Susanne Haun

Mundus Annus Homo – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Diagramm, Zeichnung by Susanne Haun on 8. März 2019

 

 

 

Diagramm Mundus Annus Homo, 40 x 40 cm, Tusche auf Aquarellkarton, 2019, Zeichnung von Susanne Haun (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2019

Diagramm Mundus Annus Homo, 40 x 40 cm, Tusche auf Aquarellkarton, 2019, Zeichnung von Susanne Haun (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2019

 

Der Grundstock meiner Zeichnung ist ein kreisförmiges Diagramm aus der Werkstatt des Straßburger Buchdruckers Johann Mentelin (1410 – 1478).

Im Mittelalterlexikon (siehe hier) ist der Kreis wie folgt beschrieben:

„Mundus-Annus-Homo. Unter diesem Titel erschienen von der Spätantike an kreisförmige Diagramme, in denen die ® Vier Elemente, die ® Vier Jahreszeiten und die ® Vier Temperamente mit den jeweiligen Qualitäten verknüpft sind. Das Schema wurde als medizinischen Hilfsmittel zur Prognose benutzt und zeugt davon, wie im Mittelalter der Mensch als mit dem Kosmos verflochten betrachtet wurde.“

Auf der Seite der Uexküll Akademie (siehe hier) erfährt die interessierte Leserin, der interessierte Leser mehr über die Begriffe:

Mundus = Makrokosmos – mundus major – Ort der Sternenwelt und des Universums
Annus = das Jahr, Jahreszeit, Lebensjahr – als Ausdruck der Vergänglichkeit
Homo = Mikrokosmos – mundus minor – als Sphäre des Menschen und der Menschenwelt.

Das erste Mal von diesen Diagrammen habe ich vor ein paar Jahren an der Uni im Seminar zum 30jährigen Krieg gehört.

Bei meiner Interpretation habe ich einen äußeren Kreis mit den vier Temperamenten eingefügt und die Farben zum Original verändert. Kalligraphiert habe ich mit einer Bandfeder und die Buchstaben folgen keinem bestimmten Typus, sie stehen so da, wie sie mir aus der Feder flossen. Das erste Wort jedoch habe ich mir mit Bleistift vorgezeichnet aber schnell gemerkt, dass das tatsächlich nicht notwenidig ist.

Die Konstruktionslinien aus Bleistift habe ich bestehen lassen. Ich finde, sie beleben das Diagramm.

 

 

Muss nicht alles einen Anfang haben? – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Blumen und Pflanzen, Landschaft, Rolle, Rolle des Lebens, Tiere, Zeichnung by Susanne Haun on 21. November 2010

1995 erhielt ich von Jostein Gaarder das Buch „Sofies Welt“, stellte es in zweiter Reihe meines Bücherregals und vergaß, dass ich es besitze.

Jetzt halte ich es wieder in den Händen und habe mir dazu von Audible das ungekürzte Hörbuch heruntergeladen.

Als Sofie im Hörbuch über die Frage des Anfangs der Dinge nachdenkt, zeichne ich Blätter auf meine Rolle und denke an das alte russische Sprichwort, das ein Ring ohne Anfang und Ende sei. Gilt er deshalb als Symbol für die Ehe?

Größenvergleich - ich und der Hirsch auf der Rolle - Selbstfoto von Susanne Hsun

Größenvergleich - ich und der Hirsch auf der Rolle - Selbstfoto von Susanne Hsun

Beginnt mein Sein mit der Geburt obwohl ich nicht die geringste Erinnerung daran habe? Ab wann habe ich Erinnerungen?

Entstehung Hirsch auf Zeichnung von Susanne Haun 1000 x 40 cm

Entstehung Hirsch auf Zeichnung von Susanne Haun 1000 x 40 cm

Ich freue mich auf das Buch und zeige euch meinen heute beim Buch entstandenen halben Meter auf der Rolle kommentarlos.

Im Wald – Zeichnungen von Susanne Haun

Posted in Blumen und Pflanzen, Tiere, Zeichnung by Susanne Haun on 17. Oktober 2010

Nun sitze ich wieder zuhause an meinem Schreibtisch und der Urlaub ist vorbei.

Am letzten Tag haben wir noch einen kurzen Spaziergang gemacht und ich habe mir dabei die Bäume und das Laub, das in allen Tönen leuchtet, angeschaut. Dabei haben wir ein Gehege mit „Teenager“-Hirsche und Kitze entdeckt. Die waren sehr zutraulich.

Hirschkietz - Zeichnung von Susanne Haun - 17 x 22 cm - Tusche auf Bütten

Hirschkietz - Zeichnung von Susanne Haun - 17 x 22 cm - Tusche auf Bütten

Gerade habe ich meinen Harenberg Kunst Kalender Tag für Tag abgerissen und in der vergangenen Woche auf dem 13. Oktober das Bild „Gefährliche Brandung“ von Hans Weigand entdeckt. Im Moment geht hier ein Link zu diesem Bild.
Ich habe mir vorgenommen, wenn es meine Zeit wieder erlaubt, zur Galerie Crone zu gehen und mir das Bild im Original anzuschauen. Ich freue mich schon darauf und bin sehr neugierig, denn bei der Größe des Bildes ist es bestimmt ein Seherlebnis und natürlich fühlte ich mich dem Bild auch sofort nahe, denn es drückt das aus, was ich gestern auch ausdrückte, bloß mit anderer Technik.

Beuys oder verblaßt die Kunst ohne den Künstler – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Berühmt, Betrachtungen zur Kunst, Portraitmalerei, Zeichnung by Susanne Haun on 28. September 2010

Welche Kunst wird noch in 100 Jahren angeschaut und welche Kunst existiert nur im Zusammenhang mit dem Künstler?

Beuys Augen von Susanne Haun

Beuys Augen von Susanne Haun

Diese Frage haben Andreas und ich uns schon sehr oft gestellt und in der art Kunstmagazin von September ist ein großer Artikel über Beuys und seine Kunst.

Ich mag Beuys Zeichnungen sehr und habe auch einige Bücher über ihn meiner Buchsammlung. Ich habe kein Buch über seine Installationen wohl aber ein Bildband seine späten Druckgrafik und zwei Biographien.

Meine Beuys "Büchersammlung" - Foto von Susanne Haun

Im Buch „Beuys“ im Dumont Verlag schreiben die drei Autoren im Vorwort:
„In der öffentlichen Meinung über den Künstler und Pädagogen Joseph Beuys, der wie kein anderer Künstler deutscher Nachkriegsavantgarde internationale Anerkenning gefunden hat, schwankt das Urteil zwischen Unverständnis und Bewunderung.“

Wie will der Betrachter folgendes „Wie man dem toten Hasen die Bilder erklärt.“, hier bei YouTube, von Beuys ohne den Künstler Beuys sehen?

Ralf Schlüter schreibt in seinem Artikel in der Art (er ist ganz hier zu lesen):
Der „Mann mit dem Hut“ ist 24 Jahre nach seinem Tod noch immer der berühmteste deutsche Künstler, doch lange Zeit schien sein Werk zu verblassen. Es fehlte ja auch etwas: die Person Joseph Beuys selbst, die mit ihrer kommunikativen Energie das Werk belebte, zusammenhielt und erklärte.“

Jeder Sammler hat ein Blatt, was er gerne hätte, wonach er sich sehnt – ich hätte gerne die Radierung „Hirschkopf“ von Beuys in meiner Sammlung. Die Linien sind so reduziert und trotzdem liegt das gesamt Unglück des Planeten in der Träne, die der Hirsch weint. Daneben die Aquatintafläche als Kontrast, die mich aufregt, wie das Unglück des Planeten.

Beuys Mund von Susanne Haun

Beuys Mund von Susanne Haun

Für mich persönlich macht unter anderem diese Radierung zusammen mit seiner Biografie Beuys unsterblich. Aber zu seiner Biografie gehören auch die Installationen und Aktionen, seine politische Einstellung, seine Dogmen – eben sein gesamtes SEIN.

Beuys - Zeichnung von Susanne Haun - 40 x 30 cm - Tusche auf Bütten

Beuys - Zeichnung von Susanne Haun - 40 x 30 cm - Tusche auf Bütten

Heute morgen zeichnete ich den obigen Beuys und beschäftigte mich den ganzen Tag mit ihm, seinem Werk und seinen Texten. Als ich mein Portrait von heute Morgen in meinen Blogtext einfügte, da war es so „richtig“ und ich wollte es noch einmal aus der Emotion des Tag zeichnen. Hier ist also Beuys am Abend – eine Pinselzeichnung.

Beide Portraits sind mir sehr wichtig und lassen mich auf einen gelungenen Arbeitstag zurückblicken.

Beuys II - Zeichnung von Susanne Haun - 40 x 30 cm - Tusche auf Bütten

Beuys II - Zeichnung von Susanne Haun - 40 x 30 cm - Tusche auf Bütten

Hirsch und Wildsau – Zeichnungen von Susanne Haun

Posted in Tiere, Zeichnung by Susanne Haun on 11. Juli 2010

Als ich am Mittwoch im Tierpark Germendorf war, bewegten sich die Tiere kaum und lagen faul am Boden und schauten die Besucher mit großem Augen an.

Die Wildsau war kaum zu erkennen. Wie ein Fleischberg lag sie da. Ich mag die vielen schillernden Reflexe auf Ihrem Fell und sie sah genauso aus, wie ich sie mir beim Lesen eines jeden Asterix und Obelix Comics vorstellte.

Wildschwein - Zeichnung von Susanne Haun - 17 x 24 cm - Tusche auf Hahnemühle Britannia

Wildschwein - Zeichnung von Susanne Haun - 17 x 24 cm - Tusche auf Hahnemühle Britannia

Dem Hirsch hätte ich am liebsten das Geweih abgenommen, es schien einfach viel zu schwer für seinen Kopf.

Hirsch - Zeichnung von Susanne Haun - 17 x 24 cm - Tusche auf Hahnemühle Torchon

Hirsch - Zeichnung von Susanne Haun - 17 x 24 cm - Tusche auf Hahnemühle Torchon

Gottfried Bammes schreibt zum Thema Tiere zeichnen folgenden Satz, dem ich nur zustimmen kann:

„Der Behaarungsstruktur kann der Zeichner auf verschiedenen Realisierungswegen folgen, […]. An dieser Stelle nun erreichen wir die Grenzen des lehr- und lernmäßig Machbaren. Von hier an gibt es nur noch den künstlerischen Alleingang.“

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