Besuch der Ausstellung PANORAMA Gerhard Richter in der Neuen Nationalgalerie

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Die Welt schreibt: „Ein Ausnahmekünstler“ und Richter selber sagt: „Ich mag alles, was keinen Stil hat“.

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Neue Nationalgalerie Ausstellung Gerhard Richter (c) Foto von Susanne Haun
Neue Nationalgalerie Ausstellung Gerhard Richter (c) Foto von Susanne Haun

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Und doch bin ich durch die Ausstellung Panorama in der Neuen Nationalgalerie gegangen und habe überall Gerhard Richter gesehen.
Kann der Betrachter das stillos nennen? Ich finde es eher sehr vielfältig.

Einige der großen abstrakten Arbeiten, die neben den kleinen realistischen Portraits hängen, zeigen einen Kontrast, der kaum hier beschrieben werden kann und der einfach gesehen werden muss. Ich hatte den Eindruck, dass die großen abstrakte Bild Zitate der kleinen realistischen sind, eben nur unscharf, als ob die Kamera beim fotografieren über das Motiv gezogen wurde.

Neue Nationalgalerie Ausstellung Gerhard Richter (c) Foto von Claudia Jahnke (3)
Neue Nationalgalerie Ausstellung Gerhard Richter (c) Foto von Claudia Jahnke (3)

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Die Glasarbeiten von Richter kannte ich nicht – wundert es jedoch  hier jemand an dieser Stelle, dass ich sie genau betrachtete und sie mich beeindruckten? Wie anders er mit Glas umgeht als ich es vorhabe und wie gleich doch das Material ist. Vom Material ist Glas für mich ein sehr gewaltiges Medium, mit dem ein guter Ausdruck gelingt. Richter nimmt das Glas in seinem Ursprung. Das ist unglaublich und der Betrachter hat die Aufgabe das Bild entstehen zu lassen.

Im Katalog schreibt Dorothée Brill zu den Glasarbeiten: „Gerhard Richters Beschäftigung mit Glas- und Spiegelflächen steht also in Zusammenhang mit seiner Auslotung der Grenzen, aber nicht der Überschreitung dessen, was ein Bild ist.“

Neue Nationalgalerie Ausstellung Gerhard Richter (c) Foto von Susanne Haun
Neue Nationalgalerie Ausstellung Gerhard Richter (c) Foto von Susanne Haun

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Ich lese gerne in Richters Texten, besonders mag ich die Zeitschrift Sediment Heft 7, 2004, in der von Richter und seinen Kollegen Polke, Lueg und Kuttner berichtet wird.
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Besuch der Ausstellung PANORAMA Gerhard Richter in der Neuen Nationalgalerie

9 comments

    1. Danke, Suzi, es war sehr, sehr gut! Ich denke, Suzi, er wird deshalb als „Ausnahmekünstler“ bezeichnet, weil er sich auf keine Art zu malen, festlegt! Grüße von Susanne

  1. Hallo Susanne, ich war vor langer Zeit in der Richter Ausstellung in Düsseldorf und stimme Dir zu: man muß die Bilder einfach sehen und auf sich wirken lassen. Die Bandbreite und der Unwille sich als Künstler festlegen zu lassen haben mich ebenfalls sehr beeindruckt. Die Glasarbeiten kenne ich leider gar nicht, merke ich mir gleich vor. Vielen Dank für Deinen Bericht und die Fotos ! ( Als Buch könnte noch von D.Elger „Gerhard Richter.Maler“ empfohlen werden ) Grüsse aus NRW, Beate

    1. Danke für deinen Kommentar und Buchtip, Beate. Schön, dass es dir genauso geht wie mir. Ich bekomme die Bilder aus meinem Kopf auch gar nicht raus, sie werden mich noch lange begleiten. Grüße von Susanne

  2. Es war ein gaaanz schöner Tag mit Dir!

    Ich stimme Dir zu, er lässt sich nicht festlegen,
    das macht ihn so spannend. Das PANORAMA ist beeindruckend.
    LG C.

    1. Ja, liebe Claudia, das finde ich auch und ich freue mich daruf, wenn wir uns „den Rest“ der Ausstellung in der Alten Nationalgalerie anschauen . … wenn es warm ist… Liebe Grüße Susanne

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