Susanne Haun

Erinnerungen an Boulder Beach, Südafrika – Radierung von Susanne Haun

Posted in Radierung, Tiere, Zeichnung by Susanne Haun on 31. März 2020

 

Pinguine an der Boulder Beach, 20 x 15 cm, Aquatinta Radierung von Susanne Haun (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2020

Pinguine an der Boulder Beach, 20 x 15 cm, Aquatinta Radierung von Susanne Haun (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2020

 

In Zeiten der Kontaktsperre durch Covid-19, Corona fehlt es mir zum Glück nicht an künstlerische Inspirationen. Gestern zeigte ich euch (klick) wie das Motiv Pinguin schon im Jahr 2007 in meine Kunst einfloß.

Letzte Woche, nach dem Schreiben des ersten Entwurfs des gestrigen Blogbeitrags, hatte ich Zeit, den ganzen Tag zu radieren und die Pinguine waren mir noch nicht aus dem Kopf gegangen.

Nach der Strichätzung erstellte ich die Aquatinta in 4 Ätzstufen. Die Ruhe beim Radieren tat mir sehr gut und da Fernweh wird durch den Berg und das Meer symbolisiert, den man an der Boulder Beach so nicht findet und den ich trotzdem so in Erinnerung habe.

Hier ein kleiner Überblick in Fotos, die bei der Erstellung der Radierung entstanden. Es ist sehr schwer, die glänzende Zink-Radierplatte zu fotografieren, das sie aufgrund des glänzenden Materials reflektiert, aber ich denke, es ist mir gut gelungen.

Nach der Kontaktsperre werde ich wieder einen Radier-Workshop anbieten. Der Termin wird in Abstimmung mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern festgelegt. Die maximale Teilnehmerinnen / Teilnehmerzahl beträgt 4 Personen.

In diesem (Klick) hier veröffentlichten Blogbeitrag erhaltet ihr einen Eindruck, wie der Radierkurs abläuft.

Der Workshop findet an einem von den Teilnehmerinnen ausgewählten Wochentag in der Zeit von 10 – 16 Uhr statt, 3 Zinkplatten der Größe 15 x 20 cm müssen mitgebracht werden. Alle weiteren Materialien sind im Kurspreis von 100 Euro pro Person enthalten.

 

 

Auf Instagram hatte ich schon letzte Woche einen kleinen Film vom Radieren eingestellt:

 

 

 

Freiheit, Capri und der geflügelte Löwe – Susanne Haun

Posted in Tiere, Zeichnung by Susanne Haun on 21. März 2020

 

 

Der geflügelte Löwe, Tusche auf Aquarellkarton, 65 x 50 cm, Zeichnung von Susanne Haun (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2020

Der geflügelte Löwe, Tusche auf Aquarellkarton, 65 x 50 cm, Zeichnung von Susanne Haun (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2020

 

Die Bedeutung und das Selbstverständnis dieses kleinen Wortes FREIHEIT wird mir in Zeiten der Corona Krise eindeutig klar.

Ich sitze an meinem Rechner und bin traurig. Heute wären wir nach Neapel geflogen und von dort aus weiter nach Capri gefahren. Der Aufenthalt war schon im Oktober 2019 gebucht, der Flug von Easyjet ist bereits vor 2 Wochen abgesagt worden, das Geld ist auch schon wieder auf meinem Konto.

Ich trauere unserem Urlaub nach.

Was hatten wir bis vor kurzem noch für eine Freiheit und wie schnell ist sie vorbei!

Dazu muss ich nicht viel schreiben, wir alle spüren es. Wir lernen uns wieder selber kennen, mit unseren Fehlern und unseren Stärken. Wir können nicht ins Außen fliehen.

Was bleibt von Capri? Der Gedanke an die blaue Grotte, deren Wiederentdeckung August Kopisch in seinem Buch Die Entdeckung der Blauen Grotte auf der Insel Capri so gut beschreibt.

Was bleibt? Meine Vorstellung vom Blau der Grotte, das ich für den geflügelten Löwen verwendet habe. Spielerisch aber auch mit viel Wut spielt mein Löwe mit dem Virus Ball.

 

 

Im apokalyptischen Buch Daniel wird vom Löwen gesprochen, dessen Flügel gestutzt und durch ein Menschenherz ersetzt werden. Der Virus dominiert künstlerisch immer noch meine Gedanken. Nüchtern analysiere ich, um anschließend die Analyse in fantastischen Bildern umzusetzen. Ihr könnt euch den Löwen auch auf meiner online Präsenz der Pariser Galerie Singulart anschauen (siehe hier).

 

Hier an dieser Stelle möchte ich den Brief veröffentlichen, den Vera Kempf, Mitgründerin und verantwortliche Kuratorin von Singulart, den Sammlerinnen und Sammler der Kunstwerke der Galerie schrieb, sie spricht mir aus der Seele.

„Liebe Kunstliebhaber,

Wie Sie vielleicht bereits wissen, wurde in Paris die Ausgangssperre verhängt und daher schreibe ich Ihnen diese Zeilen aus meinem Wohnzimmer. Singulart möchten Ihnen versichern, dass wir – auch von zuhause aus – immer für Sie da sind. Wir bieten Ihnen weiterhin die gleiche Servicequalität und Kundenbetreuung, fördern unsere Künstler und unterstützen den Kunstmarkt.

Die Zustellung Ihrer bestellten Kunstwerke

Der internationale Warenhandel wird durch die sozialen Distanzierungsmaßnahmen vieler Regierungen vereinzelt, oder nur sehr wenig eingeschränkt. Unser Kundendienst tut alles, um sicherzustellen, dass Sie Ihre bestellten Kunstwerke weiterhin so schnell wie möglich erhalten werden. Falls Sie Fragen zu ihrer aktuellen Bestellung haben, wenden Sie sich an Ihren persönlichen Kunstberater oder kontaktieren Sie sales@singulart.com.

Online Kunst kaufen um den Kunstmarkt zu stützen

Gerade in einer Zeit in der Kunstmessen verschoben werden und Galerien für Wochen geschlossen sind, werden wir unserer Verantwortung den Kunstschaffenden gegenüber mehr denn je bewusst, denn die Künstler vertrauen uns, ihre Kunstwerke weiterhin international zu präsentieren. Daher setzen wir alles daran, unser tägliches Geschäft wie bis anhin zu führen.

Das Artist Liaison Team steht ebenso wie der Kundenservice weiterhin zur Verfügung, um Künstler in diesem Ausnahmezustand zu unterstützen und sie bei ihrem kreativen Schaffen zu bestärken. Wir sehen bereits jetzt erste Werke, die sich von der Situation inspirieren ließen und glauben, mehr denn je, an die gesellschaftliche Bedeutung zeitgenössischer Künstler.

Kunst als Schutzschild vor Einsamkeit, Langeweile und Monotonie

In der Zeit des zwangsläufigen Daheimseins haben wir weltweit eine Welle an Solidarität und Inspiration miterleben dürfen. Auch wir von Singulart möchten unseren Teil dazu beisteuern, diese Zeit der sozialen Distanz bestmöglich zu gestalten. Finden Sie Kunstwerke für Ihre eigenen vier Wände, oder folgen sie uns auf Facebook und Instagram für eine tägliche Dosis Inspiration.

Ich danke für Ihre Zeit und hoffe, dass Sie gesund bleiben.

Herzliche Grüße, Vera Kempf, Mitgründerin – Verantwortliche Kuratorin

 

Die Traumdeuterin und Seherin – Zeichnung von Susanne Haun

 

Die Traumdeuterin und Seherin, 65 x 50 cm, Tusche auf Aquarellkarton, Zeichnung von Susanen Haun (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2020

Die Traumdeuterin und Seherin, 65 x 50 cm, Tusche auf Aquarellkarton, Zeichnung von Susanen Haun (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2020

 

Auch wenn Martin (siehe hier) in seinem Kommentar zu meiner letzten Zeichnung zur Corona Pendemie folgendes schrieb:

Na, liebe Susanne, das will ich dann doch nicht hoffen, dass wir in die Phase des Weltendes eingetreten sind. Denn das war ja die Deutung des Traumes, die Daniel gehabt hat: Jedes Tier steht für ein Weltreich, das vierte Tier steht für das schlimmste, das letzte Weltreich (man hat lange gedacht, damit wäre das römische Reich gemeint), in dem es heiss hergeht und dessen Ende dann mit dem völligen Ende der Welt zusammenfällt …..

…. kann ich das Buch im Tanach (Bezeichnungen für die Hebräische Bibel) noch nicht ganz von der Feder lassen. Daniel war ein jüdischer Traumdeuter und Seher im babylonischen Exil.

Was würde ich als schwankende evangelische Frau sehen? Welche Träume habe ich? Spontan zeichnete ich dazu das heute gezeigte Bild und zitiere mich zeichnerisch dabei.

Martin, deine Worte haben mich eher noch mehr inspiriert, weiter zu zeichnen:

Die Tiere (Löwe, Bär, Panther) sind Bilder für antike Weltreiche, deren bestialische Bedrohlichkeit sich steigert: Während die Flügel des Löwen gestutzt und durch ein Menschenherz ersetzt werden, frisst der Bär Fleisch und der Panther hat mehr Flügel und Köpfe als seine Vorgänger. Das vierte Tier erscheint als besonders grausames, maßloses Wesen, das mit gewaltigen eisernen Zähnen alles frisst und zermalmt und mit seinen Füßen alles zertritt. Das elfte seiner Hörner habe drei vorige Hörner ausgerissen und mit einem menschlichen Maul anmaßend geredet.“ heißt es in  Wikipedia, wo ich einfacherweise die Zusammenfassung des Buches Daniel las.

So grausig es sich anhört, desto mehr Bilder habe ich im Kopf. Sollte ich mir da Sorgen machen? 😉

 

Hier einige Details- und Entstehungsfotos der Zeichnung:

 

Hier ist der Link zum Bild auf meiner Online Präsenz bei Singulart (klick).

For my english speaken readers:

Haun witer outlines her views on the Corona Virus. Here she is clearly the center of attention, the virus begins to dominate her thoughts. With this drawing she starts a relief to get the situation under control.
The quarantines imposed are just as bad for artists whose profession largely consists of communication as they are for restaurants, theaters and museums. While drawing, Susanne Haun also had a quote from the Bible in her head that she discovered on the net: „The fourth animal was very different from all the others, very terrible, with iron teeth and brazen claws, which ate up and crushed itself and with his feet crushed what was left. (…) And it had ten horns on its head. “ Daniel 7.19 f.
Daniel was a Jewish dream interpreter and seer in exile in Babylon.

 

Zitat am Sonntag – Dalai Lama

Posted in Tiere, Zeichnung, Zitat am Sonntag by Susanne Haun on 16. Februar 2020

 

 

Bedenke: Nicht zu bekommen was man will, ist manchmal ein großer Glücksfall.

Dalai Lama

 

Dalai Lama ist der Titel des höchsten Trülku innerhalb der Hierarchie der Gelug-Schule des tibetischen Buddhismus. Ich lese sehr gerne den Blog von Serap. Das heutige Zitat habe ich dort gefunden (siehe hier). Serap nennt die Zitate, die sie auf ihrem Blog sammelt Prägende Zitate (siehe hier). Es lohnt sich, zu stöbern. Der gegenwärtige 14. Dalai Lama ist der 1935 buddhistische Mönch Tenzin Gyatso. Es geht aus Seraps Beitrag nicht hervor, von welchen der Mönche, die den Titel des Dalai Lamas tragen, das Zitat stammt.

 

Rot von dem Blut seines Herzen – aus „der Alte Mann und das Meer“, Zeichnung von Susanne Haun

 

Kunst fotografieren – Susanne Haun

Posted in Foto, Reproduktion von Kunst, Tiere, Zeichnung by Susanne Haun on 12. Februar 2020

 

Man sollte meinen, dass mit der heutigen Technik ein Werk schnell und vor allem qualitätiv gut, zu fotografieren ist.

Leider trifft das nicht auf große Zeichnungen mit viel weißer Fläche zu. Ich bin langsam am verzweifeln, weil mein Fotoapparat scheinbar tausende von Weißtönen findet!

Ich möchte eine Broschüre mit einer Auswahl meiner Arbeiten der letzten 5 Jahre erstellen. Dazu brauche ich gute, druckfähige Fotos.

Hier seht ihr den Aufbau zum fotografieren.

Ich verwendete eine Canon EOS 550D mit einem Canon Compact-Macro Lens EF 50MM 1:25.

Ich fotografierte: Movement of Capetown, South Africa, 2019,  200 x 125 cm, Tusche auf Aquarellkarton, Zeichnung von Susanne Haun (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2020

Keine der Abbildungen taugt für die Broschüre!

 

 

Und hier seht ihr die Ergebnisse!

Dann gibt es natürlich noch die Möglichkeit der Bearbeitung mit Lighroom. Dazu sind aber die Fotos einfach zu schlecht! Die Lighroom bearbeiteten Abbildungen seht ihr groß am rechten Rand der Galerie.

 

 

 

 

Zigarrenbrettchen Kunst – Ich, der Widder – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Ausstellung, Tiere, Zeichnung by Susanne Haun on 10. Februar 2020

 

Selbstbildniss als Widder, 22 x 15 cm, Tusche und Acryl auf Zigarrenbrettchen, Zeichnung von Susanne Haun (c) VG Bild-Kunst Bonn 2020

Selbstbildniss als Widder, 22 x 15 cm, Tusche und Acryl auf Zigarrenbrettchen, Zeichnung von Susanne Haun (c) VG Bild-Kunst Bonn 2020

 

Langsam trudeln die Zigarrenbrettchen für die Salon Ausstellung (siehe hier) am 18. Februar 2020 bei mir ein.

Ich bin begeistert über die Vielfalt der Arbeiten, die mich zum Beispiel aus Mainz, Rostock, Koblenz und Berlin erreichten.

Gerne könnt ihr weiterhin Arbeiten senden. Siehe hier die Ausschreibung (Link). Alles, was mich bis zum 15. Februar erreicht, kann ich noch berücksichtigen.

Rosie Geisler hat einen Bluesmusiker auf ihrem Zigarrenbrettchen festgehalten (siehe hier) während Carsten Wieland (siehe hier) ein Schiff in stürmischer See und ein Haus, das mich an den Film Psycho erinnert, festhielt.

Als aller erstes Brettchen erreicht mich ein abstraktes Motiv von Tom aus Berlin, der vielen von euch vom Blog kormoranflug (siehe hier) bekannt ist.

Mein Gast Frank Koebsch bereitet sich besonders auf den Salon vor, wie ihr unter anderem an diesem Beitrag (siehe hier) in seinem Blog erfahrt.

Auch ich zeichne weiterhin auf Zigarrenbrettchen. Die heute gezeigte Arbeit meines roten Widders ist ein Selbstportrait ;-).

 

 

Projekt ohne Namen – Jürgen sinniert über Spülbecken – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Marker, Projekt ohne Namen, Tiere, Zeichnung by Susanne Haun on 5. Februar 2020

 

Maus am Spülbeckenrand, Vers. 2, 30,5 x 22,7 cm, Marker auf Katalog, Aneignung, Zeichung von Susanne Haun (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2020

Maus am Spülbeckenrand, Vers. 2, 30,5 x 22,7 cm, Marker auf Katalog, Aneignung, Zeichung von Susanne Haun (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2020

 

 

#37

J: „Im Spülbecken, da in der rechten Ecke, saß die kleine Maus, geduckt, aber unbeeindruckt und …“

S: „… fraß eine nach der anderen die Zeichnungen auf!“

 

 

 

Maus am Spülbeckenrand, Vers. 1, 30,5 x 22,7 cm, Marker auf Katalog, Aneignung, Zeichung von Susanne Haun (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2020

Maus am Spülbeckenrand, Vers. 1, 30,5 x 22,7 cm, Marker auf Katalog, Aneignung, Zeichung von Susanne Haun (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2020

 

 

Dein Satzanfang hat mir gut gefallen, Jürgen, ich hatte sofort Bilder im Kopf während ich ganz in Ruhe mein Morgenmüsle aß, Kaffee trank und schmunzelte. Ein Mäuschen im Beckenrand. Ich habe es fast in meiner Spüle gesehen, wie es saß und eine nach der anderen meine Zeichnungen vernichtete. So wird dich mein neuer Satzanfang auch nicht wundern:

 

#38

S: „Susanne ißt ihr Müsli am Morgen und denkt …

 

 

________________

Hier könnt ihr in unseren bisherigen Satzanfängen und -enden stöbern. Schon seit November 2016, vielleicht mit kurzen Unterbrechungen, führen Jürgen und ich diesen Dialog.

#36 (siehe hier)

S: „Es wäre an der Zeit, für unsere vielen Projekte, Zeichnungen und Drucke einen Ausstellungsort zu finden ….
J: „… denn wenn es an der Zeit ist, ist es an der Zeit – meinte ja schon der ewige Dürer als er an seinem berühmten Hasenkopf herumkritzelte.“

#35 (siehe hier)

J: „Wenn es nach mir ginge könnte ich im Moment ewig leben, …“
S: „… jedoch macht die Endlichkeit das Leben umso intensiver.“

#34 (siehe hier)

S: „Der Gedanke dieses Projekts liegt im …“
J: „…dunklen Keller.“

#33 (siehe hier)

J:„Sie sagen, ich trage die Schuld dafür, dass …“
S: „… ich mich schuldlos fühle.“

#32 (siehe hier)

S: „Kaffee! Noch mehr Kaffee!!! Kaffee ist das …“
J: „…was meine Zunge benötigt: rechts und links und vorne und hinten und sauer und bitter und süß.“

#31 (siehe hier)

J:  „Dieses Ding frisst kein Brot, aber ….“
S: „… es ist neckisch, es sich anzueignen.“

#30 (siehe hier)

S: „Der Stein ist ein Dada der Gertrude …“
J:  „… und damit ist alles beisammen, was die Welt der rose is a rose is a rose is a rose zusammenhält.“

#29 (siehe hier)

S: „Der Kalender neben meinem iMac zeigt Freitag, nicht den 13., und ich habe Hunger, was mich dazu veranlasst …“
J: „… eine der Druckplatten abzulecken –  nämlich die mit dem Hummermotiv.“

#28 (siehe hier)

J: Wir baten Oma sehr oft, wirklich sehr oft,  ihre zweiten Zähne in den Mund zu nehmen  …
S: … und waren jedesmal überrascht, dass sie ihre eigenen Zähne zeigen konnte. Wem gehörten also die zweiten Zähne?

#27 (siehe hier)

S: Simple und einfach ist nichts auf dieser Welt, weil …
J: …immer irgendwas in der Landschaft herumsteht und stört.

#26 (siehe hier)

J: Mir gefällt, dass …
S: … immer wieder Zeichnen von Linien!

#25 (siehe hier)

S: Natura naturata und natura naturans“ sind zwei ästhetische Begriffe, die …
J: … die mir etwas von der Trias „Gott, Natur und Mensch“ erzählt haben, die aber beim intuitiven Bogenschießen keine Rolle spielen.

#24 (siehe hier)

J: Die Weltenseele ist mir noch nicht begegnet, …
S: … während sie Susanne in dem kleinsten Blatt, selbst im Ion entdeckt.

#23 (siehe hier bei Jürgen und hier bei Susanne)

S: Inhaltsverzeichnisse sind Wissensquellen, die ….
J: …die das Rhizom fressen wird!“

#22 (siehe hier)

J: Und während ich hier in meinem kleinen Atelier sitze…
S: … schaue ich aus meinem Atelierfenster und imaginiere die Erhabenheit der Berge.

#21 (siehe hier)

S: Ein neuer Anfang bedeutet …
J: … Reset, und die alten Einstellungen werden in der Maschine gespeichert

#20 (siehe hier)

J: Der Himmel wartet, doch die Erde verlangt …
S: Liebe, Respekt und Verantwortung.

#19 (siehe hier)

S: „Durst wird nicht immer durch Wasser gelöscht, sondern …“
J: “ … auch mit Erdöl!“

#18 (siehe hier)

J: „Wenn ich mit dem Finger schnipse, …“
S:  „… passiert nichts weiter außer ein Schnipsen.“

#17 (siehe hier)
S: „Eine Linie biegt sich nach links nach rechts, um dann…“
J: „… an den Rändern des Blattes zu verschwinden.“

#16 (siehe hier)

J:  „Mein Engelchen, ich sage Dir …“
S:  „… nichts ist perfekt aber alles ist möglich!“

#15 (siehe hier)
S: „Wörter sind immer …“
J: „… gut oder böse.“

#15.1 (siehe hier)
J: „Worte, die den Raum fülleun und als ewiges Licht bleiben.“

#14 (siehe hier)
J: „Ich konnte zuerst den Weg nicht finden, …“
S: „… aber dann sah ich es: Am Ende des Weges war alles voller Bücher, Papier und Tinte.“

#13 (siehe hier)
S: „Wie Schneeflocken werden die Pappelsamen durch die Luft getragen und …“
J:  „… sind wie Worte, die die Erde lockern werden.“ (aus Enzensberger, Windgriff, 1964)

#12 (siehe hier)
J: „Ich schaue mich im Spiegel an und denke: …“
S: „… Nichts!“

#11 (siehe hier)
S: Die Ferne lockt mit fremden Geruechen, Farben und Tönen …
J:  …, doch mein Herz schlägt nur für dich.

#10 (siehe hier)
J: „Ich war jung und töricht, naiv und unbedarft …“
S: „… und dabei sehr fröhlich und sorglos.“

#9 (siehe hier)
S: Der Mensch blickt zurück in sich selbst und findet in der Zukunft …..
J: … den „loving cup“.

#8 (siehe hier)
J: „Der, der alleine ins Wasser geht, das ist „der Alleineinswassergeher“ und die, die zu mehreren gehen …“
S: „…werden sich selbst vergessen, fröhlich sein und planschen.“

#7 (siehe hier)
S: „Kalte Hände sind ein kritisches….“
J: „… Phänomen, denn wie sagte Christoph Ernst Freiherr von Houwald, so ungefähr: „Nimm noch einmal in Deine kalten Hände des warmen Herzens Signatur. Und ist Dein Herzensspiel noch nicht zu Ende, und kommt ein neuer Akt: so klingle nur.“ ( frei übertragen aus: Christoph Ernst Freiherr von Houwald, die Freistatt, vierte Szene, Leipzig 1820)

#6 (siehe hier)
J: „Wenn sie losgelassen werden und durch die offenen Tore fegen …“
S: „… können nicht die größten Drollerien sie aufhalten.“

#5 (siehe hier)
S: „Das perfekte Ding ist …“
J: „… das momentane Ding“

#4 (siehe hier)
J: „Ich höre die schweren Maschinen in der Ferne und ahne …“
S: „… dass sie an ihrer Last zerbrechen.“

#3 (siehe hier)
S: „Es ist schwer vorstellbar, dass der hoch in den Himmel aufragende Turm …!“
J: „… tatsächlich ein Raumschiff darstellt.“

#2 (siehe hier):
J: „Heute ist heute, morgen wird übermorgen und  …“
S: „… gestern ist nicht gewesen sondern wird Erinnerung.“

#1 Projektauftakt (siehe hier):
S: „In der Nacht verschwimmen die Gegenstände zu schwarzen verwischten Flächen, deshalb ……“.
J:  „… versucht der Abfalleimer ein verzweifeltes Glühen“.

 

Jürgen hat auf Instagramm das Projekt ohne Namen aufgenommen und es begonnen, mit Leben zu füllen. Hier könnt ihr dem Projekt folgen:

https://www.instagram.com/projektohnenamen/

 

Zur Erinnerungsaufrischung der Leserinen und  Leser:

Julian Schnabel eignete sich 1989 ein gefundenes Ölgemälde 51 x 38,5 Inches (1,40 x 1 Meter) an.

Der Künstler bearbeitete es mit Ölfarbe und Marker und eignete sich damit das Kunstwerk an, machte es zu einem Teil seinesŒuvres.

«Appropriation Art» wird diese Art der Zeitgenössischen Kunst genannt.

Schnabel ist kein Kopist, er setzt mit seiner Arbeit bewusst einen Stachel in das Konzept der Autorschaft. Wenn ihr diesem Link folgt (Klick) könnt ihr euch von Andreas Beyer von der Universität Basel als Audiodatei anhören, was unter Aneignung in der Kunst zu verstehen ist.

In diesem Artikel der NY Times (Klick) könnt ihr ein Foto von Schnabels angeeigneten Ölgemälden sehen. Ich vermute, dass die meisten von euch Schnabel bisher eher als Filmregisseur wahrgenommen haben. Vielleicht hat der eine oder andere schon den neusten Film Schnabels über van Gogh gesehen? Wilhem Dafoe spielt den schon so oft dargestellten Künstler, der durch seine Naturdarstellungen und vor allem durch sein abgeschnittenes Ohr einen herausragenden Platz in der Kunstgeschichte einnimmt.

Seit ca. zwei Jahren arbeiten Jürgen und ich am Projekt ohne Namen. Wir werfen uns angefangene Sätze in unseren Blöggen zu, die der andere – natürlich künstlerisch – beantwortet. In diesen Sätzen werden die jeweiligen aktuellen Themen der beiden verarbeitet.

So kommt es, dass ich mit meinen Markerstiften und Acryl mir den Schnabel angeeignet habe. Natürlich nicht sein Original. Bei irgendeinem Flohmarktbesuch kaufte ich mir fasziniert den Katalog JULIAN SCHNABEL – Fox Farm Paintings, December 1, 1989, – Januarx 6, 1990, The Pace Gallery, 32 East 57th Streer, New York 10022.  Der Katalog ist 30,5 x 22,8 cm groß.

 

Einer Flog über einen Fisch – Zeichnung auf Leinwand von Susanne Haun

Posted in Engel, Tiere, Zeichnung by Susanne Haun on 29. Januar 2020

 

Ich möchte wieder einmal auf mein Instagram Konto hinweisen.

Es kommt selten vor, dass ich eine Zeichnung  bei Instagram poste, die noch nicht auf meinem Blog ist.

Ich nenne das Bild einer Flog über einen Fisch. Es ist mit Tusche auf Leinwand gemalt, gezeichnet!

Wird durch den Bildträger Leinwand eine Zeichnung zum Gemälde? Oder bleibt es durch die Tusche als Zeichnung bestehen?

 

 

 

Einer flog auf einem Fisch, 20 x 20 cm, Tusche auf Leinwand, Zeichnung von Susanne Haun (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2020

Einer flog auf einem Fisch, 20 x 20 cm, Tusche auf Leinwand, Zeichnung von Susanne Haun (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2020

 

Aus meinem Werkverzeichnis: Fauler Löwe im Glück – Susanne Haun

Posted in Tiere, Zeichnung by Susanne Haun on 13. Januar 2020

 

Fauler Löwe im Glück, 23 x 31 cm, Tusche auf Aquarellkarton, Zeichnung von Susanne Haun (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2020

Fauler Löwe im Glück, 23 x 31 cm, Tusche auf Aquarellkarton, Zeichnung von Susanne Haun (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2020

 

„Ein breites, zufriedenes Lächeln und ein schielender Blick, der inkeine bestimmte Richtung schaut. So präsentiert sich uns der „Faule Löwe im Glück“. Sein mächtiger Kopf wird umkranzt von einer Mähne, deren Fülle und Schwere das strahlende, mittels Pinsel aufgetragene
Blau begreifbar macht. Es ist nicht klar, ob sich der Löwe im Liegen zu uns umwendet oder ob einzig sein Kopf inmitten der Darstellung schwebt. Zur rechten Seite des Kopfes hin umreißt eine dünne Linie in vage angedeuteter, körperhafter Form dynamisch geschwungene Lettern, deren enges Beisammensein Assoziationen an buschiges Fell zu erwecken vermag. Ein Wort scheint sich hierbei deutlich zu wiederholen und die Zufriedenheit des Tieres zu kontextualisieren: „fertig. Fertig.“ Auf ihrem Blog bezeichnete die Künstlerin Susanne Haun die Zeichnung noch als „Löwe nach der Klausur“ und merkte diesbezüglich an, dass die Freude über die anbrechenden Semesterferien in diesem Bild Ausdruck fand. Ebenso wie ein Löwe nach einer erfolgreichen Jagd die wohlverdiente Ruhe genießt, so muss auch der von Deadlines und Prüfungen angestrengte Verstand der Künstlerin seine Ruhe finden, damit er – gleich dem Löwen – zu späterem Zeitpunkte gegen weitere Anstrengungen gewappnet ist.“

Meike Lander, Kunsthistorikerin

Der Text entstand im Zusammenhang mit meinem Werkverzeichnis. Herzlichen Dank, liebe Meike.

Der Löwe hat ein neues zuhause bei Beate Gernhuber von Safariscout gefunden. Beate hat sich die Löwenzeichnung von mir von ihren Lieben zu Weihnachten schenken lassen.

Als Vorsatz für das Neue Jahr 2020 habe ich mir in Bezug auf mein Werkverzeichnis vorgenommen, alle verkauften Arbeiten von mir bis Juni aufgenommen zu haben. Das wird gar nicht einfach. Ich definiere mein Werk ab 1999. Das Jahr 2003 ist mir elektronisch vollständig verloren gegangen. Wer weiss, wohin 2003 im großen weiten Computerhimmel entschwunden ist. Leider habe ich auch mein Kassenbuch nicht mehr. Schon 2014 waren die 10 Jahre Aufbewahrungspflicht vorbei und ich bin jedesmal froh, wenn ich einen oder mehrere Ordner den Weg allen irdischen gehen kann.

Die Wüste lebt – Zeichnungen von Susanne Haun

Posted in Blumen und Pflanzen, Landschaft, Tiere, Zeichnung by Susanne Haun on 23. Oktober 2019

 

Die Wüste Namibias, 29 x 20 cm, Tusche auf Aquarellkarton, Zeichnung von Susanne Haun (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2019

Die Wüste Namibias, 29 x 20 cm, Tusche auf Aquarellkarton, Zeichnung von Susanne Haun (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2019

 

Eine meiner stärksten Erinnerungen an unseren Afrika Aufenthalt betrifft die namibianische Wüste.

Selten war ich so beeindruckt, siehe hier den Bericht von mir dazu (Klick).

Die dargestellte Spinne grub der Sanman, der uns durch die Wüste führte, aus. Ich berichtete hier in meinem Blog davon (Klick).

 

Wüstenspinne, 12 x 12 cm, Tusche auf Aquarellkarton, Zeichnung von Susanne Haun (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2019

Wüstenspinne, 12 x 12 cm, Tusche auf Aquarellkarton, Zeichnung von Susanne Haun (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2019

 

Ich mochte auch sehr die gelben Blumen, die am Grenzübergang von Südafrika nach Namibia wuchsen. (Klick)

Wüstenblume, 18 x 11 cm, Tusche auf Aquarellkarton, Zeichnung von Susanne Haun (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2019

Wüstenblume, 18 x 11 cm, Tusche auf Aquarellkarton, Zeichnung von Susanne Haun (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2019

 

Die Wände meines Galerieraums bieten bald keinen Platz mehr, um alle meine Afrikazeichnungen zu zeigen. Ich bin schon neugierig, wie die Besucherinnen und Besucher meines Salons am Dienstag, den 29. Oktober meine Zeichnungen aufnehmen und etwas von dem spüren können, was ich in Afrika spürte.

Wer Zeit und Lust hat, kann gerne am 29.10.2019 ab 18 Uhr zum KunstSalon am Dienstag in mein Atelier in der Groninger Str. 22, 13347 Berlin Wedding kommen. Mehr dazu erfahrt ihr hier (klick).

 

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