Susanne Haun

Albrecht Dürer – 500 Jahre Meisterstiche Druckgraphik und Zeichnungen aus dem Kupferstichkabinett – Online Ausstellung

Posted in Ausstellungstip by Susanne Haun on 17. Dezember 2019

 

Werbeplakat der Albrecht Dürer Ausstellung © Staatliche Museen zu Berlin

Archiv: Werbeplakat der Albrecht Dürer Ausstellung © Staatliche Museen zu Berlin

 

2014, in meinem ersten Studienjahr an der Freien Universität, nahm ich an folgendem Seminar teil:

„Albrecht Dürer und die Kunst der Druckgrafik“

Ich zitiere aus dem Vorlesungsverzeichnis Dr. Elke Anna Werner, die Seminarleiterin.
„Vertiefende Einblicke in die museale Praxis und in den Umgang mit Originalen erlangen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer durch die Vorbereitung einer Studioausstellung, die im Rahmen des Seminars als Kooperation zwischen dem Kupferstichkabinett der Staatlichen Museen Berlin mit Dr. Michael Roth und der Kolleg-Forschergruppe „BildEvidenz. Geschichte und Ästhetik“ anlässlich des 500jährigen Jubiläums von Dürers sogn. ‚Meisterstichen‘ 2014 im Ausstellungsraum des Kupferstichkabinetts in der Gemäldegalerie der Staatlichen Museen Berlin vorbereitet und eingerichtet werden soll.“

Hier (Klick) auf meinem privaten Blog berichtete ich von der Hängung der Ausstellung in der Berliner Gemäldegalerie.

Die reale Ausstellung endete schon vor über 5 Jahren am 23.3.2014.

Nun habe ich durch Zufall entdeckt, dass die Ausstellung Albrecht Dürer – 500 Jahre Meisterstiche von Dr. Michael Roth virtuell veröffentlicht wurde.

 

Wenn ihr diesem Link (klick) folgt, gelangt ihr zur virtuellen Ausstellung.

 

Die Deutsche Digitale Bibliothek verlinkt virtuelle Ausstellungen auf ihrer Internetseite https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/content/journal/ausstellungen. Es sind noch nicht viele Ausstellungen enthalten aber ich denke, das wird sicher wachsen.

Ich habe mich sehr gefreut, die Ausstellung in der Deutschen digitalen Bibliothek zu finden und auch namentlich im Rahmen dessen genannt zu sein.

 

Alle Beteiligten des Studentischen Projekts Ausstellung Albrecht Dürer - 500 Jahre Meiserstiche (c) Foto von Susanne Haun

Alle Beteiligten des Studentischen Projekts Ausstellung Albrecht Dürer – 500 Jahre Meisterstiche (c) Foto von Susanne Haun

 

15 Tonwerte – eine Landschaft – Susanne Haun

Posted in Landschaft, Zeichnung by Susanne Haun on 19. November 2016

 

Mit Tusche können mit Hilfe von Wasser Tonwerte erzeugt werden. Die Zeichnerin beginnt mit der unverdünnten Tusche und fügt immer mehr Wasser hinzu. Es ist ein Ansporn, soviel wie mögliche Tonabstufungen zu erreichen.

 

5 Tonwerte Landschaft Sepia Tusche (c) Zeichnung von Susanne Haun

Tonwerte Landschaft Sepia Tusche (c) Zeichnung von Susanne Haun

 

In der Ausstellung Romantik und Moderne im Kupferstichkabinett (siehe hier) hängen unter anderem auch Pinseltuschezeichnungen von Carl Blechen, der virtuos die einzelnen Tonwertabstufunen zum Ausdruck bringt. Während des Seminars viel die Zahl 15 als besonders gutes Ergebnis.

Die Staatlichen Museen zu Berlin zeigen in ihrer Online Datenbank der Sammlungen (siehe hier) Arbeiten von Carl Blechen (siehe hier). Ich muss jedoch sagen, dass selbst die guten Reproduktionen der Online Datenbank nicht das Betrachten des Originals ersetzen, aber es gibt einen Einblick.

Heute habe ich versucht, 15 Tonabstufungen meiner Sepia Tusche zu erlangen. Ich bin noch nicht ganz zufrieden, manche Abstufungen, gerade im hellen Bereich, scheinen zu dicht beieinander während im dunklen Bereich die Abstufungen meines Erachtens zu groß sind.

Nach den Tonabstufungen habe ich Bleistift mit der Sepia Tusche kombiniert. Ich mag das eigentlich nicht, ich fühle mich dann in meiner Tusche zu eingeängt.

 

 

Denktage eingeteilt in Romantik Rothschild und Hyperimages – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Blumen und Pflanzen, Kunstgeschichte, Leinwand, Tiere, Vergänglichkeit, Zeichnung by Susanne Haun on 9. November 2016

 

Jeden Morgen frage ich mich, womit ich mich denn heute kreativ beschäftigen werde.

 

3 Abstrakte Naturform (c) Zeichnung von Susanne Haun

3 Abstrakte Naturform (c) Zeichnung von Susanne Haun

 

An der Uni habe ich die Seminare Romantik und Moderne, Stundenbücher und Ausstellungsanalyse belegt. Alle drei Seminare inspirieren mich künstlerisch extrem und vermitteln viel Wissen.

Das Seminar zur Ausstellung Romantik und Moderne im Kupferstichkabinett (siehe hier) inspiriert mich besonders. Zu sehen, wie in dieser kunsthistorischen Epoche mit der Linie umgegangen wird, regt mich regelrecht (positiv) auf.

Stundenbücher wurden im Mittelalter hergestellt. Ihre Zeit endete mit der Erfindung von Gutenbergs Buchdruckmaschine. Ich habe mir zur näheren Untersuchung das Rothschild Gebetbuch (siehe hier) ausgesucht. Es erfordert sehr viel mehr Wissen zur Ikonologie als ich dachte. Die Präzision und der Einfallsreichtum der 5 Künstler, die an diesem Buch arbeiteten und auf dem relativ kleinen Format arbeiteten ist erstaunlich.

Vom Seminar Ausstellungsanalyse berichtete ich schon (siehe hier). In diesem Seminar habe ich mir zur näheren Betrachtung die Ausstellung von Candida Höfers Fotos im Neuen Berliner Kunstverein (siehe hier) ausgesucht.

Heute ist „Romantik und Moderne Tag“. Was genau an einem solchen Tag in meinen Zeichnungen einfließt, das weiß ich nicht.

Auf jeden Fall habe ich weiter an meiner Leinwand gearbeitet, die ich am Montag grundierte (siehe hier).

 

 

Die Einsamkeit des Künstlers – Bericht von Susanne Haun

Posted in Ausstellungstip, Berlin by Susanne Haun on 21. November 2015

Vorgestern war ich bei der Ausstellungseröffnung „Double Vision“ im Berliner Kupferstichkabinett im Kulturforum. 

Es werden graphische Arbeiten von Albrecht Dürer (1471-1528) und William Kentridge (geb. 1955 in Johannesburg) präsentiert.

Es ist eine sehr beeindruckende Ausstellung, die ich jedem nur empfehlen kann. Ich werde die nächsten Freitage in der Ausstellung verbringen, eine der beiden Kuratorinnen, Elke Anna Werner, ist Dozentin an der FU und „scheinlos glücklich“ werde ich mein drittes Seminar, dieses mal zum Thema Ausstellungsdisplay, bei ihr absolvieren. Die lezten beiden Seminare handelten von den Arbeiten Kentridge (2013) und von den Meisterstichen Dürers (2013/14) (siehe hier mein Bericht).

 

Ich freue mich über den Katalog (c) Foto von M.Fanke

Ich freue mich über den Katalog (c) Foto von M.Fanke

Ich war das erste mal bei einer musealen Ausstellungseröffnung. Inklusive des Künstlers kamen sechs Redner zu Wort. Besonders die Reden der beiden Kuratorinnen, Elke Anna Werner und Andreas Schalhorn sowie die abschliessenden Worte des Künstlers gefielen mir. Frau Werner redete bis auf wenige Sätze deutsch und Herr Schalhorn englisch, so war sowohl das Publikum als auch William Kentride einbezogen. Frau Werner überreichte Kentridge eine Tafel Schokolade, zu der ich später zurückkomme.

Kentridge selber ist ein sehr guter, charismatischer Redner. Sein Deutsch sei schlecht, sagte der Künstler,  aber trotzdem zitierte er rednerisch brilliant Worte in Deutsch. Ich muß Frau Werner noch fragen, was genau er zitierte. Ich bewunderte Kentridge, dass er nach den vielen Reden, von denen er die meisten Worte nicht verstand, noch soviel Elan auf die Bühne brachte.

Es fiel mir auf, wie einsam Kentridge durch die Ausstellung lief, er schien sich an der Tafel Schokolade festzuhalten. Gut, dass er sie hatte! Die vielen Leute unterhielten sich über sein Werk und schauten sich mit großen Augen um, aber mit ihm selber sprach kaum einer. Cris,  mit der ich zur gleichen Zeit das Studium begann und ich kauften uns den Katalog der Ausstellung, suchten Kentridge und ließen uns die Kataloge signieren. Ich fragte ihn mit meinem vor Aufregung noch schlechteren Englisch, ob er wirklich alle seine Radierungen selber drucke, also selbst die wirklich großen Platten, die mit Farbe einzuschmieren und auszuwischen eine große Anstrengung bedeuten! Er antwortete, dass er das tue – aber nicht alle! (Yes, I do, but not all!)

Ich freue mich über den signierten Katalog (c) Foto von M.Fanke

Ich freue mich über den signierten Katalog (c) Foto von M.Fanke

Cris fragte ihn, ob er sich alleine fühle, weil er doch so alleine durch die Gemäldegalerie strich. Aber er antwortete, dass das gut so sei. Er sah müde aus und als ich ihm einen schönen Feierabend wünschte, erfuhren wir, dass ihn noch ein weiteres Programm am Abend erwartete.

Nein – ich habe keine Fotos gemacht. Nicht mit der Kamera und auch nicht mit dem Handy. Ich habe beides in einem der Schließfächer des Museums eingeschlossen und mit meinen Augen beobachtet und nun schreibe ich die Beobachtungen nieder.

Ob ich mit Kamera die selben Beobachtungen gemacht hätte, wie ohne? Ist unser Auge nicht ohne Technik geschärfter?

Eine sehr gute Dokumentation der Ausstellung liefert der Blog „Double Vision Berlin“ (siehe hier) oder die Informationsseite der FU Berlin „Evidenz ausstellen“ (siehe hier).
Auf der Seite des Deutschlandradios Kultur erhält der Interessierte weitere Informationen im Artikel:
„“Double Vision“ im Berliner KupferstichkabinettUnterhaltung mit den Bildern im Kopf“ von Jochen Stöckmann (siehe hier)

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Double Vision: Albrecht Dürer & William Kentridge

20. November 2015 bis 6. März 2016
Öffnungszeiten

Di. – Fr.: 10:00 – 18:00 Uhr
Do.: 10:00 – 20:00 Uhr
Sa. – So.: 11:00 – 18:00 Uhr

Kupferstichkabinett
Kulturforum
Matthäikirchplatz, 10785 Berlin

Eintritt Ausstellung: 8 € / 4 €
Bereichskarte Kulturforum: 16 € / 8 €

U-Bahn U2 (Potsdamer Platz)
S-Bahn S1, S2, S25 (Potsdamer Platz)
Bus M29 (Potsdamer Brücke); M41 (Potsdamer Platz Bhf / Voßstraße)
M48, M85 (Kulturforum); 200 (Philharmonie)

Hängung und Besprechung – Albrecht Dürer – 500 Jahre Meisterstiche – Ausstellung in der Gemäldegalerie

Posted in Ausstellung, Berlin, Empfehlung by Susanne Haun on 21. Januar 2014

Ich berichtete schon von der Ausstellung Albrecht Dürer – 500 Jahre Meisterstiche – in der Gemäldegalerie (Kabinett des Kupferstichkabinetts).

Auf dem folgenden Foto des Aufstellers könnt ihr die Projektbeschreibung und die Namen der Beteiligten erfahren:

Projektbeschreibung  Ausstellung Albrecht Dürer - 500 Jahre Meiserstiche

Projektbeschreibung Ausstellung Albrecht Dürer – 500 Jahre Meiserstiche

Die Firma Hahnemühle (siehe hier) hat das Banner für die Ausstellung gesponsort. Herzlichen Dank!
Auf den Fotos dokumentiere ich die Hängung des Banners, die gestern erfolgte. Es hat Spaß gemacht, das Banner zu hängen und die Ausstellung schon vorab zu sehen.

Banner der Ausstellung Albrecht Dürer - 500 Jahre Meiserstiche (Von der Hahnemühle gesponsort) (c) Foto von Susanne Haun

Banner der Ausstellung Albrecht Dürer – 500 Jahre Meiserstiche (Von der Hahnemühle gesponsort) (c) Foto von Susanne Haun

Heute haben wir alle unsere Ausstellung das erste Mal gesehen. Viel Arbeit und Elan haben wir investiert und ist es nicht erstaunlich, dass soviele Menschen sich auf ein Konzept einigen können?

 Alle Beteiligten des Studentischen Projekts Ausstellung Albrecht Dürer - 500 Jahre Meiserstiche  (c) Foto von Susanne Haun

Alle Beteiligten des Studentischen Projekts Ausstellung Albrecht Dürer – 500 Jahre Meiserstiche (c) Foto von Susanne Haun

Nun kann die Ausstellung vom Publikum betrachtet werden und natürlich empfehle ich sie auch allen. In der Ausstellung sind neben den Druckgrafiken auch vier Zeichnungen von Dürer zu sehen. Neben der Albertina in Wien und der Tate Galerie in London hat das Kupferstichkabinett Berlin die größte Anzahl an Zeichnungen von Dürer. Die Zeichnungen sind sehr empfindlich und nachdem die Ausstellung vorbei ist, werden die Blätter die nächsten fünf Jahre nicht mehr gezeigt, damit sie sich erholen können. Eine Ausstellung ist immer eine Strapaze für die Exponate.

Werbeplakat der Albrecht Dürer Ausstellung © Staatliche Museen zu Berlin

Werbeplakat der Albrecht Dürer Ausstellung © Staatliche Museen zu Berlin

Albrecht Dürer – 500 Jahre Meisterstiche – Ausstellung in der Gemäldegalerie

Posted in Ausstellung, Empfehlung, Kunstgeschichte, Was es sonst so gibt! by Susanne Haun on 10. Januar 2014

Im Rahmen meines Kunstgeschichte Studiums habe ich ein besonderes Seminar belegt:
„Albrecht Dürer und die Kunst der Druckgrafik“

Ich zitiere aus dem Vorlesungsverzeichnis Dr. Elke Anna Werner, die Seminarleiterin.
„Vertiefende Einblicke in die museale Praxis und in den Umgang mit Originalen erlangen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer durch die Vorbereitung einer Studioausstellung, die im Rahmen des Seminars als Kooperation zwischen dem Kupferstichkabinett der Staatlichen Museen Berlin mit Dr. Michael Roth und der Kolleg-Forschergruppe „BildEvidenz. Geschichte und Ästhetik“ anlässlich des 500jährigen Jubiläums von Dürers sogn. ‚Meisterstichen‘ 2014 im Ausstellungsraum des Kupferstichkabinetts in der Gemäldegalerie der Staatlichen Museen Berlin vorbereitet und eingerichtet werden soll.“

Werbeplakat der Albrecht Dürer Ausstellung © Staatliche Museen zu Berlin

Werbeplakat der Albrecht Dürer Ausstellung © Staatliche Museen zu Berlin

Es hat sehr viel Spaß gemacht und am 21.1. eröffnen wir in der Gemäldegalerie im Kupferstichkabinett-Raum diese Ausstellung. Es hat mir sehr viel Freude gemacht (hier wiederhole ich mich sogar), mit den anderen zusammen zu arbeiten und zu schauen, wie in den großen Museen Ausstellungen organisiert werden.

Ein Wissen nehme ich auf jeden Fall mit in meine nächste Ausstellung: Es lohnt sich, mehr Zeit und Kopf in die Schilder für die Bilder zu investieren. Dort kann der Kurator oder Künstler auf kleinen Raum prägnante Aussagen zu seinen Arbeiten treffen.

Ich werde in weiteren Blogbeiträgen von der Ausstellung berichten.

Wir alle freuen uns, euch am 21. Januar 2014 bei der Ausstellungseröffnung begrüßen zu dürfen. Die Zeit liefer ich euch nach, ich muß gestehen, ich weiss noch gar nicht wann….

Blauer Himmel über dem Kulturforum – Bericht von Susanne Haun

Posted in Architektur, Ausstellung, Berlin, Betrachtungen zur Kunst, Kunstgeschichte, Zeichnung by Susanne Haun on 1. Januar 2013

Fast hätte ich die Schinkel Ausstellung im Kupferstichkabinett verpasst.

Schon am 6.1.13 ist der letzte Ausstellungstag. Durch den Hinweis: „Schinkels Werke Online“ im Berliner Tagesspiegel habe ich gerade noch rechtzeitig einen Fingerzeig erhalten!

Schinkel im Kulturforum (c) Foto von Susanne Haun

Schinkel im Kulturforum (c) Foto von Susanne Haun

Wer noch Zeit bis zum 6.1.13 findet und in Berlin weilt, dem kann ich diese Ausstellung nur ans Herz legen. Wer nicht in Berlin weilt hat die Möglichkeit unter diesem Link www.smb.museum/schinkel die Werke Schinkels im Online Katalog zu betrachten. Ich bin sehr begeistert vom Online Katalog, denn nun kann ich nach dem Betrachten der Originale auch noch digital die Zeichnungen zoomen, um auch den letzten Strich aufzunehmen.

Das die Ausstellung voll war und das es für den Eintritt Zeitfenster gibt, das muss ich sicher nicht erwähnen.
Ich interessierte mich am meisten für „Die Zeichnung – Labor der Kunst, Labor der Wissenschaft„. Diese Sektion der Ausstellung ist im eigentlichen Kupferstichkabinett, dem Raum 3. Ich war schon sehr früh im Museum (um 10 Uhr öffnet die Ausstellung) und habe dann auch mit Raum 3 begonnen und konnte so diesen Raum wirklich genießen, da die Massen alle bei Raum 1 begannen.

Eingang Kurlturforum (c) Foto von Susanne Haun

Eingang Kurlturforum (c) Foto von Susanne Haun

In Raum 3 wird auf Schinkels Arbeitsmittel eingegangen und wie er Neuerungen ausprobiert hat. Er zeichnete zuerst mit Rohrfeder und Federkiel. Von seiner Italienreise brachte er die in Deutschland noch unbekannte Stahlfeder mit und nutze sie auch gleich. Interessant sind auch die Ausführungen zum Papier, das Schinkel benutze. Es wurde in einer Papiermühle in Eberswalde hergestellt. Für seine Architekturzeichnungen war es vom Nachteil, das Büttens Sieb auf dem Papier zu sehen. So war das glatte Papier für ihn eine geniale Neuerung. Gerne hat Schinkel auch das handgeschöpftes Papier (vergé) blau verwendet. Die Zeichnungen auf diesem Papier mag ich besonders.

Die Mühle in Eberswalde gibt es nicht mehr. In der Hahnemühle in Dassel wird heute noch traditionell das Papier in Manufaktur hergestellt. Seht hier dazu meinen Artikel.

Die Ausstellung ist auch in Sonderräumen (c) Foto von Susanne Haun

Die Ausstellung ist auch in Sonderräumen (c) Foto von Susanne Haun

Schon 1981 wurde Schinkel anlässlich seines 200 Geburtstag in der damals noch geteilten Stadt geehrt.Es ist interessant, wie unterschiedlich die Fragestellung der Präsentation und des Werkes ist und so habe ich in dem Katalog von damals nicht das gefunden, was ich mir erhofft habe. Seine Zeichnungen werden kaum gezeigt, der Schwerpunkt liegt auf die Architektur.²

Potsdamer Platz Berlin (c) Foto von Susanne Haun

Potsdamer Platz Berlin (c) Foto von Susanne Haun

Nichtsdestotrotz habe ich viel Interessantes im Kapitel „Karl Friedrich Schinkel – Gedanken zur Kunst“ gefunden. Unter dem Stichwort „Schönheit und Moral“ findet sich folgendes Schinkel Zitat²:

„Die bildende, die schöne Kunst hat die Aufgabe, den Abdruck des Zustandes einer Seele, das Bild des Zustandes einer schönen Seele darzustellen. Geschieht dies in Tönen, so können Bewegungen, Leidenschaften, Beschwichtigungen, das ruhige Wohlbehagen, Beängstigungen, Erschütterungen des Gemüts in reiner Folge dieser Seelenzustände erscheinen; es ist dann Musik die Kunst im allgemeinsten Sinne, die Kunst, die in allen übrigen Kunstformen wieder enthalten und ihren Hauptbestandteil ausmachen muss.“³

Interessant, nicht wahr? Schinkel stellt die Musik über die bildende Kunst! Erinnert ihr euch? Ich berichtete über Da Vince und die Paragone. Da Vince verglich in einem Traktat die Musik mit der Malerei. Da Vince aber führt in seinem Traktat aus, dass die bildende Kunst der Musik weit überlegen ist!

Als ich von der S-Bahn Potsdamer Platz zum Kulturforum bei schönsten blauem Himmel lief, habe ich mich wieder sehr gefreut, Berlinerin zu sein!
Die Fotografien der Architektur des für mich immer noch neu gestalteten Postdamer Platzes finde ich sehr passend im Kontrast zu Schinkels Architektur.

Das Wetter schenkt mir eine Skyline vom Potsdamer Platz (c) Foto von Susanne Haun

Das Wetter schenkt mir eine Skyline vom Potsdamer Platz (c) Foto von Susanne Haun

For my English-speaking readers:
I almost missed the Schinkel exhibition at the Kupferstichkabinett, Berlin.
The last show day is already on 06/01/13. By the statement: “Schinkel’s works online” in the newspaper “Tagesspiegel” I was just in time to make my visit.
If anyone have time to find 6.1.13 and is in Berlin, I can put this issue only to the heart. Who is not in Berlin http://www.smb.museum the opportunity at this link / schinkel Schinkel’s works in the online catalog viewing. I am very excited about this catalog, because now I can after viewing the originals even see digital drawings to include also the last stroke.

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²Börsch-Supan, Helmut. Griesebach, Lusius. Hrsg. Karl Friedrich Schinkel – Architektur Malerei Kunstgewerbe. Berlin 1981.
³Freiherr von Wolzogen, Alfred. Aus Schinkels Nachlass, Bd. 1, Berlin 1862.

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