Susanne Haun

Pilze schiessen aus dem Boden – Zeichnungen von Susanne Haun

Posted in Blumen und Pflanzen, Zeichnung by Susanne Haun on 17. November 2017

 

In Papas Garten ist es zur Zeit nass und feucht und die Pilze schiessen aus dem Boden. Ich musste die Riesengewächse mit Handschuhen aus dem Rasen ziehen, ich fand sie doch schon etwas glibberig und ein wenig eckelig.

 

 

Das Kunstwerk im Bilderbuch – Bericht vom 15. KunstSalon am Dienstag – Gast Nina Alice Schuchard bei Susanne Haun

Posted in Salon by Susanne Haun on 15. November 2017

 

Ruhe vor dem Sturm - KunstSalon am Dienstag bei Susanne Haun (c) Foto von M.Fanke

 

Beim gestrigen Kunstsalon kamen viele Besucher, die sich für Ninas Verlagskonzept interessierten. Es entstanden interessante Diskussionen darüber, wie Nina die Künstler und Bilder für ihre Bücher auswählt. Inzwischen hat sie schon einiges an Feedback von Käufern und Buchhandlungen zum Buch Landtiere erhalten. Besonders beeindruckend finde ich, dass sie erhaltene Kritik bedenkt und dann entscheidet, welche sie für gut hält und annimmt und welche für sie und ihr Buch-Konzept nicht passt. Mit ihrer (äußerlich) ruhigen Art arbeitet sie zielstrebig, das zweite Buch Monsterkinder (siehe hier) liegt schon im Probedruck vor und ein drittes Buch ist im entstehen.  Dabei übernimmt sie öekologische Verantwortung (siehe hier) bei der Produktion ihrer Bücher.

Es gab viele Fragen, auch wie die Künstler*innen für die Bücher „produzieren“ ohne sich selber zu vergessen. Hier kann ich sagen, dass Nina mir Raum beim Erstelle der Illustrationen für das Buch Landtiere gelassen aber doch auch eine Auswahl getroffen, die sie für passend gehalten hat.

Als Überraschungsgast durften Nina und ich Gerd Knappe berüßen. Er hat die Texte zu den Landtieren geschrieben. Es lohnt sich auf seiner Homepage (siehe hier) zu stöbern und in seine Texte einzutauchen. Er schrieb die Texte, ohne vorher meine Arbeiten gesehen zu haben. Er schrieb, so dass Leser jeden Alters angesprochen sind – die Eltern, die Kinder und die Großeltern sowie Geschwister.

Ich habe in den Buchhandlungen oft als Feedback den Hinweis erhalten, dass das Buch sehr anspruchsvoll ist. Aber darf ein Kinderbuch nicht auch anspruchsvoll sein?

 

Wenn die Historikerin mit der Künstlerin streitet – ein Seelenbericht von Susanne Haun

Posted in Kunstgeschichte, Was ich gerade lese by Susanne Haun on 13. November 2017

 

Gerade habe ich meine Hausarbeit „Bedeutungsaspekte in Géricaults Gemälde Das Floß der Medusa“ abgeschlossen und vor allem auch abgegeben.

Als Historikerin sollte jeder meiner Gedanken belegt und neue Gedanken logisch konstruiert sein. Mein künstlerisches Selbst tritt in den Hintergrund. Wie sehr ich in der Lage bin meine beiden Selbst – die Künstlerin und die Historikerin – zu trennen, hat mich selber überrascht.  Birgit von Sätze & Schätze schrieb eine Rezension über die literarische Adaption des Floßes der Medusa von Franzobel (siehe hier). In meinem Historikerinnen-Dasein versponnen, habe ich nicht begriffen, wozu dieses Buch dient. Es gibt doch schließlich einen Bericht der Leidensfahrt der Medusa von zwei Schiffbrüchigen des Floßes, also von Augenzeugen, dem Wundarzt Savigny und dem Geologe Corréard (siehe hier)!

Ich fragte also Birgit, wozu dieses Buch von Franzobel notwendig sei und was es aus dem Pool der Historienromane so heraushebe und bekam eine wirklich gute Antwort von ihr, die mich auflachen lies und mich für meine weitere Arbeit an meiner Hausarbeit lockerte. Natürlich kann ich auch als Historikerin kreativ sein! Mir fehlt beim Schreiben nur noch die Lockerheit, die ich beim Skizzieren habe, ein Thema mit einer Linie so einfach wie möglich darzustellen.

Hier also Birgits Antwort auf meine Frage nach dem warum:

Birgit Böllinger:
„Liebe Susanne, ich finde Deine Fragen nicht ketzerisch – aber es wundert mich ein wenig, dass Du als Künstlerin sie stellst: Wozu braucht es Kunst? Natürlich kann man auch andere Texte über diesen Schiffbruch lesen, natürlich kann man auch historische Bücher lesen. Aber die Frage, ob es nun genau dieses Buch braucht, die stellt sich mir eigentlich nicht: Ein Schriftsteller hat es geschaffen so wie ein Maler ein Bild schafft – aus einer eigenen inneren Notwendigkeit oder Lust heraus. Nun ist es in der Welt: Nach der Brauchbarkeit könnte man bei jedem Buch fragen – dann wäre aber die Literatur an sich obsolet. Frei nach Schiller: „Der Nutzen ist das große Idol der Zeit, dem alle Kräfte fronen und alle Talente huldigen sollen.“ Viel Spaß mit Deiner Hausarbeit – und ich bin gespannt auf deinen Blogbeitrag, liebe Grüße Birgit“

Und hier meine ersten beiden Absätze der Hausarbeit:

Man denke sich fünfzehn Unglückliche fast ohne alle Bekleidung, am ganzen Leibe und im Gesicht von der Sonne fürchterlich verbrannt; zehn davon konnten sich kaum rühren; die Haut von allen unseren Gliedern abgeschunden; alle unsere Züge zum Entsetzen verzerrt! Unsere hohlen und fast wilden Augen, unsere langen Bärte gaben uns ein noch scheußlicheres Ansehen; wir waren nur noch Schatten von Menschen.“[1]

Mit diesen Worten schilderte der Geologe und Augenzeuge Alexandre Corréards die Situation auf dem Floß der Medusa (Abb. 1), das der Maler Théodore Géricault zum Hauptthema seines 4,91 x 7,16 Meter großen Gemäldes wählte. Géricault schloss 1819 die letzten Arbeiten an dem in Öl im Stil des Realismus[2] erstellten Bild ab, es wurde noch im gleichen Jahr im Pariser Salon gezeigt. Heute ist das Gemälde als eines der Hauptwerke der französischen Romantik[3] im Louvre zu besichtigen.[4]

Auch nach einer Diskussion mit Birgt entstand meine neue Beitrag Rubrik „Was lese ich gerade“ (siehe hier).  Deshalb habe ich meine Literaturliste am Ende des Beitrags gesetzt. So bekommt ihr eine Vorstellung, warum ich neben meinem Studium höchsten noch Hörbücher zum Einschlafen höre.

Gerda (siehe hier) regte mich dazu an, mein Kunsthistorikerin Dasein mehr im Blog zu postulieren. Bisher habe ich das kaum gemacht aber ich werde mal schauen, ob ich öfter solche einen Beitrag wie heute einstreue. Es ist einer der wenigen Beiträge, wo ich keine Zeichnung von mir zeige. Ich zeige aus lizenzrechtlichen Gründen auch kein Foto von Géricaults Floß der Medusa. Ihr könnte es hier sehen.

Ach ja, hier die Rezension vom Tagesspiegel von Franzobels Roman.

Aus diesem ganzen Dilemma heraus ist die Zeichnung von Freitag „Die Bedrohung durch das Meer“ entstanden (siehe hier).

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[1] Savigny, Jean-Baptiste Henri, Corréard, Alexandre, Berlin 2005, Seite 72 – 73.

[2] Zimmermann, Anja, Stuttgart/Weimar 2011, S. 370-373. Der Realismus im historischen Sinn entstand im 19. Jhd. als neue Richtung in der Literatur, Malerei und Grafik, deren Ziel eine sachliche und nüchterne Darstellungsweise war. Schon während der Entstehungszeit konnte sich auf Grund der komplexen und heterogenen Form und des kontroversen Verständnisses der dem Realismus zugeordneten Kunst keine allgemein gültige Begriffsdefinition durchsetzen.

[3] Wolf, Norbert, Stuttgart 2002, S. 29 – 31. Die Romantik ist eine gesamteuropäische Erscheinung am Ende des 18. Jahrhunderts und im Übergang zur Industriegesellschaft des 19. Jahrhunderts. In ihr sollte das menschliche Subjekt emanzipiert werden und einen Sinn in einer Gegenwart finden, die von politischen und industriellen Neuerungen geartet war. Sie ist geprägt vom Optimismus einer Aufbruchsstimmung, die in Religion, Philosophie, Politik, Kunst, Psychologie und auch im Einzelschicksal Ausdruck fand. Die Romantiker suchten Anleihen in früheren Epochen, kamen jedoch zu anderen geistigen Ergebnissen.

[4] Wedekind, Gregor, Frankfurt am Main, S. 73.

 

Quellenverzeichnis

SAVIGNY, JEAN-BAPTISTE HENRI, CORRÉARD, ALEXANDRE. Der Schiffbruch der Fregatte Medusa, Berlin 2005.

VAHLAND, KIA. Vom Schrecken des Schiffsbruchs, in: Süddeutsche Zeitung, München 2015.

http://www.sueddeutsche.de/kultur/gericaults-floss-der-medusa-vom-schrecken-des-schiffbruchs-1.2439606#redirectedFromLandingpage, 25.10.2017, 9:40 Uhr.

KOSMALLA, MARINA. Forschung zu Meer und Seefahrt, Schiffbruch aus dem Fernsehsessel betrachtet, in: Tagesspiegel, Berlin 2016.

http://www.tagesspiegel.de/themen/freie-universitaet-berlin/forschung-zu-meer-und-seefahrt-schiffbruch-aus-dem-fernsehsessel-betrachtet/12963920.html, 29.10.2017, 14:24 Uhr.

Literaturverzeichnis

ALHADEFF, ALBERT. The Raft of the Medusa, Géricault, art and race, Munich 2002.

ALHADEFF, ALBERT. Julian Barnes and the „Raft of the Medusa“, in: The French Review, Band 82, Nr. 2, Marion, Illinois 2008, S. 276-291.

BUCH, ASTA VON. „Quel spectacle hideux! mais quel beau tableau!“, die Ästhetik des Erhabenen in Géricaults „Floß der Medusa“, in: Zeitschrift für Kunstgeschichte, Band 69, München/Berlin 2006, S. 342 – 357.

CHENIQUE, BRUNO. Ein kannibalisches Kaiserreich, politische Symbole in Thédore Géricaults „Floß der Medusa“, in: Idea, Jahrbuch der Hamburger Kunsthalle, Bremen/Hamburg 2009, S. 61 – 77.

CORBIN, ALAIN. Meereslust, Das Abendland und die Entdeckung der Küste, Frankfurt am Main 1999.

EITNER, LORENZ E.A. Géricault’s Raft of the Medusa, London 1972.

HEINRICH, KLAUS. Das Floß der Medusa, in: Schlesiger, Renate (Hrsg.), Faszination des Mythos, Basel und Frankfurt am Main 1991, S. 335 – 398.

LESSING, GOTTHOLD EPHRAIM. Laokoon oder über die Grenzen der Malerei und Poesie. Mit beiläufigen Erläuterungen verschiedener Punkte der alten Kunstgeschichte, Stuttgart 1987.

MERTENS, SABINE. Seesturm und Schiffbruch. Eine motivgeschichtliche Studie, Hamburg 1987.

MICHEL, RÉGIS. Le Radeau de la Medusa, in Laveissière, Sylvain (Hrsg.). Géricault: Galeries Nationales du Grand Palais, Paris, 10 octobre 1991 – 6 janvier 1992, Paris 1991, S. 136 – 171.

RICHTER, DIETER. Das Meer, Geschichte der ältesten Landschaft, Berlin 2014.

TOURNIER, MICHEL. Das Floß der Medusa, in: Savigny, Jean-Baptiste Henri, Corréard, Alexandre. Der Schiffbruch der Fregatte Medusa, Berlin 2005, S. 5 – 9.

TREMPLER, JÖRG. Der Stil des Augenblicks, Das Bild zum Bericht, in: Savigny, Jean-Baptiste Henri, Corréard, Alexandre. Der Schiffbruch der Fregatte Medusa, Berlin 2005, S. 191 – 238.

TREMPLER, JÖRG. Katastrophen, Ihre Entstehung aus dem Bild, Berlin 2013.

WEDEKIND, GREGOR. Körper, in: Wedekind, Gregor, Hollein, Max, (Hrgs). Gericault. Bilder auf Leben und Tod. Frankfurt am Main 2013, S. 51 – 94.

WOLF, NORBERT. Théodore Géricault, Das Floß der Medusa, in: Kunstepochen, Band 9, Klassizismus und Romantik, Stuttgart 2002, S. 161 – 164.

Nachschlagewerk

THEODORE, JEAN LOIS. Géricault, In: Bazin, Germain (Hrsg.), Kindlers Malerei Lexikon, Band 4 FR – GY, München 1982, S. 1449 – 1455.

PLETICHA, HEINRICH (Hrsg.). Geschichtslexikon, Art: Französische Revolution, S. 117 – 120.

ZIMMERMANN, ANJA. Realismus, in: Pfisterer, Ulrich (Hrsg.) Metzler Lexikon Kunstwissenschaft. Ideen, Methoden, Begriffe, Stuttgart/Weimar 2011, S. 370-373.

 

 

 

 

Die Bedrohung durch das Meer – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Zeichnung, Tiere, Landschaft by Susanne Haun on 10. November 2017

 

Diese Zeichnungen möchte ich ohne Worte stehen lassen. Ich werde morgen über die Aspekte schreiben, die mich zu ihr führten.

 

Monatsfoto: Mein Atelier am 31. Oktober 2017 – Susanne Haun

Posted in Atelier, Foto by Susanne Haun on 8. November 2017

 

Zeilenende lud im Februar ein, an jedem letzten Sonntag des Monats ein Motiv zu fotografieren, um festzuhalten, was sich ändert und was gleich bleibt.

Ich bin im vierten Monat mit meinem Atelierraum dabei. Ich war selber gespannt, ob sich viel verändern würde.

Hier seht ihr meine Atelierfotos vom 30. Juli 2017.

Hier seht ihr meine Atelierfotos vom  27. August 2017.

Hier seht ihr meine Atelierfotos vom 25. Septermber 2017.

Ich habe dieses mal ein paar Detailfotos gemacht, die Schränke geöffnet und das Draußen auch nicht vergessen, da ich das Gefühl hatte, es wird sonst langweilig. Was meint ihr?

 

 

 

Weitere Ausblicke bei:

365tageimleben erlebt ihr kleines grünes Wunder

Agnes dokumentiert die Baustelle der Groth-Gruppe am Berliner Mauerpark

Amerdale zeigt das Wohnzimmer

Arno von Rosen zeigt die Eiche in Nachbars Garten

babelpapa baut einen Balkon

Chris zeigt den Baum vor seinem Fenster

frauholle52 blickt auf ihre Terrasse

Frau Rebis begleitet ihren Baum

Gerda Kazakou nimmt uns mit in ihr Atelier

Impressions of Life blickt auf Balkon und Garten

Lovely Rita Flowermaid zeigt die Discotasche

lunarterminiert beobachtet ihren Schreibtisch

Meermond zeigt ihre Füße her

Mein Name sei MAMA nimmt uns mit unter den alten Kirschbaum

Mitzi Irsaj erinnert sich an den Ort, an dem 24 Olivenkerne im Münchner Rosengarten ruhen

Multicolorina rastet an einer Feldweg-Bank

Neues vom Schreibtisch zeigt den Park rund um die Reste des Garnisons-/Katharinenfriedhofs in Braunschweig

Petra Elsner zeigt die Bleiche am Döllnfließ

Random Randomsen hat einen geheimnisvollen Baum gewählt

rina.p macht einen Hofgang

Rubinkatze blickt über die Dächer Münchens

solera1847 nimmt uns mit auf die Gartenbaustelle

trienchen2607 richtet ihre Wohnung neu ein

Ulli blickt in die Weite

Wili lässt uns auf und in ihren schmucken neuen Topf gucken

wortgeflumselkritzelkram ist im Vorgarten

 

Vanitas Stillleben – Tag 3 – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Stillleben, Zeichnung by Susanne Haun on 7. November 2017

 

Das zeichnen eines Stilllebens beginnt mit dem Anordnen der Gegenstände, die auf dem Bild gezeichnet werden sollen, schrieb ich in meinem letzten Beiträgen zum Stillleben (siehe hier und hier).

Dieses Stillleben wird durch ein Lot bereichert.

 

 

Drei Stunden in Bernau – Zeichnungen von Susanne Haun

Posted in Landschaft, Reiseberichte, Zeichnung by Susanne Haun on 6. November 2017

 

Die letzten Wochenenden waren von Arbeit geprägt.

Ausstellungen, Ausschreibungen für Ausstellungen, Hausarbeiten für die Uni und der normale familiäre Wahnsinn. Ich hatte das Gefühl, es wäre einerlei, welcher Wochentag gerade ist.

 

 

 

Und so haben wir uns letzten Samstag Vormittag trotz weiterer Verpflichtungen auf den Weg nach Bernau gemacht. 50 km liegt die kleine Stadt von meinem Atelier in Berlin Wedding entfernt. So ein kleiner „Break“ reicht mitunter schon aus, um das Wochenende mit neuen Inspirationen zu versorgen und nicht das Gefühl zu erhalten, nur im Hamsterrad zu stecken.

Bewusst habe ich meine Kamera zuhause gelassen und bin mit dem Skizzenbuch bewaffnet den sehr idyllisch angelegten Weg um die Stadtmauer gefolgt. Der Himmel war Blau und ich stellte mir zur Aufgabe, mit schnellen und wenigen Linien die Gegebenheiten festzuhalten. Seit Sizilien hatte ich nicht mehr die Möglichkeit so frei ohne die drängende Arbeit im Hinterkopf zu zeichnen. Ein paar Fotos mit dem Handy haben doch noch ihren Weg in den Blogbeitrag gefunden. Besonders die Denkmäler gefielen mir.

M. hat seiner Ansicht nach eine falsche Auswahl seines Objektivs getroffen, er hat mit 60 mm Festbrennweite auf seiner Nikon fotografiert, wir nennen das „Laufzoom“. Ich kann die falsche Wahl aufgrund der Fotos nicht bestätigen. Sicher hatte er andere Fotos im Kopf, die mit diesem Objektiv nicht möglich waren, aber ist nicht genau das, was die Kreativität und Herausforderung ausmacht? Mit den Mitteln, die zur Verfügung stehen, gute Fotos zu machen.

Ich hatte mir auch immer schon einmal vorgenommen, mir eine Ausstellung in der Galerie Bernau anzuschauen. Mir haben die Räumlichkeiten, die Ausstellung der Arbeiten von Osmar Osten (Jagd auf Öl) und die freundlich fundierte Führung des Galeristen durch die Ausstellung sehr gut gefallen. Auf der Homepage ist mir aufgefallen, was für ein umfangreiches Programm die Galerie neben den Ausstellungen bietet.  Inspiriert mit einem kleinen Katalog zur Ausstellung als Erinnerung bin ich aus der Galerie herausgegangen.

Sehr lecker war Kaffee und Kuchen im CaFe Mühle in der Mühlenstraße. Die Homepage des Kaffees steckt voller Informationen über Bernau.

 

 

Palermo – Monreale – Susanne Haun

Posted in Landschaft, Reiseberichte, Sizilien, Zeichnung by Susanne Haun on 3. November 2017

 

Wo Palermo und Monreale sich begegnen (c) Foto von M.Fanke

Wo Palermo und Monreale sich begegnen (c) Foto von M.Fanke

 

Sizilien, 9. September 2017

Als Kunsthistorikerin sollte man auf Sizilien die Cattedrale Santa Maria Nuova in Monreale besuchen. Der mit einer Grundfläche von 102 x 40 Meter große Dom besticht durch seine goldenen Mosaiken im Inneren. Scherzhaft wird das Bildprogramm als „Comic des Mittelalters“ bezeichnet.

Ich hatte mir in den Kopf gesetzt, Palermo „von oben“ aus zu erkunden, das erwies sich als schwierig. Wir lasen im Reiseführer, dass es von San Martino delle Scale einen wunderschönen Blick auf die Hauptstadt Siziliens gibt. Es gab auf jeden Fall ein wunderschönes Ausflugslokal mit Blick auf das einheimische Kloster, in dem Bier gebraut wird und wo 10 Liter Fässer erhältlich sind. Der Blick auf Palermo ist auch o.k. – jedoch haben wir den Dom von Monreale nicht ausmachen können. Die Fahrt von San Martino della Scala nach Monreale ist nicht ohne und erfordert große Konzentration, dafür wird man jedoch mit einem touristenfreien Zugang zum Dom vorbei an einem morbiden, zugewachsenen Brunnen belohnt, das GPS ermittelt den klangvollen Namen Mezzomonreale-Villatasca für diesen Ort, an dem sich Palermo und Monreale treffen. Wir kommen genau zur Mittagspause am Dom an und müssen 1 ½ Stunden auf den Einlass warten. Wir hätten pfiffigerweise zuerst den Kreuzgang besichtigen können, er ist durchgehend geöffnet, jedoch sind wir so auf den Dom fixiert, dass wir uns die Zeit mit einem Spaziergang im sehr touristischen Monreale gekrönt mit Cappuccino und Eis vertreiben.

 

 

 

 

Fast hätte ich vergessen, vom ungewöhnlichen Parkhaus in Monreale zu berichten, es geht steil nach unten und ist in den Berg gehauen, so gibt es Parkplätze im Berg und Parkplätze auf einer Terrasse vor dem Berg. Es ist auf jeden Fall teuer, dort zu parken, 2 Euro pro Stunde, so dass wir letztendlich 8 Euro zahlen. Das sind mit der Autobahngebühr von 3 Euro pro Tour für heute die höchsten Nebenkosten des Autos: 14 Euro. Jedoch ist es müßig darüber nachzudenken, ohne Auto wäre die Anreise nach Monreale für mich zu anstrengend.

Am Eingang der Kirche müssen wir nicht warten, zügig dürfen wir eintreten, wichtig ist, dass die Frauen die Schultern bedeckt haben. Ich habe dafür immer ein Tuch bereit, in Marokko in den Moscheen für den Kopf und in Monreale im Dom für die Schultern.

Viele Bildbände und Fotos habe ich von Monreale gesehen, eine Hausarbeit über Teile des Bildprogramms geschrieben und doch entdecke ich Darstellungen, die ich bisher noch nicht gesehen hatte. Ich mag die Engel, die die Himmelsleiter nach oben zu Gott klettern genauso wie das Werkzeug, was beim Bau der Arche gezeigt wird. Es macht mir Freude, die einzelnen Figuren zu identifizieren. Das linke Seitenschiff ist an der Apsis gesperrt, es wird renoviert.

 

Klostergang von Monreale (c) Foto von Susanne Haun

Klostergang von Monreale (c) Foto von Susanne Haun

 

Beim anschließenden Besuch des Kreuzgangs wird es schon nach kurzer Besichtigung laut. Nacheinander erscheinen eine holländische, französische und italienische Reisegruppe, deren Reiseleiter*innen sich gegenseitig in der jeweiligen Sprache zu übertönen versuchen. Schade! Ich mochte es, im Kreuzgang zu sitzen und das Ensemble auf mich wirken zu lassen.

Eigentlich wollten wir danach noch nach Palermo-City aber so gegen 17 Uhr beschlossen wir nach Caronia zurück zu fahren. Wir fuhren am Morgen extra schon um 9 Uhr los, um möglichst viel zu sehen und so war ich einfach sehr müde von den vielen Eindrücken und der Wärme.

 

Vernissage Blumen Hortensie – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Blumen und Pflanzen, Zeichnung by Susanne Haun on 1. November 2017

 

Zur Vernissage Querbrüche habe ich von einem lange nicht mehr gesehenen befreundeten Ehepaar, die ich bei der Geburtsvorbereitung vor 24 Jahren kennenlernte, einen Blumenstrauß mit einer Hortensie bekommen. Ich habe mich sehr über das Wiedersehen und auch über die Hortensie gefreut.

 

Hortensie - 23,5 x 32 cm - Tusche auf Aquarellkarton (c) Zeichnung von Susanne Haun

Hortensie – 23,5 x 32 cm – Tusche auf Aquarellkarton (c) Zeichnung von Susanne Haun

 

Aus der Vergangenheit vor 10 Jahren: Die Lebensstufen der Frau – Gemälde von Susanne Haun

Posted in Zeichnung by Susanne Haun on 30. Oktober 2017

 

Vor 10 Jahren hatte ich eine museale Ausstellung im Schleswig Holstein Haus in Schwerin. Dafür malte ich auf eine 4 x 2 Meter  (800g/m²) großen Leinwand die Lebensstufen der Frau.

Marion von FindeSatz fragte mich in Zusammenhang mit ihrem Tagessatz vom 20. Oktober nach meinem Gemälde (siehe hier).

10 Jahre sind eine lange Zeit, ich würde die Lebensstufen der Frau heute vollständig anders interpretieren. Vielleicht werde ich dieses Projekt einmal in Angriff nehmen. Ich weiss noch, dass die Dame vom Museum fassungslos vor der Leinwand stand und meinte, das seien nun die Lebensstufen der Frau und im Vordergrund steht der Mann. Interessant 🙂

Ich habe einfach Fotos und Presse hochgeladen, damit ihr euch eine Vorstellung machen könnt. Die Leinwand hing durch ein Loch in der Decke und konnte nur vollständig gesehen werden, wenn der Besucher direkt neben der Leinwand stand. Dadurch rückte der Mann tatsächlich in den Vordergrund des Gemäldes. So hatte ich mir das nicht vorgestellt. An den Wänden hingen meine täglichen Zeichnungen. Die Rückseite der Leinwand bildete eine kleinere Leinwand, die auch ein Frauenthema behandelte.

 

 

Schweriner Volkszeitung 2.5.2007

Schweriner Volkszeitung 2.5.2007

 

Unser Schwerin 22.4.2007

Unser Schwerin 22.4.2007

 

 

Übrigens – die Leinwand existiert nicht mehr in dieser Art. Ich habe sie übermalt. Den Mann in den Vordergrund des Lebens der Frauen zu setzen, nein, das konnte ich nicht bestehen lassen. Über das daraus entstehende Gemälde habe ich schon des öfteren berichtet (siehe hier).

 

 

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