Susanne Haun

5 Minuten zeichnen, ohne den Stift abzusetzen – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Landschaft, Leinwand, Marker, Zeichnung by Susanne Haun on 27. März 2020

 

Durch das Tor, 57 x 74 cm, Acryl und Marker auf Leinwand, Einlinienzeichnung von Susanne Haun (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2020

Durch das Tor, 57 x 74 cm, Acryl und Marker auf Leinwand, Einlinienzeichnung von Susanne Haun (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2020

 

Ich lese gerne den Blog Über das Schreiben von Geschichten von Jutta Reichelt.

In Zeiten von Covid-19 hat Jutta Zeit für Experimente und ihr Blog wird zur virtuellen Schreibwerkstatt! (klick).

Jeden Tag erhält die interessierte Leserin, der interessierte Leser Hinweise zum Schreiben. Gestern war schon der 5. Tag der Schreibwerkstatt (klick).

Jutta schreibt unter anderem:

„Heute möchte ich Euch zum Ausprobieren eine relativ „extreme Variante“ vorschlagen, nämlich fünf Minuten zu schreiben, ohne den Stift abzusetzen, ohne aufzuhören. Wirklich alles aufschreiben, was in den Sinn kommt – auch, wenn es unsinnig oder belanglos ist oder nicht mehr als der Ärger über diese saublöde Übung. Und wie bei der Schreibanregung Daily Diary von Lynda Barry  lohnt es sich, die Übung ein paar Mal zu machen, um herauszufinden, ob sie für eine/n etwas sein könnte.“

Ich habe die Aufgabe auf die bildende Kunst übertragen und habe fünf Minuten gezeichnet, ohne den Stift tatsächlich abzusetzen. Es gibt eine Reihe von Bildern von Picasso in dieser Art!

Ich habe mir gestern für diese Übung eine Stoppuhr, ein Stylefilmarker der Farbe schwarz und eine grundierte Leinwand der Größe 57 x 74 cm zurechtgelegt und los ging es.

Mir war erst beim Zeichnen klar, wie lang 5 Minuten sind.  Eine sehr interessante Übung, die viel Kraft erforderte.

 

 

Bin ich so schnell wie ein Fotoapparat? – Zeichnungen von Susanne Haun

Posted in Berlin, Betrachtungen zur Kunst, Zeichnung by Susanne Haun on 10. Juni 2013

Am Neptunbrunnen vor dem Roten Rathaus in Berlin sitzt es sich im Sommer völlig unbemerkt.

Ich sitze dort sehr gerne, denn ich kann dort unbeobachtet zeichnen. Alle sind mit sich selber, dem Posieren für ihre Fotos und dem Betrachten von Brunnen, Rathaus und Fernsehturm beschäftigt. Keiner sieht mich und ich kann völlig unbemerkt zeichnen.

Am Neptunbrunnen (c) Zeichnungen von Susanne Haun

Am Neptunbrunnen (c) Zeichnungen von Susanne Haun

Ein großer Vorteil ist auch, dass die Menschen für die Fotos einen Moment innehalten und ruhig posieren. Diese Zeit nutze ich zum Zeichnen in einer Linie.
Jedes mal frage ich mich:
„Bin ich so schnell wie ein Fotoapparat?“

For my english speaking reader:
I like to sit on the place before the Neptun fountain in Berlin. Nobody remarks me and I will let alone to draw. Tourist makes photos and in the moments they are static I have the time to draw.

Ein Stil ist Repertoire – Zeichnungen von Susanne Haun

Posted in Betrachtungen zur Kunst, Kunstgeschichte, Zeichnung by Susanne Haun on 8. Juni 2013

„Ein Stil ist Repertoire!“
sagte die Dozentin in der Vorlesung „Die Zugkraft der Linie“ an der FU.

n einer Linie (c) Zeichnung von Susanne Haun

n einer Linie (c) Zeichnung von Susanne Haun

Repertoire (lat. repertorium „Fundstätte“) ist die Gesamtheit der Werke, die ein Künstler geschaffen hat und der Ausdruck Stil bezeichnet eine „charakteristisch ausgeprägte Erscheinungsform“.

Bedeutet dieser Satz nun, dass der Künstler in verschiedenen Stilen schaffen kann?
Und was ist dann mit der Handschrift?

n einer Linie (c) Zeichnung von Susanne Haun

n einer Linie (c) Zeichnung von Susanne Haun

Es ist für mich ungeheuer inspirierend, in genau dieser Vorlesung, wo „nur“ von der Linie gesprochen wird, zu zeichnen.

For my english speaking reader:
„A style ist repertoire.“ said our docent in the course „The traction of line“.
But what is then about our handwriting?

n einer Linie (c) Zeichnung von Susanne Haun

n einer Linie (c) Zeichnung von Susanne Haun

In Bewegung zeichnen, ein Sonnenspaziergang – Zeichnungen von Susanne Haun

Posted in Landschaft, Skizzen, Skizzenbuch, Zeichnung by Susanne Haun on 27. März 2013

Gestern habe ich die Sonne genutzt und einen Spaziergang mit meinen Block und Füller unternommen.

Als Herausforderung stellte ich mir die Aufgabe, während des laufens in einer Linie den Wegesrand zu zeichnen. Es hat Spaß gemacht.

Vorher las ich das Kalenderblatt meines Literaturkalenders mit dem schönen Titel „Auf der Suche nach sich selbst“. Es gab einen kleinen Text zum Erzählband „Immer ich“ von Alissa Walser. Mich regte das folgende Zitat an:
“ „Ich“ sagen zu können ist wichtig, es heißt, sich seiner selbst gewiss zu sein, zu sich zu stehen. Oder sind wir Ich-Botschaften streuende Egomanen, die nur sich selbst und nicht den anderen sehen?“

 In der Ferne (c) Zeichnung von Susanne Haun

In der Ferne (c) Zeichnung von Susanne Haun

For my english speaken reader:

Yesterday I walked with my scetchbook and pen in the sun.

As a challenge I set myself the task drawing the wayside while walking. It was fun.

Before I walkes I read the page of my literary calendar with the wonderful title „In search of myselves.“ There was a small text about the stories „Always I“ by Alissa Walser. She talks about to using the word „I“.

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