Ausstellung · Objekt · Roddahn · Zeichnung

Venus – Glasobjekt von Susanne Haun

Nun ist auch Venus fertig. Ich bin zufrieden und freue mich darauf, die Objekte im Kontext der Kirche zu sehen.

Die Objekte wollen natürlich auf Sockel stehen. Diese Sockel bauen wir heute, so dass ich keine Zeit für viele Worte habe.

 

 Entstehung Venus - Zeichnung auf Glas (c) Objekt von Susanne Haun
Entstehung Venus – Zeichnung auf Glas (c) Objekt von Susanne Haun

 

 Entstehung Venus - Zeichnung auf Glas (c) Objekt von Susanne Haun
Entstehung Venus – Zeichnung auf Glas (c) Objekt von Susanne Haun

 

Venus - Zeichnung auf Glas (c) Objekt von Susanne Haun
Venus – Zeichnung auf Glas (c) Objekt von Susanne Haun
Ausstellung · Objekt · Roddahn · Sternzeichen · Zeichnung

Merkur – Glasobjekt von Susanne Haun

Heute habe ich mich mit dem römischen Gott Merkur beschäftigt, er entspricht dem griechischen Hermes, dem Götterboten.

Entstehung Merkur - Zeichnung auf Glas (c) Objekt von Susanne Haun
Entstehung Merkur – Zeichnung auf Glas (c) Objekt von Susanne Haun

 

Beim Zeichnen hatte ich auch den Planeten Merkur im Kopf. „Aufgrund seiner Größe und chemischen Zusammensetzung zählt er zu den erdähnlichen Planeten.“ lese ich im Wikipedia über diesen Planeten, auf dem die ewige Kälte herrscht.

Jedoch inspirieren mich mehr die griechischen Statuen und der Kreis als Form, der auch für Sterne oder Planeten stehen kann. Wo ist Norden und kann ich durch Verbindungen Sternenbilder schaffen? Wieder habe ich keine realen Sternenkonstellationen im Kopf. Ich lasse mich ganz von meiner Phantasie leiten. Wie stelle ich mir auf meinem Glas Sternenkonstellationen vor und welche Gesichter tragen die Planeten, die ich NACHTS nicht erkennen kann? Während des Zeichnens beschäftige ich mich damit.

Ich bin gespannt auf die Überlagerungen der Objekte (c) Foto von Susanne Haun
Ich bin gespannt auf die Überlagerungen der Objekte (c) Foto von Susanne Haun

 

Morgen werde ich die Venus zeichnen. Auf dem letzten Foto steht sie schon bereit. Ich bin sehr gespannt, was passiert, wenn ich die drei Objekte hintereinander Stelle. Wie werden die Überlagerungen aussehen?

 

Akt · Ausstellung · Geburt · Objekt · Roddahn · Zeichnung

Die lange Zeit dazwischen – Glasobjekte von Susanne Haun

Lange stehen meine Glasobjekte Konstellationen in meinem Atelier und ich konnte mich bisher nicht entscheiden, ob ich auf den vollendeten Gläser mit Löchern Linien zeichne oder nicht.

Die Sockel sind schon lange mit Venus, Mars und Merkur bezeichnet.

Objekt Konstellationen 3teilig 15 x 15 x 85 cm (c) von Susanne Haun
Objekt Konstellationen 3teilig 15 x 15 x 85 cm (c) von Susanne Haun

 

Objekt Konstellationen 3teilig 15 x 15 x 85 cm (c) von Susanne Haun
Objekt Konstellationen 3teilig 15 x 15 x 85 cm (c) von Susanne Haun

 

Ich möchte die Objekte in Roddahn zeigen und so habe ich mich gestern entschlossen,  auf dem Glas zu zeichnen. Es ist mir nicht leicht gefallen. Ich habe dazu die letzten Seiten von Siri Hustvedts gleissender Welt gehört. Das Buch geht mir nahe. Meine Empfindungen sind in dieser Zeichnung eingelaufen. Besonders gehen mir die Schilderungen vom Tod der Harriet im Buch nahe. Sie spricht selber und schildert in Tagebüchern wie sie ihr langsames Sterben durch den Krebs empfindet. Sie spricht davon, dass durch die Medikamente und der Chemo ihr Verstand zu Brei wird. Das empfinde ich als Schlimmstes, selber bewusst den Verfall erleben!

Entstehung des Mars - Zeichnung auf Glas (c) Objekt von Susanne Haun
Entstehung des Mars – Zeichnung auf Glas (c) Objekt von Susanne Haun

 

Es ist ausgesprochen schwer, die Glasobjekte zu fotografieren.  Alles spiegelt sich und das gesamte Umfeld ist durch die Durchsichtigkeit sichtbar. Aber ist es nicht gerade das, was das Objekt variabel macht und die Aussage von Ort zu Ort ändert?

 

 

 

 

 

Betrachtungen zur Kunst · Konzeptkunst · Kunstgeschichte · Zeichnung

Beuys, die 7.000 Eichen bei der documenta 7 und die soziale Plastik – Bericht von Susanne Haun

Von Beuys gingen viele sogenannte Skandale aus. Einer davon war die soziale Plastik 7.000 Eichen zur documenta 7.

Beuys gehört für mich zu den Künstlern, über die ich gerne mehr wissen möchte, um sein Werk zu verstehen. Das ist nicht einfach, Beuys war sehr interlektuell und hatte so viele Gedanken, das es ja fast noch ein Leben braucht, um sie zu verfolgen.

Mir reicht es, einen groben Überblick über seine Motivationen zu erhalten, besonders wichtig war mir vor meinem Besuch der documenta 13, die 7.000 Eichen zu begreifen. Ein wenig Glück hatte ich dabei, haben wir in einem Seminar ausführlich über dieses Werk diskutiert. Es ist schon eine Weile her jetzt, aber das Prinzip und die Gedanken der sozialen Plastik gefallen mir sehr.

Die 7.000 Eichen waren zuerst einmal ein großer Skandal in Kassel. Die 7.000 Basaltsteine, die neben jedem Baum gepflanz wurden, nahmen vor dem Fridericianum einen gewaltigen Platz ein und einige der Kassler fühlten sich dadurch gestört, da man nun nicht mehr über den Platz gehen konnte.

Konstellation Bäume - Beziehungen - Zeichnung von Susanne Haun
Konstellation Bäume – Beziehungen – Zeichnung von Susanne Haun

Beuys wollte, dass die 7.000 Eichen im ganzen Kassler Stadtraum gepflanzt werden. Jeder Baum kostete 500 Euro Spendengeld, und wer einen Baum gepflanzt hat, der bekam ein Zertifikat mit Unterschrift von Beuys. Die Bäume mußten vom Spender selbständig (oder beauftragt) gepflanzt werden. Die Stadt Kassel übernahm die weitere Pflege der Bäume (z.B. Baumschnitt).

Dadurch wurde eine persönliche Beziehung zum Kunstwerk aufgebaut. Die, die die Bäume pflanzten, hatten auch ein Interesse daran, dass sie als Gesamtwerk erhalten blieben und ein Zusammengehörigkeitsgefühl zwischen den Pflanzern entsteht. Der Reziepent wird also in das Werk mit einbezogen!

Beuys wollte gegen den Verortungsprozeß und Stilllstand der Gesellschaft vorgehen und den Menschen zum Nachdenken bringen. Die Bäume werden länger leben als diejenigen, die sie gepflanzt haben.  Der Basaltstein, der neben dem Baum in die Erde gestellt wurde, ist einer der ältesten Steine der Welt.

Nachdem ich soviel über Bäume gelesen habe, bin ich einfach „baumbewußt“ durch die Straßen gelaufen. Wie unterschiedlich verästelt die Bäume doch stehen und welche Linien sich daraus ergeben. So habe ich verschieden Baumkonstellationen gezeichnet – nicht in Beuys Sinne aber in meinem.

Es ist meine Art des Begreifens der Dinge, genau, wie ich vor zwei Jahren (siehe meinen Artikel hier) mich Beuys mit Sinnbildern von mir näherte.

Ich stellte mir damals die Frage, ob die Kunst Beuys mit seinem Sterben verblaßt. Ich kann heute nach zwei Jahren sagen „NEIN!“ – wer sich mit der Kunst beschäftigt, der wird feststellen, dass Beuys nie verblassen wird, weil er für die gesamte Weltkunst viel zu wichtig ist und grundsätzliche Dinge fand, die zum Beispiel aktuell von Katerina Seda aufgegriffen werden.

Beuys, die 7.000 Eichen bei der documenta 7 und die soziale Plastik – Bericht von Susanne Haun