Susanne Haun

Susanne Haun Zitat am Sonntag – August Macke

Posted in Skizzen, Skizzenbuch, Zeichnung, Zitat am Sonntag by Susanne Haun on 26. November 2017

 

„Fast immer habe ich auf der Straße das Skizzenbuch zur Hand, um Bewegungen von Menschen und Tieren allmählich voll beherrschen zu können, denn das lehrt einen kein Professor und ist doch das Wichtigste.“

August Macke

 

Die Zeichnungen sind in Maria Laach Ende September beim Abholen meiner Arbeiten aus Nettersheim entstanden:

 

 

_______________________
Macke, August, aus einem Brief an seine Eltern, in: Nancy, Jean-Luc, Zweideutigkeit der Lust, in: Die Lust an der Zeichnung, Paris 2009, Seite 117.

 

 

Die Grachten von Amsterdam – Susanne Haun

Posted in Amsterdam, Architektur, Foto, Zeichnung by Susanne Haun on 12. April 2016

Vor einiger Zeit sind wir mit Handgepäck, unseren Fotoapparaten sowie meinem Skizzenbuch nach Amsterdam geflogen.

 

 Susanne Haun Grachtenfahrt in Amsterdam (c) Foto von M.Fanke

Susanne Haun Grachtenfahrt in Amsterdam (c) Foto von M.Fanke

 

Es ist erstaunlich, für wie wenig Geld heutzutage ein Fug von Berlin nach Amsterdam zu bekommen ist. Wir hatten Glück, am ersten Tag konnten wir bei schönsten Wetter eine Grachtenfahrt unternehmen.

Reisen sind immer eine Inspirationsquelle für mich. Im neuen art magazin schreibt Alec Soth in seiner Kolumne, dass ihn weniger die Details der Reise als vielmehr die Idee der Reise interessiert.² Dieser Gedanke gefällt mir sehr gut, ich werde darüber nachdenken. Die Kolumne von Soth steht hier auf der Onlinepräsenz des art magazines zur Verfügung.

Ich beobachte auf Reisen gerne Menschen, auch die kleinen Boote in den Grachten erschienen mir fast menschlich und jedes Boot hat einen eigenen Charakter.

 

 

 

____________________
²Soth, Alec. Pointing. art magazine, Hamburg 2016, S. 17.

Beobachtungen auf dem Flughafen – Zeichnungen von Susanne Haun

Posted in Skizzen, Skizzenbuch, Zeichnung by Susanne Haun on 22. Februar 2016

 

Am Wochenende habe ich mit wenigen Linien das Leben auf dem Flughafen skizziert.

 

Beobachtungen auf dem Flughafen (c) Zeichnung von Susanne Haun

Beobachtungen auf dem Flughafen (c) Zeichnung von Susanne Haun

 

Beobachtungen auf dem Flughafen (c) Zeichnung von Susanne Haun

Beobachtungen auf dem Flughafen (c) Zeichnung von Susanne Haun

 

Beobachtungen auf dem Flughafen (c) Zeichnung von Susanne Haun

Beobachtungen auf dem Flughafen (c) Zeichnung von Susanne Haun

 
 

Marokko – erste Eindrücke im Atlasgebirge – Fotos und Zeichnungen Susanne Haun

Posted in Marokko, Zeichnung by Susanne Haun on 4. Februar 2015

Die letzte Woche haben wir in Marokko verbracht.

Im Berberdorf in Marokko (c) Foto von Susanne Haun

Im Berberdorf in Marokko (c) Foto von Susanne Haun

Wir wollten einen ersten Eindruck von Marokko gewinnen und schauen, ob uns Land und Leute liegen und haben mit dieser Intention eine Gruppenreise gewagt.
Die Reise war sehr gut organisiert und wir haben in schneller Reihenfolge die Überschriften von Sehenswürdigkeiten gezeigt bekommen.

Habe ich Marokko gesehen? Ich antworte mit einem entschiedenen „Jein“. Ich habe einen Eindruck gewonnen und möchte diesen irgendwann einmal vertiefen und die Orte besuchen, durch die ich vorige Woche gehetzt bin.

Letzte Woche berichtete ich von Siena und unsere Art, Orte zu beobachten. Mit dieser Intention möchte ich nach Marokko zurückkehren.

Den ersten Tag wurden wir ins Atlasgebirge zu den Berberdörfern gefahren. Ich merkte schnell, dass ich eine falsche Vorstellung von Marokko hatte und war erstaunt über die Landschaft. Sie hatte für mich etwas von einer Mischung aus dem Westen der USA und den Alpen. Wo wir an Wüste denken, ist es grün und schneebehangen.

 

Marokko (c) Zeichnung von Susanne Haun

Marokko (c) Zeichnung von Susanne Haun

Ob das Berberdorf, das wir besuchten authentisch oder touristisch ist, das kann ich nicht beurteilen. Aber ich mochte den servierten Tee, die freundlichen Menschen und die Farben.

In meinem dünnen Skizzenbuch entstanden Zeichnungen. Ich fertigte sie allerdings im Berbermuseum in Marrakesch.

 

 

Holzschnitt Double Bind von Susanne Haun

Posted in Holzschnitt, Projekt “douple bind” by Susanne Haun on 2. September 2013

Gestern begann ich meine Arbeit im Atelier von Jürgen Küster in Geldern zum Holzschnittprojekt. Das Atelier liegt in einem sehr schönen Gebäude und es macht Spaß, dort zu arbeiten.

Atelierhaus in Geldern (c) Foto von Susanne Haun

Atelierhaus in Geldern (c) Foto von Susanne Haun

Jürgen hatte mit Jörg schon viele Ergebnisse vorzuweisen und ich konnte mir einige Arbeiten anschauen.

Ich habe mir für das Projekt eine Holzplatte der Größe 125 x 30 cm ausgesucht. Es entspricht meinem Rollenformat und ich mag es.

 Mit meinem Plan wird das planlose überzeichnet (c) Zeichnung von Susanne Haun

Mit meinem Plan wird das planlose überzeichnet (c) Zeichnung von Susanne Haun

Als groben Plan hatte ich mir vorgenommen, die Vergänglichkeit darzustellen aber während des Arbeitsprozess bin ich auf Jürgen und mein Thema double bind umgeschwenkt, um die Ambivalenz eines Menschen darzustellen:

Was bewegt das Leben eines Menschen?

Wie fällt er seine Entscheidungen?

Ist jeder nicht ein Stückchen schizophren und zwischen dem pro und contra hin und her gerissen?

Als ich vor dem Holzstück saß, begann ich zuerst Dinge zu zeichnen, die ich in Köln gesehen habe, im Zoo das Skelett eines Flusspferds und verwelkte Blumen auf dem Melaten Friedhof. Ich begann mit Bleistift, weil ich wusste, dass ich noch nicht bereit für mein Thema war und mir so die Möglichkeit offen ließ, mit dunklem Stift über den Bleistift zu zeichnen.

So habe ich mir gestern meine Vorzeichnung erkämpft. Sie ist noch nicht fertig. Ich musste eine Nacht darüber schlafen, um heute Morgen weiter an ihr zu arbeiten und zu kämpfen.

Ich fange planlos an (c) Foto von Susanne Haun

Ich fange planlos an (c) Foto von Susanne Haun

Dazu gehört es, dass ich zuerst Teile der Vorzeichnung mit weißer Farbe übermale, um neu ansetzen zu können.

So ist schon die Vorzeichnung des Holzschnitts voller Ambivalenzen und ich freue mich darauf, die fotografische Dokumentation der Entstehung im nach hinein zu verfolgen.

Der zweite Tag auf der documenta 13 – Bericht von Susanne Haun

Posted in Ausstellung, Betrachtungen zur Kunst, documenta 13 by Susanne Haun on 3. September 2012

Als ich mir gerade meine Fotos zum zweiten Tag der documenta 13 anschaute, war ich enttäuscht. Keines kann wiedergeben, was ich gesehen habe.

Es war ein Tag für die Sinne und Reize und zum Nachdenken und ich bin einfach nur begeistert. Es ist kein Wunder, dass die Werke und die Stimmung nicht eingefangen werden können. Schon vor der Öffnung der Häuser spazierten wir in der Karlsraue; ein herrlicher Startpunkt ist dabei das Werk von der documenta 6 aus dem Haus-Rucker-Co (siehe Foto). Das Haus-Rucker-Co ist eine österreicheische Architekten und Künstlergruppe. Ich empfinde es als Bilderrahmen der Natur. Die Stimmung so früh ist noch voller Erwartung und es ist noch relativ leer und ruhig.

Die Projekte nachhaltiger Landwirtschaft von Claire Pentecost gefallen mir, der „Turm“ oder die „Säule“ mit Rhabarber, Pflücksalat und Kohlrabi verleitet mich zu den Gedanken, ob ich eine kleinere Version nächstes Jahr auf meinem Balkon versuche zu pflanzen.

Projekte nachhaltiger Landwirtschaft von Claire Pentecost

Projekte nachhaltiger Landwirtschaft von Claire Pentecost

In der Orangerie kann ich wieder in die Sterne schauen und mir sowohl die gemalten Bilder als auch die Computer von Konrad Zuse anschauen. Ich bin so oder so der Meinung, dass Kunst und Mathematik ganz nahe beieinander liegen und höchste Kreativität erfordern. Gefallen haben mir auch die „Love Letters“ von David Link und seine Röhren mit den klassischen Grünen Computer Binär Werten dazu. Ich finde es amüsant, Liebesbriefe von einem Computer generieren zu lassen. Das ist bestimmt „menschlicher“ als manch einer das hinbekommt. Aber wir sollten nie vergessen, der Computer ist immer nur so intelligent wie sein Entwickler/Programmierer!

Röhrenobjekte von David Link

Röhrenobjekte von David Link

In der Documenta Halle ist es inzwischen brechend voll. Nun geht das Anstehen los. Es erinnert mich ein wenig an Disney World, wo sich vor jeder Attraktion dieselben Kringelschlangen bilden. Auf der documenta sind die Wartezeiten nur nicht ganz so lang. Die Kunst ist vor lauter Menschen kaum zu sehen.

Nalini Melani mag ich besonders, das Video Schattenspiel ist eine erweiterte Kinderlampe nur größer und kunstvoller und natürlich mit einem anderen Thema, hier ist u.a. die Kassandra ein Element. Ein wenig dachte ich an den Film „Meerjungfrauen küssen besser“, der mir wegen Deni DeVitos Schattenlampe und Chers ausgestochenen Sandwiches in so guter Erinnerung ist. Ich mag es sehr, wenn durch Kunst meine Erinnerungen angeregt und ganze Erinnerungsketten erzeugt werden. Wunderschön (obwohl das Thema ernst) und eindrucksvoll ist diese Arbeit. Hier seht ihr auf youtube einen Video zu In Search of Vanished Blood, um eine bessere Vorstellung zu bekommen.

Nalini Melanis Schattenspiel

Nalini Melanis Schattenspiel

In der Neuen Galerie mischt sich klassisches mit neuem. Ich erfreue mich am einem Raum mit Arbeiten von Corinth genauso wie an dem schon jetzt durch die Berichte über die documenta sehr berühmten Werk „Leaves of Gras“ von Geoffrey Farmer. Die Kontraste gefallen mir und regen mich an.

Auf dem einen Foto seht ihr einen Gang mit den Skulpturen der Länder der Kunst von Carl Friedrich Echtermeier (1845 -1910), er liegt leer vor mir und die Schattenspiele erzeugt durch die lichtdurchfluteten Fenster sind klassisch aus der Architektur hervorgegangen. Dagegen dauert es 30 Minuten „Anstehzeit“ für den Gang mit dem Werk „Leaves of Gras“ von Farmer. Es ist erstaunlich welche plastische Wirkung die Aufschichtung der vielen ausgeschnittenen Fotos aus den Life Magazinen hervor ruft und wie aus den zweidimensionalen Bildern gebaute Dreidimensionalitäten werden.

Nach einer Pause geht es weiter zum Hauptbahnhof. Das Gelände selber ist schon eindrucksvoll; die Halle wirken selbst leer für sich alleine wie Kunst. Ich mag die Strukturen der Wände, das Weiß der Farben und der Backsteine. Die Leere zwischendurch erlaubt den Rezipient sich von den vielen Eindrücken zu erholen.

Zwei Aussteller und ihre Werke beeindrucken mich hier besonders: der Südafrikaner William Kendrige und die Italienerin Lala Favaretto.

Beim Anstehen nach Kendridge kann man in Ruhe die räumliche Auseinandersetzung von Haegue Yang betrachten

Beim Anstehen nach Kendridge kann man in Ruhe die räumliche Auseinandersetzung von Haegue Yang betrachten

Ich habe von Kentridges „The refusal of time“ kein einziges Foto, diese Arbeit konnte ich einfach nur wahrnehmen (hier ein youtube Link zum Automatic Writing von Kentridge). In Kentridge Raum sind 5 Projektoren mit Filmen, die riesig an die Wand geworfen werden und der Rezipient sitzt auf dem Boden (oder Stuhl) in der Mitte und versucht alles auf einmal zu betrachten. Alles stimmt, Ton, Bewegung und Mischung der Inhalte. Die 25 Minütige Projektion ist im Nu vorbei.

Von Favarettos Projekt hatte ich vorher auch schon einiges gehört und gelesen, es handelt sich, um es umgangssprachlich auszusprechen, um das Metallmaterial von den Recycling-Betrieben. Ich hatte das Projekt nicht einmal auf meiner Liste der Dinge, die ich unbedingt sehen wollte. Umso mehr erstaunte es mich wie eindringlich das Werke ist. Stundenlang kann ich darauf schauen, neues entdecken und Farben, Zement und Metall selektieren, Gedanken gleiten lassen. Die Künstlerin will allerdings ein „unbehagliches Gleichgewicht zwischen ihrer Zerstörung und ihrem Wiederaufbau“ halten.

Von 9:30 bis 20 Uhr Kunst mit zwei Stunden Pause, ich bin fix und fertig am Ende des Tages. Es wird eine 10 Stunden Besichtigungstour angeboten, die untersucht gleichzeitig die Wahrnehmung des Rezipienten mit steigender Betrachtungsstundenzahl. Mir war um 19 Uhr schon fast alles egal, obwohl das Filmprojekt von Clemens von Wedemeyer noch lockte aber mehr als ein kurzer Eindruck von den gleichzeitig gespielten drei Filmakten war einfach nicht mehr möglich.

For my english reader:
It was a day of senses and attractions and of thinking about the world. I reflect the day and I’am excided of the documenta. It isn’t a wonder that the photos can not show the real feeling to go through the attractions of documenta.

Der zweite Tag auf der documenta 13 – Bericht von Susanne Haun

Kassel – die 13. documenta – Bericht und Skizzen von Susanne Haun

Posted in Ausstellung, Betrachtungen zur Kunst, documenta 13 by Susanne Haun on 2. September 2012

Ich war am WE das allererste Mal in meinem Leben auf der documenta in Kassel – ein Erlebnis!

Es war schon aufregend, die 2 von 7.000 Eichen von Beuys auf dem Friedrichplatz zu sehen. Beinahe hätte ich erwartet, auch noch die 7.000 Basaltsteine auf dem Platz zu sehen, aber das liegt ja schon 25 Jahre zurück, das Foto, das den Platz mit den Steinen zeigt (siehe hier dazu mein Beitrag zu Beuys). Heute steht dort eine Protest Zeltstadt, von der ich noch nicht weiß, was ich davon halten soll.

Zwei der 7.000 Eichen von Beuys auf dem Friedrichplatz (c) Foto von Susanne Haun

Zwei der 7.000 Eichen von Beuys auf dem Friedrichplatz (c) Foto von Susanne Haun

Der Nachmittag des ersten Tages reichte nur für 4 Stunden Fridericianum und das ist schon eine gewisse Reizüberflutung.

Die 13. documenta ist für mich eine Interaktion zwischen Rezipienten und Werken. Aber das ist Kunst ja immer. Wobei ich im Fridericianum den Eindruck hatte, dass der Mensch in die Werke mit einbezogen ja, sogar selbst zum Kunstwerk wird. Es fällt mir besonders beim Werk von Goshka Macugas auf, wo sich von meinem Sitzplatz aus die Menschen auf dem Wandteppich mit den Besucher vermengen (siehe Foto).

Im ersten Raum im Fridericinum werden die Menschen selber zu den Werken (c) Foto von Susanne Haun

Im ersten Raum im Fridericinum werden die Menschen selber zu den Werken (c) Foto von Susanne Haun

Fotografieren darf man überall auf dem Gelände, es gibt wenige Ausnahmen, die mit „Nicht Fotografieren“ – Schilder gekennzeichnet sind. Es ist erstaunlich! Aber durch die Technik heute ist es wohl auch nicht mehr zu verhindern und so kann ich euch einen Bericht mit einem fotografischen Einblick in den nächsten drei Tagen präsentieren und vielleicht den einen oder anderen motivieren, auch noch auf den letzten Tagen schauen zu gehen.

Meine Skizzen und Zeichnungen von den vielen Menschen sammel ich in meinem Scetchbook, um sie euch am Ende meines documenter 13 Besuches gesammelt zu präsentieren.

For my english reader:
On this weekend I’am on the documenta in Kassel. I like the atmosphere there, hundreds of people walking throught the art of the world. Perhaps once of you want to go to the documenta and have a look too.

Kassel – die 13. documenta – Bericht und Skizzen von Susanne Haun

%d Bloggern gefällt das: