Susanne Haun

Wodurch lerne ich? – Überlegungen von Susanne Haun

Posted in Radierung, Zeichnung by Susanne Haun on 20. Januar 2016

„Ist Schreiben wie Backen, wie Kochen, wie Fußballtraining ohne Ball?“
fragte Jutta Reichelt (siehe hier) auf ihrem Blog.

Mich inspirierte der Beitrag zu folgenden Überlegungen:

Ist es nicht eines der zentralen Schwierigkeiten im Leben herauszufinden, wie ich lerne, was mir Spaß macht und worin ich gut werden kann?

Jutta Reichelt fragte mich daraufhin, wodurch ich lerne, eine Frage die ich ihr gerne beantwortete:

„Learning by doing“ – dieser Ausdruck ist in der deutschen Sprache so schlecht zu übersetzen, trifft es am besten.
Ich probiere erst aus, lerne aus meinen Fehlern und entscheide, ob ich mich mit einem Thema weiter beschäftigen will oder nicht. Wenn ich mich mit einem Thema weiter beschäftigen will, dann lese ich Bücher dazu. Wenn mir das Lesen nicht mehr reicht, dann schaue ich, ob ich mich mit anderen zu dem Thema auseinandersetzen kann und letztendlich ist mein Studium ein Resultat aus dieser Abfolge von Aktionen. Beim Studium lasse ich mich auf die Dozenten ein, gehe ihren Hinweisen nach und informiere mich im Schneeballsystem.
Das Wichtigste dabei ist, dass mich die Themen interessieren und dass ich weiteres dazu erfahren möchte und freude dabei habe.“

Ach ja – eines fehlt noch: Die Ausdauer bei einem Thema zu bleiben!

Mein Thema ist die Kunst, speziel die Zeichnung von meiner eigenen bis zur Zeichnung in der Kunstgeschichte.

Auseinandersetzung mit der Zerstörung – das Projekt Null – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Objekt, Projekt Null, Zeichnung by Susanne Haun on 2. Januar 2016

Vor ca. einem Jahr habe ich durch Zufall einige „Plastikpuppen“ geschenkt bekommen. Ich fand sie skurill in ihrer Verletztheit und habe für sie einen Platz in meiner Stilllebensammlung gefunden.

#27.8 Zerstörung (c) Zeichnung von Susanne Haun

#27.8 Zerstörung (c) Zeichnung von Susanne Haun

 

Am zweiten Weihnachtsfeiertag gab es einen lauten Knall und eine der Puppen war auf den Boden gefallen und das alte Plastik ist in (den sogenannten) 1.000 Stücke zersprungen. Bis heute ließ ich die Scherben liegen, die mich inspirierten. Es entstanden als Antwort von Jürgens letzter Antwort zum Jahre Null einige Arbeiten.

Zuerst zeichnete ich die Scherben den NULLRAUM Jürgens dabei im Kopf habend.

 

#27.10 Zerstörung (c) Zeichnung von Susanne Haun

#27.10 Zerstörung (c) Zeichnung von Susanne Haun

 

Danach wurde ich dokumentarisch und hielt die Scherben so, wie sie gefallen sind, mit dem Fotoapparat fest. Dabei dachte ich an Gerda (siehe hier)  und begann die Scherben in Muster zu legen und fotografierte neu.

#27.9 Zerstörung (c) Zeichnung von Susanne Haun

#27.9 Zerstörung (c) Zeichnung von Susanne Haun

 

Diese Fotos druckte ich auf dem Büttenpapier aus und bearbeitete sie nochmals.

Als Ergebnis sehe ich das Objekt #27.8 Zerstörung (c) Zeichnung von Susanne Haun. Nicht das hier gezeigte Foto sondern direkt das Objekt. Ich werde einen Objektrahmen dazu benutzen.

 

“Wenn alles schon gezeichnet wurde, könnte die Null eine Lösung sein.” – Susanne Haun und Jutta Reichelt

Posted in Projekt Null, Zeichnung by Susanne Haun on 28. Dezember 2015

„Alles auf dieser Welt wurde schon gezeichnet, so ist die Folgerung, Null zu zeichnen, klug.“ schrieb ich für Jutta als ersten Satz in ihren Blog.

Ich bekam von Jutta eine elegante Lösung auf meinen Satz. Den Satz finde ich einfach perfekt. Nochmals Danke an dieser Stelle dafür. Du schriebst ihn am Heiligen Abend auf deinem Blog in den Kommentaren und der Satz war wie ein Weihnachtsgeschenk für mich!

“Wenn alles schon gezeichnet wurde, könnte die Null eine Lösung sein.”

Ich mag Jürgen und mein Null-Projekt. Manchmal finde ich es erdrückend schwierig und manchmal bin ich absolut kreativ und kann mit dem Zeichnen nicht aufhören.

#25.1 Null - Prognose (c) Zeichnung von Susanne Haun

#25.1 Null – Prognose (c) Zeichnung von Susanne Haun

 

Null = Schweigen? – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Projekt Null, Zeichnung by Susanne Haun on 1. Dezember 2015

“Wenn wir schweigen, werden wir unangenehm, wenn wir reden, werden wir lächerlich” aus Herta Müllers “Herztier”.

Im Sommer las ich Herta Müllers Herztier und gestern fand ich dieses Zitat auf Jutta Reichelts Blog.

Natürlich werde ich nicht nur von Jürgens Zeichnungen zum Jahr Null inspiriert sondern auch von meinem restlichen Umfeld. Schon gestern (siehe hier) deutete ich an, dass ich die mundlosen Gesichter als „Schweigsamkeit“ deutete. So kombinierte ich Jürgens letzte Zeichnung mit Herta Müllers Zitat zur Schweigsamkeit.

 

Das Jahr Null 30.11.2015 (c) Zeichnung von Susanne Haun

Das Jahr Null 30.11.2015 (c) Zeichnung von Susanne Haun

 

 

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