Akt · Tagebucheintragung · Vergänglichkeit · Zeichnung · Zitat am Sonntag

Zitat am Sonntag – Stanislaw Brzozowski

Die Zukunft erkennt man nicht,
man schafft sie.

Stanislaw Brzozowski, 1878 – 1911, polnischer Philosoph.


Blatt 11 Die Zukunft ist leer 25 x 25 cm (c) Collage von Susanne Haun
Blatt 11 Die Zukunft ist leer 25 x 25 cm (c) Collage von Susanne Haun

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Die Zukunft, die Brzozowski anstrebte, war die Freiheit des Individuums. Er baute seine Philosophie auf die Frühschriften von Karl Marx auf.

Quelle: Harenberg Zitate Kalender 2018, 28.11.2018

Akt · Tagebucheintragung · Vergänglichkeit · Zeichnung · Zitat am Sonntag

Tagebucheintragung als Zitat am Sonntag – Hannah Arendt

Die Freiheit beginnt mit der Geburt.

Hannah Arendt, 1906 – 1975, Philosophin, politische Theoretikerin und Publizistin.

Tagebucheintrag 20.10.2020, Die Freiheit beginnt mir der Geburt, Hannah Arendt, 20 x 15 cm, Tinte und Buntstift auf Silberburg Büttenpapier, Zeichnung von Susanne Haun (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2020
Tagebucheintrag 20.10.2020, Die Freiheit beginnt mir der Geburt, Hannah Arendt, 20 x 15 cm, Tinte und Buntstift auf Silberburg Büttenpapier, Zeichnung von Susanne Haun (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2020

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Quelle: Arndt, Hannah. Auf der Seite des rbb könnt ihr euch einen sehr gelungen Podcast mit dem klingenden Namen Hannah Arendt endlich verstehen anhören (-> Klick). Vorsicht! Der Podcast hat Suchtpotenzial. Es sind einige meiner Tagebucheintragungen während des Hörens des Podcast entstanden.

Landschaft · Zeichnung · Zitat am Sonntag

Zitat am Sonntag – Jean-Paul Sartre

 

Der Mensch ist zur Freiheit verurteilt, schreibt Sartre,

wir können der Freiheit nicht entkommen,

weil wir uns jeden Tag neu selbst erfinden müssen.

zitiert nach Tobias Härter, Die großen Denkschulen, in: Zeit Wissen, 01/2020, Seite 73.

 

Vorbeifliegende Landschaft von Berlin nach Nürnberg (c) Zeichnung von Susanne Haun
Vorbeifliegende Landschaft von Berlin nach Nürnberg (c) Zeichnung von Susanne Haun

 

 

Tiere · Zeichnung

Freiheit, Capri und der geflügelte Löwe – Susanne Haun

 

 

Der geflügelte Löwe, Tusche auf Aquarellkarton, 65 x 50 cm, Zeichnung von Susanne Haun (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2020
Der geflügelte Löwe, Tusche auf Aquarellkarton, 65 x 50 cm, Zeichnung von Susanne Haun (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2020

 

Die Bedeutung und das Selbstverständnis dieses kleinen Wortes FREIHEIT wird mir in Zeiten der Corona Krise eindeutig klar.

Ich sitze an meinem Rechner und bin traurig. Heute wären wir nach Neapel geflogen und von dort aus weiter nach Capri gefahren. Der Aufenthalt war schon im Oktober 2019 gebucht, der Flug von Easyjet ist bereits vor 2 Wochen abgesagt worden, das Geld ist auch schon wieder auf meinem Konto.

Ich trauere unserem Urlaub nach.

Was hatten wir bis vor kurzem noch für eine Freiheit und wie schnell ist sie vorbei!

Dazu muss ich nicht viel schreiben, wir alle spüren es. Wir lernen uns wieder selber kennen, mit unseren Fehlern und unseren Stärken. Wir können nicht ins Außen fliehen.

Was bleibt von Capri? Der Gedanke an die blaue Grotte, deren Wiederentdeckung August Kopisch in seinem Buch Die Entdeckung der Blauen Grotte auf der Insel Capri so gut beschreibt.

Was bleibt? Meine Vorstellung vom Blau der Grotte, das ich für den geflügelten Löwen verwendet habe. Spielerisch aber auch mit viel Wut spielt mein Löwe mit dem Virus Ball.

 

 

Im apokalyptischen Buch Daniel wird vom Löwen gesprochen, dessen Flügel gestutzt und durch ein Menschenherz ersetzt werden. Der Virus dominiert künstlerisch immer noch meine Gedanken. Nüchtern analysiere ich, um anschließend die Analyse in fantastischen Bildern umzusetzen. Ihr könnt euch den Löwen auch auf meiner online Präsenz der Pariser Galerie Singulart anschauen (siehe hier).

 

Hier an dieser Stelle möchte ich den Brief veröffentlichen, den Vera Kempf, Mitgründerin und verantwortliche Kuratorin von Singulart, den Sammlerinnen und Sammler der Kunstwerke der Galerie schrieb, sie spricht mir aus der Seele.

„Liebe Kunstliebhaber,

Wie Sie vielleicht bereits wissen, wurde in Paris die Ausgangssperre verhängt und daher schreibe ich Ihnen diese Zeilen aus meinem Wohnzimmer. Singulart möchten Ihnen versichern, dass wir – auch von zuhause aus – immer für Sie da sind. Wir bieten Ihnen weiterhin die gleiche Servicequalität und Kundenbetreuung, fördern unsere Künstler und unterstützen den Kunstmarkt.

Die Zustellung Ihrer bestellten Kunstwerke

Der internationale Warenhandel wird durch die sozialen Distanzierungsmaßnahmen vieler Regierungen vereinzelt, oder nur sehr wenig eingeschränkt. Unser Kundendienst tut alles, um sicherzustellen, dass Sie Ihre bestellten Kunstwerke weiterhin so schnell wie möglich erhalten werden. Falls Sie Fragen zu ihrer aktuellen Bestellung haben, wenden Sie sich an Ihren persönlichen Kunstberater oder kontaktieren Sie sales@singulart.com.

Online Kunst kaufen um den Kunstmarkt zu stützen

Gerade in einer Zeit in der Kunstmessen verschoben werden und Galerien für Wochen geschlossen sind, werden wir unserer Verantwortung den Kunstschaffenden gegenüber mehr denn je bewusst, denn die Künstler vertrauen uns, ihre Kunstwerke weiterhin international zu präsentieren. Daher setzen wir alles daran, unser tägliches Geschäft wie bis anhin zu führen.

Das Artist Liaison Team steht ebenso wie der Kundenservice weiterhin zur Verfügung, um Künstler in diesem Ausnahmezustand zu unterstützen und sie bei ihrem kreativen Schaffen zu bestärken. Wir sehen bereits jetzt erste Werke, die sich von der Situation inspirieren ließen und glauben, mehr denn je, an die gesellschaftliche Bedeutung zeitgenössischer Künstler.

Kunst als Schutzschild vor Einsamkeit, Langeweile und Monotonie

In der Zeit des zwangsläufigen Daheimseins haben wir weltweit eine Welle an Solidarität und Inspiration miterleben dürfen. Auch wir von Singulart möchten unseren Teil dazu beisteuern, diese Zeit der sozialen Distanz bestmöglich zu gestalten. Finden Sie Kunstwerke für Ihre eigenen vier Wände, oder folgen sie uns auf Facebook und Instagram für eine tägliche Dosis Inspiration.

Ich danke für Ihre Zeit und hoffe, dass Sie gesund bleiben.

Herzliche Grüße, Vera Kempf, Mitgründerin – Verantwortliche Kuratorin

 

Landschaft · Skizzen · Skizzenbuch · Tiere · Zeichnung

Der Plötzensee im Wedding – Zeichnungen von Susanne Haun

 

Berlin Wedding Plötzensee (c) Foto von Michael Fanke
Berlin Wedding Plötzensee (c) Foto von Michael Fanke

 

Ende der 70ger Jahre, ich zählte ca. 14 Lenze, war das Strandbad Plötzensee fast meine zweite Heimat.

Mein Onkel lebte mit seiner Familie als Haus- und Bademeister in dem vom See aus zu sehenden rechten Gebäudeteil der Anlage und meine Cousine war nur ein Jahr älter als ich. Wir hatten viel Spaß in der Zeit, so sind wir nach Badeschluss in den See gesprungen und genossen die Leere und Freiheit, ein ganzes Schwimmbad bespielen zu dürfen. Mein Onkel war an die 30 Jahre dort Bademeister, als er vor inzwischen über 20 Jahren in Rente ging, musste er auch seine Dienstwohnung verlassen.

Ich habe mich sehr gefreut, im Tagesspiegel (siehe hier) im Juni von den Plänen des neuen Pächters des Strandbads zu lesen und so wollte ich unbedingt schauen, welche Fortschritte die Pläne des neuen Betreibers machen. Auch der Weddingweiser berichtete mit aktuellen Fotos (siehe hier).

Interessant finde ich, wie sehr meinen Zeichnungen die Aufregung anzusehen ist, die mich beim Anblick des Wohlvertrauten und doch wieder ganz Neuem befiel. Ich erinnere mich nicht an diese wilde wunderschöne Natur, die an den Uferzonen zu betrachten ist. Liegt es vielleicht daran, dass ich das Strandbad immer nur familiär als kleinen Mikrokosmus um die Wohnung meines Onkels sah? Vermutlich!

Natürlich habe ich beim Zeichnen nicht mit dem Treten aufgehört, schliesslich wollten wir in der Stunde, die wir das Tretboot miteten sowei wie möglich auf den See hinaus.

 

 

 

Bis zum Strandbad sind Micha und ich nicht gekommen, wir sind der Versuchung erlegen, uns am frühen Morgen für eine Stunde ein Tretboot zu mieten und uns das Freibad vom See aus anzuschauen. Die Natur, der frühe Morgen und das schwelgen in alten Erinnerungen machte die Stunde treten zu einem gelungenen Tageseinstieg.

 

 

Zeichnung · Zitat am Sonntag

Susanne Haun Zitat am Sonntag – Lech Walesa

 

Der Mensch ist nicht frei,

wenn er einen leeren Geldbeutel hat.

Lech Walesa

 

Frei sein - Zeichnung von Susanne Haun - 15 x 20 cm - Tusche auf Bütten
Frei sein – Zeichnung von Susanne Haun – 15 x 20 cm – Tusche auf Bütten

 

 

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Lech Walesa, zitiert nach: Zitate 2018, Tageskalender Harenberg, 29./30.09.2018

Zeichnung

Zitat am Sonntag – Janis Joplin – Zeichnung von Susanne Haun

 

Die Freiheit zu leben ist schwierig,

aber wenn man es schafft,

ist es den Aufwand wert.

Janis Joplin

 

Bist du der Baum des Lebens? - Zeichnung von Susanne Haun - Tusche auf Wildseidenpapier - 70 x 50 cm - 2005
Bist du der Baum des Lebens? – Zeichnung von Susanne Haun – Tusche auf Wildseidenpapier – 70 x 50 cm – 2005

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Joplin Janice, zitiert nach: Zitate 2018, Tageskalender Harenberg, 19.1.2018.

 

Zeichnung · Zitat am Sonntag

Susanne Haun Zitat am Sonntag – Henry David Thoreau

 

Tun zu können, was man gerne tut, bedeutet Freiheit.

Das gerne zu tun, was man tut, bedeutet Glück.

Henry David Thoreau (amerikanischer Schriftsteller und Philosoph)

 

Der Traum vom Fliegen - Freiheit (c) Zeichnung von Susanne Haun
Der Traum vom Fliegen – Freiheit (c) Zeichnung von Susanne Haun

 

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Zitiert nach Zitatkalender aus der Helmut Lingen Verlag Gmbh, 2016 Köln, Kalenderblatt 10. August 2017.

Ausstellung · KuBa Kulturbahnhof Nettersheim

Blauweiße Eiswelten im Kulturbahnhof Nettersheim – Ausstellungseröffnung – Bericht von Susanne Haun

 

Eine Stunde vor Ausstellungseröffnung fanden wir vier Künstler, Dirk Fiege, Roswitha Mecke, Sabine Jacobs und Susanne Haun uns im Kulturbahnhof Nettersheim ein. Eva, eigentlich Evamaria Blaeser-Ridderbecks, unsere Kuratorin erwartete uns schon. Eva hat uns sehr gut betreut, beim Hängen hatte sie alle künstlerischen Positionen im Blick und ordnete die Werke so an, dass jeder gut vertreten war. Nicht einfach bei der Menge an Arbeiten und den Hänge-Vorstellungen, die jeder einzelne im Kopf hatte.

 

 

Eva begrüßte unsere ca. 50 Ausstellungsbesucher und stellte uns vor. In diesem Augenblick legte sich bei mir langsam die Aufregung und ich wurde ruhiger. Nach dem Sound-Design von Figen Aksoy kam mein Part an die Reihe: ich las die Legende der Inuit von Sedna, Herrscherin der Meere, vor. Die Geschichte ist brutal, unter anderem hakt der Vater seiner Tochter Sedna die Finger Stück für Stück ab und aus den ins Meer fallenden Fingerstücken entstanden Walrösser, Robben und Wale. Aber ist die Eiswelt der Inuit nicht auch brutal? Die Menschen dort leben bei eisiger Kälte in einem relativ unwirklichen und unwirtschaftlichen Land. Ingrid von Stift und Schrift (siehe hier) berichtete über diesen Part der Ausstellungseröffnung. Ich freue mich sehr, dass ich Ingrid endlich einmal persönlich kennengelernt habe. Beim Lesen ihres Blogs werde ich nun immer ihr Gesicht vor mir sehen.

Generell habe ich mich über die vielen Besucher gefreut, die unserer Einladung gefolgt sind. Es entwickelten sich viele Gespräche und nach einer Pause las uns Martin Häusler seine Reiseerfahrungen am Glacier-Gletscher in Patagonien vor (siehe hier).

Wir haben vor, die Eiswelten als Wanderausstellung zu konzipieren und jeder von uns vier sucht nun neue Ausstellungsorte. Im März werden wir zu diesem Thema einen Salon bei mir gestalten. Darauf freue ich mich schon und es entstehen bereits Ideen dazu in meinem Kopf.

 

 

Ausstellung · KuBa Kulturbahnhof Nettersheim · Projekt EISIG - EISWELTEN · Zeichnung

Pressetext und Hängen der Ausstellung Eiswelten im Kulturbahnhof Nettersheim – Susanne Haun

 

Hängen der Ausstellung Eiswelten im KuBa - Kulturbahnhof Nettersheim (c) Foto von M.Fanke
Hängen der Ausstellung Eiswelten im KuBa – Kulturbahnhof Nettersheim (c) Foto von M.Fanke

 

Heute haben wir die Ausstellung Eiswelten im Kulturbahnhof Nettersheim gehängt. Vier Positionen zu hängen ist keine leichte Aufgabe und erfordert von jedem der beteiligten Künstler*innen ein Geben und Nehmen, um ein gutes Gesamtergebnis zu erreichen. Oft sind die Künster*innen beim Hängen nicht vor Ort und die Kurator*in entscheidet über die Anordnung im Raum.

Die Eröffnung der Ausstellung ist am Sonntag, dem 20. August 2017, um 15:00 Uhr. Ihr seid alle Herzlich eingeladen.

 

 

Schon vor einiger Zeit bloggte Roswitha Mecke (siehe hier) die Pressemitteilung zu unserer Ausstellung Eiswelten im Kulturbahnhof Nettersheim.

Pressetext zur Ausstellung „Eiswelten“ im Kulturbahnhof in Nettersheim

Vom Sonntag, dem 20. August, bis zum 24. September 2017 zeigt der Kulturbahnhof in Nettersheim eine neue Ausstellung. Vier Künstler.Innen – vier unterschiedliche Annährungen an das Thema „Eiswelten“.
Die Zeichnungen und Radierungen der Berliner Künstlerin Susanne Haun führen in die Welt der Mythen der nordamerikanischen Inuit, Roswitha Meckes Fotografien in die Welt der schroffen Eisberge und Gletscherlandschaften Patagoniens. Dirk Fiege formt Objekte aus weißem, eiskaltem Marmor; im Kontrast zum schweren Marmor stehen die zarten, grünblauen Gebilde aus Papier und Draht von Sabine Jacobs.
Zur eiskalten Atmosphäre trägt eine Klanginstallation von Figen Aksoy bei – Töne, die für unsere Ohren ungewohnt sein mögen, aber atmosphärisch-spannend klingen.
Geografisch bewegen sich die Künstler zwischen Arktis und Antarktis, in ihrer Unberührtheit faszinierende, aber gerade heutzutage gefährdete Regionen.
Zur Vernissage wird Susanne Haun Texte aus der Inuit-Mythologie vortragen, die einen Einblick in diese uns sehr fremdartig anmutende Vorstellungswelt gewähren. Ganz anders die Eindrücke, von denen Martin Haeusler berichten wird, Eindrücke von einem Ausflug zu den Gletschern Patagoniens, von einer Schiffstour auf dem Lago Argentino. Dazu die Klanginstallation von Figen Aksoy, die bei der Vernissage ihre „Uraufführung“ erleben wird.

 

 

Ausstellung im Kulturbahnhof in Nettersheim
Sonntag, 20. August bis Sonntag, 24. September 2017
Dirk Fliege . Susanne Haun . Sabine Jacobs . Roswitha Mecke

Begrüßung: Evamaria Blaeser-Ridderbecks
Lesungen: Susanne Haun und Martin Haeusler
Sounddesign: Figen Aksoy
Öffnungszeiten: Sa und So von 11 bis 18 Uhr
Kulturbahnhof Nettersheim  Bahnhofstraße 14  53947 Nettersheim  www.kuba-nettersheim.info www.facebook.com/Kulturbahnhof.Nettersheim