Susanne Haun

Wolfgang Tillmans ruft dazu auf, wählen zu gehen und ich schliesse mich ihm an – Susanne Haun

Posted in Was es sonst so gibt! by Susanne Haun on 19. September 2017

 

Bundestagswahl2017-Instagram-kl-02

 

Ich bin Tagesspiegel Leserin, am liebsten mag ich die Samstag Zeitung, sie bietet eine Mischung aus allem: Politik, Berlin, Kultur, Wirtschaft und mehr.

Letzten Samstag las ich Wolfgang Tillmans Aufruf zur Wahl zu gehen. Besonders gut gefiel mir das Plakat

„Mach mit bei der Wahl. Sonst entscheiden die andere für Dich.“.

Es gibt auf der Seite Between Bridges (siehe hier) mehrere Plakate, die Nichtwähler motivieren sollen zur Wahl zu gehen. Die Plakate können einfach heruntergeladen und  in den sozialen Medien verteilt werden. Tillmans schreibt, dass eine reale Gefahr bestehe, dass viele Menschen am 24. September zu Hause bleiben, weil sie glauben, das Wahlergebnis bereits zu kennen. Erinnert ihr euch an die Brexit – Entscheidung? Was wäre passiert, wenn die Wahlbeteiligung höher gewesen wäre? Hätte der Brexit verhindert werden können?

Tillmanns schreibt:

„Die Mitte der Gesellschaft wähnt sich in Sicherheit, während die AfD für die letzten Tage des Wahlkampfes eine massive Internetkampagne plant. Dabei nutzt sie die Dienste der amerikanischen Agentur Harris Media, die bereits im vergangenen Jahr geholfen hat Brexit und Trump durchzusetzen. Sie wird eine für Deutschland bisher ungekannte Polemik einsetzen.

Ihre Werbemittel appellieren an nationalistische Ressentiments und sie hoffen 15% der Stimmen zu bekommen. Damit könnte es sein, dass sie die stärkste Oppositionsfraktion werden und in jeder Bundestagssitzung als erste nach der Regierung sprechen. Dann hätten sie die Möglichkeit, wie schon in den Landtagen bewiesen, scheibchenweise Tabubrüche vorzunehmen und rechtsradikales Gedankengut zu normalisieren.“²

Davor habe ich Angst!

Ich muss am Sonntag meine Bilder in Nettersheim abholen, so habe ich schon vor einiger Zeit Briefwahl beantragt und gewählt.

 

Bundestagswahl2017-Instagram-kl-02

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² Wolfgang Tillmans, http://www.betweenbridges.net/bundestagswahl-2017.php, 19.9.17, 8:00 Uhr

Blumen Skizzenbuch – Zeichnungen von Susanne Haun und ein Resümee

 

Am Anfang des Jahres beschloss ich, nur noch viermal in der Woche zu bloggen.

Heute habe ich gedanklich einen Zwischenbericht der Folgen dieser Entscheidung abgelegt.

In dem Maße, wie sich meine zeichnerische Produktivität erhöht hat, in dem Maße sind meine Zugriffszahlen auf den Blog gefallen. Damit kann ich leben, denn ich bin Zeichnerin und nicht Statistikerin. Sicher, es gibt mir einen kleinen Stich, denn ich war natürlich stolz auf meine Zahlen. Aber lässt sich Erfolg in diese Statistik Zahlen lesen? Wohl kaum!

Von welchen Zahlen ich rede? 2016 war kein Spitzenjahr aber ein gutes Jahr mit 64.965  Besuchern, die 215.930 Seiten meines Blogs aufgerufen haben. Nach zwei Monaten im Jahr 2017 bin ich bei 8.904 Besuchern, die 24.508 Seiten aufriefen. Umgerechnet auf das Jahr schauen 10.000 Besucher weniger und rufen 60.000 Seiten weniger auf. Da kommt die Mathematikerin in mir durch. 😉

 

 

Was ein wenig ärgerlich ist, ist das Anhäufen an Zeichnungen und Terminen, die noch ungebloggt auf meinem Schreibtisch liegen. So habe ich diese Woche ein paar zusätzliche Blogbeiträge eingeschoben. Ich muss mich in diesem Fall vielleicht nicht ganz so stringend an meine eigenen Regeln halten.

Das Wichtigste ist, ich genieße es, weniger zu bloggen. Es bleibt mehr Zeit zum Zeichnen, für die Uni und zum Lesen.

Um mein Werkverzeichnis auf WordPress trotzdem aktuell zu halten, habe ich nach anderen Methoden der Präsentation ausschau gehalten. Jürgen (siehe hier der Ehrenpoller) und Martin (siehe hier Sommerrauschen) sind eifrige Benutzer von Issuu, der Online Publikations Plattform. Für mein Blumen Skizzenbuch habe ich diese Plattform ausprobiert. Ausprobiert ist noch das richtige Wort. Ich habe Doppelseiten gescannt und natürlich werden jetzt auch Doppelseiten geblättert 🙂

 

 

Ich führe immer mehrere Skizzenbücher parallel, für jede Reise, für jedes Projekt wird ein neues Buch angefangen. Zur Zeit liegen noch die Venedig Skizzenbücher neben mir, ein Stilllebenbuch, eines für das Projekt EISIG und auch ein gemischtes für alles was mir einfällt.

Ein Auto für das Künstlergut Prösitz – Projekt bei Startnext

Posted in Was es sonst so gibt! by Susanne Haun on 21. Februar 2017

 

Meine Verbindung zum Künstlergut Prösitz geht bis in das Jahr 2002 zurück.

Nach dem ersten großen Hochwasser der Elbe organisiert Ute Hartwig Schulz, die Leiterin und Initiatorin des Künstlerguts, eine Versteigerung von Kunstwerken, um mit dem Erlös das vom Hochwasser zerstörte Gymnasium in Grimma wieder aufzubauen. Diese Verbindung hat über die letzten 15 Jahre gehalten und in unregelmäßigen Abständen sehen wir uns bei Kunstaktionen.

 

Individuelle Note des Zauns gestaltet von Ute Harwig-Schulz in Prösitz (c) Foto von M.Fanke

Individuelle Note des Zauns gestaltet von Ute Hartwig-Schulz in Prösitz (c) Foto von M.Fanke

 

z.Zt. Ute versucht mit Spenden einen neuen Transporter für das Künstlergut zu finanzieren.

„Das Künstlergut Prösitz befindet sich im ländlichen Raum in idealer Mitte der sächsischen Metropolen Chemnitz, Leipzig und Dresden. TRANSPORTE für Kunst und Menschen stehen auf der unmittelbaren Tagesordnung. Nach nunmehr 25 Jahren seines Bestehens sucht das Künstlergut Prösitz einen „neuen“ Kleinbus, um auch künftig künstlerische Projekte und integrative Arbeiten mit jungen Zuwanderern in Fahrt zu bringen. Jeder Euro hilft! Weitere Informationen: www.kuenstlergut-proesitz.de „, schreibt sie auf der Projektseite von Startnext.

 

Die Crowdfunding-Aktion findest du hier unter diesem Link:

https://www.startnext.com/kuenstlergut .

Wenn das Künstlergut im beschriebenen Zeitraum das Ziel nicht erreichen, wird alles zurück gegeben. Daher bittet Ute auch um Euro Mitwirkung. Schon eine Spende (ab 5,- Euro) oder das Teilen des Spendenaufrufs helfen dem Künstlergut!

 

Ich habe ein ein paar Fotos, auf denen meine Zusammenarbeit mit Ute zu sehen ist, herausgesucht. Der Jürgen (siehe hier) hat sich auch auf den Fotos eingeschlichen. Hier könnt ihr seinen Bericht über Ute vom Künstlergut Prösitz lesen.

 

 

 

Wo Farben das Licht der Welt erblicken: Schmincke – Bericht von Susanne Haun

Posted in Aquarell, Was es sonst so gibt!, Zeichnung by Susanne Haun on 23. Januar 2017

 

Letzte Woche lud der Künstlerfarben Hersteller Schmincke zu einer Betriebsführung mit Vorstellung der neuen Horadam Aquarellfarbtöne ein.  Am 1. Februar 2017 werden die neuen Farben auch im Fachhandel erhältlich sein (siehe hier).

 

Betriebsführung bei Schmincke (c) Foto von Susanne Goch - Schmincke

Betriebsführung bei Schmincke (c) Foto von Susanne Goch – Schmincke

 

Zuerst möchte ich Frau Schoon, Frau Goch und Herrn Baumgarten für die beiden inspirierenden Tage danken. Die Veranstaltung begann mit einem leckeren Abendessen und einem regen Austausch über Farben, Workshops und die Kunst und Arbeitsweise der Einzelnen an sich. Bei der Betriebsführung am nächsten Tag kam ich mir vor, wie bei der Sendung mit der Maus. Auf dem Schmincke youtube Kanal könnt ihr euch hier (Klick) einen kleinen Film zur Produktion der Horadam Aquarellfarben anschauen und auch erfahren, woher der Name Horadam kommt.

Mit den neuen Farben gibt es jetzt insgesamt 140 Aquarellfarbtöne von Schmincke. Hier (Klick) findet ihr den Folder mit Informationen rund um die Farben und einer Farbkarte.

Wir hatten das Glück, die neuen Farben auf einer „Dot Card“, die Horadam Farbmuster auf einer Aquarellkarte enthält, zu testen. Ab dem 1. Februar gibt es auch 80er und 140er Dotkarten kostengünstig im Handel zu kaufen. Auf der Karte sind kleine Farbpunkte, die mit Wasser anzulösen sind und die auf dem darunter liegendem Feld getestet werden können. So erhält man eine gute Hilfe beim Kauf der Farben. Statt Farbflächen habe ich kleine Kreise in die leeren Flächen gezeichnet.

Meinen persönlichen Horadam Aquarellkasten habe ich zu meinem 18jährigen Geburtstag (vor knapp 34 Jahren) von meiner Oma zum Geburtstag geschenkt bekommen. Ich benutze ihn noch heute sehr gerne – natürlich habe ich im Laufe der Jahre immer wieder neue Näpfchen gekauft und die Farben nach meiner jeweiligen Leidenschaft einsortiert.

 

4 Schmincke Aquarellfarben Dot Card (c) Zeichnung von Susanne Haun

Schmincke Aquarellfarben Dot Card (c) Zeichnung von Susanne Haun

 

Zusätzlich bekamen wir zum Probieren drei Farben – natürlich jeder unterschiedliche Farbtöne und so tauschten wir innerhalb kürzester Zeit untereinander. Es war ein wohliges Gefühl, wie in der Kindheit hielten wir unsere Schätze vor uns, verglichen, wägten ab, um zum Schluß eine Auswahl mit unseren Lieblingsfarben in den Händen zu halten.

 

Mit Gris tauschte ich Perlynrot tief und mit Jens Kobalt Azur. Perlynrot tief hat eine neue Eigenschaft, die manche der Aquarellfarben besitzen: sie granuliert. Es gibt ein Aqua Granulierspray, das ich gerne auch bei den anderen Farben ausprobiert habe.

 

 

Natürlich benutze ich die Aquarellfarben zeichnerisch und mag die starke Farbigkeit, die durch die hohe Pigmenthaltigkeit der Farben beim Anlösen mit Wasser im Pinsel zur Verfügung steht.

 

1 Selbst mit Schmincke Aquarellfarben (c) Zeichnung von Susanne Haun

Selbst mit Schmincke Aquarellfarben (c) Zeichnung von Susanne Haun

 

Die Aquarellfarben ergeben in Kombination mit Tusche sehr interessante Effekte, das gefällt mir.

 

Die Tusche läuft sehr interessant in die feuchte Aquarellfarbe - gefällt mir - Foto von Susanne Haun

Die Tusche läuft sehr interessant in der feuchten Aquarellfarbe – gefällt mir – Foto von Susanne Haun

 

Vorsätze für das Neue Jahr 2017 – Susanne Haun

Posted in Tiere, Vom Bloggen an sich, Was es sonst so gibt!, Zeichnung by Susanne Haun on 9. Januar 2017

 

Ich wünsche allen meinen Lesern ein gute, erfolgreiches, harmonisches Neues Jahr!

 

Durchschnittlich sitze ich 1 bis 3 Stunden für die Erstellung eines Blogbeitrags am Schreibtisch, denn wenn ich etwas mache, dann möchte ich es mit ganzem Herzen machen und nicht Husch Husch. Da ist das Scannen der Arbeiten, sortieren der Fotos, recherchieren und formulieren der Texte.

Der Blog ist mein Gedächtnis, jedoch fragte ich mich zum Ende des Jahres, ob ich mich wirklich an jeden Tag meines Lebens erinnern muss oder nur an die wichtigen Dinge meines Künstlerlebens. Aber was ist wichtig? Nichtsdestotrotz – ich wünsche mir mehr Zeit zum Zeichnen und zum Denken und so habe ich beschlossen, ab Januar nur noch an 4 statt an 7 Tagen der Woche zu bloggen. Dazu habe ich mir die Tage Montag, Mittwoch, Freitag und Sonntag ausgesucht.

 

Vorsätze für das neue Jahr (c) Foto von Susanne Haun

Vorsätze für das neue Jahr (c) Foto von Susanne Haun

 

„Warum kündigst du das an und machst es nicht einfach?“, fragte mich ein Kollege, dem ich von meinem Vorhaben erzählte.

Ich finde, dass dieser Einschnitt nach dem täglichen Bloggen seit März 2009 so wichtig für mich und meine Kunst ist, dass es als Ereignis in die Chronologie meines Blogs festgehalten gehört.

Am 31. des vergangenen Jahres gossen wir Blei; es ist schon eine Herausforderung, etwas aus den silbernen Gebilden zu sehen. Aber: geht doch!

 

 

Blogpause verbunden mit den besten Wünschen für Weihnachten und dem Neuen Jahr – Susanne Haun

Posted in Berlin, Foto, Vom Bloggen an sich, Was es sonst so gibt! by Susanne Haun on 23. Dezember 2016

 

Dieses Jahr schenke  ich mir zu Weihnachten eine Blogpause von zwei Wochen.

Ich wünsche allen meinen Leserinnen und Lesern ein besinnliches, friedliches Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins Jahr 2017.

Ich freue mich darauf, euch ab dem 9. Januar 2017 wieder auf meinem Blog begrüßen zu dürfen.

 

Frohe Weihnachten von Susanne Haun (c) Foto von M.Fanke

Frohe Weihnachten von Susanne Haun (c) Foto von M.Fanke

 

 

12 U-Bahnminuten entfernt – Susanne Haun

Posted in Berlin, Landschaft, Vergänglichkeit, Was es sonst so gibt!, Zeichnung by Susanne Haun on 20. Dezember 2016

Die Gewalt rückt an einen Ort vor, den ich seit meiner Kindheit besuche, wo ich hingehe, um Kaffee zu trinken, um mich mit Freunden zu treffen und wo eines der Kinos meiner Kindheit liegt. 12 U-Bahn-Minuten benötige ich mit der U9 von zuhause zum U-Bahnhof Zoo und zum Breitscheidplatz.

Sehr ungläubig habe ich gestern Abend im Fernsehen die Ereignisse verfolgt und ob der Dimension für die Angehörigen der Verstorbenen und der Verletzten und letztendlich auch ob der Dimension für unser Berlin konnte ich nicht verhindern, still vor mich hin zu weinen.

War ich nicht erst letzte Woche im Bikinihaus? Und bin ich nicht das ganze vorige Semester Bahnhof Zoo ausgestiegen, um  zu meinem Seminar an der udk zu gelangen? Hat Mama mich nicht als Kind an die Hand genommen und mir erklärt, warum die Gedächtniskirche keine Spitze hat und was es mit dem Gedächtnis vor dem Wort Kirche auf sich hat?

Ich bin traurig und bewegt, werde mein Leben jedoch nicht ändern. Ich werde weiter im Zoopalast auf der großen Leinwand Filme schauen, werde weiter über Weihnachtmärkten laufen, werde weiter U-Bahn fahren und zu anderen Orten fliegen und werde weiter mein Leben in Freiheit leben.

 

Ich sende den Angehörigen der Betroffenen Kraft, diese Situation zu bewältigen.

 

Entstehung Feurige Blumen auf dem Kreuz (c) Zeichnung von Susanne Haun

Entstehung Feurige Blumen auf dem Kreuz (c) Zeichnung von Susanne Haun

 

 

postfaktisch WAHR oder FALSCH – Susanne Haun

Posted in Stillleben, Was es sonst so gibt!, Zeichnung by Susanne Haun on 12. Dezember 2016

 

Am Samstag stand ein Artikel zum Wort des Jahres – postfaktisch – von Malte Lehming im Tagesspiegel .

Postfaktisch? Was ist das?

“ „Postfaktisch“: wenn die gefühlte Wahrheit wichtiger ist als die auf Fakten basierende.“² kann der Leser auf der Seite der Tagesschau kurz und knapp lesen.

 

1 Wahr oder Falsch - Postfaktisch - 20 x 60 cm (c) Zeichnung von Susanne Haun

Wahr oder Falsch – Postfaktisch – 20 x 60 cm (c) Zeichnung von Susanne Haun

 

„Dem Wort fehlt die Klarheit. „Postfaktisch“ heißt übersetzt nichts anderes als „falsch“³. Die Meldung stimmt nicht, die Nachricht ist eine Ente, das Gerücht enbehrt jeder Grundlage, die These kann nicht belegt werden.“ schreibt Malte Lehming. Weiter schreibt er, dass es einen Unterschied zwischen wahr und falsch wie zwischen Tag und Nacht gibt, es aber Dämmerung gibt, die Tag und Nacht nicht wiederlegen.

Die Diskussion um das Wort postfaktisch macht mir Angst. Habe ich immer den Notwendigen Hintergrund, um entscheiden zu können, was wahr und was falsch ist?

Sicher, ich komme nicht auf die Idee, Nachrichten in Facebook, Twitter oder ähnlichen Online-Plattformen zu lesen, aber natürlich ist mir die Subjektivität des Wortes Wahrheit bewusst. Werde ich in Zukunft die Zeit haben, immer vertrauenswürdige Quellen zu suchen, die das gelesene Belegen? Wie bewerte ich Quellen? In der Schule habe ich gelernt, mindestens zwei Zeitungen zu lesen. Zeitlich gesehen ist das ein Ding der Unmöglichkeit.

Es macht mir Angst, wie Falschmeldungen Menschen mobilisieren können und es macht mir Angst, dass es nicht nur heute, sondern immer Menschen geben wird, die das ausnutzen und für ihre Zwecke verwenden werden.

 

 

 

 

Der neue Künstlertyp – was zeichnet heute den Künstler aus? – Susanne Haun

Posted in Portraitmalerei, Selbstbildnisse, Was es sonst so gibt!, Zeichnung by Susanne Haun on 3. September 2016

 

Weihnachten bekam ich ein Jahresabo des art magazines (siehe hier) geschenkt.

 

Selbst - Streifend - Zeichnung von Susanne Haun - 25 x 25 cm - Tusche auf Bütten

Selbst – Streifend – Zeichnung von Susanne Haun – 25 x 25 cm – Tusche auf Bütten

 

Ich schaffe es nicht immer, das Heft sofort zu lesen. So habe ich erst heute die Folie vom neuen September Heft aufgerissen. Grundsätzlich lese ich immer zuerst das Editorial. Es ist für mich wie die Einleitung einer Hausarbeit, die mich auf den kommenden Text, in dem Fall die vorliegende Ausgabe des art magazine, vorbereitet.

Dieses mal habe ich nach dem Editorial  gleich zum Artikel Fitte Künstler Saufen und Rauchen war gestern  von Kolja Reichert vorgeblättert.

Was zeichnet heute den Künstler aus? ist eine der Fragen, die Reichert im Artikel stellt. Unter anderem schreibt Reichert, dass das Modell für den Künstler heute „der Start-up-Gründer, der originelle Nerd, der mit disruptiven Innovationen seinen Investoren das rare, wertvolle Angebot macht (…).“².

Ganz ernst meint das Reichert sicher nicht, aber es liegt trotzdem viel Wahrheit in den Worten.

Ersteinmal habe ich das  Wort disruptive betrachtet. Im Duden ist unter  disruptive (englisch) „störend, zerstörerisch, zu: to disrupt = stören, unterbrechen < lateinisch disruptum, 2. Partizip von: di(s)rumpere= zerreißen“  zu finden.

Ich bin das alles, was Reichert schreibt, ich vermarkte mich selber, kontakte, organisiere Ausstellungen, spreche Sammler an, versuche Sponsoren zu finden usw. Ich mache faktisch zwei Dinge gleichzeitig: ich bin Künstlerin und meine eigene Galeristin.

Habe ich mir das so vorgestellt, als ich mich für das Künstlerinnendasein entschied?

Ich kann mit einem entschiedenen „JEIN“ antworten.  Ich möchte eigentlich nur zeichnen, gerne in Ruhe und Ausgeglichenheit ein Thema erforschen und festhalten. Ich habe das Gefühl, da kommen im Moment immer wieder dringende Vermarktungsarbeiten dazwischen. Das gefällt mir nicht. Ich wünsche mir also wieder einmal eine gute Galerievertretung. Dafür muss ich jedoch ersteinmal bewerbungstechnisch tätig werden und das macht viel Arbeit, die mir dann wiederum beim Zeichnen fehlt. Nein – keine Ausrede, ich bin dran und war gestern gerade erst bei einem Gespräch in einer Galerie…..

Vorerst werde ich die Prioritäten ein bißchen von hier nach dort verschieben und wie durch Zaubershand wird am Ende mehr Zeit zum Zeichnen übrig bleiben.

 

Selbst im Kosmos (c) Zeichnung von Susanne Haun

Selbst im Kosmos (c) Zeichnung von Susanne Haun

 

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² Reichert, Kolja. Fitte Künstler Saufen und Rauchen war gestern, in: art magazine, Hamburg September 2016, S. 38 – 41.

Kommunikation planen, Kontakte pflegen, Kunden gewinnen und eine Chrysantheme – Susanne Haun die Zeichnerin und Businessfrau

In meinem Blog bin ich in der Regel ganz Künstlerin.

Natürlich muss ich als Künstlerin auch an die Vermarktung und den Verkauf meiner Arbeiten denken, denn schliesslich muss ich meine Miete und die Morgenbrötchen zahlen. Susanne Jestel (siehe hier) ist unter anderem Beraterin zu Marketing- und Kommunikationsfragen. Ich lernte sie bei einem Netzwerktreffen in der Remise Steglitz  (Die Werkstatt für Unternehmen) kennen und ihr gefiel mein strukturierter Tagesablauf und sie bat mich um ein Interview.

Es ist nicht immer einfach, die Zeichnerin mit der Businessfrau zu vereinbaren. Bei Interesse könnt ihr hier im Interview mit mir auf dem Blog von Susanne Jestel erfahren, mit welchen Rhythmen ich diese Gradwanderung bewältige .

Ich beginne zum Beispiel meine Tage in der Regel mit einer Zeichnung und ich habe beschlossen, meine Vernissageblumen zu zeichnen. Elke brachte einen großen wunderschönen Blumenstrauß zur Ausstellungseröffnung Wegschütten mit und ich habe zuerst die Chrysamtheme gezeichnet.

 

 

 

Susanne Haun Kunst-Blog

Wer Interesse hat, kann zum Thema Kontakteknüpfen meine Infoveranstaltung beim bbk Berlin besuchen:

Kunst-Blog: Künstler/innendarstellung – Kontakte knüpfen mit dem eigenen Blog – Susanne Haun –

ZEIT

Donnerstag, 06.10.2016 von 15-18 Uhr, Anmeldeschluss: Di, 04.10.2016 / 15 Uhr

ORT

bildungswerk des bbk berlin, Köthener Str. 44, 10963 Berlin, (Seminarraum, 3. Etage, Fahrstuhl)

KOSTEN

15 Euro

ANMELDUNG

ÜBER DEN BBK-BERLIN (siehe hier)

bildungswerk des bbk berlin GmbH, Köthener Str. 44, 10963 Berlin

Jole Wilcke – Veranstaltungsorganisation, tel 030 230 899-43

INFO

– Lasst euch entdecken –

Durch die sozialen Medien ist es heute möglich, bequem von überall her Kontakte zu knüpfen und sich als Künstler/in darzustellen. Mit dem eigenen Blog ist es unkompliziert, die Aufmerksamkeit von Galerien, Kunstinstitutionen und der Kunstkritik zu erlangen und einen Austausch mit anderen Künstler/innen zu führen.
Ein Blog ist beständiger als Facebook oder Twitter und kann als eigenes Gedächtnis funktionieren und somit eine wertvolle Hilfe beim Zusammenstellen von Ausstellungen und Portfolios sein. Der Blog lässt sich in die eigene Homepage integrieren. Die eigenen Beiträge im Blog lassen sich per Knopfdruck oder automatisch in Facebook, Twitter usw. verteilen.
Diese Infoveranstaltung verschafft in Kürze einen Überblick über die Möglichkeiten, die ein Blog bietet. Es wird nicht gezeigt, wie ein Blog technisch erstellt wird.

Der Kurs findet ab 5 Anmeldungen statt.

 

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