Susanne Haun

Noch mehr Meerestiere – Zeichnungen von Susanne Haun

Posted in Tiere, Zeichnung by Susanne Haun on 8. August 2016

 

Die Tuschezeichnung lässt mich noch nicht wieder los. Ich arbeite auf A4 (20 x 30 cm) großen Sumi-e Papier. Eigentlich mag ich bei den Tuschezeichnungen größere Formate, aber es eine Herausforderung, kleiner mit den großen Pinseln zu zeichnen.

 

Wie ein Fisch im Wasser (c) Zeichnung von Susanne Haun

Wie ein Fisch im Wasser (c) Zeichnung von Susanne Haun

 

Vor kurzem kam ein Bericht über die Zeugung und Geburt von Schildkröten im Fernsehen, so schlich sich neben den Fischen eine Schildkröte.

Auch zeichnete ich einen Fisch nochmals, weil ich Freude an der Haltung des Fischs hatte.

 

 

Eine der ersten Künstlersignatur im Braunschweiger Dom – Susanne Haun

Posted in Kunstgeschichte, Was es sonst so gibt!, Zeichnung by Susanne Haun on 29. Dezember 2014

Vor einiger Zeit berichtete ich von den Wandmalereien von 1240 bis 1250 im Braunschweiger Dom (siehe hier).

Künstlerinschrift von Johannes Gallicus im Braunschweiger Dom (c) Foto von Susanne Haun

Künstlerinschrift von Johannes Gallicus im Braunschweiger Dom (c) Foto von Susanne Haun

Im Braunschweiger Dom ist an der Südseite am 1. Pfeiler im Langhaus eine Künstlerinschrift erhalten.
Aufgrund der Insprift wird Johannes Gallicus (und seine Werkstatt) als führender Künstler der Ausmalung vermutet.

Er fordert besondere Beachtung der Gestaltung seiner Figuren:
„Wenn ich das, was ich zu formen weiß, auch zu beleben wüsste, dann müsste der Körper mit Recht bei den Göttern wohnen.“

Noch heute ist die Künstlersignatur ein Thema zur Diskussion.

Wo soll sie angebracht sein? Bei einem Gespräch mit einem Galerist erklärte mir dieser, dass seine Künstler auf der Rückseite ihrer Arbeiten unterschreiben. Ich unterschreibe lieber auf der Vorderseite für alle sichtbar auch wenn ich finde, dass meine Handschrift auch ohne Unterschrift gut zu erkennen ist.

In meinen Workshops zur Zeichnung animiere ich auch meine Schülerinnen und Schüler, ihre Arbeiten an einer gut gewählten Stelle auf dem Blatt zu unterschreiben.

Ich besitze auch mehrere Stempel mit meinem Monogramm oder meinem Namen. Als ich von 1990 – 92 klassische chinesische Tuschemalerei lernte, schnitt ich mit meiner Dozentin auch meinen Namen in chinesischen Schriftzeichen in Speckstein. Diese Stempel benutze ich jedoch nicht, denn ich beherrsche weder chinesisch noch arbeite ich in der Art der klassischen chinesischen Tuschemalerei.

Stempel Monogramm Susanne Haun (c) Foto von Susanne Haun

Stempel Monogramm Susanne Haun (c) Foto von Susanne Haun

So habe ich mein Monogramm SH in einen Speckstein geschnitten. Auf meinen Zeichnugen zu Hesses Verwandlungen des Piktors ist der Stempel zum Beispiel sehr gut zu erkennen (siehe hier). Dabei ist es wichtig, dass der Stempel kompositorisch gut platziert wird.

Diesen Stempel benutze ich nur auf schwarze Tuschezeichnungen der Größe 60 x 40 cm oder größer.

Eine andere lachte ihn an und streckte ihm eine gebogene rote Zunge lang entgegen - 2005 - 70 x 50 cm - Tusche auf Wildseidenpapier

Eine andere lachte ihn an und streckte ihm eine gebogene rote Zunge lang entgegen – 2005 – 70 x 50 cm – Tusche auf Wildseidenpapier

Ballonblume oder der erste Strich – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Betrachtungen zur Kunst, Blumen und Pflanzen, Zeichnung by Susanne Haun on 17. September 2010

Ich höre gerade „Zusammen ist man weniger allein“ von Anna Gavalda. Das Hörbuch hat mir Claudia Jahnke, Sammlerin meiner Bilder, bei ihrem letzten Besuch mitgebracht und mit den Worten übergeben, dass ich es bestimmt mögen werde. Conny Niehoff, legte mir den gleichnamigen Film auch schon ans Herz.

Wen verwundert es da, dass mir das Buch ausgesprochen gut gefällt. Beim Zeichnen der Ballonblume, die ich heute zeige, hörte ich im Buch folgende Philosophien des chinesieschen Tuschemalers, der Lehrer der Hauptfigur Camille war.

Dieses Set brachte mir Claudia Jahnke aus China mit - es ist zu schön, um es zu benutzen!

Dieses Set brachte mir Claudia Jahnke aus China mit - es ist zu schön, um es zu benutzen!

– Einzig der erste Strich zählt – er ist es, der deiner Zeichnung Leben einhaucht.
– Das Reiben des Steines ist die mentale Vorbereitung auf die Zeichnung.
– Es gibt 20 verschiedenen Punkte, sie zeichnete sich ein, indem sie die Punkte durchging.
– Ein einzelnes Blatt, dass sich im Winde wiegt, fordert einen Meister Jahre der Arbeit ab, manchmal ein ganzes Leben.
– Spiel mit den Kontrasten, du hast nur eine Farbe zur Verfügung.

Chinesische Tuschestäbe, die mit Wasser angerieben werden

Chinesische Tuschestäbe, die mit Wasser angerieben werden

Ich habe nach jedem Satz den iPod auf Pause gestellt, um den Satz mitzuschreiben und ihn noch einmal zu geniessen. Der erste Strich – ja, das stimmt – er ist wichtig, es ist mir schon oft so gegangen, dass ich nach dem ersten Strick das Blatt zerriess und ein neues nahm und nochmal begann. Der erste Strich erfordert die größte Konzentration.

Mein Monogram in Speckstein gekratzt

Mein Monogram in Speckstein gekratzt

Es ist sehr lange her, dass ich bei einer Chinesin Tuschemalerei lernte. Diese Philosophien gab sie uns nicht mit. Aber wir erstellten unsere Stempel selber. Ich zeige euch Fotos von meinen Stempeln – sie sind aus Speckstein; ich habe einen Stempel mit meinen Namenszug auf chinesisch – den benutze ich selten, denn arbeite und lebe ich doch in der westlichen Welt. Ich benutze mit unter meinen Monogramstempel mit dem S und dem H.

Ballonblume - Zeichnung von Susanne Haun - 40 x 30 cm - Tusche auf Bütten

Ballonblume - Zeichnung von Susanne Haun - 40 x 30 cm - Tusche auf Bütten


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