Ausstellung · Objekt · Zeichnung

Trägermaterial: Leinwand, Holz und Glas – Susanne Haun

 
Erinnert ihr euch noch an meinen Salongast (siehe hier) gabriele d.r. guenther.
 

Gabriele berichtete uns von ihrer Wanderung zwischen den Welten der Malerei und Poesie (siehe hier). Gabriele und ich nahmen uns vor, eine Ausstellung zusammen zu gestalten, in dem wir etwas bauen oder aufbauen. Nun ist inzwischen ein Jahr seither vergangen und wir haben uns schon einige wenige Male getroffen, um über unser Projekt zu reden. Ersteinmal wollten wir beide in unseren Ateliers für unser „Bauthema“ beleuchten.

 

Holz (c) Foto von Susanne Haun
Holz (c) Foto von Susanne Haun

 

Ich möchte wie schon so oft die Zeichnung in den Raum holen und dabei mit Gabrieles Installationen kommunizieren. Vielleicht kann man sie auch verschränkt aufbauen. Ich denke da noch an das Hyperimage (siehe hier) und überlege, ob auch Installationen und Objekte die Wirkung erzielen.

Heute habe ich entschieden, dass ich als Trägermaterialien Holz, Glas und Leinwand verwenden werde und habe schon einmal im kleinen begonnen, mir darüber malerisch Gedanken zu machen.  Leinwand und Holz bekommen eine weiße Grundierung, damit ich morgen beginnen kann auf die durchgetrocknete weiße Farbe zu zeichnen.

Diese Ideen sind mir nicht heute morgen unter der Dusche eingefallen, ich habe sie schon lange im Kopf kreisen lassen. Wenn ich mit der Ausführung beginne, dann habe ich schon einen fertigen Plan im Kopf.

Nicht immer sind die Arbeiten, die ich am Tag für meine Kunst erledige in wunderschönen Fotos zu bebildern, manchmal ist es halt auch einfach unspektakuläre Arbeit 🙂

Objekt · Projekt Null · Zeichnung

Der Nulltunnel – Objekt von Susanne Haun

 

Schon am 31. Mai setzte sich Jürgen mit dem Nulltunnel auseinander (siehe hier). Er antwortete mir auf meinen Nulltunnel (siehe hier) so ausführlich in so unterschiedlichen Themen, dass es mir nicht möglich war, alles auf einmal warzunehmen und zu beantworten.

 

#68 Nulltunnel #67 Ein Nullboot ist schlecht zu steuern #66 Die Obszönität der Vermessung der Null(c) Objekt von Susanne Haun(c) Objekt von Susanne Haun
#68 Nulltunnel, #67 Ein Nullboot ist schlecht zu steuern, #66 Die Obszönität der Vermessung der Null(c) Objekte von Susanne Haun(c) Objekt von Susanne Haun

 

Den Nulltunnel wollte ich zum Thema meines letzten Glas-Objekts dieses Projekts machen. Heute hatte ich dazu viele Ideen und begann mit der Umsetzung und schloss die Nullobjekte zu meiner vollsten Zufriedenheit ab.

Ich mag vor allem die Überlagerung aller drei Objekte. Diese Überlagerungen haben Potential.

 

Objekt · Projekt Null · Zeichnung

Der Nullraum und Daniil Charms – Glasobjekte von Susanne Haun

@lz machte mich vor einiger Zeut auf Daniil Charms (siehe hier) aufmerksam.

«Die Null, die muss von Gott her stammen.
Die Zahl, die unaufhörlich kreist,
ist Ruder, Boot und Flut zusammen,
ist sowohl Körper als auch Geist.»
Daniel Charms²

 

Ein Nullboot ist schlecht zu steuern (c) Objekt von Susanne Haun
Ein Nullboot ist schlecht zu steuern (c) Objekt von Susanne Haun

 

Jürgen hat mir schon vor einiger Zeit seine Arbeiten zu Googas Nullboot gesendet, die ich noch nicht beantwortet habe. Ich hatte schon lange vor, sie mit dem Text von Daniil Charms zu verbinden und heute waren meine Ideen soweit, gezeichnet zu werden.

Besonders gefällt mir die Überlagerung vom Objekt Ein Nullboot ist schlecht zu steuern und Die Obzönität der Null, die ich schon letzten Monat im Objekt festhielt (siehe hier).

Ich bin langsam Nullmüde. Zwei Antworten, die ich Jürgen geben will, stehen noch aus. Dann würde ich das Projekt gerne ruhen lassen oder beenden.

 


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²Neue Zürcher Zeitung vom 9.4.2011, http://www.nzz.ch/nonsens–porno–kinderverse-und-gebete-1.10182098, 28.4.2016, 7:50 Uhr
Daniil Charms: Sieben Zehntel eines Kopfs. Gedichte. Übersetzt und herausgegeben von Alexander Nitzberg. Band 2 der Werkausgabe. Galiani-Verlag, Berlin 2010. 310 S., Fr. 37.90.

Glas und Keramik · Objekt · Projekt Null · Zeichnung

Die Obszönität der Vermessung der Null (c) Glasobjekt von Susanne Haun

In den letzten Wochen habe ich sehr an meine Glasobjekte gearbeitet.

Nun ist das erste Objekt fertig und ich bin zufrieden. Ohne die vielen Zeichnungen zum Thema Null wären das Objekt ein anderes geworden. So war mir das Thema sofort klar. Während Jürgen außerhalb unseres Zeichnungsformats Holzschnitte arbeite, wende ich mich dem Glas zu. Ich mag die Durchsichtigkeit des Materials und will mit den drei geplanten Objekten in einer Reihe gestellt, die Überlagerung der Null darstellen.

Ich antworte mit diesem Objekt auf Jürgens Vermessung der Null.

Ausstellung · Objekt · Roddahn · Zeichnung

Venus – Glasobjekt von Susanne Haun

Nun ist auch Venus fertig. Ich bin zufrieden und freue mich darauf, die Objekte im Kontext der Kirche zu sehen.

Die Objekte wollen natürlich auf Sockel stehen. Diese Sockel bauen wir heute, so dass ich keine Zeit für viele Worte habe.

 

 Entstehung Venus - Zeichnung auf Glas (c) Objekt von Susanne Haun
Entstehung Venus – Zeichnung auf Glas (c) Objekt von Susanne Haun

 

 Entstehung Venus - Zeichnung auf Glas (c) Objekt von Susanne Haun
Entstehung Venus – Zeichnung auf Glas (c) Objekt von Susanne Haun

 

Venus - Zeichnung auf Glas (c) Objekt von Susanne Haun
Venus – Zeichnung auf Glas (c) Objekt von Susanne Haun
Ausstellung · Objekt · Roddahn · Sternzeichen · Zeichnung

Merkur – Glasobjekt von Susanne Haun

Heute habe ich mich mit dem römischen Gott Merkur beschäftigt, er entspricht dem griechischen Hermes, dem Götterboten.

Entstehung Merkur - Zeichnung auf Glas (c) Objekt von Susanne Haun
Entstehung Merkur – Zeichnung auf Glas (c) Objekt von Susanne Haun

 

Beim Zeichnen hatte ich auch den Planeten Merkur im Kopf. „Aufgrund seiner Größe und chemischen Zusammensetzung zählt er zu den erdähnlichen Planeten.“ lese ich im Wikipedia über diesen Planeten, auf dem die ewige Kälte herrscht.

Jedoch inspirieren mich mehr die griechischen Statuen und der Kreis als Form, der auch für Sterne oder Planeten stehen kann. Wo ist Norden und kann ich durch Verbindungen Sternenbilder schaffen? Wieder habe ich keine realen Sternenkonstellationen im Kopf. Ich lasse mich ganz von meiner Phantasie leiten. Wie stelle ich mir auf meinem Glas Sternenkonstellationen vor und welche Gesichter tragen die Planeten, die ich NACHTS nicht erkennen kann? Während des Zeichnens beschäftige ich mich damit.

Ich bin gespannt auf die Überlagerungen der Objekte (c) Foto von Susanne Haun
Ich bin gespannt auf die Überlagerungen der Objekte (c) Foto von Susanne Haun

 

Morgen werde ich die Venus zeichnen. Auf dem letzten Foto steht sie schon bereit. Ich bin sehr gespannt, was passiert, wenn ich die drei Objekte hintereinander Stelle. Wie werden die Überlagerungen aussehen?

 

Akt · Ausstellung · Geburt · Objekt · Roddahn · Zeichnung

Die lange Zeit dazwischen – Glasobjekte von Susanne Haun

Lange stehen meine Glasobjekte Konstellationen in meinem Atelier und ich konnte mich bisher nicht entscheiden, ob ich auf den vollendeten Gläser mit Löchern Linien zeichne oder nicht.

Die Sockel sind schon lange mit Venus, Mars und Merkur bezeichnet.

Objekt Konstellationen 3teilig 15 x 15 x 85 cm (c) von Susanne Haun
Objekt Konstellationen 3teilig 15 x 15 x 85 cm (c) von Susanne Haun

 

Objekt Konstellationen 3teilig 15 x 15 x 85 cm (c) von Susanne Haun
Objekt Konstellationen 3teilig 15 x 15 x 85 cm (c) von Susanne Haun

 

Ich möchte die Objekte in Roddahn zeigen und so habe ich mich gestern entschlossen,  auf dem Glas zu zeichnen. Es ist mir nicht leicht gefallen. Ich habe dazu die letzten Seiten von Siri Hustvedts gleissender Welt gehört. Das Buch geht mir nahe. Meine Empfindungen sind in dieser Zeichnung eingelaufen. Besonders gehen mir die Schilderungen vom Tod der Harriet im Buch nahe. Sie spricht selber und schildert in Tagebüchern wie sie ihr langsames Sterben durch den Krebs empfindet. Sie spricht davon, dass durch die Medikamente und der Chemo ihr Verstand zu Brei wird. Das empfinde ich als Schlimmstes, selber bewusst den Verfall erleben!

Entstehung des Mars - Zeichnung auf Glas (c) Objekt von Susanne Haun
Entstehung des Mars – Zeichnung auf Glas (c) Objekt von Susanne Haun

 

Es ist ausgesprochen schwer, die Glasobjekte zu fotografieren.  Alles spiegelt sich und das gesamte Umfeld ist durch die Durchsichtigkeit sichtbar. Aber ist es nicht gerade das, was das Objekt variabel macht und die Aussage von Ort zu Ort ändert?

 

 

 

 

 

Ausstellung · Der Traum vom Fliegen · Objekt · Zeichnung

Wedding – Kunst Pur! – Ausstellung mit Beteiligung von Susanne Haun

Jedes Jahr zeigt die Galerie Wedding in einer Gemeinschaftsausstellung Weddinger Kunst.

Dieses Jahr werden auf der Kunst Pur! auch meine Glasobjekte zum Thema „Der Traum vom Fliegen“ gezeigt.

Zur Eröffnung der Ausstellung am Freitag, den 12. September 2014 um 19 Uhr in der Galerie Wedding – Kunst & Interkultur“, Altes Rathaus Wedding lade ich euch und eure Freunde herzlich ein.

Einladung zur Wedding - Kunst Pur!
Einladung zur Wedding – Kunst Pur!

 

Ausstellungseröffnung: Freitag, den 12. September 2014 um 19 Uhr
in der „Galerie Wedding – Kunst & Interkultur“, Altes Rathaus Wedding
Müllerstraße 146/147, 13353 Berlin

Grußwort: Sabine Weißler, Bezirksstadträtin für Weiterbildung, Kultur, Umwelt und Naturschutz

Einführung: Dr. Katia David, Kuratorin Galerie Wedding

Musikalische Begleitung: Achim Kaufmann (Klavier) & Frank Gratkowski (Saxophon)

Finissage: Samstag, 1.11.2014 um 17 Uhr Konzert – Achim Kaufmann (Klavier) & Frank Gratkowski (Saxophon)

Ausstellungsdauer: 13. September – 1. November 2014
Öffnungszeiten Dienstag bis Samstag 12.00-18.00 Uhr
Eintritt Frei

U9 Leopoldplatz, Bus 120 N20, N6 Rathaus Wedding, Barrierefrei

In Zusammenhang mit dem Kulturfestival Wedding stellt die Galerie Wedding wie schon in den letzten Jahren ausschließlich Weddinger KünstlerInnen vor. Laienkünstler sind ebenso vertreten wie die Professionellen. Quer durch Generationen und Nationalitäten präsentiert sich eine Mischung, so bunt wie das Leben und der Wedding selbst. Mit KünstlerInnen, die bis Ende Oktober Objektkunst, Kollagen, Malerei, Rauminstallation, Fotografie sowie Bildhauerei vorstellen:
Richard Agbaje, Zurab Bero, Clemens Berteld, Walker Brengel, Rolf Engelbart, Michael Goyke, Gabriele D. R. Guenther, Sven Großmann, Susanne Haun, Bert Herden, Silke Koch, Ancz É. Kokowski, Ute Lamfried, Alexander Lony, Edyta Lysko, Lara Melin, Pete Meyer, Lars Müller, *NaBe*, Silvia Nettekoven, Roman Plocharczyk, Javier Ramirez, Stephan Reichmann, Ricci, Matthias Rühl, Roswitha Schaab, Günter Schmid, W. E. Schmidt, Oliver S. Scholten, Selmay und Yaella

 

Der Traum vom Fliegen (c) Objekte von Susanne Haun
Der Traum vom Fliegen (c) Objekte von Susanne Haun

Anläßlich der Ausstellung habe ich meine Objekte in meinem Galerieraum fotografiert. Glasobjekte sind schwer zu fotografieren. Ich wollte vor allem bei Sonnenlicht auch den Schatten der Zeichnung auf Glas zeigen. So ganz hat das noch nicht funktioniert, ich finde auf den Ergebnissen die Schatten zu stark. Ohne Sonne reflecktiert das gesamte Zimmer im Glas. Aber es ist ja noch nicht aller Tage Abend und erst am 8. September muß ich die Arbeiten in der Galerie einliefern.

Architektur · Berlin · Philosophie

Die Architektur des Instituts für Philosophie an der Fu Berlin – Bericht von Susanne Haun

Heute war ich zur Orientierungsphase meines Philosophiestudiums. Der Treffpunkt war selbstverständlich das Foyer des Instituts für Philosophie an der Fu Berlin.

An der FU Berlin wird Wissen vermittelt (c) Foto von Susanne Haun
An der FU Berlin wird Wissen vermittelt (c) Foto von Susanne Haun

Unter anderem wurde auf die Architektur des Instituts eingegangen. Es ist von den Architekten Hinrich und Inken Baller entworfen worden und liegt im Grünen mit einer Glasfassade und einem Garten. Es ist mit seinen lichtdurchfluteten Räumen ein ideales Studienumfeld. Der Anspruch der Ballers war, dass von jeder Stelle durch das Gebäude geschaut werden kann. Als „Glasertochter“ schlägt mein Herz sofort höher, wenn ich das Gebäude sehe. Innen ist es sehr verspielt mit vielen schnörkeligen, grünen Geländern.

Fakultätsgebäude für Philosophie der FU Berlin (c) Foto von Susanne Haun
Fakultätsgebäude für Philosophie der FU Berlin (c) Foto von Susanne Haun

Ich wusste nicht, dass es so viele Gebäude der Ballers in Berlin gibt. Aber die beiden haben eine eigene Handschrift und sind klar erkennbar und ich werde an keinem ihrer Gebäude mehr vorbei gehen, ohne an sie und das Philosophische Institut zu denken.

Die Leiterin des Instituts sprach einführende Worte, die sehr mitreißend waren. Wir sollen uns unsere Neugier bewahren, Verantwortung übernehmen und nicht nur mit den Aussagen anderer sondern auch mit unseren eigenen kritisch umgehen.

Meine Mitstreiter sind fast ausschließlich im Alter meines Sohnes. Sie sind hoffentlich alle von Hause aus noch neugierig und ich bin froh, mir meine Neugier auch in meinem Alter noch bewahrt zu haben. Selbst die Dozenten sind zum größten Teil noch jünger als ich.

Mein Kernfach im Studium ist die Kunstgeschichte. Kunstgeschichte braucht ein „Nebenfach“, kann nicht alleine studiert werden. So habe ich mich für die Philosophie als Nebenfach entschieden. Ich finde, Kunst und Philosophie passen hervorragend zusammen.

Vor knapp 7 Jahren kaufte ich das Buch „Kunst – Eine philosophische Einführung“ aus dem Reclam Verlag. Es war für mich eine Überraschung, dass der Autor Georg W. Bertram uns heute als Dozent vorgestellt wurde und es bestätigte mich, dass ich die richtige Wahl für mein Nebenfach getroffen habe.

Betrachtungen zur Kunst · Präsentation · Zeichnung

Let there be light – Susanne Haun

Lange Zeit war mir die große Bedeutung von Licht in der Kunst nicht klar.

Erst mit dem Entstehen meiner Zeichnungen auf Glas und meinen Rollen im Glaskasten wurde mir immer bewusster, welche große Rolle das Licht nicht nur in der Präsentation von Kunst hat.

Konstellationen (c) Zeichnung auf Holz und Glas von Susanne Haun
Konstellationen (c) Zeichnung auf Holz und Glas von Susanne Haun

Mit der Ausstellung “Five Minutes of Pure Skulpture” von Anthony McCall im Hamburger Bahnhof (siehe hier) war dann mein Interesse endgültig geweckt.

So habe ich mich auch gestern zur vier stündigen Informationsveranstaltung „Art & Light“ vom bbk angemeldet. Erst dachte ich, dass es Längen bei dieser Veranstaltung geben wird aber die vier Stunden waren schnell vorbei und ich bin wieder um einiges Wissen reicher.

Vogelflügel - Zeichnung auf Glas von (c) Susanne Haun
Vogelflügel – Zeichnung auf Glas von (c) Susanne Haun

Besonders fasziniert hat mich die OLed, die Organische Leuchtdiode. Ohne Strom sieht sie aus wie eine Fensterscheibe und ist durchsichtig, mit Strom wird sie undurchsichtig und leuchtet.

Mit den neuen Informationen kann ich mir jetzt überlegen, wie ich meine Zeichnungen auf Glas am besten beleuchte.

For my english speaking reader:
Yesterday I visit the information event „Light & Art“. The dozent comes from Australia and we all talk in englich language. I am glad to speak a little bit english and hear the pronunciation. I learn a lot of new thinks and so I will thinking about the lighting of my glass drawings.