Susanne Haun

Zitat am Sonntag – Erich Fromm

Posted in Zeichnung, Zitat am Sonntag by Susanne Haun on 14. April 2019

 

Kreativität erfordert den Mut, Sicherheiten loszulassen.

Erich Fromm (1900 – 1980), deutsch-US-amerikanischer Psyhoanaliyitiker und Philosoph

 

Aufgehängte Prometheus Rolle im Raum (c) Zeichnung von Susanne Haun

Aufgehängte Prometheus Rolle im Raum (c) Zeichnung von Susanne Haun

 

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Zitiert nach Zitatkalender aus der Helmut Lingen Verlag Gmbh, 2017 Köln, Kalenderblatt 10 Juli 2018

 

Was ist Genieästhetik? – Susanne Haun

Posted in Blumen und Pflanzen, Kunstgeschichte, Zeichnung by Susanne Haun on 10. Mai 2016

Schon im April hat das neue Semester begonnen und ich besuche seither das Seminar „Kunst und Skandal“. Es ist ein Seminar, was an der udk stattfindet und zur Hälfte aus Studierende der Kunst und zur anderen Hälfte aus Studierende der Kunsthistorik belegt wurde. Ich sehr interessante Mischung.

Die vierte Sitzung hat die Die Skandalförmigkeit der Kunst als Thema und wir bereiten uns mit dem Text „Die Erfindung der Kreativität“ von Andreas Reckwitz auf die Stunde vor. Ein nicht einfach zu lesender aber dafür sehr interessanter Text.

Ich verstehe Reckwitz so, dass das Publikum bestimmt, welche Werke originell und relevant sind. Dabei tritt das Werk immer mehr hinter dem Künstler zurück. Wenn bedacht wird, dass nur der Produzent (der Künstler) zur Einschätzung des Werks kompetent ist, ist es Paradox, dass das Publikum, das der Beurteilung nicht gewachsen ist, weil es die Werke dem guten Geschmack unterwirft, den Wert desselben bestimmt. Dem Künstler wird die Kompetenz abgesprochen, selbst zu urteilen. Durch Kunstkritiker und Bildungsinstitutionen erfolgt die soziale Regulierung des Geschmacks. Das Genie wird durch den Enthusiasmus des Publikums zum Genie. Irrt das Publikum ist ein verkanntes Genie geboren. Infolge der Genieästhetik erfolgt eine inflationäre Selbstdefinition als Künstler, die vom Publikum als illegitim bestritten werden kann. Künstler nutzen diesen Tatbestand, um eine geniale Leistung durch Ablehnung des Publikums zu verifizieren. Diese Ablehnung erfolgt in der Regel durch einen Skandal.

In der Genieästhetik wird der Künstler als individueller, nicht austauschbarer Schöpfer verstanden, dessen Psyche außeralltägliche Eigenschaften besitzt, aus denen Erfindungen nicht nur in der Kunst sondern auch in der Wissenschaft hervorgehen können. Die auf Inventionen beruhenden Berufe stehen nicht jedem offen.

Was haltet ihr davon? Und was provoziert heute noch in der Kunst? Was bedeutet das für den Künstler?

 

Blumen aus Luise Henriettes Garten entstehen im Vordergrund der Zeichnung von Susanne Haun

Blumen aus Luise Henriettes Garten entstehen im Vordergrund  (c) Zeichnung von Susanne Haun

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Reckwitz, Andreas. Die Erfindung der Kreativität, Berlin 2012, S.60 – 74.

In Traumlandschaften versinken – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Betrachtungen zur Kunst, Landschaft, Zeichnung by Susanne Haun on 12. Februar 2013

Könnt ihr euch vorstellen, dass in den 50ziger Jahren der Begriff „Landschaftsmaler“ ein Schimpfwort war?

So steht es in der Kunstzeitung vom Januar 2013. Wir dürfen dabei natürlich nicht vergessen, dass die 50ziger Jahre die Zeit der informellen, formlosen Kunst waren.

Landschaft in blau (c) Zeichnung von Susanne Haun klein

Landschaft in blau (c) Zeichnung von Susanne Haun klein

Ich kann mir schwer vorstellen, dass ein ganzer Themenbereich für Künstler verpönt war.
Ist heute wieder alles in der Kunst erlaubt?
Müsste nicht zu jeder Zeit immer alles in der Kunst erlaubt sein?
Warum soll der Künstler in der Kreativität eingeschränkt werden? Ist es nicht seine Arbeit, kreativ zu sein?
Ist er noch authentisch, wenn ganze Themenbereiche aus Gründen der „Mode“ wegfallen?

Landschaften entstehen in meiner Kunst aus der Sehnsucht heraus, die dargestellten Orte kennen zu lernen, sie zu erforschen und Neues zu entdecken. Als Forscher der Menschheit an sich, gibt es heute keine neuen Landstriche der Erde mehr zu entdecken. Die Welt ist kartographiert. Aber in meiner Imagination kann ich die Berge, Flüsse und Wälder zu meinen persönlichen Traumlandschaft zusammenbauen. Kann dort meine Reisesehnsucht ausleben und kann auf blauen Wegen wandeln und Berge zum besteigen zeichnen.

Die Pferde im Pferdestahl an der S-Bahn haben bei der Kälte Decken über den Rücken. Sie schauen mich beim vorbei gehen mit ihren großen Augen an.

Pferd mit Decke (c) Zeichnung von Susanne Haun klein

Pferd mit Decke (c) Zeichnung von Susanne Haun klein

For my English-speaking readers:
In the 50’s the term „landscape painter“ was a curse word. Can you imagine that?
So I read it in the „Kunstzeitung“ on January 2013. It needs to say that the 50’s were a time of informal, formless art.
I can hardly imagine that an entire topic was taboo for artists. Is everything now allowed in art?
Why would not be everything is allowed in the arts? It is the job of an artist to be creative.
Is the artist authentic if an big part of expression is forbidden?
I create Landscapes in my art from the desire to get to know the places I draw, to explore and discover them. As a researcher of humanity itself, we currently have no new corners of the world to discover. The world is mapped. But in my imagination, I can assemble the mountains, rivers and forests to my personal dreamscape. I can live in my imagine journey pictures and can walk on paths and draw blue mountain to climb.

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