Susanne Haun

Das Gegenteil, also etwas anders machen – Susanne Haun

Posted in Blumen und Pflanzen, Marker, Skizzenbuch, Zeichnung by Susanne Haun on 16. Juni 2020

 

Von der Blüte zum Abstrakten, Zeichnung von Susanne Haun (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2020JPG

Von der Blüte zum Abstrakten, Zeichnung von Susanne Haun (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2020JPG

 

Sehr gerne lese ich Jutta Reichelts Blog zum Scheiben von Geschichten und transportiere die Fragestellungen in die bildende Kunst.

Es macht mir Freude, Entsprechungen zu finden. So auch zu Juttas Blogbeitrag „Mach das Gegenteil“ (-> klick).

Ich fand es sehr inspirierend das Gegenteil von dem zu tun, was ich sonst mache.

Ich werde wohl ab und an weiter am Gegenteil arbeiten, denn so richtig gegenteilig ist es noch nicht.

 

 

Wie entsteht die Idee zu meiner Zeichnung – Coroana Covid-19 und der Klimawandel – Susanne Haun

Posted in Landschaft, Portraitmalerei, Tiere, Zeichnung by Susanne Haun on 30. April 2020

 

 

Corona Covid-19 laesst uns den Klimawandel vergessen, 76 x 56 cm, Zeichnung von Susanne Haun (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2020

Corona Covid-19 laesst uns den Klimawandel vergessen, 76 x 56 cm, Zeichnung von Susanne Haun (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2020

 

Gerne folge ich zur Zeit Jutta Reichelts Schreibwerkstatt.

„Niemand kann lesen, was niemand zu Papier gebracht hat.“

zitiert sie Howard S. Becker. Der Soziologe erforscht Rituale, durch die Autorinnen und Autoren zum schreiben animiert werden (klick).

Eine Idee entsteht bei mir als erstes im Kopf, erst, wenn ich im Kopf mit meiner Idee zufrieden bin, skizziere ich sie oder bei kleinen Zeichnungen, beginne ich gleich auf gutem Papier zu zeichnen.

Im Moment bedrückt und beängstigt mich der Klimawandel mehr als vor Corona-Zeiten. Das Demonstrationsrecht ist eingeschränkt, die Wirtschaft ist mächtig und verlangt, dass Einschränkungen des Klimaschutzes zurückgenommen werden. Die Bilder vom Wald in Deutschland sind erschreckend, es fängt jetzt schon an vielen Ecken an zu brennen und wir haben es noch April! Der Luchs, der in den Wäldern wohnt, ist bedroht. „Luchse sind durch direkte menschliche Verfolgung bedroht, weil sie von Jägern und Viehhaltern als Konkurrenten betrachtet werden, in vielen Regionen auch wegen ihrer Felle. Sie leiden zudem unter der Fragmentierung und Zerstörung ihrer Lebensräume, unter anderem aufgrund der Intensivierung von Land- und Forstwirtschaft, teilweise auch unter Störungen durch Freizeitaktivitäten.“ kann man in Wikipedia lesen.

Und ist es mehr als eine Geste, Blumen auf Balkon und im Garten zu pflanzen, die von Bienen bevorzugt werden?

 

Corona Covid-19 laesst uns den Klimawandel vergessen, 76 x 56 cm, Zeichnung von Susanne Haun (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2020

Corona Covid-19 laesst uns den Klimawandel vergessen, 76 x 56 cm, Zeichnung von Susanne Haun (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2020

 

In der Ruhe meiner Atelierwohnung entstehen zur Zeit viele Arbeiten zum Corona Covid-19 Virus und zur Natur und dem Klimawechsel.

Hier noch ein paar Ausschnitte und Impressionen um die Zeichnung, die auch auf meiner Präsenz auf der Pariser Galerie Singulart gezeigt wird (siehe hier – Klick).

 

 

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Quelle: Howard S. Becker, Die Kunst des professionellen Schreibens. Ein Leitfaden für die Geistes- und Sozialwissenschaften

5 Minuten zeichnen, ohne den Stift abzusetzen – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Landschaft, Leinwand, Marker, Zeichnung by Susanne Haun on 27. März 2020

 

Durch das Tor, 57 x 74 cm, Acryl und Marker auf Leinwand, Einlinienzeichnung von Susanne Haun (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2020

Durch das Tor, 57 x 74 cm, Acryl und Marker auf Leinwand, Einlinienzeichnung von Susanne Haun (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2020

 

Ich lese gerne den Blog Über das Schreiben von Geschichten von Jutta Reichelt.

In Zeiten von Covid-19 hat Jutta Zeit für Experimente und ihr Blog wird zur virtuellen Schreibwerkstatt! (klick).

Jeden Tag erhält die interessierte Leserin, der interessierte Leser Hinweise zum Schreiben. Gestern war schon der 5. Tag der Schreibwerkstatt (klick).

Jutta schreibt unter anderem:

„Heute möchte ich Euch zum Ausprobieren eine relativ „extreme Variante“ vorschlagen, nämlich fünf Minuten zu schreiben, ohne den Stift abzusetzen, ohne aufzuhören. Wirklich alles aufschreiben, was in den Sinn kommt – auch, wenn es unsinnig oder belanglos ist oder nicht mehr als der Ärger über diese saublöde Übung. Und wie bei der Schreibanregung Daily Diary von Lynda Barry  lohnt es sich, die Übung ein paar Mal zu machen, um herauszufinden, ob sie für eine/n etwas sein könnte.“

Ich habe die Aufgabe auf die bildende Kunst übertragen und habe fünf Minuten gezeichnet, ohne den Stift tatsächlich abzusetzen. Es gibt eine Reihe von Bildern von Picasso in dieser Art!

Ich habe mir gestern für diese Übung eine Stoppuhr, ein Stylefilmarker der Farbe schwarz und eine grundierte Leinwand der Größe 57 x 74 cm zurechtgelegt und los ging es.

Mir war erst beim Zeichnen klar, wie lang 5 Minuten sind.  Eine sehr interessante Übung, die viel Kraft erforderte.

 

 

Wodurch lerne ich? – Überlegungen von Susanne Haun

Posted in Radierung, Zeichnung by Susanne Haun on 20. Januar 2016

„Ist Schreiben wie Backen, wie Kochen, wie Fußballtraining ohne Ball?“
fragte Jutta Reichelt (siehe hier) auf ihrem Blog.

Mich inspirierte der Beitrag zu folgenden Überlegungen:

Ist es nicht eines der zentralen Schwierigkeiten im Leben herauszufinden, wie ich lerne, was mir Spaß macht und worin ich gut werden kann?

Jutta Reichelt fragte mich daraufhin, wodurch ich lerne, eine Frage die ich ihr gerne beantwortete:

„Learning by doing“ – dieser Ausdruck ist in der deutschen Sprache so schlecht zu übersetzen, trifft es am besten.
Ich probiere erst aus, lerne aus meinen Fehlern und entscheide, ob ich mich mit einem Thema weiter beschäftigen will oder nicht. Wenn ich mich mit einem Thema weiter beschäftigen will, dann lese ich Bücher dazu. Wenn mir das Lesen nicht mehr reicht, dann schaue ich, ob ich mich mit anderen zu dem Thema auseinandersetzen kann und letztendlich ist mein Studium ein Resultat aus dieser Abfolge von Aktionen. Beim Studium lasse ich mich auf die Dozenten ein, gehe ihren Hinweisen nach und informiere mich im Schneeballsystem.
Das Wichtigste dabei ist, dass mich die Themen interessieren und dass ich weiteres dazu erfahren möchte und freude dabei habe.“

Ach ja – eines fehlt noch: Die Ausdauer bei einem Thema zu bleiben!

Mein Thema ist die Kunst, speziel die Zeichnung von meiner eigenen bis zur Zeichnung in der Kunstgeschichte.

Auseinandersetzung mit der Zerstörung – das Projekt Null – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Objekt, Projekt Null, Zeichnung by Susanne Haun on 2. Januar 2016

Vor ca. einem Jahr habe ich durch Zufall einige „Plastikpuppen“ geschenkt bekommen. Ich fand sie skurill in ihrer Verletztheit und habe für sie einen Platz in meiner Stilllebensammlung gefunden.

#27.8 Zerstörung (c) Zeichnung von Susanne Haun

#27.8 Zerstörung (c) Zeichnung von Susanne Haun

 

Am zweiten Weihnachtsfeiertag gab es einen lauten Knall und eine der Puppen war auf den Boden gefallen und das alte Plastik ist in (den sogenannten) 1.000 Stücke zersprungen. Bis heute ließ ich die Scherben liegen, die mich inspirierten. Es entstanden als Antwort von Jürgens letzter Antwort zum Jahre Null einige Arbeiten.

Zuerst zeichnete ich die Scherben den NULLRAUM Jürgens dabei im Kopf habend.

 

#27.10 Zerstörung (c) Zeichnung von Susanne Haun

#27.10 Zerstörung (c) Zeichnung von Susanne Haun

 

Danach wurde ich dokumentarisch und hielt die Scherben so, wie sie gefallen sind, mit dem Fotoapparat fest. Dabei dachte ich an Gerda (siehe hier)  und begann die Scherben in Muster zu legen und fotografierte neu.

#27.9 Zerstörung (c) Zeichnung von Susanne Haun

#27.9 Zerstörung (c) Zeichnung von Susanne Haun

 

Diese Fotos druckte ich auf dem Büttenpapier aus und bearbeitete sie nochmals.

Als Ergebnis sehe ich das Objekt #27.8 Zerstörung (c) Zeichnung von Susanne Haun. Nicht das hier gezeigte Foto sondern direkt das Objekt. Ich werde einen Objektrahmen dazu benutzen.

 

“Wenn alles schon gezeichnet wurde, könnte die Null eine Lösung sein.” – Susanne Haun und Jutta Reichelt

Posted in Projekt Null, Zeichnung by Susanne Haun on 28. Dezember 2015

„Alles auf dieser Welt wurde schon gezeichnet, so ist die Folgerung, Null zu zeichnen, klug.“ schrieb ich für Jutta als ersten Satz in ihren Blog.

Ich bekam von Jutta eine elegante Lösung auf meinen Satz. Den Satz finde ich einfach perfekt. Nochmals Danke an dieser Stelle dafür. Du schriebst ihn am Heiligen Abend auf deinem Blog in den Kommentaren und der Satz war wie ein Weihnachtsgeschenk für mich!

“Wenn alles schon gezeichnet wurde, könnte die Null eine Lösung sein.”

Ich mag Jürgen und mein Null-Projekt. Manchmal finde ich es erdrückend schwierig und manchmal bin ich absolut kreativ und kann mit dem Zeichnen nicht aufhören.

#25.1 Null - Prognose (c) Zeichnung von Susanne Haun

#25.1 Null – Prognose (c) Zeichnung von Susanne Haun

 

Null = Schweigen? – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Projekt Null, Zeichnung by Susanne Haun on 1. Dezember 2015

“Wenn wir schweigen, werden wir unangenehm, wenn wir reden, werden wir lächerlich” aus Herta Müllers “Herztier”.

Im Sommer las ich Herta Müllers Herztier und gestern fand ich dieses Zitat auf Jutta Reichelts Blog.

Natürlich werde ich nicht nur von Jürgens Zeichnungen zum Jahr Null inspiriert sondern auch von meinem restlichen Umfeld. Schon gestern (siehe hier) deutete ich an, dass ich die mundlosen Gesichter als „Schweigsamkeit“ deutete. So kombinierte ich Jürgens letzte Zeichnung mit Herta Müllers Zitat zur Schweigsamkeit.

 

Das Jahr Null 30.11.2015 (c) Zeichnung von Susanne Haun

Das Jahr Null 30.11.2015 (c) Zeichnung von Susanne Haun

 

 

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