Susanne Haun

Kommt ein Vogel geflogen – Zeichnungen von Susanne Haun

Posted in Tiere, Zeichnung by Susanne Haun on 5. September 2019

 

1 Farbenfroher Vogel, Version 1, 12 x 12 cm, Tusche auf Hahnemühle Aquarellkarton, Zeichnung von Susanne Haun (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2019

Farbenfroher Vogel, Version 1, 12 x 12 cm, Tusche auf Hahnemühle Aquarellkarton, Zeichnung von Susanne Haun (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2019

 

Es ist unglaublich, welche bunte Vogelvielfalt es in Afrika gibt. Immer wieder haben wir bunte große und kleine Vögel beobachtet.

Ich mochte besonders diesen pastellig farbenfrohen munteren Gesellen, der auf einen Ast im Etosha Nationalpark in Namibia saß.

Der Vogel war nicht einfach zu erfassen, weswegen ich in einer Serie arbeitete. Die „wahren“ Vogelbeobachterinnen und -beobachter sitzen meiner persönlichen Meinung nach, in England. Mit großen Ferngläsern und Objektiven vor den Kameras wird in extra dafür gebaute Unterstände gesessen und auf das perfekte Foto seltener Vögel gewartet. Wir hatten nicht einmal ein Fernglas im Gepäck. So ist mein Vogel vielleicht eher vom Wellensittich als vom afrikanischen Vogel inspiriert. Ich weiss es nicht, ob ich mehr gesehen hätte, wenn ich ein großes Fernglas im Gepäck mit mir rumgeschläppt hätte.

 

 

Die Vögel und die Vogelbeobachterin sind jeweis ist 12 x 12 cm groß, ich habe mit lichtechter Tusche von Rohrer auf Hahnemuehle Aquarellkarton gezeichnet.

Ihr könnt die Zeichnungen jeweils für 80 Euro, gerahmt mit Passepartout  in einem 22 x 22 cm cm großen Objekt -Holzrahmen unter Glas inklusive Porto innerhalb Deutschlands erwerben.

Euren Kaufwunsch könnt ihr mir per Mail info@susannehaun.de mitteilen. Ich sende euch daraufhin die Zeichnung inklusive Rechnung zu.

Die Zeichnungen können beim nächsten KunstSalon am 29. Oktober 2019, 18 Uhr  in meinem Atelier (Klick) besichtigt werden.

 

Das Nashorn, ein Klassiker der Holzschnittkunst oder „nur“ ein Tier Afrikas – Susanne Haun

Posted in Zeichnung by Susanne Haun on 3. September 2019

 

Das Nashorn ist in meinem Oeuvre (siehe hier) ein beliebtes Motiv.

Liegt es an Dürers berühmten Holzschnitt?

Sicher ist Dürers ein Grund dafür, in regelmäßigen Abständen Nashörner zu zeichnen. Der Hauptgrund jedoch für weitere Werke zum Thema Nashorn ab Januar 2018 ist bei unserer Afrika Reise zu suchen. Ich berichtete hier über unseren Aufenthalt im Etosha Nationalpark in Namibia.

Ich habe als Dürer-Fan die Begegnung mit dem Nashorn sehr genossen. Ich schätze, das Nashorn hat sich ungefähr 50 Meter vom Truck entfernt im Schlamm gesühlt. Ich sehe es immer noch vor mir, wie es genussvoll den Körper im Schlamm hin und her bewegt. Ich war so im Beobachten versunken, dass ich keine Skizzen machte und doch habe ich die Szene vor meinem inneren Auge vorbei ziehen lassen, als ich die Zeichnung heute erstellte.

Die erste Lage der Zeichnung existierte schon. Irgendwann habe ich sie mal auf einem Aquarellkarton in Bezug auf Dürer gezeichnet und dann weggelegt und vergessen. Irgendwann taucht alles wieder auf so auch vor kurzem das angefangene Nashorn.

 

Nashorn, Zeichnung von Susanne Haun, Tusche auf Hahnemuehle Aquarellkarton, 17 x 24 cm (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2019

Nashorn, Zeichnung von Susanne Haun, Tusche auf Hahnemuehle Aquarellkarton, 17 x 24 cm (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2019

 

Das Nashorn ist 17 x 24 cm groß, ich habe mit lichtechter Tusche von Rohrer auf Hahnemuehle Aquarellkarton gezeichnet.

Ihr könnt das Nashorn für 150 Euro, gerahmt mit Passepartout  in einem 30 x 40 cm großen Holzrahmen unter Glas inklusive Porto innerhalb Deutschlands erwerben.

Euren Kaufwunsch könnt ihr mir per Mail info@susannehaun.de mitteilen. Ich sende euch daraufhin die Zeichnung inklusive Rechnung zu.

Hier seht ihr weitere Fotos vom Nashorn in der Entstehungsphase:

 

In der Kategorie Reiseberichte – Südliches Afrika (Klick) findet ihr den gesamten Bericht der Reise ins südliche Afrika von 2018.

 

2018 – Projekte, Ausstellungen und Workshops – Susanne Haun

Posted in Stillleben, Zeichnung by Susanne Haun on 8. Januar 2018

 

Das Neue Jahr wird wieder eine große Anzahl inspirierender Dinge mit sich bringen.

 

Wunder - Tuete - Tüte (c) Zeichnung von Susanne Haun

Wunder – Tuete – Tüte (c) Zeichnung von Susanne Haun

 

Es ist verrückt, wie früh Events in der Kunst geplant werden. Mein Jahr 2018 ist schon bis oben hin voll mit Ausstellungen, Workshops und Projekten und bietet so kaum noch Zeit für spontane Aktionen. Das finde ich sehr schade. Am Jahresende nehme ich mir immer wieder vor, mein übernächstes Jahr (in diesem Fall 2019) nicht mehr so zu verplanen, jedoch scheitern dieses Vorhaben an den Angeboten, die ich erhalte und die ich nicht ablehnen möchte. Ich bin andererseits auch sehr froh und freue mich über die Angebote, die ich erhalte, ist es nicht ein Privileg, Arbeit zu haben?

2018 werde ich mein Studium abschliessen und versuchen eine Doktormutter bzw. Doktorvater für meine Promotion zu finden. Die ersten Seiten meiner Masterarbeit sind schon geschrieben und es müssen im Sommersemester nur noch zwei Seminare mit aktiver, regelmäßiger Teilnahme OHNE Hausarbeit besucht werden.

Aktiv einbringen möchte ich mich weiterhin beim bbk Bildungswerk als Dozentin (siehe hier) und in der Arbeitsgruppe der StandortGemeinschaft Müllerstraße (siehe hier) in der Gruppe Digitalisierung.

Wichtig ist es mir, weiterhin meinen KunstSalon zu veranstalten, er geht 2018 ins vierte Jahr. Hier könnt ihr sehen, welche Themen bisher zur Diskussion standen. Der nächste Salon findet am 20. März 2018 um 18 Uhr mit Doreen Trittel (siehe hier), heroca – Atelier für Erinnerung & Veränderung, zum Thema Künstlerischer Umgang mit Erinnerungen statt.

 

Wunder - Tuete - Tüte (c) Zeichnung von Susanne Haun

Wunder – Tuete – Tüte (c) Zeichnung von Susanne Haun

 

Eine Selbstverständlichkeit ist es für mich, meinen Blog weiterzuführen. Er geht dieses Jahr in sein 9. Bestehungsjahr. Unter dem Drängen meines Sohnes, der Instagram für eines der Netzwerke der Zukunft hält, möchte ich dieses Jahr dort mehr Bilder posten, mal schauen, ob es gelingt. Ihr findet mir hier (Klick) auf Instagram.

Meine bisherigen Termine für Workshops im Bereich Zeichnung und Netzwerk könnt ihr immer aktuell hier (KLICK) erfahren. Der nächste Workshop findet am 17. März 2018, 10:30 – 15:30 Uhr zum Thema Reale und surreale Welten mit Tusche, Aquarell und Pastellstiften zeichnen bei boesner, Nunsdorfer Ring 31, 12277 Berlin-Marienfelde statt. Anmeldung nur über Boesner unter folgendem Link Klick  oder per Telefon: 030/756567-11  oder per Mail: berlin@boesner.com.

Von den Ausstellungen, die mein Jahr 2018 bereichern werde, berichte ich zeitnah im Laufe des Jahres.

In dem Sinne wünsche ich allen meinen Lesern ein erfolgreiches, gesundes und glückliches Jahr 2018 und viele Tüten voller Überraschungen, die ich in meinem Skizzenbuch schon dargestellt habe 🙂

 

 

 

 

Betrachtung des Ichs – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Portraitmalerei, Selbstbildnisse, Zeichnung by Susanne Haun on 6. Oktober 2016

 

Es war wieder einmal an der Zeit, mich selbst zu betrachten. Wie immer wählte ich Lotusgrün.

 

Selbst im Oktober 2016 (c) Zeichnung von Susanne Haun

Selbst im Oktober 2016 (c) Zeichnung von Susanne Haun

 

Es war für mich interessant, eine Auswahl meiner Portraits der letzten Jahre zu betrachten. Gut, dass ich die Zeichnungen, die ich hier im Blog hochlade, sprechend benenne. So kann ich sie in der Mediathek immer wieder finden.

 

Hängen der Ausstellung Wegschütten – Susanne Haun

Posted in Ausstellung, Ausstellungstip, Berlin, Wegschütten by Susanne Haun on 16. August 2016

Gestern haben Cristina Wiedebusch, Jürgen Küster und ich die Ausstellung Wegschütten gehangen. Obwohl wir alles gut vorbereitet haben, bleibt für heute noch genug Arbeit übrig, bevor die Gäste kommen.

So bin ich beim Aufräumen, Putzen, Kuchen backen, Vernissage Wein einkaufen gehen, Preislisten schreiben und drucken etc. so ausgelastet, dass ich die Fotos von gestern ohne weiteren Text sprechen lasse.

 

 

W E G S C H Ü T T E N

Objekte und Zeichnungen von Susanne Haun und Jürgen Küster

16. August 2016 von 16 – 21 Uhr

Kunstraum Susanne Haun, Groninger Str. 22, 13347 Berlin

Anfahrt: U-Bahn 9 Nauner Platz, U-Bahn 6 Leopoldplatz, Tram 13 oder 50 Osramhöfe (Link zu google maps)

Eine Einführung in die Präsentation gibt die Kuratorin Cristina Wiedebusch.

Der Eintritt ist frei.

 

Denkanstösse aus der SommerWerkstatt der Remise Steglitz – Bericht von Susanne Haun

Posted in Blumen und Pflanzen, Marketing, Zeichnung by Susanne Haun on 22. Juni 2016

 

Doreen Trittel vom Atelier für Erinnerung und Veränderung machte mich beim letzten Salon auf die Remise Steglitz – Die Werkstatt für Unternehmen (siehe hier) aufmerksam.

 

Susanne Jestel in der Remise Steglitz (c) Foto von Susanne Haun

Susanne Jestel in der Remise Steglitz (c) Foto von Susanne Haun

 

Auf der Homepage der Remise informierte ich mich über das Angebot und beschloss, die Veranstaltung Pressearbeit für kleine Unternehmen zu besuchen.  Der Mini-Workshop wurde von Susanne Jestel, Marketing und Kommunikationsfachfrau geleitet.

Ich hatte in letzter Zeit das Gefühl, dass meine Pressearbeit zur Bekanntmachung von Ausstellungen nicht mehr den gewünschten Erfolg erzielt. Zum einen hat das mit meinem Umzug vor drei Jahren innerhalb Berlins zu tun, ich muss meine Kontakte für Berlin Wedding neu aufbauen. Die Journalisten in Berlin arbeiten größtenteils bezirksorientiert.  Dazu kommt die Fülle an Ausstellungen, die täglich in Berlin eröffnen, wie kann ich mit meiner Ausstellungseröffnung hervorstechen?

 

Tangetes (c) Zeichnung von Susanne Haun

Tangetes (c) Zeichnung von Susanne Haun

 

Susanne Jestel strukturierte ihren Vortrag in fünf Blöcke und besonders ihre Empfehlungen zum Thema Aufbau eines Presseverteilers half mir sehr. Sie riet uns, lieber nur 5 bis 10 Pressekontakte zu knüpfen als zur ganzen Pressewelt. Diese Kontakte sollten regional bezogen sein.  Wichtig ist natürlich, dass die Wunschmedien auch gelesen werden und ein Bezug zum Medium besteht. Durchdachtes Schreiben und Präsentieren ist nicht nur ein Muss im Portfolio.

Zum Abschluss mussten wir eine Pressemitteilung von einem der  Teilnehmerin, Teilnehmer schreiben. Dazu interviewten wir diese.  Ich mochte das Interdiziplinäre, denn so werden andere Aspekte für den Text ausgewählt als man selber schreiben würde. Ich war ausgesprochen zufriedenüber den Austausch mit der Feinstoffpraktikerin und -lehrerin Dagmar Lüttgau.

Interessant fand ich die These einer Teilnehmerin, dass Printmedien nur noch von den „über 40jährigen“ gelesen werden. Was meint ihr dazu? Befinden sich unter meinen Leserinnen und Leser unter 40jährige, die Printmedien lesen? Und wenn ja, welche?

 

 

Da der Weg von der U-Bahn zur Remise mit Vorgartenblumen bewachsen war, hatte ich Lust in Ruhe und voller Freude Blumen zu zeichnen. Gedanklich verbinde ich diese Blumen mit meinem Besuch bei der Remise. Und genau wie die Pressemitteilung entwicklet werden muss, so entwickle ich meine Zeichnung Tangetes.

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Impressionen von der Vernissage „Ideale der Schönheit“ in der Galerie Vinogradov Berlin

Posted in Ausstellung, Galerie Vinogradov, Zeichnung by Susanne Haun on 9. März 2016

Gestern am Frauentag haben wir mit vielen Besuchern die Ausstellungseröffnung „Ideale der Schönheit“ in der Galerie Vinogradov gefeiert.

Die Ausstellung „Ideale der Schönheit“ in der Galerie Vinogradov, Chodowieckistr. 25, 10405, Berlin Prenzlauer Berg läuft vom 8.03.2016 bis zum 6.04.2016.

Öffnungszeiten: Mi – Fr. 15 – 19 Uhr, Sa 11 – 15 Uhr oder nach Vereinbarung 0049 30 864 30 410

 

 

Ausblicke – Einblicke vom Spaziergang Berlin Wedding Mitte – Fotos von Susanne Haun

Posted in Architektur, Berlin, Foto by Susanne Haun on 26. Februar 2016

 

Es ist schon eine Weile her, da schien Sonntags die Sonne und regte uns zu einem Spaziergang in unsere unmittelbare Umgebung – unserer Heimat – Berlin Wedding / Mitte an.

 

Ich - Susanne Haun (c) Foto von M.Fanke

Ich – Susanne Haun (c) Foto von M.Fanke

 

Die Veränderungen sind spürbar. Schon mit 18 Jahren, das ist jetzt 33 Jahre her, gingen wir so mit der Kamera los. Wir waren in der wundervollen, verheißungsvollen Zeit zwischen Abitur und Studium/Ausbildung. Das ganze Leben lag vor uns. Damals war das Filmmaterial noch wertvoll. Bevor wir den Auslöser drückten, überlegten wir Motiv, Belichtung und Ausschnitt genaustens.

Heute ist das anders. Heute können wir fotografieren, was SD-Karte und Akku hergeben. 158 Fotos entstanden so auf einen 2stündigen Spaziergang. Um der Menge Herr zu werden, setze ich mir Themen. Eines dieser Themen war Ausblicke und Einblicke von Fenstern.

 

Schwartzkopfstrasse Berlin (c) Foto von M.Fanke

Schwartzkopfstrasse Berlin (c) Foto von M.Fanke

 

Die Fotos sind nicht beschnitten und unbearbeitet, nur verkleinert, so wie sie von der SD-Karte heruntergeladen sind. Wir sind am U-Bahnhof Schwarzkopffstr. losgelaufen und Voltastraße wieder in die U-Bahn gestiegen.

Gerade bei diesen Fotos mag ich die Darstellung der Galerie als Mosaik, trotzdem erscheint das Foto nach dem Klick im ursprünglichen Galerieformat.

 


 
Wer mehr vom Wedding wissen möchte, kann den Weddingweiser (siehe hier) lesen. Ich freue mich über jeden neuen Beitrag den ich auf diesem Blog lese. So bin ich immer gut informiert, was im Wedding läuft.
 

Die Einsamkeit des Künstlers – Bericht von Susanne Haun

Posted in Ausstellungstip, Berlin by Susanne Haun on 21. November 2015

Vorgestern war ich bei der Ausstellungseröffnung „Double Vision“ im Berliner Kupferstichkabinett im Kulturforum. 

Es werden graphische Arbeiten von Albrecht Dürer (1471-1528) und William Kentridge (geb. 1955 in Johannesburg) präsentiert.

Es ist eine sehr beeindruckende Ausstellung, die ich jedem nur empfehlen kann. Ich werde die nächsten Freitage in der Ausstellung verbringen, eine der beiden Kuratorinnen, Elke Anna Werner, ist Dozentin an der FU und „scheinlos glücklich“ werde ich mein drittes Seminar, dieses mal zum Thema Ausstellungsdisplay, bei ihr absolvieren. Die lezten beiden Seminare handelten von den Arbeiten Kentridge (2013) und von den Meisterstichen Dürers (2013/14) (siehe hier mein Bericht).

 

Ich freue mich über den Katalog (c) Foto von M.Fanke

Ich freue mich über den Katalog (c) Foto von M.Fanke

Ich war das erste mal bei einer musealen Ausstellungseröffnung. Inklusive des Künstlers kamen sechs Redner zu Wort. Besonders die Reden der beiden Kuratorinnen, Elke Anna Werner und Andreas Schalhorn sowie die abschliessenden Worte des Künstlers gefielen mir. Frau Werner redete bis auf wenige Sätze deutsch und Herr Schalhorn englisch, so war sowohl das Publikum als auch William Kentride einbezogen. Frau Werner überreichte Kentridge eine Tafel Schokolade, zu der ich später zurückkomme.

Kentridge selber ist ein sehr guter, charismatischer Redner. Sein Deutsch sei schlecht, sagte der Künstler,  aber trotzdem zitierte er rednerisch brilliant Worte in Deutsch. Ich muß Frau Werner noch fragen, was genau er zitierte. Ich bewunderte Kentridge, dass er nach den vielen Reden, von denen er die meisten Worte nicht verstand, noch soviel Elan auf die Bühne brachte.

Es fiel mir auf, wie einsam Kentridge durch die Ausstellung lief, er schien sich an der Tafel Schokolade festzuhalten. Gut, dass er sie hatte! Die vielen Leute unterhielten sich über sein Werk und schauten sich mit großen Augen um, aber mit ihm selber sprach kaum einer. Cris,  mit der ich zur gleichen Zeit das Studium begann und ich kauften uns den Katalog der Ausstellung, suchten Kentridge und ließen uns die Kataloge signieren. Ich fragte ihn mit meinem vor Aufregung noch schlechteren Englisch, ob er wirklich alle seine Radierungen selber drucke, also selbst die wirklich großen Platten, die mit Farbe einzuschmieren und auszuwischen eine große Anstrengung bedeuten! Er antwortete, dass er das tue – aber nicht alle! (Yes, I do, but not all!)

Ich freue mich über den signierten Katalog (c) Foto von M.Fanke

Ich freue mich über den signierten Katalog (c) Foto von M.Fanke

Cris fragte ihn, ob er sich alleine fühle, weil er doch so alleine durch die Gemäldegalerie strich. Aber er antwortete, dass das gut so sei. Er sah müde aus und als ich ihm einen schönen Feierabend wünschte, erfuhren wir, dass ihn noch ein weiteres Programm am Abend erwartete.

Nein – ich habe keine Fotos gemacht. Nicht mit der Kamera und auch nicht mit dem Handy. Ich habe beides in einem der Schließfächer des Museums eingeschlossen und mit meinen Augen beobachtet und nun schreibe ich die Beobachtungen nieder.

Ob ich mit Kamera die selben Beobachtungen gemacht hätte, wie ohne? Ist unser Auge nicht ohne Technik geschärfter?

Eine sehr gute Dokumentation der Ausstellung liefert der Blog „Double Vision Berlin“ (siehe hier) oder die Informationsseite der FU Berlin „Evidenz ausstellen“ (siehe hier).
Auf der Seite des Deutschlandradios Kultur erhält der Interessierte weitere Informationen im Artikel:
„“Double Vision“ im Berliner KupferstichkabinettUnterhaltung mit den Bildern im Kopf“ von Jochen Stöckmann (siehe hier)

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Double Vision: Albrecht Dürer & William Kentridge

20. November 2015 bis 6. März 2016
Öffnungszeiten

Di. – Fr.: 10:00 – 18:00 Uhr
Do.: 10:00 – 20:00 Uhr
Sa. – So.: 11:00 – 18:00 Uhr

Kupferstichkabinett
Kulturforum
Matthäikirchplatz, 10785 Berlin

Eintritt Ausstellung: 8 € / 4 €
Bereichskarte Kulturforum: 16 € / 8 €

U-Bahn U2 (Potsdamer Platz)
S-Bahn S1, S2, S25 (Potsdamer Platz)
Bus M29 (Potsdamer Brücke); M41 (Potsdamer Platz Bhf / Voßstraße)
M48, M85 (Kulturforum); 200 (Philharmonie)

Was bei der Ausstellungsplanung alles zu beachten ist (10) – Besuch der Kuratorin Nina Alice Schuchardt– Susanne Haun

Posted in Ausstellung, Präsentation, Roddahn, Zeichnung by Susanne Haun on 6. Oktober 2015

Die Kommunikation zwischen der Kuratorin, die die Veranstalter der Ausstellung vertritt, und der Künstlerin ist sehr wichtig.

Kuratorin Nina Alice Schuchardt überlegt, wie wir meine Arbeiten hängen werden (c) Foto von Susanne Haun

Kuratorin Nina Alice Schuchardt überlegt, wie wir meine Arbeiten hängen werden (c) Foto von Susanne Haun

Es muß geklärt werden, welche Aufgaben jeder zum guten Ablauf der Vernissage und der Ausstellung übernimmt.

Das können sehr banale Dinge sein, wie zum Beispiel das Putzen der Kirche vor der Veranstaltung.

Wer schreibt die Pressemitteilung?, Wer begrüßt die Gäste?, Wer hängt und stellt die Arbeiten für die Ausstellung“ sind weitere Fragen, die geklärt werden müssen.

Die wichtigste Aufgabe der Kuratorin ist die Begleitung der Künstlerin während der Vorbereitung der Ausstellung. Sie schaut sich die Arbeiten an, sucht aus, was zusammen gehören könnte, ermuntert die Künstlerin – sie ist die erste Betrachterin der Arbeiten.

Kurator kommt vom lateinischen Wort curator („Pfleger“, „Vertreter“ oder „Vormund“) sowie von curare („Sorge tragen“, „sorgen um“).

Die Aufgaben des Kurators sind vergleichbar mit den Arbeiten eines Lektors für Autoren.

Letzte Woche ist Nina gekommen, um sich die Arbeiten anzuschauen, die ich in der Kirche präsentieren möchte. Da die Kirche nicht einfach zu hängen ist, haben wir den Plan zur Hand, den ich bei der Ortsbesichtigung erstellt habe. Nina hat genaue Pläne der Kirche mitgebracht, sodass sich meine Zeichnung gut mit den genauen Maßen der Kirche ergänzen lässt. Wir überlegen, wo wir was hängen können. Aus Erfahrung weiß ich, dass beim Hängen noch viel umgestaltet wird, aber es ist schön,  schon ein ungefähren Plan im Kopf zu haben.

Wichtig ist, dass das Einladungsbild einen guten Platz bekommt. Wir breiten Zeichnungen auf dem Tisch aus, die wir zusammen präsentieren möchten. Die Kirche ist sehr groß und es werden in die 50 Arbeiten von mir gezeigt werden. Wenn ich diese Zahl lese, dann läuft ein Schauer über meinen Rücken.

 Wichtig ist, dass das Einladungsbild einen guten Platz bekommt (c) Foto von Susanne Haun

Wichtig ist, dass das Einladungsbild einen guten Platz bekommt (c) Foto von Susanne Haun

Hier ein Überblick der organisatorischen Dinge, die ich bisher für die Ausstellungseröffnung erledigt habe. Diese Dinge müssen neben dem Zeichnen für die Ausstellung laufen.

Einladungen mit der Post versenden

Versendung der Einladungen per email

Pressemitteilung

Eventportale bestücken

Einladungskarte

Erste Gespräche

Die Ortsbesichtigung

Der Titel

Das Konzept

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