Susanne Haun

Susanne Haun Zitat am Sonntag – Matsuo Bashō

Posted in Landschaft, Zeichnung, Zitat am Sonntag by Susanne Haun on 30. Dezember 2018

 

Allein im Winter, ach –

durch eine Welt aus einer Farbe

bläst der Wind.

Matsuo Munefusa

 

Matsuo Munefusa (松尾 宗房), war ein japanischer Dichter. Er gilt als bedeutender Vertreter der japanischen Versform Haiku.

 

Der Klang des Windes - 30 x 40 cm - Tusche auf Aquarellkarton (c) Zeichnung von Susanne Haun

Der Klang des Windes – 30 x 40 cm – Tusche auf Aquarellkarton (c) Zeichnung von Susanne Haun

 

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Matsuo Munefusa, in: Krusche, Dietrich (Hrsg.), Haiku. München [1994]² 1997, S. 107.

Huschende Fledermäuse – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Haiku, Illustration, Tiere, Zeichnung by Susanne Haun on 13. Juni 2016

Ich mag Fledermäuse und erinnere mich gerne an die längst vergangene Fledermausführung in der Zitadelle Spandau.

Auf der Seite der Deutschen Wildtier Stiftung habe ich viele Informationen und vor allem Detailfotos von Fledermäusen erhalten.

Als ich Anfang Juni den Haiku des japanischen Dichters Ikaku (1661-1707) auf meinem Zitatekalender las, hatte ich die geheimnisvollen Tiere sofort vor Augen.

 

Huschende Fledermäuse.
Zum Trocknen aufgehängte Kleider.
Schatten dunkler Wolken.
Ikaku²

Geflügelte Tiere zeichne ich sehr gerne. Die Fledermaus habe ich mir schon im Zusammenhang mit meiner Serie über Otto Lilienthal und dem Antonius Projekt angeschaut (siehe hier).

Meine Zuneigung zu Tieren ist in vielen Arbeiten von mir zu sehen. Das Cover meines neuen Buches „Die Farbe in der Zeichnung“ zeigt einen Königsgeier.

Ingrid vom Blog Stift und Schrift hat mein neuens Buch auf ihrem Blog besprochen (siehe hier). Herzlichen Dank Ingrid!

Mit den Flugstudien für die Fledermäuse ist wieder eines meiner Skizzenbücher zu Ende gegangen.

 

 

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²Zitiert nach Zitatkalender aus der Helmut Lingen Verlag Gmbh, 2015 Köln, Juni 2016.

Die Reiher im verschneiten Feld – Zeichnung nach Haiku von Susanne Haun

Posted in Haiku, Tiere, Zeichnung by Susanne Haun on 30. März 2013

„Wäre nicht ihr Schrei, merkte man die Reiher nicht im verschneiten Feld!“ – Chiyo-ni

Der Reiher Tusche auf Bütten 22 x 17 cm (c) Zeichnung von Susanne Haun

Der Reiher Tusche auf Bütten 22 x 17 cm (c) Zeichnung von Susanne Haun

Die Windblüte geht auf – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Blumen und Pflanzen, Haiku, Illustration, Zeichnung by Susanne Haun on 8. Januar 2013

Die
Windenblüte
geht
ganz
gelassen
auf
im
Winde
morgens

– Dômei

6 Windblume Version 2 24 x 32 cm (c) Zeichnung von Susanne Haun

6 Windblume Version 2 24 x 32 cm (c) Zeichnung von Susanne Haun

Ein Haiku ist die kürzeste der lyrischen Formen der Weltliteratur und kommt ursprünglich aus Japan.
Für den Europäer ist ein Haiku auch wenn es übersetzt ist, nicht einfach zu verstehen. Es gehört ein einlassen dazu, eine Bereitschaft den Worten einen tieferen Sinn zu geben.

Ein Haiku ist nicht zu vergleichen mit den Gedichten unserer Größen Goethe oder Hölderlin.
Ein Haiku ist vergleichbar mit einer Zeichnung, deshalb mag ich diese Form der Gedichtskunst auch besonders. Der Leser ist aufgefordert den Sinn zu ermitteln und auch über eine Fortsetzung oder einen Schluss nachzudenken. Trotzdem ist es nicht gewährleistet, dass er dem Haiku auf den Grund gehen kann oder ihn erkennt.

Die Zeichnung erfordert große Abstraktion und eine Reduzierung auf das Wesentliche ist notwenig. Auch hier ist der Betrachter in den Schaffensprozeß einbezogen.

In Japan sind Haikus Zeichnungen und es gibt drei wichtige Regeln von den Dichtern der Haiku Zeit des 17. Jahrhunderts.

3 Entstehung Windblume (c) Zeichnung von Susanne Haun

3 Entstehung Windblume (c) Zeichnung von Susanne Haun

1 Haiku soll, und sei’s nur in einer Andeutung, einen Naturgegenstand erwähnen außerhalb der menschlichen Natur.

2 Es soll sich auf ein einmaliges Ereignis (Situation) beziehen

3 Das Ereignis / die Situation soll als gegenwärtig dargestellt und nicht als vergangen berichtet werden.

Ein Haiku gilt nicht als reine Kunstform sondern als Existenz und Welterfahrung.

Ich zeichne sehr gerne nach Haiku, weil sie kein genaues Bild sondern eine Vielzahl von Möglichkeiten in sich bergen. Meine ersten Haiku habe ich 1998 mit Acryl und Öl-Kreide auf Packpapier gezeichnet. In den letzten Tagen habe ich meine Tusche und Feder benutzt, was auch der japanischen Darstellung sehr viel näher kommt.

1 Entstehung Windblume (c) Zeichnung von Susanne Haun

1 Entstehung Windblume (c) Zeichnung von Susanne Haun

Während des Zeichnens habe ich die Windblüte als abstrakte, nicht existierende Blüte gesehen, eine Mischung aus Wind und Blättern. Erst nachdem die Zeichnungen fertig waren habe ich nachgeschlagen und entdeckt, das Windblumen Königskerzen sind. Ich bin froh, dass ich das nicht zu beginn meiner Zeichnungen wußte.

For my English-speaking readers:

Wind blossom
goes on
all
calmly
in
the wind
in the morning

– Domei

5 Windblume 30 x 40 cm (c) Zeichnung von Susanne Haun

5 Windblume 30 x 40 cm (c) Zeichnung von Susanne Haun

A haiku is the shortest kind of lyrical form of world literature and is originally from Japan.
For the Europeans, a haiku is also when it is translated, not easy to understand. It includes an admit to a willingness to give the words a deeper meaning.
A haiku is not considered a pure art form but as existence and experience.
I draw very often haikus, because they do not pose a clear picture but a multitude of possibilities. My first haiku 1998 I painted with acrylic and oil pastel on brown paper. In recent days I have used my spring and ink, which is also the Japanese representation much closer.

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Krusche, Dietrich. Herausgeber. Haiku. München [1994]² 1997

Im Morgengrauen Krähen – Susanne Haun

Posted in Haiku, Landschaft, Tiere, Zeichnung by Susanne Haun on 13. Dezember 2012

Ich mag Haikus, eine traditionelle japanische Gedichtsform.

Beim Nachdenken über die Seele des Menschen und Flauberts heiligen Antonius sind die Haikus das Richtige, um zwischendurch inne zuhalten und die Gedanken gleiten zu lassen.

Im Morgengrauen Krähen (c) Zeichnung von Susanne Haun

Im Morgengrauen Krähen (c) Zeichnung von Susanne Haun

Ich arbeite an einem weiteren Beitrag über die Seele des Menschen, dazu brauche ich aber mehr Zeit als ein Tag mir bieten kann und deshalb begann ich meinen heutigen Tag mit einem Haiku.

Die Buchhandlung am Turm , bei Twitter @TurmBuchOch, hat zwei wunderschöne und ruhige Haikus getwittert:

„Am Tor aus Reisig im Morgengrauen Krähen? Das erste Nieseln.“ Sôchô

Im Morgengrauen Krähen (c) Zeichnung von Susanne Haun

Im Morgengrauen Krähen (c) Zeichnung von Susanne Haun

„Im Wintermondschein, als ich so ganz allein ging, der Klang der Brücke“ Taigi

Ich habe auch eine interessanten Haiku Blog gefunden.

Wer Schwierigkeiten hat, Likes auf meiner WordPress Seite zu setzen, kommt sicher von meiner Homepage http://www.susannehaun.de . Likes könnt ihr im Moment nur setzen, wenn ihr direkt meinen Blog aufruft. Ich habe noch nicht die Stelle auf dem Blog gefunden, wo ich meine Homepage als verifizierte Seite eintragen kann. Kompliziert!

For my English-speaking readers:
I like haiku, a traditional form of Japanese poetry.
When I am thinking about the human soul and Flaubert’s St. Anthony the haikus are right to slide ideas.
Who has trouble setting Likes on my wordpress site is certainly coming from http://www.susannehaun.de, my homepage. Likes you can currently set only if you call directly my blog.

Enzian – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Blumen und Pflanzen, Zeichnung by Susanne Haun on 15. August 2010

Das Stillleben von gestern hat soviele einzelne Elemente, dass ich mir heute den Enzian zum Zeichnen herausgegriffen habe. Mit meinem neuen kleinen Stativ kann ich die Kamera während ich zeichne unkompliziert mitlaufen lassen. Das gefällt mir sehr gut. Leider werden die Filme sehr lang und ich suche noch nach einer Methode, wie ich automatisch einen Schnelllauf beim Zeigen einstellen kann.

„Als meine Augen alles
gesehen hatten, kehrten sie zurück
zur weißen Chrysantheme.“
Isshó

Haikus wie der oben geschriebene kommen aus Japan und sind für den Europäer schwer verständlich. Der Haiku ist die kürzeste Gedichtsform der Welt. In ein Haiku muss der Leser Zeit und Phantasie einbringen so wie in meine Bilder. Im Vorwort meines HAIKU Gedichtebandes steht, dass das Haiku „Spiel mit mir!“ oder „Mach etwas aus mir“ sagt. Ich lasse mich gerne von Haikus inspirieren und ich spiele gerne mit ihnen.

Die weiße Chrysantheme ist leicht auf dem gesamten Stillleben zu entdecken.

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