Blumen und Pflanzen · Zeichnung

Holzreste als Inspirationsquelle – Zeichnungen von Susanne Haun

 

Übriggebliebenens vom Stamm des Tannenbaums eignete sich gut, florale Linien darzustellen.

 

Holzstückchen als Inspirationsquelle (c) Foto von Susanne Haun
Holzstückchen als Inspirationsquelle (c) Foto von Susanne Haun

 

Ich werde die kleine Stückchen aufheben – sie eignen sich gut als Anregung für Bäume für meinen Workshop „Reale und surreale Welten mit Tusche, Aquarell und Pastellstiften zeichnen“ bei Boesner in Berlin Marienfelde (siehe hier).

Diese kleine Bruchstücke des Baumes stehen stellvertretend für den ganzen Baum, den ich mir auf meinen Zeichentisch hole, Stücke, die meine Phantasie inspiriert.

 

Was ich gerade lese · Zeichnung

Was lese ich gerade? Gärten: Ordnung, Inspiration, Glück – Zeichnung von Susanne Haun

 

Vor einigen Wochen habe ich eins neues Blog – Thema erstellt: Was ich gerade lese nennt sie sich (siehe hier) [1].

Meine Lektüre ist von meinem Studium geprägt und so wundert es nicht, dass ich gerade die Aufsätze des Ausstellungskatalogs Gärten: Ordnung,Inspiration, Glück, herausgegeben von Sabine Schulze, lese.

Der Katalog erschien begleitend zur gleichnamigen Ausstellung im Städelmuseum in Frankfurt am Main (siehe hier) in 2007. Die Homepage des Städel lohnt zum Stöbern, ich lese auch gerne den Blog des Museums.

Der Katalog beginnt mit Zitaten von Künstlern zum Thema Garten, es wird Pink Floyd mit So you think you can tell … heaven from hell …? genauso zitiert wie Beuys Gartenarbeit interessiert mich nicht und Monet Rien au monde m’interesse qu ma peinture et mes fleurs. Ich mag diese erste Seite mit Zitaten, die so unterschiedlich und doch so treffend sind. [2]

Ich schreibe gerade eine Hausarbeit über das Bild Das Reich der Flora, auf dem Poussin den Garten der Flora darstellt (siehe hier). Mit Poussin und Flora habe ich mich vor 5 Jahren schon einmal in Zusammenhang mit Cy Twombly beschäftigt (siehe hier). Ein Glück ist mein Bog mein Gedächtnis – ich hatte diese kurze Auseinandersetzung schlichtweg schon vergessen.

Die Ausstellungsdokumentation gibt einen guten Überblick über die Darstellung von Gärten in der Kunst. Die erste Abbildung ist Das Paradiesgärtlein von 1410/20, das Maria im Hortus conclusus darstellt. Die Pflanzen sind zeitlos nach genauem Naturstudium dargestellt. Der Frömmigkeit wird die weltliche Freude am Garten gegenübergestellt. Die letzte Abbildung des Katalogs ist ein Foto, Paradise 24, Sao Francisco de Xavier, Brazil, 2001 von Thomas Struth. Heute ist dem Ideal des Gartens als kultivierte Natur die Idee des Paradieses in Form von unberührter Natur gewichen.

Für meine Hausarbeit ziehe ich folgende Quintessenz aus dem gelesenen:
„Gärten werden als süße Orte der Erinnerung nach dem Rausschmiss aus dem Paradies bezeichnet. Der Garten bildet eine Einheit zwischen Mensch und Natur. Die Mauer grenzt den Garten als Rückzugsort aus dem fremd bestimmten Leben (Existenz). Es ist der Gegenentwurf zum Alltagsleben außerhalb des Gartens. Im Garten kann der Mensch in seiner ursprünglichen paradiesischen Bestimmung leben. Milton nannte den Garten 1674 in seinem epischen Gedicht Paradise Lost oder den Himmel auf Erden. Schauen wir auf Poussins Gemälde, dann sehen wir, dass die Pergola Ordnung und die Begrenzung des Gartens des Gemäldes ist. Die Pergola schafft Ordnung.“[3]

Das Thema des Seminars, „Mit Farben Pflanzen“, birgt unbedingte parallelen zu meiner Kunst. Gerne zeichne (und arbeite) ich im Garten meines Vaters und es in den letzten Jahren viele Zeichnungen entstanden, so auch die folgenden Geranienzeichnungen vom Anfang des Monats:

 

Mein persönliches Paradies liegt auf dem Balkon im 4. Stock meiner Atelierwohnung, natürlich gut begittert, damit ich nicht aus meinem Paradies herausfallen kann. 😉

 

Balkon Susanne Haun Atelierwohnung (c) Foto von M.Fanke
Balkon Susanne Haun Atelierwohnung (c) Foto von M.Fanke

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[1] Die Blog – Themen bieten meinen  Lesern  die Möglichkeit, sich Beiträge sortiert anzuschauen. Da ich sehr viele Themen in meinem Blog angelegt habe, kann rechts im Blog unter der Auswahlbox Themenauswahl das gewünschte Thema per Mausklick gewählt werden.

[2] Gärten: Ordnung, Inspiration, Glück, Sabine Schulze (Hrsg.), München, Ostfildern 2006, Hatje Cantz Verlag.

[3] Vergleich: Schulze, Sabine. Konzeption und Ausstellungsrundgang, in: Gärten: Ordnung, Inspiration, Glück, Sabine Schulze (Hrsg.), München, Ostfildern 2006, S. 14 – 21.
Haun, Susanne. Das undarstellbare in Poussins Garten der Flora, SoSe 2017

 

 

Sketchnote · Skizzen · Skizzenbuch · Zeichnung

Mein Kontaktdaten künstlerisch präsentiert – Sketchnote von Susanne Haun

 

Auf dem ersten Blick scheint die Präsentation meiner eigenen Kontaktdaten sehr einfach.

 

Kontakt Susanne Haun (c) Sketchnote Susanne Haun
Kontakt Susanne Haun (c) Sketchnote Susanne Haun

 

Jedoch gehören dazu eine große Anzahl von Überlegungen. Ich berichtete schon einmal davon, als ich meine Visitenkarte erstellte (siehe hier).

Als erstes habe ich mir die berühmten W-Fragen gestellt:

Wer bin ich?

Was mache ich?

Wie schaffe ich?

Welche Informationen sind notwendig?

Für den Weddingmarkt am Sonntag (siehe hier) wollte ich für meinen Stand ein Schild, was all diese Fragen auf einen Blick beantwortet.

Ich bin Susanne Haun, Künstlerin, Zeichnerin, Kunsthistorikerin und Netzwerke real im Salon und virtuell im Blog.

Ich habe Ideen, verarbeite Informationen und bin inspiriert von meiner Umwelt.

Notwendigerweise sollen in meinen Kontaktdagen meine Internetpräsenz (von der aus der Besucher zu meinem Blog gelangt), meine Atelieradresse, meine Facebookseite und natürlich meine Telefonnummer zu sehen sein.

In meinem DiaryFlex Notizheft (siehe hier) probiere ich verschiedene Sketchnotes aus, die genau dieses aussagen. Ich brauche doch einige Anläufe bis ich mich für meine persönliche SketchNote entscheide. Als ich meine ausgewählte Sketchnote scanne stelle ich fest, dass mich der Scan ansich nicht befriedigt, also nehme ich zwei A4 Büttenpapiere zur Hand und zeichne neue Sketchnotes und laminiere diese für meinen Stand auf dem Weddingmarkt.

 

 

Kunstgeschichte · Philosophie · Sketchnote · Skizzen · Skizzenbuch · Was es sonst so gibt! · Zeichnung

Die wahre Belohnung für´s Zeichnen oder warum ich studiere – Susanne Haun

 

Vorige Woche las ich auf den Blog der Frankfurter Zeichnerin Martina Wald den Beitrag

Die wahre Belohnung für´s Zeichnen“ (siehe hier) .

 

Atelierraum (c) Foto von Susanne Haun
Atelierraum und Kunstraum  (c)  Susanne Haun

 

Martina zitert in ihrem Beitrag Kurt Vonnegut, den US-amerikanischer Schriftsteller.

„Übt jegliche Kunst, Musik, Gesang, Tanz, Schauspielern, Zeichnen, Malen, Bildhauern, Poesie, Schreiben, egal ob gut oder schlecht, nicht für Geld aus oder um berühmt zu werden, sondern um die Erfahrung zu machen “zu werden”, um herauszufinden, was in euch steckt, um die Seele wachsen zu lassen.“²

Genau das ist der Grund, warum ich Kunstgeschichte studiere und Philosphie als Nebenfach studiert habe! Immer wieder werde ich gefragt, was ich mit meinem Studium anfangen will und welche Arbeit ich hoffe, damit zu erhalten.

Ich studiere um des Wissens und des Austauschs wegen. Das Studium liefert mir Ideen, Inspirationen und Informationen. Ich möchte meine Profession, die auch meinen Beruf ist, nicht wechseln. Ich bin Künstlerin mit all‘ meinem Sein.

Ideen, Inspirationen und Informationen, ist das Disegno der Zeichnerin. Nicht nur an der Uni, auch im Netz, auf der Strasse bei Ausstellungen, in der Familie – überall – finde ich es.

Besonders freue ich mich, dass gestern die Zusage für mein Masterstudienplatz Kunstgeschichte an der Freien Universität Berlin erhalten und den Studienabschluss für den Bachelor beantragt habe. Das bedeutet, dass ich bald mein Abschlusszeugnis und die Zensur für die Bachelorarbeit erhalte. Ich bin schon neugierig, wie ich abgeschlossen habe.

 

Übrigens, Die OrchIDEE ist auch eine Idee:

 

 

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²Quelle: Internetseite: Letters of Note, http://www.lettersofnote.com/2013/10/make-your-soul-grow.html, 24.6.2016, 9:40 Uhr

England · London · Reiseberichte · Tiere · Zeichnung

Vom Buckingham Palace zum Picadilly – Susanne Haun

Der Himmel über London ist strahlend blau und der Buckingham Palace strahlt in hellem weiß.

London ist voller Touristen, die vorne durch die Gitter des Tores des Palastes schauen; auch wir stellen uns an, um einen Blick auf die Wache zu werfen. Schöner finde ich den Spaziergang im St.James Park um den See, der Frühling ist gerade am Erwachen. Hier finden wir auch die Raben, die ich zeichnete. Eigentlich gehören sie doch in den Tower, sagt man doch, dass solange die Raben im Tower leben das Empire bestand hat.

1. Skizzenbuch London (c) Zeichnung von Susanne Haun
1. Skizzenbuch London – Raben im St. James Park (c) Zeichnung von Susanne Haun

Bei schönem Wetter macht alles viel mehr Spaß, nach einem Abstecher zum Trafalgar Square und der Portrait Gallery laufen wir über Covent Garden zum Piccadilly Circus. Interessant ist der Wortstamm: Piccadilly kommt vom niederländischen Wort pikedillekens, das ein Stück Kragenstoff bezeichet.

Überall ist es sehr voll und wir erholen uns bei einer Portion Pommes Frites beim legendären englischen Koch Jamie Oliver.

Architektur · England · London · Reiseberichte · Zeichnung

Es ist nicht unbedingt von Vorteil, wenn eine Sache keinen Haken hat – Eindrücke aus London von Susanne Haun

In London haben wir uns in ein Hostel eingemietet.

Hostels sind sehr einfach und durch ein überaus gutes WLan-Netz gekennzeichnet. Die Küche steht für Frühstück offen. In Lissabon war das Frühstück ein lustiger Austausch von Abenteuern in unterschiedlichen Sprachen. Dem Hostel Besitzer in London ist die Bedeutung von Frühstück nicht klar, auf dem „Help yourself“ – Tisch finden wir nicht genug Marmelade für alle, aber immerhin gab es Butter für den Toast und Milch in verschiedenen Fettstufen! Die Laune lassen wir uns davon nicht verderben – es scheint die Sonne, wir sind in London und es gibt viel zu entdecken.

 

Skyline London von der South Bank aus gesehen (c) Foto von Susanne Haun
Skyline London von der South Bank aus gesehen (c) Foto von Susanne Haun

 

Das Zimmer ist gewöhnungsbedürftig: es gibt weder Haken im Badezimmer, in der Dusche oder im Zimmer. Auch Stühle oder Tische fehlen vollständig. Bett und Schrank müssen reichen. Das erste Mal in meinem Leben wird mir klar, wie revolutionär die Erfindung des Hakens ist. Da kann die Outdoor-Waschtasche noch so gut mit Bügel ausgestattet sein, wenn kein Haken da ist, dann kann man sie auch nirgendwo aufhängen!

„Der Haken ist eine geschwungen oder eckig gekrümmte Vorrichtung zum Aufhängen oder Einhaken von Objekten, meist aus Metall, Holz oder Kunststoff geformt.“ schreibt Wikepedia leider habe ich nicht herausbekommen, wann und wer den Haken erfunden hat.

Wir können nicht meckern, an sich ist es ein großes sauberes Zimmer mit Fenster, das Licht herein lässt. Das hatten wir alles schon anders! Aber da zeigt es sich wieder, es sind die kleinen unbedeutenden Dinge, die das Leben leichter machen.

Bei näherem Nachdenken ist uns eingefallen, warum die Haken nicht in London in unserem Zimmer sind, sie sind im MACBA in Barcelona (Museu d’Art Contemporani de Barcelona).

Skizzenbuch London (c) Zeichnung von Susanne Haun
Skizzenbuch London (c) Zeichnung von Susanne Haun

Am ersten Tag gehen wir den South Themse Walk und sind beeindruckt vom bunten Treiben dort. Das Wetter ist wunderschön und ich skizziere einen Mann, der zur Freude der Kinder riesige Seifenblasen produziert.

 

In einer Stadt sind wir die wenigste Zeit in unserem Zimmer wie die Fotos anschaulich dokumentieren.

Vergänglichkeit · Zeichnung

Mitgebrachte Inspirationen aus Halberstadt – Zeichnung von Susanne Haun

Letztes Wochenende war Monja in Halberstadt und hat viele Fotos von Tugenden (Glaube, Liebe, Hoffnung und Stärke, Mäßigung, Gerechtigkeit, Klugheit) sowie Engel mitgebracht.

Daraus habe ich heute meine eigenen Inspirationen zum Thema Vergänglichkeit auf einem Büttenbogen der Größe 65 x 50 cm gezeichnet.

Entstehung mitgebrachte Inspirationen aus Halberstadt (c) Foto von Susanne Haun
Entstehung mitgebrachte Inspirationen aus Halberstadt (c) Foto von Susanne Haun
Akt · Betrachtungen zur Kunst · Portraitmalerei · Tiere · Zeichnung

KEINE Vorzeichnung und die Athena – Zeichnung von Susanne Haun

Heute habe ich meine Athena vollendet.

Ich zeichne nicht mit Bleistift vor und ich mache auch keine Skizzen vorher. Ich gehe damit auf Iris Frage in den Kommentaren ein.

Aufbau der Ziege anhand des Auge - Ausschnitt Zeichnung "Athena" von Susanne Haun
Aufbau der Ziege anhand des Auge - Ausschnitt Zeichnung "Athena" von Susanne Haun

Als ich am 12.12. mit der Athena anfing, hatte ich noch keine Vorstellung davon, dass ich heute Ziege und Mann oben in die Ecke zeichnen würde.

Mann, Ziege und Pferd - Ausschnitt Zeichnung "Athena" von Susanne Haun
Mann, Ziege und Pferd - Ausschnitt Zeichnung "Athena" von Susanne Haun

Manchmal denke ich, wenn man mich in der Nacht weckt und sagt, zeichne einen Akt, eine Frau, eine Ziege usw. dann stehe ich auf und zeichne. Ich denke in Bildern. Deshalb merke ich mir auch schwer Namen – ich merke mir die Gesichter.

Das ist zu diesem Thema eine gute Übung, die ich selber oft beim Fernsehen mache:

Macht die Augen zu und stellt euch die Nase eures Freundes, eures Kindes, der Nachbarin usw. vor und versucht sie zu zeichnen. Es ist sehr schwer, denn wir schauen meistens nicht richtig!

Athena - Zeichnung von Susanne Haun - 70 x 50 cm - Tusche auf Bütten
Athena - Zeichnung von Susanne Haun - 70 x 50 cm - Tusche auf Bütten

Am liebsten sitze ich mit einem Blumenstrauß, einem Spiegel, Vasen und Steinen umgeben in meinem Atelier oder zuhause und zeichne; dabei surfe ich im Internet, schaue am Rechner in meinen Fotos von Urlauben, Vernissagen und Wanderungen in der Natur, höre ein Hörbuch und habe ein Buch aufgeschlagen neben mir, meist mit Kugelschreiber und Textmarker bearbeitet. Alle diese Eindrücke fliessen in meine Zeichnung.

Im Atelier redet Andreas nebenan mit seinen Schülern – da verzichte ich dann auf das Hörbuch.

Es ist eine Flut von Informationen, die an mein Gehirn geht. Diese Informationen sind meine Skizzen.