Susanne Haun

Der Erde preisgegeben, die Geschichte des Schafskopf – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Vergänglichkeit, Zeichnung by Susanne Haun on 14. Oktober 2013

Was passiert mit dem Schaf, dem mit der Guillotine der Kopf abgeschlagen wurde? Ich zeichnete dieses Bild Mitte August (siehe hier).

Sicher, das Fleisch des Schafes kann als Nahrung dienen. Das Skelett bleibt übrig. Wie auch beim menschlichen Totenkopf ist hier die Vergänglichkeit berührbar.

Der Erde preis gegeben - 65 x 50 cm - Tusche auf Bütten (c) Zeichnung von Susanne Haun

Der Erde preis gegeben – 65 x 50 cm – Tusche auf Bütten (c) Zeichnung von Susanne Haun

Die erste Malfarbe war vermutlich Tierblut und in den prähistorischen Höhlen sind Tierzeichnungen dargestellt. Tiere waren wahrscheinlich die ersten Themen der Malerei.

40.000 Jahre vor heute entstanden die ersten Höhlenmalereien. Obwohl sie gemessen an der Erdgeschichte nicht alt sind, ist es für mich unvorstellbar, diese Zeitspanne zu begreifen.

Ich verbinde meine verwelkten Blätter und Kastanienschalen mit dem Skelettkopf eines Schafes. Mir gefällt besonders die bordeauxfarbende Tusche zum Thema.

Zum Thema Tod habe ich im Netz diesen Lesetipp mit Iris Radisch: „Kurzes Buch über das Sterben“ von Andrzej Stasiuk gefunden. Es hört sich interessant an.

4 Antworten

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  1. Dina said, on 14. Oktober 2013 at 15:36

    Oh je, Susanne, jetzt muss ich sofort an das Schafskopfessen (Smalahove) in einer westlichen Region in Norwegen denken. Dort gilt der Schafskopf als eine Delikatesse, kaum zu fassen. 🙂
    In neuerer Zeit ist Smalahove eigentlich ein Festmahl geworden und wird auch im Restaurant serviert. Es ist rund um die Ohren und Augen besonders fetthaltig und die Zunge zählt als Delikatesse. In Voss wird sogar eine Meisterschaft im Smalahovewettessen veranstaltet.

    Uff, das ist alles nicht für mich. Heute haben wir ein Wanderung von Cley nach Blakeney durch die Marshen gemacht, die Gegend lernst du nächstes Jahr auch kennen, das Licht war schön heute, das Wetter ist zurzeit sehr wechselhaft. Jetzt wird Apfelkompott gekocht.
    Ganz liebe Grüße zu dir in Berlin von uns 4!
    Hanne

    • Susanne Haun said, on 15. Oktober 2013 at 07:01

      Ich wusste nicht, dass es solche Schafskopfessen gibt, Hanne, danke für die Informationen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass ich Freude am Essen empfinde, wenn mich die Augen eines Schafes ansschauen.
      Ich freue mich schon, wenn ich auch nächstes Jahr in Cley wandern werde. Apfelkompott ist lecker, meine Mutter hat früher sehr viel davon gemacht.
      Meine Regale sind gestern endlich gekommen! Der erste Korpus steht schon aber nun gehe ich erst einmal zur Uni, bevor ich weiter schraube.
      Ich wünsche euch auch einen schönen Tag, ganz liebe Grüße von Susanne

  2. entdeckeengland said, on 14. Oktober 2013 at 19:34

    Liebe Susanne, interessant finde ich, dass viele prähistorische Malereien bis heute überdauert haben, also gar nicht so vergänglich sind, wie das Leben das sie darstellen. Einen schönen Abend wünscht Dir Peggy

    • Susanne Haun said, on 15. Oktober 2013 at 07:07

      Da hast du Recht Peggy, sie passen in das Vergehen der Zeit ohne vergänglich zu sein.
      Ich frage mich oft, welche Werke von heute, die z.B. bei Sothesby oder Christies über den Tisch gehen, überhaupt die nächsten 100 Jahre überdauern werden.
      Ich wünsche dir einen schönen Morgen in Greenwich, Susanne


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