Susanne Haun

Toskana 2019 – Lucca – Susanne Haun

Posted in Reiseberichte, St.Andrea di Compito, Toskana by Susanne Haun on 12. Juli 2019

 

 

Lucca habe ich als beschauliche Stadt, die wir dieses Jahr zweimal besuchten, in Erinnerung. Ich bin immer wieder erstaunt, was ich vor Ort in mein Tagebuch schreibe.

 

 

Es ist auch erstaunlich, welche Verknüpfungen ich beim neuerlichen Lesen meiner Tagebucheintragungen herstelle. Heute morgen wurde in den Nachrichten
berichtet, dass in Berlin die Friedrichstraße für den Autoverkehr gesperrt werden soll. Das hat Freude bei mir ausgelöst und ich dachte an Lucca! Ich denke, die Städte und die Läden profitieren von der Verkehrsberuhigung. Besonders am Checkpoint Charly wird es die Situation entschärfen, wo man als Fußgänger ob der Fülle kaum Platz zum laufen hat.

 

25.5.2019

St. Andrea di Compito ist ein entzückendes, kleines, sauberes Dorf.

Es fällt uns auf, dass alles viel gepflegter ist als im südlichen Italien, wie Sizilien oder Neapel. Überall ist eine wunderschöne Blütenpracht in den Gärten zu sehen, mir gefallen besonders die alten Rosenstöcke die große, volle Blüten tragen. Je nördlicher man Italien bereist, umso ärmer wird das Land. Blumen und restaurierte Häuser sind kostenintensiv. Natürlich ist es auch noch früh im Jahr und so ist alles noch grün, noch nicht von der sengenden Sonne des Sommers verbrannt. Die Menschen sind wie überall in Italien sehr freundlich und hilfsbereit, sprechen aber kaum Englisch.

Von meiner italienischen Freundin Cris weiss ich, dass in Italien vorwiegend das klassische Abitur mit Altgriechisch und Latein abgelegt wird. Auch Cris hatte am Anfang Schwierigkeiten, Englisch zu sprechen, sie hat zusätzlich zu ihrem Abitur ein Businessenglisch – Schein gemacht, um auch den englischen Seminaren folgen und die englische Fachliteratur lesen zu können.

Luccas Innenstadt ist von einem Burgwall umgeben, auf dem die Besucherinnen und Besucher lustwandeln können, immer den historischen Ortskern im Blick. Weitestgehend ist die historische Altstadt vom Autoverkehr ausgeschlossen, was die Radfahrer so vermehrt hat, dass man als Fußgänger kaum unbeschadet die Stadt genießen und sich die Fassaden der Kirchen anschauen kann, ohne umgefahren zu werden. Manche Radfahrerinnen und Radfahrer sind tatsächlich schneller als die vorsichtigen motorisierten Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Straßenverkehrs, die mit Sondergenehmigung durch die Stadt fahren. NEIN – ich finde Radfahrern toll, ich Berichte nur, was ich beobachtet habe. Diese Beobachtung macht mich ein wenig ratlos.

In Amsterdam gibt es für die vielen Radfahrer Radfahrwege, was in Italiens engen Innenstädte kaum vorstellbar ist. Hier fährt und läuft jeder nach Lust Und Laune und die Verkehrszeichen sind eher Vorschläge denn regeln.

 

 

Ich zeige hier wieder ein Graffiti des Strassenkünstlers „Blub“. Er malt Prominente mit Masken und Schnorchel auf die Mauern Florenz. Vielleicht hat er in Neapel (siehe hier) und auch hier in Lucca Urlaub gemacht? Sein Motto lautet, dass „Kunst weiß, wie man schwimmt“, also so hoch das Wasser auch steht, durch die Brille der Kunst kann Schönheit gesehen werden.² Im Gegensatz zum Graffiti in Neapel war in Lucca schon die Hälfte des Bildes zerstört. Trotzdem fand ich es faszinierend, wieder Blub zu entdecken. Es hat ein wenig etwas von einem Suchspiel, in dem man italienische Städte nach dieser Art Bilder mit den Augen durchforstet.

 

Impressionen aus Lucca, Foto von Susanne Haun (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2019

Impressionen aus Lucca vom Künstler Blub, Foto von Susanne Haun (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2019

 

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²Falz, Hansjörg (Hrsg.), Merian Florenz, Florenz und die Toskana, Hamburg 2017, Seite 10.

 

Toskana 2019 – SantʼAndrea di Compito – Susanne Haun

Posted in Reiseberichte, Skizzen, Skizzenbuch, St.Andrea di Compito, Toskana, Zeichnung by Susanne Haun on 1. Juli 2019

 

 

Im letzten Monat waren wir für knapp drei Wochen in der Toskana in St. Andrea die Compito, das kleine Dorf in den Pisaner Bergen liegt nahe Lucca. Ich führte Tagebuch und stelle in der nächsten Zeit in meinem Blog Text, Zeichnungen und Fotos zusammen.

Ich nahm dabei drei meiner „Rest-Skizzenbücher“ mit: ein halbes Latium, ein halbes Neapel und ein halbes Berlin. Nun muss ich die Zeichnungen sortieren. Gut, dass ich wenigstens einige mit einem Datum versehen habe.

Die Zeichnungen, die auf der langen Fahrt nach Italien entstanden, habe ich den heutigen Zeichnungen zugefügt.

 

 

24.5.2019

Heute ist unser erster Morgen in St. Andrea di Compito, ein niedliches kleines Dorf in der Toskana.

Wir werden die nächsten zwei Wochen hier verbringen und es gibt wirklich überhaupt gar kein bißchen Empfang am Handy, weder Telefon noch Internet, nicht einmal der Router des Ferienhauses, der WLAN verspricht, sendet ein Signal. Alle Geräte zeigen: „Kein Netz“.

Ich spüre, dass dieser Urlaub entschleunigend wirken wird, hier kann ich mich gut auf mein Fachgespräch mit Thema des Frauen-Profilbilds im Quattrocento in Florenz, der finale Abschluss meines Masters am 17. Juni, vorbereiten.

Nachtrag am 26.5.: Was ich nicht bedacht habe: alle unsere Reiseführer sind e-Books und beinhalten die Karten und Öffnungszeiten mittels Link, so dass unsere Tourenplanung nicht einfach ist. Auch an das täglich aktuelle Wetter habe ich mich als Smartphone Besitzerin gewöhnt. Zu wissen, wie das Wetter wird, ist nicht unerheblich gerade, wenn es in die apuanischen Alpen gehen soll.

 

8. Teil – Reiseimpressionen vergangener Urlaube – Toskana – Zeichnungen von Susanne Haun

Posted in Aquarell, Landschaft, Tiere, Zeichnung by Susanne Haun on 24. September 2016

 

Die unkolorierten Zeichnungen sind hier zu sehen.

 

7. Teil – Reiseimpressionen vergangener Urlaube – Toskana – Zeichnungen von Susanne Haun

Posted in Aquarell, Blumen und Pflanzen, Landschaft, Zeichnung by Susanne Haun on 23. September 2016

 

Die unkolorierten Zeichnungen sind hier zu sehen.

 

6. Teil – Reiseimpressionen vergangener Urlaube – Toskana – Zeichnungen von Susanne Haun

Posted in Landschaft, Zeichnung by Susanne Haun on 22. September 2016

 

Nach und nach bringe ich Farbe in die Zeichnungen. Dazu benutze ich meine Aquarellkästen. Da ich selten aquarelliere, erstelle ich vor dem kolorieren Farbmuster.

 

Toskana (c) Zeichnung von Susanne Haun

Innsbruck (c) Zeichnung von Susanne Haun

 

Auf Reisen habe ich nicht gerne schweres Gepäck bei mir, denn ich mag weder viel tragen noch mag ich das Gepäck auf den Flügen zahlen. So überlegte ich mir, welches Papier ich mit auf Reisen nehmen würde. Natürlich ist ein Skizzenbuch immer dabei, jedoch aquarelliere ich nicht in meinen Skizzenbücher. Sie sind dafür gedacht, unterwegs meine Gedanken schnell festzuhalten.

allegretto_150_gsm

So habe ich zu Allegretto von Hahnemühle in der Größe 21 x 29,7 cm gegriffen. Es ist nur 150 g/m² schwer, das macht das Aquarellieren etwas schwieriger; der Pinsel sollte relativ trocken sein und es ist sinnvoll mit zwei, maximal drei Farbschichten auszukommen. Ich mag die Haptik des Papiers, es besitzt ein leichtes (künstliches) Webmuster. Hahnemühle (siehe hier) beschreibt das Papier wie folgt: „Hellweiß, säurefrei, lichtbeständig und von höchster Alterungsbeständigkeit. Schönes Papier mit feiner rauer Struktur für die Trockenmaltechniken. Auch geeignet für Federzeichnungen, die mit Aquarell- oder Temperafarben nuanciert werden können.“

Es kann von Nutzen sein, die Beschreibung des Herstellers für sein Produkt zu lesen und zu überlegen, ob es für das eigene Vorhaben sinnvoll ist, mit diesem Papier zu arbeiten.

 

 

 

 

5. Teil – Reiseimpressionen vergangener Urlaube – Toskana – Herausforderung Farbe! – Zeichnungen von Susanne Haun

Posted in Landschaft, Zeichnung by Susanne Haun on 21. September 2016

 

Manchmal ist es gut, ein Muster zu durchbrechen und bewusst anders zu gestalten.

Ich bin kein Farbmensch. Meine Zeichnungen entstehen monochrom farbig. Selten benutze ich mehr als eine, maximal zwei Farben für eine Zeichnung. In der Regel koloriere ich meine Zeichnungen in verschiedenen Tonstufen.

 

Toskana (c) Zeichnung von Susanne Haun

Toskana (c) Zeichnung von Susanne Haun

 

Als Herausforderung habe ich meine Aquarellfarbkästen hervorgeholt und die Reiseimpressionen der vergangenen Tage aquarelliert. Um zufrieden mit dem Ergebnis zu sein, brauchte ich einigen Abstand zu den Arbeiten. Es ist ungewohnt für mich, meine Linien von Farben umgeben zu sehen. Ich brauche die Schrift mit den Erläuterungen zu den Orten, um mit den Zeichnungen farbig zufrieden zu sein. Nun bin ich es.  Besonders mag ich die beiden Marmorköpfe, bei Ihnen bin ich auch sehr nahe bei mir geblieben.

Hier seht ihr die unkolorierten Zeichnungen.

 

 

4. Teil – Reiseimpressionen vergangener Urlaube – Toskana – Zeichnungen von Susanne Haun

Posted in Landschaft, Zeichnung by Susanne Haun on 20. September 2016

 

Weitere Impressionen aus dem Toskana Urlaub von 2014 (siehe hier) – natürlich zeichnerisch.

 

3. Teil – Reiseimpressionen vergangener Urlaube – Toskana – Zeichnungen von Susanne Haun

Posted in Landschaft, Zeichnung by Susanne Haun on 19. September 2016

 

Weitere Impressionen aus dem Toskana Urlaub von 2014 (siehe hier) – natürlich zeichnerisch.

 

2. Teil – Reiseimpressionen vergangener Urlaube – Toskana – Zeichnungen von Susanne Haun

Posted in Landschaft, Zeichnung by Susanne Haun on 15. September 2016

 

Weitere Impressionen aus dem Toskana Urlaub von 2014 (siehe hier) – natürlich zeichnerisch.

 

Reiseimpressionen vergangener Urlaube – Toskana – Zeichnungen von Susanne Haun

Posted in Landschaft, Zeichnung by Susanne Haun on 13. September 2016

Diesen Herbst verbringen wir unseren Urlaub zuhause.

Das ist für eine freischaffend selbstständig Tätige nicht einfach. Jedoch gibt es Rhythmen, die dazu beitragen, weniger zu arbeiten. Ich habe keine Termine gemacht und schreibe selber zur Zeit keine Mails sondern antworte nur.

Wir wollten in dieser freien Zeit auch unsere vielen Fotos aus vergangenen Urlauben anschauen. So habe ich gestern begonnen, unseren Toskana Urlaub von 2014 (siehe hier) Revue passieren lassen – natürlich zeichnerisch:

 

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