Susanne Haun

2019 und das Projekt ohne Namen – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Projekt ohne Namen, Zeichnung by Susanne Haun on 3. Dezember 2018

 

Im Februar 2018 ist das Projekt ohne Namen (siehe hier) mit Jürgen Küster (Buchalov) von mir auf Eis gelegt worden. Auf die Idee bin ich ganz alleine gekommen, Jürgen hatte keinen Anteil daran.

Mir war nicht bewusst, wie lange die Pause nun schon anhält. Dieses Jahr ist mit viel Arbeit an mir vorbeigerauscht. Natürlich nehme ich mir vor, weniger umtriebig unterwegs zu sein, aber ich bin einfach zu kommunikativ und das Jahr 2018 stand neben meinem Uni-Abschluss auch im Zeichen des besseren Kennenlernens meines Kiezes. Ich war für die Standortgemeinschaft Müllerstraße und den Weddingweiser aktiv, habe viele kunstinteressierte Menschen in Berlin Wedding kennengelernt. Auch konnte ich neue Freundschaften an der Uni schließen. Nicht zu unterschätzen ist die Pflege meines parkinsonkranken 82jährigen Vaters.

Nun ist es langsam Zeit zu überlegen, wie denn mein Jahr 2019 aussehen soll. Die Workshops sind selbstverständlich schon durchgeplant und die erste Ausstellung Ende Januar 2019 schwirrt auch in meinem Kopf herum, wie immer ist viel Vorbereitungszeit dafür aufzuwenden!

Vielleicht hatte ich auch keine Lust ein zweites Mal den Satzanfang: „Wenn ich mit dem Finger schnipse …“ von Jürgen zu beantworten. Ich mag Fingeschnipsen an sich nicht und quälte mich schon das erste Mal mit diesem Satzanfang. Siehe hier dazu meinen Blogbeitrag (link).

So musste ich Jürgen einfach über WhatsApp um einen neuen Satzanfang bitten. So geht es weiter mit der

 

#22

J: Und während ich hier in meinem kleinen Atelier sitze…

S: … schaue ich aus meinem Atelierfenster und imaginiere die Erhabenheit der Berge.

 

 

 

Mein neuer Satzanfang für Jürgen lautet:

#23

„Inhaltsverzeichnisse sind Wissensquellen, die …“

 

 

Im folgenden findet ihr den bisherigen Projektverlauf:

 

#21 (siehe hier)

S: Ein neuer Anfang bedeutet …
J: … Reset, und die alten Einstellungen werden in der Maschine gespeichert

#20 (siehe hier)

J: Der Himmel wartet, doch die Erde verlangt …
S: Liebe, Respekt und Verantwortung.

#19 (siehe hier)

S: „Durst wird nicht immer durch Wasser gelöscht, sondern …“
J: “ … auch mit Erdöl!“

#18 (siehe hier)

J: „Wenn ich mit dem Finger schnipse, …“
S:  „… passiert nichts weiter außer ein Schnipsen.“

#17 (siehe hier)
S: „Eine Linie biegt sich nach links nach rechts, um dann…“
J: „… an den Rändern des Blattes zu verschwinden.“

#16 (siehe hier)

J:  „Mein Engelchen, ich sage Dir …“
S:  „… nichts ist perfekt aber alles ist möglich!“

#15 (siehe hier)
S: „Wörter sind immer …“
J: „… gut oder böse.“

#15.1 (siehe hier)
J: „Worte, die den Raum fülleun und als ewiges Licht bleiben.“

#14 (siehe hier)
J: „Ich konnte zuerst den Weg nicht finden, …“
S: „… aber dann sah ich es: Am Ende des Weges war alles voller Bücher, Papier und Tinte.“

#13 (siehe hier)
S: „Wie Schneeflocken werden die Pappelsamen durch die Luft getragen und …“
J:  „… sind wie Worte, die die Erde lockern werden.“ (aus Enzensberger, Windgriff, 1964)

#12 (siehe hier)
J: „Ich schaue mich im Spiegel an und denke: …“
S: „… Nichts!“

#11 (siehe hier)
S: Die Ferne lockt mit fremden Geruechen, Farben und Tönen …
J:  …, doch mein Herz schlägt nur für dich.

#10 (siehe hier)
J: „Ich war jung und töricht, naiv und unbedarft …“
S: „… und dabei sehr fröhlich und sorglos.“

#9 (siehe hier)
S: Der Mensch blickt zurück in sich selbst und findet in der Zukunft …..
J: … den „loving cup“.

#8 (siehe hier)
J: „Der, der alleine ins Wasser geht, das ist „der Alleineinswassergeher“ und die, die zu mehreren gehen …“
S: „…werden sich selbst vergessen, fröhlich sein und planschen.“

#7 (siehe hier)
S: „Kalte Hände sind ein kritisches….“
J: „… Phänomen, denn wie sagte Christoph Ernst Freiherr von Houwald, so ungefähr: „Nimm noch einmal in Deine kalten Hände des warmen Herzens Signatur. Und ist Dein Herzensspiel noch nicht zu Ende, und kommt ein neuer Akt: so klingle nur.“ ( frei übertragen aus: Christoph Ernst Freiherr von Houwald, die Freistatt, vierte Szene, Leipzig 1820)

#6 (siehe hier)
J: „Wenn sie losgelassen werden und durch die offenen Tore fegen …“
S: „… können nicht die größten Drollerien sie aufhalten.“

#5 (siehe hier)
S: „Das perfekte Ding ist …“
J: „… das momentane Ding“

#4 (siehe hier)
J: „Ich höre die schweren Maschinen in der Ferne und ahne …“
S: „… dass sie an ihrer Last zerbrechen.“

#3 (siehe hier)
S: „Es ist schwer vorstellbar, dass der hoch in den Himmel aufragende Turm …!“
J: „… tatsächlich ein Raumschiff darstellt.“

#2 (siehe hier):
J: „Heute ist heute, morgen wird übermorgen und  …“
S: „… gestern ist nicht gewesen sondern wird Erinnerung.“

#1 Projektauftakt (siehe hier):
S: „In der Nacht verschwimmen die Gegenstände zu schwarzen verwischten Flächen, deshalb ……“.
J:  „… versucht der Abfalleimer ein verzweifeltes Glühen“.

 

 

Ein Tag ohne Masterarbeit – Susanne Haun

Posted in Foto, Kunstgeschichte by Susanne Haun on 27. November 2018

 

 

Master-Pause!

Ich habe meine Masterarbeit beendet und sie ist nun zum Korrekturlesen unterwegs. Ich bin inzwischen völlig betriebsblind und brauche auch ein wenig Abstand von meinem Geschriebenen, um dann den Text mit neuer Kraft den letzten Schliff zu geben.

Die Bücherstapel habe ich sortiert, sie haben mein ganzes Atelierzimmer eingenommen. Und das sind nur die Bücher, die ich gekauft habe, nicht die Bücher, die ich in der Bibliothek gelesen habe.

 

 

Projekt ohne Namen – Der Himmel wartet, doch die Erde verlangt … – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Landschaft, Projekt ohne Namen, Zeichnung by Susanne Haun on 7. Februar 2018

 

#20

J: Der Himmel wartet, doch die Erde verlangt …

S: Liebe, Respekt und Verantwortung.

 

 

Jürgen hat mir einen neuen Satzanfang zukommen lassen, den ich spontan ohne Überlegung zu Ende schreiben konnte. Die Zeichnungen sind erst nach den Worten erfolgt. Das ist eigentlich selten, denn ich zeichne meistens erst bevor ich formuliere.

Hier ist der diesmalige Satzanfang für Jürgen:

#21 Ein neuer Anfang bedeutet …

Ihr habt euch sicher über die Löcher am linken Blattrand der Zeichnungen gewundert. Ich sammele die Blätter des Projekts in einer Mappe oder Lederbuch. Um beim Zeichnen die bisherigen Arbeiten nicht zu beschädigen, hefte ich mir die leeren Blätter immer aus.

 

 

Hier seht ihr die bisherigen Sätze, das Projekt läuft schon seit dem 24. November 2016, also über ein Jahr! Das war mir gar nicht bewusst, ich dachte, wir hätten gerade gestern angefangen, daran zu arbeiten.

 

#19 (siehe hier)

S: „Durst wird nicht immer durch Wasser gelöscht, sondern …“
J: “ … auch mit Erdöl!“

#18 (siehe hier)

J: „Wenn ich mit dem Finger schnipse, …“
S:  „… passiert nichts weiter außer ein Schnipsen.“

#17 (siehe hier)
S: „Eine Linie biegt sich nach links nach rechts, um dann…“
J: „… an den Rändern des Blattes zu verschwinden.“

#16 (siehe hier)

J:  „Mein Engelchen, ich sage Dir …“
S:  „… nichts ist perfekt aber alles ist möglich!“

#15 (siehe hier)
S: „Wörter sind immer …“
J: „… gut oder böse.“

#15.1 (siehe hier)
J: „Worte, die den Raum fülleun und als ewiges Licht bleiben.“

#14 (siehe hier)
J: „Ich konnte zuerst den Weg nicht finden, …“
S: „… aber dann sah ich es: Am Ende des Weges war alles voller Bücher, Papier und Tinte.“

#13 (siehe hier)
S: „Wie Schneeflocken werden die Pappelsamen durch die Luft getragen und …“
J:  „… sind wie Worte, die die Erde lockern werden.“ (aus Enzensberger, Windgriff, 1964)

#12 (siehe hier)
J: „Ich schaue mich im Spiegel an und denke: …“
S: „… Nichts!“

#11 (siehe hier)
S: Die Ferne lockt mit fremden Geruechen, Farben und Tönen …
J:  …, doch mein Herz schlägt nur für dich.

#10 (siehe hier)
J: „Ich war jung und töricht, naiv und unbedarft …“
S: „… und dabei sehr fröhlich und sorglos.“

#9 (siehe hier)
S: Der Mensch blickt zurück in sich selbst und findet in der Zukunft …..
J: … den „loving cup“.

#8 (siehe hier)
J: „Der, der alleine ins Wasser geht, das ist „der Alleineinswassergeher“ und die, die zu mehreren gehen …“
S: „…werden sich selbst vergessen, fröhlich sein und planschen.“

#7 (siehe hier)
S: „Kalte Hände sind ein kritisches….“
J: „… Phänomen, denn wie sagte Christoph Ernst Freiherr von Houwald, so ungefähr: „Nimm noch einmal in Deine kalten Hände des warmen Herzens Signatur. Und ist Dein Herzensspiel noch nicht zu Ende, und kommt ein neuer Akt: so klingle nur.“ ( frei übertragen aus: Christoph Ernst Freiherr von Houwald, die Freistatt, vierte Szene, Leipzig 1820)

#6 (siehe hier)
J: „Wenn sie losgelassen werden und durch die offenen Tore fegen …“
S: „… können nicht die größten Drollerien sie aufhalten.“

#5 (siehe hier)
S: „Das perfekte Ding ist …“
J: „… das momentane Ding“

#4 (siehe hier)
J: „Ich höre die schweren Maschinen in der Ferne und ahne …“
S: „… dass sie an ihrer Last zerbrechen.“

#3 (siehe hier)
S: „Es ist schwer vorstellbar, dass der hoch in den Himmel aufragende Turm …!“
J: „… tatsächlich ein Raumschiff darstellt.“

#2 (siehe hier):
J: „Heute ist heute, morgen wird übermorgen und  …“
S: „… gestern ist nicht gewesen sondern wird Erinnerung.“

#1 Projektauftakt (siehe hier):
S: „In der Nacht verschwimmen die Gegenstände zu schwarzen verwischten Flächen, deshalb ……“.
J:  „… versucht der Abfalleimer ein verzweifeltes Glühen“.

Projekt ohne Namen – Wenn ich mit dem Finger schnipse, … – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Projekt ohne Namen, Zeichnung by Susanne Haun on 24. November 2017

 

#18

J: „Wenn ich mit dem Finger schnipse, …“

S:  „… passiert nichts weiter außer ein Schnipsen.“

 

 

Die Vervollständigung des Satzes ist mir nicht einfach gefallen, dann kam ich auf die Idee, eine schnipsende Hand zu strecken. Die Idee ist vielleicht noch ausbaufähig, mal schauen.

 

Lieber Jürgen, hier nun mein nächster Satzanfang für dich:

#19 „Durst wird nicht immer durch Wasser gelöscht, sondern …“

 

#17 (siehe hier)
S: „Eine Linie biegt sich nach links nach rechts, um dann…“
J: „… an den Rändern des Blattes zu verschwinden.“

#16 (siehe hier)

J:  „Mein Engelchen, ich sage Dir …“
S:  „… nichts ist perfekt aber alles ist möglich!“

#15 (siehe hier)
S: „Wörter sind immer …“
J: „… gut oder böse.“

#15.1 (siehe hier)
J: „Worte, die den Raum fülleun und als ewiges Licht bleiben.“

Susanne Haun Zitat am Sonntag – Kurt Tucholsky

Posted in Zeichnung, Zitat am Sonntag by Susanne Haun on 19. November 2017

 

Sie sprach soviel,
daß ihre Zuhörer*in davon heiser wurden.

Kurt Tucholsky

 

Blatt 40 Zwiesprache (c) Zeichnung von Susanne Haun

Blatt 40 Zwiesprache (c) Zeichnung von Susanne Haun

_________________________________________________________________________________
Tucholsky, Kurt. Ausgewählte Werke, Panter, Tiger und andere, Berlin 1960, S. 207.

Anmerkung: Die weibliche Form ist von mir eingefügt worden.

 

Projekt ohne Namen – Mein Engelchen, ich sage Dir … – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Engel, Portraitmalerei, Projekt ohne Namen, Selbstbildnisse, Zeichnung by Susanne Haun on 13. September 2017

 

#16

J:  „Mein Engelchen, ich sage Dir …“

S:  „… nichts ist perfekt aber alles ist möglich!“

 

Mein Engelchen, ich sage Dir nichts ist perfekt aber alles ist möglich! (c) Zeichnung von Susanne Haun

Mein Engelchen, ich sage Dir nichts ist perfekt aber alles ist möglich! (c) Zeichnung von Susanne Haun

 

Jürgen, das war nicht einfach, was wolltest du mir bloß sagen? Auf jeden Fall ist hier mein neuer Satzanfang:

#17  „Eine Linie biegt sich nach links nach rechts, um dann…“

Was bisher geschah:

#15 (siehe hier)
S: „Wörter sind immer …“
J: „… gut oder böse.“

Jürgen hatte zu meinem Satzanfang noch folgenden Satz im Kopf, den ich unbedingt in Szene setzen wollte.

#15.1 Worte, die den Raum fülleun und als ewiges Licht bleiben.

 

Worte, die den Raum füllen und als ewiges Licht bleiben (c) Zeichnung von Susanne Haun

Worte, die den Raum füllen und als ewiges Licht bleiben (c) Zeichnung von Susanne Haun

 

#14 (siehe hier)
J: „Ich konnte zuerst den Weg nicht finden, …“
S: „… aber dann sah ich es: Am Ende des Weges war alles voller Bücher, Papier und Tinte.“

#13 (siehe hier)
S: „Wie Schneeflocken werden die Pappelsamen durch die Luft getragen und …“
J:  „… sind wie Worte, die die Erde lockern werden.“ (aus Enzensberger, Windgriff, 1964)

#12 (siehe hier)
J: „Ich schaue mich im Spiegel an und denke: …“
S: „… Nichts!“

#11 (siehe hier)
S: Die Ferne lockt mit fremden Geruechen, Farben und Tönen …
J:  …, doch mein Herz schlägt nur für dich.

#10 (siehe hier)
J: „Ich war jung und töricht, naiv und unbedarft …“
S: „… und dabei sehr fröhlich und sorglos.“

#9 (siehe hier)
S: Der Mensch blickt zurück in sich selbst und findet in der Zukunft …..
J: … den „loving cup“.

#8 (siehe hier)
J: „Der, der alleine ins Wasser geht, das ist „der Alleineinswassergeher“ und die, die zu mehreren gehen …“
S: „…werden sich selbst vergessen, fröhlich sein und planschen.“

#7 (siehe hier)
S: „Kalte Hände sind ein kritisches….“
J: „… Phänomen, denn wie sagte Christoph Ernst Freiherr von Houwald, so ungefähr: „Nimm noch einmal in Deine kalten Hände des warmen Herzens Signatur. Und ist Dein Herzensspiel noch nicht zu Ende, und kommt ein neuer Akt: so klingle nur.“ ( frei übertragen aus: Christoph Ernst Freiherr von Houwald, die Freistatt, vierte Szene, Leipzig 1820)

#6 (siehe hier)
J: „Wenn sie losgelassen werden und durch die offenen Tore fegen …“
S: „… können nicht die größten Drollerien sie aufhalten.“

#5 (siehe hier)
S: „Das perfekte Ding ist …“
J: „… das momentane Ding“

#4 (siehe hier)
J: „Ich höre die schweren Maschinen in der Ferne und ahne …“
S: „… dass sie an ihrer Last zerbrechen.“

#3 (siehe hier)
S: „Es ist schwer vorstellbar, dass der hoch in den Himmel aufragende Turm …!“
J: „… tatsächlich ein Raumschiff darstellt.“

#2 (siehe hier):
J: „Heute ist heute, morgen wird übermorgen und  …“
S: „… gestern ist nicht gewesen sondern wird Erinnerung.“

#1 Projektauftakt (siehe hier):
S: „In der Nacht verschwimmen die Gegenstände zu schwarzen verwischten Flächen, deshalb ……“.
J:  „… versucht der Abfalleimer ein verzweifeltes Glühen“.

Susanne Haun Zitat am Sonntag – Kurt Tucholsky

Posted in Foto, Zitat am Sonntag by Susanne Haun on 23. Juli 2017

 

Der Leser hat’s gut:
er kann sich seine Schriftsteller
aussuchen

Kurt Tucholsky

 

Hau - Buchstaben (c) Foto von Susanne Haun

Hau – Buchstaben (c) Foto von Susanne Haun

 

______________________________________
²Tucholsky, Kurt. Ausgewählte Werke, Panter, Tiger und andere, Berlin 1960, S. 81.
Petra schrieb vor kurzem den Artikel „Frauen und Literatur“ auf ihrem Blog (siehe hier). Aufgrunddessen möchte ich noch folgenden Zusatz schreiben:

Der Leser*in hat’s gut
er kann sich seine Schriftsteller*in
aussuchen.

So liest es sich von meinem Verständnis besser als:

Der/die Leser/in hat’s gut
er/sie kann sich seine/ihre Schriftsteller/in
aussuchen.

oder

Die/der Leser/in hat’s gut
sie/er kann sich ihre/seine Schriftsteller/in
aussuchen.

Was meint ihr?

 

Susanne Haun Zitat am Sonntag – Folge 200 – Novalis (Georg Philipp Friedrich von Hardenberg)

Posted in Zeichnung, Zitat am Sonntag by Susanne Haun on 16. Juli 2017

 

„Wer unglücklich in der jetzigen Welt ist,

wer nicht findet, was er sucht –

der gehe in die Bücher- und Künstlerwelt –

in die Natur – diese ewige Antike

und Moderne zugleich …“

Novalis (Georg Philipp Friedrich von Hardenberg), Fragmente und Studien IX 890

 

Trauminsel – 70 x 100 cm – Tusche auf Büttenpapier (c) Zeichnung von Susanne Haun

 

_________________________
Zitiert nach: Heilmann, Christoph (Hrsg.), „In uns selbst liegt Italien“, Die Kunst der Deutsch-Römer, München 1987, S.11.

Projekt ohne Namen – Das Wie Nichts! – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Landschaft, Projekt ohne Namen, Zeichnung by Susanne Haun on 27. Juni 2017

 

#14

J: „Ich konnte zuerst den Weg nicht finden, …“

S: „… aber dann sah ich es: Am Ende des Weges war alles voller Bücher, Papier und Tinte.“

 

Aber dann sah ich es Am Ende des Weges war alles voller Bücher, Papier und Tinte - 30 x 40 cm - Tusche auf Aquarellkarton (c) Zeichnung von Susanne Haun

Aber dann sah ich es Am Ende des Weges war alles voller Bücher, Papier und Tinte – 30 x 40 cm – Tusche auf Aquarellkarton (c) Zeichnung von Susanne Haun

 

Jürgen, hier nun mein neuer, kurzer Satzanfang für dich:

#15  „Wörter sind immer …“

 

Was bisher geschah:

#13 (siehe hier)
S: „Wie Schneeflocken werden die Pappelsamen durch die Luft getragen und …“
J:  „… sind wie Worte, die die Erde lockern werden.“ (aus Enzensberger, Windgriff, 1964)

#12 (siehe hier)
J: „Ich schaue mich im Spiegel an und denke: …“
S: „… Nichts!“

#11 (siehe hier)

S: Die Ferne lockt mit fremden Geruechen, Farben und Tönen …
J:  …, doch mein Herz schlägt nur für dich.

#10 (siehe hier)

J: „Ich war jung und töricht, naiv und unbedarft …“
S: „… und dabei sehr fröhlich und sorglos.“

#9 (siehe hier)

S: Der Mensch blickt zurück in sich selbst und findet in der Zukunft …..
J: … den „loving cup“.

#8 (siehe hier)

J: „Der, der alleine ins Wasser geht, das ist „der Alleineinswassergeher“ und die, die zu mehreren gehen …“
S: „…werden sich selbst vergessen, fröhlich sein und planschen.“

#7 (siehe hier)

S: „Kalte Hände sind ein kritisches….“
J: „… Phänomen, denn wie sagte Christoph Ernst Freiherr von Houwald, so ungefähr: „Nimm noch einmal in Deine kalten Hände des warmen Herzens Signatur. Und ist Dein Herzensspiel noch nicht zu Ende, und kommt ein neuer Akt: so klingle nur.“ ( frei übertragen aus: Christoph Ernst Freiherr von Houwald, die Freistatt, vierte Szene, Leipzig 1820)

#6 (siehe hier)

J: „Wenn sie losgelassen werden und durch die offenen Tore fegen …“
S: „… können nicht die größten Drollerien sie aufhalten.“

#5 (siehe hier)

S: „Das perfekte Ding ist …“
J: „… das momentane Ding“

#4 (siehe hier)

J: „Ich höre die schweren Maschinen in der Ferne und ahne …“
S: „… dass sie an ihrer Last zerbrechen.“

#3 (siehe hier)

S: „Es ist schwer vorstellbar, dass der hoch in den Himmel aufragende Turm …!“
J: „… tatsächlich ein Raumschiff darstellt.“

#2 (siehe hier):

J: „Heute ist heute, morgen wird übermorgen und  …“
S: „… gestern ist nicht gewesen sondern wird Erinnerung.“

#1 Projektauftakt (siehe hier):

S: „In der Nacht verschwimmen die Gegenstände zu schwarzen verwischten Flächen, deshalb ……“.
J:  „… versucht der Abfalleimer ein verzweifeltes Glühen“.

Zehn Antworten zu Birgits Fragen zu Bücher – Susanne Haun

Posted in Hemingway "Der alte Mann und das Meer", Literatur, Zeichnung by Susanne Haun on 26. Oktober 2015

Es ist etwas länger her, das stellte Birgit von sätze&schätze (siehe hier) ihren Leserinnen Fragen zu Bücher.

Der alte Mann - Zeichnung von Susanne Haun

Der alte Mann – Zeichnung von Susanne Haun

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Jetzt, nach meiner Ausstellungseröffnung habe ich mich in Ruhe mit den Fragen beschäftigt:

1. Das erste Buch, das du bewusst gelesen hast?

Es müssen die 5 Freunde von Enid Blyton gewesen sein. In meiner Generation ein viel gelesenes Jugendbuch.

2. Das Buch, das Deine Jugend begleitete?

Enid Blytons Detektiv- und Internatgeschichten begleiteten meine Jugend genauso wie die Science Fiction Stories von Mark Brandis und Robert A. Heinlein.

3. Das Buch, das Dich zur Leserin/zum Leser machte?

Es gab kein bestimmtes Buch – ich las den ganzen lieben Tag, so dass meine Mutter sich schon sorgte.

4. Das Buch, das Du am häufigsten gelesen hast?

Vor meinem 30. Lebensjahr ist es Revolte auf Luna (englischer Originaltitel The Moon Is a Harsh Mistress) oder die Leben des Lazarus Long. „Lazarus Long, 1916 – 4272: Das Schlüsselwerk Heinleins führt den Leser durch mehrere Jahrtausende, zahllose Welten und Zeitebenen. Das ambitionierteste Werk des Autors und ein Klassiker des Genres über einen Mann, der das Leben so sehr liebte, dass er sich einfach weigerte, zu sterben, und schließlich gar zu seinem eigenen Vorfahr wurde.“ ist auf dem heutigen Klappentext des Buches zu lesen.
Heute lese ich selten ein Buch nochmal, es gibt so viele Bücher, die ich noch lesen möchte. Aber ich lese durchaus Passagen nochmal.

5. Das Buch, das Dir am wichtigsten ist?

Ich kann nicht sagen, welches Buch mir am wichtigsten ist. Das wechselt. Im Moment ist es Hegels Ästhetik, die mich fasziniert, gemischt mit Walsers 13. Kapitel. Ich lese meistens Bücher für die Uni und höre Bücher zum einschlafen und entspannen. Hertha Müllers Herztier hat mich genau so berührt wie Irvings Gottes Werk und Teufels Beitrag. Siri Hustvedts „Gleissende Welt“ hat mich angeregt. Bei dem Angebot an Wissen und Literatur, wie soll ich mich da für ein Buch entscheiden?

6. Das Buch, vor dem Du einen riesigen Respekt bzw. Bammel hast?

Ich habe generell großen Respekt vor den philosophischen Werken. Kant, Hegel, Platon, Aristoteles, Locke um nur wahllos in den Pool zu greifen.

7. Das Buch, das Deiner Meinung nach am meisten überschätzt wird?

Feuchtgebiete, ich weiss nicht, was Leser an diesem Buch so toll finden. Ich habe es nach 10 Seiten zur Seite gelegt, weil es mich einfach nicht interessiert.

8. Das Buch, das Du unbedingt noch lesen willst – wenn da einmal Zeit wäre?

Ich glaube, auf meiner Bücherwunschliste befinden sich knapp 50 Bücher, wie soll ich da eines herausgreifen? Und wenn ich etwas unbedingt lesen möchte, dann nehme ich mir die Zeit 🙂

9. Das Buch, das Dir am meisten Angst macht?

Die Bibel und der Koran und noch einige anderen ähnlichen religiöse, idealistische Schriften.

10. Das Buch, das Du gern selbst geschrieben hättest?

Descartes Meditations und Prinzipien.

Der alte Mann wartete - Zeichnung von Susanne Haun

Der alte Mann wartete – nach Hemingway (c) Zeichnung von Susanne Haun

 

Danke für die Fragen, Birgit, ich fand es sehr inspirierend!

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