Susanne Haun

Gelb – Zeichnungen von Susanne Haun

Posted in Betrachtungen zur Kunst, Blumen und Pflanzen, Zeichnung by Susanne Haun on 27. März 2012

Gelb ist eine reine Farbe. Sie ist nicht mischbar.

In dem Film „Gerhard Richter Painting“ sagt Richter: „Alles was ich verstehe, ist uninteressant.“

Verstehen wir Gelb?

Strudel GELB Version II (c) Detail Zeichnung von Susanne Haun

Strudel GELB Version II (c) Detail Zeichnung von Susanne Haun

Sicher gibt es eine physikalische Erklärung, Wikipedia schreibt zu gelb:
Gelb ist die Farbe, die wahrgenommen wird, wenn Licht mit einer spektralen Verteilung ins Auge fällt, bei dem Wellenlängen zwischen 565 bis 575 nm dominieren.“

Verstehen wir deshalb Gelb?

Dreimal GELB Version II (c) Zeichnung von Susanne Haun

Dreimal GELB Version II (c) Zeichnung von Susanne Haun

Gelb ist eine sehr kritische Farbe. Gelb steht laut Itten für Licht, Geist, Verstand, Wissen, Weisheit – Argwohn, Neid, Verrat, Falschheit.
Das sind alles sehr emotionale und aussagekräftige Worte. Das gefällt mir.

Knospe GELB Version I (c) Detail Zeichnung von Susanne Haun

Knospe GELB Version I (c) Detail Zeichnung von Susanne Haun

Gelb näherte ich mich heute anders als grün. Gelb näherte ich mich als heute zeichnerisch und morgen als Foto und Animation.


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Gelb – Zeichnungen von Susanne Haun

Gerhard Richter Editionen 1965 – 2011 Olbricht Collection – Bericht von Susanne Haun

Posted in Betrachtungen zur Kunst, Foto by Susanne Haun on 25. März 2012

Während die Schlangen der Besucher der Gerhard Richter Ausstellung Panorama an der Neuen Nationalgalerie immer länger werden, kam ich in die Ausstellung  „Gerhard Richter Editionen 1965 – 2011 Olbricht Collection“ sofort hinein und konnte diese Ruhe genießen.

Erinnert ihr euch? Ich berichtete schon einmal von einer Ausstellung von  der Sammlung Olbricht. Als ich im Algäu in Oberstdorf war, wurden in der Villa Jaus Fotos aus der Sammlung gezeigt (siehe hier).
Hier der Link zum me Collectors Room Berlin der Stiftung Olbricht.

Natürlich ist die Ausstellung Editionen eine perfekte Ergänzung zur Neuen Nationalgalerie und kann die Ausstellung dort nicht ersetzen.

Ausstellung Gerhard Richter Editionen - Prospektmaterial und DVD (c) Foto von Susanne Haun

Ausstellung Gerhard Richter Editionen - Prospektmaterial und DVD (c) Foto von Susanne Haun

„Ich sah – und sehe immer noch – Editionen als einen willkommenen Ausgleich für die Produktion von Gemälden, die Unikate sind. Es ist eine großartige Möglichkeit, meine Arbeit einer größeren Öffentlichkeit zu vermitteln.“   Gerhard Richter.

Da kann ich Gerhard Richter nur zustimmen, so sehe ich das auch mit meinen Radierungen.

Ich habe mir den Film (DVD) „Gerhard Richter Painting“ von der Ausstellung mitgebracht.  Schon die Lektüre des Booklet ist sehr empfehlenswert und der Film so oder so.

Eindrucksvoll! Hier der youtube link zum Trailer.

Richter arbeitet fast immer alleine und so waren die Dreharbeiten laut Corinna Belz, der Regisseurin, für das Team nicht einfach. sie formuliert im Booklet die Situation es mit Thomas Bernhards Worten als „ideales Distanzverhältnis“.

Nach Besichtigung der Ausstellung, stand ich eine lange Weile auf der anderen Straßenseite der Auguststraße, ließ meine Gedanken gleiten, schaute mir den Eingang zum „me collectors room“ an und fotografierte in unterschiedlichen Helligkeiten ca. 50 mal den Eingang. Daraus entstand mein Bild „Hommage an Gerhard Richters Kerze“. Keines der Fotos ist mit dem Computer bearbeitet. Sie sind alle aus der Hand fotografiert.

Hommage an Richters Kerze (c) Foto von Susanne Haun

Hommage an Richters Kerze (c) Foto von Susanne Haun

115 x 115 cm – eine rote Blume – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Betrachtungen zur Kunst, Blumen und Pflanzen, Zeichnung by Susanne Haun on 15. Februar 2012

Inspirationen von außen sind sehr wichtig für mich und meine Kunst – ich mag rote Blumen.

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Durch den Besuch der  Ausstellung Panorama  mit dem Werk von Gerhard Richter in der Neuen Nationalgalerie  gestern (siehe Artikel hier)  bin ich noch sehr aufgewühlt.

Blumenstück in meinem Atelier (c) Zeichnung von Susanne Haun

Blumenstück in meinem Atelier (c) Zeichnung von Susanne Haun


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Nirgendwo, wie in dieser Ausstellung habe ich begriffen, dass in der Kunst alles erlaubt ist. Verstärkt hat sich für mich dieser Eindruck noch durch das Buch Gerhard Richter „Text“, Schriften und Interviews, Herausgegeben von Hans-Ullrich Obrist aus dem Insel Verlag. Richter wird vom Interviewer Buchloh gefragt, was ihn 1958 beim Besuch der Dokumenta, nachdem er die DDR verlassen hatte, an Pollock beschäftigt hat.

Richter  antwortete: „Die Unverschämtheit! Von der war ich fasziniert und betroffen.“

Das innere der Blume (c) Zeichnung von Susanne Haun

Das innere der Blume (c) Zeichnung von Susanne Haun


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Ja, so ist auch die ganze Ausstellung!

Und bei all den großen Bildern, packte mich die unbändige Lust, groß zu zeichnen. So breitete ich mir einen 115 x 115 cm großes, 300 g Blatt schweren Bogen aus und begann eine Zinnien -Blüte.

Entstehung einer rote Blume auf 115 x 115 cm (c) Zeichnung von Susanne Haun

Entstehung einer rote Blume auf 115 x 115 cm (c) Zeichnung von Susanne Haun

So stimme ich mich auch auf den Workshop Blumenstücke, den ich am Samstag halte, ein (mehr zu Workshops hier).
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115 x 115 cm – eine rote Blume – Zeichnung von Susanne Haun

Besuch der Ausstellung PANORAMA Gerhard Richter in der Neuen Nationalgalerie

Posted in Ausstellung, Betrachtungen zur Kunst, Zeichnung by Susanne Haun on 14. Februar 2012

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Die Welt schreibt: „Ein Ausnahmekünstler“ und Richter selber sagt: „Ich mag alles, was keinen Stil hat“.

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Neue Nationalgalerie Ausstellung Gerhard Richter (c) Foto von Susanne Haun

Neue Nationalgalerie Ausstellung Gerhard Richter (c) Foto von Susanne Haun


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Und doch bin ich durch die Ausstellung Panorama in der Neuen Nationalgalerie gegangen und habe überall Gerhard Richter gesehen.
Kann der Betrachter das stillos nennen? Ich finde es eher sehr vielfältig.

Einige der großen abstrakten Arbeiten, die neben den kleinen realistischen Portraits hängen, zeigen einen Kontrast, der kaum hier beschrieben werden kann und der einfach gesehen werden muss. Ich hatte den Eindruck, dass die großen abstrakte Bild Zitate der kleinen realistischen sind, eben nur unscharf, als ob die Kamera beim fotografieren über das Motiv gezogen wurde.

Neue Nationalgalerie Ausstellung Gerhard Richter (c) Foto von Claudia Jahnke (3)

Neue Nationalgalerie Ausstellung Gerhard Richter (c) Foto von Claudia Jahnke (3)


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Die Glasarbeiten von Richter kannte ich nicht – wundert es jedoch  hier jemand an dieser Stelle, dass ich sie genau betrachtete und sie mich beeindruckten? Wie anders er mit Glas umgeht als ich es vorhabe und wie gleich doch das Material ist. Vom Material ist Glas für mich ein sehr gewaltiges Medium, mit dem ein guter Ausdruck gelingt. Richter nimmt das Glas in seinem Ursprung. Das ist unglaublich und der Betrachter hat die Aufgabe das Bild entstehen zu lassen.

Im Katalog schreibt Dorothée Brill zu den Glasarbeiten: „Gerhard Richters Beschäftigung mit Glas- und Spiegelflächen steht also in Zusammenhang mit seiner Auslotung der Grenzen, aber nicht der Überschreitung dessen, was ein Bild ist.“

Neue Nationalgalerie Ausstellung Gerhard Richter (c) Foto von Susanne Haun

Neue Nationalgalerie Ausstellung Gerhard Richter (c) Foto von Susanne Haun


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Ich lese gerne in Richters Texten, besonders mag ich die Zeitschrift Sediment Heft 7, 2004, in der von Richter und seinen Kollegen Polke, Lueg und Kuttner berichtet wird.
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Besuch der Ausstellung PANORAMA Gerhard Richter in der Neuen Nationalgalerie

Flugzeuge – Kubus von Susanne Haun

Wieder einmal kann ich zwei Themen zusammen führen:
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Flugzeuge (Hommage an den Flughafen Berlin Tegel) und Gerhard Richter.

Ich freue mich besonders, wenn dieses passiert.
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Ich habe vor 6 Kuben für die Hommage zu gestalten (c) Foto von Susanne Haun

Ich habe vor 6 Kuben für die Hommage zu gestalten (c) Foto von Susanne Haun


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1966, ein Jahr nach meiner Geburt, beschäftigte sich Richter künstlerisch mit Flugzeugen. Das Ergebnis könnt ihr hier auf seiner Homepage sehen.

Ich habe dazu auch in dem Buch „Text“ von Gerhard Richter gelesen. In dem Buch ist ein Interview Richters mit Benjamin H.D. Buchloh von 1986 abgedruckt. Dort heißt es, dass Look und Harten im Zusammenhang mit Richters Flugzeugen von einer Todes-Serie sprechen. Das Interview ist sehr interessant und ich kann es nur als Lektüre empfehlen. Buchloh findet es in diesem Interview konstruiert, in Richters Auswahl von Themen eine Todes-Thematik zu sehen, während Richter sagt, dass er sich die Bilder wohl überlegt ausgesucht hat und dass die Bilder etwas mit Tod und Schmerz zu tun haben.
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Entstehung 2. Kubus Airbus (c) Kubus von Susanne Haun (2)

Entstehung 2. Kubus Airbus (c) Kubus von Susanne Haun (2)


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Morgen werde ich in die Neue Nationalgalerie gehen und mir die Ausstellung Panorama anschauen – ich freue mich sehr darauf.

Heute habe ich auf dem Kubus  weiter an meinem Flugzeug gearbeitet und noch bevor ich den Text von Richter und den Tod las, kamen mir die beiden Flugzeuge auf dem Kubus wie Lockerbie vor. Durch die Perspektive und die Aufteilung des Flugzeuges auf die einzelnen Flächen erhält das Flugzeug den Eindruck der Zerstörung.

Flugzeuge – Kubus von Susanne Haun

Vom Zuckerstreuer in Düsseldorf zum Spinnennetz in Bonn – Skizzen von Susanne Haun

Posted in Ausstellung, Betrachtungen zur Kunst, Blumen und Pflanzen, Zeichnung by Susanne Haun on 1. September 2011

Erinnert ihr euch noch an den Ausstellungsaufbau bei Angelika Blaeser in Düsseldorf (seht hier)?

Die Zeit verrennt und gestern habe ich einen Teil der Arbeiten schon wieder abgeholt. Angelika hat einen repräsentativen Durchschnitt meiner Arbeiten in der Galerie behalten, um sie zu zeigen und mich weiterhin gut vertreten zu können.

Da ich 1/2 Stunde zu früh da war (und nichts ist schlimmer, als irgendwo zu früh zu sein) trank ich nebenan einen Kaffee und fand gefallen am Zucker.

Skizzieren des Zuckerstreuers beim Morgenkaffee - Foto von Daniel Büchner

Skizzieren des Zuckerstreuers beim Morgenkaffee – Foto von Daniel Büchner

Nun steht mein „Rollenobjekt“ in meinem neuen Atelier. Hier noch ein Foto vom Standort bei Angelika in der Galerie – sie steht unter eine von Andreas Noßmanns Zeichnungen.

Zeichnung von Andreas Nossmann und Objekt von Susanne Haun

Zeichnung von Andreas Nossmann und Objekt von Susanne Haun

Wer also Interesse hat, unter anderem meine floralen Arbeiten im Original zu sehen, findet diese in der Galerie Angelika Blaeser Modern & contemporary fine art, Bastionstr. 10, 40213 Düsseldorf, T: 0211 877 44 582, Öffnungszeiten Di – Fr 11 – 18 Uhr.

Angelika freut sich auf euren Besuch.

Von Düsseldorf nach Bonn ist man nur eine Stunde auf der Autobahn unterwegs. Ich bin immer wieder erstaunt wie nahe hier alles beieinander liegt.  McDo hat seine Fahnenfarben übrigens der Natur entliehen, wie man auf den Fotos deutlich erkennen kann! Der Raps blüht ein zweites Mal und das Eis schmeckt beim Skizzieren.

Das Kunstmuseum in Bonn hat mir schon wegen seiner Architektur gefallen. Neben Rosemarie Trockl habe ich einen „Schnelldurchlauf“ durch die Räume unternommen und bin noch voll der Eindrücke von Beuys, Richter, Polke und und und … Auch die Fotoausstellung war klasse. Ich muss alles erst einmal innerlich verarbeiten.

Ich mag den Durchblicke vom Raum der Corinne Wasmuht zu Gerhard Richters 256 Farben von 1974

Ich mag den Durchblicke vom Raum der Corinne Wasmuht zu Gerhard Richters 256 Farben von 1974

Vorbei an Büschen mit Spinnenweben bin ich weiter zur Galerie Sassen zur Luiza Sassen gelaufen, die nur 10 Minuten Fußweg in der Adenauerallee 124 beheimatet ist. Im Verlauf einer sehr netten Unterhaltung erzählte mir Luiza von der „Friedenswiese“ vor der Uni, die ich mir dann noch, bevor ich die Tagesbesichtigungen abschloss, anschaute.

Zuckerstreuer - Skizze von Susanne Haun

Zuckerstreuer – Skizze von Susanne Haun

Ist Malerei ein Auslaufmodell? fragt Anna und was denkt Herr Richter? – Susanne Haun zeichnet

Posted in Berühmt, Betrachtungen zur Kunst, Marketing, Portraitmalerei, Zeichnung by Susanne Haun on 23. Mai 2011

Heute beginnt die 6. Blogparade. Ist Malerei ein Auslaufmodell? fragt Anna Schüler auf ihrem Blog

In einem Artikel der Zeit online über Klara Lidén, fand Sie den Satz
„…Lediglich um das Zeichnen und Malen scheint sie einen Bogen zu machen, und sie tut gut daran. Denn das klassische Arbeiten auf Papier und Leinwand gilt allgemein als ausgereizt, ja altmodisch.“
Ist die Malerei tatsächlich altmodisch, ein abgelaufenes Kunstmodell, ausgereizt?
Mittlerweile malt fast jeder. In Kursen kann man seine eigene Kunstwerke erstellen, die sich dann gut im Wohnzimmer machen. Leinwände und Farben gibt es bei Aldi oder Lidl zu Billigpreisen und tausende Freizeitkünstler drängen auf den Markt.
Täten wir also alle gut daran, nach neuen Ausdrucksformen zu suchen….?
Die Antworten schreibt bitte zur Diskussion ins Annas Blog.

Aus allen Beteiligten an der Diskussion ermittelt Anna zwei Gewinner, einmal für ihre Zeichnung und für ein Hahnemühle Überraschungspaket.

Die Frage gefällt mir ausgesprochen gut! Und es ist auch gut, dass ich gerade das Buch von Gerhard Richter in der Mangel habe. Hier nocheinmal die genauen Daten des Buches, ich kann es wirklich jedem empfehlen. Gerhard Richter, Text, ISBN 3-458-16560-6. Ich weiß, es ist vergriffen, ich habe mich auch durchgerungen, es zu kaufen. Hier der mein Beitrag zum Buchkauf.

Herr Richter schaut uns an - Entstehung Zeichnung von Susanne Haun

Herr Richter schaut uns an - Entstehung Zeichnung von Susanne Haun

Aber das, was mich am meisten bewegte heute war das Resümé zu meiner Blogparade.

Heute hatten Andreas und ich den ersten „normalen Tag“ in unserem Atelier. Drei Wochen war Andreas auf Malkurse unterwegs und wir hatte keine Möglichkeit zur Diskussion und zum Gespräch.

Wie sehr uns dieser Austausch gefehlt hat!

Unsere Themen waren die vergangene Blogparade, mein Blog an sich, die Subkultur, Facebook und unser aller Zeit beliebtes Thema „Wer sind wir und warum?“.

Als erstes habe ich in zwei meiner Kommentare Kritik von Andreas erhalten, die ich auch gerne annehme. Ich nehme Kritik an, wenn ich sie berechtigt finde und wenn ich denke, ich hätte etwas besser machen können.
Mein Kommentar zu Zerocools Statement „Künstler sind die Huren des Kapitals…„ war ziemlich bescheuert. In dem Satz steckt so viel Zündstoff, und ich schreibe nichts anderes als, schön dich zu sehen, Zero. Das stimmt auch, denn es war das erste Mal, dass Zero sich in meinem Blog zu Wort meldete. Trotzdem werde ich auf den Kommentar in den nächsten Tagen näher eingehen und nicht jetzt.

Zum zweiten geht es um meinen Kommentar zu einem Artikel in Wlokas Blog, wo Andreas meinte, ich brauche auch nicht zu allem etwas schreiben…. ja, ja, gleich gesagte Worte sind etwas anderes als gleichgeschriebene Worte…… Auch zu diesem Kommentar gehe ich in einem der nächsten Tage näher ein.

Herr Richter schaut uns an - Entstehung Zeichnung von Susanne Haun

Herr Richter schaut uns an - Entstehung Zeichnung von Susanne Haun

Als ich vor zwei Jahren mit dem bloggen begann, wusste ich noch nicht, wie sehr es mir in Fleisch und Blut übergehen und wie sehr es ein Teil von mir werden würde. Andreas und ich sind hier unterschiedlicher Auffassung. Der Blog ist über die Jahre ein Teil meiner Kunst geworden, meine Plattform für meine Gedanken, für meine Zeichnungen und auch für meine zum Teil philosophischen Überlegungen bezüglich meines Seins. Der Blog ist mein Gedächtnis und mein Werkverzeichnis; er ist mein persönliches Medium. Und da ich ihn für mich persönlich führe, benutze ich auch das Wort „ICH“ darin sehr häufig

Ich müsste lügen, wenn ich nicht sagen würde, dass ich mich über Kommentare freue, dass ich Diskussionen mag. Und ich müsste auch lügen, wenn ich nicht sagen würde, ich freue mich, wenn eine Zeichnung über mein Blog verkauft wird. Aber ginge es mir um den alleinigen Verkauf, müsste ich keine Texte dazu schreiben — – ich bräuchte bloß jeden Tag meine Zeichnung bloggen. Aber die Worte und die Kommunikation haben mich in ihren Bann gezogen – das nachlesen und wieder vorkramen alter Gedanken und Zeichnungen, das wiederaufnehmen und weiterentwickeln, das neu ordnen und wieder neue Aspekte finden….
Andreas sagte im Laufe der Diskussion, er brauche seinen Blog nicht, um professioneller zu wirken. Aber dazu brauche ich meinen Blog auch nicht. Ich brauche meinen Blog, weil er ein Teil von mir geworden ist. Andreas meint ebenfalls, Galeristen würde ein Blog abschrecken, auch das kann ich nicht ändern, dann können diese Galeristen, die Blögge nicht mögen und ich nicht zusammenarbeiten oder die Galeristen respektieren einfach meinen Blog. Das ist eine einfache Lösung. Und zum Schluss meinte Andreas, Gerhard Richter würde meine Zeichnungen mit meinem Blog wahrscheinlich nicht ernst nehmen. Mag sein, dass können aber weder ich noch Andreas beurteilen, denn wir stecken ja nicht in Herrn Richters Kopf. Und liebe Leser, auch das kann ich nicht ändern.

Aber ich kann Andreas Meinung respektieren. Dass wir unterschiedlicher Meinung sind heißt nicht, dass wir nicht gut zusammen arbeiten können, denn so lernen wir immer wieder die Dinge zu hinterfragen.

Nun kommen wir zur Subkultur, über die im Kunstportal Artcafe so fleißig diskutiert wird.
Ist mein Blog bloß ein Medium für mich, in dem ich mir und der Welt erzähle, wie toll ich bin?
Eine harte Frage, Leone aus dem Artcafe! Wie gerne würde ich sie mit dir und allen anderen persönlich diskutieren! Ich habe immer z.B. das Tacheles als Subkultur gesehen – daran gemessen, ist es doch toll, wenn der Blog eine Subkultur ist.

Was ist an meinem Blog anders als an einer Ausstellung? Einmal ist es natürlich sehr einfach, einen Blog zu eröffnen und seine geistigen Ergüsse zu veröffentlichen. Keiner hindert mich daran zu schreiben was ich will und wann ich will und wie lange ich will. Keiner hindert mich daran, die kleinste bis zur größten Zeichnung zu veröffentlichen.
Um eine gute Ausstellung zu erhalten, gilt es schon bestimmten Qualitätsanforderungen zu genügen!
Aber vielleicht können wir die Blögge mit den Ausstellungen vergleichen — es gibt Ausstellungen in der Zahnarztpraxis und in der Nationalgalerie und so gibt es gute und schlechte Blögge.

Über Facebook habe ich jetzt keine Lust mehr zu schreiben.

Und ich bin ich und meine Zeichnungen und mein Blog 🙂 🙂 :-).
Und ich bin mit Leib und Seele Zeichnerin, daraus resultiert -> kein Tag ohne Linie!
Ich zeichne, weil ich mir ein Leben ohne Zeichnung nicht vorstellen kann. Sie ist wie ein weiteres Sinnesorgan von mir und sie ist mein Ausdruck und meine Sprache mit der Umwelt!

Und ich kann auf meiner WII Fit eine halbe Stunde hintereinander Muskeltraining machen, Herr Richter — von wegen Expander — die sind aus der Mode gekommen!

Herr Richter schaut uns an - Zeichnung von Susanne Haun - 36 x 48 cm - Tusche auf Bütten

Herr Richter schaut uns an - Zeichnung von Susanne Haun - 36 x 48 cm - Tusche auf Bütten

Möchtet ihr weiter mit uns diskutieren, dann könnt ihr euch auf folgende Termine freuen:

30.05.2011: Frank Hess
06.06.2011: Helen Königs
13.06.2011: Roswitha Geisler
20.06.2011: Frank Koebsch

Vielleicht habt ihr auch Lust, die vergangenen Diskussionen nachzulesen:

Andreas Mattern
Ist es in der Kunst notwendig, seriell zu arbeiten
Julia Tepasse
Ist es in der Kunst wichtig, konzeptionell zu arbeiten?
Oliver Kohls
Braucht Kunst eine handwerkliche Grundlage?
Conny Niehoff
Sollte Kunst bezahlbar sein ?
Susanne Haun
„Wer oder was ist ein Künstler und warum?“

Das Geheimnis eines Fotos und die Gewinner der Blogparade – Susanne Haun

Posted in Berühmt, Betrachtungen zur Kunst, Marketing, Portraitmalerei, Zeichnung by Susanne Haun on 22. Mai 2011

Ich schaue mir im Google unter der Bildersuche die Ergebnisse für „Gerhard Richter“ an.

Herr Richter schaut immer wieder aus der selben Fotoserie aus meinem Laptop zu mir hinüber.
Ich gebe zu, ich habe mich bisher nicht mit seinen Foto im Sinne von ein Foto seines Abbildes beschäftigt, sondern mit seinem Werk und seinen Texten.

Wie z.B. aus seinen Notizen von 1964:
„“Kapitalistischer Realismus“: Kontakt mit gleichdenkenden Malern — eine Gruppe ist für mich sehr wichtig; es kommt nichts von alleine. Wir haben zum Teil unsere Ideen im Gespräch entwickelt.“ Gerhard Richter

Herr Richter aus dem Laptop Nr. 2 - Skizze von Susanne Haun

Herr Richter aus dem Laptop Nr. 2 - Skizze von Susanne Haun

Ich finde dieses Zitat sehr passend für das heutige Ende der 5. Blogparade, die in der letzten Woche zum Thema „Wer oder was ist ein Künstler und warum?“ lief. Mein Sohn wollte keine Lose ziehen, er ist 16 Jahre alt und so habe ich selber die Gewinner aus der Glückssuppenschüssel gezogen.

Nochmals vielen Dank an alle Beteiligten, die Diskussion hat mir große Freude bereitet.

... und da es nicht so gut auf dem Balkon zu sehen ist, gibt es noch ein Foto - ich habe auf dem Los nach dem Ziehen gleich Engel heraufgeschrieben

... und da es nicht so gut auf dem Balkon zu sehen ist, gibt es noch ein Foto - ich habe auf dem Los nach dem Ziehen gleich Engel heraufgeschrieben

Die Zeichnung mit meinem Schutzengel geht an Marie.S.Ueltzen. Herzlichen Glückwunsch!
Das Hahnemühle Überraschungspaket erhält Carola Steyer, der ich ebenfalls gratuliere.

Morgen geht es weiter auf Anna Schülers Blog mit der nächsten Frage zur Kunst.

Max Schreck und die Veränderungen in der Filmkunst – Susanne Haun

Posted in Berühmt, Betrachtungen zur Kunst, Portraitmalerei, Zeichnung by Susanne Haun on 21. Mai 2011

Murnaus Nosferatu (Max Schreck) in ist ein Zeugnis der Filmkunst.

Ich habe mir den gesamten Stummfilm auf DVD angeschaut. Er ist wirklich sehr dramatisch. Aber er ist mir auch sehr fern. Ich mußte bei den Händen von Max Schreck an Edward mit den Scherenhänden denken, ob hier der Nosferatu als Vorlage diente? Ich bekomme zu diesem Film nur sehr schwer einen Zugang. Es ist unglaublich, heute sind die Filme zum größten Teil Dialoge und es werden die Gesichter in Großaufnahme gezeigt, so dass ich beim Zuschauen meine schnellen Portraitskizzen machen kann.

Skizze 2 - Max Schreck als Nosferatu - von Susanne Haun

Skizze 2 - Max Schreck als Nosferatu - von Susanne Haun

Murnaus Film scheint aus vielen Gemälden zu bestehen, in denen die Figuren in dramatischen Position verharren. Sicher – das ist auch dem fehlenden Ton geschuldet. Es war nicht einfach, während des Films Szenenfotos zu skizzieren.
Kinski liegt mir viel näher als Schreck. Mit Kinski bin ich ja aufgewachsen: „Hier spricht Edgar Wallace!“ tönte es aus dem Fenrnseher im Familienwohnzimmer und danach die Legende Kinski in den 70zigern. Da habe ich beim Zeichnen einen Charakter, ja eine Meinung vor Augen – bei Max Schreck habe ich nichts vor Augen außer die DVD, die dann zu wenig für ein Portrait ist.

Max Schreck als Nosfratur - Zeichnung von Susanne Haun - 20 x 20 cm - Tusche auf Bütten

Max Schreck als Nosfratur - Zeichnung von Susanne Haun - 20 x 20 cm - Tusche auf Bütten

Ich bin trotzdem zufrieden mit der Auseinandersetzung. Es muss ja nicht immer leicht sein, was ich mir vornehme. Ich habe dann, um mich selbst zu motivieren von der DVD zu der mir wohlbekannte Serie „Cold Case“ von a href=“http://de.wikipedia.org/wiki/Jerry_Bruckheimer“>Jerry Bruckheimer umgeschaltet, die im Gegensatz zu Murnaus Nosferatu auf keinen Fall als Kunst bezeichnet werden kann … Aber auch wenn die einzelne Serie von Cold Case keine Kunst ist, was ist mit dem Werk von Jerry Bruckheimer? Filmkunst? oder Massenmedium? Oder beides?

Det. Will Jeffries aus Cold Case - Skizze von Susanne Haun - 15 x 15 cm - Füller

Det. Will Jeffries aus Cold Case - Skizze von Susanne Haun - 15 x 15 cm - Füller

Und wieder sind wir bei unserer Frage:
Wer oder was ist ein Künstler und warum? Murnau ist ein Künstler – ohne Frage! Und Jerry Bruckheimer? Ein Unterhalter? Ist aber nicht Murnau in seiner Zeit auch ein Unterhalter gewesen? Wie sieht es in 100 Jahren mit Bruckheimer aus?
Ist das nicht eine schwere Frage?

In den Notizen von Gerhard Richter findet sich 1964: „Für mich existiert durchaus eine Hierarchie der Bildthemen, Stockrüben und Madonna (in Bezug auf Jungfrau Maria) sind nicht gleichwertig, auch nicht als Kunstobjekte.“

Det. Nick Vera aus Cold Case - Skizze von Susanne Haun - 15 x 15 cm - Füller

Det. Nick Vera aus Cold Case - Skizze von Susanne Haun - 15 x 15 cm - Füller

Ich freue mich sehr über eure Kommentare, die noch bis Sonntag 12.00 Uhr für die Verlosung abgegeben werden können.
Danach schließe ich die Kommentare bis 18 Uhr. Es erfolgt dann die Bekanntgabe der Gewinner für meine Zeichung Schutzengel und das Überraschungspaket von Hahnemühle.

Wer oder was ist ein Künstler und warum? – Frage zur 5. Blogparade von Susanne Haun

Posted in Betrachtungen zur Kunst, Engel, Marketing, Zeichnung by Susanne Haun on 16. Mai 2011

Wer oder was ist ein Künstler und warum?

Fragt mich jemand, was ich von Beruf bin, antworte ich:
„Ich bin Zeichnerin!“ – Ich schrieb hier darüber.

Sind wir formal gesehen Künstler, wenn wir ein Kunststudium abgeschlossen haben oder wenn wir in der KSK und/oder im bbk aufgenommen sind?
Wenn wir eine gewisse Anzahl an Jahren ausstellen?
Wenn jeden Monat auf unseren Kontoauszügen Erträge aus unseren Bildern stehen?

Was meint ihr?

Ich habe zwei Zitate von großen deutschen Künstlern herausgesucht, um euch Anhaltspunkte und mehr Diskussionsstoff zu zeigen.

-:-:-:-:-:-:-:-:-:-:-:-:

Max Beckmann schrieb im Dezember 1928:
„Ich bin Maler oder nach einem sehr unsympathischen Sammelbegriff: Künstler. Jedenfalls irgendwie deplaciert.“

-:-:-:-:-:-:-:-:-:-:-:-:

Gerhard Richter schrieb im Oktober 1964:
„Interview zwischen Anthony Twaites und Gerhard Richter, von Sigmar Polke im Oktober 1964 verfaßt
Herr Richter … Vielleicht können Sie uns einiges über Ihre Arbeit und künstlerische Entwicklung sagen.
Ich habe viel Arbeit und bin künstlerisch gut entwickelt, auch geistig und körperlich. Ich ziehe den Expander vorne und hinten. Und wenn Sie meine neuen Bilder sehen würden, Herr Twaites, Sie würden zusammenbrechen!
Warum?
Weil sie so gut sind, Sie haben noch nie so gute Bilder gesehen, keiner hat schon so gute Bilder gesehen,

Ich bin Künstler.
Glauben Sie an Gott
Ja, ich glaube an mich, ich bin der Größte, ich bin der Allergrößte!“

-:-:-:-:-:-:-:-:-:-:-:-:

Ich verlose unter allen Kommentatoren und Trackbackern meine Zeichnung „Wachender Engel“, 17 x 24 cm, Tusche auf Hahnemühle Burgund, 2011
und ein Überraschungspaket von Hahnemühle.

Update 22.Mai 2011, 12:00 Uhr

Herzlichen Dank für eure zahlreichen Kommentare! Die Bekanntmachung der Gewinner erfogt heute, am 22. Mai 2011 auf meinem Blog. Solange schließe ich die Kommentare – nach Bekanntmachung öffne ich sie wieder für weitere Diskussionen.

Manuela, Ingrid Thurner ingrid.thurner@turmgalerie.at, suzikunst wwww.suzikunst.wordpress.com, Susanne quiltundkunst.de, anna morgenweich.blogspot.com, biancascheich kleinemalstube.wordpress.com, Eva Rathmacher, Claudia, Helga Berger, sven brauer brauersven.artists.de, tatjana, wholelottarosie roswithageisler.wordpress.com,
Helen malereiaufpizzakarton.de, Susanne logisch-unlogisch.blogspot.com/, Anke Berger, Elke T., Reiner Zufall, Marie
S.Ueltzen
marieueltzen.de, David von Schewski, Athena athena.meinatelier.de/index.php4thomasbernhard66.wordpress.com, wildgans wildgans.wordpress.com, G. Steinbach Pearl-Faszination-Malerei.de, Falk Mechelk, Marlene atelierreiteralm.blogspot.com/, Armin arminrohr.blogspot.com,
juliatepasse artcommunity123.blogspot.com, Carola Steyer kreativ4all.wordpress.com, zerocool, casa_no.70, bilderbuch bilderbuch2.wordpress.com, Frank Koebsch frankkoebsch.wordpress.com, Frank Hess frankhess.wordpress.com, Peter Rubin peterrubin.vpweb.de, Günther Spath guenther-spath.jimdo.com, juliatepasse artcommunity123.blogspot.com, Werner Kroener kroenerkunst.de, Micha michaelmoeller.posterous.com/,
juergenkuester juergenkuester.wordpress.com, Yvonne Onischke yoni-art.de, Carola colina-foto.de,
engelhard, Petra petra.tragauer.at, Geli Bartheline, Heinz Brayer Dieken gustavderausserfriesische.de,
Jens fotose.de, andermichl guido.michl@web.de, schwuppsel, Coco Niehoff connyniehoff.wordpress.com, Eva Müller, Cristina Nan rumanischeweine.de, Ulli ulrike-merz.de, haweka unkunst.wordpress.com,  claus clausrohde.de,, Jovan Balov balov.de, Renate Schweizer karlsruher-kunstgalerie.eu, Angelika Blaeser galerie-angelika-blaeser.de, nene artetic.com/gallery,  rhapsody64 rhapsody64.wordpress.com, Daniel Büchner curach-bhan.com,
Gunnar Stierle facebook.com/photos.php?id=190430924303806stierle@stierle.com, Berthold Stephan MAICHEL, Eckhard Stroeder eckhard-stroeder.de, Xenia Cosmann, Tanja


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Möchtet ihr weiter mit uns diskutieren, dann könnt ihr euch auf folgende Termine freuen:

23.05.2011: Anna Schüler
30.05.2011: Frank Hess
06.06.2011: Helen Königs
13.06.2011: Roswitha Geisler
20.06.2011: Frank Koebsch

Vielleicht habt ihr auch Lust, die vergangenen Diskussionen nachzulesen:

Andreas Mattern
Ist es in der Kunst notwendig, seriell zu arbeiten
Julia Tepasse
Ist es in der Kunst wichtig, konzeptionell zu arbeiten?
Oliver Kohls
Braucht Kunst eine handwerkliche Grundlage?.
Conny Niehoff fragte, ob Kunst bezahlbar sein sollte.

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