Susanne Haun

Impressionen vom 23. Kunstsalon mit Frank Koebsch – Susanne Haun

Posted in Aquarell, Salon by Susanne Haun on 19. Februar 2020

 

23. Kunstsalon, Gast Frank Koebsch (c) Foto von Susanne Haun u. M.Fanke

23. Kunstsalon, Gast Frank Koebsch (c) Foto von Susanne Haun u. M.Fanke

 

Der gestrige 23.  Kunstsalon war sehr gut besucht und ich möchte mich bei Frank Koebsch (siehe hier) für sein Engagement bedanken.

Souverän führte er uns durch den Abend und erzählte uns reich über den Beamer bebildert, wie wir uns kennenlernten, warum er die Aquarellmalerei bevorzugt, wie er zum Aquarellieren auf Zigarrenkisten kam von seinen Aquarellkursen und vom Plein Air Festival in Kühlungsborn.

Frank kam schon am frühen Nachmittag von der Küste runter nach Berlin und so fanden wir genügend Zeit zum Quatschen und Hängen seiner Bilder. Viele Ausstellungen haben wir schon gemeinsam organisiert und ich freue mich immer wieder, mit Frank zusammenzuarbeiten.

Wir waren beide begeistert von der Vielfalt der Arbeiten, die ihr eingereicht habt (siehe hier). Hier seht ihr eure Arbeiten im Ausstellungskontext.

Ich bin heute etwas in Zeitnot, weswegen ich wortlos die Fotos sprechen lasse.

 

 

 

Im Neanderthal Museum – Zeichnungen von Susanne Haun

Posted in Architektur, Ausstellungstip, Skizzen, Skizzenbuch, Zeichnung by Susanne Haun on 27. Januar 2017

Letzte Woche haben wir unseren Besuch bei Schmincke (siehe hier) mit einem Besuch des Neanderthal Museums verbunden.

Das Museum ist sehr liebevoll gestaltet und vermittelt in unterschiedlichster Form Wissen. Auch die kleinen Neugierigen können hier viel erfahren und ausprobieren. Leider hatten wir nur drei Stunden bis zur Schliessung des Museums Zeit und liefen im Dauerlauf zur Ausgrabungsstätte, um anschliessend die für uns interessanten Exponate im Inneren der sachlichen Ausstellungsarchitektur zu betrachten und zu hören.

1 Neanderthal Museum (c) Foto von M.Fanke

Neanderthal Museum (c) Foto von M.Fanke

An großen Ohren konnte die Besucherin / der Besucher die vier verschiedenen Schöpfungsmythen hören.  Zu sitzen, die Mythen zu hören und ins Museum zu schauen, inspirierte mich sehr. Ich war sehr traurig, zeitlich nur zwei der vier Mythen hören zu können. Dann entdeckte ich die App (siehe hier) des Museums, die kostenlos heruntergeladen werden kann und einen Audioguide enthält. So konnte ich zuhause alle vier Geschichten in Ruhe hören. Sehr gefallen hat mir der Neanderthaler mit Faustkeil und Anzug. Ich fand den Vergleich des Faustkeils mit meinen Handy als Statussymbol sehr passend.

 Im Neanderthal Museum (c) Zeichnung von Susanne Haun

Im Neanderthal Museum (c) Zeichnung von Susanne Haun

An der Fundstätte stehen mehrere Steine, in denen man Kopfhörer stecken kann und viele Informationen erhält. Auf dem Stein stehen auch Informationen, leider ist die Schrift zum Teil mit einer Eisschicht überzogen gewesen – der Winter fegt zur Zeit durch das Tal.

Angst hat mir die Bevölkerungsdichte, die auf einem der Fotos zu sehen ist, gemacht. Die Welt ist so voll, dass einige Menschen schon am Rand mit baumelnden Beinen sitzen. Wir wissen alle, wozu das  in der bisherigen Weltgeschichte führte: Seuche oder Krieg.

Museu d’Art Contemporani de Barcelona – macba – Susanne Haun

Posted in Architektur, Barcelona, Foto by Susanne Haun on 26. April 2014

Immer noch habe ich viel aus Barcelona zu berichten. Die Berichtsfolge wird durch mein tägliches Künstlerleben durchbrochen.

Bewusst suchte ich mir das macba für einen Museumsbesuch in Barcelona aus. Die Museen Picassos, Miros und Tàpies‘ sind wohl die geläufigen Museen, die der Barcelona Besucher aufsucht. Die Architektur des macbas ist weiß und lichtdurchflutet. Hauptsächlich werden Werke aus der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts, wie z.B. Kentridge oder Cragg gezeigt.

Das macba ist lichtdurchflutet (c) Foto von M.Fanke

Das macba ist lichtdurchflutet (c) Foto von M.Fanke

Das Innen und das Außen – Bericht aus Düsseldorf von Susanne Haun

Posted in Betrachtungen zur Kunst, Was es sonst so gibt! by Susanne Haun on 5. September 2013

haben mich Jürgen und Mechthild Küster in Düsseldorf ausgesetzt! War das schön! Obwohl die beiden mir von 10 bis 16 Uhr Zeit zum genießen gegeben haben, schaffte ich nicht ansatzweise alles zu sehen, was ich mir vorgenommen habe.

Begonnen habe ich mit dem Besuch de K21. Von außen sieht das Haus der Kunstsammlung Nordrhein Westfalens sehr konservativ klassisch aus und ich hätte nie vermutet, diese Vielfalt an Kunst innen vorzufinden.

Das spektakuläre Innen des K21

Das spektakuläre Innen des K21

Gestern

Die Sonderausstellung des Fotografen Wolfgang Tilmanns faszinierte mich besonders durch die Hängung. Die Fotos sind zum Teil mit Tesafilm ohne Rahmen an der Wand befestigt und hängen in unterschiedlichen Größen und Höhen, um den Betrachter so durch die Ausstellung zu führen.

„Wie können wir der Überfülle von Bildern in der modernen Gesellschaft begegnen?“ ist die Frage, mit der der Besucher gleich zu Beginn des Rundgangs durch die Sammlung konfrontiert wird.
„Struktur und Wertigkeit“ bringt das Museum als Bilderlieferant in die einzelnen Arbeiten. „Das K21 zeigt auf drei Etagen in jedem Raum eine künstlerische Position. Es ist eine Auswahl der wichtigsten, radikalsten und sinnlichsten Statements zur Gesellschaft unserer Zeit.“.

Ich kann jedem, der in Düsseldorf ist, den Besuch des K21 empfehlen.

 Innen im  K20

Innen im K20

Nach einer kleinen Pause mit Kaffee und Eis am Rhein in der Sonne bin ich weiter zum K20 gelaufen. Dort hängen die Arbeiten der Künstler der letzten 100 Jahre wie Kirschner, Matisse, Klee, Picasso über Pollock, Rauschenberg, Kline, Warhol und mehr. Das war nicht schlecht aber es war nichts, was ich nicht schon sehr oft gesehen habe.

Besonders gefreut habe ich mich, als ich in der Buchhandlung am K20 meine beiden Bücher unter kreative Techniken entdeckt habe. Während ich noch in der Buchhandlung gestöbert habe, war die Zeit in Düsseldorf schon wieder abgelaufen und es ging zurück nach Geldern.

Nun sitze ich mit meinem gesammelten Infomaterial und lasse den Tag Revue passieren.

Präsentation und Gegenüberstellungen im Museum – Bericht von Susanne Haun

Posted in Ausstellung, Berlin, Betrachtungen zur Kunst, Interpretation der Flora, Zeichnung by Susanne Haun on 26. Oktober 2012

Schon im August war ich im Hamburger Bahnhof, DEM Museum in Berlin für Gegenwartskunst und habe mir die Ausstellung Cy Twombly und die Schule von Fontainebleu angeschaut. Leider ist die Ausstellung schon beendet.

Am Ziel angelangt, Cy Twombly (c) Foto von Susanne Haun

Am Ziel angelangt, Cy Twombly (c) Foto von Susanne Haun

Aber im Hamburger Bahnhof sind immer wieder neue interessante Ausstellungen und Events.
Besonders angesprochen hat mich die folgende Veranstaltungsserie:
Robert Rauschenberg und 9 Evenings, Theatre & Engineering, 13. Oktober 2012 – 30. Juni 2013

1996 wurde der Hamburger Bahnhof nach Umbau mit der Sammlung Erich Marx wieder eröffnet. Im Jahr 2004 wurde das Museum um weitere 6000 qm auf insgesamt 13.000 qm Ausstellungsfläche erweitert. Ich war damals kurz nach der Eröffnung dort und sah mir die Sammlung Flick an. Ich mag den Übergang und die „neue“ Präsentationsfläche.

Die Institution des Kunstmuseums ist noch sehr jung. Eines der ersten Museen, die einer begrenzten Öffentlichkeit zugänglich waren, ist das uns von der documenta bekannte Fridericianum in Kassel, dass 1779, also in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts, fertig gestellt wurde.

Flora, Cy, Possin und ich Version 1 (c) Zeichnung von Susanne Haun

Flora, Cy, Possin und ich Version 1 (c) Zeichnung von Susanne Haun

Vorher wurden Sammlungen nur im privaten Bereich präsentiert. Im 15. Jahrhundert fanden zum Beispiel Veranstaltungen der Medici zur Präsentation ihrer Sammlung in der Tribuna, den heutigen Uffizien statt. Heute kann jeder, der genug Zeit zum Anstehen mitbringt, die Uffizien besichtigen.

Erst im 19. Jahrhundert gibt es die ersten öffentlichen Museen, die Kunst wird zum Bildungsinstrument und erst ab diesem Zeitpunkt an der Uni gelehrt.

Nach diesem Exkurs zum Thema Museum zurück zur Cy Twombly Ausstellung.
Es wurden Arbeiten aus der Sammlung Marx von Twombly gezeigt, die in einem Dialog mit Arbeiten von Künstlern der Schule von Fontainebleu standen. Die Arbeiten könnten unterschiedlicher nicht sein und ich war völlig faszinert von den Gegensätzen und doch wieder Ähnlichkeiten.

Die geteilte Flora (c) Zeichnung von Susanne Haun

Die geteilte Flora (c) Zeichnung von Susanne Haun

Da ich wie immer erfahren wollte, was Twombly so faszinierte, habe ich mir Stiche nach Possins Reich der Flora angeschaut und meinen Füller über das Papier gleiten lassen und Ausschnitte immer wieder in kleine 15 x 15 cm Zeichnungen festgehalten.
Twombly arbeitete sein Bild Empire of Flora inspiriert von Poussins Reich der Flora.

Dieser Ausstellungsbesuch und die Kommunikation der beiden Maler über die Jahrhunderte und den Tod hinweg inspirierte mich so, dass ich mich Ihnen anschloss und das Reich der Flora selber auch interpretierte.

For my english reader:
Already in August, I was at the Hamburger Bahnhof, the Museum in Berlin for contemporary art and had a look at the exhibition Cy Twombly and the School of Fontainebleau. Unfortunately, the exhibition has ended. Because I wanted to learn as always, what Twombly so fascinated on Fontainbleau, I have looked after Possins kingdom of flora and my pen glide across the paper and cut Flora into small 15 x 15 cm recorded drawings.

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Quelle: http://www.hamburgerbahnhof.de/text.php

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