Susanne Haun

Zitat am Sonntag – Claire North

Posted in Portraitmalerei, Zeichnung, Zitat am Sonntag by Susanne Haun on 13. Januar 2019

 

Das Alter hat aus ihrem Gesicht eine Sehenswürdigkeit gemacht.

Claire North (Catherine Webb), in: Der Tag an dem HOPE verschwand (The Sudden Appearance of Hope) , Kapitel 298, Hörbuchversion

 

Das Alter, Zeichnung von Susann Haun, Tusche auf Aquarellkarton, 20 x 20 cm, Zeichnung von Susann Haun (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2019

Das Alter, Zeichnung von Susann Haun, Tusche auf Aquarellkarton, 20 x 20 cm, Zeichnung von Susann Haun (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2019

 

Ich mag besonders die Zweideutigkeit des Titels des Hörbuchs. Das Buch ist GEWINNER DES WORLD FANTASY AWARDS 2017 in der Kategorie „Bestes Buch“. Es ist wirklich sehr aktuell und sehr interessant, erschreckend fast wie eine neue Orwellsche Vision. Das Buch ist anspruchsvoller als ich dachte und insgesamt 19 Stunden lang. Die letzten 2 Stunden liegen noch vor mir.

 

Susanne Haun Zitat am Sonntag – Shakespeare

Posted in Zeichnung by Susanne Haun on 6. Januar 2019

 

Den Augenblick ergreife, Armenische Str. 2, Berlin, Foto von Susanne Haun (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2019

Den Augenblick ergreife, Armenische Str. 2, Berlin, Foto von Susanne Haun (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2019

 

Den Augenblick ergreife,

der ist Dein.

Shakespeare in Macbeth I,15

 

Nicht immer kommen Zitate an Häuserwänden bei der Leserin oder dem Leser gut an, wie wir noch von der Alice-Salomon-Hochschule wissen (siehe hier). Ich persönlich fand das Gedicht nicht frauenfeindlich.

Das heutige Zitat ist unweit meiner Atelierwohnung in der Armenischen Straße zu finden und gut sichtbar von der belebten Seestraße aus zu sehen.

 

Der Augenblick - Juli 2006 - 70 x 100 cm - Acryl auf Leinwand (c) Gemälde von Susanne Haun - Sammlung Claudia Jahnke

Der Augenblick – Juli 2006 – 70 x 100 cm – Acryl auf Leinwand, Gemälde von Susanne Haun – Sammlung Claudia Jahnke (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2019

 

 

Die Rolle der Galeristin – Susanne Haun

Posted in Kunstgeschichte, Leinwand, Zeichnung by Susanne Haun on 10. November 2016

 

Im  Sonntagsinterview vom 29.08.2016 des Tagesspiegel wurde Monika Sprüth interviewt (siehe hier).

 

Mein Weg zwischen Künstlerin und Kunsthistorikerin - 144 x 33 cm -Zeichnung auf Leinwand (c) Foto von Susanne Haun

Mein Weg zwischen Künstlerin und Kunsthistorikerin – 144 x 33 cm -Zeichnung auf Leinwand (c) Foto von Susanne Haun

 

Das Interview war sehr aufschlussreich und ich finde die Frau, die sich in der Beantwortung der Fragen zeigt, sehr sympatisch.

Die nicht nur kunst- sondern auch fußballbegeisterte Galeristin hat mich besonders in der Beantwortung der folgenden drei Fragen sehr begeistert:

„Susanne Kippenberger: Sie als Galeristin, sind Sie Trainer für den Künstler?
Monika Sprüth: Nein. Meine Rolle ist eher die des Beraters oder Managers. Der Galerist ist Dienstleister gegenüber dem Künstler.“²

Ich: Genauso stelle ich mir eine Galeristin vor, sie nimmt dem Künstler/in die betriebswirtschaftliche Arbeit ab, sorgt mit ihren Verkäufen dafür, das genügend Geld zum Leben für den Künstler/in vorhanden ist und gibt ihm/ihr manchmal Anstöße bei der Arbeit. Diese Anstöße können aufgrund eines Atelierbesuchs erfolgen oder aus einer Diskussion resultieren.

„Susanne Kippenberger: Sehen Sie sich selbst auch als Vorbild?
Monika Sprüth: Das weiß ich nicht. Ich weiß nur, dass sich etwas verändert hat in den vergangenen 30 Jahren: Künstlerinnen sind sichtbarer im Kunstmarkt und in den Museen. Doch wir müssen vorsichtig sein, denn nur Frau sein alleine macht noch keine bedeutende Künstlerin. Ein wichtiges Kunstwerk muss in Form und Inhalt höchste Ansprüche einlösen.“³

Ich: Das ist auch immer meine Rede, nicht hervorheben, eine Frau zu sein und sich benachteiligt fühlen, sondern einfach tun, was in unserem Job zu tun ist. Ehe ich es nun in den Kommentaren lese: ich weiss, dass Frauen noch benachteiligt werden. Aber es hilft nichts zu jammern, es hilft nur anpacken und zu ändern.

„Susanne Kippenberger: Sollten Künstler ihr eigenes Werk interpretieren?
Monika Sprüth: Nein, das ist nicht ihre Aufgabe. Es geht ja darum, was das Werk beim Betrachter auslöst. Die bedeutende Kunstkritikerin der „New York Times“, Roberta Smith, will mit den Künstlern gar nicht reden. Sie schaut sich die Ausstellung an, und siehe da: Bei ihr kommt immer was sehr Vernünftiges raus.“³

Ich: Die Auffassung gefällt mir einfach. Ich habe während meines Studiums gelernt, das zwischen dem Kunsthistoriker und dem Künstler welten sehen. Ich wandele oft zwischen den Welten.

Das Interview geht über drei Seiten und es lohnt sich, es komplett zu lesen.

Und nun? Was zeige ich jetzt für eine Zeichnung dazu? Am besten die, die gerade entstanden ist. Bezugslos zum Text und doch mit vollem Bezug. Denn geht nicht alles, was ich denke und tue in meinen zeichnerischen Ausdruck ein?

 

______________________

²http://www.tagesspiegel.de/weltspiegel/sonntag/die-galeristin-monika-sprueth-ueber-ihre-fussballleidenschaft-die-stimmung-im-stadion-ist-zweitrangig/14459784-2.html, 9.11.16, 13:45 Uhr.

³http://www.tagesspiegel.de/weltspiegel/sonntag/die-galeristin-monika-sprueth-ueber-ihre-fussballleidenschaft-eine-perversion-unserer-welt/14459784-3.html, 9.11.16, 13:45 Uhr.

Der neue Künstlertyp – was zeichnet heute den Künstler aus? – Susanne Haun

Posted in Portraitmalerei, Selbstbildnisse, Was es sonst so gibt!, Zeichnung by Susanne Haun on 3. September 2016

 

Weihnachten bekam ich ein Jahresabo des art magazines (siehe hier) geschenkt.

 

Selbst - Streifend - Zeichnung von Susanne Haun - 25 x 25 cm - Tusche auf Bütten

Selbst – Streifend – Zeichnung von Susanne Haun – 25 x 25 cm – Tusche auf Bütten

 

Ich schaffe es nicht immer, das Heft sofort zu lesen. So habe ich erst heute die Folie vom neuen September Heft aufgerissen. Grundsätzlich lese ich immer zuerst das Editorial. Es ist für mich wie die Einleitung einer Hausarbeit, die mich auf den kommenden Text, in dem Fall die vorliegende Ausgabe des art magazine, vorbereitet.

Dieses mal habe ich nach dem Editorial  gleich zum Artikel Fitte Künstler Saufen und Rauchen war gestern  von Kolja Reichert vorgeblättert.

Was zeichnet heute den Künstler aus? ist eine der Fragen, die Reichert im Artikel stellt. Unter anderem schreibt Reichert, dass das Modell für den Künstler heute „der Start-up-Gründer, der originelle Nerd, der mit disruptiven Innovationen seinen Investoren das rare, wertvolle Angebot macht (…).“².

Ganz ernst meint das Reichert sicher nicht, aber es liegt trotzdem viel Wahrheit in den Worten.

Ersteinmal habe ich das  Wort disruptive betrachtet. Im Duden ist unter  disruptive (englisch) „störend, zerstörerisch, zu: to disrupt = stören, unterbrechen < lateinisch disruptum, 2. Partizip von: di(s)rumpere= zerreißen“  zu finden.

Ich bin das alles, was Reichert schreibt, ich vermarkte mich selber, kontakte, organisiere Ausstellungen, spreche Sammler an, versuche Sponsoren zu finden usw. Ich mache faktisch zwei Dinge gleichzeitig: ich bin Künstlerin und meine eigene Galeristin.

Habe ich mir das so vorgestellt, als ich mich für das Künstlerinnendasein entschied?

Ich kann mit einem entschiedenen „JEIN“ antworten.  Ich möchte eigentlich nur zeichnen, gerne in Ruhe und Ausgeglichenheit ein Thema erforschen und festhalten. Ich habe das Gefühl, da kommen im Moment immer wieder dringende Vermarktungsarbeiten dazwischen. Das gefällt mir nicht. Ich wünsche mir also wieder einmal eine gute Galerievertretung. Dafür muss ich jedoch ersteinmal bewerbungstechnisch tätig werden und das macht viel Arbeit, die mir dann wiederum beim Zeichnen fehlt. Nein – keine Ausrede, ich bin dran und war gestern gerade erst bei einem Gespräch in einer Galerie…..

Vorerst werde ich die Prioritäten ein bißchen von hier nach dort verschieben und wie durch Zaubershand wird am Ende mehr Zeit zum Zeichnen übrig bleiben.

 

Selbst im Kosmos (c) Zeichnung von Susanne Haun

Selbst im Kosmos (c) Zeichnung von Susanne Haun

 

________________________

² Reichert, Kolja. Fitte Künstler Saufen und Rauchen war gestern, in: art magazine, Hamburg September 2016, S. 38 – 41.

Mein Kontaktdaten künstlerisch präsentiert – Sketchnote von Susanne Haun

Posted in Sketchnote, Skizzen, Skizzenbuch, Zeichnung by Susanne Haun on 2. Juli 2016

 

Auf dem ersten Blick scheint die Präsentation meiner eigenen Kontaktdaten sehr einfach.

 

Kontakt Susanne Haun (c) Sketchnote Susanne Haun

Kontakt Susanne Haun (c) Sketchnote Susanne Haun

 

Jedoch gehören dazu eine große Anzahl von Überlegungen. Ich berichtete schon einmal davon, als ich meine Visitenkarte erstellte (siehe hier).

Als erstes habe ich mir die berühmten W-Fragen gestellt:

Wer bin ich?

Was mache ich?

Wie schaffe ich?

Welche Informationen sind notwendig?

Für den Weddingmarkt am Sonntag (siehe hier) wollte ich für meinen Stand ein Schild, was all diese Fragen auf einen Blick beantwortet.

Ich bin Susanne Haun, Künstlerin, Zeichnerin, Kunsthistorikerin und Netzwerke real im Salon und virtuell im Blog.

Ich habe Ideen, verarbeite Informationen und bin inspiriert von meiner Umwelt.

Notwendigerweise sollen in meinen Kontaktdagen meine Internetpräsenz (von der aus der Besucher zu meinem Blog gelangt), meine Atelieradresse, meine Facebookseite und natürlich meine Telefonnummer zu sehen sein.

In meinem DiaryFlex Notizheft (siehe hier) probiere ich verschiedene Sketchnotes aus, die genau dieses aussagen. Ich brauche doch einige Anläufe bis ich mich für meine persönliche SketchNote entscheide. Als ich meine ausgewählte Sketchnote scanne stelle ich fest, dass mich der Scan ansich nicht befriedigt, also nehme ich zwei A4 Büttenpapiere zur Hand und zeichne neue Sketchnotes und laminiere diese für meinen Stand auf dem Weddingmarkt.

 

 

Die wahre Belohnung für´s Zeichnen oder warum ich studiere – Susanne Haun

Posted in Kunstgeschichte, Philosophie, Sketchnote, Skizzen, Skizzenbuch, Was es sonst so gibt!, Zeichnung by Susanne Haun on 1. Juli 2016

 

Vorige Woche las ich auf den Blog der Frankfurter Zeichnerin Martina Wald den Beitrag

Die wahre Belohnung für´s Zeichnen“ (siehe hier) .

 

Atelierraum (c) Foto von Susanne Haun

Atelierraum und Kunstraum  (c)  Susanne Haun

 

Martina zitert in ihrem Beitrag Kurt Vonnegut, den US-amerikanischer Schriftsteller.

„Übt jegliche Kunst, Musik, Gesang, Tanz, Schauspielern, Zeichnen, Malen, Bildhauern, Poesie, Schreiben, egal ob gut oder schlecht, nicht für Geld aus oder um berühmt zu werden, sondern um die Erfahrung zu machen “zu werden”, um herauszufinden, was in euch steckt, um die Seele wachsen zu lassen.“²

Genau das ist der Grund, warum ich Kunstgeschichte studiere und Philosphie als Nebenfach studiert habe! Immer wieder werde ich gefragt, was ich mit meinem Studium anfangen will und welche Arbeit ich hoffe, damit zu erhalten.

Ich studiere um des Wissens und des Austauschs wegen. Das Studium liefert mir Ideen, Inspirationen und Informationen. Ich möchte meine Profession, die auch meinen Beruf ist, nicht wechseln. Ich bin Künstlerin mit all‘ meinem Sein.

Ideen, Inspirationen und Informationen, ist das Disegno der Zeichnerin. Nicht nur an der Uni, auch im Netz, auf der Strasse bei Ausstellungen, in der Familie – überall – finde ich es.

Besonders freue ich mich, dass gestern die Zusage für mein Masterstudienplatz Kunstgeschichte an der Freien Universität Berlin erhalten und den Studienabschluss für den Bachelor beantragt habe. Das bedeutet, dass ich bald mein Abschlusszeugnis und die Zensur für die Bachelorarbeit erhalte. Ich bin schon neugierig, wie ich abgeschlossen habe.

 

Übrigens, Die OrchIDEE ist auch eine Idee:

 

 

_____________________________________

²Quelle: Internetseite: Letters of Note, http://www.lettersofnote.com/2013/10/make-your-soul-grow.html, 24.6.2016, 9:40 Uhr

Sollte ein Künstler sich mit Kunsttheorie beschäftigen?

Posted in Blumen und Pflanzen, Hegel, Philosophie, Zeichnung by Susanne Haun on 9. November 2015

Meine Auseinandersetzung mit Hegel schlägt Wellen.

21 Florales (c) Zeichnung von Susanne Haun

21 Florales (c) Zeichnung von Susanne Haun

Mein guter Künstlerfreund Jürgen alias Buchalov (siehe hier) rief mich letzte Woche an und bemerkte, dass er meinen Blog sofort schließen würde, wenn er das Wort Hegel lese.

Das ist ganz klar auch eine Reaktion, ähnlich, wie die von Xenia (siehe hier), der Poetin und Kunsthistorikerin, die in Facebook schrieb, sie betrachte meine Kunst sehr gerne ohne Hegel.

Ich bin trotzdem der Meinung, dass ein Künstler sich auch mit Kunsttheorie beschäftigen sollte.

Jürgen und ich beschäftigten uns in der Kolumba mit Kunsttheorie (siehe hier) und das erweiterte den Geist und hat extrem viel Spaß gemacht.

Xenia als Kunsthistorikerin ist auch Theorielastig.

Daraus folgere ich, dass es nicht an der Kunsttheorie sondern an Hegel selber liegen muß.

Wer also ist der Adressat von Hegels Vorlesung über die Ästethik?

20 Florales (c) Zeichnung von Susanne Haun (1)

20 Florales (c) Zeichnung von Susanne Haun

Diskurs mit Bo um Hegel und neue Spielarten in der Kunst – Susanne Haun

Posted in Blumen und Pflanzen, Hegel, Philosophie, Zeichnung by Susanne Haun on 7. November 2015

Hegel regt auch auf Facebook zur Diskussion an. Ich führe dort mit Ahti Bo eine Diskussion, die ich hier festhalten möchte. Das Thema war, ob etwas Neues ohne Erinnerung geschaffen werden kann.

Florales  (c) Zeichnung von Susanne Haun

Florales (c) Zeichnung von Susanne Haun

 

Ahti Bo

um etwas neues zu erschaffen, muss man jeweils einen sprung ins unbekannte wagen. aber das bedeutet nicht, dass man sich nicht dabei an schon erfahrenes erinnern darf. man muss es sogar.

Ich

Ja Bo, so sehe ich es auch, ist es sonst nicht bezugslos?

Ahti Bo

das wäre es, aber das ist nicht der punkt. sondern dass es anders gar nicht geht. es gibt in der bildenden kunst ja auch so eine „richtung“, nämlich die der l’art brut, bei der man sich nicht so sicher ist, ob das überhaupt kunst ist, eben weil sie aus sich selbst heraus unbezüglich ist, will sagen keinen sinn macht. allenfalls interpretiert der betrachter etwas hinein und „macht“ somit im nachhinein den sinn selbst.

Ich

Selbstreflektion? Dann verändert sich das Werk von Betrachter zu Betrachter. Es gibt soviele neue „Spielarten“ in der Kunst. Gerade habe ich mich mit Reenactment in der Kunst beschäftigt und bin noch dabei, die Informationen zu verarbeiten. Hier kannst du, wenn du Lust hast, einen Bericht vom SRF Kultur darüber sehen.

Ahti Bo

mmh, für mich ist reenactment eher politik als kunst. ein bisschen steht es in der tradition von brecht (entfremdungseffekt etc.), nur ist es viel weniger gestaltet, daher ist der kunst-anteil in meinen augen eher gering. was mir bei diesen dingen auffällt (wie übrigens bei fast allen diskursen, in denen kunst und philosophie durcheinander geschmissen werden), ist, dass die interpretation jeweils den inhalt des kunstwerks überhöht. gemessen an dieser überhöhung wirkt das kunstwerk an sich dann wiederum sehr bedeutungslos, und das würde mich als künstler glaube ich eher stören als freuen.

Ich

Ich bin mir noch nicht sicher, wie ich das reenactment sehe. Bei mir sind gerade sehr viele neue Gedanken und Impulse im Kopf, die ich in meiner Kunst einfliessen lassen möchte. Denn das ist doch Kunst: Gedanken von innen nach außen tragen. In welche Stilrichtung diese Kunst dann später von den Kunsthistorikern gepackt wird, dass kann mir als Künstler eigentlich egal sein. Jedoch finde ich es interessant, mir diese Spielarten anzuschauen, ohne sie jedoch immitieren zu wollen. Meine Kunst selber ist eher klassisch, ich empfinde es mitunter als erholsam, meine Gedanken mit einer Blumenzeichnung zu ordnen und diese dann in einen anderen Kontext zu setzen. So kann ich das Aufgewühlte in meinen Inneren doch etwas mildern und ruhiger werden, um wieder Gedanken aufzunehmen, die mich aufwühlen.

Was meint ihr dazu?

 

Florales  (c) Zeichnung von Susanne Haun

Florales (c) Zeichnung von Susanne Haun

Wie beschreibt Hegel die Freiheit und was hat sie mit Kunst zu tun?

Posted in Blumen und Pflanzen, Hegel, Philosophie, Zeichnung by Susanne Haun on 6. November 2015

Um mir Hegels Texte zu erschließen, schreibe ich jede Woche Textexzerpte.

Florales (c) Zeichnung von Susanne Haun

Florales (c) Zeichnung von Susanne Haun

Die Freiheit ist die höchste Bestimmung des Geistes. (134)
Die Freiheit ist zunächst subjektiv, unfrei und ihr steht das Objektive als Naturnotwendigkeit gegenüber.
Zur Freiheit gehört das Allgemeine und Selbstständige und im Gegensatz dazu stehen die Triebe.
Dadurch entsteht ein Gegensatz, die Philosophie denkt diesen Gegensatz (135).
Aus der Auflösung dieses Gegensatz entsteht Befriedigung.
Der Unwissende ist unfrei, denn ihm gegenüber steht eine fremde Welt.
Willkür ist unvernünftige Freiheit (136), abhängig von zufälligen Trieben (dem Sinnlichem und Äußeren)
Die Freiheit an sich ist subjektiv (138).

Die Zahlen in Klammern bedeuten die Seitenzahl in Hegels Vorlesung über die Ästhetik. Besonders, wenn ich eine Hausarbeit schreiben möchte ist es für das richtige Zitieren wichtig, die Seitenzahlen zu kennen und so kann ich auch immer wieder nachlesen, wie der genaue Wortlaut und Zusammenhang ist.

Kann ich Hegel so verstehen, dass nur der der die Freiheit besitzt, die zum absoluten Geist gehört, Kunst produzieren kann?

Florales (c) Zeichnung von Susanne Haun

Florales (c) Zeichnung von Susanne Haun

Eine Rose ist eine Rose und ist Kunst – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Blumen und Pflanzen, Hegel, Philosophie, Zeichnung by Susanne Haun on 5. November 2015

Eine Rose ist eine Rose und ist Kunst!

Hegel, der bekannt dafür ist, das Ende der Kunst postuliert zu haben, ist nicht einfach zu verstehen. Bei jeder Sitzung lerne neue Sichtweisen in seinen Texten erkennen.

Unser philosophie Dozent versteht Hegel so, dass eine Rose Schön (Kunstschön) ist, wenn die Rose perfekt in all ihren Facetten zum Ausdruck gebracht wird.

Florales  (c) Zeichnung von Susanne Haun

Florales (c) Zeichnung von Susanne Haun

 

Zu dieser Aussage sind wir gestern im Laufe der Diskussion im Hegelseminar über die Stellung der Kunst bei Hegel gelangt.

Mit der Kunstvermögen wir mit unserem Geistigen nach außen zu dringen. Die Kunst führt uns das Geistige vor.

Kunst thematisiert eine geistige Idee in eine Form.

„Die Kunst erinnert uns, dass wir als geistige Wesen wirklich sind.“ fasste unser Philosophie Dozent, Herr Bertram, zusammen.

Die Kunst überschreitet eine Schranke, sie ist nicht nur sinnlich sondern sie geht mit dem absoluten Geist darüber hinaus.

Wir erkennen uns in den Prinzipien der Kunst wieder.

Die gestrige Seminardiskussion war lebhaft und inhaltsschwer. Ich habe obig nur wenige Aussagen aus der Diskussion genommen und schon mit jeder einzelnen können wir Seiten füllen.

Aber die Woche ist lang und ich habe Zeit, die Gedanken um Hegel kreisen zu lassen.

Florales  (c) Zeichnung von Susanne Haun

Florales (c) Zeichnung von Susanne Haun

%d Bloggern gefällt das: