Susanne Haun

Aufräumen 4. Tag – braucht das Bild einen gezeichneten Rahmen? – Susanne Haun

Posted in Vergänglichkeit, Zeichnung by Susanne Haun on 7. April 2016

Einige der Zeichnungen, die ich beim Aufräumen in meinem Graphikschrank wieder finde, sind unfertig. Das passiert schon ab und an. Irgendeine wichtige Arbeit kommt dazwischen oder es kommt Besuch ins Atelier und ich verliere den Faden zum Bild.

 

Fragment Vergänglichkeit gedreht mit gezeichneten Rahmen (c) Zeichnung von Susanne Haun

Fragment Vergänglichkeit gedreht mit gezeichneten Rahmen (c) Zeichnung von Susanne Haun

 

Vor 1 1/2 Jahren zeichnete ich Knochen mit Blume, Version 2 (siehe hier). Die Version 1 habe ich kurz nach der Erstellung zerissen und den Weg allen irdischen gehen lassen.

Als ich nun die Zeichnung wieder zur Hand nahm, war ich mit der Komposition nicht zufrieden und riss kurzerhand den oberen Teil der Zeichnung ab und drehte sie. Ohne den zeichnerischen Rahmen kamen mir die Elemente haltlos vor, also zeichnete ich den Rahmen. Auf den Fotos erscheint mir die Zeichnung ohne Rahmen freier.

Als Künstler muss ich bei jeder Zeichnung Entscheidungen treffen. Laviere ich einen Hintergrund oder bleibt das Papierweiß als Element der Zeichnung stehen? Zeichne ich einen Rahmen oder lasse ich die Zeichnung rahmenlos? Wie ordne ich die Elemente an?

 

 

Der Tod – Leinwand von Susanne Haun

Posted in Leinwand, Vergänglichkeit, Zeichnung by Susanne Haun on 13. Juli 2015

Die historische Kirche in Roddahn ist groß.

So habe ich auch die zweite Leinwand angefangen. Sie sind übrigens jeweils 150 x 40 cm groß.

Die zweite Leinwand thematisiert den Tod – es wird eine dritte Leinwand geben, die das Leben als Titel hat.

 

Entstehung Leinwand - Der Tod (c) Susanne Haun

Entstehung Leinwand – Der Tod (c) Susanne Haun

Entstehung Leinwand - Der Tod (c) Susanne Haun

Entstehung Leinwand – Der Tod (c) Susanne Haun

Entstehung Leinwand - Der Tod (c) Susanne Haun

Entstehung Leinwand – Der Tod (c) Susanne Haun

Der Gang des Schmetterlings – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Stillleben, Vergänglichkeit, Zeichnung by Susanne Haun on 8. Januar 2014

In den letzten Tagen habe ich an einer großen Zeichnung – Der Gang des Schmetterlings – gearbeitet.

Dazu habe ich meine Fundstücke und Weihnachtsgeschenke in Szene gesetzt.

Ausschnitt Gang des Schmetterlings - 65 x 50 cm (c) Zeichnung von Susanne Haun

Ausschnitt Gang des Schmetterlings – 65 x 50 cm (c) Zeichnung von Susanne Haun

Schon vor Weihnachten bat mich ein Student aus den Niederlanden für seine Hausarbeit folgende Fragen zu beantworten. Ich muss zu meiner Schande gestehen, dass ich die Mail vergessen habe und mich erst heute wieder beim Schreiben dieses Beitrags erinnerte…

Warum haben sie sich entschieden, Vanitas Malereien zu machen?

Es war ein schleichender Prozeß! Ich finde es schon immer sehr spannend, Dinge zu arrangieren, die miteinander kommunizieren. Das Stilleben beginnt beim Aufbau. Dazu habe ich über die Jahre Gegenstände gesammelt. Manchmal trenne ich mich von Dingen, wie z.B. von Maggy, ein kalköpfiger Schaufensterkopf. Ich vermisse sie sehr, aber sie war so groß, dass ich sie bei einem meiner Atelierumzüge nicht mehr untergebracht habe….

Was bedeuten diese Malereien für sie?

Meine Stilleben Zeichnungen fordern den Betrachter zum Denken heraus.
Jeder hat andere Gedanken zu den Gegenständen und es erschließen sich bei jedem Betrachter neue Kontexte.
Das gefällt mir.

Was wollen sie damit ausdrücken?

Jedes Bild hat seinen eigenen Gedanken. Das Bild heute ist die Vergänglichkeit durch die Zeiten. Die fossile Schnecke aus dem Jura, mein Anatomie-Totenkopf Ruthie ist keine 5 Jahre alt, aus „Plastik“ produziert und symbolisiert aber trotzdem den ewigen Sterbeprozeß. Der Schmetterling aus Peru ist ein Überraschungsweihnachtsgeschenk, das ist in der Post fand! Danke an dieser Stelle nochmals…. Die Knochen sind von der Weihnachtsgans, ich berichtete schon hier darüber.
Die Schraube ist der einzige Anorganische Gegenstand. Sie ist schwer und drückt auf die Situation.

Gang des Schmetterlings - 65 x 50 cm (c) Zeichnung von Susanne Haun

Gang des Schmetterlings – 65 x 50 cm (c) Zeichnung von Susanne Haun

Wie ist das heutige Interesse in diese Sorten Malereien?

Ich bin im ständigen Arbeitsprozeß!

Wieso benutzen sie gerade diese Symbole in ihren Gemälden?

Jede Zeichnung hat eine Aussage und entsprechend kombiniere ich die Symbole.

Wieso verlegen sie die Malereien auf eine moderne Art und wie machen sie das?

Ich bleibe mir selber treu. Und da ich hier und jetzt lebe, kann es nur ein modernes, zeitgemäßen Bild werden!
.
.

Der Tod – Vergänglichkeit (c) Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Überzeichnung Fotos, Double Bind, Stillleben, Zeichnung by Susanne Haun on 23. Dezember 2013

Vorgestern flatterte ein interessantes, eindrückliches Foto von Jürgen Küster in mein double bind Posteingangskorb. Es zeigt einen toten Vogel, der überfahren auf dem Asphalt liegt.

Sofort hatte ich den Wunsch, Fragmente des überfahrenen Vogels zu zeichnen. Meine gewaschenen Gänseknochen (siehe hier) passten dazu perfekt ins Bild. Und der Vogel passt natürlich auch perfekt in meinen Vergänglichkeits Zyklus, weswegen ich ein Büttenpapier der Größe 65 x 50 und bordeauxfarbende Tusche benutze.

Der Tod - 65 x 50 cm (c) Zeichnung von Susanne Haun

Der Tod – 65 x 50 cm (c) Zeichnung von Susanne Haun

Aber es geht uns im double bind Projekt ums wöchentliche Überzeichnen der Fotos und da bin ich mit meiner Zeichnung am Projekt vorbeigeschlittert.

Ich berichtete hier (bitte scrollen) schön öfter von meiner Suche nach der perfekten Überzeichnung.

Heute stellte ich meine Zeichnung am Computer frei und überlagerte bearbeitetes Foto und Zeichnung digital. Ich bin mir noch nicht sicher, ob es mir gefällt. Ich muss es anschauen.

Ich habe inzwischen auch herausgefunden, was mich an den Fotoüberzeichnungen stört, die Fotos sind zwar von Jürgen alle unter dem Aspekt double bind fotografiert, aber sie sehen trotzdem zusammenhanglos aus. Wie bekomme ich sie einheitlicher? Ich habe es bisher versucht, indem ich sie ausradierte, verwischte und nur wenig stehenlies und sie mit Wörter kombinierte.

Der Tod (c) Überzeichnung von Susanne Haun

Der Tod (c) Überzeichnung von Susanne Haun

Ich werde alle von mir bearbeiteten Fotos in meinen digitalen Bilderrahmen speichern und sie in Endlosschleife laufen lassen. Durch das Schauen erhalte ich Ideen.

Gefallene Engel – Zeichnungen von Susanne Haun

Posted in Engel, Zeichnung by Susanne Haun on 12. Dezember 2013

„Engel!“ schreit der Chor!

„Nö – ich mag keine Weihnachtsengel zeichnen…. ich habe Knochen im Kopf!“ sage ich!

Engel mit Knochen  (c) Zeichnung von Susanne Haun

Engel mit Knochen (c) Zeichnung von Susanne Haun

Knochenwaschung – Foto von Susanne Haun

Posted in Foto by Susanne Haun on 10. Dezember 2013

Auch wenn meine Geschirrspüle meine Vanitas Stillleben Utensilien wäscht, ich habe keine Zeit für mehr Worte.

Knochenwaschung (c) Foto von Susanne Haun

Knochenwaschung (c) Foto von Susanne Haun

Westfassade 120 x 80 cm – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Tiere, Vergänglichkeit, Zeichnung by Susanne Haun on 2. Dezember 2013
Einblick in mein Atelier (c) Foto von Susanne Haun

Einblick in mein Atelier (c) Foto von Susanne Haun

Niccolò Machiavelli verglich einen komplizierten künstlerischen Arbeitsprozess mit der Gründung eines Staates. Ich finde diesen Vergleich sehr passend. Es ist von der Idee bis zur Präsentation – bis zur Abgabe des Werkes in eine Sammlung viel zu bedenken. Und da ich am Denken bin, belasse ich es bei den Worten.

Ich freue mich über eure Gedanken zu meiner Westfassade!

Plastiktüte mit Knochen – Zeichnungen von Susanne Haun

Posted in Stillleben, Vergänglichkeit, Zeichnung by Susanne Haun on 24. Oktober 2013

Vorgestern berichtete ich von der Halbwertszeit von Plastiktüten (siehe hier) und heute habe ich sie gezeichnet.

Plastiktüte und Knochen Version 2 (c) Zeichnung von Susanne Haun

Plastiktüte und Knochen Version 2 (c) Zeichnung von Susanne Haun

Ich vergleiche die fast unvergängliche Plastiktüte mit den vergänglichen Hähnchenknochen.
Macht solch ein Vergleich überhaupt Sinn?

Ich kann nichts in den Hähnchenknochen transportieren und ich kann die Plastiktüte nicht essen. Ich kann nur die Halbwertszeit vergleichen. Der Vergleich von 100 – 500 Jahren zu 49 Jahre ist dann um so beeindruckender.

Und was habe ich mir dabei gedacht? – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Blumen und Pflanzen, Vergänglichkeit, Zeichnung by Susanne Haun on 22. Oktober 2013

Manche Zeichnungen gleiten aus meiner Feder, manche kleben wie ein Kaugummi an ihr.

So ist es auch mit meinen Knochen und verwelkten Margeriten. Ich möchte die verwelkte Schönheit der Blume den Knochen gegenüberstellen.

Was macht das für einen Sinn? Ich dachte mir, dass es für die Vergänglichkeit unerheblich ist, ob ich einen nach unserer Norm Schönen und einen nach unserer Norm unattraktiven Gegenstand herausgreife!

Blumen und Knochen - Version 2 (c) Zeichnung von  Susanne Haun

Blumen und Knochen – Version 2 (c) Zeichnung von Susanne Haun

Am Ende verwest alles. Außer Plastik … ich habe die Halbwertszeit von Plastik vergessen.

Ein Glück gib es „Herrn Google“. Ich habe auf der Seite „Wissenschaft im Dialog“ einen Interessanten Beitrag zum Thema Vergänglichkeit der Plastiktüte gefunden, sehr lesenswert, seht hier.

Wusstet ihr, dass die Deutschen 10.000 Plastiktüten in der Minute verbrauchen? Ist das nicht unglaublich!
Die Tüten haben eine Halbwertszeit von 100 – 500 Jahren, je nach Zusammensetzung.

Was bin ich froh, dass ich immer einen Stoffbeutel in meiner Handtasche habe und so gut wie nie einen Plastikbeutel kaufe!

Diese Gegenüberstellung des Plastiks zur Natur, die will ich morgen zeichnen.

Heute habe ich den Hintergrund von Version 1 noch dunkler gezeichnet. Ich bin noch nicht überzeugt von dem Blatt und lasse es ersteinmal auf meinen Arbeitstisch.

In Version 2 wollte ich die Breite des Blattes besser nutzen und auf einen Hintergrund ganz verzichten. Nun überlege ich, ob ich hier die Plastiktüte dazu zeichne oder eine dritte Version beginne. Ich tendiere zur dritten Version.

Knochen und Blumen – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Blumen und Pflanzen, Stillleben, Zeichnung by Susanne Haun on 21. Oktober 2013

Heute zeige ich euch ohne große Worte meine nächste Zeichnung zur Vergänglichkeit.
Knochen und Blumen, ich mag die Kombination. Die Blumen sind am verwelken.

Entstehung - Knochen und Blumen - 65 x 50 cm (c) Zeichnung von Susanne Haun

Entstehung – Knochen und Blumen – 65 x 50 cm (c) Zeichnung von Susanne Haun

Die heutige Zeichnung ist die Version 1 – ich arbeite an einer zweiten Version.

%d Bloggern gefällt das: