Susanne Haun

Vom Fluiden ins Karmische – Bericht vom 19. Kunstsalon am Dienstag – Gast Sabine Küster

Posted in Salon, Zeichnung by Susanne Haun on 16. Januar 2019

 

 

Aus der Performance Schickal, 19. Kunstsalon, Sabine Küster und Krystiane Vajda, Foto von Susanne Haun (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2019

Aus der Performance Schickal, 19. Kunstsalon, Sabine Küster und Krystiane Vajda, Foto von Susanne Haun (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2019

 

Es war eine Premiere in doppelt Hinsicht: die erste Performance während eines KunstSalons bei mir im Atelier und die neue Performance von ‚Krysti Himmelfahrt und eine Muse‘ wurde das erste mal von Sabine Küster und Krystiane Vajda dargeboten.

Ich habe mich sehr gefreut, dass die Gäste die Performance, die Sabine und Krystiane zum Jahresthema des Musenlands choreografiert haben, so gut ankam. Das Schwerpunktthema von Sabines Akademie Musenland für 2019/2010 lautet Kairos, Karma, Kismet – oder doch nur Zufall. Sind Zufall und Schicksal zwei Seiten der gleichen Medaille? Eine spannende Frage und die Performance führte uns mit den vielen um Krystiane geschlungenen Schicksalsknoten gut in das Thema ein.

Bevor wir zum Höhepunkt des Abends kamen, diskutierten wir, wie sich Interviewpartner fühlen, wie es ist, wenn die Worte, die mit der Interviewerin gesprochen werden schriftlich fixiert werden und wie man sich fühlt, wenn man die eigenen Worte schriftlich festgehalten sieht. Roswitha Weber konnte von ihren Erfahrungen berichten, 4 Stunden von einem Reporter des rbb befragt worden zu sein. Hier könnt ihr sehen (Klick), wie die 4 Stunden auf 4 Minuten zusammengeschnitten wurden. Roswitha bekam vorher den Zusammenschnitt nicht zu sehen. Das war anders bei meinem Interview, Sabine Küster hat mir den geschriebenen Inhalt vorab zur Verfügung gestellt. Sie hatte unser Interview aufgenommen und zusammengefasst (Hier könnt ihr die Zusammenfassung lesen: Klick).

Herzlichen Dank an Doreen, die mir heute Nachmittag noch einige Fotos sendete, die ich in der unteren Galerie mit meinen Fotos zeige:

 

 

Vorbereitung zum KunstSalon – Susanne Haun

Posted in Ausstellungstip, Präsentation by Susanne Haun on 15. Januar 2019

 

Hängung Selbstportraits Susanne Haun beim 19. Kunstsalon vom Fluiden ins Karmische (c) VG Bild-Kunst , Bonn 2019.

Hängung Selbstportraits Susanne Haun beim 19. Kunstsalon vom Fluiden ins Karmische (c) VG Bild-Kunst , Bonn 2019.

Bei den Vorbereitungen zum KunstSalon in meinem Atelier hat sich nach 19 Veranstaltungen schon eine Routine eingeschlichen. Die Handgriffe haben sich verselbstständigt.

Das Putzen, Aufräumen und Wegräumen der Dinge meines privaten Gebrauchs aus dem öffentlichen Bereich in Bad und Küche, Einkaufen der Brote, Schmalz, Wein sowie  Saft, den Kuchen backen und Nüsse und Gummibärchen in kleine Schüsseln verteilen. Arbeiten, bei denen ich ein Hörbuch oder Podcast höre, meine Gedanken schweifen lasse und in der Regel schneller fertig bin als gedacht.

In den letzten Tagen habe ich meine Selbstportraits gerahmt und gehangen. Das wiederum war schwieriger als ich dachte, zum einen habe ich eine sehr große Auswahl von Abbildnissen meiner Selbst und zum anderen muss ich meine dominante Präsenz in meiner Atelierwohnung ersteinmal aushalten! Ich glaube nicht, dass diese Hängung bis zum nächsten Salon bleibt.

Um 13 Uhr ist Sabine Küster gekommen und wir haben ihre Banner an der freien Wand gehangen. Es ist gut, wenn ich vorher weiss, wo mein Gast seine Arbeiten hängen möchte. Dann kann ich alles vorbereiten. Nach dem Hängen steht ein kleiner Spaziergang auf dem Programm, dabei quatschen mein Gast, in dem Fall Sabine und ich über das Programm, was wir gemeinsam am Abend durchschreiten wollen.

Die letzte halbe Stunde vor 18 Uhr ist dann immer sehr aufregend. Wieviele Gäste werden kommen? Wird der Salon ein Erfolg? Können wir die Gäste in die Diskussion ziehen und begeistern?

Wenn dieser Beitrag eröffnet wird, dann geht es hier in meinem Atelier los! Drückt uns die Daumen 🙂

 

 

Kunst im Wedding: Was versteht man unter einer Performance? — Weddingweiser

Posted in Ausstellungstip, Betrachtungen zur Kunst, Salon, Zeichnung by Susanne Haun on 12. Januar 2019

 

Wieder einmal ist ein Beitrag von mir beim Weddingweiser erschienen (siehe hier), ich setze mich in dem Beitrag mit Performance auseinander.

© Sabine Küster - Interview im Rahmen © Susanne Haun der Ausstellung "Als ich noch echt war" Foto: Doreen Trittel

© Sabine Küster – Interview im Rahmen © Susanne Haun
der Ausstellung „Als ich noch echt war“
Foto: Doreen Trittel

Schon der aus der englischen Sprache abgeleitete Begriff erlaubt uns eine erste Deutung im Sinn von Aufführung oder Vorstellung. Seit den 1960er Jahren dringt die Performance immer mehr in den kulturwissenschaftlichen Bereich ein, die Grenzen zwischen Kunst und Leben sollen verwischt und das Kunstwerk lebendig werden. In der Performance-Kunst sind überdurchschnittliche viele Künstlerinnen und Künstler anzutreffen, die ihren Körper als Medium benutzen. Die bekannteste Performancekünstlerin dürfte Marina Abromović sein, die 2010 im Moma in New York ihre Performance „The Artist Is Present“ zeigte. Die Performance zeichnet sich durch eine unwiederholbare Ereignishaftigkeit aus. Die statische Beziehung zwischen Künstler, Kunstwerk und Betrachter wird aufgehoben. Meistens werden Dokumentationen in Form von Fotos und Filmen angefertigt, das Kunstwerk selber jedoch wird erst durch seinen Aufführungscharakter lebendig.

 

Der nächste inzwischen 19. Kunstsalon im Atelier von Susanne Haun findet am 15. Januar um 18 Uhr in der Groninger Straße statt. Unter anderem wird das Performance Duo „Krysti Himmelfahrt & 1 Muse“, bestehend aus aus Sabine Küster und Krystiane Vajda. eine ca. 10-minütige Performance darbieten.

Mehr darüber erfahrt ihr, wenn ihr dem Link zum Weddingweiser folgt:

Kunst im Wedding: Was versteht man unter einer Performance? — Weddingweiser

 

Vorfreude auf den nächsten Salon: Sabine Küster mit ihrem Projekt der Fluiden Identitäten

Posted in Portraitmalerei, Salon, Selbstbildnisse, Zeichnung by Susanne Haun on 5. Dezember 2018

 

Die Einladung zum 19. Kunstsalon ist schon raus! Sicher hat die Eine oder der Andere sie schon gelesen (siehe hier).

Dieses Mal forderte das Thema einige meiner Stammgästen zu Fragen heraus. Fragen sind immer gut!

So schrieb mir Gina: „Das ist ja ein spannendes Thema, danke für die Einladung. Ich habe keine Ahnung was da passiert und bin interessiert. Allerdings ist die Frage, ob nur Künstler in die Materie eintauchen können oder es auch etwas für Techniker ist.“

Jede, jeder, ob Künstlerin, Künstler, Technikerin, Techniker, Interessierte, Interessierter, Neugierige können kommen. Lasst euch überraschen!

 

Einladung Salon Susanne Haun - Gast Sabine Küster

 

Die Frage zeigt mir, dass Sabines Arbeit schon vorab ein wenig erklärt werden sollte. 🙂

Auf Sabines Homepage ist die Kurzbeschreibung Ihres Projekts zu lesen:

„FLUIDUM – Biografische Begegnung ist ein laufendes Interviewprojekt. Ich treffe meine Gesprächspartner*in an einem Ort ihrer Wahl. Ich stelle meine Fragen. Fragen, die nie gleich sind, keinem Fragebogen folgen, die sich erst bei der Begegnung eröffnen, gestellt werden wollen. Individuelle Gesprächsverläufe – überraschend und bereichernd. Eine Frage stelle ich Allen, die nach der Fluiden Identität – meinem Jahresthema getreu.“ Sabine Küster, MUSENLAND

 

Im Mai 2018 interviewte Sabine mich:

Kannst Du mit dem Begriff Fluide Identität etwas anfangen? Hast Du eine Fluide Identität?

Fließend…im flow bleiben…Fließende Identität…
Bedeutet das, dass ich meine Identität wechsel oder dass ich meinem Leben immer wieder eine neue Wendung gebe?
Ja, ich gebe meinem Leben immer wieder eine neue Wendung; so alle 10 Jahre…immer wenn es mir langweilig wird…
bis 2005 Angestellte einer Gemeinschaftsorganisation von verschiedenen ARD Anstalten…Abläufe waren irgendwann immer die gleichen…MDR, RBB, NDR,
Dann die Selbständigkeit als Künstlerin …Ateliergründung, Ausstellungen, Bücher, Netzwerken…und dann kam wieder der Punkt… Kunstgeschichtsstudium aufgenommen…Konzepte zunehmend spannend für mich…
In dem Modus bin ich noch…inspiriert mich sehr…öffnet mir den Weg auch so etwas wie diese Installation hier zu machen…
Deshalb würde ich mich als fließenden Menschen bezeichnen;
Bild: Wasser, dass um einen Stein herumfliesst…

Machen prägt Deine Identität?

Was ich mache, mache ich mit voller Seele und Körpereinsatz…mit allem…

Letztens bei Thadeusz (Talkshow) den Erfinder der ersten Losplattform im Internet gehört, der sagte, Kinder von Selbständigen überlegen immer mit was sie sich selbständig machen könne; Kinder von Angestellten überlegen immer wo sie sich bewerben, wo sie arbeiten können…Ja, ich glaube mein Vater hat uns zur Selbständigkeit erzogen…für mich traf das zu…Entscheidungen treffen…Ja, ich bin eine Macherin, netzwerke gerne…

Auf Sabines Blog (siehe hier) könnt ihr mehr vom Interview lesen.

Hier auch das Interview von Doreen Trittel, mit der ich auch immer wieder gerne zusammenarbeite.

 

Ich kläre für mich wichtige Fragen in Selbstportraits.

Gesammelt werde ich meine Selbstportraits das erste Mal im Salon zeigen. Ein Vorgeschmack schon hier:

 

 

Einladung zum 19. KunstSalon am Dienstag bei Susanne Haun – Vom Fluiden ins Karmische – Gast Sabine Küster

Posted in Salon by Susanne Haun on 16. November 2018

 

Liebe Freundinnen und Freunde meines KunstSalons!

Der 19. KunstSalon am Dienstag findet am 15. Januar 2019 um 18 Uhr in meinen Atelierräumen in der Groninger Str. 22, 13347 Berlin statt.

Als Gast freue ich mich, Sabine Küster (siehe hier: MUSENLAND Akademie für Biographisches & Kunst) in meinem Atelier begrüßen zu dürfen.

 

Einladung Salon Susanne Haun - Gast Sabine Küster

 

Mittels Text, Installation und Performance bespielt die Künstlerin und Autorin Sabine Küster die Themenfelder Raum, Identität und Sprache. Anfang 2018 hat sie die MUSENLAND Akademie für Biographisches & Kunst ins Leben gerufen, um ihre unterschiedlichen künstlerischen Formate, Ideen und Forschungen unter einem Dach und gemeinsamen Fokus – Biographie & Kunst – zu vereinen.

Vom Fluiden ins Karmische.

Sabine Küster berichtet vom ersten Akademiejahr mit dem Schwerpunktthema Fluide Identität und lässt uns rückwirkend an ihren Projekten und den daraus resultierenden Begegnungen und Erkenntnissen teilhaben.

Auch ich, Susanne Haun, war Teil der Forschungsreise zu Fluider Identität. Sabine hat mich interviewt und so werde ich von meiner Sicht darauf gerne berichten.

 

 

Zum Salon werden Foto- und Textbanner der alice*-Projekte und Textauszüge aus den Fluidum-Interviews zu sehen und eine Audio-Version des Poems ich* von Sabine Küster zu hören sein; ergänzt durch gezeichnete Selbstportraits von Susanne Haun.

Sabine Küster bildet zudem die Hälfte des Performance Duo ‚Krysti Himmelfahrt & 1 Muse‘. Gemeinsam mit ihrer Auftritts-Partnerin Krystiane Vajda (www.krystiane-vajda.de) wird sie im Salon eine ca. 10 minutige Performance darbieten, die uns zum Jahresthema 2019/2020 der MUSENLAND Akademie für Biographisches & Kunst hinführt.

Wir freuen uns, Euch begrüßen zu dürfen.

19. KunstSalon am Dienstag bei Susanne Haun

  1. Januar 2019 um 18 Uhr

Groninger Str. 22, 13347 Berlin

info@susannehaun.de T: 030 43 00 45 72, M: 0177 232 80 70

Tram M13, M50 Osramhöfe, U6 Seestraße, Leopoldplatz, U9 Nauener Platz

 

Hier findet ihr alle Informationen praktisch als PDF zum herunterladen: Einladung 19. Salon Susanne Haun – Vom Fluiden ins Karmische – Gast – Sabine Küster

 

Programm

Sabine Küster, MUSENLAND Akademie für Biographisches & Kunst

https://www.musenland.de

 

Susanne

Grußwort

Vorstellung von Sabine Küster

Sabine

Vorstellung der MUSENLAND Akademie für Biographisches & Kunst

Sabine berichtet von ihrem ersten Jahr und erzählt, wie sie vom Fluiden ins Karmische gekommen ist und was es (ihr) bedeutet

Susanne

Wie fühlt man sich als Interviewpartnerin?

P A U S E

Performance von ‚Krysti Himmelfahrt & 1 Muse‘

Susanne

Was verstehen wir unter Performance und Interviews? Ist ein Interview eine Performance? Ein kleiner kunsthistorischer Ausblick über Performances.

Sabine

Jahresthema 2019/2020: worum geht es, wie weit ist die Planung…

Schlusswort und freie Diskussion

 

 

Kunst = Kunst Teil 5 = Marina Abramovic – Bericht und Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Berühmt, Betrachtungen zur Kunst, Kunstgeschichte, Portraitmalerei, Zeichnung by Susanne Haun on 29. Dezember 2012

Der Film „Marina Abramovic: The Artist Is Present (OmU)“ ist sehr beeindruckend.

Mir fallen bei meiner Beschreibung zuerst die unwichtigen Dinge ein, weil die wichtigen Sequenzen kaum zu beschreiben sind, sie sind nur erlebbar.
Ich sah den Film vor einer Woche und habe mir für meinen Bericht fast eine Woche Zeit gelassen. Zeit, um über den Film nachzudenken und ihn nachwirken zu lassen.

Marina Abramov würde gerne beschreiben, was für ein administrativer Aufwand es ist, Kunst zu machen und wie viele emails sie schreiben, wie viel Telefonate sie führen und zu wie vielen Veranstaltungen sie gehen muss.

Ich werde nach dem Film nie wieder sagen, dass meine Wohnung oder mein Atelier klein sind.
Marina Abromovic lebte mit ihrem damaligen Lebens- und Künstlergefährten Ulay 5 Jahre lang in einem Wohnmobil bzw. umgebauten Laster.

Mein Sinnbild von M.Abromovic (c) Zeichnung von Susanne Haun

Mein Sinnbild von M.Abromovic (c) Zeichnung von Susanne Haun

Sie beschloss ein Manifest zu schreiben, um das wichtigste ihrer Kunst in Worten festzuhalten. Sie las es zuerst in Florenz vor, ich habe es bei youtube gefunden.

„Künstler müssen Krieger sein. Sie müssen diese Bestimmung und das Durchhaltevermögen haben, um kämpfen zu können.“ sagt sie u.a. in ihrem Manifest.

Die ersten Jahre ärgert sie sich, dass alle fragen, ob das (die Performance) Kunst ist. Und jetzt nachdem sie keiner mehr fragt, vermisst sie die Frage.

Der Film war so inhaltsschwer, ich wollte mich in dem Film fallen lassen und keine Notizen für einen Artikel machen und so bin ich sehr froh, einiges von Marina Abromovic auf youtube gefunden zu haben.

Mein Sinnbild von M.Abromovic (c) Zeichnung von Susanne Haun

Mein Sinnbild von M.Abromovic (c) Zeichnung von Susanne Haun

Im Spiegel vom 29.11.2012 schreibt Daniel Sander: „Der Film ist keine übermäßig kritische Auseinandersetzung mit dem Phänomen Abramovic und der Performance-Kunst an sich geworden (…) Sie allein ist schon ein Kunstwerk.“

Ich habe lange überlegt, wie ich zeichnerisch diesen Film verarbeiten kann. Mit Farbe, war mein erster Gedanken. Und natürlich rot, denn bei Marina Abromovic denke ich an rot. Danach habe ich sie mit wenigen Linien dargestellt, um Raum für Gedanken zu geben.

Mein Sinnbild von M.Abromovic (c) Zeichnung von Susanne Haun

Mein Sinnbild von M.Abromovic (c) Zeichnung von Susanne Haun

UPDATE: 5.1.2013: Schaut dazu auch bei der Mützenfalterin, die einige Artikel zum Thema schrieb.

For my English-speaking readers:
The film „Marina Abramovic: The Artist Is Present (OV)“ is very impressive.
I notice at first the description of unimportant things, because the important sequences are hard to describe, they just experienced.
She decided to write a manifesto to retain the most important words of her art. She read it first in Florence, I found it on youtube.
„Artists have to be warriors. You must have the determination and perseverance to fight for you.“ Is one point of her manifest.

________________________________
Marina Abramovic SCAD deFINE ART 2011 Keynote Lecture Pt. 1
Oehmke, Philipp, DER SPIEGEL 23/2010, Die 721-Stunden-Frau,
Sander, Daniel. Der Spiegel, Diese Frau kriegt alle rum.

%d Bloggern gefällt das: