Susanne Haun

Impressionen vom 20. KunstSalon bei Susanne Haun – Gast Marie vom atelier nuno

Posted in Holzschnitt, Kunstgeschichte, Salon by Susanne Haun on 15. Mai 2019

 

 

Kunstsalon im Atelier Susanne Haun - Gast Marie Schmunkamp vom Atelier Nuno (c) VG Bild Kunst, Bonn 2019

Kunstsalon im Atelier Susanne Haun – Gast Marie Schmunkamp vom Atelier Nuno (c) VG Bild Kunst, Bonn 2019

 

Gestern fand mein 20. KunstSalon mit dem Thema Niedlich vs. Traditionell (siehe hier) statt, ein Jubiläum, dass bei Maries wirklich gelungener Präsentation japanischer Stoffe und Kimonos völlig untergegangen ist.

Beim Hängen haben wir festgestellt, dass die Stoffe und die Holz- bzw. Linolschnitte nicht zusammen in einem Raum passen. So hat Marie den Galerieraum und ich den Flur und mein Atelier gestaltet.

Marie erläuterte uns die Unterschiede verschiedenster Kimonoarten während ich grob die Historie des Japanischen Holzschnittes erläuterte. Da ich meine Stichworte in Word geschrieben habe, werde ich sie diesem Beitrag nach den fotografischen Impressionen anhängen und wer von euch Lust hat, der kann gerne mit den Augen scannen oder gar lesen. 😉

 

 

Impressionen vom Kunstsalon im Atelier Susanne Haun - Gast Marie vom Atelier Nuno (c) VG Bild Kunst, Bonn 2019

Impressionen vom Kunstsalon im Atelier Susanne Haun – Gast Marie vom Atelier Nuno (c) VG Bild Kunst, Bonn 2019

Meinen Kimono, den ich auf den Fotos trage, habe ich gleich das erste Mal als ich ihren kleinen Laden bei mir um die Ecke entdeckte, gekauft. Ich fühle mich wohl in dieser europäischen Adaption des Kimonos. Über Marie habe ich dem Artikel Verliebt in ein Kimonokleid beim Weddinweiser geschrieben, den ihr hier (KLICK) lesen könnte.

Das obige Foto von Marie und mir geht aus einer Fotoserie hervor. Marie und ich haben es einfach nicht geschafft, bei gleichzeitig die Augen auf zu haben. Und das, obwohl wir uns so bemüht haben 🙂

 

 

Notizen zu meinem Vortrag zur Historie der japanischen Holzschnittkunst:

 

Ukiyo-e

Ersten im 17. Jhd.
Japan / Edo heute Tokyo
Motiv: Leben der damaligen Zeit
Deshalb „Bilder der fliessenden Welt“
(Ansichten berühmter Orte, Bilder zur Geschichte, Blumen, Tiere, Jahres- Tageszeiten, erotische Bilder, Kurtisanen und Geshas, Schauspieler)

Kunsthandwerker nach gemalten Vorlagen (Dürer / Beschrifttung Andreas Neudörffer, Ehrenpforte: Werkstatt-Mitarbeiter Hans Springinklee und Wolf Traut

Preiswert – größere Stückzahl (Beispiel Cranach und Portrait Luther)

Hishikawa Moronobu ? – 1694 wird als Begründer der Ukiyo-e bezeichnet.
Wurzeln in Stickerei Familie

Masanobu (1686 – 1764)
Experimentierte mit Farben und führte das Lackbild Urushi-e ein
Auf blauschwarzter Farbe wird Knochenleim aufgestrichen und Kupferstaub raufgestreut, damit das Bild wie Gold glänzt
Experimentierte mit Hartem Papier und einzelne Gestalten als Pfostenbilder (Hashira-e) aufhängen zu können. -> spezielle Gattung, indem er drei Bilder im Hosoban-Format aneinanderreihte.

Neue Technik Benizuri-e
Zwei Farbendruck – erst Schwarz und dann rot mit derselben Platte
von Torii Kiyoshige

Isoda Korusai um 1770
100 Bilder von Kurtisanen nach der neusten Mode (mehrerer Platten?)
Erstmals 100 Abzüge pro Platte

Ippitsusai Buncho 1764 – 1790
Verwendete mehrere Druckplatten für unterschiedliche Farben, um Portraits noch realistischer darstellen zu können.

Katsushika Hokusai
1760 – 1849
Größter japanischer Holzschnitzmeister
Bereits mit 6 Jahren begann er zu malen
Lehre als Graveur und Druckstockschnitzer
Im Alter von 18 ging er zu Ukiyo-e Meister in Lehre
Mit 20 brachte er die ersten eigenen Arbeiten heraus
Sein Werk umfasst 30.000 Blätter und Illustrationen zu ca. 500 Bücher
Gayko-rojin, der vom Malen besessene Alter wurde er genannt
Besten Werke mit 60 – 70 Jahre

 

 

Einladung zum 20. Kunstsalon im Atelier Susanne Haun – Niedlich vs. Traditionell – Gast Marie Schmunkamp

Posted in Salon by Susanne Haun on 20. Februar 2019

 

Liebe Freundinnen und Freunde meines KunstSalons!

Der 20. KunstSalon am Dienstag findet am 14. Mai 2019 um 18 Uhr in meinen Atelierräumen in der Groninger Str. 22, 13347 Berlin statt.

Als Gast freue ich mich, Marie Schmunkamp vom atelier nuno (siehe hier) in meinem Atelier begrüßen zu dürfen.

Hier könnt ihr unkompliziert per Klick das pdf mit der gesamten Einladung und dem Programm herunterladen.

 

Einladung KunstSalon bei Susanne Haun - Marie Schmunkamp - Niedlich vs. traditionell

 

„Kawaii“- Das japanische Wort für niedlich oder süß gehört wohl genauso zu Japan wie Kimono, Samurai oder Shinto-Schrein. Alles was Japaner gut finden wird mit diesem Wort kommentiert. Egal ob kleines Hündchen, hübsches Kleid oder ein schönes Foto.

Im Atelier Nuno in Berlin Wedding vereint Schneidermeisterin Marie Schmunkamp die Gegensätze Japans mit ihren japanischen Stoffen. Hier findet man sowohl klassisch traditionelle Motive für Kimono & Co als auch niedliche Kinderstoffe. Eines haben sie alle gemeinsam: sie sind 100% made in Japan und werden eigens von Marie importiert. Die ausgefallene Mischung japanischer Stoffe werden ergänzt durch morderne Designs der vor Ort gefertigten Kleidung. Auch hier treffen Gegensätze aufeinander. Neben Kimonokleidern mit bunten Mustern steht das traditionelle Schneiderhandwerk. Denn hier wird noch klassisch handwerklich gearbeitet. Pikieren, Schneiderknopflöcher schlingen und Staffieren von Futter sind an der Tagesordnung. So kommen in den Laden Kunden, die niedliche Stoffe kaufen wollen für ihr nächstes Lolita-Kleid, und gleich darauf die Dame, die sich einen Bleistiftrock aus Harris Tweed anfertigen lassen möchte.

Die Mischung und gerade die Gegensätzlichkeit macht es umso spannender.

 

 

Zum Salon werden an der Galeriewand japanische Stoffe und Kleidung aus dem Atelier Nuno den Holz- und Linolschnitten von Susanne Haun gegenübergestellt.

Japanische Tradition, bunter Kitsch, modernes Design und klassisches Handwerk. Das Gegensätze sich nicht ausschließen, sowohl in der Mode als auch bei Kultur und Tradition, möchten Marie Schmunkamp und Susanne Haun in ihrem gemeinsamen Auftritt beim Kunstsalon zeigen.

In den letzten Jahren wird vermehrt ostasiatische Kunst ausgestellt, so auch zurzeit in der Kunsthalle München, die SAMURAI, Pracht des japanischen Rittertums in den Fokus einer Präsentation setzt. Textiles nimmt den Stellenwert von Kunst ein, nicht nur bei Frauen, auch Männer dürfen sich angesprochen fühlen.

 

 

Wir freuen uns, Euch begrüßen zu dürfen.

20. KunstSalon am Dienstag bei Susanne Haun
14. Mai 2019 um 18 Uhr
Groninger Str. 22, 13347 Berlin

info@susannehaun.de T: 030 43 00 45 72, M: 0177 232 80 70
Tram M13, M50 Osramhöfe, U6 Seestraße, Leopoldplatz, U9 Nauener Platz

 

Einblick in das atelier nuno - Marie Schmunkamp

Einblick in das atelier nuno – Marie Schmunkamp

 

Programm

Marie Schmunkamp vom atelier nuno
https://www.atelier-nuno.com/

Susanne
Grußwort
Vorstellung von Marie Schmunkamp

Marie
Japanische Stoffe und Kimonos
Informationen zu den Motiven und Stoffen – ein „Einkaufsbummel“ durch das heutige Tokio

Susanne
Was haben Holz- bzw. Linolschnitte mit japanischen Stoffen gemeinsam
Ein kurzer Ausflug in die historische Welt des japanischen Holzschnitts

Marie
Japanische Mode angepasst an das europäische Publikum

Susanne
Was ziehe ich zur nächsten Vernissage an? Eine Frage, die nicht nur Künstlerinnen sondern auch Künstler umtreibt. Besteht ein Zusammenhang zwischen der Kleidung der Künstlerin, des Künstlers und dem Kunstprodukt? Man denke nur an Beuys Weste und Hut!

Schlusswort und freie Diskussion

 

Sind das überhaupt Kirschblüten? – Zeichnungen von Susanne Haun

Posted in Zeichnung by Susanne Haun on 31. Januar 2014

Gestern fragte mich der Kormoranflug, ob ich denn da wirklich schon Kirschblüten gezeichnet habe?

5 Windblume 30 x 40 cm (c) Zeichnung von Susanne Haun

5 Windblume 30 x 40 cm (c) Zeichnung von Susanne Haun

Ich weiß es nicht, ich dachte nur! So habe ich die Zweige fotografiert und frage euch nun, sind das Kirchblüten? Oder doch Mandelblüten?

Ich hätte sie für japanische Kirschblüten gehalten….

Vielleicht sollte ich alle Blüten aus biologischer Unkenntnis Windblüte nennen, so wie die heute gezeigte Zeichnung von mir.

 Büten an Zweige (c) Foto von Susanne Haun

Büten an Zweige (c) Foto von Susanne Haun

Im Morgengrauen Krähen – Susanne Haun

Posted in Haiku, Landschaft, Tiere, Zeichnung by Susanne Haun on 13. Dezember 2012

Ich mag Haikus, eine traditionelle japanische Gedichtsform.

Beim Nachdenken über die Seele des Menschen und Flauberts heiligen Antonius sind die Haikus das Richtige, um zwischendurch inne zuhalten und die Gedanken gleiten zu lassen.

Im Morgengrauen Krähen (c) Zeichnung von Susanne Haun

Im Morgengrauen Krähen (c) Zeichnung von Susanne Haun

Ich arbeite an einem weiteren Beitrag über die Seele des Menschen, dazu brauche ich aber mehr Zeit als ein Tag mir bieten kann und deshalb begann ich meinen heutigen Tag mit einem Haiku.

Die Buchhandlung am Turm , bei Twitter @TurmBuchOch, hat zwei wunderschöne und ruhige Haikus getwittert:

„Am Tor aus Reisig im Morgengrauen Krähen? Das erste Nieseln.“ Sôchô

Im Morgengrauen Krähen (c) Zeichnung von Susanne Haun

Im Morgengrauen Krähen (c) Zeichnung von Susanne Haun

„Im Wintermondschein, als ich so ganz allein ging, der Klang der Brücke“ Taigi

Ich habe auch eine interessanten Haiku Blog gefunden.

Wer Schwierigkeiten hat, Likes auf meiner WordPress Seite zu setzen, kommt sicher von meiner Homepage http://www.susannehaun.de . Likes könnt ihr im Moment nur setzen, wenn ihr direkt meinen Blog aufruft. Ich habe noch nicht die Stelle auf dem Blog gefunden, wo ich meine Homepage als verifizierte Seite eintragen kann. Kompliziert!

For my English-speaking readers:
I like haiku, a traditional form of Japanese poetry.
When I am thinking about the human soul and Flaubert’s St. Anthony the haikus are right to slide ideas.
Who has trouble setting Likes on my wordpress site is certainly coming from http://www.susannehaun.de, my homepage. Likes you can currently set only if you call directly my blog.

Buhnen in Zingst oder japanische Künstler – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Betrachtungen zur Kunst, Leinwand, Zeichnung by Susanne Haun on 28. Oktober 2010

Heute früh habe ich begonnen, Wellen und Buhnen wie ich sie von der Ostsee kenne, zu zeichnen. Ich bekam Besuch von Claudia Jahnke , die mir ihre Fotos von der Atlantikküste zeigte. Riesige Wellen, Dunkelheiten und weiße Gicht bauten sich vor mir auf dem Laptop auf.

Die Kraft der Welle - Zeichnung von Susanne Haun - 24 x 32 cm - Tusche auf Bütten

Die Kraft der Welle - Zeichnung von Susanne Haun - 24 x 32 cm - Tusche auf Bütten

Iris Nebel, erinnerte ich mit meinen Arbeiten an japanische Künstler, desgleichen Hendrik. Mir ist bewußt, dass beide Hokusai und Künstler seiner Zeit meinen. Hokosai verstarb 1849. Hokosai stellte in seinen Bildern oft Wasser dar.

Ich fragte mich, wer jetzt in der Kunstszene in Japan den Ton angibt und googlete Takashi Murakami. Seine Werke habe ich schon öfter gesehen, wußte aber um seine Stellung nicht. Er schreibt auf seiner Homepage: „If my art looks positive and cheerful, I would doubt my art was accepted in the contemporary art scene. My art is not Pop art. It is a record of the struggle of the discriminated people.“ – Takashi Murakami

Ich übersetze das folgendermaßen:
Wenn meine Kunst positiv und fröhlich wäre, bezweifelte ich, dass sie in der Kunstszene akzeptiert werden würde. Meine Kunst ist keine Pop Art. Sie ist ein Teil des Kampfes gegen Diskriminierung.

Interessant, oder? Was meint ihr dazu? Hier der Link zu seiner Homepage.

%d Bloggern gefällt das: