Susanne Haun

West-Berlin war ein Dorf – Doreen Trittel im Gespräch mit Susanne Haun

Posted in Zeichnung by Susanne Haun on 25. Februar 2020

 

Dieses Jahr feiern wir 30 Jahre Deutsche Einheit.

Doreen, aufgewachsen in Berlin, Friedrichhain und Susanne, geboren und aufgewachsen in Berlin, Wedding unterhalten sich über die Zeit als Deutschland noch aus zwei Staaten bestand.

 

Susanne Haun - West-Berlin war ein Dorf (c) Foto von Doreen Trittel

Doreen Trittel (l) und Susanne Haun (r) – West-Berlin war ein Dorf (c) Foto von Doreen Trittel

 

„West-Berlin war ein Dorf – Im Gespräch mit Susanne Haun“

titelt Doreen Trittel ihren Blogbeitrag zum Interview mit mir, das sie im vergangenen Jahr für ihre Interviewserie aufzeichnete (siehe hier).

Doreen hatte uns keine Zeit gesetzt, wie lange das Interview gehen sollte. Wir haben einfach geplauscht und sind Doreens Fragen gefolgt und haben gesehen, wo sie uns hinführen. Das Interview ist lang geworden, nichts, was man mal zwischendurch schnell anschauen bzw. anhören kann: wir sprechen knapp 47 Minuten miteinander und während des Gesprächs hatte ich die Kamera tatsächlich zeitweise vergessen.

 

 

Beim ersten Schauen hatte ich am meisten an Doreens und meiner Fröhlichkeit Freude. Mir war gar nicht bewusst, in welchem Plauderton und mit welchem Vertrauen wir uns unterhalten haben. Eine Freundschaft wächst, Doreen und ich kennen uns persönlich seit 2014, Doreen war eine der ersten Gäste meines Salons (siehe hier) am Dienstag. Kennengelernt haben wir uns über unsere Blogbeiträge, damals agierte Doreen noch als Wortmeer.

 

Susanne Haun - West-Berlin war ein Dorf (c) Foto von Doreen TrittelGut gefallen haben mir auch die Zitate, die Doreen aus unserem Gespräch hervorgehoben und in der fotografischen Landschaft verortet hat.

Was meint ihr?

Hat Doreen einen Film von Zeitzeuginnen geschaffen?
Was macht eine Zeitzeugin aus?
Und erinnern sich Zeitzeuginnen immer richtig oder haben sie nach 30 Jahren ihre Vergangenheit verklärt? Ich frage mich das selber und ich denke, dass ich mich gut an die Zeit der Mauer erinnere. Wenn Doreen mir Fragen stellte, wo ich keine Erinnerung mehr zur Beantwortung habe, habe ich das auch immer gleich gesagt. Interessant wäre es, ob meine Schulfreundin oder mein Bruder die Fragen ähnlich oder anders beantworten würden.

 

 

 

Impressionen vom 23. Kunstsalon mit Frank Koebsch – Susanne Haun

Posted in Aquarell, Salon by Susanne Haun on 19. Februar 2020

 

23. Kunstsalon, Gast Frank Koebsch (c) Foto von Susanne Haun u. M.Fanke

23. Kunstsalon, Gast Frank Koebsch (c) Foto von Susanne Haun u. M.Fanke

 

Der gestrige 23.  Kunstsalon war sehr gut besucht und ich möchte mich bei Frank Koebsch (siehe hier) für sein Engagement bedanken.

Souverän führte er uns durch den Abend und erzählte uns reich über den Beamer bebildert, wie wir uns kennenlernten, warum er die Aquarellmalerei bevorzugt, wie er zum Aquarellieren auf Zigarrenkisten kam von seinen Aquarellkursen und vom Plein Air Festival in Kühlungsborn.

Frank kam schon am frühen Nachmittag von der Küste runter nach Berlin und so fanden wir genügend Zeit zum Quatschen und Hängen seiner Bilder. Viele Ausstellungen haben wir schon gemeinsam organisiert und ich freue mich immer wieder, mit Frank zusammenzuarbeiten.

Wir waren beide begeistert von der Vielfalt der Arbeiten, die ihr eingereicht habt (siehe hier). Hier seht ihr eure Arbeiten im Ausstellungskontext.

Ich bin heute etwas in Zeitnot, weswegen ich wortlos die Fotos sprechen lasse.

 

 

 

Ausstellung zum 23. Kunstsalon – Susanne Haun

Posted in Ausstellung, Salon by Susanne Haun on 17. Februar 2020

 

Herzlichen Dank für die vielen Einsendungen eurer Bilder, die anläßlich des 23. Kunstsalons bei mir eingetroffen sind.

Der Kunstsalon findet am 17. Februar 2020 um 18:00 Uhr in meinen Atelierräumen, Groninger Str. 22, 13347 Berlin Wedding, Vorderhaus 4. Etage statt. Ihr seid herzlich eingeladen!

31 Bilder auf Zigarrenbrettchen liegen vor mir auf dem großen Tisch und wollen gut gehangen werden. Keine leichte Aufgabe!

Herzlichen Dank auch an Meike Lander, die mir heute beim Hängen geholfen hat.

Nachfolgend zeige ich die eingereichten Brettchen/Beteiligten der Ausstellung am 23. Kunstsalon.

 

Die Bilder auf Zigarrenkisten sind in beliebiger Reihenfolge angeordnet. Bei jedem erneuten Aufruf werden sie in einer neuen Reihenfolge angezeigt. Ich habe diejenigen verlinkt, die mir ihre Internetpräsenz mitgeteilt haben. Sollten mir weitere Teilnehmerinnen / Teilnehmer den eigenen Link senden, nehme ich diesen gerne auf.

Wenn ihr die Bilder vollständig sehen wollt, dann einfach darauf klicken, eine Galerieansicht öffnet sich.

 

 

 

Teilnehmerinnen und Teilnehmer an der Ausstellung des 23. Kunstsalons

Agnes, die Leinwandartistin, Berlin (2), (siehe hier)

Wolfgang Bergt, Rostock (2), (siehe hier)

Isabella Boenisch, Berlin

Maike Dorn, Bad Soden-Salmünster

Stefanie Frank, Rauchende I + II, Koblenz (2), (siehe hier)

Constanze Freund, Gießen (2)

Roswitha Geisler, Blues, Wermelskirchen, (siehe hier)

Claudia Jahnke, Sammlerin, Der Raucher gemalt vom Großvater ihrer Tante, Berlin

Meike Lander, Berlin

Kerstin Mempel, Nordlicht I + II, Kiel (2), (siehe hier)

Katrin Merle, Die Bändigung, Berlin, (siehe hier)

Verena Ortelli, Berlin, (siehe hier)

Edelgard Rebig, 30 Jahre Mauerfall, Berlin

Elke Teggatz, Magdeburg

Ralf Thorn, Rauchschwalbe, Mainz

Tom, Komoran Blog, Berlin, (siehe hier)

Doreen Trittel, Aschenputtel, Berlin, (siehe hier)

Carsten Wieland, Essen (2), (siehe hier)

Gudrum Wilhelm, Berlin (2), (siehe hier)

Bibi Zuther, Danach, Berlin, (siehe hier)

Friedrich F. Zuther, Traumflieger, Berlin, (siehe hier)

Zigarrenkisten Collagen – Susanne Haun

Posted in Zeichnung by Susanne Haun on 14. Februar 2020

 

Es ist schon zwei Jahre her, da collagierte ich mich selber.

Ich riss zwei Fotos von mir in Streifen und kombinierte diese mit gedrucktem Sourcecode meines Blogs und zeichnerischen  Elementen. Den Blogbeitrag dazu kannst du hier (klick) lesen. Den Blog sehe ich als einen ausgesprochen wichtigen Teil meines Werkes an.

Als ich die Zigarrenkisten für den 23. Kunstsalon zum Thema Kunst auf Zigarrenkistenbretter (siehe hier) auseinandernahm, überlegte ich, was ich mit den vielen Seitenteilen anfangen könnte und kam darauf, Collagen zu erstellen. Einige von den Einsendern haben ebenfalls die Seitenteile benutzt und als am Montag Friedrich F. Zuther sein Werk brachte, konnten wir uns über die Hängung dieser schmalen Stücke austauschen. Danke nochmals für deine Idee, Friedrich, die einzelnen Stücke mit Klebestreifen oder Klettband hinten zu fixieren. Perfekt für eine sich ständig ändernde Collage.

Ich schreibe gerade an den Blogbeitrag, in dem ich alle gescanten Einsendungen aufliste und die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Ausstellung benenne. Das dauert noch etwas. Herzlichen Dank für die vielen Einsendungen.

 

 

 

 

Wer Lust hat, die eingereichten Werke zu betrachten, über Kunst auf Zigarrenbrettchen bei Schmalzstullen zu plauschen, der ist herzlichen zum 23. Kunstsalon am Dienstag , den 18. Februar 2020 um 18 Uhr in meinen Atelierräumen in der Groninger Str. 22, 13347 Berlin eingeladen.  Als Gast freue ich mich Frank Koebsch, der 2011 sein Hobby zum Beruf machte und seither als Künstler und Kurator arbeitet, zu begrüßen. Mehr erfahrt ihr, wenn ihr diesem Link (klick) zu meinem privaten Blog folgt.

 

 

Zitat am Sonntag – Elias Canetti

Posted in Ausstellungstip, Zitat am Sonntag by Susanne Haun on 8. September 2019

 

Man weiß nie, was daraus wird,

wenn die Dinge verändert werden.

Aber weiß man denn, was daraus wird,

wenn sie nicht verändert werden

Elias Canetti (1905 – 1994) war ein Schriftsteller und Aphoristiker deutscher Sprache und Literaturnobelpreisträger 1981

 

 

Detail Stand der Dinge - Gelbe Blumen (c) Zeichnung von Susanne Haun (2)

Detail Stand der Dinge – Gelbe Blumen (c) Zeichnung von Susanne Haun (2)

 

 

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Quelle:

Dieses Zitat steht in dem Ausstellungskatalog Verbundene Spuren von Doreen Trittel und Carla Pohl.

Zur Ausstellungseröffnung am letzten Samstag war ich mit Micha in der Dorfkirche Roddahn ebenfalls mit von der Partie. Roddahn liegt in der Nähe von Neustadt Dosse, der Pferdestadt Brandenburgs.

Hier Details zur Ausstellung:

VERBUNDENE SPUREN
von Carla Pohl und Doreen Trittel

In Berlin, in Ost und West, sind Orte voller Spuren der Geschichte zu entdecken. Die Suche nach ihnen beginnt bei uns selbst und geht über die Familiengeschichten bis hin zu aktuellen gesellschaftspolitischen Entwicklungen. Sie leben von und mit ihrer Geschichte und mit den Menschen, die sie neu besetzen.
Carla Pohl und Doreen Trittel haben den Großteil ihres Lebens im vereinten Deutschland verbracht, aber die Kindheit in der DDR hat Spuren hinterlassen. Carla Pohl war beim Fall der Mauer 9 und Doreen Trittel 16 Jahre alt. Beide sind aus der „Dritten Generation Ost“ und genauso sind sie ein Teil der Generation der „Kriegsenkelkinder“.
Gemeinsam erforschen sie die Spuren, die die verschwundene innerdeutsche Grenze hinterlassen hat und machen sichtbar, wo sie weiter besteht.

Die Ausstellung VERBUNDENE SPUREN von Carla Pohl und Doreen Trittel wird gefördert mit Mitteln des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg und der Sparkasse Ostprignitz-Ruppin

Mehr von der Ausstellung könnt ihr auf dem Blog von Nina Alice Schuchardt lesen, die die Ausstellung mit einer Rede eröffnete (siehe hier).

 

 

„Wir müssen das jetzt sofort lesen…“ Ein Interview mit Nina Alice Schuhardt geführt von Doreen Trittel

Posted in Publikationen, Zeichnung by Susanne Haun on 29. Juni 2018

 

Bilderbuecher_Eichhoernchenverlag_1_Foto_N_A_Schuchardt-1

 

Am Mittwoch las ich das folgende Interview auf dem Blog hehocra, es lohnt sich den Beitrag zu lesen.

 

Du kennst sicher das Erlebnis, von einem guten Buch vereinnahmt zu werden. Kennst Du auch die Momente, in denen Du gemeinsam mit einem Kind in einem Buch abtauchen kannst?

Hast Du schon einmal die Momente erlebt, in denen Babys und Kleinkinder ein Buch entdecken?

Der Eichhörnchenverlag entwickelt gemeinsam mit Künstlerinnen und Künstler Bücher für Babys und Kleinkinder. Nina Schuchardt ist die Inhaberin und Geschäftsführerin des Verlages. Ich lernte die sympathische Kunsthistorikerin bei einem KunstSalon an Dienstag im Atelier der Künstlerin Susanne Haun persönlich kennen. Schnell war die Idee da, den Eichhörnchenverlag und Nina auch Euch vorzustellen. Denn mit ihrem Konzept bewegt sie sich bewusst abseits vorgegebener Lerninhalte. Gemeinsam mit Künstlerinnen und Künstler verschiedener Sparten entstehen so – auch für uns Erwachsene – faszinierende, zauberhafte und ungewöhnlich inspirierende Bilderbücher.

Weiter über Wir müssen das jetzt sofort lesen… – Interview — hehocra

 

 

Zitat am Sonntag – Voltaire – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Portraitmalerei, Zeichnung, Zitat am Sonntag by Susanne Haun on 24. Juni 2018

 

Alles hängt normalerweise zusammen, wie die Glieder einer Kette,
und alles ist zum Besten bestellt.
(Voltaire, 1694 – 1778)

 

Dieses Zitat verwendete Doreen Trittel (siehe hier) bei der Beschreibung ihrer Arbeit „Die Ketten meiner Oma“.

Heute noch bis 19 Uhr können Doreens Arbeiten im Rahmen von 48 Stunden Neukölln im Lite-Haus betrachtet werden.

Mareschstr. 4
12055 Berlin

 

Eine Zeitlang habe ich gerne Arm- und Halsbänder mit bunten Perlen getragen. Jetzt stören mich die Ketten beim Arbeiten. Hier eine Portrait – Zeichnung von 2011 mit meinen grünen Armbänder, die ich als Modell verwendete. Den Blogartikel von der Entstehung des Portraits von 2011 dazu könnt ihr hier lesen die Fertigstellung des Portraits hier (klick).

 

 

Doreen Trittel in der Ausstellung Healing in der Concept-Gallery PAULINA’S FRIENDS

Posted in Ausstellungstip by Susanne Haun on 11. Mai 2018

 

Pünktlich zum Galerie Weekend startete die Ausstellung Healing in der Concept-Gallery PAULINA’S FRIENDS, Gartenstr. 114, 10115 Berlin-Mitte mit den Öffnungszeiten: Mo-Sa, 12-19 Uhr. Die Ausstellung kann noch bis zum 30.06.2018 besucht werden.

 

Susanne Haun besucht Doreen Trittel in der Ausstellung Healing (c) Foto von M.Fanke

Susanne Haun besucht Doreen Trittel in der Ausstellung Healing (c) Foto von M.Fanke

Die Ausstellung wurde von Paulina Tsvetanova, der Besitzerin der Galerie, kuratiert. In der Pressemitteilung ist zu lesen:

„Die Galerie PAULINA’S FRIENDS in Berlin-Mitte hat 29 internationale Künstler und Designer durch einen Wettbewerb ausgewählt. Sie bekommen Raum, um ihre besonderen Werke in der Ausstellung „Healing“ zu präsentieren. Die Kreativen erzählen mit Bildern, Skulpturen, Installationen, Fotografien, Keramikobjekten, Multimedia oder Mode persönliche Geschichten von Stärke, Hoffnung, Liebe und persönlicher Erlösung, die beflügeln und wichtige Lebensfragen beantworten.

Alle 29 internationalen Künstler und Designer, die in der Galerie PAULINA’S FRIENDS im Rahmen der Kunstaustellung „Healing“ zu erleben sind, werden auf folgender Internetseite mit ihren Werken vorgestellt: www.paulinasfriends.com/h-e-a-l-i-n-g  “

Auch Doreens Statement zu ihren Arbeiten bereichert die Pressemitteilung:

„Eine der vertretenen Künstlerinnen ist Doreen Trittel. Sie stellt mehrere Zielscheiben aus, die normalerweise für Gewalt und Krieg stehen. Von ihr wurden sie in neue Symbole für Liebe und Frieden verwandelt (siehe Foto oben). Ihre Werke mit dem Titel „SCHIESSEN FÜR DEN FRIEDEN!“ sind auch eine Anspielung auf die momentane globale Situation mit zahlreichen kriegerischen Konflikten. Doreen Trittel meint: „Situationen, die ausweglos erscheinen, können durch Mut und Kreativität verändert werden. Es gibt immer mehr als eine Option. Ich hoffe, dass dies auch für komplexe Konstellationen, wie zum Beispiel den Krieg um Syrien, gilt.“ “

Ich mag Doreens Werk sehr, es regt zum Nachdenken an und von der Künstlerin selber weiss ich, dass die Idee, bzw. das Konzept oft vor den einzelnen Elementen des Werks steht. Ich bin fasziniert davon, wie symbolträchtig Doreen arbeitet und wie sie ihre Ideen visualisiert.

Die Reihe „SCHIESSEN FÜR DEN FRIEDEN!“ zeigt sehr eindrücklich, wie Doreen kriegerische Symbole augenzwinkernd in friedliche Symbole überführt.

Am 2. Juni wird Doreen einen Workshop zum Thema Collage in der Galerie anbieten:

Collagen-Workshop: Die Schönheit der Kunst und ihre Fähigkeiten, Sa, 2.06, 14-18 Uhr, Teilnahme kostenlos, Spenden erbeten. 

Lasst uns das Leben im gemeinsamen Kreativsein feiern und dies in in einer selbst gefertigten Collage ausdrücken. Erfahre in netter und lockerer Runde, wie aus der Zerstörung durch Reißen und Schneiden etwas wundervoll Neues durch Gestalten und Kleben entstehen kann – ganz intuitiv und nach Herzenslust, allein durch Dein Tun. Wenn Du magst, kannst Du gern persönliche Materialien, wie zum Beispiel Fotos, Papier oder Stoffreste, mitbringen. Zeitschriften, Schere und Kleber sind herzlich willkommen. Es sind keine künstlerischen oder handwerklichen Vorkenntnisse erforderlich. Eine spontane Teilnahme ist leider nur bei einem freien Platz möglich. Daher sichere Dir einen von 8 Plätzen besser unter kontakt@hehocra.de.

Gerne hätte ich am Workshop teilgenommen, jedoch sind wir genau an diesem Wochenende verhindert. Vielleicht hat die eine oder andere von euch Zeit, den Workshop zu besuchen.

Zur Ausstellung selber: Ich persönlich finde 29 Künstler*innen einfach zu viel für eine Ausstellung. Während der Vernissage konnten die Werke, die sowieso schon auf engsten Raum präsentiert sind, durch die Fülle der Vernissagegäste fast gar nicht betrachtet werden. Ich vermute, dass im alltäglichen Ausstellungsbetrieb mehr Ruhe zum geniessen der Werke vorhanden ist.

Weitere Infos aus der Pressemitteilung:

Teilnehmende Künstler/innen:
Adi Davidoff (BG), Andreas Brunolupo (DE), Beate Flierl (DE), Britta Schwalm (DE), Claudia Hartwig (DE), Dagmar Gester (DE), Donat Fritschy (CH), Doreen Trittel (DE), Dr. Klaus Chmillon (ES/DL), Elisabeth Schneller (CH), Eva Lippert (DE), Evelyne M. Fricker (AU), Graf Seibert (DE), Gret Beth (DE), Hannes Albert (DE), Julia Antonia (DE), Jutta Imelda Kanneberger (DE), Lucy Libre (DE/MEX), Lukas & Robertson (CZ), Pasquale Aleardi (CH, IT, GRC), Peter Schlangenbader (DE), Philippe Ségalard (FR), Simone Birk (CH), Tatawa (Wei Tan) (MYS), Ulrike Hofmann-Schüll (DE), Uwe Schwarz (DE), Valentina Pisarra (DE/IT), w e i s s über den tod hinaus (DE), Dr. Yoanna Planchette (BG/FR)

Parallel zu Ausstellung „Healing“ findet ein gleichnamiges Festival statt. Es bietet interaktive Workshops & Kurse zu Themen wie Bodywork, Selbsterkenntnis und -management, Mindfulness, Work-Life-Balance und vieles mehr: www.paulinasfriends.com/healing-festival
Zur Concept-Gallery PAULINA’S FRIENDS:

Der Schwerpunkt der Galerie liegt auf der Schnittstelle/Interaktion von Kunst & Design. Alle Kunstgattungen und kreativen Disziplinen sind vertreten. Angeboten werden Kunst, Design und Mode – zeitlos, universal, einzigartig  (es werden nur Unikate verkauft).

 

Letzte Möglichkeit für die Besichtigung der Installation „Künstlerischer Umgang mit Erinnerungen“

 

Susanne Haun dokumentiert die Installation Kuenstlerischer Umgang mit Erinnerungen (c) Foto von Doreen Trittel

Susanne Haun dokumentiert die Installation Kuenstlerischer Umgang mit Erinnerungen (c) Foto von Doreen Trittel

 

Die Ausstellung „Künstlerischer Umgang mit Erinnerungen“mit der gleichnamigen Installation von Doreen Trittel und mir kann nur noch heute Donnerstag, den 3. Mai, 15 – 18 Uhr, und Freitag, den. 4. Mai 10 – 13 Uhr besichtigt werden.

Beim Salon und Auftakt zur Ausstellung im März fragten Doreen und ich uns mit unseren Gästen, wie beständig Installationen sind. Bleibt von dieser Art von Werken noch in 100 Jahren etwas übrig? Wie wird die Kunstwissenschaft mit diesem Thema umgehen?

Am Montag bauen Doreen und ich die Ausstellung ab. Da Installationen am Ort gebunden sind, wird sie in dieser Art nicht mehr zu besichtigen sein. Wir werden nun ein Portfolio erstellen und erhoffen uns, neue Orte für unser Werk zu finden.

Wir freuen uns auf euren Besuch!

 

 

Eva und Adele im Lampenfieber

Posted in Ausstellungstip by Susanne Haun on 26. April 2018

Das Duo Eva & Adele hält seit 27 Jahren an ihrem künstlerischen Konzept fest.

Diese Konsequenz veranlasste den me Collectors Room Berlin (Stiftung Olbricht) das Paar in einer retrospektiven Gesamtinstallation unter dem Namen “L’AMOUR DU RISQUE“ zu präsentieren.

Vom 27. April bis zum 27. August 2018 kann das Werk des außergewöhnlichen Paars in der Auguststr. 26 in Berlin besichtigt werden.

Gestern fand das Presse-Preview der von Dr. Heike Fuhlbrügge kuratierten Werk-Show statt.

 

 

Sicher, ich wusste vor dem Besuch des Presse-Previews zu dem mich Doreen Trittel begleitete, wer Eva & Adele sind und ich bin schon lange beeindruckt von ihrer kontinuierlichen Arbeit und der Treue ihrem Konzept gegenüber. Jedoch habe ich nicht erwartet, zwei so sympathische herzliche Menschen kennenzulernen. Mit dem Gedanken an ihr Konzept, „Over the Boundaries of Gender“ denkend, betitele ich die beiden als Menschen, für die das Weibliche oder Männliche keine Rolle spielt, sie selber bezeichnen sich als drittes Geschlecht.

Die Direktorin des me Collector Rooms, Julia Rust, stellte gemeinsam mit der Kuratorin Dr. Heike Fuhlbrügge das Duo vor und ich fand es besonders charmant, dass Eva und Adel vor Beantwortung der Fragen um Verständnis für ihr Lampenfieber baten. 27 Jahre stehen die beiden in der Öffentlichkeit und trotzdem ist jede Präsentation neu und aufregend für sie. Berlin bezeichnen sie als Entstehungsort ihres Werkes, als ihre Heimat, ihren Lebensmittelpunkt und ihr persönliches Fort Knox, in dem sie sich regenerieren können.

 

Doreen Trittel in der Ausstellung Eva und Adele, me Collectors Room Berlin, Foto von Susanne Haun

Doreen Trittel in der Ausstellung Eva und Adele, me Collectors Room Berlin, Foto von Susanne Haun

 

Die Begriffe Kunst und Performance empfanden die beiden nicht als ausreichend, um ihr Werk zu definieren, weswegen sie ihr Konzept auch mit dem Namen Futuring belegten. Unter der Decke hängt da Wort FUTURING von 2013 als Neonschriftzug, der die gesamte Ausstellung einzuschließen scheint.

Betritt die/ der Besucher*in den Ausstellungsraum, fällt der Blick auf 6 rosa übereinander gestapelte Koffer in unterschiedlicher Größe. In diesen Koffern, berichten die beiden, haben sie gerade in den ersten Jahren ihre Präsentation wie Postkarten und Flyer mit sich getragen, um sie bei ihren Erkundungen in der Welt zu verteilen. Als Biografische Skulptur N°1 stellten die beiden 1997 ihre Koffer erstmals im Sprengelmuseum aus. New York und Paris folgten und nun können die zur Kunst geadelten Koffer auf einem rosa Holztisch in der Ausstellung besichtigt werden. Ich bin mir noch nicht sicher, ob ich subjektiver Weise diese Skulptur oder die 165 Kostümpläne von 1996 – 2018 als das für mich eindrucksvollste Element der Ausstellung betrachte.

 

 

Trotz großem Ansturm hatten Doreen und  ich das Glück, ein kleines persönliches 5-Minuten Interview mit den beiden zu erhalten. Ihre Strategie „Wherever we are is Museum“ zeigt, dass sich Eva und Adele in einem permanenten Zustand der Performance und Öffentlichkeit bewegen und so fragte ich, ob sie in den 27 Jahren nicht Augenblicke gab, wo ihnen die Anstrengung der Arbeit zu viel wurde. Doreen ergänzte, ob sie sich schon einmal überlegt hätten, einfach aufzuhören, Eva und Adele zu sein.

 

Susanne Haun, Eva und Adele, Doreen Trittel im me Collectors Room Berlin, Foto von Tina Volk

Susanne Haun, Eva und Adele, Doreen Trittel im me Collectors Room Berlin, Foto von Tina Volk

 

Die Antwort der beiden ist eindrucksvoll und einheitlich. Es hätte kritische Augenblicke am Anfang der Konzipierung ihres Werks gegeben, die sie sehr analytisch betrachtet hätten. Daraus hätte sich eine Basis für ihr Lebenskunstwerk ergeben. Wut und Verzweiflung gehören genau wie Frieden und Liebe dazu. Sie hätten sich auch in existenziellen Situationen am Abgrund befunden, aber all dies würde von der Freiheit, die sie beide innerhalb ihres Konstrukts besitzen kompensiert. Die Freude und der Schaffensdrang der beiden, sowie ihre analytische Herangehensweise an ihr Werk hat sie nicht an ein Ende denken lassen.

Es ist für mich spürbar, dass sie von ganzem Herzen Eva & Adele sind, ein Werk, das kein Ende kennt.

 

Doreen und ich konnten nicht widerstehen, einige Selfies von uns zu machen und eine Auswahl möchte ich heute und hier auch zeigen. Den schönen Puschel, den ich an meinem Halsband trage, kann die / der Besucher*in im Shop des me Collector Rooms kaufen. Neben Handtaschen, Strümpfen, Parfüm und mehr gibt es eine bunte Collection an Artikeln, die die Ausstellung begleiten und die als Erinnerung gekauft werden können.

Die Ausstellung hallt nach, Doreen und ich sprechen immer wieder über Momente, die wir dort gemeinsam erlebten.  Wie Doreen die Ausstellung und den Besuch wiedergibt, kannst Du hier nachlesen: Eva & Adele: Kunstwerk in Persona.

Die Ausstellung hat uns sehr inspiriert und wir können  jedem nur empfehlen, sich die Zeit für einen Besuch zu nehmen:

Informationen zur Ausstellung:

Eva & Adele “L’AMOUR DU RISQUE“

27. April bis zum 27. August 2018

me Collectors Room Berlin / Stiftung Olbricht

Auguststraße 68, 10117 Berlin
Fon +49 30 86 00 85-10
Fax +49 30 86 00 85-120
info[at]me-berlin.com
http://www.me-berlin.com

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog und ein umfassendes Begleitprogramm.

Eintritt Wunderkammer und Ausstellungen

Regulär 8 Euro / Ermäßigt 4 Euro
Gruppenticket 4 Euro/Person (für Gruppen ab 10 Personen)

Mehr Informationen zu Gruppentarifen und Ermäßigungen erhalten Sie auf der Homepage des me Collector Rooms (siehe hier).

Veranstaltungen

06.05., 15 Uhr: Kuratorinnenführung mit Dr. Heike Fuhlbrügge
26.05., 16 Uhr: Vortrag von Dr. Marcus Steinweg
09.06., 16 Uhr: Talk mit EVA & ADELE und Dr. Heike Fuhlbrügge
27.06., 19 Uhr: Art & Dinner mit EVA & ADELE

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