanken an mir vorüberziehen,
mache Pläne,
entwickle Ideen, verwerfe Ideen, modifiziere Ideen,
finde Lösungen, verwerfe Lösungen.
Ich lege Reihenfolgen fest, die ich nicht einhalte.
Lasse den Streß von mir abfallen.
Erfreue mich am Grün.
Frage mich, warum Autos so laut sind.
Freue mich, wenn ich jemanden treffe.

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