Susanne Haun

Die Traumdeuterin und Seherin – Zeichnung von Susanne Haun

 

Die Traumdeuterin und Seherin, 65 x 50 cm, Tusche auf Aquarellkarton, Zeichnung von Susanen Haun (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2020

Die Traumdeuterin und Seherin, 65 x 50 cm, Tusche auf Aquarellkarton, Zeichnung von Susanen Haun (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2020

 

Auch wenn Martin (siehe hier) in seinem Kommentar zu meiner letzten Zeichnung zur Corona Pendemie folgendes schrieb:

Na, liebe Susanne, das will ich dann doch nicht hoffen, dass wir in die Phase des Weltendes eingetreten sind. Denn das war ja die Deutung des Traumes, die Daniel gehabt hat: Jedes Tier steht für ein Weltreich, das vierte Tier steht für das schlimmste, das letzte Weltreich (man hat lange gedacht, damit wäre das römische Reich gemeint), in dem es heiss hergeht und dessen Ende dann mit dem völligen Ende der Welt zusammenfällt …..

…. kann ich das Buch im Tanach (Bezeichnungen für die Hebräische Bibel) noch nicht ganz von der Feder lassen. Daniel war ein jüdischer Traumdeuter und Seher im babylonischen Exil.

Was würde ich als schwankende evangelische Frau sehen? Welche Träume habe ich? Spontan zeichnete ich dazu das heute gezeigte Bild und zitiere mich zeichnerisch dabei.

Martin, deine Worte haben mich eher noch mehr inspiriert, weiter zu zeichnen:

Die Tiere (Löwe, Bär, Panther) sind Bilder für antike Weltreiche, deren bestialische Bedrohlichkeit sich steigert: Während die Flügel des Löwen gestutzt und durch ein Menschenherz ersetzt werden, frisst der Bär Fleisch und der Panther hat mehr Flügel und Köpfe als seine Vorgänger. Das vierte Tier erscheint als besonders grausames, maßloses Wesen, das mit gewaltigen eisernen Zähnen alles frisst und zermalmt und mit seinen Füßen alles zertritt. Das elfte seiner Hörner habe drei vorige Hörner ausgerissen und mit einem menschlichen Maul anmaßend geredet.“ heißt es in  Wikipedia, wo ich einfacherweise die Zusammenfassung des Buches Daniel las.

So grausig es sich anhört, desto mehr Bilder habe ich im Kopf. Sollte ich mir da Sorgen machen? 😉

 

Hier einige Details- und Entstehungsfotos der Zeichnung:

 

Hier ist der Link zum Bild auf meiner Online Präsenz bei Singulart (klick).

For my english speaken readers:

Haun witer outlines her views on the Corona Virus. Here she is clearly the center of attention, the virus begins to dominate her thoughts. With this drawing she starts a relief to get the situation under control.
The quarantines imposed are just as bad for artists whose profession largely consists of communication as they are for restaurants, theaters and museums. While drawing, Susanne Haun also had a quote from the Bible in her head that she discovered on the net: „The fourth animal was very different from all the others, very terrible, with iron teeth and brazen claws, which ate up and crushed itself and with his feet crushed what was left. (…) And it had ten horns on its head. “ Daniel 7.19 f.
Daniel was a Jewish dream interpreter and seer in exile in Babylon.

 

Zwei Selbstportraits (nicht im Badezimmerspiegel) zum Bearbeiten für Heike und Jürgen – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Übermalungen, Portraitmalerei, Selbstbildnis im Badezimmerspiegel, Zeichnung by Susanne Haun on 19. Juli 2017

 

Alles fing mit dem Selbst im Badezimmerspiegel an. Wie sehen wir uns morgens im Spiegel und was sind wir dabei in der Lage darzustellen? Welche zeichnerischen Gedanken teilen wir auf dieser Weise unserer Umwelt mit? Mit welchem Sinn verknüpfen wir dieses Projekt?

An dem Projekt beteiligten sich sehr viel und so sind viele unterschiedliche Selbstportraits im Badezimmerspiegel entstanden (siehe hier in den Kommentaren zu folgendem Blogbeitrag).

Heike und ich sind dann noch ein Stück weiter gegangen, in dem mir Heike ihr Portrait zur weiteren Bearbeitung zugesendet hat (siehe hier).

Nun habe ich vier Portraits von mir mit Tusche gezeichnet, davon zwei zerstört, eines zu Jürgen und eines zu Heike zur weiteren Bearbeitung gesendet.

Mehr sschreibe ich hier ersteinmal nicht. Ich bin einfach gespannt, wie es zeichnerisch bei den beiden weitergeht.

 

 

 

Übermalung von Heike Schnittker zu Susanne Haun

Posted in Übermalungen, Portraitmalerei, Selbstbildnis im Badezimmerspiegel, Zeichnung by Susanne Haun on 7. Juli 2017

 

So fing alles an: Heike übermalt Postkarten (siehe hier). Sie stellt sich in dem Beitrag folgende Frage:

„Gerade übermale ich eine Postkarte und denke, dass, da ich ja das Bild des ursprünglichen Künstlers nicht gänzlich übermale, ich es wegen der Urheberrechte gar nicht darf! Also schon, aber nicht öffentlich machen. Da schützt auch keine Namensnennung sagt der freundliche Anwalt am Telefon.

Oder ich muss es anders übermalen….“

In den Kommentaren von Heikes Blog schreibe ich

„Heike, kennst du von Rauschenberg den ausgelöschten de Koonig?
https://en.wikipedia.org/wiki/Erased_de_Kooning_Drawing
Ich habe mit Jürgen eine Zeit lang gemeinsam gezeichnet. Wir haben jedoch den anderen nicht übermalt sondern fortgesetzt. Magst du mir ein Portrait von dir senden, dann führe ich es fort oder übermale auch Stellen und sende es an Jürgen weiter. Mal schauen, wo er es hinsendet. Er ist für solch ein Projekt immer zu haben.
Wichtig ist, dass du ein großes Papier nimmst. Du kannst es falten, das macht die Sache noch interessanter.
Und wichtig ist, dass die anderen nicht ganz ausgelöscht werden.
Ich hoffe, dir gefällt mein Vorschlag, wenn nicht ist auch nicht so schlimm, liebe Grüße von Susanne“

 

 

Einige Tage später fand ich von Heike ein großes Blatt mit einem Selbstportrait und viel Raum zum Übermalen in meinem Briefkasten und habe mit weißem Softpastell Teile ausgelöscht und mit Rötel und Kohle Teile hinzugefügt.

Eigentlich sollte es nun weiter zu Jürgen. Jürgen ist auf große Reise. Wollen wir es ihm trotzdem senden und abwarten, bis er wieder im Lande ist und sich damit beschäftigen kann, Heike? Oder soll ich es weiter bearbeiten und es dann dir zu weiteren Bearbeitung zurück senden?

 

 

Augen zu – Fotoapparat in Position – Klick – Ich mit geschlossenen Augen vor dem Spiegel

Posted in Foto, Portraitmalerei, Selbstbildnis im Badezimmerspiegel by Susanne Haun on 3. Juli 2017

 

Vor einiger Zeit haben wir viel Freude am Projekt „Selbstbildnis im Badezimmerspiegel“ (siehe hier) entwickelt.

Sogar Tom und Jürgen steuerte ein Foto bei und Ulli, Gerda, Heike und Agnes und viele mehr füllten ihren Blog kontinuierlich mit Beiträgen zum Thema.

Die Fotos mit geschlossenen Augen in meinem Badezimmerspiegel bin ich euch noch schuldig geblieben. Ich fragte mich zuerst, wie fotografiert man mit geschlossenen Augen?

Ich habe es als schwer empfunden, mich selber im Badezimmerspiegel einzufangen. Viel schwerer als zu zeichnen, egal ob blind oder sehend. Aus 38 Fotos habe ich 3 mit mir und 2 ohne mich ausgewählt. Die meisten aufgenommenen Fotos zeigen nicht das kleinste Haar von mir. 🙂

Eigentlich wollte ich alle Zeichnungen und Fotos einmal zusammensammeln und auf einer Seite zeigen.  Wollen wir eine solche Seite zusammenstellen? Dann benötige ich von euch jpgs,  die mit „Selbst im Badezimmerspiegel (c) euer Name bezeichnet ist“. Ihr könnt mir zwischen 1 und 3 Fotos von euch zusenden: info@susannehaun.de.

 

 

Ich mit geschlossenen Augen – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Portraitmalerei, Selbstbildnis im Badezimmerspiegel, Zeichnung by Susanne Haun on 30. Mai 2017

 

Jürgen war nicht ganz so begeistert, dass ich ihn in mein Selbstportrait Projekt / Challenge mit einbezogen habe. Trotzdem hat er eine ausgesprochen gute Arbeit dazu erstellt (siehe hier).

Lapidar sagte er, wir könnten uns im dunklen Badezimmer zeichnen! Daraus machte ich das Zeichnen mit geschlossenen Augen.

Wie zeichnet man mit geschlossenen Augen?

Es ist nicht so einfach, sich mit geschlossenen Augen zu zeichnen und ich war erstaunt, wie gut das ging. Jedoch habe ich mich sehr konzentriert. Ich habe versucht, so wenig wie möglich den Stift abzusetzen und mir in Gedanken Hilfslinien vorgestellt, die ich auch über ausführte, ihr könnt es zwischen den Augen sehen! Probiert es mal.

Als zweites habe ich meinen Selfiestik genommen und mich mit Hand vor den Augen, so wie ich gezeichnet habe, fotografiert und dann daraus die letzten beiden Zeichnungen erstellt. Vielleicht probiere ich das nächste mal mich mit geschlossenen Augen und mit Hand vor den Augen zu zeichnen. Das erhöht den Schwierigkeitsgrad gehörig!

Ich bin sehr begeister von meinen geschlossenen Augen Zeichnungen, ich finde, sie haben eine unglaublich Dynamik!

 

 

Selbst vor dem Badezimmerspiegel, Mittags mit Kreide – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Portraitmalerei, Selbstbildnis im Badezimmerspiegel, Zeichnung by Susanne Haun on 27. Mai 2017

 

Vor knapp zwei Wochen habe ich euch mit einem kleinen Aufruf gefragt (siehe hier), wer sein Selbstbildnis im Badezimmerspiegel zeichnen und auf meinem Blog verlinken möchte.

Herzlichen Dank für eure vielen Links zu euren Portraits! Ich habe mich über jedes Portrait gefreut und freue mich über  jedes weitere Portrait!

Gerda und ich sind auf die Idee gekommen, unsere Materialien zu tauschen. Gerda (siehe hier) hat in Ermangelung eines Füllers einen Kugelschreiber benutzt und ich in Ermangelung von Kohle habe Kreide für das nächsten Selbstportraits benutzt.

Die benutzte Kreide ( Conté Carré ) habe ich schon Jahre, fast Jahrzehnte im Schubfach zu liegen. Ihr seht, der Kasten ist fast leer, ich habe damit früher Aktstudien gezeichnet. Hier habe ich noch einen alten Beitrag mit schlechten Fotos von Aktzeichnungen von 1999 mit diesen Kreiden gefunden.

 

Reste von Conte Carre Kreiden (c) Foto von Susanne Haun

Reste von Conte Carre Kreiden (c) Foto von Susanne Haun

 

Als Untergrund habe ich ein Skizzenbuch mit Kraftpapier und Pappdeckel von Hahnemühle (siehe hier) gefunden. Es passte schon aufgrund der Pappdeckel und den schönen warmen Braunton perfekt zu meinem Vorhaben. Zuerst verwendete ich harte Kreide. Damit konnte ich das Bild 2 fast wie mit meinem Füller zeichnen. Bild 3 und 4 sind mit weicher Kreide gezeichnet. Welche Kreide benutze ich wann? Weiche Kreide gibt mehr Pimente an das Papier ab und kann als Fläche homogener verwendet werden. Die harte Kreide ist da etwas zäher. Wer keine schmutzigen Hände mag, der kommt mit dieser Kreide gut zurecht.

 

 

Ich im Badezimmerspiegel – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Portraitmalerei, Selbstbildnis im Badezimmerspiegel, Zeichnung by Susanne Haun on 18. Mai 2017

 

Vorgestern las ich bei der Zeichnerin Martina Wald den Beitrag „Martina im Spiegel“ (siehe hier). In nur einer Minute hat sie sich vor dem morgendlichen Kämmen gezeichnet. „Eitel darf man halt nicht sein.“ ist ihr Kommentar zur eigenen Zeichnung.

Ich habe Martinas Idee aufgegriffen und ebenso zum Füller im Bad gegriffen. Erst noch am selben Abend und am Morgen des nächsten Tages.

 

Ich im Badezimmerspiegel am Morgen (c) Zeichnung von Susanne Haun

Ich im Badezimmerspiegel am Morgen (c) Zeichnung von Susanne Haun

 

Natürlich konnte ich mich nicht mit einer Zeichnung begnügen. Die einzelnen Zeichnungen fertigte ich auch schneller als in einer Minute 🙂 an. Ich bin immer wieder erstaunt, wie unterschiedlich meine Linie am Morgen und am Abend auf das Papier steht. Ich bin ein Morgenmensch, es ist gut an den Zeichnungen zu sehen.

Das wichtigste beim Porträtzeichnen ist, keine Hemmungen zu haben. Deshalb ist man selber auch das beste Modell. Wir sind uns selber wohlgesonnen und schimpfen nicht über zu große oder zu kleine Nasen und wie Martina schon schrieb, es ist besser, nicht eitel zu sein.

Wer möchte bei einem kleinen Projekt mitmachen? Wir könnten es Mein Selbstbildnis im Badezimmerspiegel nennen.

Entweder setzt ihr in eurem Blog einen Trackback (das heisst ihr verlinkt diesen Beitrag auf eurem Blog) oder ihr schreibt hier in den Kommentaren einen LINK zu eurem 1 Minuten Portrait im Badezimmer. Bitte nur einen Link in den Kommentaren setzen. Bei mehr als einen Link wandern eure Kommentare in meine Spamliste.

Jetzt sage ich „Nur Mut“ und freue mich über eure Zeichnungen. Am meisten lernt die Zeichnerin, der Zeichner beim tun.

 

 

 

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