Berühmt · Eichhörnchenverlag · Portraitmalerei · Verkauf über Singulart · Zeichnung

Mein Sinnbild von Correggios Madonna del Latte – Zeichnung von Susanne Haun

Die Madonna del Latte wurde von Correggio in der Größe 69 cm x  57 cm um 1524 gemalt. Das Bild befindet sich im Szépművészeti Múzeum in Budapest.

Mich faszinierte dieses klassische Bild der Frau und ich wollte es gerne um die Engelsflügel erweitern und in meiner Art interpretieren.

Maria lactans – die stillende Mutter Gottes

Katharina Schulze vom Eichörnchenverlag hat einen längeren Artikel zur Maria lactans durch die Zeitgeschichte geschrieben und auch meine Madonna nicht vergessen.

Stillen ist für viele Menschen die erste Erfahrung von Nahrung, Intimität und liebevoller Beziehung. In der christlichen Ikonographie ist das Stillen in Gestalt der »Maria lactans« durch zahllose Andachts- und Gnadenbilder seit dem frühen Mittelalter bekannt. Hier wird die Brustweisung Mariens als klassisches Symbol ihrer Barmherzigkeit verstanden. (1) Das Motiv der Maria mit der unbefangen entblößten Brust mag manche durch seine Freizügigkeit überraschen, es findet sich aber quer durch die Kunst- und auch Religionsgeschichte.

Katharina Schulze im Eichhörnchenverlag https://eichhoernchenverlag.de/2020/12/18/maria-lactans/ , 18.12.2020, 18:38 Uhr

Den gesamten Artikel von Katharina könnt ihr lesen, wenn ihr dem Link (-> Klick) zum Blog des Eichhörnchenverlags folgt.

Es lohnt sich!

Madonne del Latte nach Corregio, 50 x 65 (c) Zeichnung von Susanne Haun
Madonne del Latte nach Corregio, 50 x 65 (c) Zeichnung von Susanne Haun

Ein Engel braucht Flügel

In der unteren Bildergalerie auf diesem Blogbeitrag seht ihr ein Foto der Madonna in der Entstehungsphase, der Engel trägt noch keine Flügel.

Die Pariser Galerie Singulart

Die Madonne del Latte nach Corregio, 50 x 65 cm, von Susanne Haun kann käuflich erworben werden. Ihr findet das Bild auf der Plattform der Pariser Galerie singulart, wenn ihr dem Link (-> klick) folgt.

 

Berühmt · Portraitmalerei · Zeichnung

Mein Sinnbild von Correggios Madonna del Latte – Zeichnung von Susanne Haun

 

 

Ausschnitt - Madonne del Latte nach Corregio, 69 x 57 cm, Tusche auf William Turner Hahnemühle Papier, Zeichnung von Susanne Haun (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2020
Ausschnitt – Madonne del Latte nach Corregio, 69 x 57 cm, Tusche auf William Turner Hahnemühle Papier, Zeichnung von Susanne Haun (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2020

 

Die Madonna del Latte wurde von Correggio in der Größe 69 cm x  57 cm um 1524 gemalt. Das Bild befindet sich im Szépművészeti Múzeum in Budapest.

Ich war ganz erstaunt als ich in meinem Blog nach meiner Madonna de Latte nach Correggio suchte und sie nicht fand.

 

Madonne del Latte nach Corregio, 50 x 65 (c) Zeichnung von Susanne Haun
Madonne del Latte nach Corregio, 50 x 65 (c) Zeichnung von Susanne Haun

 

Langsam kramte ich in meinem Gedächtnis nach Erinnerungen der „vor-Corona-Covid-19-Zeit“ und fand darin die Vorbereitungen für die Ausstellung, die ich mit Cristina (siehe hier) plante und die nicht mehr realisiert wird. Die Ausstellung war Cristinas Kind, sie interessierte sich dafür, wie ich alte Meister interpretieren würde. Zu dieser Serie gehört auch das Mädchen mit dem Perlenohrring von Vermeer (siehe hier). Cris wollte die Vorbereitungen geheim halten und die Ergebnisse in der Ausstellung mit Pauken und Trompeten präsentieren. Deshalb befindet sich meine Madonna auch noch nocht hier auf dem Blog, obwohl es fast ein Jahr her ist als ich sie zeichnete.

Der Gedanke, mich zeichnerisch den alten Meistern zu nähern, schreckte mich erst einmal ab, aber dann fand ich immer mehr gefallen daran. Zu den Aufgaben einer Kunsthistorikerin gehört es, Bilder zu beschreiben. Warum also  nicht einmal den alten Meistern zeichnerisch auf den Grund gehen. Beim Zeichnen habe ich festgestellt, dass ich die Komposition Correggios gerne ändern möchte und habe dem Engel „anständige“ Flügel an den Rücken gezeichnet. Ein gutes Gefühl war das und ich baute zur Madonna eine innige Beziehung auf.

Mütter und Kinder habe ich schon immer gerne dargestellt, so auch hier gezeigt (-> Klick)  in der Galerie Vinogradov in der Ausstellung Ideale der Schönheit.

Cristina hat sich seit Corona ganz dem Backen verschrieben, ihr findet sie hier auf Instagram @bakingcris. Sind diese Torten- und Backkreationen nicht auch Kunst?

Ich habe noch eine große Leinwand auf meinem Tisch zu liegen, auf der meine eine Interpretation eines Tizians am Entstehen ist. Mal schauen, wo ich die Serie zeigen kann?

Hier in der Bildergalerie auf dem Blog seht ihr die Madonna mit Engel ohne Flügel hängen. 🙂

Findet ihr nicht auch? Der Flügel muss sein!

 

 

Der Engel kann auch käuflich bei singulart erworben werden.

Ihr findet ihn auf der Plattform der Pariser Galerie singulart, wenn ihr dem Link (-> klick) folgt.

 

 

Kunstgeschichte · Projekt ohne Namen · Zeichnung · Zeitgenössische Kunst

Projekt ohne Namen – Es ist neckisch – Die zeichnerische Aneignung der Aneignung von Susanne Haun

 

Julian Schnabel eignete sich 1989 ein gefundenes Ölgemälde 51 x 38,5 Inches (1,40 x 1 Meter) an.

Der Künstler bearbeitete es mit Ölfarbe und Marker und eignete sich damit das Kunstwerk an, machte es zu einem Teil seinesŒuvres.

«Appropriation Art» wird diese Art der Zeitgenössischen Kunst genannt.

Schnabel ist kein Kopist, er setzt mit seiner Arbeit bewusst einen Stachel in das Konzept der Autorschaft. Wenn ihr diesem Link folgt (Klick) könnt ihr euch von Andreas Beyer von der Universität Basel als Audiodatei anhören, was unter Aneignung in der Kunst zu verstehen ist.

In diesem Artikel der NY Times (Klick) könnt ihr ein Foto von Schnabels angeeigneten Ölgemälden sehen. Ich vermute, dass die meisten von euch Schnabel bisher eher als Filmregisseur wahrgenommen haben. Vielleicht hat der eine oder andere schon den neusten Film Schnabels über van Gogh gesehen? Wilhem Dafoe spielt den schon so oft dargestellten Künstler, der durch seine Naturdarstellungen und vor allem durch sein abgeschnittenes Ohr einen herausragenden Platz in der Kunstgeschichte einnimmt.

Seit ca. zwei Jahren arbeiten Jürgen und ich am Projekt ohne Namen. Wir werfen uns angefangene Sätze in unseren Blöggen zu, die der andere – natürlich künstlerisch – beantwortet. In diesen Sätzen werden die jeweiligen aktuellen Themen der beiden verarbeitet. So kommt es, dass ich mit meinen Markerstiften und Acryl mir den Schnabel angeeignet habe. Natürlich nicht sein Original. Bei irgendeinem Flohmarktbesuch kaufte ich mir fasziniert den Katalog JULIAN SCHNABEL – Fox Farm Paintings, December 1, 1989, – Januarx 6, 1990, The Pace Gallery, 32 East 57th Streer, New York 10022.  Der Katalog ist 30,5 x 22,8 cm groß.

 

Ist das nicht neckisch, 30,5 x 22,7 cm, Marker auf Katalog, Aneignung, Zeichung von Susanne Haun (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2019
Ist das nicht neckisch, 30,5 x 22,7 cm, Marker auf Katalog, Aneignung, Zeichung von Susanne Haun (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2019

 

Ich vervollständigte Jürgens Satzanfang

#31

J:  „Dieses Ding frisst kein Brot, aber ….“
S: „… es ist neckisch, es sich anzueignen.“

 

Mein neuer Satzanfang für Jürgen lautet:

#32

S: „Kaffee! Noch mehr Kaffee!!! Kaffee ist das …“

 

________________

Hier könnt ihr in unseren bisherigen Satzanfängen und -enden stöbern. Schon seit November 2016, vielleicht mit kurzen Unterbrechungen, führen Jürgen und ich diesen Dialog.

#30 (siehe hier)

S: „Der Stein ist ein Dada der Gertrude …“
J:  „… und damit ist alles beisammen, was die Welt der rose is a rose is a rose is a rose zusammenhält.“

#29 (siehe hier)

S: „Der Kalender neben meinem iMac zeigt Freitag, nicht den 13., und ich habe Hunger, was mich dazu veranlasst …“
J: „… eine der Druckplatten abzulecken –  nämlich die mit dem Hummermotiv.“

#28 (siehe hier)

J: Wir baten Oma sehr oft, wirklich sehr oft,  ihre zweiten Zähne in den Mund zu nehmen  …
S: … und waren jedesmal überrascht, dass sie ihre eigenen Zähne zeigen konnte. Wem gehörten also die zweiten Zähne?

#27 (siehe hier)

S: Simple und einfach ist nichts auf dieser Welt, weil …
J: …immer irgendwas in der Landschaft herumsteht und stört.

#26 (siehe hier)

J: Mir gefällt, dass …
S: … immer wieder Zeichnen von Linien!

#25 (siehe hier)

S: Natura naturata und natura naturans“ sind zwei ästhetische Begriffe, die …
J: … die mir etwas von der Trias „Gott, Natur und Mensch“ erzählt haben, die aber beim intuitiven Bogenschießen keine Rolle spielen.

#24 (siehe hier)

J: Die Weltenseele ist mir noch nicht begegnet, …
S: … während sie Susanne in dem kleinsten Blatt, selbst im Ion entdeckt.

#23 (siehe hier bei Jürgen und hier bei Susanne)

S: Inhaltsverzeichnisse sind Wissensquellen, die ….
J: …die das Rhizom fressen wird!“

#22 (siehe hier)

J: Und während ich hier in meinem kleinen Atelier sitze…
S: … schaue ich aus meinem Atelierfenster und imaginiere die Erhabenheit der Berge.

#21 (siehe hier)

S: Ein neuer Anfang bedeutet …
J: … Reset, und die alten Einstellungen werden in der Maschine gespeichert

#20 (siehe hier)

J: Der Himmel wartet, doch die Erde verlangt …
S: Liebe, Respekt und Verantwortung.

#19 (siehe hier)

S: „Durst wird nicht immer durch Wasser gelöscht, sondern …“
J: “ … auch mit Erdöl!“

#18 (siehe hier)

J: „Wenn ich mit dem Finger schnipse, …“
S:  „… passiert nichts weiter außer ein Schnipsen.“

#17 (siehe hier)
S: „Eine Linie biegt sich nach links nach rechts, um dann…“
J: „… an den Rändern des Blattes zu verschwinden.“

#16 (siehe hier)

J:  „Mein Engelchen, ich sage Dir …“
S:  „… nichts ist perfekt aber alles ist möglich!“

#15 (siehe hier)
S: „Wörter sind immer …“
J: „… gut oder böse.“

#15.1 (siehe hier)
J: „Worte, die den Raum fülleun und als ewiges Licht bleiben.“

#14 (siehe hier)
J: „Ich konnte zuerst den Weg nicht finden, …“
S: „… aber dann sah ich es: Am Ende des Weges war alles voller Bücher, Papier und Tinte.“

#13 (siehe hier)
S: „Wie Schneeflocken werden die Pappelsamen durch die Luft getragen und …“
J:  „… sind wie Worte, die die Erde lockern werden.“ (aus Enzensberger, Windgriff, 1964)

#12 (siehe hier)
J: „Ich schaue mich im Spiegel an und denke: …“
S: „… Nichts!“

#11 (siehe hier)
S: Die Ferne lockt mit fremden Geruechen, Farben und Tönen …
J:  …, doch mein Herz schlägt nur für dich.

#10 (siehe hier)
J: „Ich war jung und töricht, naiv und unbedarft …“
S: „… und dabei sehr fröhlich und sorglos.“

#9 (siehe hier)
S: Der Mensch blickt zurück in sich selbst und findet in der Zukunft …..
J: … den „loving cup“.

#8 (siehe hier)
J: „Der, der alleine ins Wasser geht, das ist „der Alleineinswassergeher“ und die, die zu mehreren gehen …“
S: „…werden sich selbst vergessen, fröhlich sein und planschen.“

#7 (siehe hier)
S: „Kalte Hände sind ein kritisches….“
J: „… Phänomen, denn wie sagte Christoph Ernst Freiherr von Houwald, so ungefähr: „Nimm noch einmal in Deine kalten Hände des warmen Herzens Signatur. Und ist Dein Herzensspiel noch nicht zu Ende, und kommt ein neuer Akt: so klingle nur.“ ( frei übertragen aus: Christoph Ernst Freiherr von Houwald, die Freistatt, vierte Szene, Leipzig 1820)

#6 (siehe hier)
J: „Wenn sie losgelassen werden und durch die offenen Tore fegen …“
S: „… können nicht die größten Drollerien sie aufhalten.“

#5 (siehe hier)
S: „Das perfekte Ding ist …“
J: „… das momentane Ding“

#4 (siehe hier)
J: „Ich höre die schweren Maschinen in der Ferne und ahne …“
S: „… dass sie an ihrer Last zerbrechen.“

#3 (siehe hier)
S: „Es ist schwer vorstellbar, dass der hoch in den Himmel aufragende Turm …!“
J: „… tatsächlich ein Raumschiff darstellt.“

#2 (siehe hier):
J: „Heute ist heute, morgen wird übermorgen und  …“
S: „… gestern ist nicht gewesen sondern wird Erinnerung.“

#1 Projektauftakt (siehe hier):
S: „In der Nacht verschwimmen die Gegenstände zu schwarzen verwischten Flächen, deshalb ……“.
J:  „… versucht der Abfalleimer ein verzweifeltes Glühen“.

Zeichnung

Das Nashorn, ein Klassiker der Holzschnittkunst oder „nur“ ein Tier Afrikas – Susanne Haun

Das Nashorn ist in meinem Oeuvre (siehe hier) ein beliebtes Motiv.

Liegt es an Dürers berühmten Holzschnitt?

Sicher ist Dürers ein Grund dafür, in regelmäßigen Abständen Nashörner zu zeichnen. Der Hauptgrund jedoch für weitere Werke zum Thema Nashorn ab Januar 2018 ist bei unserer Afrika Reise zu suchen. Ich berichtete hier über unseren Aufenthalt im Etosha Nationalpark in Namibia.

Ich habe als Dürer-Fan die Begegnung mit dem Nashorn sehr genossen. Ich schätze, das Nashorn hat sich ungefähr 50 Meter vom Truck entfernt im Schlamm gesühlt. Ich sehe es immer noch vor mir, wie es genussvoll den Körper im Schlamm hin und her bewegt. Ich war so im Beobachten versunken, dass ich keine Skizzen machte und doch habe ich die Szene vor meinem inneren Auge vorbei ziehen lassen, als ich die Zeichnung heute erstellte.

Die erste Lage der Zeichnung existierte schon. Irgendwann habe ich sie mal auf einem Aquarellkarton in Bezug auf Dürer gezeichnet und dann weggelegt und vergessen. Irgendwann taucht alles wieder auf so auch vor kurzem das angefangene Nashorn.

Nashorn, Zeichnung von Susanne Haun, Tusche auf Hahnemuehle Aquarellkarton, 17 x 24 cm (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2019
Nashorn, Zeichnung von Susanne Haun, Tusche auf Hahnemuehle Aquarellkarton, 17 x 24 cm (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2019

Das Nashorn ist 17 x 24 cm groß, ich habe mit lichtechter Tusche von Rohrer auf Hahnemuehle Aquarellkarton gezeichnet.

Hier seht ihr weitere Fotos vom Nashorn in der Entstehungsphase:

In der Kategorie Reiseberichte – Südliches Afrika (Klick) findet ihr den gesamten Bericht der Reise ins südliche Afrika von 2018.

Kunstgeschichte · Portraitmalerei · Selbstbildnisse · Zeichnung

Geschafft! – Susanne Haun

 

 

Entstehung Susanne Haun Halbprofil in braun - blau, 30 x 40 cm, Zeichnung von Susanne Haun (c) VG Bild Kunst, Bonn 2019Entstehung Susanne Haun Halbprofil in braun – blau, 30 x 40 cm, Zeichnung von Susanne Haun (c) VG Bild Kunst, Bonn 2019

 

Vorgestern bestritt ich an der FU am Institut für Kunstgeschichte mein Fachgespräch.

Wer regelmäßig in meinen Blog schaut und liest, weiß, wie aufgeregt ich vor dem Gespräch war. Um so glücklicher bin ich, heute schreiben zu können, dass ich mit 1,0 bestanden habe.

Yippieeeh!

Nun warte ich nur noch auf die Note inklusive der Gutachten für meine Masterarbeit. Ich hoffe sehr, dass ich sie noch in diesem Semester erhalte, habe mich aber auf jeden Fall an der Uni zurückgemeldet. Rückmeldung bedeutet, sich für das nächste Semester zu immatrikulieren und die Gebühren zu bezahlen.

Nun liegt das Exposé und die Immatrikulation zur Promotion vor mir. Ich gehe mich jedoch erst im Promotionsbüro immatrikulieren, wenn ich meine Master – Urkunde erhalten habe. Ich denke, das spart eine Menge Arbeit.

Meine Freundin hat sich schon zur Immatrikulation zur Promotion vormerken lassen und soll nun bis zum 30. Juni ihre Master – Urkunde abliefern, damit die Promotion nicht wegen fehlender Unterlagen abgelehnt wird. Sie hat aber ebenso wie ich, noch nicht ihre Zensur und ihre Gutachten. Tja — viele Studentinnen und Studenten wollen und studieren in Berlin und die Anzahl der Professorinnen und Professoren ist begrenzt.

Also wende ich mich meiner Porträt Ausstellung, die am 14. Juli 2019 eröffnet wird, zu (siehe hier).

Ganz meinem Fachgespräch entsprechend habe ich mich für einen schönen alten Rahmen vom Flohmarkt selbst im Profil gezeichnet. Aber ich bin noch nicht zufrieden, weshalb ich hier nur einen Ausschnitt in der Bearbeitung zeige.

 

Atelier · Kunstgeschichte · Portraitmalerei

Alltag 8 – Susanne Haun

 

Es ist schon etwas länger her, dass Ulli von ihrem Alltag im Monat Mai berichtete (siehe hier).

 

Die Künstlerin Susanne Haun in Ihrem Atelier (c) Foto von M.Fanke
Die Künstlerin Susanne Haun in Ihrem Atelier (c) Foto von M.Fanke

 

Während Ulli auf Ihrem Blog berichtet, dass ihr Mai von Tod und Vergänglichkeit geprägt war, habe ich mich auf meine letzte Prüfung für meinen Master vorbereitet: Das Fachgespräch.

Das Fachgespräch dauert ungefähr eine Stunde und ich diskutiere neben meiner Masterarbeit mit meiner Professorin auch zu einem anderen Thema, in meinem Fall das florentinische weibliche Profilbild im Quatrocento. Ich bin aufgeregt und lese mich nun schon einige Zeit in das Thema des Profilbilds ein.

Da ich meine Masterarbeit schon am 10. Januar abgeben habe, ist es auf jeden Fall sinnvoll, auch diese nochmals zu lesen, um das Thema und die Gedanken wieder nach vorne zu holen.

 


 

Hier die Linkliste aller anderen Blog-Teilnehmenden – Alltag 7, die mit Ulli über das Thema Alltag reden:

Alltag #7 – die Fleischfressende mag keinen Kalk.

Alltag – das Immerwiederkehrende (7)

Alltag 7: Viel in Bewegung?*

https://fruchtigherb.wordpress.com/2019/05/04/alltag-im-mai-2019/

Das Immerwiederkehrende

http://wortbehagen.de/index.php/gedichte/2019/mai/zu_ullis_projekt_alltag_7

Alltag April 2019

Ein Samstag im Mai

Alltag 00007

Alltag VII – mein Alltag, sein Alltag, unser Alltag

https://alpinerot.wordpress.com/2019/05/07/das-phaenomen-ein-sachtext-fuer-ullis-projekt-alltag/

Alltag 7 – Radierworkshop im Atelier – Dozentin Susanne Haun

Aquarell und Zeichnung. Spot auf ein Alltagsgemüse

über all tag-

Lenz in der U Bahn

Was bisher geschah – Beitrag 1-7

Alltag -1-

Alltag 2

Alltag 3

Alltag 4

Alltag 5

Alltag 6

Alltag 7

 

Übermalungen · Übermalungen · Foto · Portraitmalerei · Vom Bloggen an sich · Was es sonst so gibt!

Auf welchen Säulen steht meine Kunst? – Susanne Haun

 

Einschnitte im Leben lassen mich in regelmäßigen Abständen darüber nachdenken, wie ich bestimmte Dinge handhabe und ob es an der Zeit wäre, etwas zu ändern.

So habe ich gefragt, auf welchen Säulen meine Kunst steht und habe auch versucht, die Säulen in der Reihenfolge der Priorotät aufzubauen.

Zeichnung
Kunstgeschichte / Promotion
Blog / mein größtes Werk in Timeline
Kommunikation / Dozentinnentätigkeit
Neues probieren: Installation- Multimedia – Die Kunst in den Raum holen
Literatur
Philosophie
Reisen

Das sind viele Säulen und ich wünschte mir, ich hätte mehr Zeit für alle. Einen Punkt habe ich noch nicht erwähnt: Ich würde meinen Blog gerne modernisieren. Das ist natürlich nicht einfach, denn es ist ja ein laufendes System, eben immer aktuell, und heisst es nicht: never change a running system!

 

 

Foto · Kunstgeschichte

Ein Tag ohne Masterarbeit – Susanne Haun

 

 

Master-Pause!

Ich habe meine Masterarbeit beendet und sie ist nun zum Korrekturlesen unterwegs. Ich bin inzwischen völlig betriebsblind und brauche auch ein wenig Abstand von meinem Geschriebenen, um dann den Text mit neuer Kraft den letzten Schliff zu geben.

Die Bücherstapel habe ich sortiert, sie haben mein ganzes Atelierzimmer eingenommen. Und das sind nur die Bücher, die ich gekauft habe, nicht die Bücher, die ich in der Bibliothek gelesen habe.

 

 

Kunstgeschichte · Landschaft · Zeichnung

Erinnerungslandschaften – Zeichnungen von Susanne Haun

 

Erinnerungslandschaft vom 2.10.2018, Zeichnung (c) VG Bild Kunst, Bonn 2018
Erinnerungslandschaft vom 2.10.2018, Zeichnung (c) VG Bild Kunst, Bonn 2018

 

Zur Zeit schaffe ich  es gerade einmal bei Instagram meine (schon vorhandenen Zeichnungen) zum #inktober #inktober2018 (siehe hier) zu posten.

Neben dem Showdown im 5. Kapitel meiner Masterarbeit nehme ich mir für nichts anderes Zeit. Es ist beschwingend, die bisher gespannten Fäden zusammenzuführen und einen Höhepunkt in der kunsthistorischen Betrachtung zu schaffen.

Mein Protagonist, Franz Theobald Horny, zeichnete Erinnerungslandschaften. Schon im Januar 1815 in Weimar erwähnt Horny in seinem Tagebuch, dass er tagsüber das Vorbild (Motiv) mit der anstrengendsten Aufmerksamkeit betrachte und dann am Abend aus dem Kopf zeichne. Die Idee dazu bekam Horny bei der Lektüre der Biographie Asmussen Jakob Carsten von Carsten Fernow. Im Kapitel Kunststreben formulierte er, dass Carsten danach strebte mit dem Umsetzen des Gesehenen in eigenen Erfindungen, statt durch langwierige Nachahmung zum Ziel zu kommen.[1]

Ich habe gestern nach meinem Einkauf in einem großen Outdoorbekleidungsladen Erinnerungslandschaften in mein Skizzenbuch gezeichnet. Das war sehr schwer, denn ich habe es mir vorher nicht vorgenommen und mir den Straßenzug nicht genau angeschaut. Offensichtlich interessieren mich Straßenzüge sehr viel weniger als Landschaften, Tiere und Blumen in den Bergen. 😉

 

 

___________________________

[1]

Horny, Franz Theobald, Tagebucheintragung vom 25. Januar 1815, in Fabritius, Heinke, Die italienischen Landschaftszeichnungen Franz Hornys, Berlin 2006, S. 277.

Fabritius, Heinke, Die italienischen Landschaftszeichnungen Franz Hornys, Berlin 2006, S. 63 – 67.

Ausstellungstip

Morbider Charme: Videokunst im Krematorium Wedding

 

Dieser Artikel erschien zuerst im Weddingweiser (siehe hier).

 

Galerie Ebensperger, Eingang Platanenstraße 30, Foto: S. Haun
Galerie Ebensperger, Eingang Platanenstraße 30, Foto: S. Haun

 

Videokunst ist derzeit in der Galerie im Krematorium Wedding zu sehen. Bis zum 30. Juni können in der Galerie Ebensperger im

Krematorium Wedding Arbeiten vom Berliner Filmemacher Romuald Karmakar gesehen werden. Ein Blick in die Ausstellung.

 

 

 

 

Choräle in der Aussegnungshalle

Das Werk „Byzantion“ von 2017, ein 14-minütiges Digitalvideo, das Karmakar schon in Kassel auf der documenta 14 zeigte, füllt mit seinen Gesängen den gesamten oberen Ausstellungsbereich. Mussten Besucherinnen und Besucher in Kassel im Westpavillion der Orangerie teilweise lange Wartezeiten in Kauf nehmen, um in den Genuss des Filmes zu kommen, kann man nun in Ruhe in der ehemaligen Aussegnungshalle im Wedding die dargebotenen Choräle genießen.

 

 

Eine Szene aus dem Video „Byzantion“. Es hatte bei der Dokumenta in der Kassel 2017 Premiere. © Pantera Film
Eine Szene aus dem Video „Byzantion“. Es hatte bei der Dokumenta in der Kassel 2017 Premiere. © Pantera Film

Insgesamt umfasst die Galerie im Krematorium eine Fläche von 1000 Quadratmeter. Diese besondere Ausstellungsfläche steht unter Denkmalschutz und passt hervorragend zu den choralen Gesängen des Films. Die Drehorte werden im Film gezeigt, es handelt sich um die Kirchen “Ieros Naos Analipseos tou Kyriou” in Athen, Griechenland und die Kirche “St. Vladimir” in Island.

 

 

 

 

In den Kellerräumen sind weitere Werke zu sehen. Sechs Fernbedienungen braucht es, um alle Videos in Gang zu setzen und eine halbe Stunde vor Öffnung der Ausstellungen müssen alle Geräte eingeschaltet werden, um den Besucherinnen und Besuchern die Videos zu präsentieren.

 

Ausstellungsbereich unter der Aussegnungshalle (c) Galerie Ebensperger
Ausstellungsbereich unter der Aussegnungshalle (c) Galerie Ebensperger

 

Kunst in der Herrentoilette

 

Installation in der Herrentoilette. © Ludger Paffrath, Courtesy Ebensperger Berlin/Salzburg
Installation in der Herrentoilette. © Ludger Paffrath, Courtesy Ebensperger Berlin/Salzburg

Selbst die Herrentoilette wird als Ausstellungsfläche genutzt. Über dem Waschbecken, wo eigentlich der Spiegel erwartet wird, zeigt ein Flachbildschirm „Das Himmler-Projekt – Manfred Zapatka und die Rede Heinrich Himmlers bei der SS-Gruppenführertagung in Posen am 4. Oktober 1943“. Karmakar schuf das Werk im Jahr 2000, es ist 182 Minuten lang. Der Film erhielt den Adolf-Grimme-Preis Spezial (2002), den 3sat-Dokumentarfilmpreis (2000) und wurde 2008 vom Museum of Modern Art in New York in die Liste der 250 wichtigsten Anschaffungen des Museums seit 1980 aufgenommen.

Ich persönlich wollte keine drei Stunden auf der Herrentoilette ausharren, gleichwohl mich der Ausstellungsort sehr beeindruckte. Durch das sakrale Fenster mit gelbem Glas fällt auf das erste Urinal ein Lichtschein, der im starken Kontrast zu den unverputzten Mauersteinen steht.

 

 

 

Zwei Eingänge führen in die Ausstellung

 

Galerie Ebensperger, Eingang vom Silent Green aus, Foto: S. Haun
Galerie Ebensperger, Eingang vom Silent Green aus, Foto: S. Haun

Von der Platanenstraße 30 (gegenüber der Platanenstraße 10) führt eine Tür in die Galerie Ebensperger. Wir mussten schon etwas suchen, bis wir die Tür fanden und uns klar wurde, dass erst eine Klingel den Eintritt ermöglicht. Hier sollte die Besucherin, der Besucher keine Hemmungen haben, es lohnt sich, zu klingeln und einzutreten. Der Zugang über das Silent Green ist ebenfalls möglich, hierzu einfach am Café Mars vorbei geradezu gehen.

Leider gibt es von der derzeitigen  Ausstellungssituation Karmakars  in der Aussegnungshalle noch keine vom Künstler abgesegneten Fotos, weswegen wir hier Fotos der Lokation von vergangenen Ausstellungen zeigen.

 

Galerie Ebensperger im Krematorium Wedding, Plantagenstraße 30, Freitag 12–18 Uhr und Samstag/Sonntag 11–17 Uhr geöffnet, aktuelle Ausstellung bis 30. Juni