Susanne Haun

Impressionen vom Advent Workshop – Susanne Haun

Posted in Berlin - Atelier, Workshop by Susanne Haun on 11. Dezember 2019

 

 

Adventworkshop im Atelier (c) Foto von Susanne Haun

Adventworkshop im Atelier (c) Foto von Susanne Haun

 

Schon für den 1. Advent bot ich dieses Jahr einen Workshop zum Erstellen von Weihnachtspostkarten in meinem Atelier an (siehe hier).

Nun möchte ich euch die Ergebnisse des Workshops zeigen. Es war ein sehr idyllischer Adventnachmittag, den wir alle genossen haben. Ich habe meinen Galerieraum weihnachtlich geschmückt, so dass viele weihnachtliche Motive für die Teilnehmerinnen zur Verfügung standen.

 

 

Sehr gefreut habe ich mich über die anschliessenden Mails zum Workshop von Beate und Gislind, die ich hier veröffentlichen darf:

Beate:
Liebe Susanne, vielen dank für den tollen Workshop und die gemütliche Atmosphäre. Du hast prima Anleitung gegeben und so viel interessantes erzählt. Ich bin von den Socken, wie kreativ jeder Mensch sein kann. Ich liebe meine entstandenen Bilder…. und werde sie natürlich behalten.!!!! (…)

Gislind:
Liebe Susanne!
Reich beschenkt kam ich gestern von Deinem Workshop nach Hause. Ich war so inspiriert, dass ich gleich meine Tinten, Federn und Farben, die seit Monaten in der Kiste lagen, herausholte und weitere Postkarten malte.
Die Atmosphäre bei Dir war wunderbar. So viele schöne Sachen standen in Deinem schönen Raum zur Verfügung: Farben, Papiere, Federn, Pinsel, Vorschläge für Bilder. Dazu Deine Anregungen und Hilfen, die Gespräche untereinander und die Inspiration durch die anderen und Deine Bilder an der Wand. Du hast uns auch noch verwöhnt mit Kaffee und anderen Getränken und leckere selbstgebackene Kuchen.
Herzlichen Dank für Deine Großzügigkeit und diesen schönen Nachmittag, der auch heute noch dankbar und inspirierend in mir nachwirkt. Ich werde nachher weiter malen.
Alles Gute und liebe Grüße
Gislind

Auch mich inspirieren die Workshops mit meinen Schülerinnen und Schüler. Sie erweitern meine Perpektive.

 

 

 

Zitat am Sonntag – Saša Stanišić

Posted in Zeichnung, Zitat am Sonntag by Susanne Haun on 8. Dezember 2019

 

 

Herkunft ist etwas, zudem man gar nichts beigesteuert hat.

Saša Stanišić (*1978), ist ein aus Bosnien und Herzegowina stammender deutschsprachiger Schriftsteller.

 

 

Mein Traum von Küstenlandschaft 30 x 40 cm Tusche auf Bütten (c) Zeichnung von Susanne Haun klein

Mein Traum von Küstenlandschaft 30 x 40 cm Tusche auf Bütten (c) Zeichnung von Susanne Haun klein

 

Letzte Woche habe ich das Buch Herkunft von Saša Stanišić zu Ende gehört. Der Autor hat das Buch selber gelesen, was eher selten ist aber für mich zum Inhalt des Buches gehört. Im Buch zitiert Stanišić Eichendorf und habe ich es mir nur eingebildet oder veränderte sich seine Sprache (beim Malen würde ich es Duktus nennen)? Ich war sehr fasziniert von dem Buch und werde mich noch lange Zeit gedanklich mit dem Inhalt beschäftigen.

Saša Stanišić: Herkunft
Luchterhand, München 2019; 360 S., 22,– €, als E-Book 17,99 €

____________________

Stanišić, Saša, Herkunft, München 2019 Hörbuch Kapitel 27.

 

 

 

Einladung zum 23. Kunstsalon im Atelier Susanne Haun – mit dem Aquarellisten Frank Koebsch

Posted in Aquarell, Ausstellung, Salon by Susanne Haun on 6. Dezember 2019

 

Liebe Freundinnen und Freunde meines KunstSalons!

Der 23. KunstSalon am Dienstag findet am 18. Februar 2020 um 18 Uhr in meinen Atelierräumen in der Groninger Str. 22, 13347 Berlin statt.

Als Gast freue ich mich Frank Koebsch, der 2011 sein Hobby zum Beruf machte und seither als Künstler und Kurator arbeitet. Er organisiert Aquarellkurse, Malreisen und das Plein Air Festival „Malen an der Ostsee„.

 

Franks neustes Projekt führte ihn auf die Spuren von Carl Malchin und Spitzweg. In Zusammenarbeit mit dem Staatlichen Museum in Schwerin, das bis zum 5. Januar 2020 noch Carl Malchins Gemälde ausstellte, zeigte er in Workshops den Interessierten, wie auf Zigarrenkisten aquarelliert werden kann. Malchins Ölskizzen, die er als Vorlage für seine großen Gemälde verwendete, entstanden auf diesem ungewöhnlichen Material. Malchin (1838 – 1923) wird vom Museum als Begründer der mecklenburgischen Landschaftsmalerei gesehen. Kein anderer Künstler dieser Zeit skizzierte und malte die Natur Mecklenburgs so intensiv wie Malchin, der seiner Heimat Schwerin damit die Möglichkeit gibt, Einblicke ins vorletzte Jahrhundert zu werfen.

Frank wird beim Salon über dieses Projekt berichten und unseren Gästen zeigen, wie aus einer Zigarrenkiste ein besonderer Untergrund zum Aquarellieren, Zeichnen und Malen entstehen kann.

 

Das Aquarell - Rostocker Nikolaikirche - auf einem Zigarrenkistenbrett (c) Frank Koebsch

Frank Koebsch, Rostocker Nikolaikirsche, Aquarell auf Zigarrenkistenbrettchen, 2019, 14,8 x 22,5 cm (c) Frank Koebsch

 

Für den Galerieraum haben Frank und ich uns etwas besonders ausgedacht. Natürlich seht ihr Franks und meine Arbeiten auf Zigarrenkistenbrettchen.

Wir würden aber auch gerne eure Arbeiten sehen.

Natürlich nur, wenn ihr möchtet. Ihr könnt selbstverständlich auch ohne eine Arbeit von euch zum Salon kommen.

 Wir sind gespannt auf eure Motive auf Zigarrenkistenbrettchen und stellen eure Arbeiten zusammen mit unserem im Galerieraum des Kunstraums Susanne Haun aus.

Wie eure Arbeiten zu uns kommen, erfahrt ihr auf der letzten Seite der Einladung.

Wir freuen uns, Euch und eure Kunstwerke begrüßen zu dürfen.

 

23. KunstSalon am Dienstag bei Susanne Haun am

18. Februar 2019 um 18 Uhr

Groninger Str. 22, 13347 Berlin

info@susannehaun.de T: 030 43 00 45 72, M: 0177 232 80 70

www.susannehaun.com

Tram M13, M50 Osramhöfe, U6 Seestraße, Leopoldplatz, U9 Nauener Platz

 

 

 

Programm

Begrüßung

Aquarelle auf Zigarrenkisten

Die Besonderheit der Dachgeschoßstube in der Kunst

Ausstellung: Gedanken auf Zigarrenkistenbrettchen

Diskussion

 

Ausschreibung

Wir suchen eure Kunst auf Zigarrenkistenbrettchen!

Die Zigarrenkistenbrettchen werden zum 23. KunstSalon am Dienstag am 18. Februar 2020 ab 18 Uhr in den Atelierräumen von Susanne Haun in der Groninger Str. 22, 13347 Berlin ausgestellt.

 

Wer kann sich bewerben?

Jede und Jeder, der gerne kreativ arbeitet, es gibt keine Altersbeschränkung nach oben oder nach unten.

Gibt es ein Thema?

Die künstlerische Arbeit muss auf einem Zigarrenkistenbrettchen gestaltet sein. Das Thema ist jeder Teilnehmerin, jedem Teilnehmer selber überlassen.

Welche künstlerischen Techniken sind erlaubt?

Die Art der Gestaltung bleibt den Teilnehmenden überlassen. Ob Bemalung mit Pinsel oder Stift, Collagentechnik, Öl, Aquarell, Zeichnung – alles ist möglich.

Rahmung?

Die Arbeit soll mit einem Kleber (siehe Bild) zum Aufhängen

ausgestattet sein. Bitte keine gerahmten Arbeiten einreichen!

Form der Bewerbung

Die Originale sollten bis zum 10. Februar 2020 per Post an Susanne Haun, Groninger Str. 22, 13347 Berlin gesendet werden. Bitte den Brief ausreichend frankieren und einen ausreichend frankierten Rückumschlag dabei legen, da die Arbeiten ansonsten nicht zurückgesendet werden. Bitte beschriftet die Arbeiten auf der Rückseite mit eurem Namen! Berlinerinnen und Berliner können nach Vereinbarung ihre Arbeiten persönlich einliefern.

Wie viele Arbeiten können eingereicht werden?

Es können maximal zwei Arbeiten pro Person eingereicht werden. Alle Arbeiten werden den Gästen pro Stück für 125 Euro angeboten. 90 % des Erlöses verbleibt bei der jeweiligen Künstlerin / Künstler. Die restlichen 10 % kommen in die Aufwandskasse des KunstSalons.

Wann ist der Abgabetermin?

Bis zum 10. Februar 2020 können die Arbeiten eingereicht werden.

Wer beantwortet weitere Fragen?

Bei Fragen, die die Bewerbung, Ausstellung oder den Salon betreffen wendet euch bitte an:

Susanne Haun
M: info@susannehaun.de
T: 0177 232 80 70

Frank Koebsch
M: Frank.koebsch@t-online.de
T: 01523 402 83 72

 

Weltverbesserin in Tusche und Acryl – Gemälde auf Leinwand von Susanne Haun

Posted in Atelier, Ausstellungstip, Betrachtungen zur Kunst, Leinwand by Susanne Haun on 4. Dezember 2019

 

 

Weltverbessern - Gemälde auf Leinwand von Susann Haun (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2019

Weltverbessern – Gemälde auf Leinwand von Susann Haun (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2019

 

Mit meinem Werkverzeichnis entdecke ich meine Gemälde neu.

Statt sie hier in meinem Blog zu zeigen, habe ich sie auf meiner Präsenz der Pariser Galerie Singulart hochgeladen.

Warum ich sie auf singulart hochgeladen habe?

Die drei Leinwände sind zwischen 2005 und 2006 entstanden und ich empfinde meinen Blog als mein aktuelles Medium, auf dem ich meine täglichen Zeichnungen und Leinwände festhalte.

Meine Leinwände aus den Jahren 2002 – 2008 könnt ihr im Portfolio „Aus dem Leben gegriffen“ bei Singulart betrachten. In der Objektbeschreibung findet ihr meine Gedanken dazu.

Hier (Klick) gelangt ihr zu meiner Präsenz bei der Pariser Galerie Singulart.

Ihr könnt mir auch auf Singulart folgen, so bekommt ihr eine Mail, wenn ich ein neues Kunstwerk hochlade. Der Button zum Folgen befindet sich unter den Buttons für die sozialen Medien.

Im singulart Magazin gibt es interessante Artikel, wie zum Beispiel „Sammeln mit Bewusstsein: Ein Leitfaden für ethischen Kunstkauf„. Ein sehr interessanter Artikel, auch wenn ich das „dogmatische“ des Artikels etwas schwierig finde.

 

 

Selbstbildnisstagebuch 11.11. – 27.11.2019 – Zeichnungen von Susanne Haun

Posted in Portraitmalerei, Selbstbildniss Tagebuch 2019, Zeichnung by Susanne Haun on 3. Dezember 2019

 

Selbstbildnisstagebuch 11.11. – 27.11.2019, Zeichnung von Susanne Haun (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2019

Selbstbildnisstagebuch 11.11. – 27.11.2019, Zeichnung von Susanne Haun (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2019

 

Ich denke, dass meine täglichen Selbstbildnisse ein Ritual für mich geworden sind.

Rituale wirken beruhigend, ich stehe auf und weiss, womit ich meinen Tag beginne, Kaffee, Zeitung, Zeichnen.

Danach beginnen die Verrücktheiten des Künstlerlebens. Mein Vater sorgt sich, ich arbeite zuviel.

Er hat Recht. Wenn ich keine Kunst (und das drumherum) mache, dann schlafe ich. 😉

 

Kommt ein Engel geflogen – Adventpost von Susanne Haun

Posted in Zeichnung by Susanne Haun on 2. Dezember 2019

 

1 - Susanne Haun, Ein Engel in New York und Schwerin, 1.1.2006, 15 x 10 cm, Tusche, Buntstift und Aquarell auf Silberburg Büttenpapier

1 – Susanne Haun, Ein Engel in New York und Schwerin, 1.1.2006, 15 x 10 cm, Tusche, Buntstift und Aquarell auf Silberburg Büttenpapier

 

Kommt ein Engel geflogen – Adventpost von Susanne Haun

 

Sagt mir doch nicht

Es gäbe keine Engel mehr

Wenn ihr die Liebe gekannt habt

Ihre rosigen Flügelspitzen

Ihre eherne Strenge

Marie Luise Kaschnitz, deutsche Schriftstellerin (1901 – 1974)

 

Die Engelsthematik zieht sich durch mein gesamtes Oeuvre. Sie erscheinen mir als Wesen, die beschützen, mahnen, lieben, beraten, also in vielfältiger Funktion unterwegs sind.

 

2 - Susanne Haun, Wie einige von Sternen aufsteigen, 2.10.2005, 20 x 15 cm, Tusche, Buntstift und Aquarell auf Silberburg Büttenpapier

2 – Susanne Haun, Wie einige von Sternen aufsteigen, 2.10.2005, 20 x 15 cm, Tusche, Buntstift und Aquarell auf Silberburg Büttenpapier

 

Und wie jedes Jahr nähert sich Weihnachten schnell, plötzlich und unerwartet.

So ist es gut, sich schon jetzt Gedanken um die Weihnachtsgeschenke zu machen. Vielleicht ein Schutzengel für das Familienoberhaupt*in oder Blumen für die Liebste, die nicht welken?

Aufgrunddessen biete ich als besonderes Geschenk eine kleine Auswahl meiner Zeichnungen, darunter auch zwei Engelszeichnungen, für den besonderen Preis von 75 Euro (ungerahmt) an. Der Preis ist inklusive Mehrwertsteuer und Versandkosten innerhalb Deutschlands.

Für einen Aufpreis von 25 Euro ist es möglich das Bild gerahmt in einem weißen Holzrahmen der Größe 30 x 40 cm mit Passepartout zu erwerben.

Bei Interesse genügt entweder deine Mail unter info@susannehaun.de , bitte gebt eure Versandadresse und die gewünschte Bildnummer oder Titel dazu an. Wer gerne mehr Informationen zu den zu verkaufenden Zeichnungen haben möchte, kann mich auch anrufen: 0177 232 80 70.

 

3 - Susanne Haun, Es leuchtet rot der Weihnachtsstern, 19.12.2010, 20 x 20 cm, Tusche auf Hahnemühle Aquarellkarton

3 – Susanne Haun, Es leuchtet rot der Weihnachtsstern, 19.12.2010, 20 x 20 cm, Tusche auf Hahnemühle Aquarellkarton

 

Wer gerne größere Arbeiten von mir als Weihnachtsgeschenk kaufen möchte, der kann sich gerne auf meiner singulart Präzens bei der Pariser Galerie Singulart unter folgendem Link (Klick) umsehen.

Sofern sie noch nicht verkauft sind, können auch die Arbeiten auf meinem Blog käuflich erworben werden. Bitte sendet mir hierzu den Link zum Blogbeitrag und ich sende euch ein unverbindliches Angebot.

Ich wünsche allen eine schöne nicht allzu hektische Vorweihnachtszeit und danke meinen treuen Lesern für das interessierte Lesen meiner Blogbeiträge.

 

4 - Susanne Haun, Das Blau der Romantiker in einer Rose, 30.1.2011, 20 x 20 cm, Tusche auf Hahnemühle Aquarellkarton

4 – Susanne Haun, Das Blau der Romantiker in einer Rose, 30.1.2011, 20 x 20 cm, Tusche auf Hahnemühle Aquarellkarton

 

5 - Susanne Haun, Europäische Mufflons sind flauschig zersaust, 24.4.2011, 17 x 24 cm, Tusche auf Hahnemühle Aquarellkarton

5 – Susanne Haun, Europäische Mufflons sind flauschig zersaust, 24.4.2011, 17 x 24 cm, Tusche auf Hahnemühle Aquarellkarton

 

Zitat am Sonntag – Saša Stanišić

Posted in Zeichnung, Zitat am Sonntag by Susanne Haun on 1. Dezember 2019

 

Fiktion wie ich sie sähe (…) bildet eine eigene Welt, statt unsere abzubilden (…).

Saša Stanišić (*1978), ist ein aus Bosnien und Herzegowina stammender deutschsprachiger Schriftsteller.

 

Glück durchdringt die Welt (c) Zeichnung von Susanne Haun

Glück durchdringt die Welt (c) Zeichnung von Susanne Haun

 

Gerade habe ich das Buch Herkunft von Saša Stanišić zu Ende gehört. Der Autor hat das Buch selber gelesen, was eher selten ist aber für mich zum Inhalt des Buches gehört. Im Buch zitiert Stanišić Eichendorf und habe ich es mir nur eingebildet oder veränderte sich seine Sprache (beim Malen würde ich es Duktus nennen)? Ich war sehr fasziniert von dem Buch und werde mich noch lange Zeit gedanklich mit dem Inhalt beschäftigen.

Saša Stanišić: Herkunft
Luchterhand, München 2019; 360 S., 22,– €, als E-Book 17,99 €

____________________

Stanišić, Saša, Herkunft, München 2019 Hörbuch Kapitel 8.

Projekt ohne Namen – Was ist eine Frage von Schuld? Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Zeichnung by Susanne Haun on 28. November 2019

 

Jürgen sendete mir diesen schwierigen Satzanfang zur Vervollständigung (siehe hier).

#33

J:„Sie sagen, ich trage die Schuld dafür, dass …“

Ich fühle mich nicht so als ob ich eine Schuld trage.

Ich gehe wählen, engagiere mich gesellschaftlich und ökologisch so, wie es meine Zeit und meine Gaben erlauben, kümmere mich im Rahmen des Leistbaren um meinen Vater, ich liebe mein Kind, ich lebe in einer sehr guten Partnerschaft.

Da fällt mir natürlich sofort der Spruch: „Keiner ist frei von Schuld!“ ein. Im Netz habe ich versucht, herauszubekommen, von wem dieses Zitat ist.

Ich denke, es handelt sich um eine abgewandelte Form von diesem Zitat „Wer zu handeln versäumt, ist noch keineswegs frei von Schuld. Niemand erhält seine Reinheit durch Teilnahmslosigkeit.“ von Siegfried Lenz aus Die Zeit der Schuldlosen . (siehe hier).

S: „… ich mich schuldlos fühle.“

Durch diesen inneren Monolog bin ich zur Vervollständigung des Satzes gelangt. Natürlich habe ich da auch Fragen an Jürgen. Kommt dieser Satzanfang aus deinem Inneren? Wofür fühlst du dich schuldig? Oder sind diese Fragen zu intim?

Ich arbeite weiter auf Julian Schnabels Katalog, «Appropriation Art» wird diese Art der Zeitgenössischen Kunst genannt (siehe hier meinen letzten Artikel dazu).

 

Wer ist ohne Schuld, 30,5 x 22,7 cm, Marker auf Katalog, Aneignung, Zeichung von Susanne Haun (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2019

Wer ist ohne Schuld, 30,5 x 22,7 cm, Marker auf Katalog, Aneignung, Zeichung von Susanne Haun (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2019

 

Mein neuer Satzanfang für Jürgen lautet:

#34

S: „Der Gedanke dieses Projekts liegt im …“

 

________________

Hier könnt ihr in unseren bisherigen Satzanfängen und -enden stöbern. Schon seit November 2016, vielleicht mit kurzen Unterbrechungen, führen Jürgen und ich diesen Dialog.

#33

J:„Sie sagen, ich trage die Schuld dafür, dass …“
S: „… ich mich schuldlos fühle.“

#32 (siehe hier)

S: „Kaffee! Noch mehr Kaffee!!! Kaffee ist das …“
J: „…was meine Zunge benötigt: rechts und links und vorne und hinten und sauer und bitter und süß.“

#31 (siehe hier)

J:  „Dieses Ding frisst kein Brot, aber ….“
S: „… es ist neckisch, es sich anzueignen.“

#30 (siehe hier)

S: „Der Stein ist ein Dada der Gertrude …“
J:  „… und damit ist alles beisammen, was die Welt der rose is a rose is a rose is a rose zusammenhält.“

#29 (siehe hier)

S: „Der Kalender neben meinem iMac zeigt Freitag, nicht den 13., und ich habe Hunger, was mich dazu veranlasst …“
J: „… eine der Druckplatten abzulecken –  nämlich die mit dem Hummermotiv.“

#28 (siehe hier)

J: Wir baten Oma sehr oft, wirklich sehr oft,  ihre zweiten Zähne in den Mund zu nehmen  …
S: … und waren jedesmal überrascht, dass sie ihre eigenen Zähne zeigen konnte. Wem gehörten also die zweiten Zähne?

#27 (siehe hier)

S: Simple und einfach ist nichts auf dieser Welt, weil …
J: …immer irgendwas in der Landschaft herumsteht und stört.

#26 (siehe hier)

J: Mir gefällt, dass …
S: … immer wieder Zeichnen von Linien!

#25 (siehe hier)

S: Natura naturata und natura naturans“ sind zwei ästhetische Begriffe, die …
J: … die mir etwas von der Trias „Gott, Natur und Mensch“ erzählt haben, die aber beim intuitiven Bogenschießen keine Rolle spielen.

#24 (siehe hier)

J: Die Weltenseele ist mir noch nicht begegnet, …
S: … während sie Susanne in dem kleinsten Blatt, selbst im Ion entdeckt.

#23 (siehe hier bei Jürgen und hier bei Susanne)

S: Inhaltsverzeichnisse sind Wissensquellen, die ….
J: …die das Rhizom fressen wird!“

#22 (siehe hier)

J: Und während ich hier in meinem kleinen Atelier sitze…
S: … schaue ich aus meinem Atelierfenster und imaginiere die Erhabenheit der Berge.

#21 (siehe hier)

S: Ein neuer Anfang bedeutet …
J: … Reset, und die alten Einstellungen werden in der Maschine gespeichert

#20 (siehe hier)

J: Der Himmel wartet, doch die Erde verlangt …
S: Liebe, Respekt und Verantwortung.

#19 (siehe hier)

S: „Durst wird nicht immer durch Wasser gelöscht, sondern …“
J: “ … auch mit Erdöl!“

#18 (siehe hier)

J: „Wenn ich mit dem Finger schnipse, …“
S:  „… passiert nichts weiter außer ein Schnipsen.“

#17 (siehe hier)
S: „Eine Linie biegt sich nach links nach rechts, um dann…“
J: „… an den Rändern des Blattes zu verschwinden.“

#16 (siehe hier)

J:  „Mein Engelchen, ich sage Dir …“
S:  „… nichts ist perfekt aber alles ist möglich!“

#15 (siehe hier)
S: „Wörter sind immer …“
J: „… gut oder böse.“

#15.1 (siehe hier)
J: „Worte, die den Raum fülleun und als ewiges Licht bleiben.“

#14 (siehe hier)
J: „Ich konnte zuerst den Weg nicht finden, …“
S: „… aber dann sah ich es: Am Ende des Weges war alles voller Bücher, Papier und Tinte.“

#13 (siehe hier)
S: „Wie Schneeflocken werden die Pappelsamen durch die Luft getragen und …“
J:  „… sind wie Worte, die die Erde lockern werden.“ (aus Enzensberger, Windgriff, 1964)

#12 (siehe hier)
J: „Ich schaue mich im Spiegel an und denke: …“
S: „… Nichts!“

#11 (siehe hier)
S: Die Ferne lockt mit fremden Geruechen, Farben und Tönen …
J:  …, doch mein Herz schlägt nur für dich.

#10 (siehe hier)
J: „Ich war jung und töricht, naiv und unbedarft …“
S: „… und dabei sehr fröhlich und sorglos.“

#9 (siehe hier)
S: Der Mensch blickt zurück in sich selbst und findet in der Zukunft …..
J: … den „loving cup“.

#8 (siehe hier)
J: „Der, der alleine ins Wasser geht, das ist „der Alleineinswassergeher“ und die, die zu mehreren gehen …“
S: „…werden sich selbst vergessen, fröhlich sein und planschen.“

#7 (siehe hier)
S: „Kalte Hände sind ein kritisches….“
J: „… Phänomen, denn wie sagte Christoph Ernst Freiherr von Houwald, so ungefähr: „Nimm noch einmal in Deine kalten Hände des warmen Herzens Signatur. Und ist Dein Herzensspiel noch nicht zu Ende, und kommt ein neuer Akt: so klingle nur.“ ( frei übertragen aus: Christoph Ernst Freiherr von Houwald, die Freistatt, vierte Szene, Leipzig 1820)

#6 (siehe hier)
J: „Wenn sie losgelassen werden und durch die offenen Tore fegen …“
S: „… können nicht die größten Drollerien sie aufhalten.“

#5 (siehe hier)
S: „Das perfekte Ding ist …“
J: „… das momentane Ding“

#4 (siehe hier)
J: „Ich höre die schweren Maschinen in der Ferne und ahne …“
S: „… dass sie an ihrer Last zerbrechen.“

#3 (siehe hier)
S: „Es ist schwer vorstellbar, dass der hoch in den Himmel aufragende Turm …!“
J: „… tatsächlich ein Raumschiff darstellt.“

#2 (siehe hier):
J: „Heute ist heute, morgen wird übermorgen und  …“
S: „… gestern ist nicht gewesen sondern wird Erinnerung.“

#1 Projektauftakt (siehe hier):
S: „In der Nacht verschwimmen die Gegenstände zu schwarzen verwischten Flächen, deshalb ……“.
J:  „… versucht der Abfalleimer ein verzweifeltes Glühen“.

Gedankenspiele – Rosen und Carrara in Kombination mit dem Brunnen-Magazin – Susanne Haun

Posted in Zeichnung by Susanne Haun on 26. November 2019

 

Corinna Neinaß vom Magazin fürs Brunnenviertel interviewte mich am 1. Oktober für das „kleine Magazin fürs ganze Viertel“.

 

brunnen - Das kleine Maganzin fürs ganze Viertel

brunnen – Das kleine Maganzin fürs ganze Viertel

Ich bin 1965 in Westberlin, im Bezirk Wedding geboren, also bin ich eine Ur-Berlinerin. Eine seltene Spezies. Das war Anlaß für Corinna, mich zu fragen, wie es denn war, als Berlin noch seinen dörflichen Charakter besaß und die Mauer allgegenwärtig war.

Lange haben wir zusammengesessen und Erinnerungen ausgetauscht und ich bewundere es, wie Corinna die Fülle an Informationen zu einem Artikel im Brunnen Magazin zusammengefasst hat.

Wenn ihr diesem Link hier folgt, gelangt ihr zum Blog des Magazins, wo der Artikel auch erschienen ist. Ich verrate euch soviel, dass es zum Text auch Fotos aus meinem privaten Fotoalbum gibt.

Im Brunnenviertel bin ich zur Schule gegangen. Viele Jahre fuhr ich mit der U-Bahn vom Leopoldplatz zur Volta-Straße. Hier ein Artikel zum jetzigen Zustand meiner Schule im Brunnenmagazin.

Corinna war später im Monat nochmal bei mir im Atelier, um an meinem 22. KunstSalon teilzunehmen. Sie brachte mir eine Rose mit. Die Rose liegt immernoch bei mir im Regal, sie trocknete so wunderschön und der morbide Charme regte mich zum Zeichnen an.

Um das Stillleben zu perfektionieren, kombinierte ich zur Rose  eine kleine Marmor Skulptur, die ich aus dem Sommeraufenthalt in der Toskana mit nach Berlin in mein Atelier brachte.

 

 

 

 

Zitat am Sonntag – Teresa von Ávila

Posted in Zitat am Sonntag by Susanne Haun on 24. November 2019

 

Was am meisten Liebe in euch weckt, das tut.

Teresa von Ávila (1515 – 1582), Heilige und Schutzpatronin

 

Teresa von Avila, Rom 2015 (c) Foto von Susanne Haun

Teresa von Avila, Rom 2015 (c) Foto von Susanne Haun

 

Vom Leben und Wirken der heiligen Teresa erfuhr ich 2013 im Grundkurs Kunstgeschichte an der Uni. Mich faszinierte die Herangehensweise des Künstlers bei der Erstellung der Statue der Heiligen in mystischer Verzückung  in der Cornaro-Kapelle in der Karmelitenkirche Santa Maria della Vittoria in Rom. Leider wurde zu der Zeit, wo wir uns die Kapella anschauten, das Innere restauriert, so dass das „Seherlebnis“ nicht ganz so ausgefallen ist, wie ich mir das erhofft hatte.

_____________________

Teresa von Ávila, zitiert nach Kopf- & Nebensachen, in Flow, Hamburg, S.108.

 

%d Bloggern gefällt das: