Nächste Öffnungszeit für die Ausstellung Künstlerischer Umgang mit Erinnerung
Do. 5. April 15 – 18 Uhr
Unsere Ausstellung Künstlerischer Umgang mit Erinnerungen ist noch bis zum 4. Mai 2018 an verschiedenen Tagen geöffnet. Inzwischen Arbeiten Doreen und ich an einem Künsterbuch zum Thema. Nicht nur für dieses Projekt haben wir unsere Installation in allen Einzelheiten fotografiert.
Was ist ein Künstlerbuch?
Bei den Vorbereitungen zu unserem (Doreen Trittel und Susanne Haun) Salon nahm die Idee Gestalt an, unsere Installation Künstlerischer Umgang mit Erinnerungen in einem Künstlerbuch aufzubewahren. Die Idee, Künstlerbücher professionell zu gestalten schwirrt schon lange in meinem Kopf herum. Ich möchte dabei das Künstlerbuch als Ausstellungsfläche sehen. Haptisch ist das Buch schließlich auch ein Raum. Ich möchte es nicht als Dokumentation unserer Ausstellung sondern als eigenständiges Werk verstehen und für ein breites Publikum erlebbar machen.
Wie immer gehe ich strukturiert an die Dinge. Nachdem Doreen und ich uns einig waren, begann Doreen unser Papier zur Vorbereitung der Installation zu strukturieren und mit Vorbereitungsfotos zu bestücken. Ich fragte M.Fanke, ob er unsere Installation auf einem guten Foto bannen könnte. Das Ergebnis seht ihr oben.
Wichtig für mich als Kunsthistorikerin ist die Definition eines Künstlerbuches. Wenn ich etwas über Künstlerbücher wissen möchte, dann schaue ich in Marlene Obermayers Blog Das Kunstbuch. In vier Teilen (hier die Links: eins, zwei, drei und vier) beschreibt Marlene eingängig das Kunstbuch. Es lohnt sich, auf Marlenes Blog zu stöbern.
Die für mich wichtigen Elemente habe ich hier zusammengefasst. Der italienische Kunsthistoriker Germano Celan weist darauf hin, dass ein Buch nicht erzählen, beschreiben oder illustrieren braucht, sondern ein selbstständiges Medium ist. Von Marlene erfahren wir, dass viele Künstler besondere Bücher in außergewöhnlichen Formaten und Inhalten produzierten, welche den Vorgang des traditionellen Verlegens auf den Kopf stellte. Die Mehrheit der Künstlern produzierten die Bücher selber aber es gab auch Galerien, die das Künstlerbuch produzierten und als Begleitung zur Ausstellung verstanden. Andy Warhols Buch Index (book) wurde vom Random House Verlag herausgegeben.
Ich mag besonders die Definition der Kunsthistorikerin Lucy Lippard, die in einfachen Worten meinte, „von einem Künstlerbuch spricht man, wenn es ein Künstler gemacht hat, oder wenn er sagt, es sei eines.“.
Es ist die Frage, ob das Künstlerbuch die Idee transportiert oder selbst die Idee verkörpert?
Doreen erforscht das Netz nach einer EINFACHEN Software, um Bücher zu setzen. Habt ihr Tips für uns?
Die Ausstellung kann vom 21.3. – 4.5.2018 zu folgenden Öffnungszeiten besucht werden: Fr. 23. März 10 – 13 Uhr, Do. 5. April 15 – 18 Uhr, Mo. 9. April 15 – 18 Uhr, Fr. 20. April 10 – 13 Uhr, Do 26. April 15 – 18 Uhr, Do 3. Mai, 15 – 18 Uhr, Fr. 4. Mai 10 – 13 Uhr.
Kunstraum Susanne Haun
Groninger Str. 22, 13347 Berlin
info@susannehaun.de T: 030 43 00 45 72, M: 0177 232 80 70
Tram M13, M50 Osramhöfe, U6 Seestraße, Leopoldplatz, U9 Nauener Platz
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Marlene hat eine Literaturliste zum Künstlerbuch erstellt. Die Liste könnt ihr unter diesem Link einsehen: https://daskunstbuch.at/source-books/
