Susanne Haun

Vom Fluiden ins Karmische – Bericht vom 19. Kunstsalon am Dienstag – Gast Sabine Küster

Posted in Salon, Zeichnung by Susanne Haun on 16. Januar 2019

 

 

Aus der Performance Schickal, 19. Kunstsalon, Sabine Küster und Krystiane Vajda, Foto von Susanne Haun (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2019

Aus der Performance Schickal, 19. Kunstsalon, Sabine Küster und Krystiane Vajda, Foto von Susanne Haun (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2019

 

Es war eine Premiere in doppelt Hinsicht: die erste Performance während eines KunstSalons bei mir im Atelier und die neue Performance von ‚Krysti Himmelfahrt und eine Muse‘ wurde das erste mal von Sabine Küster und Krystiane Vajda dargeboten.

Ich habe mich sehr gefreut, dass die Gäste die Performance, die Sabine und Krystiane zum Jahresthema des Musenlands choreografiert haben, so gut ankam. Das Schwerpunktthema von Sabines Akademie Musenland für 2019/2010 lautet Kairos, Karma, Kismet – oder doch nur Zufall. Sind Zufall und Schicksal zwei Seiten der gleichen Medaille? Eine spannende Frage und die Performance führte uns mit den vielen um Krystiane geschlungenen Schicksalsknoten gut in das Thema ein.

Bevor wir zum Höhepunkt des Abends kamen, diskutierten wir, wie sich Interviewpartner fühlen, wie es ist, wenn die Worte, die mit der Interviewerin gesprochen werden schriftlich fixiert werden und wie man sich fühlt, wenn man die eigenen Worte schriftlich festgehalten sieht. Roswitha Weber konnte von ihren Erfahrungen berichten, 4 Stunden von einem Reporter des rbb befragt worden zu sein. Hier könnt ihr sehen (Klick), wie die 4 Stunden auf 4 Minuten zusammengeschnitten wurden. Roswitha bekam vorher den Zusammenschnitt nicht zu sehen. Das war anders bei meinem Interview, Sabine Küster hat mir den geschriebenen Inhalt vorab zur Verfügung gestellt. Sie hatte unser Interview aufgenommen und zusammengefasst (Hier könnt ihr die Zusammenfassung lesen: Klick).

Herzlichen Dank an Doreen, die mir heute Nachmittag noch einige Fotos sendete, die ich in der unteren Galerie mit meinen Fotos zeige:

 

 

Vorbereitung zum KunstSalon – Susanne Haun

Posted in Ausstellungstip, Präsentation by Susanne Haun on 15. Januar 2019

 

Hängung Selbstportraits Susanne Haun beim 19. Kunstsalon vom Fluiden ins Karmische (c) VG Bild-Kunst , Bonn 2019.

Hängung Selbstportraits Susanne Haun beim 19. Kunstsalon vom Fluiden ins Karmische (c) VG Bild-Kunst , Bonn 2019.

Bei den Vorbereitungen zum KunstSalon in meinem Atelier hat sich nach 19 Veranstaltungen schon eine Routine eingeschlichen. Die Handgriffe haben sich verselbstständigt.

Das Putzen, Aufräumen und Wegräumen der Dinge meines privaten Gebrauchs aus dem öffentlichen Bereich in Bad und Küche, Einkaufen der Brote, Schmalz, Wein sowie  Saft, den Kuchen backen und Nüsse und Gummibärchen in kleine Schüsseln verteilen. Arbeiten, bei denen ich ein Hörbuch oder Podcast höre, meine Gedanken schweifen lasse und in der Regel schneller fertig bin als gedacht.

In den letzten Tagen habe ich meine Selbstportraits gerahmt und gehangen. Das wiederum war schwieriger als ich dachte, zum einen habe ich eine sehr große Auswahl von Abbildnissen meiner Selbst und zum anderen muss ich meine dominante Präsenz in meiner Atelierwohnung ersteinmal aushalten! Ich glaube nicht, dass diese Hängung bis zum nächsten Salon bleibt.

Um 13 Uhr ist Sabine Küster gekommen und wir haben ihre Banner an der freien Wand gehangen. Es ist gut, wenn ich vorher weiss, wo mein Gast seine Arbeiten hängen möchte. Dann kann ich alles vorbereiten. Nach dem Hängen steht ein kleiner Spaziergang auf dem Programm, dabei quatschen mein Gast, in dem Fall Sabine und ich über das Programm, was wir gemeinsam am Abend durchschreiten wollen.

Die letzte halbe Stunde vor 18 Uhr ist dann immer sehr aufregend. Wieviele Gäste werden kommen? Wird der Salon ein Erfolg? Können wir die Gäste in die Diskussion ziehen und begeistern?

Wenn dieser Beitrag eröffnet wird, dann geht es hier in meinem Atelier los! Drückt uns die Daumen 🙂

 

 

Kunst im Wedding: Was versteht man unter einer Performance? — Weddingweiser

Posted in Ausstellungstip, Betrachtungen zur Kunst, Salon, Zeichnung by Susanne Haun on 12. Januar 2019

 

Wieder einmal ist ein Beitrag von mir beim Weddingweiser erschienen (siehe hier), ich setze mich in dem Beitrag mit Performance auseinander.

© Sabine Küster - Interview im Rahmen © Susanne Haun der Ausstellung "Als ich noch echt war" Foto: Doreen Trittel

© Sabine Küster – Interview im Rahmen © Susanne Haun
der Ausstellung „Als ich noch echt war“
Foto: Doreen Trittel

Schon der aus der englischen Sprache abgeleitete Begriff erlaubt uns eine erste Deutung im Sinn von Aufführung oder Vorstellung. Seit den 1960er Jahren dringt die Performance immer mehr in den kulturwissenschaftlichen Bereich ein, die Grenzen zwischen Kunst und Leben sollen verwischt und das Kunstwerk lebendig werden. In der Performance-Kunst sind überdurchschnittliche viele Künstlerinnen und Künstler anzutreffen, die ihren Körper als Medium benutzen. Die bekannteste Performancekünstlerin dürfte Marina Abromović sein, die 2010 im Moma in New York ihre Performance „The Artist Is Present“ zeigte. Die Performance zeichnet sich durch eine unwiederholbare Ereignishaftigkeit aus. Die statische Beziehung zwischen Künstler, Kunstwerk und Betrachter wird aufgehoben. Meistens werden Dokumentationen in Form von Fotos und Filmen angefertigt, das Kunstwerk selber jedoch wird erst durch seinen Aufführungscharakter lebendig.

 

Der nächste inzwischen 19. Kunstsalon im Atelier von Susanne Haun findet am 15. Januar um 18 Uhr in der Groninger Straße statt. Unter anderem wird das Performance Duo „Krysti Himmelfahrt & 1 Muse“, bestehend aus aus Sabine Küster und Krystiane Vajda. eine ca. 10-minütige Performance darbieten.

Mehr darüber erfahrt ihr, wenn ihr dem Link zum Weddingweiser folgt:

Kunst im Wedding: Was versteht man unter einer Performance? — Weddingweiser

 

Vorfreude auf den nächsten Salon: Sabine Küster mit ihrem Projekt der Fluiden Identitäten

Posted in Portraitmalerei, Salon, Selbstbildnisse, Zeichnung by Susanne Haun on 5. Dezember 2018

 

Die Einladung zum 19. Kunstsalon ist schon raus! Sicher hat die Eine oder der Andere sie schon gelesen (siehe hier).

Dieses Mal forderte das Thema einige meiner Stammgästen zu Fragen heraus. Fragen sind immer gut!

So schrieb mir Gina: „Das ist ja ein spannendes Thema, danke für die Einladung. Ich habe keine Ahnung was da passiert und bin interessiert. Allerdings ist die Frage, ob nur Künstler in die Materie eintauchen können oder es auch etwas für Techniker ist.“

Jede, jeder, ob Künstlerin, Künstler, Technikerin, Techniker, Interessierte, Interessierter, Neugierige können kommen. Lasst euch überraschen!

 

Einladung Salon Susanne Haun - Gast Sabine Küster

 

Die Frage zeigt mir, dass Sabines Arbeit schon vorab ein wenig erklärt werden sollte. 🙂

Auf Sabines Homepage ist die Kurzbeschreibung Ihres Projekts zu lesen:

„FLUIDUM – Biografische Begegnung ist ein laufendes Interviewprojekt. Ich treffe meine Gesprächspartner*in an einem Ort ihrer Wahl. Ich stelle meine Fragen. Fragen, die nie gleich sind, keinem Fragebogen folgen, die sich erst bei der Begegnung eröffnen, gestellt werden wollen. Individuelle Gesprächsverläufe – überraschend und bereichernd. Eine Frage stelle ich Allen, die nach der Fluiden Identität – meinem Jahresthema getreu.“ Sabine Küster, MUSENLAND

 

Im Mai 2018 interviewte Sabine mich:

Kannst Du mit dem Begriff Fluide Identität etwas anfangen? Hast Du eine Fluide Identität?

Fließend…im flow bleiben…Fließende Identität…
Bedeutet das, dass ich meine Identität wechsel oder dass ich meinem Leben immer wieder eine neue Wendung gebe?
Ja, ich gebe meinem Leben immer wieder eine neue Wendung; so alle 10 Jahre…immer wenn es mir langweilig wird…
bis 2005 Angestellte einer Gemeinschaftsorganisation von verschiedenen ARD Anstalten…Abläufe waren irgendwann immer die gleichen…MDR, RBB, NDR,
Dann die Selbständigkeit als Künstlerin …Ateliergründung, Ausstellungen, Bücher, Netzwerken…und dann kam wieder der Punkt… Kunstgeschichtsstudium aufgenommen…Konzepte zunehmend spannend für mich…
In dem Modus bin ich noch…inspiriert mich sehr…öffnet mir den Weg auch so etwas wie diese Installation hier zu machen…
Deshalb würde ich mich als fließenden Menschen bezeichnen;
Bild: Wasser, dass um einen Stein herumfliesst…

Machen prägt Deine Identität?

Was ich mache, mache ich mit voller Seele und Körpereinsatz…mit allem…

Letztens bei Thadeusz (Talkshow) den Erfinder der ersten Losplattform im Internet gehört, der sagte, Kinder von Selbständigen überlegen immer mit was sie sich selbständig machen könne; Kinder von Angestellten überlegen immer wo sie sich bewerben, wo sie arbeiten können…Ja, ich glaube mein Vater hat uns zur Selbständigkeit erzogen…für mich traf das zu…Entscheidungen treffen…Ja, ich bin eine Macherin, netzwerke gerne…

Auf Sabines Blog (siehe hier) könnt ihr mehr vom Interview lesen.

Hier auch das Interview von Doreen Trittel, mit der ich auch immer wieder gerne zusammenarbeite.

 

Ich kläre für mich wichtige Fragen in Selbstportraits.

Gesammelt werde ich meine Selbstportraits das erste Mal im Salon zeigen. Ein Vorgeschmack schon hier:

 

 

Einladung zum 19. KunstSalon am Dienstag bei Susanne Haun – Vom Fluiden ins Karmische – Gast Sabine Küster

Posted in Salon by Susanne Haun on 16. November 2018

 

Liebe Freundinnen und Freunde meines KunstSalons!

Der 19. KunstSalon am Dienstag findet am 15. Januar 2019 um 18 Uhr in meinen Atelierräumen in der Groninger Str. 22, 13347 Berlin statt.

Als Gast freue ich mich, Sabine Küster (siehe hier: MUSENLAND Akademie für Biographisches & Kunst) in meinem Atelier begrüßen zu dürfen.

 

Einladung Salon Susanne Haun - Gast Sabine Küster

 

Mittels Text, Installation und Performance bespielt die Künstlerin und Autorin Sabine Küster die Themenfelder Raum, Identität und Sprache. Anfang 2018 hat sie die MUSENLAND Akademie für Biographisches & Kunst ins Leben gerufen, um ihre unterschiedlichen künstlerischen Formate, Ideen und Forschungen unter einem Dach und gemeinsamen Fokus – Biographie & Kunst – zu vereinen.

Vom Fluiden ins Karmische.

Sabine Küster berichtet vom ersten Akademiejahr mit dem Schwerpunktthema Fluide Identität und lässt uns rückwirkend an ihren Projekten und den daraus resultierenden Begegnungen und Erkenntnissen teilhaben.

Auch ich, Susanne Haun, war Teil der Forschungsreise zu Fluider Identität. Sabine hat mich interviewt und so werde ich von meiner Sicht darauf gerne berichten.

 

 

Zum Salon werden Foto- und Textbanner der alice*-Projekte und Textauszüge aus den Fluidum-Interviews zu sehen und eine Audio-Version des Poems ich* von Sabine Küster zu hören sein; ergänzt durch gezeichnete Selbstportraits von Susanne Haun.

Sabine Küster bildet zudem die Hälfte des Performance Duo ‚Krysti Himmelfahrt & 1 Muse‘. Gemeinsam mit ihrer Auftritts-Partnerin Krystiane Vajda (www.krystiane-vajda.de) wird sie im Salon eine ca. 10 minutige Performance darbieten, die uns zum Jahresthema 2019/2020 der MUSENLAND Akademie für Biographisches & Kunst hinführt.

Wir freuen uns, Euch begrüßen zu dürfen.

19. KunstSalon am Dienstag bei Susanne Haun

  1. Januar 2019 um 18 Uhr

Groninger Str. 22, 13347 Berlin

info@susannehaun.de T: 030 43 00 45 72, M: 0177 232 80 70

Tram M13, M50 Osramhöfe, U6 Seestraße, Leopoldplatz, U9 Nauener Platz

 

Hier findet ihr alle Informationen praktisch als PDF zum herunterladen: Einladung 19. Salon Susanne Haun – Vom Fluiden ins Karmische – Gast – Sabine Küster

 

Programm

Sabine Küster, MUSENLAND Akademie für Biographisches & Kunst

https://www.musenland.de

 

Susanne

Grußwort

Vorstellung von Sabine Küster

Sabine

Vorstellung der MUSENLAND Akademie für Biographisches & Kunst

Sabine berichtet von ihrem ersten Jahr und erzählt, wie sie vom Fluiden ins Karmische gekommen ist und was es (ihr) bedeutet

Susanne

Wie fühlt man sich als Interviewpartnerin?

P A U S E

Performance von ‚Krysti Himmelfahrt & 1 Muse‘

Susanne

Was verstehen wir unter Performance und Interviews? Ist ein Interview eine Performance? Ein kleiner kunsthistorischer Ausblick über Performances.

Sabine

Jahresthema 2019/2020: worum geht es, wie weit ist die Planung…

Schlusswort und freie Diskussion

 

 

Ausstellungsansichten im Kunstraum Susanne Haun

Posted in Ausstellung, Blumen und Pflanzen, Zeichnung by Susanne Haun on 24. September 2018

 

Heute musste ich leider meine Ausstellung floraler Zeichnungen in meinem Atelier abhängen.

Morgen ist der nächste Kunstsalon (siehe hier) in meinen Räumen und um 13 Uhr stehen Utz und Rosie vor der Tür, um die Musikerinnen und Musiker sowie die Kalender zu hängen, die wir präsentieren werden. Ich bin gespannt, wie der Galerieraum dann aussehen wird. Ich finde es immer wieder erstaunlich, wie der Raum sich mit dem jeweiligen Salon wandelt und sicher bin ich genauso traurig, diese Ausstellung wieder abzuhängen.

Damit die letzte Hängung erhalten bleibt, habe ich Ausstellungsansichten fotografiert.

 

 

Inspiration und Diskussion im Kunstsalon

Posted in Salon, Zeichnung by Susanne Haun on 9. November 2017

Ich habe mich sehr gefreut, die Ankündigung meines nächsten Kunstsalons im Wedding Weiser zu lesen:

Die Künstlerin Susanne Haun ist Gastgeberin des KunstSalons. Foto: HenselFür einen Kunstsalon benötigt man einen großen Raum, eine Gastgeberin und Themen, die interessierte Gäste gern diskutieren. Die Weddingerin Susanne Haun veranstaltet in ihren Atelierräumen in der Groninger Straße seit 2014 drei bis vier Mal im Jahr einen solchen Salon. Der nächste findet am Dienstag (14.11.)…

über Inspiration und Diskussion im Kunstsalon — Weddingweiser

Zeichnen mit der Nähmaschine – Susanne Haun

Posted in Ausstellungstip, Kunstgeschichte, Zeichnen mit der Nähmaschine, Zeichnung by Susanne Haun on 28. Mai 2016

 

Am Dienstag findet mein 10. KunstSalon am Dienstag zum Thema

„Die Akzeptanz von textiler Kunst“ statt (siehe hier).

 

Mit diesem Ergebnis kam ich von der Veranstaltung zur Ausstellung It will be nach Hause (c) Foto von Susanne Haun

Mit diesem Ergebnis kam ich von der Veranstaltung zur Ausstellung It will be nach Hause (c) Foto von Susanne Haun

Aufgrund dessen habe ich mich auch mit diesem Thema beschäftigt und bin zur Ausstellung „It will be“ von Mathilde ter Heijne (siehe hier) ins Haus am Lützowplatz (siehe hier) zu einer Veranstaltung gegangen. Mathilde ter Heijne (* 10. September 1969 in Straßburg) ist eine niederländische Video- und Installationskünstlerin und Hochschullehrerin und ich war gespannt, wie sie die textile Kunst in ihr Werk einbezogen hat. Eine ausführliche Projektbeschreibung mit Fotos findet ihr auf dem Magazin KunstLebenBerlin (siehe hier).

„t will Be! ist ein Projekt der niederländischen Künstlerin Mathilde ter Heijne das gemeinsam mit professionellen TextilkünstlerInnen sowie diversen Handwerksgruppen – aus unterschiedlichen sozialen, politischen, religiösen und kulturellen Kontexten- realisiert wurde und sich stetig weiter entwickeln wird.“ Magazin KunstLebenBerlin (siehe hier)

Ich habe Heijnes Werk als Soziale Plastik (soziale Skulptur) empfunden. Die soziale Plastik ist eine spezifische Definition eines Erweiterten Kunstbegriffs des deutschen Künstlers Joseph Beuys. Beuys Werk die 7.000 Eichen sind ein gutes Beispiel dafür.

Bei der Veranstaltung, bei der ich war konnte jeder Teilnehmer ein Dreieck aus Stoff gestalten und über die Ausstellung und die Kunst an sich reden. Auch ich habe ein Dreieck gestaltet. Das Dreieck lief etwas aus dem Ruder, da ich begeistert von den vielen Stoffarten war, aus denen man für sein persönliches Dreieck wählen konnte.

Ich beschloss, etwas zu kreieren, was ich später auf eine Leinwand montieren und in eine Zeichnung integrieren könnte.

Seither arbeite ich an diesem Projekt und bin mit dem Stand meiner Leinwand zufrieden. Ich werde in der nächsten Zeit die Fortschritte bloggen.

 

 

Ich lade meine Leserinnen und Leser herzlich ein, zu meinem nächsten Salon zu kommen:

KunstSalon am Dienstag bei Susanne Haun
31. Mai 2016 um 18 Uhr
Groninger Str. 22, 13347 Berlin

Einladung zum KunstSalon – Textile Kunst von N.W. und M.M. – im pdf Format zum Druck

Leben in Ghana – Bericht vom KunstSalon am Dienstag – Gast Joyce-Ann Syhre – Susanne Haun

Posted in Foto, Salon by Susanne Haun on 17. Februar 2016

Gestern fand der 9. KunstSalon in meinem Galerieraum statt. Mein Gast war Joyce Ann Syhre, die von ihren Eindrücken von den Menschen in Ghana berichtete. Sie schrieb während ihres Aufenthalts in Ghana den Blog AFRillusion, The mind is everything. What you think you become (siehe hier).

Eröffnung des 9. KunstSalons - Gast Joyce Ann Syhre (c) Foto von M.FankeEröffnung des 9. KunstSalons - Gast Joyce Ann Syhre (c) Foto von M.Fanke

Eröffnung des 9. KunstSalons – Gast Joyce Ann Syhre (c) Foto von M.Fanke

Joyce hat sehr gelungen Fakten und Erzählung über ihren Aufenthalt in Ghana präsentiert.

Als Einstieg zeigte sie uns eine „politisch korrekte Weltkarte“, die die Flächen des Afrikanischen Kontinents im Verhältnis zu Europa korrekt wiedergibt. An der Karte fiel mir sofort die zentrale position Afrikas auf. Geschweige denn, dass Europa in dieser Darstellung sehr klein ist. Ich finde es erstaunlich, wie über die veränderte Darstellung von Größen auch gleich ein anderer Eindruck der Welt geschaffen werden kann. Wer stellt wohl die meisten Weltkarten für den europäischen Markt her? Sicher ein europäischer Verlag!

 

Politisch korrekte Weltkarte, Quelle http://forum.tylers-kneipe.de/viewtopic.php?p=178169, 17.2.16, 8:00 Uhr

Politisch korrekte Weltkarte, Quelle http://forum.tylers-kneipe.de/viewtopic.php?p=178169, 17.2.16, 8:00 Uhr

Joyce stellte uns 5 Ghanesen vor, sie erzählte von ihrer sehr persönlichen Beziehung zum jeweiligen Menschen. Gerade diese persönlichen Eindrücke und ihr Vergleich vom Leben dort und hier waren das, was ihren Vortrag heraushob.

Ich habe ihre Geschichten neben mir auf Papier zu liegen, sie sind ausformuliert und bereit für den Druck. Ich hoffe, Joyce findet einen Verlag für ihren Bericht.

Joyce Ann Syhre (c) Foto von Susanne Haun

Joyce Ann Syhre (c) Foto von Susanne Haun

Sie begann mit der Vorstellung von Dennis,ein Künstler aus Cape Coast. Dennis kam mit seinem Vater nach Deutschland. Er beschloss jedoch nach der Schule zurück nach Ghana zu gehen.
„Dem Freigeist Dennis war die Kunstszene in Deutschland zu entstirnig, in Ghana könne man viel freier und kreativer sein, sagte er. Die Worte von Dennis machten mich nachdenklich. Ist ein Künstler in Deutschland wirklich weniger frei? Sind die Strukturen in denen man lebt zu starr und dominant? Ist Freiheit entscheidend für „gute“ Kunst? Dennis bereut seine Entscheidung zurück nach Ghana gegangen zu sein jedenfalls nicht.““²

Dennis,ein Künstler aus Cape Coast (c) Foto von Joyce-Ann Syhre

Dennis,ein Künstler aus Cape Coast (c) Foto von Joyce-Ann Syhre

 

In zwei Videosequenzen und einem Bericht erzählte sie uns von Ezi, Rasta oder Priester.
„Keine Religion zu praktizieren ist fast gleichbedeutend mit gesellschaftlichen Ausschluss. Ausgenommen davon sind natürlich Obronies – die Weißen – deren Nicht-Religiosität belächelt, jedoch nicht hinterfragt wird.“²

 

Haus von Ezi, Rasta oder Priester (c) Foto von Joyce-Ann Syhre

Haus von Ezi, Rasta oder Priester (c) Foto von Joyce-Ann Syhre

 

Es gibt auch Flüchtlinge außerhalb Europas. Der Bericht von Daniel, Flüchtling fernab von Europa erzählt von diesem Lebenskünstler von der Elfenbeinküste, der in Ghana lebt.
„Daniel scheint Teil der GEmeinschaft in Busua zu sein. Nach nährerm Kennenlernen jedoch bekam ich auch Spannungen mit, die ihm das Ablegen der Flüchtlingsrolle erschwerten.“²

 

 Daniel, Flüchtling fernab von Europa (c) Foto von Joyce-Ann Syhre

Daniel, Flüchtling fernab von Europa (c) Foto von Joyce-Ann Syhre

Vom Traum Europa erzählt Joyce in ihrem Bericht über Joseph und seine Leichtigkeit.
„Joseph erzählte mir, dass er Niederländisch zur Vorbereitung auf Deutschland lernt. Verwirrt teilte ich ihm mit, dass in Deutschland Deutsch gesprochen wird (…). Belustigt erzählte er (Joseph) dass er immer Deutsche Welle schaut und fest davon ausgegangen ist, dass niederländisch gesprochen wird.“²
Joseph dankte Joyce für die neuen Erkenntnisse und beschloss nun auf die deutsche Sprache umzuschwenken.

Als letztes berichtete und Joyce von Rita, ein Kind in Ghana. Rita ist Waise, 12 Jahre alt und pflegt ihre Großmutter.
„Was bedeutet es, Kind in Ghana zu sein?“ fragt Joyce „Als behütet aufgewachsener Sprößling aus Deutschland würde ich sagen, es bedeutet früh Verantwortung zu übernehmen, für sich und seine Geschwister zu sorgen, stark und mental gefestigt zu sein und nicht ständig im Mittelpunkt der Eltern zu stehen.“²

 

Rita, ein Kind in Ghana (c) Foto von Joyce-Ann Syhre

Rita, ein Kind in Ghana (c) Foto von Joyce-Ann Syhre

 

Ich möchte Joyce an dieser Stelle nochmals für den gelungenen Abend danken! Ich denke, ich spreche für alle Anwesenden, wenn ich sage, dass wir eine interessante und auch lehrreiche Zeit mit Joyce hatten.

 

KunstSalon am Dienstag bei Susanne Haun - Gast Joyce Ann Syhre - Diskussionen zum Thema (c) Foto von Susanne Haun

KunstSalon am Dienstag bei Susanne Haun – Gast Joyce Ann Syhre – Diskussionen zum Thema (c) Foto von Susanne Haun

Hier nochmals Fakten zum Projekt, an dem Joyce teilnahm:
Das Projekt in Ghana erfolgte in Zusammenarbeit mit einer Schule im Dorf Azani, Joyce lebte während ihres Aufenthalts im Nachbardorf Busua, welches am westlichen Küstenstreifen von Ghana liegt. Die Region ist sehr ländlich, Haupteinnahmequelle ist die Landwirtschaft oder die Fischerei, Bildungs- und Gesundheitseinrichtungen sind nur in einfacher Form vorhanden. In Kooperation mit einer Schule hat sie mit 10 Schülern einen Schulgarten erstellt, in dem Gemüse auf organische Art und Weise angepflanzt wurde. Es handelte sich dabei um ein Pilotprojekt, ein reger Erfahrungsaustausch mit den Dorfbewohnern in Azani war folglich hilfreich und nötig. Zur Seite stand ihr während der Zeit eine weitere Stipendiatin, die ebenfalls aus Berlin kommt. Beide arbeiteten für die Ghanaische NGO (Nicht-Regierungsorganisation) Embracing-Hidden-Talents Network.

 

Am Rande bemerkt: mir gefällt die Darstellung der Galerie im „Mosaik-Format“. Wenn ihr die Fotos größer sehen möchtet, genügt der berühmt berüchtigte Klick 🙂

________________________

² Syhre, Joyce-Ann, Bericht aus Ghana, Berlin 2016.

 

 

Einladung zum 9. KunstSalon am Dienstag bei Susanne Haun

Posted in Salon, Zeichnung by Susanne Haun on 11. Januar 2016

Mein KunstSalon am Dienstag geht nun schon in sein 3. Jahr und
am Dienstag, den 16. Februar 2016 findet der 9. Salon statt.

„Erzählerische Menschenbilder aus Ghana“

Joyce-Ann Syhre - Erzählerische Menschenbilder aus Ghana (c) Foto von Susanne Haun

Joyce-Ann Syhre – Erzählerische Menschenbilder aus Ghana (c) Foto von Susanne Haun

Joyce-Ann Syhre wird mein Gast sein. Sie besucht die Humboldt-Universität Berlin und studiert „Integrated Natural Resource Management“ im Master of Science. Ihren Abschluss Bachelor of Science in Umweltmanagement hat sie schon vor einiger Zeit erworben. Auf xing kann der geneigte Leser ihren beeindruckenden Lebenslauf lesen. Joyce ist 25 alt. Ich lernte sie schon als Mädchen kennen, mit 16 Jahren stand sie mir Modell für einige Zeichnungen.

Sie wird uns vom „Umweltbildungsprojekt“, das sie während ihres 3-monatigen Aufenthalts in Ghana verfolgte,  berichten.  Sie hat bereits während ihres Aufenthalts auf ihrem Blog AFRillusion, The mind is everything. What you think you become (siehe hier) von ihren Eindrücken geschrieben.

Joyce Syhre in Ghana bei der Arbeit im Schulgarten (c) Foto von Joyce Syhre

Joyce Syhre in Ghana bei der Arbeit im Schulgarten (c) Foto von Joyce Syhre

Über das ASA-Programm erhielt sie ein Stipendium, das das Projekt in Ghana ermöglichte.
„Das ASA-Programm ist ein innovatives, entwicklungspolitisches Lern- und Qualifizierungsprogramm. (…) Aus einer kleinen Studenteninitiative, die sich 1960 gründete, ist eine dynamische Lernwerkstatt für junge Menschen geworden, die globale Zusammenhänge verstehen wollen, kritsche Fragen stellen und sich für eine nachhaltige Welt engagieren.“²

Joyce besuchte zur Vorbereitung ihres Aufenthalts in Ghana Seminare in Brandenburg und Tschechien. Das Projekt in Ghana erfolgte in Zusammenarbeit mit einer Schule im Dorf Azani, sie lebte während ihres Aufenthalts im Nachbardorf Busua, welches am westlichen Küstenstreifen von Ghana liegt. Die Region ist sehr ländlich, Haupteinnahmequelle ist die Landwirtschaft oder die Fischerei, Bildungs- und Gesundheitseinrichtungen sind nur in einfacher Form vorhanden. In Kooperation mit einer Schule hat sie mit 10 Schülern einen Schulgarten erstellt, in dem Gemüse auf organische Art und Weise angepflanzt wurde. Es handelte sich dabei um ein Pilotprojekt, ein reger Erfahrungsaustausch mit den Dorfbewohnern in Azani war folglich hilfreich und nötig. Zur Seite stand ihr während der Zeit eine weitere Stipendiatin, die ebenfalls aus Berlin kommt. Beide arbeiteten für die Ghanaische NGO (Nicht-Regierungsorganisation) Embracing-Hidden-Talents Network.

Joyce Syhre in Ghana (c) Foto von Joyce Syhre

Joyce Syhre in Ghana (c) Foto von Joyce Syhre

In ihren erzählerischen Menschenbildern wird Joyce uns von den Menschen erzählen, die sie während ihres Aufenthalts in Ghana kennengelernt hat. Jedes Menschenbild wird dabei eine Besonderheit ansprechen, die sie an dem Menschen und dem Leben in Ghana nachhaltig beeindruckt hat.

Während des Aufenthaltes war Joyce´s digitale Kamera überwiegend in den Händen der Kinder und Jugendlichen aus dem Dörfern Azani und Busua. Eine Auswahl ihrer Perspektive und Kreativität wird im Kontrast zu Fotos gestellt, die ich während meines Unterrichts einer Willkommensklasse fotografierte habe. Diese gemeinsame Auswahl werden wir in meinem Galerieraum zeigen.

 

KunstSalon am Dienstag bei Susanne Haun
16. Februar 2016 um 18 Uhr, Gast Joce-Ann Syhre
Groninger Str. 22, 13347 Berlin
(Da die Anzahl an Plätzen begrenzt ist, bitte ich um Anmeldung via Mail: info@susannehaun.de, natürlich könnt ihr auch trotzdem spontan kommen!)

Salon Einladung Gast Joyce

_________________________

²ASA Programm, People make the difference, http://www.asa-programm.de/ueber-asa/ 7.1.2016, 19:00 Uhr

 

 

%d Bloggern gefällt das: