Susanne Haun

Aus meiner Bloghistorie: Von der Wirkung der Linie – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Blumen und Pflanzen, Zeichnung by Susanne Haun on 12. Mai 2020

 

 

Verblühender Mohn – 15 x 20 cm, Tusche auf handgeschöpften Silberburgpapier (c)Zeichnung von Susanne Haun

 

Schon 2009 habe ich Erwägungen zur Linie geschrieben.

Siehe hier in meinem Beitrag Mohn, von der Wirkung der Linie (-> Klick)

Ich schrieb 2009:

Heute habe ich mich wieder mit Mohn beschäftigt. Eigentlich taucht gleichzeitig mit dem Motiv Mohn der Gedanke Kitsch im Kopf auf. Das rot der Blüte verführt viele Malende, den Mohn über das Rot zu definieren.

Mit Kitsch beschäftige ich mich lange nicht mehr, aber ich denke, dass genau dieser Gedanke mich dazu bewogen hat, den Mohn 2012 mit blauer Farbe zu zeichnen. Den Blogbeitrag zu den blauen Mohnblüten kannst du hier (-> Klick) nachlesen.

 

 

Eröffnung im Komet und Vernissageblumen (c) Zeichnungen und Fotos von Susanne Haun

Posted in Betrachtungen zur Kunst, Blumen und Pflanzen, Zeichnung by Susanne Haun on 8. September 2012

Eine schöne Ausstellungseröffnung war das gestern! Danke an alle Besucher und an Carola von Berlin-Woman! Und natürlich auch an Ulrich Glause für die Fotos.

In meiner Ausstellung im Komet (c) Foto von Ulrich Glause

In meiner Ausstellung im Komet (c) Foto von Ulrich Glause

Wenn mir es der Tag nach der Vernissage erlaubt, zeichen ich „Vernissage Blumen“. Der Tag heute hat es mir erlaubt! Ich habe die von Sylvia Quaas mit gebrachte CD gehört und dazu auch die von ihr und ihrem Mann geschenkten Blumen gezeichnet. Sylivia ist Sängerin, der eine oder andere kennt sie sicher aus Facebook oder von ihren Auftritten. Hier ist der Link zu ihrer Seite.

Beim Aufräumen ist mir das Buch „Die Aquarelle“ von Georg Flegel in die Hände gefallen. Er hat im 17. Jahrhundert Blumenstücke gemalt. Im Vorwort schreibt der Direktor des Kupferstichkabinetts, Heinrich Schulze Altcappenberg, dass das Kupferstickkabinett ein Hort der Blumen sei. Die Ausstellung von Flegel ist schon lange vorbei; 2003 habe ich sie mir angeschaut, fast zehn Jahre sind seither ins Land gegangen.

Herbstblumen 24 x 32 cm Tusche auf Bütten (c) Zeichnung von Susanne Haun

Herbstblumen 24 x 32 cm Tusche auf Bütten (c) Zeichnung von Susanne Haun

Ich mag auch folgenden Gedanken von Schulze Atlcappenberg: „Ein Garten der Künste: Mit etwas 110.000 Zeichnungen gilt das Kupferstichkabinett nicht nur als ein einzigartiger Hort künstlerischer Ideen, des Disegno als Gestaltungs-, Denk- und Bildungsprinzip.“

Disegno ist italinisch und im Ursprung vom lat. designare (bezeichnen, zeichnen, im Umriss darstellen), bedeutet Zeichnung sowohl als künstlerische Idee, Entwurf und geistiges Konzept in einem religiösen Sinne.

Ein schönes Wort  ist disegno, ich werde es im Hinterkopf behalten.

Gerne würde ich einmal einen Querschnitt der Blumen des Kupferstichkabinettssehen, Dürer, Merian, Hoefnagels, Flegel und mehr. Zur Zeit läuft die Ausstellung zu Ehren Schinkels. Ja, ich freue mich natürlich auch auf diese Ausstellung, die ich unbedingt sehen will.

An den Vernissage Blumen habe ich experimentiert. Auf dem ersten Bild bin ich für mein Verständnis fertig gewesen. Aber ich dachte, dem Bild könnten Kontraste und Dunkelheiten gut tun. Ich habe mich noch nicht entschieden, welche Version mir besser gefällt. Morgen ist auch noch ein Tag.

For my english speaken reader:
Yesterday was my opening of the exibition „All yellow you know“. There was a lot of people and I talk and talk and talk. It was a happy evening. Today I draw the flowers I’am getting to the opening in autumn colors. Today I cannot excid me which version of picture I love more but tomorrow I can, surely.

Eröffnung im Komet und Vernissageblumen (c) Zeichnungen und Fotos von Susanne Haun

Blauer Mohn und die Charakteristika von Gärten – Zeichnungen von Susanne Haun

Posted in Blumen und Pflanzen, Zeichnung by Susanne Haun on 30. Juni 2012

Als ich den Garten von Conny Niehoff betrachtete, viel mir wieder einmal auf, wie sehr die Gärten auf die Charaktere der Besitzer schliessen lassen.

Blauer Mohn Version 1 30 x 30 cm Tusche auf Bütten (c) Zeichnung von Susanne Haun

Blauer Mohn Version 1 30 x 30 cm Tusche auf Bütten (c) Zeichnung von Susanne Haun

Bei Conny ist alles toskanisch und es gibt viele leckere Beeren direkt vom Strauch. Im Garten meiner Eltern ist es sehr geordnet und sehr klassisch wie in den Bergen, es gibt Geranien und Fuchsien, Kohlrabie und Kartoffeln.

Bei Conny wächst wunderschöner Mohn (siehe hier Conny Mohnbilder). Ich mag Connys riesige Mohnblüten, die abstrakt daher kommen.

Ich zeichne  Mohn im Detail im kleinen (siehe hier).  Heute habe ich zu senengal Blau gegriffen, um die Linien und Blütenstände des Mohns zu zeichnen.

Blauer Mohn Version 2 30 x 30 cm Tusche auf Bütten (c) Zeichnung von Susanne Haun

Blauer Mohn Version 2 30 x 30 cm Tusche auf Bütten (c) Zeichnung von Susanne Haun

Blauer Mohn und die Charakteristika von Gärten – Zeichnungen von Susanne Haun

Blühender Mohn und das Lebensbild der Hannah Höch – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Betrachtungen zur Kunst, Blumen und Pflanzen, Zeichnung by Susanne Haun on 20. Mai 2011

Blühender Mohn ist wohl das meistgemalteste Motiv und die Galeristin der Galerie Zeitlos erklärte mir letztes Jahr vor unserer Ausstellung, dass Blumen in der Kunst nicht ernst genommen werden.

„Aha!?!“, dachte ich und dachte mir meinen Teil –
schon wieder sind wir bei unserer Blogparaden Frage angelangt:
Wer oder was ist ein Künstler und warum?
Und wie immer bitte ich euch, eure Kommentare dort zu hinterlegen.

Kunst und Natur - Foto von Susanne Haun

Kunst und Natur - Foto von Susanne Haun

Wie ich schon hier berichtete, lebte Hannah Höch, die große deutsche Graphikerin und Collagekünstlerin des Dadaismus, in der selben Straße wie ich. Eines habe ich auf jeden Fall mit ihr gemeinsam: die Blumen! Sie zog sie in ihrem Garten und ich auf meinem Balkon und die Blumen inspirieren – inspirierten uns bei unserer Arbeit.

1953 schrieb Hannah Höche Ihrer Schwester „Ich verreise in meinen Garten.“ Ihre Arbeit war immer von ihren Reisen geprägt und als ihre Arbeiten während des 2. Weltkrieges auf die Liste der entarteten Kunst gesetzt wurde, ging sie in die innerer Emigration, versteckte nicht nur ihre Arbeiten sondern auch die von Kollegen, gestaltet ihren Garten und läßt sich von ihm inspirieren. Ich kann dazu das mit dem gleichlautenden Titel von Gesine Sturm und Johannes Bauersachs empfehlen: „Ich verreise in meinen Garten“, Der Garten der Hannah Höch.

Mohn - Foto von Susanne Haun

Mohn - Foto von Susanne Haun

Wollen wir uns ein wenig in der Geschichte der Blumenmalerei umsehen?
In der Antike wurden Blumenmosaike in Häusern dargestellt, um den Reichtum des Hauses zu symbolisieren (neben den anderen Erträgen des Hauses.
Lilie, Akelei und Iris symbolisierten die Reinheit Marias im Mittelalter. Ich habe alle drei Blumen schon oft gezeichnet. Folgt einfach den Links auf den Blumen!
Dürer wollte die Blumen so naturgetreu wie möglich wiedergeben, um sie für botanische Lehrbücher festzuhalten.
Durch die Auflösung der Gilden im 16. Jahrhundert wurde eine Spezialisierung auf Blumenbilder möglich – einige Maler brachten es damit zum Hofmaler andere verkauften ihre Arbeiten auf dem Jahrmarkt.
Bis heute ist das Stillleben (wozu die BLumen gehören) nicht aus der Mode gekommen und in jedem Jahrhundert gibt es bekannte Vertreter in der Malerei Paul Cézanne, Georges Braque, Juan Gris, Max Beckmann, Giorgio Morandi, Georgia O’Keeffe, Horst Janssen und Fotografie  Imogen Cunningham, Robert Mapplethorpe, Tina Modotti.

Mohn - Zeichnung von Susanne Haun - 20 x 20 cm - Tusche auf Bütten

Mohn - Zeichnung von Susanne Haun - 20 x 20 cm - Tusche auf Bütten

In den Kommentaren zur Frage Wer oder was ist ein Künstler und warum? hat Marie S. Ueltzen, marieueltzen.de folgenden Film von Arte geblogt: http://videos.arte.tv/de/videos/nostalgie_philosophie-3912920.html

Während ich meinen Mohn beobachtete, malte, zeichnete, fotografierte, hörte ich immer wieder diesen Film.

Nun lasse ich die Fotos von meiner heutigen Arbeit sprechen.

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