Blatt 100 Ich tanze wie eine Biene (c) Zeichnung von Susanne Haun

Zitat am Sonntag – Isabel Allende

Zeichnung von Susanne Haun nach einem Zitat von Isabel Allende.

„Du allein bist die Erzählerin deiner Geschichte.
Du hast die Wahl, eine Legende zu erschaffen
– oder nicht.“

Isabel Allende, *1942, chilenisch-US-amerikanische Schriftstellerin und Journalistin.

Quelle: Flow Zeitschrift, Nr. 67, Münster 2022, Seite 17.

Klingt das nicht gut? Aber was sagt es über die Qualität von Augenzeugen Berichten aus?

Produktionsräume von Callies (c) Foto von Susanne Haun, VG Bild-Kunst, Bonn 2022

Stipendium für Künstlerinnen und Künstler: Das Callie’s am S‑Bahnhof Wedding

Susanne Haun schreibt für den Weddingweiser, die Kiezzeitung aus dem berühmten Berliner Arbeiterbezirk.

Kunst und Kultur im Wedding

In letzter Zeit habe ich wieder öfters für den Weddingweiser, unsere lokalen online Kiezzeitung im Bezirk geschrieben. In Berlin Wedding gibt es eine ausgesprochen lebhafte Kunst- und Kulturszene. Manchmal ist sie, wie beim Callies, nicht so einfach zu finden. Die Auffahrt, die zu dieser besonderen Lokation führt, läst nicht erahnen, was für ein besonderer Kulturstandort sich hier verbirgt.

Tagebucheintrag 20.07.2022, Lalalela, 20 x 15 cm, Tinte und Buntstift auf Silberburg Buettenpapier (c) Zeichnung von Susanne Haun, VG Bild-Kunst, Bonn 2022

Tagebucheintragungen 21. Juli 2022 – Verdreht – in einer Linie

Susanne Haun Tagebucheintrag

Nachrichten schaue ich in der Regel jeden Tag. Manchmal habe ich Lust, dabei zu zeichnen und manchmal nicht.

Cong (c) Foto von Michael Fanke, VG Bild-Kunst, Bonn 2022

Im Westen Irlands – 8. Tag – Mount Gable, Cong und Clonbur – Reisebericht von Susanne Haun

Reisebericht West Irland von Susanne Haun

Der 8. Tag unserer Reise ist auch in Farbe festgehalten. Wie ihr seht, regnete es an diesem Tag. Im Bed&Breakfast hatte Bernadette einige Regencapes bereitgelegt, aber nur Evelyn und ich fanden sie so lustig, dass wir sie auch über unsere Kleidung stülpten. Ich habe da praktisch gedacht: am nächsten Tag musste ich die Tasche für den Flug packen und wenn meine Regenjacke da nass wäre, hätte mir das nicht gefallen.

Die Motive dieses Beitrags sind dieselben, wie ich sie auch für meine s/w Fotos vor der Linse genommen habe: die Ruinen von Cong Abbey aus dem 13. Jahrhundert, sowie Ashford Castle (Caisleán Cheapach Corcóige), eine mittelalterliche Burg, der Mount Gable der zu den Ufern des Lough Corrib führt und der Friedhof von Clonbur.

Von Cong, der Stadt (das Dorf) in dem der Film „Quiet Man“ mit John Wayne und Maureen O’Hara gedreht wurde. Es ist egal, wo man in Cong geht und Steht: John Wayne und der Film ist allgegenwärtig. Es gibt sogar eine Bronzearbeit mitten im Dorf, dass Wayne und O’Hara zeigt. Das Dorf ist sehr hübsch angelegt, verliebt im Detail.

Genau 100 Euro (c) Zeichnung von Susanne Haun

Pimps und Kruh wollen die Welt retten mit Zeichnungen von Susanne Haun

Pimps und Kruh wollen die Welt retten mit Zeichnungen von Susanne Haun

Ein Buch für Kinder und Erwachsene

Im Januar entschied Utz Benkel, ihr kennt ihn von den Kalendern und der Irland Reise nach 10 Jahren einzustellen. Der Kalender fand nicht genug Anklang beim Publikum, um ihn weiter bestehen zu lassen.

Utz sprach mich auf sein neues Projekt an, er schrieb und illustrierte ein Kinderbuch und forderte seine Kommunity auf, sich jeweils ein anderes Ende auszudenken als er geschrieben hat. Dieses Ende sollte niederlegen, welche Lösung Pimps und Kruh finden, um die Welt zu retten.
Wie können wir die Welt retten?

An dieser Aufgabe bin ich gescheitert.

Wie sollen wir die Welt retten, wenn sich die Menschen dieser Welt nicht einigen können. Es gibt Krieg, ja, schon drei Menschen schaffen es nicht, sich friedlich auseinanderzusetzen, Wälder werden abgebrannt, das Meer verschmutzt und viele Menschen werden aufgrund ihrer Religion, Hautfarbe, sexuellen Gesinnung und mehr (der Mensch ist im Ausgrenzen sehr erfinderisch) diskriminiert.

Also lies ich den Abgabetermin verstreichen.
Das 7. Ende

Auf der Irlandreise lernte ich unseren Reisegefährten und Autor Rolf Liersch kennen, der das 7. Ende für Utz Buch schrieb. Da Rolf den Abgabetermin auf den Tag genau einhielt, blieb Utz keine Zeit, das Ende mit seinen Zeichnungen zu unterstreichen.

Rolf und ich stellten fest, dass wir einige Gemeinsamkeiten haben, zum Beispiel Science Fiction und Humor. Rolf war 1967 bis 1971 der erste Herausgeber der deutschen Ausgabe der Satirezeitschrift MAD. Ich habe MAD ausgesprochen gerne gelesen. Humor ist auch so eine Sache, wir alle haben eine unterschiedliche Vorstellung davon, was lustig ist.

Selbstbildnisstagebuch 16.9. – 31.10.2021, Zeichnung von SusanneHaun (c) VG-Bild-Kunst Bonn 2021

Zitat am Sonntag – Rosa Luxemburg

Zeichnung von Susanne Haun nach einem Zitat von Mizuhara Shūōshi.

„Jede revolutionäre Tat beginnt damit,
auszusprechen, was ist.“

Regina Scheer, *1950, Schriftstellerin und Historikerin

Quelle: Scheer, Regina. Machandel, München 2014, ungekürztes Hörbuch gesprochen von Viola Sauer, 2021, Zitat an Position 02:31:15.

Das Buch wurde mit dem Ausgezeichnet mit dem Mara-Cassens-Preis für den ersten Roman 2014.

Scheer verwendet das Zitat in Bezug auf den ersten Besuch Gorbatschows in Berlin, bei dem er über Selbstkritik sprach. Das Wort begeisterte die Protagonisten, denn sie wuchsen in einem System mit öden Losungen auf, das darauf bestand, dass „Keine Fehlerdiskussion“ stattzufinden hätten.

Als erstes habe ich von Regina Scheer „Der liebe Gott wohnt im Wedding“ gelesen, dass tatsächlich um die Ecke meines Geburtshauses und auch um die Ecke meines Ateliers spielt. Ich werde auch alle weiteren Bücher von ihr nach und nach lesen. Ich mag die Ausgewogenheit von historischem und fiktieven. Der Journalist Andrei Schnell hat das Buch im weddingweiser sehr gut besprochen.

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