Susanne Haun

Gewalt-Frei-Kommunizieren – Bericht vom 17. Kunstsalon am Dienstag – Gast Anke Boche-Koos

Posted in Zeichnung by Susanne Haun on 8. August 2018

 

Impressionen vom KunstSalon bei Susanne Haun - Gast Anke Boche-Koos (c) Foto von M.Fanke

Impressionen vom KunstSalon bei Susanne Haun – Gast Anke Boche-Koos (c) Foto von M.Fanke

 

Jeder Salon ist anders und immer wieder spannend. Gestern waren trotz des sehr warmen Wetters wieder sehr viele Gäste gekommen – darunter wohlbekannte und auch „Ersttäter“. Die Diskussion war ausgesprochen lebhaft und von den Worten nicht ganz gewaltfrei.

Anke legte überzeugend das Konzept der gewaltfreien Kommunikation dar. Sehr eingehend haben wir uns mit den Wörtern „müssen“ und „sollten“ auseinandergesetzt. Anke schlug uns vor, uns gerade um Weihnachten zu fragen, ob wir wirklich all die Dinge, die wir uns vor Weihnachten vorgenommen haben, erledigen müssen: Fenster putzen, Plätzchen backen, Tante XYZ aus Timbuktu Nord besuchen, etc. etc. etc. …

Wichtig ist es, sich bei GFK (gewaltfreien Kommunikation) immer zu fragen, was für Gründe dein Gesprächsgegenüber hat, bestimmte Wörter zu benutzen oder bestimmte Dinge zu tun. Aber haben wir immer ein Gegenüber, mit dem wir uns auseinandersetzen können? Wie sieht es beim Kunstkritiker (der Printpresse oder im Netz der Netze) aus? Könenn wir (al Künstler) überhaupt Kontakt zu ihm aufnehmen?

Einige bezweifelten die Durchsetzbarkeit und Anke musste eingestehen, dass  das Konzept gerade auch in der Wirtschaft zur „Menschenmanipulation“ verwendet wird.

Anke führt seit neustem einen Blog, schaut doch mal vorbei 🙂 (siehe hier).

 

 

Einladung zum 17. KunstSalon am Dienstag bei Susanne Haun – Gewalt – Frei – Kommunizieren – Gast Anke Boche-Koos

Posted in Salon by Susanne Haun on 15. Mai 2018

 

Sommerferien und die Fußballweltmeisterschaft werfen ihre Schatten voraus, weswegen ich mich entschlossen habe, erst im August den nächsten KunstSalon am Dienstag zu veranstalten. Dafür werden die nächsten beiden Salons schnell hintereinander erfolgen. Im September veranstalte ich den nächsten KunstSalon am Dienstag.

Bleiben wir aber erst einmal beim August:

Liebe Freundinnen und Freunde meines KunstSalons!

Der nächste inzwischen schon 17. KunstSalon am Dienstag findet am 7. August 2018 um 18 Uhr in meinen Atelierräumen in der Groninger Str. 22, 13347 Berlin statt.

Als Gast freue ich mich, Anke Boche-Koos (siehe hier) in meinem Atelier begrüßen zu dürfen.

 

Einladung KunstSalon am Dienstag bei Susanne Haun - Gast Anke Boche-Koos

 

Nicht nur im täglichen menschlichen Umgang, sondern auch mit Blick auf die Interaktionen verschiedenster Menschen im Ausstellungsbetrieb, beschäftigen wir uns im 17. Kunstsalon am Dienstag mit gewaltfreier Kommunikation.

Kunst ist Kommunikation und gewaltfreie Kommunikation ist Kunst.

Zur fachlichen Beleuchtung des Themas wird Anke Boche-Koos uns durch den Abend geleiten. Sie ist fasziniert von Kommunikation auf allen Ebenen. Sei es als Coach und Dozentin, als Heilpädagogin oder als Ehefrau und Kollegin. Dabei möchte sie die Bedürfnisse aller im Blick behalten und dafür werben, dass jede / jeder im Alltag kreative und wertschätzende Beziehungen gestaltet. Durch eine aufrichtige, mitfühlende auf Konsens ausgerichtete Kommunikation kann es zu einem gewaltärmeren und progressiven Miteinander kommen.

In ihrer Arbeit hilft Anke Boche-Koos ihre über 25jährige Erfahrung in der Begegnung mit den unterschiedlichsten Menschen. Aus diesem Wissensvorrat schöpft sie gerne.

Susanne Haun hat sich der Frage gestellt, inwieweit florale Bildinhalte subtil nicht nur von der Schönheit der Natur, sondern auch von den Kämpfen des täglichen Lebens berichten können!

 

Entstehung des Blumenlebens (c) Zeichnung von Susanne Haun

Entstehung des Blumenlebens (c) Zeichnung von Susanne Haun

 

Programm

Susanne
Grußwort
Vorstellung Anke Boche Koos

Anke
Vorstellung des Konzepts der gewaltfreien Kommunikation

Susanne
Wertfreie Formulierungen als Künstler und Betrachter
Kann Kunstkritik wertfrei sein?
Kann eine bessere Ausbildung in der Grundschule im Fach
Führt Wissen zum Dialog und zur Wertschätzung?

Anke
Streitkultur – Kommunikation ist ein Mannschaftssport

Susanne
Gruppenausstellung – Interaktionen von Künstlern untereinander

Anke
Gewalt an mir selber, wie erkenne ich sie und wandle sie in Selbstakzeptanz um.

Susanne
Schlusswort und freie Diskussion

 

Wir freuen uns, euch bei diesem ungewöhnlichen Thema begrüßen zu dürfen.

KunstSalon am Dienstag bei Susanne Haun

7. August 2018 um 18 Uhr

Groninger Str. 22, 13347 Berlin

info@susannehaun.de T: 030 43 00 45 72, M: 0177 232 80 70

Tram M13, M50 Osramhöfe, U6 Seestraße, Leopoldplatz, U9 Nauener Platz

Hier könnt ihr die Einladung inklusive Programm im pdf Format herunterladen.

 

Letzte Möglichkeit für die Besichtigung der Installation „Künstlerischer Umgang mit Erinnerungen“

 

Susanne Haun dokumentiert die Installation Kuenstlerischer Umgang mit Erinnerungen (c) Foto von Doreen Trittel

Susanne Haun dokumentiert die Installation Kuenstlerischer Umgang mit Erinnerungen (c) Foto von Doreen Trittel

 

Die Ausstellung „Künstlerischer Umgang mit Erinnerungen“mit der gleichnamigen Installation von Doreen Trittel und mir kann nur noch heute Donnerstag, den 3. Mai, 15 – 18 Uhr, und Freitag, den. 4. Mai 10 – 13 Uhr besichtigt werden.

Beim Salon und Auftakt zur Ausstellung im März fragten Doreen und ich uns mit unseren Gästen, wie beständig Installationen sind. Bleibt von dieser Art von Werken noch in 100 Jahren etwas übrig? Wie wird die Kunstwissenschaft mit diesem Thema umgehen?

Am Montag bauen Doreen und ich die Ausstellung ab. Da Installationen am Ort gebunden sind, wird sie in dieser Art nicht mehr zu besichtigen sein. Wir werden nun ein Portfolio erstellen und erhoffen uns, neue Orte für unser Werk zu finden.

Wir freuen uns auf euren Besuch!

 

 

Künstlerischer Umgang mit Erinnerung – Bericht vom 16. Kunstsalon am Dienstag – Gast Doreen Trittel

Posted in Salon, Zeichnung by Susanne Haun on 21. März 2018

Ich freue mich sehr, dass immer mehr Interessierte den Weg in mein Atelier zum Kunstsalon am Dienstag finden.

Impressionen vom 16. Kunstsalon bei (c) Susanne Haun

Impressionen vom 16. Kunstsalon bei (c) Susanne Haun

Nun sitze ich etwas ratlos vor der leeren Blogfläche und überlege, wie ich am besten die inspirierende Stimmung von gestern beschreiben kann.  Selten hatten wir nach dem Programm eine so angeregte Diskussion geführt. Erinnerungen sind etwas, das alle beitzen und das alle interessiert. Doreen hatte einen sehr guten Vortrag ausgearbeitet, in dem sie sowohl auf die Definition von Collage und Installation einging als auch ihre persönliche Sicht auf beide Medien beschrieb. Herzlichen Dank dafür, liebe Doreen.

Aufbau “Künstlerischer Umgang mit Erinnerungen” (c) Susanne Haun und Doreen Trittel

Aufbau “Künstlerischer Umgang mit Erinnerungen” (c) Susanne Haun und Doreen Trittel

Ich ergänzte ihren Vortrag mit den marktwirtschaftlichen, sowie sammlungstechnischen Aspekten von Installationen. Als Beispiel kann dafür die K21 Düsseldorf (Kunstsammlung NRW)genannt werden: Über drei Etagen hinweg halten 22 fortlaufend wechselnde Räume intensive Begegnungen mit raumbezogener Kunst bereit. Ausgewählte zeitgenössische Künstler sind eingeladen, ihre Arbeiten für die Dauer von einem Jahr zu zeigen und dabei in einen Dialog mit der Architektur und den Positionen aus der Sammlung zu treten.“² heißt es auf der Homepage der Sammlun. Vor einigen Jahren lief ich durch die Räume und war begeistert, wie unterschiedlich die Künstler*innen ihren Raum des Jahres gestalteten. Es muss für die Künstler*innen ein Erlebnis sein, ihre Kunst in einer solchen Institution für ein Jahr zu installieren.

Beeindruckt hat mich auch die teilweise so nüchterne und praktische Sicht der Sammlerin Ingvild Goetz: „Die mediale Vielfalt der heutigen Kunst und die Komplexität der unterschiedlichen Ansprüche für Lagerung und Erhalt machten früh die Etablierung eigener Lagersituationen mit jeweils anderen klimatischen Parametern und Lagermöglichkeiten unter spezieller kuratorischer Betreuung für die verschiedenen Medien notwendig.“³

Meines Erachtens ist die Lagerung und Präsentation sowie kunsthistorische Aufzuarbeitung ein eigenes wirtschaftliches Unternehmen!

Aufbau Künstlerischer Umgang mit Erinnerungen (c) Susanne Haun und Doreen Trittel

Aufbau Künstlerischer Umgang mit Erinnerungen (c) Susanne Haun und Doreen Trittel

Wie haben Doreen und ich uns kennengelernt?

Doreen und meine Zusammenarbeit hat sich langsam entwickelt, Doreen bloggt seit 11 Jahren und so ist es nicht verwunderlich, dass wir uns zuerst online kennenlernten. Unser erstes „real life“ Kennenlernen fand bei der Einweihung meiner Räumlichkeiten im Dezember 2013 statt. Doreen kam zu meinem ersten ersten Salon am 25.2.2014 wieder zu mir ins Atelier. Durch unsere regelmäßigen Treffen vor dem gestriken Salon sind wir uns noch näher gekommen.

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²https://www.kunstsammlung.de/startseite.html, 21.3.2018, 10.00 Uhr

³https://www.sammlung-goetz.de/de/Sammlung.htm#panel_sammlerin, 21.3.2018, 10.00 Uhr

Aufbau der Installation Künstlerischer Umgang mit Erinnerungen – Susanne Haun und Doreen Trittel

Posted in Ausstellung, Künstlerischer Umgang mit Erinnerung, Zeichnung by Susanne Haun on 16. März 2018

 

Doreen war schon um 9 Uhr heute morgen bei mir. Heute war der große Tage, auf den wir solange hingearbeitet haben: wir haben unsere Installation mit dem Thema Künstlerischer Umgang mit Erinnerungen aufgebaut.

 

Aufbau der Installation Künstlerischer Umgang mit Erinnerungen von (c) Susanne Haun und Doreen Trittel

Aufbau der Installation Künstlerischer Umgang mit Erinnerungen von (c) Susanne Haun und Doreen Trittel

 

Ich hatte schon die ganze Woche Erinnerungsstücke für die Installation herausgelegt und war erst sehr erschrocken, wie wenig sie auf dem Haufen gelegt aussahen. Lies sich damit mein großer Galerieraum füllen? Auch die Collagen rahmte ich im Laufe der Woche, ich hatte für die beiden neuen Collagen extra dickere Passepartoutkartons gekauft. Es hat sich gelohnt, die Wirkung gefällt mir sehr gut. Sollte ich auf diese zwar teurere jedoch exlusive Passeparoutart umsteigen?

Mit ihrem Beitrag Die Geburtsstunde naht hat sich auch Doreen mit unserem Salon auseinandergesetzt.

 

Aufbau der Installation Künstlerischer Umgang mit Erinnerungen von (c) Susanne Haun und Doreen Trittel

Aufbau der Installation Künstlerischer Umgang mit Erinnerungen von (c) Susanne Haun und Doreen Trittel

 

Es war sehr aufregend, unsere Ideen umzusätzen. Neben der Installation zeigen wir alte und neue Collagen. Meine Collagen könnt ihr hier auf meinem Blog in der Kategorie Collage (siehe hier) betrachten, ihr solltet auch nicht versäumen, Doreens Blog (siehe hier) zu erforschen, es lohnt sich! Wir haben tatsächlich bis eben ( es ist kurz vor 18 Uhr) gebraucht, alles aufzubauen. Unsere Zusammenarbeit funktionierte hervorragend. Wir brauchten dem anderen keine Handgriffe erklären, es lief Hand in Hand und wer welche Vorlieben für welche Arbeiten hatte, kristallisierte sich auch schnell heraus.

Ausgesprochen zufrieden legten wir den Hammer und die Nägel am Ende des Tages zusammen.

Während des Salons werden ich vor unseren Gästen einen kurzen kunsthistorischen Abriss zur Installation referieren und im Anschluss folgende Fragen zur Diskussion stellen:

Wie beständig sind Installationen (sind sie noch in 100 Jahren zu betrachten?) und welche Art von Sammlern nehmen sie in ihre Kollektionen auf? Können Teile von Installationen als Tafelbilder verkauft werden? Wie wichtig ist die Dokumentation von Installationen? Ist die Dokumentation der Installation das Werk?

Ich bin schon sehr aufgeregt! Wie werden unsere Gäste mit unserer Kunst agieren?

 

Aufbau der Installation Künstlerischer Umgang mit Erinnerungen von (c) Susanne Haun und Doreen Trittel

Aufbau der Installation Künstlerischer Umgang mit Erinnerungen von (c) Susanne Haun und Doreen Trittel

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Wir hoffen, dass die gezeigten Fotos eure Neugier geweckt haben und ihr Lust habt, am Dienstag zum Salon zu kommen:

Dienstag um 18 Uhr findet der Salon statt (siehe hier).

Hier könnt ihr die Einladung inklusive Programm im pdf Format herunterladen.

Wir freuen uns, Euch im Kunstsalon mit der verbundenen Ausstellung der gemeinsamen Arbeit Künstlerischer Umgang mit Erinnerungen begrüßen zu dürfen.

Die Ausstellung ist nach Vereinbarung vom 21.3. – 4.5.2018 zu besichtigen.

Sonderöffnungszeiten:

Fr. 23. März 10 – 13 Uhr, Do. 5. April 15 – 18 Uhr, Mo. 9. April 15 – 18 Uhr, Fr. 20. April 10 – 13 Uhr, Do 26. April 15 – 18 Uhr, Do 3. Mai, 15 – 18 Uhr, Fr. 4. Mai 10 – 13 Uhr

 

KunstSalon am Dienstag bei Susanne Haun

20. März 2018 um 18 Uhr

Groninger Str. 22, 13347 Berlin

info@susannehaun.de T: 030 43 00 45 72, M: 0177 232 80 70

Tram M13, M50 Osramhöfe, U6 Seestraße, Leopoldplatz, U9 Nauener Platz

 

 

Forever Young – Collage von Susanne Haun

Posted in Collage, Eindrucksvolle Worte, Erinnerung by Susanne Haun on 14. Februar 2018

 

Bei unserem letzten Treffen zur Vorbereitung des Salons Künstlerischer Umgang mit Erinnerungen (siehe Einladung) haben Doreen und ich kurz über das Private und das Persönliche gesprochen.

Selbstbildnis im Gespräch mit Doreen (c) Foto von Susanne Haun

Selbstbildnis im Gespräch mit Doreen (c) Foto von Susanne Haun

 

Unsere Arbeiten sind immer persönlich und damit authentisch aber nicht privat. Was aber sind die Unterschiede zwischen privat und persönlich?

Laut Duden stammt privat von lateinisch privatus = (der Herrschaft) beraubt; gesondert, für sich stehend; nicht öffentlich, adjektivisches 2. Partizip von: privare = berauben; befreien, (ab)sondern, zu: privus = für sich stehend, einzeln.

zur Bedeutung von privat: Nur die eigene Person angehend, betreffend; jemandes private Sphäre; ihr privates Glück; er sprach über seine privatesten Gefühle, über private Dinge; die Gründe sind rein privat. Durch vertraute Atmosphäre geprägt; familiären, zwanglosen Charakter aufweisend; ungezwungen, vertraut; eine Feier in privatem Kreis; es herrschte ein privater Ton.

Laut Duden ist die Verwendung von persönlich nicht ganz so einfach wie man sich das vielleicht vorstellt. Das Wort ist rechtschreiblich schwierig und gehört zum Wortschatz des Zertifikats Deutsch. Eine interessante Thematik, mit der ich nicht vertraut war.
Persönlich steht für jemandes Person kennzeichnend, charakteristisch, in der Art einer Person [existierend] (Philosophie, Religion), in der ersten, zweiten, dritten Person vorkommend (Sprachwissenschaft) ,zwischen einzelnen Personen selbst, unmittelbar zustande kommend, von der einzelnen Person ausgehend und durch ihr Erleben, [Mit]fühlen, ihre Interessen usw. bestimmt; menschlich, gegen eine einzelne Person gerichtet,in [eigener] Person, selbst,eigen, die eigene Person betreffend.

Ich kann die Bedeutungen des Wortes persönlich auf meine Collage Forever Young beziehen. Die Collage ist folglich persönlich aber nicht privat!

 

Forever Young - 30 x 40 cm - 2018 (c) Collage von Susanne Haun

Forever Young – 30 x 40 cm – 2018 (c) Collage von Susanne Haun

 

Vorstellung der Künstlerin Doreen Trittel – herocra, Atelier für Erinnerung und Veränderung

Posted in Atelier, Ausstellung by Susanne Haun on 5. Februar 2018

 

Ich habe Doreen im Netz durch ihren Blog wortmeer kennengelernt. Damals agierte sie noch anonym und so freute ich mich besonders, Doreen bei meinem ersten Kunstsalon zu begrüßen. Hier könnt ihr sie in trauter Runde sehen (Klick). Wenn es in ihren Terminkalender passt, ist Doreen auch zu den folgenden Salons Gast gewesen.

Selbstporträt 2015 von (c) Doreen Trittel

Selbstporträt 2015 von (c) Doreen Trittel

 

Inzwischen agiert Doreen unter ihrem Namen auf ihrem Blog hehocra, Atelier für Erinnerung und Veränderung (siehe hier) im Netz. Auf ihrer Internetpräsenz erfahrt ihr auf intensiver Weise mehr über Doreen.

Doreen verarbeitet ihre Erinnerungen und Veränderungen in Collagen und Installationen. So ist es nicht verwunderlich, dass unser gemeinsames Salon- und Ausstellungsthema der künstlerische Umgang mit Erinnerungen ist. Der Salon bzw. die Ausstellungseröffnung findet am 20. März 2018 um 18 Uhr in meinem Atelier in Berlin Wedding, in der Groninger Str. 22 statt. Hier könnt ihr die Einladung inklusive Programm im pdf Format herunterladen.

Unsere ersten Gespräche führten Doreen und ich unter dem Motto, wie wir aufwuchsen, Doreen in Ost-Berlin, ich in West-Berlin. Zu unserem großen Erstaunen waren die Unterschiede längst nicht so groß, wie wir uns das vorstellten. Wie wir künstlerisch mit unseren Erinnerungen umgehen, davon könnt ihr mehr im Salon am 20. März erfahren. Doreen und ich treffen uns seit einem halben Jahr regelmäßig einmal im Monat Freitag früh im kleinen Glück (ein Weddinger Café) auf ein bis zwei Stündchen und bereiten Salon und Ausstellung vor. Im Dezember brachte mir Doreen einen Kalender mit Collagen von sich mir.

 

Doreen Trittel und Susanne Haun beim Vorbereitungstreffen im kleinen Glück für den Salon (c) Foto von Doreen Trittel

Doreen Trittel und Susanne Haun beim Vorbereitungstreffen im kleinen Glück für den Salon (c) Foto von Doreen Trittel

 

Insgesamt ist der Kalender sehr weiblich geprägt, kein Mann bevölkert die Landkarten, die Doreen als Untergrund für ihre Collagen benutzte.

Auf dem Februar Kalenderblatt stehen die Britischen Inseln auf Doreen Trittels Collage „Fisch unterm Arm“ Kopf. Dadurch werden die Linien, die die Insel umschreiben uneindeutig und sind durch bloßes Hinschauen nicht mehr sofort erkennbar. Der Betrachter*in muss nachdenken, die auf dem Kopf stehenden Ortsbezeichnungen lesen, um das United Kingdom zu identifizieren. Sie/er fährt die Collage nach erkennbaren Orten mit den Augen ab, begibt sich auf Reisen, vielleicht werden Erinnerungen an Orte wach, die man schon besucht hat. Die auf den Kopf gestellte Karte wird von Frauen und Fischen bevölkert. England – das Land des Fish and Chips – liegt damit sprichwörtlich in der Hand von Frauen, denken wir hier an Victoria, Thatcher und May? Die dunkel gekleidete Frau im Vordergrund trägt einen der Fische und verstärkt diesen Eindruck. Zwei andere Damen sind nur als Beine dargestellt. Durchwandern sie England? Geben sie ein Hinweis auf die landschaftliche Schönheit der Insel. Erst beim genauen Hinschauen entdeckt der Betrachter*in die Regenwolke, die im gleichen Ton wie das Meer der Landkarte am rechten oberen Rand der Collage geklebt ist und leise vor sich hinnieselt. Was könnte England eindeutiger beschreiben als das Wetter?

 

Fisch unterm Arm (c) Collage von Doreen Trittel

Fisch unterm Arm (c) Collage von Doreen Trittel

 

Wenn ihr lesen möchtet, was Doreen auf ihrem Blog zu den Kalender-Collagen sagt, könnt ihr hier und hierher verzweigen.

 

Einladung zum 16. KunstSalon am Dienstag bei Susanne Haun – Künstlerischer Umgang mit Erinnerung – Gast Doreen Trittel

Posted in Atelier, Ausstellung, Salon by Susanne Haun on 26. Januar 2018

 

Liebe Freundinnen und Freunde meines KunstSalons!

Der nächste KunstSalon am Dienstag findet am 20. März 2018 um 18 Uhr statt. Insgesamt diskutieren wir nun schon das 16. Mal ausgewählte Themen in meinen Atelierräumen in der Groninger Str. 22, 13347 Berlin.

Als Gast freue ich mich, Doreen Trittel (siehe hier), hehocra – Atelier für Erinnerung & Veränderung, in meinem Atelier begrüßen zu dürfen.

 

Einladung 16. Kunstsalon Susanne Haun - Gast Doreen Trittel

 

Gemeinsam werden wir uns dem Thema Künstlerischer Umgang mit Erinnerungen zuwenden:

In Installationen, Collagen und Fotografien setzt sich die Künstlerin Doreen Trittel immer wieder mit den Themen Erinnerung und Veränderung auseinander. Dabei mixt sie die Materialien und Ausdrucksformen. Oft fügt sie ihren Werken Worte oder textile Elemente hinzu, um neue Perspektiven zu schaffen. Ein Schwerpunkt ihrer Arbeiten begründet sich auf ihre ostdeutsche Herkunft und in ihren Erfahrungen als Stasikind. Kunst ist für Doreen Trittel die Chance zu Veränderung und innerem Wachstum. Damit möchte sie die Menschen erreichen und ihnen Mut machen.

Künstlerischer Umgang mit Erinnerungen

Manche Kunstwerke erschließen sich heute nicht mehr durch den sinnlichen ersten Eindruck, sondern ergeben sich aus der Geschichte hinter dem Werk. So ist das „WER WIE WAS WARUM“ zu erarbeiten und ermöglicht dem Betrachter eine andere Tiefe der Wahrnehmung, nimmt ihn mit auf die Reise und vervollständigt das Werk mit den Geschichten des Rezipienten.

Doreen Trittel und Susanne Haun legen dar, welche Arbeiten notwendig sind, um die Leichtigkeit der gezeigten Installation zu erzeugen.

 

 

 

Damit ihr wisst, was euch erwartet:

Programm

KunstSalon am Dienstag, 20.3.2018, Thema „Künstlerischer Umgang mit Erinnerungen

Doreen Trittel https://hehocra.de/
Susanne Haun http://www.susannehaun.com

Susanne

Grußwort
Vorstellung von Doreen Trittel
Vorstellung Susanne Haun

Doreen
Kurze Einführung, wie Doreen zu ihrer Art der künstlerischen Arbeit fand.
Was sind Installationen und Collagen und welche Anziehungskraft üben sie auf uns aus?
 

Susanne
Wie beständig sind Installationen (sind sie noch in 100 Jahren zu betrachten?) und welche Art von Sammlern nehmen sie in ihre Kollektionen auf? Können Teile von Installationen als Tafelbilder verkauft werden? Wie wichtig ist die Dokumentation von Installationen? Ist die Dokumentation der Installation das Werk?

Doreen
Liegt der Reiz von Collagen nur im Original oder können sie auch anders wie z.B. in der Reproduktion ihre Wirkung entfalten?

Susanne
Ist die Idee der Installation und Collage in der von uns gezeigten Arbeit sichtbar?
Schlusswort und freie Diskussion

 

Hier könnt ihr die Einladung inklusive Programm im pdf Format herunterladen.

Wir freuen uns, Euch im Kunstsalon mit der verbundenen Ausstellung der gemeinsamen Arbeit Künstlerischer Umgang mit Erinnerungen begrüßen zu dürfen.

Die Ausstellung ist nach Vereinbarung vom 21.3. – 4.5.2018 zu besichtigen.

Sonderöffnungszeiten:

Fr. 23. März 10 – 13 Uhr, Do. 5. April 15 – 18 Uhr, Mo. 9. April 15 – 18 Uhr, Fr. 20. April 10 – 13 Uhr, Do 26. April 15 – 18 Uhr, Do 3. Mai, 15 – 18 Uhr, Fr. 4. Mai 10 – 13 Uhr

 

KunstSalon am Dienstag bei Susanne Haun

20. März 2018 um 18 Uhr

Groninger Str. 22, 13347 Berlin

info@susannehaun.de T: 030 43 00 45 72, M: 0177 232 80 70

Tram M13, M50 Osramhöfe, U6 Seestraße, Leopoldplatz, U9 Nauener Platz

 

Geborgenheit und Freiheit – Collage von Susanne Haun

Posted in Atelier, Ausstellung, Collage, Erinnerung, Zeichnung by Susanne Haun on 24. Januar 2018

 

Natürlich sind meine Zeichnungen immer persönlich aber in der Regel  nicht privat.  Meine Persönlichkeit liegt in der Kunst selber verborgen und kann vom Betrachter entdeckt werden.

Die Collage Geborgenheit und Freiheit, die ich für Ausstellung innerhalb des Salons mit Doreen (siehe hier eine Collage von Doreen) erstellt habe, führt mich in die Tiefen meiner Erinnerungen, vielleicht sogar meines Seins. Diese Collage ist zutiefst privat, ich empfinde sie im Augenblick privater als jedes gezeichnete Selbstportrait von mir.

 

Geborgenheit und Freiheit - 30 x 40 cm - 2018 (c) Collage von Susanne Haun

Geborgenheit und Freiheit – 30 x 40 cm – 2018 (c) Collage von Susanne Haun

Ich habe mit dieser Collage intensiv wahrgenommen, dass meine Mutter mir seit meiner Geburt Geborgenheit und Freiheit gab. In der Collage Geborgenheit und Freiheit habe ich Fotos verarbeitet, die mich zeigen, wie ich am Rathaus Wedding in Berlin laufen lerne. An den Fotos ist zu erkennen, dass meine Mutter mich auf der Wiese laufen lies, sie gab mir die Möglichkeit zu fallen und wieder aufzustehen. Und ich bin gefallen und wieder aufgestanden, mein ganzes bisheriges Leben lang. Ich bin neugierig, probiere vieles aus, falle, stehe wieder auf, probiere Neues, falle… Es ist ein ewiger Kreislauf.

Meine schicke Mama, die mit Pfennigabsatzschuhen, Kostüm und Jacky Kennedy Frisur, die ihrer Tochter im Kleidchen laufenbeibrachte. Es ist verrückt. Das Rathaus, an dem ich fast täglich vorbeikomme, veranlasst mich, uns dort zu sehen, Mutter und Tochter. Meine Mutter, deren letzte Worte an mich bekundeten, wie stolz mein Vater und sie auf mich wären.

Im Salon (Einladung und Informationen erhaltet ihr in den nächsten Tagen) werden Doreen und ich unsere Erinnerungen zu einer Installation verweben. Die heute gezeigte Collage wird auf jeden Fall dabei sein.

 

 

KunstSalon am Dienstag bei Susanne Haun
inklusive Ausstellungseröffnung Künstlerischer Umgang mit Erinnerungen

20. März 2018 um 18 Uhr, Groninger Str. 22, 13347 Berlin, info@susannehaun.de T: 030 43 00 45 72 M 0177 232 80 70

Tram M13, M50 Osramhöfe, U6 Seestraße, Leopoldplatz, U9 Nauener Platz

2018 – Projekte, Ausstellungen und Workshops – Susanne Haun

Posted in Stillleben, Zeichnung by Susanne Haun on 8. Januar 2018

 

Das Neue Jahr wird wieder eine große Anzahl inspirierender Dinge mit sich bringen.

 

Wunder - Tuete - Tüte (c) Zeichnung von Susanne Haun

Wunder – Tuete – Tüte (c) Zeichnung von Susanne Haun

 

Es ist verrückt, wie früh Events in der Kunst geplant werden. Mein Jahr 2018 ist schon bis oben hin voll mit Ausstellungen, Workshops und Projekten und bietet so kaum noch Zeit für spontane Aktionen. Das finde ich sehr schade. Am Jahresende nehme ich mir immer wieder vor, mein übernächstes Jahr (in diesem Fall 2019) nicht mehr so zu verplanen, jedoch scheitern dieses Vorhaben an den Angeboten, die ich erhalte und die ich nicht ablehnen möchte. Ich bin andererseits auch sehr froh und freue mich über die Angebote, die ich erhalte, ist es nicht ein Privileg, Arbeit zu haben?

2018 werde ich mein Studium abschliessen und versuchen eine Doktormutter bzw. Doktorvater für meine Promotion zu finden. Die ersten Seiten meiner Masterarbeit sind schon geschrieben und es müssen im Sommersemester nur noch zwei Seminare mit aktiver, regelmäßiger Teilnahme OHNE Hausarbeit besucht werden.

Aktiv einbringen möchte ich mich weiterhin beim bbk Bildungswerk als Dozentin (siehe hier) und in der Arbeitsgruppe der StandortGemeinschaft Müllerstraße (siehe hier) in der Gruppe Digitalisierung.

Wichtig ist es mir, weiterhin meinen KunstSalon zu veranstalten, er geht 2018 ins vierte Jahr. Hier könnt ihr sehen, welche Themen bisher zur Diskussion standen. Der nächste Salon findet am 20. März 2018 um 18 Uhr mit Doreen Trittel (siehe hier), heroca – Atelier für Erinnerung & Veränderung, zum Thema Künstlerischer Umgang mit Erinnerungen statt.

 

Wunder - Tuete - Tüte (c) Zeichnung von Susanne Haun

Wunder – Tuete – Tüte (c) Zeichnung von Susanne Haun

 

Eine Selbstverständlichkeit ist es für mich, meinen Blog weiterzuführen. Er geht dieses Jahr in sein 9. Bestehungsjahr. Unter dem Drängen meines Sohnes, der Instagram für eines der Netzwerke der Zukunft hält, möchte ich dieses Jahr dort mehr Bilder posten, mal schauen, ob es gelingt. Ihr findet mir hier (Klick) auf Instagram.

Meine bisherigen Termine für Workshops im Bereich Zeichnung und Netzwerk könnt ihr immer aktuell hier (KLICK) erfahren. Der nächste Workshop findet am 17. März 2018, 10:30 – 15:30 Uhr zum Thema Reale und surreale Welten mit Tusche, Aquarell und Pastellstiften zeichnen bei boesner, Nunsdorfer Ring 31, 12277 Berlin-Marienfelde statt. Anmeldung nur über Boesner unter folgendem Link Klick  oder per Telefon: 030/756567-11  oder per Mail: berlin@boesner.com.

Von den Ausstellungen, die mein Jahr 2018 bereichern werde, berichte ich zeitnah im Laufe des Jahres.

In dem Sinne wünsche ich allen meinen Lesern ein erfolgreiches, gesundes und glückliches Jahr 2018 und viele Tüten voller Überraschungen, die ich in meinem Skizzenbuch schon dargestellt habe 🙂

 

 

 

 

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