Hängen der Ausstellung Eiswelten im KuBa - Kulturbahnhof Nettersheim (c) Foto von M.Fanke

Zitat am Sonntag – Brian O’Doherty

Ausstellungsansicht von Susanne Haun

„Das Leben ist horizontal,
immer eine Sache nach der anderen,
ein Förderband,
das uns dem Horizont entgegenschiebt.“

Brian O’Doherty, irischer Konzeptkünstler und Kunsttheoretiker

Quelle: O’Doherty, Brian, I der weißen Zelle, Inside the white Cube, Berlin 1996, S.7.

Christine Lavant - Gedächtnisstätte roter Hahn, 2021, 40 x 30 cm, Tusche auf Aquarellkarton, Zeichnung von Susanne Haun (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2022

Meine Sinnbilder der Dichterin Christine Lavant – Zeichnungen von Susanne Haun

Christine Lavant

Die Gedichte der Lyrikerin Christine Lavant sind einer breiten Masse nicht bekannt. Auch ich kannte die Schriftstellerin bis vor kurzem noch nicht. Der Käufer meiner Zeichnung „Mein Sinnbild von Sylvia Plath“ machte mich auf ihre Gedichte aufmerksam.

Ich kaufte mir aus dem Suhrkamp Verlag das Buch „Christine Lavant – Gedichte“ in der 4. Auflage von 1978. Besonders hat mich ihre Lyrik von Seite 30, „Hole von allen Gedächtnisstätten“ beeindruckt. Nach diesem Gedicht sind beide Porträts entstanden.

2021 08 28 - Doppelporträt Volker und Christiane, 30 x 40 cm, Tusche auf Aquarellkarton, Zeichnung von Susanne Haun (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2021.

Doppelporträt von Volker und Christiane – Zeichnungen von Susanne Haun

Doppelporträt von Volker und Christiane – Zeichnungen von Susanne Haun

Vor einiger Zeit beauftragte mich Christiane ein Doppelporträt von ihr und ihrem verstorbenen Mann zu zeichnen.

Es ist nicht einfach, ein Porträt von einem verstorbenen Menschen zu zeichnen. Ich kannte Christianes Mann Volker und habe auch eine bestimmte Vorstellung von ihm im Kopf. Ohne Foto hätte ich jedoch seine Proportionen nicht zeichnen können.
Seid der Moderne, speziell mit Picasso, ist Ähnlichkeit nicht mehr das Wichtigste an einem Porträt-Kunstwerk.

2007: Rückenakt - Zeichnunge von Susanne Haun - 80 x 60 cm - Acryl und Ölkreide

Zitat am Sonntag – August Wilhelm Schlegel

Zeichnung von Susanne Haun zum Zitat von August Wilhelm Schlegel

„Der Historiker ist ein rückwärts
schauender Prophet“

August Wilhelm Schlegel, 1812 – 1845 Sprachphilosoph, Litereaturhistoriker, er prägte die romantische Schule mit

Quelle: Abreißen, loslassen, Kalender 2019, Diogenes, Samstag, der 13. April 2019

Tagebucheintrag 02.10.2020, Sie sehen weg, 20 x 15 cm, Tinte und Buntstift auf Silberburg Büttenpapier, Zeichnung von Susanne Haun (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2020

Tagebucheintragungen Dez. 21 und Jan. 22: Die Seherin – Zeichnung von Susanne Haun

Zeichnungen / Notizen / Tagebucheintragungen von Susanne Haun

Die Seherin

Immer wieder beschäftige ich mich mit Seherinnen. Ein faszinierendes Frauenbild. Oft stelle ich Seherinnen mit verbundenen Augen dar. Meine Januar-Seherin hält ein Sternereich in den Händen. Was sieht sie wohl vor ihrem inneren Auge?

Die Jazztänzerin

Dem Jazztanz bin ich als junge Frau von 18 Jahren regelmäßig nachgegangen. Es hat mir Spaß gemacht, mich im Rhythmus der Musik zu bewegen. Es macht mir auch Spaß, zu singen. Da ich aber so überhaupt kein Rhythmusgefühl besitze und wahrlich nicht singen kann, bleibt es bei der Freude. Aber das ist auch mehr als ausreichend.

Die Seherin und die Jazztänzerin gehören für mich irgendwie zusammen, sie scheinen fast eine Person zu sein, obwohl fast ein Monat Zeit zwischen dem Zeichnen der beiden Bilder vergangen sind.

Entstehung Europa, 178 × 205 cm, Acryl auf Leinwand, Gemälde von Susanne Haun (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2022

Wo schaut Europa hin? Gemälde von Susanne Haun

Wo schaut Europa hin?
(Tizian nachempfunden)
Gemälde von Susanne Haun

178 x 205 cm, Acryl und Tusche auf Leinwand, 2022

Das großformatige Gemälde von Susanne Haun ist von Tizians Europa inspiriert. Nur auf Tizians Fußstapfen zu reisen, war Haun lange nicht genug. Sie dachte an das, wofür Europa für die Flüchtlinge der Welt außerhalb des Kontinents steht. Die Strapazen, die diese für die Hoffnung auf ein besseres Leben auf sich nehmen. Sie dachte ebenso an die vergangenen Flüchtlingswellen, z.B. während des 2. Weltkriegs. Die Künstlerin empfand beim Malen das „Mensch sein“ in Europa. Haun verwendet Bonbonfarben, Blau, Grün, Rot, ungemischt, plakativ aufgetragen, fast im Duktus der Pop Art. Gerade hier zeigt sich der Kontrast zum Schlauchboot und dem Zeltlager, die klein, fast unsichtbar platziert sind. Nur, wer sie sehen will, sieht sie auch. Europa schaut in den Himmel, nicht auf ihr Land.
Die Leinwand des ungerahmten Gemäldes besitzt einen ausreichend großen Rand, so dass es bis auf 5 cm tiefen Keilrahmen bespannt werden kann.

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