Susanne Haun

Eine Zugfahrt – Fotos von Susanne Haun

Posted in Foto, Was es sonst so gibt! by Susanne Haun on 28. August 2013

Fünf Stunden dauerte gestern die Zugfahrt Berlin – Köln.
Der Zug ist zur Zeit wegen der Schäden des Hochwassers eine Stunde länger als normalerweise unterwegs.

Aus dem Zug bei Magdeburg (c) Foto von Susanne Haun

Aus dem Zug bei Magdeburg (c) Foto von Susanne Haun

In diesen fünf Stunden änderte sich die Landschaft zusehens und gestern habe ich diese Veränderung mit meiner Handykamera festgehalten und bin erstaunt, was mein Handy zu leisten vermag. Ich bin auch erstaunt, was ich letzendlich für einen Ausschnitt festhalte, ich habe das Gefühl, entweder zu früh oder zu spät abzudrücken. Nie fotografiere ich das, was ich sehe. Der Zug fährt zwischen 160 und 200 km und so ist es kein Wunder, dass mir „mein Ausschnitt“ nicht gelingt.

 Aus dem Zug Hamm (c) Foto von Susanne Haun

Aus dem Zug Hamm (c) Foto von Susanne Haun

Ich mag den Zufall, der dabei in Szene gesetzt wird. Mal ist es eine klassische Landschaftsaufnahme und mal sieht man an der Verzerrung des Motivs die Schnelligkeit des Zuges. Das nächste Foto zeigt wiederum die Trostlosigkeit der Städte an den Hauptbahnhöfen.

Ich mag das auf und ab der Stimmungen in den Fotos.

Wale schwimmen von Magdeburg nach Berlin – Susanne Haun

Posted in Atelier, Skizzen, Skizzenbuch, Zeichnung by Susanne Haun on 10. Mai 2013

Gestern war ich mit Tanja bei der Künstlerin Conny Niehoff in Magdeburg .

Tanja hatte sich in das Bild der Wale von Conny verliebt und wir fuhren gemeinsam mit dem Zug von Berlin nach Magdeburg, um das Bild abzuholen. Es war ein sehr schöner Ausflug und wir hatten eine Menge Spaß dabei.

In Magdeburg stand ein Zug mit neuen weißen Autos, von dem ich weder den Anfang noch das Ende sehen konnte. Es war das erste mal, dass ich solch einen Zug in Deutschland sah.

Im Zug (c) Zeichnung von Susanne Haun

Im Zug (c) Zeichnung von Susanne Haun

For my english speaking readers:

Yesterday I was with Tanya at the artist studio Conny Niehoff in Magdeburg.
Tanya had fallen in love with the image of the whales by Conny and we drove with train from Berlin to Magdeburg to pick up the image. It was a very nice trip and we had a lot of fun.

Kunst = Kunst – Teil 3 und eine weggeworfene Vergangenheit – Zeichnung von Susanne Haun

Heute gehe ich mit euch und der Kunst ins späte 19. und frühe 20. Jahrhundert.

Ich finde es sehr spannend, wie sich der Kunstbegriff über die Jahrzehnte ändert und ich werde versuchen, die Kunst, die ich mir anschaue, auch im Hinblick auf den zur Zeit der Herstellung gültigen Kunstbegriff anzuschauen.

In der ersten Hälfte des vorigen Jahrhunderts suchten die Künstler nach einer Legitimation für ihre Arbeit. Sie standen unter dem Druck, etwas Besonderes, Revulutionäres schaffen zu müssen, dass dem hohen Anspruch, den die Gesellschaft an die Kunst hatte, genügen mußte. So taten sich viele Künstler aller Gattungen wie bildende Künstler, Dichter und Interlektuelle zusammen und verfaßten Manifeste, in denen sie ihre Vorstellung von Kunst darlegten, wie zum Beispiel die Futuristen oder die Brücke.

Ungeliebte Vergangenheit - Die Beobachterin - 25 x 25 cm (c) Collage von Susanne Haun

Ungeliebte Vergangenheit – Die Beobachterin – 25 x 25 cm (c) Collage von Susanne Haun

Es wurde begonnen, dem Kunstmarkt vorzuwerfen, durch eine Auratisierung Geld mit der Kunst verdienen zu wollen. Der Definition Kunstbegriff wurde vorgeworfen, für eine Entfremdung zwischen Kunst und Volk zu sorgen.

In Frankreich gründete sich die L’art pour l’art Bewegung, „die Kunst entsprechend als elitäre „Insel“ oder Paradies definiert, fern von sozialer Verantwortung, allein dem Schönen verpflichtet, was nicht selten Eskapismus-Vorwürfe provozierte.“²

Nun sind wir schon fast in unserer Zeit angekommen, aber noch nicht ganz … ich lasse uns wieder Zeit zum Denken.

Weggeworfene Vergangenheit (c) Foto von Susanne Haun

Weggeworfene Vergangenheit (c) Foto von Susanne Haun

Vor ein paar Tagen habe ich meine alten Zeitungen zum Papiermüll gebracht und sah gleich oben auf im Container zwei alte weggeworfene Fotoalben.  Mein Herz zog sich zusammen; eine weggeworfene Vergangenheit. Warum? Ist jemand gestorben und die Erben wollte sich mit den Fotos nicht belasten? Oder wollte jemand seine Jugend und seine Erinnerungen nicht mehr besitzen? War die Erinnerung an das, was einmal war, zu schmerzhaft? Eine sehr schöne Frau ist auf den Fotos abgebildet.

Habe ich das Recht, diese Fotos zu zeigen? Auch wenn sie entsorgt wurden? Es ist mir zu privat, die Fotos klar und deutlich zu zeigen. Was ist der Unterschied zu den alten Fotos, die ich auf dem Flohmarkt kaufe?

Ich nehme mir einen 25 x 25 cm Aquarellblock und beschliessen, alle Bätter dieses Blogs mit Collagen von den Fotoalben zu verarbeiten. Heute beginne ich mit dem ersten, der ungeliebten Vergangenheit, ich nenne es „die Beobachterin“.

Was darf ich zeigen (c) Foto von Susanne Haun

Was darf ich zeigen (c) Foto von Susanne Haun

For my English-speaking readers:
A few days ago I brought my old newspapers to the waste paper and saw at the top of the container two old discarded photo albums. My heart contracted, a discarded past, . Why? If someone died and the inherits did not want them? Or did someone don’t want to have his youth and his memories? Was the memory too painful? A very beautiful woman is pictured in the photos.
Have I the right to show these photos? Even if they were drop away? It’s too private to show the photos clearly. What is the difference to the old photos that I often bought at the flea market?
I take a lot of 25 x 25 cm watercolor papers and decide to process all sheets of them with collages of the photo albums. Today I begin with the first, the unloved past, I call it „the observer“.

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Pfisterer, Ulrich (HG), Metzlers Lexikon Kunstwissenschaft, Stuttgart 2003, 2011²

Kunst = Kunst – Teil 2 und ein Besuch in Magdeburg – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Betrachtungen zur Kunst, Kunstgeschichte, Skulptur, Zeichnung by Susanne Haun on 18. November 2012

Wir befinden uns in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Was ist Kunst zu dieser Zeit?

Der Kunst wurde nun eine Therapeutische Wirkung zugetraut, sie sollte den Rezipienten seine eigenen, individuellen Defizite klar machen und diesen Defiziten Abhilfe verschaffen.

Magdeburger Figuren (c) Zeichnungen von Susanne Haun

Magdeburger Figuren (c) Zeichnungen von Susanne Haun

Die Kunst sollte erst im Auge des Rezipienten zur Entfaltung kommen. Philosophisch gesehen war es zu dieser Zeit unüblich, zeitgenössische Kunst als solche zu betrachten, weil sie den hohen Erwartungen, die in sie gesetzt wurden nicht entsprechen konnte. Man sah das Ideal der Kunst in der Antike.

„In Vorwegnahme des marxistischen Endziels der Geschichte wurde vielmehr sogar die ersatzlose Abschaffung der Institutionen des Staates imaginiert, an deren Stelle ein ewiges und glückliches Reich der Kunst treten sollte.“²

Ich denke, an dieser Stelle ist wieder eine Pause zum Verinnerlichen des Gelesenen richtig.
Nach der Ablösung der Religion durch die Kunst sollte sie nun auch den Staat ersetzen.

Es ist auch einfach zu sagen, dass die Kunst nicht in der Gegenwart zu finden ist, damit werden Diskussionen mit Künstlern gleich im Keim erstickt.

Im Kreuzgang im Kloster unser lieben Frauen (c) Foto von Susanne Haun

Im Kreuzgang im Kloster unser lieben Frauen (c) Foto von Susanne Haun

Ich dagegen schaue mir gerne aktuelle Kunst an. So habe ich gestern Conny Niehoffs neues Atelier besucht. Es ist von beeindruckender Größe und Conny fühlt den Raum mit ihrer Arbeit souverän. Bevor sie dort einzog, war ein Sparladen in der Halle, sie hat dezent noch einige Relikte aus der Zeit stehen gelassen: ein halb übermalter Spar Schriftzug an der Wand und ein Schild für Kartoffeln. Nach Anmeldung könnt ihr euch Connys Arbeiten im neuen Atelier anschauen.

Das Hundertwasserhaus am 17.11.2012 (c) Foto von Susanne Haun

Das Hundertwasserhaus am 17.11.2012 (c) Foto von Susanne Haun

Conny und ich kennen uns seit September 2004, wir haben uns im Netz kennen gelernt und ich war seither oft in Magdeburg und konnte so einige Städtebaulichen Veränderungen miterleben. Gestern waren wir am Hundertwasserhaus, von dem ich noch Fotos im Bau befindlich von 2005 gefunden habe. Wir waren auch vor der Renovierung im Kloster unser lieben Frauen, leider habe ich diese Fotos nicht mehr gefunden. Das Kloster wurde im Hochmittelalter so um  1063 angefangen zu bauen. Ich mag die Stimmung im Kloster, die ich mit meiner kleinen CANON IXUS eingefangen habe. Kein einfaches Unterfangen, weil es begann schon zu dämmern! So habe ich aus den vielen Figurengruppen, die ich gestern sah, einzelne herausgenommen und gezeichnet.

Conny Niehoff und ich 2012 (c) Foto von A Haun

Conny Niehoff und ich 2012 (c) Foto von A Haun

For my English-speaking readers:
I gladly look present art. I visited yesterday Conny Niehoffs new studio. It feels an impressive size and Conny fills the space confidently with their work. The hall was a food store before she moved there, she discreetly few relics from the time left: half overpainted saving writing on the wall and a plate of potatoes.


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Pfisterer, Ulrich (HG), Metzlers Lexikon Kunstwissenschaft, Stuttgart 2003, 2011²

Die letzten Tage Romantik 2.0 in Magdeburg – Bericht von einer Ausstellung

Posted in Ausstellung, Betrachtungen zur Kunst by Susanne Haun on 22. Juni 2012

Ich drohte euch ja schon an, dass ich mehrere Tage über meinen Besuch bei Conny Niehoff in Magdeburg berichte.

Conny stellt zur Zeit mit noch einigen vielen anderen im Altstadtkrankenhaus in Magdeburg aus.

Die ist vom Kulturanker e.V. organisiert worden. Obwohl ich in Connys Blog (siehe hier) darüber gelesen haben, war mir das Ausmaß dieser Ausstellung nicht klar. Ich bin beeindruckt. Es macht Spaß, so viele gute und interessante Kunst zu betrachten.

Conny Niehoff (c) Foto von Susanne Haun

Conny Niehoff (c) Foto von Susanne Haun

Im Katalog zur Ausstellung steht „Romanik 2.0 verblüfft, überrascht, macht schaulustig und neugierig“ – genau so ist es!

Ich bin mit Conny und ihrer Tochter Domi am Mittwoch durch die Ausstellung gelaufen und habe einiges festgehalten.  Wer neugierig geworden ist, der kann noch bis zum 24. Juni 2012 durch die Ausstellungsräume streifen und schauen, schauen und schauen!

Wer mehr über die Künstler der Romantik 2.0 wissen möchte, der kann hier auf dem Romantic Blog schauen. Leider wußte ich nicht mehr die Namen zu allen Fotos.

Der Ort wird in die Kunst mit einbezogen (c) Foto von Susanne Haun

Der Ort wird in die Kunst mit einbezogen (c) Foto von Susanne Haun

Die letzten Tage Romantik 2.0 in Magdeburg – Bericht von einer Ausstellung

Rundfahrt Berlin – Haldensleben – Colbitz – Buckau und eine Katze – Fotos und Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Tiere, Zeichnung by Susanne Haun on 8. Januar 2011

Heute sind Daniel Büchner und ich auf Sachsen-Anhalt Tour gegangen. Solche Touren sind sehr inspirierend und entlang der Elbe sind einige Fotos entstanden, in Buckau habe ich zum Schluss Connys neues Atelier bewundert und zwei Arbeiten von ihr für meine private Sammlung mitgebracht.

Der Schnee taut und hinterläßt eindrucksvolle Landschaften - Foto von Susanne Haun

Der Schnee taut und hinterläßt eindrucksvolle Landschaften - Foto von Susanne Haun

Zum Zeichnen bin ich heute nicht gekommen; aber 2007 auf Mallorca entstand die gezeigte Katzenzeichnung. Dort hatte ich Zeit, Katzen zu beobachten und zu zeichnen.

Katze - Zeichnung von Susanne Haun - Tusche auf Silberburg Bütten - 15 x 20 cm, 2007

Katze - Zeichnung von Susanne Haun - Tusche auf Silberburg Bütten - 15 x 20 cm, 2007

Buckau, ein Stadtteil Magdeburgs, ist wirklich ein schöner Ort für Künstler. In vielen Schaufenstern kann man hineinschauen und sieht kreative Menschen arbeiten. Conny hat sich einen schönen Ort zum Arbeiten ausgesucht.

Wo Buckau 'drauf steht ist auch Buckau drin - Foto von Susanne Haun

Wo Buckau 'drauf steht ist auch Buckau drin - Foto von Susanne Haun

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