Susanne Haun

Erinnerungen an Boulder Beach, Südafrika – Radierung von Susanne Haun

Posted in Radierung, Tiere, Zeichnung by Susanne Haun on 31. März 2020

 

Pinguine an der Boulder Beach, 20 x 15 cm, Aquatinta Radierung von Susanne Haun (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2020

Pinguine an der Boulder Beach, 20 x 15 cm, Aquatinta Radierung von Susanne Haun (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2020

 

In Zeiten der Kontaktsperre durch Covid-19, Corona fehlt es mir zum Glück nicht an künstlerische Inspirationen. Gestern zeigte ich euch (klick) wie das Motiv Pinguin schon im Jahr 2007 in meine Kunst einfloß.

Letzte Woche, nach dem Schreiben des ersten Entwurfs des gestrigen Blogbeitrags, hatte ich Zeit, den ganzen Tag zu radieren und die Pinguine waren mir noch nicht aus dem Kopf gegangen.

Nach der Strichätzung erstellte ich die Aquatinta in 4 Ätzstufen. Die Ruhe beim Radieren tat mir sehr gut und da Fernweh wird durch den Berg und das Meer symbolisiert, den man an der Boulder Beach so nicht findet und den ich trotzdem so in Erinnerung habe.

Hier ein kleiner Überblick in Fotos, die bei der Erstellung der Radierung entstanden. Es ist sehr schwer, die glänzende Zink-Radierplatte zu fotografieren, das sie aufgrund des glänzenden Materials reflektiert, aber ich denke, es ist mir gut gelungen.

Nach der Kontaktsperre werde ich wieder einen Radier-Workshop anbieten. Der Termin wird in Abstimmung mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern festgelegt. Die maximale Teilnehmerinnen / Teilnehmerzahl beträgt 4 Personen.

In diesem (Klick) hier veröffentlichten Blogbeitrag erhaltet ihr einen Eindruck, wie der Radierkurs abläuft.

Der Workshop findet an einem von den Teilnehmerinnen ausgewählten Wochentag in der Zeit von 10 – 16 Uhr statt, 3 Zinkplatten der Größe 15 x 20 cm müssen mitgebracht werden. Alle weiteren Materialien sind im Kurspreis von 100 Euro pro Person enthalten.

 

 

Auf Instagram hatte ich schon letzte Woche einen kleinen Film vom Radieren eingestellt:

 

 

 

Aus meinem Werkverzeichnis: Gedankentürme – Gemälde von Susanne Haun

Posted in Leinwand, Zeichnung by Susanne Haun on 30. März 2020

 

Ausschnitt, Im Gespraech mit den Pinguinen, 100 x 30 cm, 2007, Acryl auf Leinwand (c) Gemaelde von Susanne Haun

Ausschnitt, Im Gespraech mit den Pinguinen, 100 x 30 cm, 2007, Acryl auf Leinwand (c) Gemaelde von Susanne Haun

 

„Schon Anfang 2000 entdeckte die Künstlerin Susanne Haun das elegante, hohe Format. Gerne kombiniert sie diese Gemälde miteinander und schafft damit eine Narration in mehreren Teilen. Als Materialien kombiniert sie Acryl für die Flächen und Tusche für die Linien. In der Serie Gedankentürme setzt sie sich mit Tieren auseinander, hier mit dem Pinguin. Ob sie die Tiere im Berliner Zoo oder an der Boulder Beach Südafrikas beobachtet, jedesmal baut sie eine Verbindung zu dem Tier auf.“ kann in der Objektbeschreibung in der Pariser Galerie Singulart gelesen werden (klick).

In Zeiten, wo das Reisen in die Ferne rückt und ich im Hinterkopf habe, dass wir, so „Gott will (?)“, im späten Sommer einen Schottland Urlaub vor uns haben, sind mir die vergangenen Reisen um so lieber geworden. Gerade die Afrika Reise hat einen starken Eindruck bei mir hinterlassen. Hier könnt ihr (klick) den Bericht von Micha und meinem Besuch der Boulder Beach lesen.

Schon sehr viel früher, 2007, entstanden die Gedankentürme, hier die „Zwiesprache mit einem Pinguin„. Als ob ich unseren 11 Jahre späteren Urlaub vorausgeahnt hätte.

Es entstanden noch vier weiter Tiere: Kolibri (klick), Steinbock (klick), Teufel (klick) und Tiger. Für die ersten drei habe ich einen Link zur Pariser Galerie Singulart gesetzt, den Tiger habe ich schon vor langer Zeit an ein Sammler-Ehepaar verkauft.

 

 

 

Impressionen vom 22. Kunstsalon im Atelier Susanne Haun mit Beate Gernhuber von Safariscout

Posted in Zeichnung by Susanne Haun on 1. November 2019

 

Impressionen vom 22. Kunstsalon Susanne Haun, Thema Naturschutz in Afrika (c) Foto Beate GernhuberImpressionen vom 22. Kunstsalon Susanne Haun, Thema Naturschutz in Afrika (c) Foto Beate Gernhuber

 

Am Dienstag klingelte es um 18 Uhr herum wieder einmal kontinuierlich an meiner Tür.

Beate Gernhuber, Mitnitiatorin des freiwilligen Naturschutzprojekts Südafrika, erwartete mit mir in meinem Atelier unsere Gäste zum Kunstsalon mit dem Thema Volunteer Safari in Südafrika im Greater Kruger Nationalpark.

Wir haben uns sehr gefreut, dass wir engagierte Diskussionsteilnehmerinnen und -teilnehmer zu Gast hatten.

Christian, der in Namibia aufgewachsen ist und Joyce (siehe hier), die uns im 9. Kunstsalon von ihren Erfahrungen berichtete und sich nun wieder einbrachte, gaben uns und unseren Gästen zusätzliche Informationen.

Hier (klick) könnt ihr ein Blick auf die Einladung des Salons werfen und vielleicht dem einen oder anderen Link folgen.

 

 

 

 

Die erste Naturschützerin des Projekts konnte leider nicht beim Salon dabei sein und sendete Beate und mir deshalb ein Gedicht.

 

Afrika

Für Beate und Susanne von Jule Schwachhöfer (siehe hier klick)

Ein Mensch, der Abenteuer liebt,
für den es keine Grenzen gibt,
der schwingt sich auf und fliegt davon
und sei es, bis nach Babylon
oder bis zum Hindukusch.
Mich aber zog es in den Busch
bis tief hinein nach Afrika,
wo Kudu, Gnu und Impala,
wo Zebra, Elefant, Giraffe,
Nashorn, Warzenschwein und Affe,
wo Nilpferde und Büffel leben
und Geier hoch am Himmel schweben.
Ich wollte all die Tiere sehn,
wollte die Natur verstehn,
wollte wissen, was die Welt
im Innersten zusammenhält.
Ich wollte raus aus meiner Haut
und fand im Netz Safariscout
mit einem Volunteer-Projekt,
bei dem sofort ich Blut geleckt
und wild entschlossen schrieb,
dass mich meine Sehnsucht trieb,
um jeden Preis dabei zu sein
und sei die Chance auch noch so klein.
So flog und fuhr ich froh und stark
bis zum Greater Kruger Park
und war unglaublich motiviert
und lernbegierig, fasziniert.
Jeder Tag war ein Erlebnis
mit ungeheurem Lernergebnis.
Gleich von Anbeginn
machte meine Arbeit Sinn.
Und mein Geld für diese Tour
galt dem Schutze der Natur.
Das Nashorn lag mir sehr am Herzen,
bereitete mir seelisch Schmerzen,
wusst ich doch durch zig Berichte
von deren trauriger Geschichte,
dass man nach deren Leben trachte
und um des Hornes wegen schlachte.
So entschied ich mich spontan
für einen Kriminalroman,
um vielen Lesern zu erzählen,
wie Wilderer das Nashorn quälen,
in meinem Buch jedoch erleben,
wie sie dem Knast anheimgegeben.
Vielleicht mit Skizzen, Bildern,
die das Drama drastisch schildern,
aber auch das Schöne zeigen:
‘nen Löwen auf Marulazweigen,
eine Riesenelefantenherde,
Termitenbau aus roter Erde,
wie Geparden blitzschnell jagen,
Hyänen laut den Mond anklagen,
wie der Himmel blutrot glüht,
wenn die Sonne sich verzieht.
So wären Maler und Poeten
in einem Werk vertreten
und Afrika, mein Sehnsuchtsland,
in kreativer Künstlerhand.

 

 

Die Pinguine lassen mich nicht los – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Tiere, Zeichnung by Susanne Haun on 21. August 2019

 

Es hört sich an als ob der nächste Salon am 29. Oktober 2019, 18 Uhr (Klick) in meinem Atelier noch in weiter Ferne scheint, jedoch weiss ich, wie schenll die Zeit vergeht und zeichne weiter an meine Afrika Impressionen.

Die Pinguine lassen mich nicht los. Die Beobachtung der Pinguine gehört zu meinen schönsten Erinnerungen an die Afrika Reise vor nun schon fast zwei Jahren. Hier ist der Link (Klick), der zum Blogbeitrag führt, in dem ich über diesen besonderen Tag berichte.

 

Afrika, Pinguin, Zeichnung von Susanne Haun (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2019

Afrika, Pinguin, Zeichnung von Susanne Haun (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2019

 

Ich zeichne für die kleinen Arbeiten immernoch in der Größe 15 x 15 cm. Da ich meine Blätter immer voll ausnutze, muss ich mir tatsächlich einen Bleistiftrahmen dieser Größe zeichnen, damit ich innerhalb meines Passepartoutausschnitts bleibe. Das amüsiert mich etwas, vor dem Rahmen wird der Ausschnitt wieder ausradiert.

 

 

Südafrika – Vom Green Point zum Cape Point – Bericht und Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Kapstadt, Reiseberichte, Südliches Afrika, Zeichnung by Susanne Haun on 9. März 2018

 

Es war schon immer mein Wunsch zum Kap der guten Hoffnung zu gelangen. Leider hat die Zeit dafür nicht gereicht aber immerhin war ich beim Cape Point und habe meinen Wunsch nur knapp verfehlt. Ich bin nicht böse darum, denn ich möchte unbedingt nochmals nach Südafrika reisen. Wir haben von dem Land viel zu wenig gesehen.

 

Immerhin haben wir es bis zum Cape Point geschafft. Das liegt nur 60 m nördlicher aber die 60 m haben es in sich. Wir sind von Green Point über Clifton Bay, Chapemans Peak Drive, Simon Town und Boulders Beach zum Cape Point gefahren und haben festgestellt, dass wir getrödelt haben, immer wieder hielten wir unterwegs an, fotografierten, quatschten mit Südafrikanern und fragten sie über ihr Land aus und stellten dann fest, dass wir vor dem dunkel werden kaum noch Zeit an unserem „Ziel“ hatten. Aber der Weg ist das Ziel und keinen der einzelnen Wegpunkte möchte ich missen.

 

 

Es fährt sich gut in Südafrika, auch wenn das Linksfahren eine Eingewöhnungszeit benötigt. Parken wir, dann lassen wir die Abdeckung des Kofferraums und das Handschuhfach offen, beides ist leer und geben den zum größten Teil selbsternannten Parkwächtern 20 Rand (1,36€), damit sie auf unser Auto aufpassen. Wir hatten nirgendwo Probleme mit unserem Leihwagen.

 

 

Die Landschaft ist atemberaubend, das Wetter war um die 27 Grad herum und der Fisch in Simon Town sehr lecker. Zu den Pinguinen, die wir an der Boudlers Beach besuchten, habe ich ein Memo auf meinem Handy verfasst, dass ich abgetippt habe:

Irgendwo in Namibia, den 13. Februar 2018

Leider habe ich es aus Zeitgründen verpasst, gleich nach unserer Tour vom Green Point zum Cape Point meine Eindrücke zu schildern und versuche nun in diesem Memo auf meinem Handy meine Eindrücke solange sie noch einigermaßen frisch sind, festzuhalten.

Wir haben uns an der Clifton Bay mit einer Besucherin des Strands unterhalten, die uns berichtete, wie schlecht es Südafrika unter Zuma ginge (Inzwischen bekleidet Cyril Ramaphosa das Amt.). Ich muss gestehen, dass ich mich vor unserer Reise zu wenig mit der derzeitigen politischen Situation Südafrikas auseinandergesetzt habe. Schande über mein Haupt.

Das tolle am Auto fahren ist, dass man anhalten kann, wo man möchte. Eines der Highlights waren für mich die Pinguine Boulders Beach. Die Pinguine waren wirklich süß. Wir haben zuerst eine Bucht vor Boulders Beach angehalten und konnten die Pinguine so von ganz nahem betrachten. Im Naturschutzgebiet selber kommt man als Besucher*in dem einzelnen Tier nicht mehr so nahe. Ich bin durch das Wasser gewatet und nahm so Kontakt mit zwei kleinen Pinguinen, die auf einem Stein lag, auf. Das war toll, nachdem ich die beiden „fragte“ ob sie nicht aufstehen wollen, damit ich sie besser zeichnen kann, flatterte der eine mit seinen Flügeln und der andere stand tatsächlich auf. Ich hätte gerne mein Gesicht dazu gesehen, vor allem, als dann noch ein neugierer dritter Pinguin zu uns stoß. Später, im Naturschutzgebiet selber gab es sehr viel mehr Pinguine aber auch sehr viel mehr Menschen. Das war auch interessant. Im Naturschutzgebiet sind Nester aus Plastikcontainer installiert. Von dort stammt auch das Foto von dem kleinen Kerl mit dem Ei. 

 

 

 

 

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Beate Gernhuber (siehe hier) von SafariScout.com stand uns bei der Buchung unserer Abenteuer Reise ins südliche Afrika mit Rat und Tat beiseite. Gerne empfehle ich sie an alle, die ähnliche Reisen planen, weiter.

Pinguin leben auch in Berlin – Zeichnugnen von Susanne Haun

Posted in Betrachtungen zur Kunst, Tiere, Zeichnung by Susanne Haun on 8. Dezember 2011

Manchmal laufen Gedanken kreuz und quer und heute blieben bei mir Pinguine im Kopf hängen.

In Berlin gibt es ein sehr interessantes Pinguinhaus. Ich mag die Farben sehr – das kalte Blau der Wände, das sich mit dem Grün der Bäume von draußen, das durch die Glaskuppel eintritt, mischt.

Pinguin blau Nr. 3 - Zeichnung von Susanne Haun - Tusche auf Bütten - 11 x 7,5

Pinguin blau Nr. 3 - Zeichnung von Susanne Haun - Tusche auf Bütten - 11 x 7,5

Blau ist die Lieblingsfarbe der Menschen, blau symbolisiert die Ferne, utopische Ideen und damit auch die Sehnsucht. Das Grün ist im Gegensatz dazu real die Vegetation und so „kommt sie durchs Fenster auch ins Pinguinhaus“ hinein. Es gibt grüne Einsamkeiten, die Einsamkeiten der Natur. Mit den Expressionisten wurde die Farbe als Ausdruck eingesetzt.

„Anstatt zu versuchen, das wiederzugeben, was ich vor Augen habe, verwende ich die Farbe willkürlich, um mich selbst stärker auszudrücken“, schrieb van Gogh, Vorläufer des Expressionismusses.

Pinguin blau Nr. 4 - Zeichnung von Susanne Haun - Tusche auf Bütten - 11 x 7,5

Pinguin blau Nr. 4 - Zeichnung von Susanne Haun - Tusche auf Bütten - 11 x 7,5

Mit den heutigen fünf kleinen Zeichnungen und van Goghs Satz werde ich den Tag heute beschliessen.
Kennt ihr das Gefühl, wenn ihr das Gefühl habt, da kommt jetzt noch was? So ist das heute mit meinen Pinguinen… die behalte ich mal im Kopf, dass sie noch mal herauskommen können.

Wer interesse an einem Bericht von Pinguine in der Natur hat, der folge dem Link zu Claudia und Wiebes Reisebericht.

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