Susanne Haun Tagebucheintrag
Nachrichten schaue ich in der Regel jeden Tag. Manchmal habe ich Lust, dabei zu zeichnen und manchmal nicht.
Susanne Haun Tagebucheintrag
Nachrichten schaue ich in der Regel jeden Tag. Manchmal habe ich Lust, dabei zu zeichnen und manchmal nicht.
Reisebericht West Irland von Susanne Haun
Der 8. Tag unserer Reise ist auch in Farbe festgehalten. Wie ihr seht, regnete es an diesem Tag. Im Bed&Breakfast hatte Bernadette einige Regencapes bereitgelegt, aber nur Evelyn und ich fanden sie so lustig, dass wir sie auch über unsere Kleidung stülpten. Ich habe da praktisch gedacht: am nächsten Tag musste ich die Tasche für den Flug packen und wenn meine Regenjacke da nass wäre, hätte mir das nicht gefallen.
Die Motive dieses Beitrags sind dieselben, wie ich sie auch für meine s/w Fotos vor der Linse genommen habe: die Ruinen von Cong Abbey aus dem 13. Jahrhundert, sowie Ashford Castle (Caisleán Cheapach Corcóige), eine mittelalterliche Burg, der Mount Gable der zu den Ufern des Lough Corrib führt und der Friedhof von Clonbur.
Von Cong, der Stadt (das Dorf) in dem der Film „Quiet Man“ mit John Wayne und Maureen O’Hara gedreht wurde. Es ist egal, wo man in Cong geht und Steht: John Wayne und der Film ist allgegenwärtig. Es gibt sogar eine Bronzearbeit mitten im Dorf, dass Wayne und O’Hara zeigt. Das Dorf ist sehr hübsch angelegt, verliebt im Detail.
Zeichnung von Susanne Haun nach einem Zitat von Mizuhara Shūōshi.
„Jede revolutionäre Tat beginnt damit,
auszusprechen, was ist.“
Regina Scheer, *1950, Schriftstellerin und Historikerin
Quelle: Scheer, Regina. Machandel, München 2014, ungekürztes Hörbuch gesprochen von Viola Sauer, 2021, Zitat an Position 02:31:15.
Das Buch wurde mit dem Ausgezeichnet mit dem Mara-Cassens-Preis für den ersten Roman 2014.
Scheer verwendet das Zitat in Bezug auf den ersten Besuch Gorbatschows in Berlin, bei dem er über Selbstkritik sprach. Das Wort begeisterte die Protagonisten, denn sie wuchsen in einem System mit öden Losungen auf, das darauf bestand, dass „Keine Fehlerdiskussion“ stattzufinden hätten.
Als erstes habe ich von Regina Scheer „Der liebe Gott wohnt im Wedding“ gelesen, dass tatsächlich um die Ecke meines Geburtshauses und auch um die Ecke meines Ateliers spielt. Ich werde auch alle weiteren Bücher von ihr nach und nach lesen. Ich mag die Ausgewogenheit von historischem und fiktieven. Der Journalist Andrei Schnell hat das Buch im weddingweiser sehr gut besprochen.
Reisebericht West Irland von Susanne Haun
Bevor ich von unserem 8. und vorletzten Tag in Irland in epischer Breite berichte, zeige ich euch meine schwarz / weiß Fotos aus Irland. Sie sind mit Hilfe meiner Canon EOS 77D gleich in s/w von mir fotografiert worden. Dabei spiele ich mit den Belichtungszeiten, Blendenöffnunge und ISO-Zahlen, um die auf den Fotos festgehaltenen Kontraste und Körnungen zu erzielen.
Als Motive für meine s/w Fotos habe ich mir die Ruinen von Cong Abbey aus dem 13. Jahrhundert, sowie Ashford Castle (Caisleán Cheapach Corcóige), eine mittelalterliche Burg, auf Ufer des Lough Corrib und dem dortigen Friedhof ausgesucht. Wenn ich s/w fotografiere, dann werfe ich einen ganz anderen Fokus auf die Umgebung und schaue nach Kontrasten als nach Farben.
Susanne Haun Tagebucheintrag
An der Universität der Künste
Ich bin immer wieder erstaunt, wieviele Künstlerinnen und Künstler ich an der Uni im Fach Kunstgeschichte treffe. Im Kolloquium bereitet sich Milena Aguilar (siehe hier KLICK ihre Homepage) auf ihre Abschlussarbeit vor. Ich hörte zuerst an der udk die Vorstellung ihres Themas „Der Hirschkäfer als ästhetisches Zeichen und repuplizierte Repräsentation von Dürer zu Hoefnagel“. Während ihrer Vorstellung zeichnete ich Hirschkäfer nach meiner Vorstellung. Der erste Teil ihrer Präsentation war sehr textlastig und so glitt mein Füller während des Zuhörens über das Papier.
Im zweiten Teil der Präsentation sahen wir dann viele Darstellungen von Dürer und Hoefnagel, die ich zum Anlass für weitere Zeichnungen nahm.
Zeichnung von Susanne Haun nach einem Zitat von Mizuhara Shūōshi.
„Der erste Falter,
Der auf dem Weg vorausfliegt,
Wird bald erschöpft sein.“
Mizuhara Shūōshi, (水原 秋櫻子), 1892 – 1981, japanischer Arzt und Haiku-Dichter
Quelle: Mizuhara Shūōshi (水原 秋櫻子), in: Ulenbrook, Jan (Hrsg.). Haiku. Japanische Dreizeiler, Stuttgart 2010 (2).
Ich kombiniere hier ein Gemälde, dass ich nach Hesses Piktors Verwandlungen gemalt habe mit dem Haiku von Mizuhara Shūōshi (水原 秋櫻子).