Susanne Haun

Das Pferd mit Pferd im Pferd – Collage von Susanne Haun, besprochen von Nina Alice Schuchardt

Posted in Collage, Künstlergespräch, Kunstgeschichte, Kurzfilm, Tiere, Zeichnung by Susanne Haun on 27. April 2020

 

Stark fürs Buch, Eichhörnchenverlag, Susanne Haun auf Instagram

 

Inzwischen ist es schon drei Jahre her, dass ich die Collagen für das Buch Landtiere im Eichhörnchenverlag zeichnete.

Zwei der Collagen arbeitete ich mit einem Foto von Ninas Pferd.

 

 

 

Beide Collagen von Ninas Pferd sind heute im Buch Landtiere zu finden. Das Buch Landtiere entstand unter dem Aspekt, den kleinsten Kindern die Tierwelt künsterlisch näher zu bringen. Drei Jahre später kann ich sagen, dass viele meiner „großen“ Fans das Buch für sich gekauft haben.

Bevor ich näher auf das Pappbilderbuch eingehe, möchte ich euch empfehlen, den Film „Kunst, die glücklich macht: Das Pferd mit Pferd im Pferd“ anzusehen.

 

 

Auf der Verlagsseite des Eichhörnchenverlags stehen folgende Erläuterungen zum Buch:

Das Bilderbuch LANDTIERE hat sich eines Klassikers unter den Bilderbuchthemen angenommen.

Die bewusst nicht retuschierten Fotografien in Verbindung mit leuchtenden Tuschezeichnungen vermitteln die natürliche Schönheit der Tiere und ihrer Umgebung.

Mit seinen starken Farben und klaren Formen richtet sich das Bilderbuch an Babys und Kleinkinder und findet dabei eine für Kinder und Erwachsene gleichermaßen reizvolle Form.

Die Verbindung von Zeichnung und Fotografie ist in ansprechend lebendigen Collagen umgesetzt.

Klar formulierte Texte voller feinem Humor blicken direkt auf das Wesen der Tiere, lassen ihnen ihre Individualität und schenken den kleinen und größeren Betrachtern Raum zum träumen und phantasieren.

Collagen: Susanne Haun

Text: Gerd Knappe

Fotografie: Thomas Lemnitzer

ISBN 978-3-9818726-0-6

Pappebuch, 22 Seiten (inkl. Umschlag)

210 x 160 mm

Das Bilderbuch kostet 14,90 Euro und kann entweder bei mir mit Signatur oder direkt beim Verlag oder in einer Buchhandlung eures Vertrauens bezogen werden.

 

Aus meinem Werkverzeichnis: Fauler Löwe im Glück – Susanne Haun

Posted in Tiere, Zeichnung by Susanne Haun on 13. Januar 2020

 

Fauler Löwe im Glück, 23 x 31 cm, Tusche auf Aquarellkarton, Zeichnung von Susanne Haun (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2020

Fauler Löwe im Glück, 23 x 31 cm, Tusche auf Aquarellkarton, Zeichnung von Susanne Haun (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2020

 

„Ein breites, zufriedenes Lächeln und ein schielender Blick, der inkeine bestimmte Richtung schaut. So präsentiert sich uns der „Faule Löwe im Glück“. Sein mächtiger Kopf wird umkranzt von einer Mähne, deren Fülle und Schwere das strahlende, mittels Pinsel aufgetragene
Blau begreifbar macht. Es ist nicht klar, ob sich der Löwe im Liegen zu uns umwendet oder ob einzig sein Kopf inmitten der Darstellung schwebt. Zur rechten Seite des Kopfes hin umreißt eine dünne Linie in vage angedeuteter, körperhafter Form dynamisch geschwungene Lettern, deren enges Beisammensein Assoziationen an buschiges Fell zu erwecken vermag. Ein Wort scheint sich hierbei deutlich zu wiederholen und die Zufriedenheit des Tieres zu kontextualisieren: „fertig. Fertig.“ Auf ihrem Blog bezeichnete die Künstlerin Susanne Haun die Zeichnung noch als „Löwe nach der Klausur“ und merkte diesbezüglich an, dass die Freude über die anbrechenden Semesterferien in diesem Bild Ausdruck fand. Ebenso wie ein Löwe nach einer erfolgreichen Jagd die wohlverdiente Ruhe genießt, so muss auch der von Deadlines und Prüfungen angestrengte Verstand der Künstlerin seine Ruhe finden, damit er – gleich dem Löwen – zu späterem Zeitpunkte gegen weitere Anstrengungen gewappnet ist.“

Meike Lander, Kunsthistorikerin

Der Text entstand im Zusammenhang mit meinem Werkverzeichnis. Herzlichen Dank, liebe Meike.

Der Löwe hat ein neues zuhause bei Beate Gernhuber von Safariscout gefunden. Beate hat sich die Löwenzeichnung von mir von ihren Lieben zu Weihnachten schenken lassen.

Als Vorsatz für das Neue Jahr 2020 habe ich mir in Bezug auf mein Werkverzeichnis vorgenommen, alle verkauften Arbeiten von mir bis Juni aufgenommen zu haben. Das wird gar nicht einfach. Ich definiere mein Werk ab 1999. Das Jahr 2003 ist mir elektronisch vollständig verloren gegangen. Wer weiss, wohin 2003 im großen weiten Computerhimmel entschwunden ist. Leider habe ich auch mein Kassenbuch nicht mehr. Schon 2014 waren die 10 Jahre Aufbewahrungspflicht vorbei und ich bin jedesmal froh, wenn ich einen oder mehrere Ordner den Weg allen irdischen gehen kann.

Mein Sinnbild von Yoko Ono – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Berühmt, Portraitmalerei, Zeichnung by Susanne Haun on 18. Juli 2019

 

Für die Ausstellung Schau mich an. (siehe hier) habe ich auch einige Portraits gezeichnet, die ich bei der Ausstellung nicht gezeigt habe, darunter auch mein Sinnbild von Yoko Ono, auch hier wieder eine Interpretation der jungen und eine der älteren Yoko Ono.

Es ist immer schwer, eine Auswahl für eine Ausstellung zu treffen, für diese Ausstellung hat mir Claudia Merwede-Dengg, die auch die künstlerische Einführung in die Ausstellung hielt, zur Seite gestanden.

 

Mein Sinnbild von Yoko Ono, 50 x 20 cm, Tusche auf Hahnemühle Aquarellkarton, Zeichnung von Susanne Haun (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2019

Mein Sinnbild von Yoko Ono, 50 x 20 cm, Tusche auf Hahnemühle Aquarellkarton, Zeichnung von Susanne Haun (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2019

 

 

Impressionen von der Ausstellungseröffnung Schau Mich An – Susanne Haun und Roswitha Geisler

Posted in Ausstellung, Schau Mich An, Zeichnung by Susanne Haun on 15. Juli 2019

 

 

Impressionen von der Ausstellungseröffnung Schau mich an, Portraits von Roswitha Geisler und Susanne Haun (c) Foto M.Fanke

Impressionen von der Ausstellungseröffnung Schau mich an, Portraits von Roswitha Geisler und Susanne Haun (c) Foto M.Fanke

 

Ich möchte mich zuallererst auch im Namen von Rosi bei den vielen Gästen bedanken, die den weiten Weg nach Schmetterlingshorst auf sich genommen haben, um bei der Ausstellungseröffnung dabei zu sein.

Die Plätze reichten nicht aus, selbst der Platz im Ausstellungsraum war zu gering, um alle Gäste aufzunehmen, so dass auch viele vor der Tür stehen mussten.

Herr Gysi hat die Ausstellung charmant mit seinen Flugerfahrungen des Vortags und einen kleinen Ausflug in die Portraitkunst eröffnet und das Wort an Claudia Marwede-Dengg abgegeben, die die Künstlerinnen (also Rosie und mich 😉 ) vorstellt und das Augenmerk des Publikums auf interessante Aspekte unserer Arbeiten lenkte.

Viele Fotos entstanden auf der Ausstellung, Herr Gysi sprach mit den Gästen, hörte sich auch das eine oder andere Anliegen an, es herrschte eine sommerlich heitere Atmosphäre.

Rosies „Old Man“ Banjospieler und Jimi Hendrix fanden genauso eine Kunstliebhaberin, Kunstliebhaber wie mein Sigmund Freud und meine Hannah Arendt.

Die Ausstellung ist noch bis zum 6. Oktober 2019 in Schmetterlingshorst zu besichtigen und kann gut mit einem Ausflug verbunden werden, denn Schmetterlingshorst bietet mit seiner Lage an der Dahme wunderschöne Möglichkeiten zum Fahrrad fahren und spazieren gehen. Es ist unglaublich, wie groß Berlin ist und wie wundervoll abwechselungsreich. Ich selber bin eher selten im Ortsteil Köpenick, denn es sind vom Wedding gute 40 Minuten Autofahrt nötig, bei Stau in der Woche können es auch mal 1 1/2 Stunden werden. Aber es lohnt sich, es ist wie Urlaub.

Wenn ihr diesem Link folgt, gelangt ihr auf den Beitrag zur Ausstellungseröffnung von Rosie.

 

Impressionen vom 21. KunstSalon bei Susanne Haun – Roswitha Mecke, Martin Haeusler und Evamaria Blaeser-Ridderbecks

Posted in Salon by Susanne Haun on 10. Juli 2019

 

Ausstellungsansicht KunstSalon Eiswelten, Roswitha Mecke, Evamaria Blaeser-Ridderbecks, Susanne Haun (c) Foto M.Fanke

Ausstellungsansicht KunstSalon Eiswelten, Roswitha Mecke, Evamaria Blaeser-Ridderbecks, Susanne Haun (c) Foto M.Fanke

 

Der gestrige Salon war eine kommunikative und lebhafte Veranstaltung.

Das Programm zum Thema Eiswelten hatten wir genau wie in Türnich (siehe hier) konzipiert, nur Gerhard Kern ist nicht nach Berlin gekommen, seine Klänge waren jedoch im Film Eiswelten von Roswitha Mecke und Martin Hauesler digital hinterlegt. Dafür hat uns Evamarie Blaeser-Ridderbecks kuratorisch und mit ihren Schneehasen unterstützt. Eva hatte die erste Ausstellung Eiswelten im Kultbahnhof Nettersheim (siehe hier) kuratiert und gehört somit zum ersten Team der Ausstellungsreihe.

 

Ausstellungsansicht KunstSalon Eiswelten, Roswitha Mecke, Evamaria Blaeser-Ridderbecks, Susanne Haun (c) Foto M.Fanke

Ausstellungsansicht KunstSalon Eiswelten, Roswitha Mecke, Evamaria Blaeser-Ridderbecks, Susanne Haun (c) Foto M.Fanke

 

Es wird Zeit, dass ich hier auch einmal meine an der Uni erworbenen Fähigkeiten als Kunsthistorikerin zeige. Für den Salon als Vorstellung habe ich sowohl über Roswitha als auch über Eva kleine Texte zu ihrer Kunst verfasst:

Roswitha Mecke, Fotokünstlerin

Roswitha Mecke nimmt die Natur zum Anlass, ihre eigene fotografischen Interpretation festzuhalten. Ein Augenblick der vielen Augenblicke, in denen sie das Gesehene wahrnimmt, hält sie letztendlich mit dem Auslöser der Kamera fest. In der Bearbeitung dieser Momente bringt sie Farben zum Leuchten, vertieft Linien und lässt anderes in der Diffusität verschwinden. Der Druck ihrer Arbeiten auf das edle 70 x 100 cm FineArt Inkjet Paper von Hahnemühle verstärkt den Gemäldecharakter.
(Susanne Haun, Kunsthistorikerin, 2019)

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Evamaria Blaeser-Ridderbecks, Malerin und Kuratorin

Ihre Doppelfunktion als Kuratorin und Malerin füllt Evamaria Blaeser-Ridderbecks souverän aus. Sie fängt die Stimmungen der verschiedensten Künstlerinnen und Künstler, deren Geschichten sie als Bilder und Skulpturen zusammenbringt, auf und komponiert neue Erzählungen. Für Blaeser-Ridderbecks ist jedes Kunstwerk ein sprechendes Werk, das die Betrachterinnen und Betrachter zu eigenen Gedanken anregt.
Die beschriebene kuratorische Eigenschaft findet sich auch in den Schneehasen der Malerin wieder. Diese kleinen und doch so aussagekräftigen Gemälde der Größen 20 x 20 bis 27 x 27 cm zeigen die Tiere entweder alleine oder als Paar in unterschiedlichsten Beziehungen zum Umfeld.

(Susanne Haun, Kunsthistorikerin, 2019)

 

Schau mich an – Ausstellungsort Schmetterlingshorst und Schirmherr Gregor Gysi

Posted in Ausstellung, Schau Mich An by Susanne Haun on 26. Juni 2019

 

Wie bist du denn an die Ausstellung Schau mich an (siehe hier) und an Gregor Gysi als Schimrher gekommen, fragte mich eine rege Besucherin meines Salons und meiner Ausstellung.

Der Ausstellungsort Schmetterlingshort war ursprünglich ein alter Biergarten, es ist ein wirklich ein schön gelegener Ort https://www.schmetterlingshorst.de/ , der gut mit einem Familienausflug im Grünen und am Wasser verbunden werden kann.

Schmetterlingshorst (siehe hier ein Beitrag von mir zum Ort) liegt im Wahlkreis von Gregor Gysi und er übernimmt jedes Jahr die Schirmherrschaft über eine Ausstellung.

Wolfgang Dürr, der Kurator dieser Ausstellungen in Schmetterlingshorst, war aufgrund seiner langjährigen Freundschaft mit Utz Benkel beim Kalender Salon (siehe hier) und fand Rosie und meine Arbeiten so toll, dass er uns dort ausstellen wollte.

So einfach funktioniert das 🙂 😉

 

Impressionen vom KunstSalon bei Susanne Haun mit Utz Benkel und Rosie Geisler (c) Foto von M.Fanke

Impressionen vom KunstSalon bei Susanne Haun mit Utz Benkel und Rosie Geisler (c) Foto von M.Fanke

Geschafft! – Susanne Haun

Posted in Kunstgeschichte, Portraitmalerei, Selbstbildnisse, Zeichnung by Susanne Haun on 19. Juni 2019

 

 

Entstehung Susanne Haun Halbprofil in braun - blau, 30 x 40 cm, Zeichnung von Susanne Haun (c) VG Bild Kunst, Bonn 2019Entstehung Susanne Haun Halbprofil in braun – blau, 30 x 40 cm, Zeichnung von Susanne Haun (c) VG Bild Kunst, Bonn 2019

 

Vorgestern bestritt ich an der FU am Institut für Kunstgeschichte mein Fachgespräch.

Wer regelmäßig in meinen Blog schaut und liest, weiß, wie aufgeregt ich vor dem Gespräch war. Um so glücklicher bin ich, heute schreiben zu können, dass ich mit 1,0 bestanden habe.

Yippieeeh!

Nun warte ich nur noch auf die Note inklusive der Gutachten für meine Masterarbeit. Ich hoffe sehr, dass ich sie noch in diesem Semester erhalte, habe mich aber auf jeden Fall an der Uni zurückgemeldet. Rückmeldung bedeutet, sich für das nächste Semester zu immatrikulieren und die Gebühren zu bezahlen.

Nun liegt das Exposé und die Immatrikulation zur Promotion vor mir. Ich gehe mich jedoch erst im Promotionsbüro immatrikulieren, wenn ich meine Master – Urkunde erhalten habe. Ich denke, das spart eine Menge Arbeit.

Meine Freundin hat sich schon zur Immatrikulation zur Promotion vormerken lassen und soll nun bis zum 30. Juni ihre Master – Urkunde abliefern, damit die Promotion nicht wegen fehlender Unterlagen abgelehnt wird. Sie hat aber ebenso wie ich, noch nicht ihre Zensur und ihre Gutachten. Tja — viele Studentinnen und Studenten wollen und studieren in Berlin und die Anzahl der Professorinnen und Professoren ist begrenzt.

Also wende ich mich meiner Porträt Ausstellung, die am 14. Juli 2019 eröffnet wird, zu (siehe hier).

Ganz meinem Fachgespräch entsprechend habe ich mich für einen schönen alten Rahmen vom Flohmarkt selbst im Profil gezeichnet. Aber ich bin noch nicht zufrieden, weshalb ich hier nur einen Ausschnitt in der Bearbeitung zeige.

 

Schau Mich An. Konterfeis von Roswitha Geisler und Susanne Haun. – Ausstellungstip

Posted in Ausstellung, Ausstellungstip, Portraitmalerei, Schau Mich An by Susanne Haun on 17. Mai 2019

 

Ich freue mich, euch zu meiner nächsten Ausstellung einzuladen. Den Ausstellungsflyer könnt ihr hier (klick) herunterladen.

Schau Mich An.
Konterfeis von Roswitha Geisler und Susanne Haun

Vernissage: Sonntag, 14. Juli 2019 ,15.00 Uhr

Schirmherr und Gast: Dr. Gregor Gysi
Einführende Worte: Dr. Claudia Marwede-Dengg, Kunsthistorikerin
Musik: Chris Schildmüller
Dauer der Ausstellung: 14.7. bis 6.10.2019

Zum Schmetterlingshorst 2, 12559 Berlin
Tel: 030-61 67 48 61, http://www.schmetterlingshorst.de

 

Seite 1 Flyer - Schau Mich An - Roswitha Geisler und Susanne Haun

 

Hier die Beschreibung der Ausstellung:

Wann kann man von einem Portrait sagen, es sei vollkommen? Ich getraue mir nicht, diese Frage mit völliger Deutlichkeit oder Gewißheit zu beantworten“ schrieb 1793 Johann Georg Sulzer in seiner Allgemeinen Theorie der schönen Künste. Das Portrait, auch Konterfei genannt, ist nach dem religiösen Bild die verbreitetste gesellschaftliche Aufgabe in der bildenden Kunst der meisten Epochen. Das lateinische contrafacere, nachmachen, bezeichnet dabei nur einen sehr kleinen Deutungsaspekt, den ein Portrait in sich birgt. Die Ähnlichkeit war nie das Ziel der großen Porträtisten, sondern Selbstverständlichkeit. Obwohl das zeichnerische bzw. malerische Porträt heute längst vom Handy-Selfie abgelöst und als Statussymbol keinen großen Stellenwert mehr zu besitzen scheint, arbeiten die Künstlerinnen Roswitha Geisler und Susanne Haun kontinuierlich in diesem Sujet und stellen die Linien und Farben ihrer Arbeiten der Anzahl der Klicks bei Instagram entgegen. Sie regen mit ihren eindrucksvollen
Abbildungen von Gesichtern die Diskussion an, ob nicht doch mehr als eine große Anzahl von Klicks zu einem Portrait gehört.

Roswitha Geisler (Klick)

Roswitha Geislers besondere Passion sind Portraits, insbesondere die von Musikern sowie die Visualisierung von Musik und deren spannungsgeladene Verknüpfungen.
Hierbei nähert sie sich der Wirklichkeit in ihrer eigenen Subjektivität. Ihre Zeichnungen fangen die Atmosphäre ein, die damit gleichzeitig dokumentiert und durch Zitat, Variation, Verfremdung und Konfrontation verändert wird. Unschwer erkennbar in ihren Arbeiten ist das Wechselspiel von Linien, Farbverläufen und figurativen
Elementen, welches sowohl die zeichnerische Subtilität als auch die kraftvolle, dynamische Farbsetzung und Linienführung verbindet. Ihre Ausdrucksweise basiert auf dem Zulassen malerischer Impulsivität und dem Korrektiv kompositorischer Strenge. In allem ist es die starke Virtuosität, gepaart mit akribischer Sorgfalt der mit der Feder gesetzten korrespondierenden Linien, die die Bilder in der Phantasie der Betrachtenden durch ihre Ideen und in Existenz und Format aufleben lassen.

Susanne Haun

Susanne Haun nähert sich dem Menschen zeichnerisch. Beim Erforschen der verschiedensten Gesichter mit Feder, Tusche und Pinsel ergründet Haun die Geschichten der Porträtierten und versucht dem Augenblick zwischen Modell und Malerin mehr zu entlocken, als der Moment preisgeben möchte. Dabei interessiert sie nicht nur das unmittelbar sichtbare, sondern sie möchte die Gedanken und den Antrieb des Menschen erforschen. So stellt sie manchmal den Porträtierten deren Lebensaufgaben
beiseite, so wie Loki Schmidt von Blumen umrahmt wird, die auf ihre Tätigkeit als Pflanzenschützerin hinweist. Auf der Zeichnung Kants, dem großen Philosophen, kalligraphierte sie als Zitat Wortfetzen der Kritik der reinen Vernunft.
Die Gezeichneten sollen Blickkontakt mit ihren Betrachtern aufnehmen und diese zu eigenen Gedanken anstoßen.

 

Seite 2 Flyer - Schau Mich An - Roswitha Geisler und Susanne Haun

 

Aktivieren, Kuratieren und Vermitteln – Die Kunsthistorikerin Nina Alice Schuchardt

Posted in Ausstellungstip, Kunstgeschichte by Susanne Haun on 18. April 2017

 

Seit Anfang des Jahres bekomme ich das Kunstforum International ins Haus geschickt. Ich hinke mit dem Lesen immer etwas hinterher, aber nichtsdestotrotz lese ich sie (manchmal auch quer)  Seite für Seite und habe mich gefreut, im Heft 244, 2017, Die Neue Auftragskunst, in einem Interview von Sabine B. Vogel mit der Stadtkuratorin Hamburg, Sophie Goltz, drei treffende Tätigkeiten auf Seite 120 zum Karatieren zu finden:

Aktivieren
Kuratieren
Vermitteln

Genau diesen Tätigkeiten geht die Kunsthistorikerin Nina Alice Schuchardt nach. Sie bespielt die Dorfkirche Roddahn. Als ich die vielfältigen Veranstaltungen der Jahres 2017 auf dem Programm der offenen Kirche Roddahn las, wuchs mein Respekt vor Nina noch mehr. Sie aktivierte viele Kreative, um ein buntes, interessantes Programm zusammenzustellen. Sie aktivierte Künstler und Veranstalter. Herzlichen Glückwunsch, Nina.

Die letzten beiden Jahre kuratierte Nina auch die Ausstellungen in der Kirche. Erinnert ihr euch, ich stellte 2015 in einer Solo-Show aus (siehe hier), 2016 war ich Teil einer Gruppenausstellung in der Kirche, die viele Gäste anzog (siehe hier).

Ich denke, es kann hier kaum von nebenbei gesprochen werden, dass Nina in diesem Jahr zusätzlich zu ihrer Arbeit in der offenen Kirche Roddahn auch einen Verlag für Kunst und Kinder gründete. Auf ihrer Homepage (siehe hier) kann ausführlich ihr Programm zur Vermittlung von Inhalten gelesen werden.

Wer Interesse an die eine oder andere Veranstaltung hat, der kann den Flyer der  Offenen Kirche Roddahn mit den Veranstaltungen für 2017 hier herunterladen.

Veranstaltungsflyer offene Kirche Roddahn 2017 (c) Nina Alice Schuhardt – Kunsthistorikerin

 

Offene Kirche Roddahn - Veranstaltungen 2017 - Seite 1 (c) Nina Alice Schuchardt

Offene Kirche Roddahn – Veranstaltungen 2017 – Seite 1 (c) Nina Alice Schuchardt

 

Offene Kirche Roddahn - Veranstaltungen 2017 - Seite 2 (c) Nina Alice Schuchardt

Offene Kirche Roddahn – Veranstaltungen 2017 – Seite 2 (c) Nina Alice Schuchardt

 

Die Verschollene Generation – Bericht vom KunstSalon am Dienstag – Gast Birgit Böllinger und Regine Sondermann bei Susanne Haun

Posted in Kunstgeschichte, Literatur, Salon by Susanne Haun on 29. März 2017

 

Gestern waren wir beim 13. KunstSalon am Dienstag in großer Runde.

 

Kunstsalon am Dienstag zum Thema verschollene Generation (c) Foto von Susanne Haun

Kunstsalon am Dienstag zum Thema verschollene Generation (c) Foto von Susanne Haun

 

Um Struktur in den Ablauf des Salons zu bekommen, habe ich dieses Mal mit Birgit ein Programm ausgearbeitet, das ich gerne hier im Blog festhalten möchte:

KunstSalon am Dienstag, 28.3.2017, Thema „Verschollene Generation“

Birgit Böllinger              https://saetzeundschaetze.com/
Regine Sondermann     https://www.reginesondermann.de/
Susanne Haun                http://www.susannehaun.com

Susanne
Grußwort
Vorstellung Birgit und Regine
Vorstellung Susanne

Birgit
Verschollene (vergessene) Generation
Literatin Lili Grün
Mädchenhimmel / Alles ist Jazz – Lebensgefühl der Frauen in der Weimarer Republik
UPDATE 2.4.2017: Hier könnt ihr einen ausführlichen Beitrag von Birgit zu Lili Grün auf ihrem Blog Sätze&Schätze lesen.
Jüdische Journalistin Mala Laaser, die im Kreis von Jacob Picard und
Gertraud Kolmar verkehrte
Gründe für das Vergessen:
Jüdischer Herkunft, psychisch erkrankt, Kommunist, Homosexuell oder als entartete Kunst gebrandmarkt

Susanne
Innere Emigration Friedrich Allers-Hestermann -> Bezug zu Nolde
Verhinderte Karriere Willi Ulfig –> Bezug zum Expressionismus

Birgit
Malerin Elfriede Lohse-Wächtler
Genialität und Wahnsinn
Dada

Regine
Über das Buch
Kunst ohne Kompromiss – Die Malerin Elfriede Lohse-Wächtler
Kleine Lesung

Susanne
Schlusswort
Dante und der Expressionismus

 

Ich habe mich sehr gefreut, dass aus dem Vortrag eine lebhafte Diskussion erwuchs, in der kritisch über unterbrochene und verhinderte Künstlerkarrieren durch den Nationalsozialismus gesprochen wurde.  In der Runde wurde auch überlegt, welche Gründe Familien wie zum Beispiel die von Elfriede Lohse-Wächtler hatten, ihre kranken Angehörigen psychatriche Anstalten anzuvertrauen und ob sie nicht vorhersehen konnten, dass sie dort ermordet werden.

 

 

 

Termine 2017  für den Salon am Dienstag bei Susanne Haun

15. August 2017, 18 Uhr

Gast: Peter Mück

Initiator von crossart (http://crossart.ning.com/), das lebendige Ausstellungsportal für Künstler und Kunstraumbetreiber

Peter wird von seiner Arbeit über das Ausstellungsportal berichten und welche Vermittlungsarbeit das Portal crossart für KünstlerInnen, Ausstellungsflächen und Galerien bietet.

10. Oktober 2017, 18 Uhr

Gast: Nina Alice Schuchardt

Besitzerin des Eichhörnchenverlags (http://www.eichhoernchenverlag.de)

Der Eichhörnchenverlag ist ein Buchverlag, der sich auf von Künstlern gestaltete Bilderbücher für Babys und Kleinkinder spezialisiert hat. Nina wird von ihrem Verlagskonzept und ihre Arbeit mit KünstlerInnen und Kindern berichten.

November (genauer Termin wird noch bekannt gegeben)

Gäste: Roswitha Mecke und Martin Häusler

Roswitha Mecke ist Fotografin (https://photolaboratorium.wordpress.com/) und Martin Historiker (https://rumgekritzelt.wordpress.com/). Sie werden sich mit uns über die Mythen der Arktis auseinandersetzen.

 

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