Susanne Haun

Projekt ohne Namen – Der Himmel wartet, doch die Erde verlangt … – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Landschaft, Projekt ohne Namen, Zeichnung by Susanne Haun on 7. Februar 2018

 

#20

J: Der Himmel wartet, doch die Erde verlangt …

S: Liebe, Respekt und Verantwortung.

 

 

Jürgen hat mir einen neuen Satzanfang zukommen lassen, den ich spontan ohne Überlegung zu Ende schreiben konnte. Die Zeichnungen sind erst nach den Worten erfolgt. Das ist eigentlich selten, denn ich zeichne meistens erst bevor ich formuliere.

Hier ist der diesmalige Satzanfang für Jürgen:

#21 Ein neuer Anfang bedeutet …

Ihr habt euch sicher über die Löcher am linken Blattrand der Zeichnungen gewundert. Ich sammele die Blätter des Projekts in einer Mappe oder Lederbuch. Um beim Zeichnen die bisherigen Arbeiten nicht zu beschädigen, hefte ich mir die leeren Blätter immer aus.

 

 

Hier seht ihr die bisherigen Sätze, das Projekt läuft schon seit dem 24. November 2016, also über ein Jahr! Das war mir gar nicht bewusst, ich dachte, wir hätten gerade gestern angefangen, daran zu arbeiten.

 

#19 (siehe hier)

S: „Durst wird nicht immer durch Wasser gelöscht, sondern …“
J: “ … auch mit Erdöl!“

#18 (siehe hier)

J: „Wenn ich mit dem Finger schnipse, …“
S:  „… passiert nichts weiter außer ein Schnipsen.“

#17 (siehe hier)
S: „Eine Linie biegt sich nach links nach rechts, um dann…“
J: „… an den Rändern des Blattes zu verschwinden.“

#16 (siehe hier)

J:  „Mein Engelchen, ich sage Dir …“
S:  „… nichts ist perfekt aber alles ist möglich!“

#15 (siehe hier)
S: „Wörter sind immer …“
J: „… gut oder böse.“

#15.1 (siehe hier)
J: „Worte, die den Raum fülleun und als ewiges Licht bleiben.“

#14 (siehe hier)
J: „Ich konnte zuerst den Weg nicht finden, …“
S: „… aber dann sah ich es: Am Ende des Weges war alles voller Bücher, Papier und Tinte.“

#13 (siehe hier)
S: „Wie Schneeflocken werden die Pappelsamen durch die Luft getragen und …“
J:  „… sind wie Worte, die die Erde lockern werden.“ (aus Enzensberger, Windgriff, 1964)

#12 (siehe hier)
J: „Ich schaue mich im Spiegel an und denke: …“
S: „… Nichts!“

#11 (siehe hier)
S: Die Ferne lockt mit fremden Geruechen, Farben und Tönen …
J:  …, doch mein Herz schlägt nur für dich.

#10 (siehe hier)
J: „Ich war jung und töricht, naiv und unbedarft …“
S: „… und dabei sehr fröhlich und sorglos.“

#9 (siehe hier)
S: Der Mensch blickt zurück in sich selbst und findet in der Zukunft …..
J: … den „loving cup“.

#8 (siehe hier)
J: „Der, der alleine ins Wasser geht, das ist „der Alleineinswassergeher“ und die, die zu mehreren gehen …“
S: „…werden sich selbst vergessen, fröhlich sein und planschen.“

#7 (siehe hier)
S: „Kalte Hände sind ein kritisches….“
J: „… Phänomen, denn wie sagte Christoph Ernst Freiherr von Houwald, so ungefähr: „Nimm noch einmal in Deine kalten Hände des warmen Herzens Signatur. Und ist Dein Herzensspiel noch nicht zu Ende, und kommt ein neuer Akt: so klingle nur.“ ( frei übertragen aus: Christoph Ernst Freiherr von Houwald, die Freistatt, vierte Szene, Leipzig 1820)

#6 (siehe hier)
J: „Wenn sie losgelassen werden und durch die offenen Tore fegen …“
S: „… können nicht die größten Drollerien sie aufhalten.“

#5 (siehe hier)
S: „Das perfekte Ding ist …“
J: „… das momentane Ding“

#4 (siehe hier)
J: „Ich höre die schweren Maschinen in der Ferne und ahne …“
S: „… dass sie an ihrer Last zerbrechen.“

#3 (siehe hier)
S: „Es ist schwer vorstellbar, dass der hoch in den Himmel aufragende Turm …!“
J: „… tatsächlich ein Raumschiff darstellt.“

#2 (siehe hier):
J: „Heute ist heute, morgen wird übermorgen und  …“
S: „… gestern ist nicht gewesen sondern wird Erinnerung.“

#1 Projektauftakt (siehe hier):
S: „In der Nacht verschwimmen die Gegenstände zu schwarzen verwischten Flächen, deshalb ……“.
J:  „… versucht der Abfalleimer ein verzweifeltes Glühen“.

Susanne Haun Zitat am Sonntag – Folge 168 – Marcel Proust

Posted in Zeichnung, Zitat am Sonntag by Susanne Haun on 20. November 2016

 

Seitdem der Olymp nicht mehr existiert, leben seine Bewohner auf der Erde.²
Marcel Proust

 

Bergengel - Zeichnung von Susanne Haun - 40 x 60 cm - Tusche auf Bütten

Bergengel – Zeichnung von Susanne Haun – 40 x 60 cm – Tusche auf Bütten

 

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²Grünbein, Durs, Cornelius, Peter. Die Götter Griechenlands, Berlin 2004.

Kränkungen der Menschheit – Kopernikus – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Berühmt, Philosophie, Portraitmalerei, Zeichnung by Susanne Haun on 13. April 2015

Freud prägte den Begriff der „Kränkungen der Menschheit“.

Die erste Kränkung der Menschheit ist kosmologischer Natur: Kopernikus stellte fest, dass die Erde nicht der Mittelpunkt des Weltalls ist.

Kopernikus (c) Zeichnung von Susanne Haun

Kopernikus (c) Zeichnung von Susanne Haun

 

Der Erde preisgegeben, die Geschichte des Schafskopf – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Vergänglichkeit, Zeichnung by Susanne Haun on 14. Oktober 2013

Was passiert mit dem Schaf, dem mit der Guillotine der Kopf abgeschlagen wurde? Ich zeichnete dieses Bild Mitte August (siehe hier).

Sicher, das Fleisch des Schafes kann als Nahrung dienen. Das Skelett bleibt übrig. Wie auch beim menschlichen Totenkopf ist hier die Vergänglichkeit berührbar.

Der Erde preis gegeben - 65 x 50 cm - Tusche auf Bütten (c) Zeichnung von Susanne Haun

Der Erde preis gegeben – 65 x 50 cm – Tusche auf Bütten (c) Zeichnung von Susanne Haun

Die erste Malfarbe war vermutlich Tierblut und in den prähistorischen Höhlen sind Tierzeichnungen dargestellt. Tiere waren wahrscheinlich die ersten Themen der Malerei.

40.000 Jahre vor heute entstanden die ersten Höhlenmalereien. Obwohl sie gemessen an der Erdgeschichte nicht alt sind, ist es für mich unvorstellbar, diese Zeitspanne zu begreifen.

Ich verbinde meine verwelkten Blätter und Kastanienschalen mit dem Skelettkopf eines Schafes. Mir gefällt besonders die bordeauxfarbende Tusche zum Thema.

Zum Thema Tod habe ich im Netz diesen Lesetipp mit Iris Radisch: „Kurzes Buch über das Sterben“ von Andrzej Stasiuk gefunden. Es hört sich interessant an.

Kastanien fallen, Erde zu Erde – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Blumen und Pflanzen, Vergänglichkeit, Zeichnung by Susanne Haun on 8. Oktober 2013

Es ist Herbst, die Kastanien fallen von den Bäumen und beginnen mit den Kastanienbaumblättern am Boden zu verwesen.

Die Vergänglichkeit ist bei den Pflanzen Jahr für Jahr wieder zu beobachten.

Die Blätter fallen zu Boden und werden im Laufe der Zeit wieder zu Erde. Gestern habe ich einige Kastanienschalen gefunden, die schon fast alle Feuchtigkeit verloren und dadurch bizarre, braune Stacheln gebildet haben.

Entstehung Zeichnung -  Die Endlichkeit des Schafes (c) Susanne Haun

Entstehung Zeichnung – Die Endlichkeit des Schafes (c) Susanne Haun

Die Zeichnung der Schalen bildet den Sockel für mein nächstes Bild zur Vergänglichkeit. Ich habe wieder das große Format 65 x 50 cm gewählt. Über die Farbe der Tusche habe ich einige Zeit nachgedacht. Eigentlich wollte ich die Serie in Blautönen fortsetzen, aber ich werde das Thema „Guillotinierter Schafskopf“ mit der heute begonnen Arbeit fortsetzen und habe so zum Bordeaux gegriffen.

Entstehung Zeichnung -  Die Endlichkeit des Schafes (c) Susanne Haun

Entstehung Zeichnung – Die Endlichkeit des Schafes (c) Susanne Haun

„Erde zu Erde, Asche zu Asche, Staub zu Staub …“

sind die Worte unserer Beerdigungszeremonie. Dabei wirft jeder der zur Beerdigung erschienenen Erde ins frische Grab. Wenn ich bei einer Beerdigung bin, benutze ich meine Hände um Erde ins Grab zu werfen, drei Mal werfe ich Erde in das Grab; für den Vater, den Sohn und den heiligen Geist. So habe ich es als Kind gelernt und ich behalte es traditionell bei, obwohl ich stark am Glauben zweifel und mich den Naturwissenschaften zugewandt habe. Das Grab wird damit für den Verstorbenen zum Ort der natürlichen Rückverwandlung, zur Verwesung wie alles irdischen Leben irgendwann wieder zu Erde wird. Es ist der Moment des Abschieds und des Abschlusses mit einem Leben. Hier ist die Vergänglichkeit am dominantesten.

Es ist der Weg alles Irdischen, den auch Gartenabfälle oder Obst- und Gemüsereste gehen. So ist der Herbst für mich auch immer wie die Beendigung einer blumigen, farbenfrohen Zeit.

Ich mag die Veränderung der Landschaft, die mit den vier Jahreszeiten einher geht.

Vom Schützen und der Presse – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Sternzeichen, Zeichnung by Susanne Haun on 4. August 2011

In der Vergangenheit bin ich immer wieder interviewt worden und es sind eine Vielzahl von Zeitungsartikel über mich erschienen.

Auf meiner alten Homepage www.grafikedition.de könnt ihr hier eine Auswahl der Artikel bis einschließlich dem Jahr 2010 nachlesen.

In der Ausgabe (08/2011) der Atelier Zeitschrift ist ein Interview zur Blogparade abgedruckt, dass mit Frank Koebsch und mir gemacht wurde. Solange die aktuelle Ausgabe am Kiosk liegt, kann ich ihn hier selbstverständlich nicht zeigen! Ich werde ihn aber zu gegebener Zeit in meine Presseartikelübersicht aufnehmen.

Der moderne Schütze - Zeichnung von Susanne Haun - 20 x 20 cm - Tusche auf Bütten

Der moderne Schütze - Zeichnung von Susanne Haun - 20 x 20 cm - Tusche auf Bütten

Ansonsten bin ich beim letzten Sternbild, dem Schützen angelangt.

Es ist nicht einfach auszuwählen, welche Sternzeichen ich wo plaziere. Eigentlich müßte ich sie im Kreis hängen! Es gilt auch auszuwählen, welche der Sternzeichen überhaupt hängen, da ich ja alle doppelt und dreifach interpretiert, gezeichnet habe.  Und so habe ich mich heute damit amüsiert, immer wieder neue Kombinationen zu schaffen.

Der klassische Schütze - Zeichnung von Susanne Haun - 20 x 20 cm - Tusche auf Bütten

Der klassische Schütze - Zeichnung von Susanne Haun - 20 x 20 cm - Tusche auf Bütten

Zum Schluss habe ich sie nach den Elementen Feuer, Erde, Luft und Wasser mit meinen Favoriten gelegt.

Sternzeichen sortiert nach Feuer, Erde, Luft Wasser - meine Favoriten - Foto und Zeichnungen von Susanne Haun

Sternzeichen sortiert nach Feuer, Erde, Luft Wasser - meine Favoriten - Foto und Zeichnungen von Susanne Haun

Ich selber bin Widder, Element Feuer, und ich habe auf der Sternzeichen Internetseite gelesen, dass der Widder „geistig neu geboren“ werden muss und zwar durch Information und Kommunikation. Doch er weiß allein, was zu tun ist und rennt dabei leicht mit dem Kopf durch die Wand.

Ich erzähle euch lieber nicht von den unendlich vielen Dellen, die ich mir dabei geholt habe!

Beim Sternzeichenprojekt habe ich noch drei Mitstreiter: Sven Brauer, Frank Koebsch und Petra Rau und wir werden unterstützt von Karsten Peters, den Galeristen von Faszination Art. Wir alle fünf laden euch schon heute herzlich zur geplanten Ausstellung im Frühjahr 2012 ein!

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