Susanne Haun

Susanne Haun Zitat am Sonntag – Kurt Tucholsky

Posted in Foto, Zitat am Sonntag by Susanne Haun on 23. Juli 2017

 

Der Leser hat’s gut:
er kann sich seine Schriftsteller
aussuchen

Kurt Tucholsky

 

Hau - Buchstaben (c) Foto von Susanne Haun

Hau – Buchstaben (c) Foto von Susanne Haun

 

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²Tucholsky, Kurt. Ausgewählte Werke, Panter, Tiger und andere, Berlin 1960, S. 81.
Petra schrieb vor kurzem den Artikel „Frauen und Literatur“ auf ihrem Blog (siehe hier). Aufgrunddessen möchte ich noch folgenden Zusatz schreiben:

Der Leser*in hat’s gut
er kann sich seine Schriftsteller*in
aussuchen.

So liest es sich von meinem Verständnis besser als:

Der/die Leser/in hat’s gut
er/sie kann sich seine/ihre Schriftsteller/in
aussuchen.

oder

Die/der Leser/in hat’s gut
sie/er kann sich ihre/seine Schriftsteller/in
aussuchen.

Was meint ihr?

 

Susanne Haun Zitat am Sonntag – Folge 200 – Novalis (Georg Philipp Friedrich von Hardenberg)

Posted in Zeichnung, Zitat am Sonntag by Susanne Haun on 16. Juli 2017

 

„Wer unglücklich in der jetzigen Welt ist,

wer nicht findet, was er sucht –

der gehe in die Bücher- und Künstlerwelt –

in die Natur – diese ewige Antike

und Moderne zugleich …“

Novalis (Georg Philipp Friedrich von Hardenberg), Fragmente und Studien IX 890

 

Trauminsel – 70 x 100 cm – Tusche auf Büttenpapier (c) Zeichnung von Susanne Haun

 

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Zitiert nach: Heilmann, Christoph (Hrsg.), „In uns selbst liegt Italien“, Die Kunst der Deutsch-Römer, München 1987, S.11.

Was verbindet den Menschen mit der Natur? – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Landschaft, Zeichnung by Susanne Haun on 5. April 2017

 

„Der Hüter der Natur“ oder doch lieber „Wächter…“ oder „Behüter…“ oder doch wieder ganz anders? „Naturgewalt Berg“?

Ich bin bei der Titelfindung für meine folgende Zeichnung. Es fällt mir schwer, ich muss meine Gedanken weiter gleiten lassen.

 

Behüter der Natur - Zeichnung von Susanne Haun - 48 x 36 cm - Tusche auf Bütten

Behüter der Natur (Vorläufiger Titel) – 48 x 36 cm – Tusche auf Bütten (c) Zeichnung von Susanne Haun

 

Es ist ein paar Geburtstage her, dass ich von meiner Schulfreundin die Lektüre für Minuten von Herman Hesse bekam, in der Rubrik Kunst und Künstler ist folgende Weisheit zu finden:

„Es gehört zum Wesen der Kunst, dass sie Realität zu gesteigertem Ausdruck bringt und einen geheimen Sinn der Natur enthüllt, den zu finden oder zu erdichten dem Menschen ein uraltes Bedürfnis ist.“²

 

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²Hesse, Hermann, Lektüre für Minuten, Gedanken aus seinen Büchern und Briefen, Auswahl und Nachwort von Volker Michels, Ulm 1999, S. 197.
Zitiert nach Prosa aus dem Nachlass (Hrsg. Hesse, Nino)

Plein Air Festival Kühlungsborn an der Ostsee – Workshop mit Susanne Haun in der Natur mit Tusche Feder und Pinsel zeichnen

Posted in Landschaft, Plein Air Kühlungsborn, Tiere, Workshop Zeichnungen, Zeichnung by Susanne Haun on 23. November 2016

 

Vom 7. – 14. Mai 2017  findet zum ersten mal das Plein Air Festival Kühlungsborn statt.

Innerhalb dieses Festivals gibt es eine große Anzahl von Veranstaltungen, darunter auch drei Evwnts, die von mir geleitet werden.

Ich werde in nächster Zeit öfter von den Vorbereitungen und Events des Plein Air Festivals berichten.

Heute beginne ich mit der Vorstellung meines Workshops In der Natur mit Tusche Feder und Pinsel zeichnen vom 9. – 10. Mai 2017 innerhalb des Festivals.

Fische 17 x 22 cm Tusche auf Bütten (c) Zeichnung von Susanne Haun

Fische 17 x 22 cm Tusche auf Bütten (c) Zeichnung von Susanne Haun

Was erwartet dich beim Workshop In der Natur mit Tusche Feder und Pinsel zeichnen?

Zum Zeichnen braucht es nicht mehr als ein weißes Blatt, eine Feder und ein Tuschefass. Für die ersten Arbeiten draußen in der Natur genügt uns zum Skizzieren sogar einzig ein Schreibfüller und ein Notizheft. Mit bunten Patronen können wir den Füller mit jeglicher Farbe ausstatten, die wir mögen. Die Natur um Kühlungsborn an der Ostsee steckt voller Motive und wir können ein sagenumwobenes Paradies kreieren.

Wir halten das große Ganze der Ostsee genauso fest wie die kleinen Fundstücke am Strand und lernen, die Gegenstände zu sehen und sie auf dem Papier in Szene zu setzen. Wir werden uns mit der Komposition eines Bildes beschäftigen und lernen, aus dem Reichtum der Motive, die uns Plein Air umgeben, das für uns passende Motiv für eine Zeichnung zu finden. Dabei lernen wir die Eigenschaften der verschiedenen Tuschen, Federn und Büttenaquarellpapiere kennen und setzen die der Umgebung mit Hilfe der vorweg entstandenen Skizzen in Tuschezeichnungen um. Wir sprechen über Grundlegendes der Zeichnung, die Abgrenzung der Zeichnung zum Gemälde und wie ihr euren eigenen Weg zum individuellen Ausdruck finden. Der Kurs eignet sich für Anfänger und Fortgeschrittene.

Ostsee 2010 22 x 34 cm verkauft (c) Zeichnung von Susanne Haun

Ostsee 2010 22 x 34 cm  (verkauft) (c) Zeichnung von Susanne Haun

 

Gedanken beim Sonntagsspaziergang – Verantwortung – Susanne Haun

Posted in Berlin, Blumen und Pflanzen, Foto, Zeichnung by Susanne Haun on 17. November 2016

 

Am Sonntag sind wir bei schönstem kaltem Sonnenwetter am Insulaner Spazieren gegangen.

 

3 Ausblick am Insulaner (c) Foto von Susanne Haun3 Ausblick am Insulaner (c) Foto von Susanne Haun

Ausblick am Insulaner (c) Foto von Susanne Haun

 

In der Natur laufen, das beflügelt die Gedanken, das wusste auch Aristoteles schon, der seinen Unterricht gerne bei einem Spaziergang abhielt.

Ich habe dabei überlegt, warum wir als Staat Deutschland im Moment soviele Probleme und keiner Verantwortung übernehmen will.

Mir kam dabei der Gedanke, dass im Land eine gewisse Ziellosigkeit herrscht.

Ich bin somit auf die kleinste Organisationseinheit im Staat hinuntergegangen, die Familie. Wie definiere ich mich als Frau, Mann oder Kind innerhalb dieser kleinsten Organisationseinheit Familie? Was ist meine Rolle innerhalb der Familie? Welche Verantwortungen übernehme ich in der Funktion Ehefrau, Mutter, Tochter? Was sind meine Pflichten und was darf ich unbeschwert geniessen?

Können wir nicht erst, wenn wir unser eigenes „kleines“ Ziel kennen, ein großes Ziel innerhalb des Staats unterstützen? Und welche Rolle nehme ich im Staat ein? Ist es durchaus ausreichend, meine Verantwortungen innerhalb der Familie einzunehmen, Nachrichten zu schauen und zur Wahl zu gehen?

 

Spielplatz am Insulaner (c) Foto von M.Fanke

Spielplatz am Insulaner (c) Foto von M.Fanke

 

Für mich gehört zur Verantwortung innerhalb der Familie, mein Kind zu erziehen, ihm Bitte, Danke, Pünktlichkeit, Höflichkeit und Verantwortung, Natur und Freude am Lernen und Leben beizubringen.

Für mich gehört zur Verantwortung, mich um meinen Eltern zu kümmern, so wie sie sich am Anfang meines Lebens um mich gekümmert haben. Die Liebe, die ich erfahren habe zurückzugeben, nicht nur meinem Kind sondern auch meinen Eltern.

Für mich gehört dazu, mit meinem Partner diese Dinge diskutieren zu können, akzeptable Kompromisse einzugehen, Gemeinsamkeiten zu erleben, Achtung und Respekt voreinander zu gewährleisten.

Ich glaube an die Institution Familie! Und ich glaube daran, dass ich meine beruflichen Ziele sowie Lebensziele trotz dieser Verantwortung der Familie gegenüber erreichen kann. Sogar besser, weil ich dadurch den Halt der Familie besitze.

Der Spaziergang hat mich zur Rückseite der Leinwand (siehe hier)  vom letzten Donnerstag inspiriert.

 

 

Der Spaziergang hat mich zur Rückseite der Leinwand (siehe hier)  vom letzten Donnerstag inspiriert.

 

 

Ein Gefühl von Ehrfurcht – chinesische Berge – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Landschaft, Zeichnung by Susanne Haun on 15. Oktober 2016

Den Chinesen wird von klein auf Ehrfurcht vor den Vorfahren beigebracht. So ist es selbst bei anerkannten Künstlern normal, dass sie berühmte Bilder kopieren und das sie glauben, viel von ihren Vorfahren lernen zu müssen. Sie erweisen ihren Meistern damit ihre Hochachtung.

In unserer westlichen Kultur ist das anders. In meinen Workshops halte ich meine Schülerinnen ebenfalls dazu an, alte Meister zu kopieren. Jedoch sage ich auch immer dazu, dass diese Kopien in die Schreibtischschublade verschwinden sollten. Sie dürfen nicht ausgestellt oder gar mit dem eigenen Namen signiert werden. Um Farben zu lernen habe ich viel von Klee kopiert. Um zeichnen zu lernen habe ich Dürer, Michelangelo und Schiele und viele chinesische Meister kopiert. Als meine Schubladen voll waren, habe ich die meisten dieser Kopien weggeschmissen. Nur einige Kopien liegen noch in einer Schublade und da mein Platz immer begrenzter wird, werde ich mich bald von ihnen trennen.

Mit den heutigen Landschaften habe ich mich frei gemalt. Ich habe den Pinsel gleiten lassen und auf starke Kontraste gesetzt. Dabei habe ich auf meine langjährige Erfahrung gesetzt.

 


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Quelle: Wang Jia Nan, Cai Xiaoli, Dawn Young, Die Fernöstliche Tuschemalerei, Kapitel Die Bedeutung der Tusche, München 1998, S. 104 – 105.

Berge zeichnen im Stil der chinesischen Tuschemalerei – Susanne Haun

Posted in Landschaft, Zeichnung by Susanne Haun on 14. Oktober 2016

 

Das chinesische Zeichen für Landschaft – shanshui – bedeutet wörtlich „Berg/Wasser“.

 

Chinesische Berge - 24 x 32 cm sumi - e Papier (c) Zeichnung von Susanne Haun

Chinesische Berge – 24 x 32 cm sumi – e Papier (c) Zeichnung von Susanne Haun

 

Die chinesische Landschaftsmalerei besteht auch im wesentlichen aus den Elementen Berg und Wasser, als Schmuck werden die Bäume hinzugefügt. Es geht in der chinesischen Malerei nicht primär um die Darstellung der Natur sondern die Beziehung zwischen Mensch und Natur zeigen.

Chinesische Studenten skizzieren in der Natur und fügen im Atelier die Elemente zusammen, die dem Werk größtmöglichen Nachdruck verleihen. Genau das gefällt mir an der chinesischen Tuschemalerei und ich habe es nicht nur in dieser Art der Malerei praktiziert sondern auch in meine Zeichnungen übernommen.

Bei der Arbeit habe ich festgestellt, dass die gezeichneten Alpen nicht richtig aussehen. Zur chinesischen Tuschemalerei gehören auch chinesische Berge. Die Alpen zeichne ich doch lieber in meiner Art zu zeichnen. Auch der große Stempel passt nicht zu den Bergen, das Format 24 x 32 cm ist dafür einfach zu klein.

 

 

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Quelle: Wang Jia Nan, Cai Xiaoli, Dawn Young, Die Fernöstliche Tuschemalerei, Kapitel Die Bedeutung der Tusche, München 1998, S. 104.

Herbst – Zeichnungen von Susanne Haun

Posted in Blumen und Pflanzen, Foto, Vergänglichkeit, Zeichnung by Susanne Haun on 13. Oktober 2016

 

Das Herbstwetter hat seinen Einzug gehalten.

Morgens ist es trüb und regnerisch und die Blätter und Blüten erhalten beim Welken immer mehr Linien, die ich zeichnen kann. Es ist die beste Zeit, im Bett zu bleiben, zu lesen oder Blätter und Kastanien zu sammeln und zu zeichnen. Das draußen Zeichnen wird langsam kalt und nass. Mit dem Sammeln von Herbstfloralien hält die Natur Einzug in mein Atelier.

 

Gesammelter Herbst (c) Foto von Susanne Haun

Gesammelter Herbst (c) Foto von Susanne Haun

 

Nicht nur das Zeichnen sondern auch das Fotografieren der einzelnen Bucheckern und Tannenzapfen hat mir große Freude bereitet.

 

 

Buchecker - 17 x 22 cm - Tusche auf Aquarellkarton (c) Zeichnung von Susanne Haun

Buchecker – 17 x 22 cm – Tusche auf Aquarellkarton (c) Zeichnung von Susanne Haun

 

Das Wörlitzer Gartenreich – Susanne Haun

Posted in Blumen und Pflanzen, Foto, Landschaft, Reiseberichte, Tiere, Wörlitz, Zeichnung by Susanne Haun on 9. September 2016

 

Der Wörlitzer Landschaftsgarten (siehe hier) stand schon lange auf meiner Liste der zu besuchenden Orte. Der Fahrweg von Berlin nach Wörlitz beträgt eine Stunde. Die Fahrt lohnt sich, der Garten ist ein Paradies.

 

Wörlitzer Gartenreich (c) Foto von M.Fanke

Wörlitzer Gartenreich (c) Foto von M.Fanke

 

Der Wörlitzer Garten wurde von 1764 bis 1800 nach den Vorstellungen d es Fürsten Leopold III. Friedrich von Anhalt-Dessau. Er lies sich auf Studienreisen nach Frankreich, England, Italien, Schweiz und Holland inspirieren. Die Holländer halfen ihm, das wohlüberlegte Flußsystem anzulegen. Heute ist es möglich, den Park in einer Gondel zu erkunden. „In allen Gartenteilen geben Zeichen – ob Gedenkstein, Plastik, Brücke, Gebäude oder Zitat – Denkanstöße zur Auseinandersetzung mit der Natur, Kunst, der Geschichte, der Philosphie.“²

 

Wörlitzer Gartenreiche (c) Zeichnung von Susanne Haun

Wörlitzer Gartenreich (c) Zeichnung von Susanne Haun

 

Eine Karte, die der Besucher im Tourismusbüro erstehen kann, gibt eine Übersicht über die Gartenanlage und hilft die zahlreichen Sichtachsen zu finden.

Es ist kein Problem, stundenlang im Garten spazierenzugehen und zu zeichnen oder zu fotografieren, die Natur zu beobachten. Ich mochte die kleinen Fähren, die für 50 Cent pro Person die Besucher über die Kanäle setzt.

 

 

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² Oranienbaum-Wörlitz, Plan, Tourismusgesellschaft Worlitz-Oberbaum mbH

Susanne Haun Zitat am Sonntag – Folge 149 – Paul Auster

Posted in Sketchnote, Stillleben, Zeichnung, Zitat am Sonntag by Susanne Haun on 26. Juni 2016

 

„Ich hatte nie die Absicht, meine Schreibmaschine zu einer Heldin zu machen. Das ist das Werk von Sam Messer, einem Mann, der eines Tages in mein Haus kam und sich in die Maschine verliebte. Die Leidenschaften von Künstlern sind nicht erklärbar.“

Paul Auster im Jahr 2002, Die Geschichte meiner Schreibmaschine,  Hamburg 2005, S. 29

Sam Messer ist Künstler aus der U.S.A. Hier auf Vimeo stellt er sich selbst vor.

 

Gabriele (c) Sketchnote von Susanne Haun

Gabriele (c) Sketchnote von Susanne Haun

 

Ich wurde durch Birgit Böllinger von Sätze & Schätze auf das Buch aufmerksam (siehe hier).

Als Micha seine Schreibmaschine herausholte wurde ich ganz blaß vor Neid (Spaß!). Er bekam zur Konformation eine gelbe Gabriele von Triumph geschenkt und hütet das gute Stück seither. Birgit, sah deine Gabriele auch so aus? Welche Farbe hatte sie? Und bei wem steht noch so ein gutes Stück im Schrank?

Nachdem die inzwischen fast antike Maschine ersteinmal auf dem Tisch stand, haben wir Skizzenbuch und Fotoapparat hervorgeholt und Gabriele ins rechte Licht gerückt!

 

 

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