Aquarell · Dante Alighieri · Illustration · Zeichnung

Flecken in der Kunst und als ich mich zur Tiefe wandt, zu fliehen – Zeichnung von Susanne Haun

Ich habe den Eindruck, ich quäle mich mit meinem neuen Projekt.

Ich sehne mich danach, die Höllenkreise Dantes in meinem wohlbekannten Ausdruck darzustellen, so wie ich den  Antonius Zyklus in Szene gesetzt habe, hier noch einmal der Projektblog (siehe hier) zu Antonius  von Ute Schätzmüller und mir dazu. Meine kleinen Zeichnungen erscheinen mir kraftvoll.

 

#2-2 Eine Wölfin, die hochträchtig war - 20 x 30 cm - Tusche auf Zeichenpapier (c) Zeichnung von Susanne Haun
#2-2 Eine Wölfin, die hochträchtig war – 20 x 30 cm – Tusche auf Zeichenpapier (c) Zeichnung von Susanne Haun

 

Aber bedeutet es nicht, wenn die Zeichnerin bei der eigenen Handschrift bleibt, das Werk stagniert? Oder sollte ich mich glücklich schätzen, meine Handschrift gefunden zu haben und erkennbar zu sein? Und bin ich nicht auch in meinen neuen Bildern erkennbar?

Letzte Woche habe ich in einem Seminar im Kupferstichkabinett die Kaffeekleckszeichnungen von Michael Echter kennengelernt. Hier können sie im Überblick auf der Online Datenbank des Museums angeschaut werden.

Wie die ungemalten Bilder von Nolde basieren sie auf dem Prinzip in einem Klecks Linien und Motive zu entdecken.

Dieses mal habe ich zum Bearbeiten meiner farbigen Aquarellkleckse  ein Schulfüller mit blauer Tinte benutzt. Die Tinte fliesst zu langsam, die Feder ist zu dünn, ich schaffe es nicht, in einer Minute das Blatt zu füllen und bin frustriert.

 

#2-1 Als ich mich zur Tiefe wandt, zu fliegen - 20 x 30 cm - Tusche auf Zeichenpapier (c) Zeichnung von Susanne Haun
#2-1 Als ich mich zur Tiefe wandt, zu fliegen – 20 x 30 cm – Tusche auf Zeichenpapier (c) Zeichnung von Susanne Haun

 

Ich gebe noch nicht auf – ich werde weiter experimentieren – meine Schränke sind voller Papier, Aquarellfarben und Tusche.

Es tut mir gut, alleine zu arbeiten. Ich brauche nach langer Zeit die Auseinandersetzung mit mir selber.

Bisherige Projektschritte:
#1 Entrada (siehe hier)

 

 

 

Aquarell · Dante Alighieri · Illustration · Zeichnung

Entrada – treten sie ein, meine Herrschaften – Zeichnungen von Susanne Haun

 

Am 28. März 2017 findet mein nächster KunstSalon statt (siehe hier).  Der Salon handelt von der „Verschollenen Generation“, die zur Zeit des Expressionismus in Deutschland tätig war.

 

# 1-3 Dante Alighieri Willst du zu ihm, der lenkt das All - 20 x 30 cm - Tusche und Aqaurell auf Skizzenpapier (c) Zeichnung von Susanne Haun
# 1-3 Dante Alighieri Willst du zu ihm, der lenkt das All – 20 x 30 cm – Tusche und Aqaurell auf Skizzenpapier (c) Zeichnung von Susanne Haun

 

Nicht zur „verschollenen Generation“ aber doch zur selben Zeit gehört Emil Nolde (siehe hier), der besonders mit seinen ungemalten Bildern aus seiner Zeit der inneren Emigration nichtsdestotrotz zum Thema passt. Es gibt eine eindrucksvolle Anekdote über Nolde aus dieser Zeit. Er hatte während des Nationalsozialismus Malverbot und bekamm von seinen Freunden heimlich Farbe und Papier. Das Papier war in der Größe, dass er seine Hand darüberlegen und somit bei Gefahr seine Arbeit verstecken konnte. Ich mag die ungemalten Bilder sehr.

An diesem Kunstsalon der „verschollenen Generation“ möchte ich eine besondere, neue Serie von Zeichnugnen mir ausstellen.

 

# 1-2 Dante Alighieri Entrada - Ob Mensch of Schatten - 20 x 30 cm - Tusche und Aqaurell auf Skizzenpapier (c) Zeichnung von Susanne Haun(2)
# 1-2 Dante Alighieri Entrada – Ob Mensch of Schatten – 20 x 30 cm – Tusche und Aqaurell auf Skizzenpapier (c) Zeichnung von Susanne Haun

 

Einige Inspirationsquellen liegen meiner Serie zugrunde.

Die ersten drei Blätter habe ich auf 100g Skizzenpapier von Hahnemühle gezeichnet. Das Papier ist von der Farbe eines warmen Crèmetons, der mir sehr gefällt.

Zuerst habe ich Horadam Aquarellfarbe aufgetragen, ohne dass ich dabei ein Motiv im Kopf hatte. Nach dem Trocknen der Farbe habe ich mir pro Blatt 1 Minute Zeit genommen, um mit Füller die Linien gesetzt. Dabei habe ich Dante Alighieris göttliche Komödie als Hörbuch gehört. Die ersten drei Blätter sind mit meinem Artpen und brauner Tusche gezeichnet. Mir fehlte gerade bei der „Entrada“ ein wenig Farbe, weswegen ich nachträglich noch einmal einige Aquarellakzente setze.

 

 

 

 

 

Aquarell · Portraitmalerei

Ursprünglichkeit – Aquarell von Susanne Haun

In der Vergangenheit gab es viele Maler, die sich mit „Köpfen“ beschäftigten. Ich sage extra Köpfe und nicht Portraits.

Ich habe mir Emil Nolde heraus gegriffen. Er und seiner Frau Ada wurde 1914 gestatte an der für 1 Jahr geplanten Expedition in die Südesee teilzunehmen. Die Expedition sollten den Bevölkerungsrückgang durch Krankheit in der Südsee untersuchen und hatte nichts mit Malerei zu tun. Nolde und seine Frau mußten somit für die Kosten der Reise selber aufkommen.

In Europa war der Fortschritt merklich spürbar aber bis auf die Italiener entzogen sich die europäischen Künstler diesem und begeisterten sich für die „primitiven“ Kulturen.

Nolde hatte sich als Aufgabe gestellt, das urtümliche Wesen und den urtümlichen Charakter der Südseebewohner festzuhalten, zu dokumentieren. Er gab sie deshalb würdig in ihrer Authentizität und Naturnähe unverfälscht wieder. In seinem Zyklus der Großstadtmenschen, die er verachtete, deformierte er die Köpfe und verwandte grelle, bunte Farben.

Ich im Januar 2008 - Zeichnung von Susanne Haun - 80 x 60 cm
Ich im Januar 2008 - Zeichnung von Susanne Haun - 80 x 60 cm

Obwohl sich Nolde um Objektivität bemühte, floß seine persönliche Wahrnehmung in die Aquarellköpfe ein, das was diese Menschen für Nolde bedeuteten.

Ich möchte in meinen gezeichneten Köpfen das Leben der Porträtierten und den Charakter sichtbar machen. Ich möchte vom Zwiegespräch berichten, das sich im Kopf des Portraitierten abspielt. Deshalb ist es für mich so wichtig, die Personen, die ich zeichne, zu kennen oder zumindestens möchte ich viel von Ihnen durch Zeitungen, Bücher oder Internet wissen. Natürlich fließt auch meine Wahrnehmung vom Portraitierten in die Zeichnung ein.

Ich im Januar 2008 auf schwarz - Zeichnung von Susanne Haun - 80 x 60 cm
Ich im Januar 2008 auf schwarz - Zeichnung von Susanne Haun - 80 x 60 cm

Eine Auswahl meiner Portraits seht ihr hier.

Heute habe ich mich noch einmal eine die Ostseeschönheit aqauarelliert. Ich bin zufrieden so gefällt mir das Aquarell. Aber ich bleibe bei meinen Zeichnungen. Um dass das Aquarell Bestand hätte, müßte ich nun in Serie daran weiter arbeiten. Aber ich arbeite lieber weiter an meinen Zeichnungen. Es war ein interessanter Exkurs für mich und ich kann jedem nur empfehlen, sich einmal von seinen gewohnten Wegen hinwegzubewegen um wieder ein wenig zu lernen. Das inspiriert dann auch für die eigenen Arbeiten.

Kopf - Aquarell von Susanne Haun - 17 x 20 cm
Kopf - Aquarell von Susanne Haun - 17 x 20 cm
Blumen und Pflanzen · Zeichnung

Lilien in voller Blüte – Zeichnung von Susanne Haun

Nun sind die Lilien schon eine Woche alt. Der Duft ist betörend und wenn ich die Ateliertür aufschliesse, strömt er mir entgegen und so habe ich die voll aufgeblühten Lilien heute nochmals gezeichnet.

Bei der Forschung nach Blumenmalern im Netz, habe ich festgestellt, dass Blumenbilder zum größten Teil in Auktionshäusern angeboten werden, so auch auch Nolde. Ich schätze seine Aquarelle und Ölbilder sehr.
Dem verlinkten Wikipedia-Eintrag habe ich folgendes entnommen:
„In den Blumen-Aquarellen konnte Nolde seine Vorstellung von der Musikalität und der absoluten Wirkung der Farben realisieren, ohne die Bindung an die Natur zu verlieren.“

Voll aufgeblühte Lilien - Zeichnung von Susanne Haun
Voll aufgeblühte Lilien - Zeichnung von Susanne Haun