Hermann Hesse - Piktors Verwandlungen · Illustration · Was es sonst so gibt! · Zeichnung

Wie verschenkt man Glücksmomente? – Zeichnungen von Susanne Haun

Blog Historie

Diesen Blogbeitrag habe ich ähnlich schon im August 2010 gebloggt. Damals habe ich mir überlegt, was wir täglich an Glücksmomenten in unsere unmittelbare Umgebung verschenken könnten.


Eine andere lachte ihn an und streckte ihm eine gebogene rote Zunge lang entgegen - 2005 - 70 x 50 cm - Tusche auf Wildseidenpapier
Eine andere lachte ihn an und streckte ihm eine gebogene rote Zunge lang entgegen – 2005 – 70 x 50 cm – Tusche auf Wildseidenpapier

Kleine Freuden des Lebens

– Freundlichkeit – also ein Lächeln
– Freude bei der Arbeit
– KAFFEE oder Wasser
Es ist unglaublich, wie oft ich meine Bilder für eine Ausstellung aufgehangen habe, um die Räume anderer zu schmücken und mir nicht einmal ein Glas Wasser angeboten wurde!“ schrieb ich 2010. Heute passiert mir das in der Regel nicht mehr, vielleicht, weil ich besser abschätzen kann, wo ich ausstelle und wo ich lieber ablehne, auszustellen.
– Kleine Anekdoten – Smalltalks
– DANKE und BITTE also gute Kinderstube (das können wir unseren Kindern schon beibringen, die haben es dann leichter!)
– Großzügigkeit und Respekt

Eigentlich sind das alles Formen des normalen Umgangs miteinander und trotzdem findet man diese Dinge so selten …

Piktors Verwandlungen von Herman Hesse

Ich erzähle euch heute die Geschichte von Hesses Piktor und wünsche euch einen schönen Start ins Wochenende.

Folgende Zitate inspirierten mich zu den Bildern, die 2005 mit Tusche und Pinsel mit einer Größe von 70 x 50 cm auf Wildseidenpapier entstanden:

Eines Tages nun verlief sich ein junges Mädchen in jene Gegend des Paradieses.
Deutlich spürte er, dass er in der Heimat und am Quell des Lebens sei.
Elefanten tauschten ihr Kleid mit Felsen.
… nahm immer mehr jene müde, ernste und bekümmerte Haltung an
Da griff Piktor, von übermächtigem Verlangen getrieben, nach dem schwindenen Steine.
Das Mädchen hörte in den Blättern des Baumes Piktor ein rauschen.
Der neue Falter aber, der frohe bunte Vogelschmetterling.
Bist du der Baum des Lebens?
Eine andere lachte ihn an und streckte ihm eine gebogene rote Zunge lang entgegen.


Architektur · Buntstifte · Dekameron · Illustration · Landschaft · Tanz · Zeichnung

Das Dekameron des Giovanni Boccaccio, Rücksicht auf die Fortdauer unserer Freude – Zeichnung von Susanne Haun

Tagebucheintrag 08.02.2021, Dekameron, Pamoinea, die Königin, Version 2, 20 x 15 cm, Buntstift auf Silberburg Büttenpapier, Zeichnung von Susanne Haun (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2021
Tagebucheintrag 08.02.2021, Dekameron, Pamoinea, die Königin, Version 2, 20 x 15 cm, Buntstift auf Silberburg Büttenpapier, Zeichnung von Susanne Haun (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2021

„… so bin ich … mit Rücksicht auf die Fortdauer unserer Freude, irgendein Oberhaupt unter uns wählen sollten, das wir anerkennen und mit dem wir uns als unserem König fügen. (…) und Pampinea wurde alsbald einstimmig für den ersten Tag zur Königein gewählt.“

Boccacio, Giovanne, Das Dekameron, Band 1, Übersetzung von August Wilhelm Schlegel, Berlin 1985, Seite 35.

Anscheinend hat die Emanzipation doch schon im 15. Jahrhundert stattgefunden: es wird eine Königin gewählt!

Weitere Zeichnungen von mir zum Dekameron könnt ihr unter folgendem Link auf meinem privaten Blog sehen (-> Klick). Die neusten Beiträge werden zuerst angezeigt, durch Scrollen gelangt ihr zu den ältesten Beiträgen.

Das Dekameron

Das Dekameron ist eine Sammlung von 100 Novellen das Mitte des 14. Jahrhunderts von Giovanni Boccaccio, geschrieben wurde.
In ein Landhaus in der Toskana flüchteten sieben Frauen und drei junge Männer vor der Pest, die 1348 in Florenz tobte. Die aus der Stadt zurückgezogenen Florentiner und Florentinerinnen unterhielten sich während ihrer Quarantäne damit, dass sie sich gegenseitig Geschichten erzählten. Eine oder einer wurde jeden Tag auswählt, den Themenkreis zu bestimmen, innerhalb derer sich die Geschichten bewegen sollten. Jeder der Anwesenden dachte sich eine Geschichte zum Thema aus. Nach zehn Tagen und zehn mal zehn Novelle wurde die Quarantäne beendet und die jungen Leute kehren nach Florenz zurück.

Zeichnungen zum Il Decamerone

Schon Mitte November entschloss ich mich, mit Zeichnungen zu diesen Klassiker der Geschichte zu beginnen. Mit den Verschärfungen der Quarantäne Regeln und dem harten Lockdown finde ich es passend, sich mit dieser Geschichte auseinander zu setzen.

Il Decamerone ist italienisch und stammt vom griechischen δέκα déka „zehn“ und ἡμέρα hēméra „Tag“ ab und deutet auf die Anzal der Geschichten hin, die dieses literarische Werk erzählt.

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Das Dekameron des Giovanni Boccaccio, In den Zimmern waren die Betten gerichtet – Zeichnung von Susanne Haun

Tagebucheintrag 05.02.2021, Dekameron, In den Zimmern waren die Betten, Version 1, 20 x 15 cm, Tinte und Buntstift auf Silberburg Büttenpapier, Zeichnung von Susanne Haun (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2021
Tagebucheintrag 05.02.2021, Dekameron, In den Zimmern waren die Betten, Version 1, 20 x 15 cm, Tinte und Buntstift auf Silberburg Büttenpapier, Zeichnung von Susanne Haun (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2021

„In den Zimmern waren die Betten gerichtet, und alle Räume waren mit den BLumen der Jahreszeit überreich geschmückt und sorglich mit Binsen ausgelegt. “

Boccacio, Giovanne, Das Dekameron, Band 1, Übersetzung von August Wilhelm Schlegel, Berlin 1985, Seite 34.

Blumen und Betten, das klingt sehr erotisch, finde ich. Deshalb habe ich auch die roten Buntstifte herausgesucht.

Tagebucheintrag 06.02.2021, Dekameron, In den Zimmern waren die Betten, Version 2, 20 x 15 cm, Tinte und Buntstift auf Silberburg Büttenpapier, Zeichnung von Susanne Haun (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2021
Tagebucheintrag 06.02.2021, Dekameron, In den Zimmern waren die Betten, Version 2, 20 x 15 cm, Tinte und Buntstift auf Silberburg Büttenpapier, Zeichnung von Susanne Haun (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2021

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Das Dekameron

Das Dekameron ist eine Sammlung von 100 Novellen das Mitte des 14. Jahrhunderts von Giovanni Boccaccio, geschrieben wurde.
In ein Landhaus in der Toskana flüchteten sieben Frauen und drei junge Männer vor der Pest, die 1348 in Florenz tobte. Die aus der Stadt zurückgezogenen Florentiner und Florentinerinnen unterhielten sich während ihrer Quarantäne damit, dass sie sich gegenseitig Geschichten erzählten. Eine oder einer wurde jeden Tag auswählt, den Themenkreis zu bestimmen, innerhalb derer sich die Geschichten bewegen sollten. Jeder der Anwesenden dachte sich eine Geschichte zum Thema aus. Nach zehn Tagen und zehn mal zehn Novelle wurde die Quarantäne beendet und die jungen Leute kehren nach Florenz zurück.

Zeichnungen zum Il Decamerone

Schon Mitte November entschloss ich mich, mit Zeichnungen zu diesen Klassiker der Geschichte zu beginnen. Mit den Verschärfungen der Quarantäne Regeln und dem harten Lockdown finde ich es passend, sich mit dieser Geschichte auseinander zu setzen.

Il Decamerone ist italienisch und stammt vom griechischen δέκα déka „zehn“ und ἡμέρα hēméra „Tag“ ab und deutet auf die Anzal der Geschichten hin, die dieses literarische Werk erzählt.

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Das Dekameron des Giovanni Boccaccio, Auf dem Gipfel des kleinen Berges – Zeichnung von Susanne Haun

Tagebucheintrag 21.01.2021, Dekameron, Mit einem schönen großen Hof - Version 1, 20 x 15 cm, Tinte und Buntstift auf Silberburg Büttenpapier, Zeichnung von Susanne Haun (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2021
Tagebucheintrag 21.01.2021, Dekameron, Mit einem schönen großen Hof – Version 1, 20 x 15 cm, Tinte und Buntstift auf Silberburg Büttenpapier, Zeichnung von Susanne Haun (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2021

„Auf dem Gipfel des kleinen Berges stand ein Palast mit einem schönen großen Hof in der Mitte, mit Loggien, Sälen und Zimmern, deren jedes für sich durch heitere, sehenswerte Malereien auf das schönste geschmückt war. “

Boccacio, Giovanne, Das Dekameron, Band 1, Übersetzung von August Wilhelm Schlegel, Berlin 1985, Seite 34.

Erst dachte ich, dieses Zitat sei leicht umzusetzen, dann stellte ich jedoch fest, dass der Platz auf einem A5 Blatt sehr begrenzt ist. Vielleicht nehme ich mir das Zitat nochmals vor.

Tagebucheintrag 21.01.2021, Dekameron, Mit einem schönen großen Hof - Version 2, 20 x 15 cm, Tinte und Buntstift auf Silberburg Büttenpapier, Zeichnung von Susanne Haun (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2021
Tagebucheintrag 21.01.2021, Dekameron, Mit einem schönen großen Hof – Version 2, 20 x 15 cm, Tinte und Buntstift auf Silberburg Büttenpapier, Zeichnung von Susanne Haun (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2021

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Das Dekameron

Das Dekameron ist eine Sammlung von 100 Novellen das Mitte des 14. Jahrhunderts von Giovanni Boccaccio, geschrieben wurde.
In ein Landhaus in der Toskana flüchteten sieben Frauen und drei junge Männer vor der Pest, die 1348 in Florenz tobte. Die aus der Stadt zurückgezogenen Florentiner und Florentinerinnen unterhielten sich während ihrer Quarantäne damit, dass sie sich gegenseitig Geschichten erzählten. Eine oder einer wurde jeden Tag auswählt, den Themenkreis zu bestimmen, innerhalb derer sich die Geschichten bewegen sollten. Jeder der Anwesenden dachte sich eine Geschichte zum Thema aus. Nach zehn Tagen und zehn mal zehn Novelle wurde die Quarantäne beendet und die jungen Leute kehren nach Florenz zurück.

Zeichnungen zum Il Decamerone

Schon Mitte November entschloss ich mich, mit Zeichnungen zu diesen Klassiker der Geschichte zu beginnen. Mit den Verschärfungen der Quarantäne Regeln und dem harten Lockdown finde ich es passend, sich mit dieser Geschichte auseinander zu setzen.

Il Decamerone ist italienisch und stammt vom griechischen δέκα déka „zehn“ und ἡμέρα hēméra „Tag“ ab und deutet auf die Anzal der Geschichten hin, die dieses literarische Werk erzählt.

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Das Dekameron des Giovanni Boccaccio, Alle drei waren von edlem Anstand – Zeichnung von Susanne Haun

Tagebucheintrag 17.1.2021, Dekameron, Panfilo, 20 x 15 cm, Tinte und Aquarell auf Silberburg Büttenpapier, Zeichnung von Susanne Haun (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2020
Tagebucheintrag 17.1.2021, Dekameron, Panfilo, 20 x 15 cm, Buntstift auf Silberburg Büttenpapier, Zeichnung von Susanne Haun (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2020

Brauchen Frauen Führer und Betreuer?

„Der älteste von ihnen hieß Panfilo, der zweite Filostrato und der jüngste Dioneo. Alle drei waren von edlem Anstand und guten Sitten. […] und Pampinea lächelnd sagte: “ Seht nur, das Glück ist unseren Plänen hold und führt uns ein paar verständige, tapfere junge Männer her, die gerne unsere Führer und Betreuer sein werden, wenn wir sie darum bitten.“ “

Boccacio, Giovanne, Das Dekameron, Band 1, Übersetzung von August Wilhelm Schlegel, Berlin 1985, Seite 32.

So, wie ich zeichnerisch tanzend die sieben Frauen des Dekameron einführte (-> Klick) habe ich auch die Männer ins Bild gesetzt. Erwähnenswert finde ich, dass die Frauen der Ansicht sind, Schutz in er Isolation zu benötigen. Ich denke, dass heute ohne darüber zu reden, sieben Frauen in die Isolation gehen können.

Die drei männlichen Tänzer


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Das Dekameron

Das Dekameron ist eine Sammlung von 100 Novellen das Mitte des 14. Jahrhunderts von Giovanni Boccaccio, geschrieben wurde.
In ein Landhaus in der Toskana flüchteten sieben Frauen und drei junge Männer vor der Pest, die 1348 in Florenz tobte. Die aus der Stadt zurückgezogenen Florentiner und Florentinerinnen unterhielten sich während ihrer Quarantäne damit, dass sie sich gegenseitig Geschichten erzählten. Eine oder einer wurde jeden Tag auswählt, den Themenkreis zu bestimmen, innerhalb derer sich die Geschichten bewegen sollten. Jeder der Anwesenden dachte sich eine Geschichte zum Thema aus. Nach zehn Tagen und zehn mal zehn Novelle wurde die Quarantäne beendet und die jungen Leute kehren nach Florenz zurück.

Zeichnungen zum Il Decamerone

Schon Mitte November entschloss ich mich, mit Zeichnungen zu diesen Klassiker der Geschichte zu beginnen. Mit den Verschärfungen der Quarantäne Regeln und dem harten Lockdown finde ich es passend, sich mit dieser Geschichte auseinander zu setzen.

Il Decamerone ist italienisch und stammt vom griechischen δέκα déka „zehn“ und ἡμέρα hēméra „Tag“ ab und deutet auf die Anzal der Geschichten hin, die dieses literarische Werk erzählt.

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Das Dekameron des Giovanni Boccaccio, Dort hören wir die Vögel singen – Zeichnung von Susanne Haun

Tagebucheintrag 18.12.2020, Dekameron, Wir hören die Vögel singen, Version 1, 20 x 15 cm, Tinte und Aquarell auf Silberburg Büttenpapier, Zeichnung von Susanne Haun (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2020
Tagebucheintrag 18.12.2020, Dekameron, Wir hören die Vögel singen, Version 1, 20 x 15 cm, Tinte und Aquarell auf Silberburg Büttenpapier, Zeichnung von Susanne Haun (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2020

„Dort hören wir die Vögel singen, sehen das Grünen der Hügel und Ebenen und die wie ein Meer wogenden Getreidefelder“

Boccacio, Giovanne, Das Dekameron, Band 1, Übersetzung von August Wilhelm Schlegel, Berlin 1985, Seite 30.

Auch fröhliche Passagen

Ich habe mich sehr gefreut, auch fröhliche, idyllische Passagen im Dekameron zu lesen, die ich nicht nur figurativ sondern auch abstrakt umgesetzt habe. Beide Zeichnungen möchte ich in große Leinwände umsetzen. Ich bin gespannt, wie ich das angehen werde.

Tagebucheintrag 17.12.2020, Dekameron, Das grünen der Hügel, 20 x 15 cm, Tinte und Aquarell auf Silberburg Büttenpapier, Zeichnung von Susanne Haun (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2020
Tagebucheintrag 17.12.2020, Dekameron, Das grünen der Hügel, 20 x 15 cm, Tinte und Aquarell auf Silberburg Büttenpapier, Zeichnung von Susanne Haun (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2020


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Das Dekameron

Das Dekameron ist eine Sammlung von 100 Novellen das Mitte des 14. Jahrhunderts von Giovanni Boccaccio, geschrieben wurde.
In ein Landhaus in der Toskana flüchteten sieben Frauen und drei junge Männer vor der Pest, die 1348 in Florenz tobte. Die aus der Stadt zurückgezogenen Florentiner und Florentinerinnen unterhielten sich während ihrer Quarantäne damit, dass sie sich gegenseitig Geschichten erzählten. Eine oder einer wurde jeden Tag auswählt, den Themenkreis zu bestimmen, innerhalb derer sich die Geschichten bewegen sollten. Jeder der Anwesenden dachte sich eine Geschichte zum Thema aus. Nach zehn Tagen und zehn mal zehn Novelle wurde die Quarantäne beendet und die jungen Leute kehren nach Florenz zurück.

Zeichnungen zum Il Decamerone

Schon Mitte November entschloss ich mich, mit Zeichnungen zu diesen Klassiker der Geschichte zu beginnen. Mit den Verschärfungen der Quarantäne Regeln und dem harten Lockdown finde ich es passend, sich mit dieser Geschichte auseinander zu setzen.

Il Decamerone ist italienisch und stammt vom griechischen δέκα déka „zehn“ und ἡμέρα hēméra „Tag“ ab und deutet auf die Anzal der Geschichten hin, die dieses literarische Werk erzählt.

Buntstifte · Dekameron · Illustration · Portraitmalerei · Zeichnung

Das Dekameron des Giovanni Boccaccio, Welche Erwartungen und Träume geben wir uns hin – Zeichnung von Susanne Haun

Tagebucheintrag 16.12.2020, Dekameron, Warum sind wir träge, 20 x 15 cm, Tinte und Aquarell auf Silberburg Büttenpapier, Zeichnung von Susanne Haun (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2020
Tagebucheintrag 16.12.2020, Dekameron, Warum sind wir träge, 20 x 15 cm, Tinte und Aquarell auf Silberburg Büttenpapier, Zeichnung von Susanne Haun (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2020

„Welche Erwartungen und Träume geben wir uns hin? Warum sind wir träger und langsamer als alle übrigen Bürger, wenn es sich um unsere Gesundheit handelt? Sind wir geringer als alle anderen? Oder glauen wir, unser Leben sei mit stärkeren Ketten an unsere Körper geschmiedet als das anderer Menschen?“

Boccacio, Giovanne, Das Dekameron, Band 1, Übersetzung von August Wilhelm Schlegel, Berlin 1985, Seite 29.

Nicht vergessen!

Ich habe das Dekameron nicht vergessen. Manchmal schieben sich noch 😉 aktuellere Theman in meinen künstlerischen Vordergrund. So auch in letzter Zeit.

Tagebucheintrag 16.12.2020, Dekameron, Welche Erwartungen und Träume haben wir , 20 x 15 cm, Tinte und Aquarell auf Silberburg Büttenpapier, Zeichnung von Susanne Haun (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2020
Tagebucheintrag 16.12.2020, Dekameron, Welche Erwartungen und Träume haben wir , 20 x 15 cm, Tinte und Aquarell auf Silberburg Büttenpapier, Zeichnung von Susanne Haun (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2020


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Das Dekameron

Das Dekameron ist eine Sammlung von 100 Novellen das Mitte des 14. Jahrhunderts von Giovanni Boccaccio, geschrieben wurde.
In ein Landhaus in der Toskana flüchteten sieben Frauen und drei junge Männer vor der Pest, die 1348 in Florenz tobte. Die aus der Stadt zurückgezogenen Florentiner und Florentinerinnen unterhielten sich während ihrer Quarantäne damit, dass sie sich gegenseitig Geschichten erzählten. Eine oder einer wurde jeden Tag auswählt, den Themenkreis zu bestimmen, innerhalb derer sich die Geschichten bewegen sollten. Jeder der Anwesenden dachte sich eine Geschichte zum Thema aus. Nach zehn Tagen und zehn mal zehn Novelle wurde die Quarantäne beendet und die jungen Leute kehren nach Florenz zurück.

Zeichnungen zum Il Decamerone

Schon Mitte November entschloss ich mich, mit Zeichnungen zu diesen Klassiker der Geschichte zu beginnen. Mit den Verschärfungen der Quarantäne Regeln und dem harten Lockdown finde ich es passend, sich mit dieser Geschichte auseinander zu setzen.

Il Decamerone ist italienisch und stammt vom griechischen δέκα déka „zehn“ und ἡμέρα hēméra „Tag“ ab und deutet auf die Anzal der Geschichten hin, die dieses literarische Werk erzählt.

Blumen und Pflanzen · Buntstifte · Dekameron · Illustration · Tagebucheintragung · Zeichnung

Tagebucheintrag 30.11.2020, Die Pestmaske von Susanne Haun

Tagebucheintrag 30.11.2020, Dekameron, Pestmaske, 20 x 15 cm, Tinte und Buntstift auf Silberburg Büttenpapier, Zeichnung von Susanne Haun (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2020
Tagebucheintrag 30.11.2020, Dekameron, Pestmaske, 20 x 15 cm, Tinte und Buntstift auf Silberburg Büttenpapier, Zeichnung von Susanne Haun (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2020

Maske tragen

Nur südlich der Alpen entwickelte sich die Pestmaske im 17. Jahrhundert, sie ist für Italien und Frankreich belegt. Mit den beiden heute gezeigten Zeichnungen habe ich mich vom Dekameron inspirieren lassen aber nicht einen genauen Wortlaut illustriert.

Wikipedia schreibt zur Pestmaske:

Um sich vor dem Pesthauch zu schützen, hielt man sich Riechäpfel, Duftschwämme oder Kräuterbeutel vor die Nase. Als wirksame Duftstoffe galten Wacholder, Amber, Zitronenmelisse, Grüne Minze, Kampfer, Gewürznelken, Myrrhe, Rosen oder Styrax. Die Idee für ein Nasenfutteral, in dem man diese Schutzduftträger unterbringen konnte, soll auf Charles de L’Orme zurückgehen, „Erster Arzt“ am Hofe Ludwigs XIII. Daraus entwickelte sich die nur südlich der Alpen als Pestmaske von Ärzten eingesetzte Schnabelmaske, die in der Literatur zum Merkmal des Pestdoktors wurde.

https://de.wikipedia.org/wiki/Pestdoktor , 3.1.2020, 13:17 Uhr

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Tagebucheintrag 01.12.2020, Dekameron, Was wie Karneval aussieht ist bitterer Ernst, 20 x 15 cm, Tinte und Buntstift auf Silberburg Büttenpapier, Zeichnung von Susanne Haun (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2020
Tagebucheintrag 01.12.2020, Dekameron, Was wie Karneval aussieht ist bitterer Ernst, 20 x 15 cm, Tinte und Buntstift auf Silberburg Büttenpapier, Zeichnung von Susanne Haun (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2020

Zur Pestmaske habe ich im Netz die Texte zur Ausstellung „Wahrheit oder Mythos? Der Pestdoktor und die Schnabelmaske“ gelesen und die Videos dazu gelesen. Leider habe ich mir den Link dazu nicht gemerkt und jetzt nur noch bei youtube (-> Klick) die Videos Pest auf Sendung gefunden, die ich alle durchgehend interessant fand.

Aus dieser Sendung habe ich auch den Titel meiner letzten Zeichnung: „Was wie Karneval aussieht ist bitterer Ernst.“ entnommen.

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Das Dekameron des Giovanni Boccaccio, Dann packt mich das Grauen – Zeichnung von Susanne Haun

Tagebucheintrag 01.12..2020, Dekameron, Dann packt mich das Grauen, 20 x 15 cm, Tinte und Buntstift auf Silberburg Büttenpapier, Zeichnung von Susanne Haun (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2020
Tagebucheintrag 01.12..2020, Dekameron, Dann packt mich das Grauen, 20 x 15 cm, Tinte und Buntstift auf Silberburg Büttenpapier, Zeichnung von Susanne Haun (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2020

Wir verweilen hier

„Dann packt mich das Grauen, ich fühle, wie meine Haare sich sträuben, und es scheint mir, als sähe ich auf Schritt und Tritt die Schatten der Verstorbenen, doch nicht mit ihren bekannten Gesichtern, sondern mit schrecklichen Antlitzen, die Ihnen, ich weiss nicht woher, gekommen sind, um mich zu verstören.“

Boccacio, Giovanne, Das Dekameron, Band 1, Übersetzung von August Wilhelm Schlegel, Berlin 1985, Seite 28.

Zum Jahresende

Zum Jahresende schreibe ich noch etwas grausiges. Die Dekamerone ist wahrlich auf seinen ersten Seiten sehr düster.

Spiegelt diese Stimmung unseren Zeitgeist wieder?

Trotz aller Einschränkungen bin ich nicht dieser düsteren Stimmung sondern eher zukunft zugewandt.

Bin ich auch Traurig?

Ja, ich bin oft traurig dieser Zeiten und sehne mich nach dem unbeschwerten Leben vor der Pandemie. Mir fehlen Salon, Ausstellungen, Reisen und Kaffeepausen beim Spazieren gehen. Aber das habe ich schon so oft geschrieben.

Schatten der Verstorbenen?

Ich habe bisher zum Glück noch keine Verstorbenen zu beklagen. Ich hoffe, das bleibt auch so.

Tagebucheintrag 01.12..2020, Dekameron, Dann packt mich das Grauen, Version 2, 20 x 15 cm, Tinte und Buntstift auf Silberburg Büttenpapier, Zeichnung von Susanne Haun (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2020
Tagebucheintrag 01.12..2020, Dekameron, Dann packt mich das Grauen, Version 2, 20 x 15 cm, Tinte und Buntstift auf Silberburg Büttenpapier, Zeichnung von Susanne Haun (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2020

In diesem Sinne einen guten Rutsch ins Jahr 2021.

Auf das es besser wird als das vergangene!


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Das Dekameron

Das Dekameron ist eine Sammlung von 100 Novellen das Mitte des 14. Jahrhunderts von Giovanni Boccaccio, geschrieben wurde.
In ein Landhaus in der Toskana flüchteten sieben Frauen und drei junge Männer vor der Pest, die 1348 in Florenz tobte. Die aus der Stadt zurückgezogenen Florentiner und Florentinerinnen unterhielten sich während ihrer Quarantäne damit, dass sie sich gegenseitig Geschichten erzählten. Eine oder einer wurde jeden Tag auswählt, den Themenkreis zu bestimmen, innerhalb derer sich die Geschichten bewegen sollten. Jeder der Anwesenden dachte sich eine Geschichte zum Thema aus. Nach zehn Tagen und zehn mal zehn Novelle wurde die Quarantäne beendet und die jungen Leute kehren nach Florenz zurück.

Zeichnungen zum Il Decamerone

Schon Mitte November entschloss ich mich, mit Zeichnungen zu diesen Klassiker der Geschichte zu beginnen. Mit den Verschärfungen der Quarantäne Regeln und dem harten Lockdown finde ich es passend, sich mit dieser Geschichte auseinander zu setzen.

Il Decamerone ist italienisch und stammt vom griechischen δέκα déka „zehn“ und ἡμέρα hēméra „Tag“ ab und deutet auf die Anzal der Geschichten hin, die dieses literarische Werk erzählt.

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Das Dekameron des Giovanni Boccaccio, Moenche, deren Anzahl zusammengeschmolzen ist – Zeichnung von Susanne Haun

Tagebucheintrag 29.11.2020, Dekameron, Moenche, deren Anzahl zusammengeschmolzen ist, 20 x 15 cm, Tinte und Buntstift auf Silberburg Büttenpapier, Zeichnung von Susanne Haun (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2020
Tagebucheintrag 29.11.2020, Dekameron, Moenche, deren Anzahl zusammengeschmolzen ist, 20 x 15 cm, Tinte und Buntstift auf Silberburg Büttenpapier, Zeichnung von Susanne Haun (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2020

Wir verweilen hier

„Wir verweilen hier, meiner Meinung nach, zu keinem anderen Zweck, als mit anzusehen, wie viele Leichen begraben werden, oder um zu hören, ob die Mönche, deren Anzahl freilich auf ein Nichts zusammen geschmolzen ist, hier zu richtigen Stude ihrer Uffizien singen, oder gar um denen, die noch hier sind, durch unsere Kleidung die Art und Größe unseres Kummers aufzuzeigen.“

Boccacio, Giovanne, Das Dekameron, Band 1, Übersetzung von August Wilhelm Schlegel, Berlin 1985, Seite 27.

Ich denke an die Nachrichtenfilme aus Italien und den USA

Jürgen fragte mich, wie ich den Bogen zur Covid-19 Pandemie schlagen werde. Die Pandemie ist bei allen Zeichnungen schon in meinem Kopf und fließt ein.

Im Frühjahr und auch jetzt wieder wurden und werden in den Nachrichten viele Bilder gezeigt, die zeigen, dass die Krematorien und Bestattungsunternehmen Schwierigkeiten haben, die vielen Toten standesgemäß unter die Erde zu bringen. Diese Bilder haben mich verschreckt. Die gezeigten Särge sind mit Klebeband versiegelt und teilweise durcheinander gestapelt. Ich denke dabei an die Serie 12 Monkeys oder an den Film Outbreak.


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Das Dekameron

Das Dekameron ist eine Sammlung von 100 Novellen das Mitte des 14. Jahrhunderts von Giovanni Boccaccio, geschrieben wurde.
In ein Landhaus in der Toskana flüchteten sieben Frauen und drei junge Männer vor der Pest, die 1348 in Florenz tobte. Die aus der Stadt zurückgezogenen Florentiner und Florentinerinnen unterhielten sich während ihrer Quarantäne damit, dass sie sich gegenseitig Geschichten erzählten. Eine oder einer wurde jeden Tag auswählt, den Themenkreis zu bestimmen, innerhalb derer sich die Geschichten bewegen sollten. Jeder der Anwesenden dachte sich eine Geschichte zum Thema aus. Nach zehn Tagen und zehn mal zehn Novelle wurde die Quarantäne beendet und die jungen Leute kehren nach Florenz zurück.

Zeichnungen zum Il Decamerone

Schon Mitte November entschloss ich mich, mit Zeichnungen zu diesen Klassiker der Geschichte zu beginnen. Mit den Verschärfungen der Quarantäne Regeln und dem harten Lockdown finde ich es passend, sich mit dieser Geschichte auseinander zu setzen.

Il Decamerone ist italienisch und stammt vom griechischen δέκα déka „zehn“ und ἡμέρα hēméra „Tag“ ab und deutet auf die Anzal der Geschichten hin, die dieses literarische Werk erzählt.