Tiere · Zeichnung

Tagebucheintrag 23.6.2020: Der erste Satz – Zeichnung von Susanne Haun

 

Jutta Reichelt ist die Initiatorin des Blogs „Über das Schreiben von Geschichten“.

Sie hilft mit ihren Tipps nicht nur Autorinnen und Autoren von Belletristik, sondern auch Promovierende wie mich.

In ihrem letzten Tipp unterstreicht sie die Disziplin, die Autorinnen und Autoren an den Tag legen sollten (-> Klick) .

So ist mein neues Abstract für meine Promotion viel schneller und einfacher von der Tastatur geglitten, wie ich befürchtet hatte. Den berühmten ersten Satz habe ich erstmal ignoriert und irgendwann stand er von alleine vorne als erster Gedanke.

Disziplin und strukturierte Tagesabläufe sind auch in der Kunst notwendig, aber das wisst ihr!

Weil einige fragten:

Nachdem ich über ein Jahr das Thema „Skizzenbücher des 19. Jahrhunderts“ für meine Promotion in einer Individualpromotion an der Freien Universität erforscht habe, habe ich mich entschieden, Uni und Thema zu wechseln. Ich werde (hoffentlich ab dem Wintersemester) an der Universität der Künste Berlin, Fakultät Bildende Kunst zum Thema Werkverzeichnis promovieren. Der Betreuungswechsel ist schon schriftlich fixiert nun steht die Ex- und Immatrikulation mit vielen Formalitäten und natürlich einem neuen Exposé vor mir.

 

 

Tagebucheintrag 25.6.2020, Der erste Satz, 20 x 15 cm, Tinte und Buntstift auf Silberburg Büttenpapier, Zeichnung von Susanne Haun (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2020
Tagebucheintrag 25.6.2020, Der erste Satz, 20 x 15 cm, Tinte und Buntstift auf Silberburg Büttenpapier, Zeichnung von Susanne Haun (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2020

 

 

Projekt Null · Zeichnung

Der Kampf um den Nullraum – Susanne Haun und Jürgen Küster

Fast 3 Wochen habe ich mir Zeit gelassen, Jürgen auf seine neusten Nullraumarbeiten zu antworten.

In dieser Zeit war ich in England und die neuen Eindrücke laufen auch gleich in die Null – Arbeiten ein. Sie sprengen im Moment meinen Nullraum und das finde ich auch gut, denn sie bringen neuen Wind in die Nullen.

Konzeptkunst · Objekt · Projekt Null

Auf der Suche nach Orte für den Nullraum – Susanne Haun und Jürgen Küster

Obwohl unser Projekt Der Nullraum – Wenn alles schon gezeichnet wurde, könnte die Null eine Lösung sein noch nicht beendet ist, suchen Jürgen und ich Orte zur Präsentation unserer Arbeit.

Hier kann unser Portfolio zum Projekt angeschaut werden.

Gerne schauen wir uns Vorschläge für Ausstellungsmöglichkeiten in Galerien oder Projekträumen an.
Wir stehen unter info@susannehaun.de, juergen.kuester@online.de und den im Portfolio angegebenen Kontakten für Fragen zur Verfügung.

In der nächsten Zeit wollen wir uns verstärkt der Erstellung weiterer Objekte zum Nullraum widmen.

Meine nächsten Ideen seht ihr hier:

 

Der Nullraum als leerer Glaskubus, die Spiegelungen bleiben an der Oberfläche und durchdringen den Raum nicht.

 

Der Absolute Nullraums (c) Objekt von Susanne Haun
Der Absolute Nullraums (c) Objekt von Susanne Haun

 

Die Sprengung des Nullraums durchbricht die Leere.

 

Sprengung des Nullraums (c) Objekt von Susanne Haun
Sprengung des Nullraums (c) Objekt von Susanne Haun

 

Es kann im Nullraum auch gekrochen und geschwebt werden, wie den folgenden Fotos zu entnehmen ist. Ein Problem sind wie immer die Fotos der Glasarbeiten. Schade, dass Glas so schwer zu fotografieren ist.

 

 

Konzeptkunst · Objekt · Projekt Null

Im Nullraum – Objekte von Susanne Haun und Jürgen Küster

Bei diesem Projekt wollen Jürgen und ich den zweidimensionalen Raum verlassen und uns in die Dreidimensionalität bewegen.

Nullraum (c) Objekt von Susanne Haun
Nullraum (c) Objekt von Susanne Haun

 

Wie anders als dreidimensional kann ein Nullraum dargestellt werden?

Jürgen und ich bleiben dabei unseren Materialien treu. Jürgen deklariert eine Holzkiste als Nullraum während ich Glas bevorzuge. Ich fülle jedoch den Nullraum mit meinem Arrangement aus Nullen. Die Glasvitrine als Nullraum war zuerst in meinem Kopf, in Gedanken füllte ich wochenlang die unterschiedlichten Objekte in meinen Nullraum. Wie glücklich war ich als ich spontan und ohne daran zu denken mein Nullobjekt als Objet trouvé gefunden habe.

 

Projekt Null · Zeichnung

Null-Osmose: auf Fotos zeichnen – Zeichnungen von Susanne Haun

 
Jürgen zeichnet sehr oft auf Fotos oder Fotokopien. Diese Art des arbeitens ist nicht unbedingt meine bevorzugte Art zu arbeiten, jedoch möchte ich im Rahmen des Projekts Jürgen auf diese Art antworten.
 
Leider habe ich für meinen Samsung Laserdrucker eine Alternativpatrone gekauft, der Toner liegt meist Locker auf dem Papier, so dass ich die Arbeiten nach dem Aufdruck der Fotos vorher mit Prühfixativ fixieren musste. Ich arbeitete mit Buntstiften auf den Ausdrucken. Die Fotos habe ich auf dem Schöneberger Südgelände (siehe hier) gemacht, ich habe das Thema Null dabei direkt im Kopf gehabt. Ich zeige neben den bearbeiteten Ausdrucken auch die Fotos, aus denen die Arbeiten zur Null-Osmose entstanden. Auch sie gehören für mich zur Kommunikation zwischen Jürgen und mir.
 

Projekt Null · Zeichnung

Null Osmose – Zeichnungen von Susanne Haun

Jürgen ist unterwegs und es gibt nichts zu sagen, postuliert Buchalov (siehe hier).

Ich finde jedoch, dass Jürgen mir ein gehaltvolles „Nichts zu sagen“ auf dem Weg gelassen hat, dass ich mit viel Farbe beantworte.

 

 

Projekt Null · Zeichnung

Projektbeschreibung „Der Nullraum“ – Susanne Haun und Jürgen Küster

 

Projektbeschreibung

 

 

Der Nullraum
Wenn alles schon gezeichnet wurde, könnte die Null eine Lösung sein.

ein Projekt von Susanne Haun und Jürgen Küster

“Im Rechnen war ich furchtbar schlecht. Mir war die Null nicht begreiflich. Ich habe nicht verstanden, warum eine Null nichts sein soll, aber wenn man sie an einer Eins anhängt, ergibt es plötzlich zehn! Das hat man mir bis heute nicht erklären können.”²  Sten Nadolny

Jürgen Küster und Susanne Haun sind neugierig und in ihrem vierten gemeinsamen Projekt beschäftigen sie sich mit der Null in ihren verschiedenen Facetten. Nach der Frage, was im Jahr 0 geschah und wie die Null mathematisch verortet ist, gingen ihre Überlegungen schnell in abwechselnder Folge in andere Richtungen wie die Null als Fleck verbunden mit Leonardos Macchia oder die Null als Gebärmutter. Es wurden die Fragen gestellt, ob die Gebärmutter das Zentrum der Null ist oder ob die Null mit einem schweigen verbunden werden kann. Ist die Null der Anfang der Proportionen sowie der Anfang des Computers?
Schnell wurden die Gedanken der beiden abstrakter, es wurden Nullobjekte, Nullwerkzeuge und der Nullraum gebildet.

Das Besondere ist die Art und Weise des Gedankenaustauschs der beiden.
Der Austausch erfolgt mittels Zeichnungen. Aufgrund der räumlichen Entfernung entschieden die Beiden für ihre Zeichnungen gerissene A4 Papiere, Cugar Cane – Multi Techniques von Lana und Text & Cover – vergé, 100 g/m² von Hahnemühle zu verwenden. Die beiden unterschiedlichen Papierarten ermöglichen die Verwendung unterschiedlich satter Tintenarten, wodurch das Festhalten der schnellen Idee in der Skizze genauso wie die geplante Zeichnung dargestellt werden kann.

Susanne Haun sendete Jürgen Küster ihre erste eingescannte Zeichnung am 16.11.2015 per Mail zu und gab damit den Startschuss zur Kommunikation der beiden. In unterschiedlichen zeitlichen Abständen wechselten bisher an 42 Tagen Zeichnungen zwischen den beiden.

Neben den Zeichnungen entstanden auch Objekte, die die Zeichnungen mit dem Raum verbinden sollen.

Reale Treffen der beiden Künstler außerhalb des Mails- und Telefonkontakts finden bei den Präsentationen ihrer Projekte statt.

 

 

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²Nadolny, Sten, IN Koelbl, Herlinde, Im Schreiben zu Haus, München 1998, Seite 69.

Projekt Null · Zeichnung

Nullsäge – Nullhammer – Nullosmose – Zeichnungen von Susanne Haun

Mit dem Weltraum kann Jürgen nichts anfangen, schrieb Buchalov in seinem Blog.

Susanne Haun beim Arbeiten (c) Foto von M.Fanke
Susanne Haun beim Arbeiten (c) Foto von M.Fanke

 

So, wie es Jürgen mit dem Weltraum geht, so geht es mir ein wenig mit den Nullwerkzeugen. Werkzeuge sind mir zu technisch, nicht sinnlich genug. Aber ich versuche tapfer, meine Gedanken dazu festzuhalten. Geholfen hat mir dabei Anna-Maria und Roswitha Weber. Ich bekam von den beiden ein kleines Büchlein in rotem Papier mit weißen Punkten verpackt. Ich wusste sofort, dass diese Punkte Nullen auf rotem Grund darstellen und beschloss, dieses Papier für meine nächste Antwort auf Jürgens Nullwerkzeuge zu verwenden. Durch das Rot werden die Werkzeuge von der Farbe her sinnlicher!

 

 

Projekt Null · Was es sonst so gibt! · Zeichnung

Was erwarte ich von Kunst? – Susanne Haun

Es ist gut, sich immer wieder zwischendurch bestimmte Fragen zur Kunst zu stellen.

Nullraum im Raum (c) Susanne Haun
Nullraum im Raum (c) Susanne Haun

Heute kann jeder sich schnell und unkompliziert im Netz einen Überblick über aktuelle Kunst verschaffen. Ich habe gerade die Seite der Kunstsammlung NRW und die Kunsträume K21 für mich im Netz entdeckt. Vor gut 2 Jahren war ich real im K21 (siehe hier).

Ich finde die unterschiedliche Inszenierung der Kunsträume sehr interessant und frage mich, wie ich und meine Kunst innerhalb der Räume zu positionieren sind. Schon lange nehme ich mir vor, meinen Galerieraum zu inszenieren.

Das Inszenieren n den Wänden selber ist nicht ganz so schwer wie ich mir das noch vor einem Jahr vorgestellt habe. Schwer ist das Fotografieren der Inszenierung.

Schwer ist auch, den Raum wirklich einzubeziehen und zu nutzen, ich habe meinen großen Arbeitstisch für das Rahmen und das Zeichnen großer Leinwände mitten im Raum zu stehen. Meine nächsten Überlegungen gehen in die Richtung, wie ich den Tisch in meine Inszenierung einbeziehen kann.

 

Projekt Null · Zeichnung

#41 Die Zeitmaschine im Nullraum – Collagen von Susanne Haun

Wenn ich in die Sterne schaue, dann sehe ich die Vergangenheit.

Sehe ich auch irgendwann die Null? Und wieder die Frage: vergeht im Nullraum die Zeit?

Inspiriert vom Weltall bin ich von Jürgens Gesicht auf Blatt #40.1. Ich sah sofort einen Astronaut vor mir.